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Zystennieren Erkrankungen und Folgen Arzt-Patienten Seminar Diagnostik und Therapie vererbbarer Nierenerkrankungen Bochum, 17.03.2007.

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1 Zystennieren Erkrankungen und Folgen Arzt-Patienten Seminar Diagnostik und Therapie vererbbarer Nierenerkrankungen Bochum,

2 Zystennieren Synonyme (andere Namen der Erkrankung): Erwachsenentyp der polyzystischen Nierendegeneration Autosomal dominante polyzystische Nierendegeneration (ADPKD) Autosomal - Chromosomen, die in beiden Geschlechtern paarweise übereinstimmen Dominant - Merkmal, das überwiegt und den rezessiven Partner überdeckt

3 Zystennieren Charakteristisch ist die progressive Entwicklung von flüssigkeitgefüllter Zysten in allen Bereichen der Nephrone und Sammelrohre und die beidseitige Ausbildung vergrößerter, polyzystischer Nieren

4 Wilson P. N Engl J Med 2004;350: Mechanisms of Cyst Formation in Polycystic Kidney Disease

5 Zystennieren Diagnose wird in erster Linie klinisch gestellt Positive Familienanamnese (selten Spontanmutation, falsche Paternität) Sonographie (Zystenverteilung in den Nieren, Zystenbildung in anderen Organen, z.B. Leber, Pankreas oder Nebenhoden) Nierengröße

6 Diagnostische Kriterien für erst gradige Verwandte eines Patienten mit Zystennieren (Ravine 1994) Mindestens 2 unilaterale oder bilaterale Nierenzysten bei Patienten unter 30 Jahren 2 Zysten in jeder Niere bei Patienten zwischen 30 und 59 Jahren 4 Zysten in jeder Niere bei Patienten über 60 Jahren

7 Einteilung zystischer Erkrankungen der Nieren Einfache Zysten (solitär und multipel) Polyzystische Nierendegeneration - Autosomal dominante polyzystische Nierendegeneration (ADPKD) - Autosomal rezessive polyzystische Nierendegeneration (ARPKD) Medulläre Nierenzysten Nephronophthise-, Markschwamm- nierenkomplex

8 Einteilung zystischer Erkrankungen der Nieren Zystische Nierenerkrankungen im Rahmen von Syndromen Nierendysplasie Verlust der Nierenform, zusätzliche Fehl- bildung, wie Harnleiteratresie häufig Erworbene Zysten renale Erkrankungen, wie Nephrosklerose oder Analgetika-Nephropathie führen zur multizystischen Umwandlung

9 Autosomal dominante polyzystische Nierendegeneration (ADPKD) Auftreten in der Gesamtbevölkerung 1:800 bis 1:1000 Genetik: autosomal dominanter Erbgang Vererbungsrisiko ist 50 % Penetranz bis zu 100%, falls Erkrankte 80 Jahre alt werden Zysten sind bereits in der 12. Fetalwoche nachweisbar

10 Autosomal dominante polyzystische Nierendegeneration (ADPKD) Nicht bei allen Zystennierenträgern kommt es zum Auftreten einer Niereninsuffizienz Es wird geschätzt, dass 50% der 50 jährigen eine dialysepflichtige Niereninsuffizienz entwickeln Während das normale Nierengewicht 150g beträgt, kann bis 5 kg das Gewicht einer Zystenniere sein In den Zysten befindet sich Tubulusharn

11 Prävalenz Diagnoseverteilung aller bei Quasi-Niere erfassten lebenden Dialysepatienten ( Patienten) in der Nierenersatztherapie (2005) 7 % Zystennieren 24 % Typ 2 Diabetes und 4 % Typ 1 Diabetes 19 % Glomerulonephritis 12 % interstitielle Nephritis 1 % Hereditär/Kongenital 3 % Systemerkrankungen 16 % Vaskuläre Nephropathie 10 % Unbekannte Genese 4 % Verschiedene

12 Molekulare Ursache der ADPKD In 85 % der Patienten: Mutationen im PKD 1 – Gen auf Chromosom 16p13.3, Genprodukt Protein Polycystin-1 In 15 % der Patienten: Mutationen im PKD 2 – Gen auf Chromosom 4q21-23, Genprodukt Protein Polycystin-2 Bei PKD1- Mutationsträger manifestiert sich die Erkrankung früher und auch Nierenversagen tritt im Schnitt 20 Jahre früher auf als bei PKD2 - Mutationsträger

13 Symptome bei Zystennierenerkrankten Hypertonie ( %) Makrohämaturie mit und ohne Schmerzen bei Zystenniereneinblutung ( %) Nephrolithiasis (Urat-, Magnesium- Ammonium-Phosphat- und Kalziumoxalat- steine), bedingt durch Stagnation des Urins in den deformierten Nierenkelchen

14 Symptome bei Zystennierenerkrankten Ureterobstruktion, durch Thromben und Superinfektion eingebluteten Zysten Harnwegsinfekte, Problem schlechte Penetration des Antibiotikums in die Zystenflüssigkeit Schmerzen im Epigastrium (60 bis 80 %) Proteinurie

15 Extrarenale Komplikationen Subarachnoidalblutungen (in 4-10% der Patienten, familiäre Häufung, treten bereits in der 3. Lebensdekade auf) Dilatation der Aortenwurzel mit Aorteninsuffizienz, meist infolge bikuspider Aortenklappen oder einem Mitralklappen- prolaps Sigmadivertikel Inguinal-, Hiatus- und Narbenhernien

16 Vorgehen bei Erstvorstellung des Patienten Blutdruck messen und einstellen (Ziel-RR <130/80 mmHg) Ausmaß der Nierenfunktionseinschränkung abklären Renale Zusatzkomplikationen wie Harnwegs- infekte oder Nephrolithiasis erkennen Ggf. Echokardiographie Patient auf Anzeichen einer Subarachnoidal- blutung hinweisen (Kopfschmerzen, Nacken- steifigkeit)

17 Therapie Blutdruckeinstellung mit diätetischer Salzrestriktion, ACE-Hemmer, Diuretika Abraten von der Einnahme von Acetyl- salicylsäure (ASS) wegen Makro- hämaturieepisode Fettstoffwechselstörung Statingabe Studienmedikament Sirolimus/Everolimus In Diskussion: Gabe von Somastostatin


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