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Finanzcontrolling - KE/KHSDaniel Schüßler1 Kapitalerhöhung / Kapitalherabsetzung Referat zum Thema: von: Daniel Schüßler am 19.11.2004.

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1 Finanzcontrolling - KE/KHSDaniel Schüßler1 Kapitalerhöhung / Kapitalherabsetzung Referat zum Thema: von: Daniel Schüßler am

2 Finanzcontrolling - KE/KHSDaniel Schüßler2 Gliederung: Einordnung Grundlagen Arten der Kapitalerhöhung (KE) * KE gegen Einlagen * bedingte KE * genehmigtes Kapital Arten von Kapitalherabsetzungen (KHS) * ordentliche KHS * vereinfachte KHS * KHS durch Einziehung von Aktien Fazit * Literaturliste

3 Finanzcontrolling - KE/KHSDaniel Schüßler3 Gesellschaftsrechtliche Einordnung - Rechtsform Einzelunternehmer Personen- gesellschaften KapitalgesellschaftenSonstige GbR OHG KG GmbH AktG KGaA Stille G. e.G. VVaG EinordnungGrundlagenKEKHSFazit

4 Finanzcontrolling - KE/KHSDaniel Schüßler4 Aktiengesellschaft gesetzliche Grundlage: AktG gesellschaftsrechtliche Grundlage ist die Satzung HV-Beschluss zu Satzungsänderungen – ¾ Mehrheit nötig Grundkapital/gezeichnetes Kapital – mind. 50,0 TEUR Nennwert oder Stückaktien Nennwert bzw. rechnerischer Anteil am GK mind. 1,00 EUR wichtigste Daten zur AG sind im HR-eingetragen HGB-Vorschriften zum Bilanzierung und Ergebnisausweis EinordnungGrundlagenKEKHSFazit

5 Finanzcontrolling - KE/KHSDaniel Schüßler5 Bilanzausweis des Ergebnisses EinordnungGrundlagenKEKHSFazit Ausweis mit vollständ. Berücksichtigung der Ergebnisverwendung A.Eigenkapital I. gezeichnetes K. II. Kapitalrücklage III. GewinnRL B.Verbindlickeiten I. Ausschüttungen Ausweis ohne Berücksichtigung der Ergebnisverwendung A.Eigenkapital I. gezeichnetes K. II. Kapitalrücklage III. GewinnRL IV. Gewinnvortrag/ Verlustvortrag V. Jahresergebnis A.Eigenkapital I. gezeichnetes K. II. Kapitalrücklage III. GewinnRL IV. Bilanzgewinn Ausweis mit teilweiser Berücksichtigung der Ergebnisverwendung Bilanzgewinn Ausschüttung Einstellung in Gewinnrücklagen Gewinnvortrag

6 Finanzcontrolling - KE/KHSDaniel Schüßler6 Bilanzgliederung nach § 266 HGB i.V.m. § 268 I S.2 HGB A. Eigenkapital I. Gezeichnetes Kapital II. Kapitalrücklage III. Gewinnrücklagen 1. gesetzliche Rücklage 2. RL für eigene Anteile 3. satzungsmäßige RL 4. andere Gewinnrücklagen IV. Bilanzergebnis Summe Eigenkapital: I. Grundkapital gemäß Satzung II. Ausgabebetrag der Aktien abzgl. Nennwert bzw. rechnerischer Nennwert (u.a. gem. § 272 II AktG) III. 1. gesetzliche Rücklage 5 % des JÜ abzgl. Verlustvortrag bis (Kapital-RL + gesetzliche RL)>= 10 % des gezeichneten Kapitals (§ 150 II AktG) III. 2. RL für eigene Anteile Korrekturposten zur Aktivaposition eigene Anteile - aus Aktienrückkauf, da bei Insolvenz i.d.R. wertlos (§ 272 IV) EinordnungGrundlagenKEKHSFazit

7 Finanzcontrolling - KE/KHSDaniel Schüßler7 Ergebnisverwendungsrechnung gem. § 158 AktG EinordnungGrundlagenKEKHSFazit Jahresergebnis gemäß GuV + Entnahmen aus der KapitalRL +/- Gewinnvortrag/Verlustvortrag + Entnahmen aus Gewinnrücklagen (4 verschiedene) dieses Jahres + Einstellung in Gewinnrücklagen (4 verschiedene) dieses Jahres = Bilanzergebnis * Betriebsergebnis + Finanzergebnis + Steuern * Bilanzergebnis VJ – Ausschüttung – Einstellung in Gewinnrücklagen * beschränkt nach § 150 III + IV AktG * i.d.R. zum Verlustausgleich * z.T. gesetzliche / satzungsmäßige Vorschriften * Vorschlag für Verwendung in HV

8 Finanzcontrolling - KE/KHSDaniel Schüßler8 Übung zur Kapitalrücklage EinordnungGrundlagenKEKHSFazit Gründung einer AG, Grundkapital EUR, Aktien, keine Gründungsaufwendungen, alle Zahlungen werden sofort geleistet Eröffnungsbilanz, wenn: a) Ausgabe der Aktien für 2,50 EUR b) Ausgabe der Aktien für 1,50 EUR

9 Finanzcontrolling - KE/KHSDaniel Schüßler9 Übung Aktienarten EinordnungGrundlagenKEKHSFazit Gründung einer AG, Grundkapital EUR Nennbetragsaktien – Anzahl der ausgegeben Aktien ? Aktien a) Nennbetrag 5 EUR Aktien b) Nennbetrag EUR Aktien c) Nennbetrag 0,50 EUR Stückaktien Aktien a) rechnerischer Anteil am GK je Aktie – 5 EUR Aktien b) rechn. Anteil je Aktie – EUR Anteil je Aktie c) Aktien

10 Finanzcontrolling - KE/KHSDaniel Schüßler10 Kapitalerhöhung gegen Einlagen § 182 – 191 HGB Arten der Kapitalerhöhung Genehmigtes Kapital § 202 – 206 HGB Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln § 207 – 220 HGB Bedingte Kapitalerhöhung § 192 – 201 HGB EinordnungGrundlagenKEKHSFazit

11 Finanzcontrolling - KE/KHSDaniel Schüßler11 Kapitalerhöhung gegen Einlagen I: auch ordentliche Kapitalerhöhung genannt Erhöhung des Grundkapitals durch Ausgabe neuer Aktien Satzungsänderung, nur mit ¾ Mehrheit möglich * hier Festlegung der Bedingungen:... St./Vz.; Ausgabepreis; Bezugsrecht; Dividendenanspruch... Beschluss und Durchführung müssen ins Handelsregister eingetragen werden EinordnungGrundlagenKEKHSFazit

12 Finanzcontrolling - KE/KHSDaniel Schüßler12 Kapitalerhöhung gegen Einlagen I: EinordnungGrundlagenKEKHSFazit Geld-/Sacheinlagen, Unter-Pari-Emission nicht möglich besondere Anforderungen bei Sacheinlagen neue Aktien werden gezeichnet Zeichnungsschein mit bestimmten Mindestanforderungen AG darf keine eigenen Aktien zeichnen (§ 56 I AktG) oft separate Börsennotierung (alte und junge Aktien) erst wirksam, mit der Eintragung ins Handelsregister

13 Finanzcontrolling - KE/KHSDaniel Schüßler13 Kapitalerhöhung gegen Einlagen II: EinordnungGrundlagenKEKHSFazit Übung Stückaktien HV 05/2003: ordentliche KE, GK soll um EUR erhöht werden, gegen Ausgabe von neuen Stückaktien für je 2,00 EUR, sonstige Bilanzpositionen wie in 2002

14 Finanzcontrolling - KE/KHSDaniel Schüßler14 Kapitalerhöhung gegen Einlagen II: EinordnungGrundlagenKEKHSFazit Bezugsrecht- BZR Jedem Aktionär steht ein seinem Anteil an dem bisherigen GK entsprechender Teil der neuen Aktien zu: Vorher 10 % - nachher 10 % Bezugsverhältnis: Anzahl der Altaktien Anzahl der neuen Aktien Altaktionäre haben grundsätzlich ein Bezugsrecht Schutz vor: Vermögensverlust und Stimmrechtsverlust 2 Wochenfrist zur Ausübung des Bezugsrechts Bezugsrecht kann durch HV-Beschluss ausgeschlossen werden Handel der Altaktien am ersten Tag des BZR-Handels: ex BZR

15 Finanzcontrolling - KE/KHSDaniel Schüßler15 Bedingte Kapitalerhöhung I: Grundkapital wird nur in dem Umfang erhöht, wie von einem Umtauschrecht- oder Bezugsrecht auf neue Aktien Gebrauch gemacht wird nur zu folgenden Zwecken: a) Umtausch- bzw. Bezugsrechte aus Wandelschuldverschreibungen b) Vorbereitung des Zusammenschlusses mehrerer Unternehmen c) Bezugsrechte an Arbeitnehmer, Mitglieder der Geschäftsführung Stock-Options EinordnungGrundlagenKEKHSFazit Beschränkung für a)+b) auf max. ½ des GK, bei c) auf 10 % Beschluss zur Satzungsänderung – ¾ Mehrheit

16 Finanzcontrolling - KE/KHSDaniel Schüßler16 Bedingte Kapitalerhöhung II: Bedingtes Kapital selbst ist noch kein erhöhtes Grundkapital deshalb nur im Anhang angegeben (gem. § 160 II Nr. 3 AktG) Anmeldung des Beschlusses beim HR erst nach Eintragung dürfen die Aktien ausgegeben werden mit Ausgabe (= Nutzung des Bezugsrechts) erhöht sich das GK tatsächlich, zur Ausgabe ist eine Bezugserklärung nötig Meldung beim HR, wer in welcher Höhe Aktien erhalten hat Zunächst kein Mittelzufluss, erst durch Aktienausgabe !!! EinordnungGrundlagenKEKHSFazit

17 Finanzcontrolling - KE/KHSDaniel Schüßler17 Bedingtes Kapital – am Beispiel: Quelle: Geschäftsbericht 2003 – Anhang – Seite 164/165 bedingtes Kapital von 267 Mio EUR – je Aktie 3,00 EUR am GK Ausgabe von ca. 89 Mio Aktien möglich Kurs je Aktie z.B. 60 EUR 5,34 Mrd. EUR Volumen EinordnungGrundlagenKEKHSFazit Nutzung des Bedingten Kapitals in Mio

18 Finanzcontrolling - KE/KHSDaniel Schüßler18 Genehmigtes Kapital I: Ermächtigung des Vorstandes, das GK durch Beschluss und Ausgabe neuer Aktien gegen Einlagen zu erhöhen Nennbetrag muß genannt werden (= genehmigtes Kapital) max. ½ des GK, Ausgabe i.d.R. mit Zustimmung des AR Ermächtigung auf 5 Jahre befristet Satzung oder Beschluss zur S.änderung – ¾ Mehrheit Über Inhalt der Aktienrechte und Bedingungen der Aktien- ausgabe entscheidet der Vorstand, wenn die Ermächtig- ung keine entsprechenden Bestimmungen enthält. EinordnungGrundlagenKEKHSFazit

19 Finanzcontrolling - KE/KHSDaniel Schüßler19 Genehmigtes Kapital II: wesentliches Recht der HV wird auf Vorstand übertragen wenn keine Bestimmungen zur Aktienausgabe, gleicht die Ermächtigung einer Blankovollmacht Einschränkung: Ausgabe gegen Sacheinlagen, nur wenn es die Ermächtigung vorsieht. Genehmigtes Kapital ist noch kein erhöhtes Grundkapital deshalb nur im Anhang angegeben (gem. § 160 II Nr. 4 AktG) erst durch Ausgabe neuer Aktien: erhöhtes GK Bilanzierung erst nach Eintragung ins HR Zunächst kein Mittelzufluss, erst durch Aktienausgabe !!! EinordnungGrundlagenKEKHSFazit

20 Finanzcontrolling - KE/KHSDaniel Schüßler20 Genehmigtes Kapital – am Beispiel: Quelle: Geschäftsbericht 2003 – Anhang – Seite 143 genehmigtes Kapital von 1 Mrd. EUR jede Aktie hat einen rechnerischen Anteil am GK von 2,60 EUR Ausgabe von ca. 385 Mio Aktien möglich Kurs je Aktie z.B. 30 EUR 11,6 Mrd. EUR Volumen EinordnungGrundlagenKEKHSFazit

21 Finanzcontrolling - KE/KHSDaniel Schüßler21 Quelle: Verkaufsprospekt zur KE - Seite 8 Nutzung des genehmigten Kapitals – am Beispiel: Quelle: Verkaufsprospekt zur KE - Geschäftsbericht 2003 – F 44 EinordnungGrundlagenKEKHSFazit Juni 2004 keine Änderung des Genehmigten Kapitals aus 2002

22 Finanzcontrolling - KE/KHSDaniel Schüßler22 Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln I: Umwandlung von Kapital- und oder Gewinnrücklagen in GK = Ausgabe von Gratisaktien – jedoch unzutreffend eher Berichtigungs- oder Zusatzaktien (Ausnahme Stückaktien) Nennbetrag erhöht sich, Rücklagen vermindern sich nur möglich, wenn kein Bilanzverlust ausgewiesen wurde EinordnungGrundlagenKEKHSFazit Beschluss zur Satzungsänderung – ¾ Mehrheit Aktionäre bekommen neue Aktien im Verhältnis zu Ihren bisherigen Anteilen am GK (Ausnahme Stückaktien)

23 Finanzcontrolling - KE/KHSDaniel Schüßler23 Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln II: Bedingtes Kapital erhöht sich im gleichen Verhältnis wie das Grundkapital, eigene Aktien nehmen teil Bilanzierung erst nach Eintragung ins HR Vermögen bleibt gleich, höhere Aktienanzahl niedrigerer Börsenkurs (Ausnahme Stückaktien- hier gleiche Anzahl) Niemals Mittelzufluss !!! Nicht mit Aktiensplitt zu verwechseln, da dort nur Herabsetzung des Nennwertes der Aktien. EinordnungGrundlagenKEKHSFazit

24 Finanzcontrolling - KE/KHSDaniel Schüßler24 Kapitalerhöhung aus Ges.mitteln EinordnungGrundlagenKEKHSFazit Stückaktien 500 Aktien Nennbetragsaktien je Aktie 5 EUR – Aktien Umwandlungsbeschluss 2002 von 50,0 TEUR KL in GK neue Aktienanzahl: Umwandlungsbeschluss 2002 von 25,0 TEUR KL in GK Anzahl /rech. Anteil: Übung

25 Finanzcontrolling - KE/KHSDaniel Schüßler25 Kapitalerhöhung aus Ges.mitteln – am Beispiel EinordnungGrundlagenKEKHSFazit Stückaktien Quelle: Geschäftsbericht 2000/01– Seite TEUR TEUR = 762 TEUR Quelle: Geschäftsbericht 2000/01– Anhang - Seite TEUR TEUR = TEUR

26 Finanzcontrolling - KE/KHSDaniel Schüßler26 ordentliche Kapitalherabsetzung § HGB Arten der Kapitalherabsetzung Vereinfachte Kapitalherabsetzung § HGB Kapitalherabsetzung durch Einziehung von Aktien § HGB EinordnungGrundlagenKEKHSFazit

27 Finanzcontrolling - KE/KHSDaniel Schüßler27 Ordentliche Kapitalherabsetzung I: Herabsetzung des Grundkapitals zum: a) Verlustausgleich b) Rückzahlung von Kapital (§ 222 III AktG) c) Einstellung in die Kapitalrücklagen nur durch HV-Beschluss möglich – ¾ Mehrheit eigene Aktien haben hier keine Rechte (insbesondere bei Rückzahlung) Beschluss muß beim Handelsregister angemeldet werden, Bilanzierung mit Eintragung im Handelsregister Herabsetzung auf unter 50,0 TEUR bei gleichzeitiger KE über 50,0 TEUR möglich (siehe auch § 228 AktG) EinordnungGrundlagenKEKHSFazit

28 Finanzcontrolling - KE/KHSDaniel Schüßler28 Ordentliche Kapitalherabsetzung II: technische Umsetzung bei Nennbetragsaktien: - Verringerung des Nennbetrages (Abstempelung) wenn Mindestbetrag von 1 EUR unterschritten wird: - Zusammenlegung von Aktien beim Aktionär i.d.R weniger Aktien aber je neue Aktie höherer Kurs in der GuV als Ertrag aus der Kapitalherabsetzung Gläubigerschutz - § 225 AktG Gläubigern ist innerhalb von 6 Monaten nach Eintragung ins HR Sicherheit zu leisten Zahlungen an Aktionäre erst nach Ablauf der 6 Monate EinordnungGrundlagenKEKHSFazit

29 Finanzcontrolling - KE/KHSDaniel Schüßler29 Ordentliche Kapitalherabsetzung EinordnungGrundlagenKEKHSFazit HV-Beschluss zur Herabsetzung des GK auf 100,0 TEUR, Vorstandsent- scheidung: vollst. Auflösung der KL, Jahresergebnis in 2003: 0,00 EUR Übung I

30 Finanzcontrolling - KE/KHSDaniel Schüßler30 Ordentliche Kapitalherabsetzung EinordnungGrundlagenKEKHSFazit Übung II GK ist in 4 Stückaktien eingeteilt HV-Beschluss zur Herabsetzung des GK auf 200 TEUR zum Zwecke der Ausschüttung, HV: 05/2003, HR Eintragung 06/2003, Auszahlung in 03, Jahresüberschuss 03: 0 TEUR Auszahlung je Aktie o.D.: vollständige Ausschüttung als Dividende

31 Finanzcontrolling - KE/KHSDaniel Schüßler31 Ordentliche Kapitalherabsetzung – am Beispiel EinordnungGrundlagenKEKHSFazit Quelle: Geschäftsbericht 2002/03– Seite 38 Quelle: HV-Einladung 02/03 – Seite 6 nötig wegen § 150 IV Nr. 3 AktG 1.) KE aus Ges.Mitteln Quelle: HV-Einladung 02/03 – Seite 6 2.) ordentliche KHS

32 Finanzcontrolling - KE/KHSDaniel Schüßler32 Vereinfachte Kapitalherabsetzung I: Herabsetzung des Grundkapitals zur: a) Ausgleich von Wertminderungen b) Deckung sonstiger Verluste c) Einstellung von Beträgen in die Kapitalrücklage Bedingungen: 1. Kein Gewinnvortrag und 2. Gewinnrücklage vollständig aufgelöst und 3. KRL + gesetzliche RL <= 10 % GK neu Beträge dürfen nicht an Aktionäre gezahlt werden EinordnungGrundlagenKEKHSFazit

33 Finanzcontrolling - KE/KHSDaniel Schüßler33 Vereinfachte Kapitalherabsetzung II: beschränkt auf Sanierungsfall – keine Auszahlung möglich technische Umsetzung (Ausnahme Stückaktien): - Verringerung des Nennbetrages (Abstempelung) - Zusammenlegung von Aktien beim Aktionär: abhängig von technischer Umsetzung in der GuV als Ertrag aus der Kapitalherabsetzung vereinfacht, da keine Gläubigerschutzregel Beschränkungen bei der Gewinnausschüttung Rückwirkungswahlrecht EinordnungGrundlagenKEKHSFazit

34 Finanzcontrolling - KE/KHSDaniel Schüßler34 Vereinfachte Kapitalherabsetzung – am Beispiel: Quelle: Geschäftsbericht 2002 –Anhang - Seite 28 Quelle: Geschäftsbericht 2002 – Seite 16 EinordnungGrundlagenKEKHSFazit

35 Finanzcontrolling - KE/KHSDaniel Schüßler35 Kapitalherabsetzung durch Einziehung von Aktien I: dient Verlustausgleich oder Rückzahlung von Kapital zwangsweise oder nach Erwerb durch Gesellschaft i.d.R. HV-Beschluss mit ¾ Mehrheit nötig zwangsweise nur möglich, wenn Satzung es zuläßt i.d.R. Vorschriften über ordentliche KHS zu beachten Ausnahme, wenn volleingezahlte Aktien: a) der Gesellschaft unentgeltlich zur Verfügung gestellt wurden b) zu Lasten des Bilanzgewinns oder anderer Gewinnrücklage eingezogen werden c) Stückaktien sind EinordnungGrundlagenKEKHSFazit

36 Finanzcontrolling - KE/KHSDaniel Schüßler36 Kapitalherabsetzung durch Einziehung von Aktien II: immer Hauptversammlungsbeschluss nötig Grundkapital sinkt i.d.R. ab (Ausnahme Stückaktien: siehe auch § 237 III Nr. 3 AktG) beim Aktionär: * gleiche Anzahl der Aktien Bilanzierung:a) bei bereits erworbenen eigenen Aktien Eintragung des Beschlusses ins HR b) noch zu erwerbenden Aktien mit Einzug der Aktien aber nach HR-Eintragung c) Zwangseinziehung von Aktien mit Zwangseinziehung aber nach HR-Eintrag. in der GuV als Ertrag aus der Kapitalherabsetzung EinordnungGrundlagenKEKHSFazit

37 Finanzcontrolling - KE/KHSDaniel Schüßler37 Kapitalerhöhungen ordentliche KE nicht der Regelfall Bezugsrechte wichtig zum Erhalt des Anteils genehmigtes Kapital selbst noch keine KE –> erst bei Beschluss Bedingungen sollten schon in Ermächtigung geregelt sein Regelfall: KE aus dem genehmigten Kapital Stock-Options-Pläne: Grundlage meist bedingtes Kapital KE aus Gesellschaftsmitteln nur Passivtausch, kein Mittelzufluss, optische Kursverbilligung, ist kein Aktiensplitt EinordnungGrundlagenKEKHSFazit

38 Finanzcontrolling - KE/KHSDaniel Schüßler38 Kapitalherabsetzung Sonderausschüttung an Aktionäre - ordentliche KHS hierfür zunächst KE aus Eigenmitteln nötig, dann KHS –erfolgswirksam – ausschüttungsfähig Sanierungszweck - vereinfachte KHS aufgelaufene Bilanzverluste werden weggebucht oft i.V.m. anschließender KE zukünftige Gewinnausschüttung beschränkt gravierende Änderung der Aktionärsstruktur Glättung des GK – KHS durch Einziehung von Aktien wegen EUR-Umstellung EinordnungGrundlagenKEKHSFazit

39 Finanzcontrolling - KE/KHSDaniel Schüßler39 betroffene Bilanzpositionen Bank (Barkapitalerhöhung, KHS zum Zwecke der Ausschüttung) AV/UV (Sachkapitalerhöhung bei Unternehmensübernahme) Eigenkapital (Grundkapital und Kapitalrücklage) Verbindlichkeiten (Umwandlung von Verbindlichkeiten in EK) EinordnungGrundlagenKEKHSFazit

40 Finanzcontrolling - KE/KHSDaniel Schüßler40 EinordnungGrundlagenKEKHSFazit KE gegen Einlagen §§ 55 – 57 b GmbHG Beschluss der Gesellschafter kein Bezugsrecht notariell beglaubigte Übernahmeerklärung nötig bei Sacheinlagen: Festsetz- ung des Gegenstandes Anmeldung zur Eintragung ins HR wirksam mit Eintragung KE aus Gesellschaftsmitteln §§ 58a – 58 f GmbHG Rücklagen in Stammkapital Beschluss der Gesellschafter bestimmte Anforderungen an KL bzw. Gewinnrücklagen und an die Bilanz Entweder neue GA oder Erhöhung der Nennbeträge der GA Anmeldung zur Eintragung ins HR - wirksam mit Eintragung Kapitalerhöhungen bei der GmbH

41 Finanzcontrolling - KE/KHSDaniel Schüßler41 EinordnungGrundlagenKEKHSFazit normale /ordentliche KHS § 58 GmbHG Beschluss der Gesellschafter 3mailige Aufforderung in amtlichen Blättern, das sich die Gläubiger bei der GmbH melden sollen (Befriedigung /Sicherung) frühestens 1 Jahr nach der letzten Aufforderung: Eintragung des Beschlusses = Beschluss wirksam vereinfachte KHS §§ 58a – 58 f GmbHG keine Auszahlung möglich Beschluss der Gesellschafter Stammkapital unter 25,0 TEUR möglich, wenn gleichzeitig KE Beschränkungen bei zukünftiger Gewinnausschüttung Rückwirkung möglich wirksam mit Eintragung Kapitalherabsetzungen bei der GmbH

42 Finanzcontrolling - KE/KHSDaniel Schüßler42 Literaturliste: Aktuelle Wirtschaftsgesetze (2003), 4 Auflage, Verlag C.H. Beck, München 2003 Baetge, Jörg u.a. (2003), Bilanzen, 7. überarbeitete Auflage, IDW-Verlag Düsseldorf 2003 Coenenberg, Adolf G. (2003), Jahresabschluss und Jahresabschluss- analyse, 19. Auflage, Schäffer-Poeschel Verlag Stuttgart 2003 Wöhe, Günter (2002), Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschafts- lehre, 21. Auflage, Verlag Franz Vahlen München 2002 Sonstiges: diverse Geschäftsberichte, HV-Einladungen und Verkaufsprospekte zu Kapitalerhöhungen EinordnungGrundlagenKEKHSFazit

43 Finanzcontrolling - KE/KHSDaniel Schüßler43 EinordnungGrundlagenKEKHSFazit Vielen Dank ! Fragen, Anmerkungen, Anregungen ???


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