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Existenzgründung – Schritte in die erfolgreiche Selbständigkeit.

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Präsentation zum Thema: "Existenzgründung – Schritte in die erfolgreiche Selbständigkeit."—  Präsentation transkript:

1 Existenzgründung – Schritte in die erfolgreiche Selbständigkeit

2 Seite 2 von 67 Inhaltsübersicht 1. Betriebswirtschaftliche Grundlagen 2. Finanzierung der Existenzgründung 3. Rechtsformwahl 4. Steuerliche Rahmenbedingungen 5. Arbeitsrechtliche Fragen 6. Sonstige regulatorische Fragen

3 Seite 3 von 67 Inhaltsübersicht 1. Betriebswirtschaftliche Grundlagen 1.1 Möglichkeiten der Gründung 1.2 Geschäftsidee 1.3 Businessplan 1.4 Risikofaktoren 2. Finanzierung der Existenzgründung 3. Rechtsformwahl 4. Steuerliche Rahmenbedingungen 5. Arbeitsrechtliche Fragen 6. Sonstige regulatorische Fragen

4 Seite 4 von Möglichkeiten der Gründung Grundsätzliche Möglichkeiten: Erwerb eines bestehenden Unternehmens –Strategie und Planungsphase –Kontaktaufnahme und Sondierung –Letter of Intent –Analyse- und Verhandlungsphase –Vertragsabschluss „Echte“ Neugründung

5 Seite 5 von Möglichkeiten der Gründung Grundsatzfragen der Existenzgründung: Warum will ich mich selbständig machen? Was will ich konkret tun? Wie qualifiziert bin ich in fachlicher und kaufmännischer Hinsicht? Wie ist die Konkurrenzlage? Wo will ich tätig sein? Wer soll mitarbeiten? Welche Unterstützung kann ich von Angehörigen erwarten?

6 Seite 6 von Geschäftsidee Qualifikationsfaktoren Ausbildung Zusatzausbildung Managementerfahrung Branchenerfahrung Referenzen

7 Seite 7 von Businessplan Inhalt des Businessplans: Gründerperson Geschäftsidee (Produkt/Dienstleistung) Kunden Wettbewerber Standort Marketing Preis Organisation/Mitarbeiter Rechtsform

8 Seite 8 von Businessplan Anlagen zum Businessplan: Umsatzplan Ergebnisplan Auflistung der Investitionen Preiskalkulation Patente und Rechte Produktbeschreibungen

9 Seite 9 von Businessplan Form des Businessplans: klar und einfach Hervorheben von Angebot und Kundennutzen Vorstellung von Konkurrenz und Kunden überzeugende Präsentation

10 Seite 10 von Businessplan Finanzplan: Kapitalbedarfsplan Liquiditätsplanung Rentabilitätsvorschau Finanzierungsplan

11 Seite 11 von Businessplan

12 Seite 12 von Businessplan

13 Seite 13 von Risikofaktoren zu hohe Fixkostenbelastung überdimensionierter Personalbestand mit hohen Kosten überdimensionierter Fuhrpark Überschreitung des Finanzplans durch nicht geplante Investitionen Wettbewerbsdruck führt zu nicht auskömmlichen Preisen zu hohe Abhängigkeit von Großkunden oder Lieferanten zu geringe Sorgfalt im Rechnungswesen oder bei der Zahlungsüberwachung zu schmale Eigenkapitalbasis ständige Kreditüberziehung

14 Seite 14 von 67 Inhaltsübersicht 1. Betriebswirtschaftliche Grundlagen 2. Finanzierung der Existenzgründung 2.1 Kapitalbedarfsermittlung 2.2 Finanzierungsarten und –quellen 2.3 Bankgespräche 2.4 Finanzierungsfehler 2.5 Planung 3. Rechtsformwahl 4. Steuerliche Rahmenbedingungen 5. Arbeitsrechtliche Fragen 6. Sonstige regulatorische Fragen

15 Seite 15 von Kapitalbedarfsermittlung Gründungskosten (Minimierung durch Gründercoaching beachten!) Kosten für Anlaufphase (= Ausgaben bis zum ersten Geldeingang aus Umsatz für bestimmten Zeitraum) Unternehmerlohn Anlagevermögen Umlaufvermögen Sonstiges

16 Seite 16 von Finanzierungsarten und -quellen Grundsätzliche Finanzierungsarten: Eigenkapital Familien-/Privatdarlehen Beteiligungen Hausbankdarlehen KfW-Kredite EPR-Programme Sonderkredite (insbesondere von Ländern und Kommunen) Leasing Konkurrenzprodukte zu den Krediten der Hausbank

17 Seite 17 von Finanzierungsarten und -quellen KfW-Gründerkredit – Startgeld: Antragsberechtigung: Existenzgründer/Unternehmen, die weniger als drei Jahre bestehen bzw. am Markt tätig sind Voraussetzungen -fachliche und kaufmännische Qualifikation -aktive Mitunternehmerschaft des Antragstellers Art und Höhe der Förderung -Ausgestaltung als Darlehen -Laufzeit: maximal zehn Jahre, davon höchstens zwei Jahre tilgungsfrei Antragsverfahren Höchstbetrag €

18 Seite 18 von Finanzierungsarten und -quellen KfW-Gründerkredit-Universell: Antragsberechtigung: wie beim Startgeld Voraussetzungen -fachliche und kaufmännische Qualifikation -aktive Mitunternehmerschaft des Antragstellers Art und Höhe der Förderung -Ausgestaltung als Darlehen -Laufzeit: maximal zwanzig Jahre, davon höchstens drei Jahre tilgungsfrei Antragsverfahren Höchstbetrag 10 Mio. €

19 Seite 19 von Finanzierungsarten und -quellen ERP-Programme: ERP-Beteiligungsprogramm -Förderung von Existenzgründung durch Beteiligung der KfW -mindestens 15 % Eigenmittel erforderlich -Beteiligung bis zu 1 Mio. € möglich -Laufzeit: 10/15 Jahre in Berlin/den neuen Bundesländern ERP-Startfonds -Förderung durch Beteiligung -Höchstbetrag: 6 Mio. €

20 Seite 20 von Finanzierungsarten und -quellen Sonderkredite: Gewährung durch Länder und Kommunen strukturschwache Gebiete Mikrokredite durch Länder

21 Seite 21 von Bankgespräche Bankgespräch als Ausgangspunkt: Funktion -Generierung Fremdkapital -Ausloten Förderprogramme worauf es ankommt: -nachvollziehbarer Businessplan -überzeugendes Auftreten benötigte Unterlagen: Businessplan

22 Seite 22 von Bankgespräche Benötigte Unterlagen für Darlehensvergabe: Businessplan Sicherheitenplan Vermögensübersicht Zeugnisse Lebenslauf mit Nachweis der erlangten Qualifikationen ggf. Teilnahmebescheinigung Existenzgründungskurs ggf. Vertragsentwürfe

23 Seite 23 von Finanzierungsfehler zu hohe Fixkosten Unterschätzen des Betriebsmittelbedarfs hohe Personal- und Personalnebenkosten Überschreitung des Finanzbudgets durch nicht eingeplante zusätzliche Investitionen zu hohe Abhängigkeit von Kunden/Lieferanten Vernachlässigung des Rechnungswesens zu schmale Eigenkapitalbasis Überschätzung der Zahlungsmoral von Kunden öffentliche Finanzierungshilfen werden nicht ausgeschöpft

24 Seite 24 von Planung Wichtige Aspekte: Strategie Operatives Geschäft -Aufträge -Sortiment -Ressourcen -Produktivität und Qualität -Maßnahmen -Finanzen

25 Seite 25 von 67 Inhaltsübersicht 1. Betriebswirtschaftliche Grundlagen 2. Finanzierung der Existenzgründung 3. Rechtsformwahl 3.1 Überblick und Vorfragen 3.2 Gesellschaftsrechtlicher Vergleich 4. Steuerliche Rahmenbedingungen 5. Arbeitsrechtliche Fragen 6. Sonstige regulatorische Fragen

26 Seite 26 von Überblick und Vorfragen begrenzter Katalog an Gesellschaftsformen mit weitgehender Abwandlungsmöglichkeit durch Gesellschaftsvertrag Einzelfirma GbR OHG KG GmbH AG GmbH Mini- Limited & Co. KG GmbH PersonengesellschaftenKapitalgesellschaften

27 Seite 27 von Überblick und Vorfragen Vorfragen zur Rechtsformwahl: -Gewerbetreibender oder Freiberufler? -Sind Partner vorhanden? -Kaufmännisches Gewerbe vorgesehen? -Soll Haftung beschränkt werden? -Welche Rechtsform ist in der Branche üblich? -Wird mit der Rechtsform ein bestimmtes Image verbunden? -Soll der Gründungsaufwand möglichst gering sein? -Soll der laufende Aufwand möglichst gering sein?

28 Seite 28 von Gesellschaftsrechtlicher Vergleich Einzelunternehmen: gut geeignet für den Einstieg entsteht automatisch mit Geschäftseröffnung kein Mindestkapital volle Haftung mit Privatvermögen Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR): für jede Geschäftspartnerschaft geeignet großer Freiraum für Einzelnen möglich keine Formalitäten, schriftlicher Vertrag aber sinnvoll kein Mindestkapital Haftung mit Gesellschafts- und Privatvermögen

29 Seite 29 von Gesellschaftsrechtlicher Vergleich Offene Handelsgesellschaft (OHG): für Handelsgeschäft mit Partner nur für Kaufleute, nicht für Kleingewerbe kein Mindestkapital Gesellschafter haften mit Gesellschafts- und Privatvermögen hohes Ansehen wegen Bereitschaft zu persönlicher Haftung Partnerschaftsgesellschaft (PartnG): nur für freie Berufe für Unternehmen, die kooperieren, aber trotzdem eigenverantwortlich bleiben wollen Gesellschaft haftet mit Gesellschaftsvermögen, Partner bei fehlerhaftem Handeln mit Privatvermögen

30 Seite 30 von Gesellschaftsrechtlicher Vergleich Kommanditgesellschaft (KG): für eigenverantwortliche Unternehmer, die zusätzliches Startkapital suchen Komplementär führt Geschäfte allein Kommanditisten sind finanziell am Unternehmen beteiligt Komplementär haftet mit Privatvermögen, Kommanditisten nur mit Einlage GmbH & Co. KG: für Unternehmer, die Haftung beschränken, aber Flexibilität einer Personengesellschaft besitzen wollen KG mit GmbH als Komplementärin Haftung wie bei GmbH Entscheidungsbefugnis beim Komplementär

31 Seite 31 von Gesellschaftsrechtlicher Vergleich Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH): für Unternehmer, die Haftung beschränken wollen Gründungsformalitäten und Buchführung aufwändiger bei Standardgründungen einfache Gründungsformalitäten möglich Geschäftsführung durch Gesellschafter oder Fremd-Geschäftsführer Gesellschaft haftet mit gesamten Gesellschaftsvermögen Haftung der Gesellschafter beschränkt sich auf ihre Kapitaleinlage bei Verbindlichkeiten haften Gesellschafter i.d.R. mit zusätzlichen privaten Sicherheiten min €

32 Seite 32 von Gesellschaftsrechtlicher Vergleich Unternehmergesellschaft haftungsbeschränkt: für Gründer kleiner Unternehmen, die die Haftung beschränken wollen einfache Gründungsformalitäten durch Mustersatzung Kapitaleinlage zunächst nur mindestens 1 € Jährliche Bildung von Rücklagen ( 25 % des Jahresüberschusses) nur ein Geschäftsführer erreichen Rücklagen Mindeststammkapital einer „normalen“ GmbH, kann Gesellschaft durch Kapitalerhöhung in GmbH überführt werden

33 Seite 33 von Gesellschaftsrechtlicher Vergleich Limited als Alternative: schnelle Gründung innerhalb von 24 Stunden geringe Eintragungs- und Registerkosten in Großbritannien keine notarielle Beurkundung erforderlich keine nennenswerte Mindesteinlage (mindestens 1 Pfund) keine IHK-Zwangsmitgliedschaft geringe britische Steuersätze (gestaffelt nach Gewinn) begrenzte Durchgriffshaftung auf Privatvermögen (Straftaten) Berufsverbot oder eidesstattliche Versicherung kein Hinderungsgrund Vorteile

34 Seite 34 von Gesellschaftsrechtlicher Vergleich Limited als Alternative: geringe Akzeptanz im Innenverhältnis (Rechte und Pflichten der Gesellschaftsorgane) gilt britisches Recht, für Geschäftstätigkeit deutsches Recht Gefahr von Kollisionen, Rechtsunsicherheit hoher Aufwand für Buchführung und Rechnungslegung nicht eindeutig geklärt, ob deutsches oder britisches Insolvenzrecht gilt Registered Office in Großbritannien notwendig... Nachteile... häufig Adresse einer Verwaltungsgesellschaft, was Kosten verursacht

35 Seite 35 von Gesellschaftsrechtlicher Vergleich Seite 35 von 67 RechtsformMindest- kapital (€) HaftungFormali- täten HR-Pflicht Einzelfirmaneinvollgeringnur beschränkt GbRneinvollgeringnein OHGneinvollmittelja KGneinKomplementär voll, Kommandi- tist beschränkt auf Einlage mittelja GmbH & Co. KG25.000beschränktvieleja GmbH25.000beschränktvieleja Mini-GmbH1 (aufzustocken)beschränktvieleja engl. Ltd.2 engl. PfundbeschränktgeringIn England

36 Seite 36 von Gesellschaftsrechtlicher Vergleich RechtsformBemerkungen Einzelfirmavolle Kontrolle, aber auch volle Haftung GbReinfache Partnerschaft für nicht kaufmännische Tätigkeit, Bündelung von Kapital und Fähigkeiten OHGwie GbR für kaufmännische Tätigkeit (Handelsgewerbe) KGEinbindung von Finanzgebern, die zwar regelmäßig nicht oder nur begrenzt mitbestimmen, dafür aber nur mit ihrer Einlage haften GmbH & Co. KGMischform, die bei der Personengesellschaft die Haftung des Komplementärs beschränkt GmbHBeschränkung des Haftungsrisikos Mini-GmbHzum Einstieg geeignet, wenn sukzessive Kapitalaufbringung gesichert. engl. Ltd.geringe Formalien, durch Mini-GmbH fast verdrängt,

37 Seite 37 von 67 Inhaltsübersicht 1. Betriebswirtschaftliche Grundlagen 2. Finanzierung der Existenzgründung 3. Rechtsformwahl 4. Steuerliche Rahmenbedingungen 4.1 Grundlagen der Gewinnermittlung 4.2 Besteuerung der Gesellschaft 4.3 Besteuerung des Gesellschafters 4.4 Steuerliche Förderung 4.5 Umsatzsteuerliche Aspekte 4.6 Zusammenfassende Betrachtung 5. Arbeitsrechtliche Fragen 6. Sonstige regulatorische Fragen

38 Seite 38 von Grundlagen der Gewinnermittlung GewinneinkünfteEinkünfte aus Gewerbebetrieb Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft Einkünfte aus selbständiger Arbeit ÜberschusseinkünfteEinkünfte aus nichtselbständiger Arbeit Einkünfte aus Kapitalvermögen Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung sonstige Einkünfte Überblick

39 Seite 39 von Grundlagen der Gewinnermittlung HandelsrechtKaufleute sind verpflichtet, Bücher zu führen (§ 238 HGB) Gewerbetreibende, deren Unternehmen nach Art und Umfang kaufmännischen Geschäftsbetrieb erfordern, sind Kaufleute und buchführungspflichtig Ausnahmen bei kleinen Einzelkaufleuten (§ 241a HGB) Steuerrechtabgeleitete Buchführungspflicht (§ 140 AO) originäre Buchführungspflicht (§ 141 AO): Umsatz > € oder Gewinn > €

40 Seite 40 von Grundlagen der Gewinnermittlung Einnahme-Überschuss-Rechnung: Gewinn als Überschuss der Betriebseinnahmen über die Betriebsausgaben persönlicher Anwendungsbereich -Land- und Forstwirte, soweit sie nicht buchführungspflichtig sind und auch nicht freiwillig Bücher führen -Gewerbetreibende, die weder nach Handelsrecht noch nach Steuerrecht buchführungspflichtig sind und nicht freiwillig Bücher führen -Selbständige, sofern sie nicht freiwillig Bücher führen

41 Seite 41 von Besteuerung der Gesellschaft Einkommensteuer Personengesellschaften/Einzelunternehmen: keine eigene Steuerpflicht der Personengesellschaft/des Einzel- unternehmens Mitunternehmerschaft -zivilrechtliches Gesellschaftsverhältnis -Mitunternehmerrisiko (Beteiligung an stillen Reserven) -Mitunternehmerinitiative (Teilhabe an Entscheidungen) -wichtigste Folge: Vergütungen des Gesellschafters sind Einkünfte aus Gewerbebetrieb

42 Seite 42 von Besteuerung der Gesellschaft Gewerbesteuer: Gewerbebetrieb Bemessungsgrundlage = Gewerbeertrag -Gewinn nach EStG als Ausgangsgröße -Hinzurechnungen (z.B. Zinsen) -Kürzungen (z.B. Anteil des Grundbesitzes) Festsetzung des Gewerbesteuermessbetrags durch Finanzamt: Gewerbeertrag x Steuermesszahl (3,5%) auf Steuermessbetrag wendet Gemeinde Hebesatz an (mind. 200 %) Erlass des Gewerbesteuerbescheids durch Gemeinde

43 Seite 43 von Besteuerung der Gesellschaft Abfederung der Doppelbelastung mit Einkommen- und Gewerbesteuer: Pauschalierte Anrechnung der Gewerbesteuer auf die Einkommensteuer Anrechnungshöchstbetrag -Gewerbesteuermessbetrag x 3,8 -tatsächlich zu zahlende Gewerbesteuer Anrechnungsüberhänge bei Hebesätzen über 400 % aber: Anrechnung nur auf anteilig im zu versteuernden Einkommen enthaltene Einkünfte aus Gewerbebetrieb

44 Seite 44 von Besteuerung der Gesellschaft Abfederung der Doppelbelastung mit Einkommen- und Gewerbesteuer: Einzelunternehmer A erzielt im Jahr 2010 einen Gewinn vor Steuern von €. Der Gewerbesteuermessbetrag beträgt €, der Gewerbesteuer-Hebesatz 400 %, so dass € Gewerbesteuer zu zahlen sind. Wie berechnet sich die Einkommensteuer des A, wenn sich die persönlichen Abzüge auf € belaufen?

45 Seite 45 von Besteuerung der Gesellschaft Lösung: zu versteuerndes Einkommen: € tarifliche Einkommensteuer: € abzüglich 3,8-facher GewSt-Messbetrag: € festzusetzende Einkommensteuer: € Solidaritätszuschlag (5,5 %): €   €./ €

46 Seite 46 von Besteuerung der Gesellschaft Kapitalgesellschaften: unterliegen der Körperschaftsteuer (KStG) Trennung zwischen Gesellschafter und Gesellschaft Bemessungsgrundlage -Gewinn als Ausgangsgröße -spezielle Steuerbefreiungen nach § 8b KStG Tarif -15 % (keine Progression) -Solidaritätszuschlag: 5,5 % der Körperschaftsteuer Gewerbesteuer als Definitivbelastung

47 Seite 47 von Besteuerung der Gesellschaft Beispiele für Gewerbesteuerbelastung: Frankfurt: 18 % (Hebesatz = 515) München: 17 % (Hebesatz = 490) Berlin: 14 % (Hebesatz = 410) Düsseldorf: 15 % (Hebesatz = 440) Norderfriedrichskoog: 7 % (Hebesatz = 200) Mindesthebesatz

48 Seite 48 von Besteuerung des Gesellschafters Trennung zwischen Gesellschaft und Gesellschafter Besteuerung des Gesellschafters abhängig davon, ob Beteiligung im -Privatvermögen oder -Betriebsvermögen

49 Seite 49 von Besteuerung des Gesellschafters Beteiligung im Privatvermögen: Laufende Ausschüttungen -Einkünfte aus Kapitalvermögen -25 % Kapitalertragsteuer (zuzüglich Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer) -Abgeltungswirkung: kein Werbungskostenabzug -Option auf Teileinkünfteverfahren bei Beteiligung von mind. 25 % bzw. Beteiligung von mind. 1 % und beruflicher Tätigkeit für Gesellschaft Veräußerung von Anteilen -Beteiligung < 1 %: Abgeltungsteuer -Beteiligung > 1 %: Teileinkünfteverfahren aber: Sparerpauschbetrag i.H.v. 801 € bzw € bei zusammen veranlagten Ehegatten

50 Seite 50 von Besteuerung des Gesellschafters Behandlung bei der Gesellschaft: Gewinn (nach Gewerbesteuer): €./. Körperschaftsteuer: €./. Sparerpauschbetrag: 801 €./. Abgeltungsteuer: € = Nettoausschüttung € Behandlung beim Gesellschafter: Nettoausschüttung ohne steuerliche Auswirkung Gesamtsteuerbelastung €

51 Seite 51 von Besteuerung des Gesellschafters Beteiligung im Betriebsvermögen: Einkünfte aus Gewerbebetrieb oder selbständiger Arbeit Anwendung des Teileinkünfteverfahrens -40 % der Ausschüttung sind steuerfrei -60 % der Ausschüttung mit progressivem Tarif zu versteuern -Aufwendungen nur zu 60 % als Betriebsausgaben abzugsfähig

52 Seite 52 von Besteuerung des Gesellschafters Beteiligung im Betriebsvermögen/Behandlung bei der Gesellschaft: Gewinn (nach Gewerbesteuer) €./. Körperschaftsteuer €./. Kapitalertragsteuer € Nettoausschüttung €

53 Seite 53 von Besteuerung des Gesellschafters Beteiligung im Betriebsvermögen/Behandlung beim Gesellschafter: Nettoausschüttung € + Kapitalertragsteuer (= Steuergutschrift) € = zufließende Einnahmen €./. steuerfreier Teil (40 %) € = steuerpflichtige Einnahmen € Einkommensteuer bei Steuersatz von 35 % €./. anzurechnende Kapitalertragsteuer € = Steuererstattung € Gesamtsteuerbelastung €

54 Seite 54 von Steuerliche Förderung Förderung kleinerer und mittlerer Betriebe (§ 7g EStG): Abzug von 40 % der Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens Höchstsumme: € 20 % Sonder-AfA nach erfolgter Anschaffung Voraussetzungen: -Betriebsvermögen < € (bei Buchführungspflichtigen) -Gewinn bei Einnahme-Überschuss-Rechnung < € -Bennennung des Wirtschaftsguts und der voraussichtlichen Kosten beim Finanzamt

55 Seite 55 von Steuerliche Förderung Effekt: zeitliches Vorziehen eines großen Teils der späteren AfA Erhöhung der Liquidität durch Steuerstundung Zinsvorteile

56 Seite 56 von Steuerliche Förderung Investitionszulagen: Förderung von Berlin und den neuen Bundesländern Investitionen im Fördergebiet begünstigte Investitionen: Anschaffung und Herstellung von neuen beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die mindestens fünf Jahre nach der Anschaffung/Produktion -zum Anlagevermögen eines Betriebs im Fördergebiet gehören -im Fördergebiet verbleiben -in jedem Jahr zu nicht mehr als 10 % privat genutzt werden

57 Seite 57 von Umsatzsteuerliche Aspekte Steuertatbestand: Unternehmer als Steuerschuldner: selbständige Ausübung einer gewerblichen oder beruflichen Tätigkeit Kleinunternehmerprivileg: keine Umsatzsteuerpflicht, wenn -Umsatz im vorangegangen Jahr nicht größer als € -Umsatz im laufenden Jahr voraussichtlich nicht über € Steuerobjekt entspricht Umsätzen, insbesondere aus -Lieferungen und sonstigen Leistungen gegen Entgelt -Leistungsabgaben für außerunternehmerische Zwecke Steuersatz: 19 % (Ausnahmen für bestimmte Wirtschaftsgüter bzw. Dienstleistungen zu 7 %)

58 Seite 58 von Umsatzsteuerliche Aspekte Vorsteuerabzug: Unternehmer kann sich Umsatzsteuer für Lieferungen und Leistungen, die von einem anderen Unternehmer für sein Unternehmen ausgeführt worden sind, als Vorsteuer vom Finanzamt erstatten lassen Voraussetzungen -Empfang der Leistung -Besitz einer ordnungsgemäßen Rechnung, ausgestellt durch den leistenden Unternehmer -keine Abzugsbeschränkungen

59 Seite 59 von Umsatzsteuerliche Aspekte SollbesteuerungEntstehung und Abführung der Umsatzsteuer schon mit Erbringung der Leistung Steuer entsteht unabhängig von der Zahlung des Kunden IstbesteuerungEntstehung und Abführung der Umsatzsteuer erst bei Erhalt des Entgelts Wahlrecht für Freiberufler, Kleinunternehmer oder Unternehmer, dessen Gesamtumsatz im vorangegangen Jahr € nicht überschritten hat Regelfall

60 Seite 60 von Zusammenfassende Betrachtung kein eindeutiger Vorteil einer bestimmten Rechtsform im Steuerrecht Beurteilung im Einzelfall unter Zuhilfenahme steuerlicher Beratung steuerliche Fördermaßnahmen müssen ausgeschöpft werden umsatzsteuerliche Behandlung bedarf eingehender Vorüberlegungen und Beratung

61 Seite 61 von 67 Inhaltsübersicht 1. Betriebswirtschaftliche Grundlagen 2. Finanzierung der Existenzgründung 3. Rechtsformwahl 4. Steuerliche Rahmenbedingungen 5. Arbeitsrechtliche Fragen 5.1 Arten von Beschäftigungsverhältnissen 5.2 Arbeitsvertragliche Regelungen 5.3 Kündigungsfristen 5.4 Lohnsteuer 6. Sonstige regulatorische Fragen

62 Seite 62 von Arten von Beschäftigungsverhältnissen reguläre Beschäftigungsverhältnisse befristete Arbeitsverhältnisse (bei Existenzgründern bis vier Jahre) Teilzeitbeschäftigung Mini-Jobs kurzfristige Beschäftigung

63 Seite 63 von Arbeitsvertragliche Regelungen Form: mündlich möglich, besser schriftlich Inhalt -zwingend: Art der Arbeitsleitung und Beginn der Tätigkeit -außerdem: sämtliche Rechte und Pflichten Probezeit Arbeitszeit/Überstunden Vergütung Urlaub Kündigungsfristen

64 Seite 64 von Kündigungsfristen Kündigung: ordentliche Kündigung -gesetzliche Kündigungsfrist: 4 Wochen zum 15. eines Monats bzw. Monatsende -vertragliche Vereinbarung: längere Kündigungsfristen können vereinbart werden, nicht aber kürzere Fristen Besonderheiten bei Kündigung älterer Mitarbeiter außerordentliche (fristlose) Kündigung immer möglich

65 Seite 65 von Lohnsteuer Erhebungsform der Einkommensteuer auf Einkünfte aus nichtselbständiger Tätigkeit Schuldner = Arbeitnehmer aber: Arbeitgeber hat Lohnsteuer zu berechnen und an das Finanzamt abzuführen Arbeitgeber haftet für korrekte Einbehaltung und Abführung Möglichkeit der Inanspruchnahme nach Lohnsteueraußenprüfung Anmeldung und Abführung spätestens bis zum 10. Tag nach Ablauf des Anmeldezeitraums

66 Seite 66 von Sonstige regulatorische Fragen Anmeldungen und Genehmigungen -Eintragung in die Handwerksrolle -Anmeldung beim Gewerbeamt der Kommune -Genehmigung des Baurechtsamts -Genehmigung des Gewerbeaufsichtsamts -Eintragung in das Handelsregister -Steuernummer des Finanzamts mit Umsatzsteuer- Identitfikationsnummer Versicherungen -Betriebsversicherungen -Kranken-, Unfall-, Rentenversicherung

67 Seite 67 von 67 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!


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