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Thema: Die Weimarer Republik zwischen Konsolidierung und Zerstörung: Wirtschaftsentwicklung Weltwirtschaftskrise Aufstieg des Nationalsozialismus.

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Präsentation zum Thema: "Thema: Die Weimarer Republik zwischen Konsolidierung und Zerstörung: Wirtschaftsentwicklung Weltwirtschaftskrise Aufstieg des Nationalsozialismus."—  Präsentation transkript:

1 Thema: Die Weimarer Republik zwischen Konsolidierung und Zerstörung: Wirtschaftsentwicklung Weltwirtschaftskrise Aufstieg des Nationalsozialismus

2 Gliederung 1. Das Inflationsjahrzehnt Die goldenen zwanziger Jahre Wirtschaftspolitik Weimar 4. Die totale Krise

3 1. Das Inflationsjahrzehnt 1.1 Phasen 1. Kriegsinflation Demobilmachungsinflation Hyperinflation ab 1922

4 1. Das Inflationsjahrzehnt 1.2 Ursachen: Kriegsinflation Kaufkraftverlust der Mark Schwächung auf dem internationalen Devisenmarkt Kriegskosten durch inflationäre Maßnahmen abgedeckt Kriegsanleihen (Kredite), die nach dem Endsieg durch Reparationszahlungen der Verlierer zurückgezahlt werden sollten 155 Milliarden Mark Schulden Hohe Verschuldung des Staates bei Bürgern des Mittelstandes ( Milliarden, Milliarden) durch Kosten des Krieges Erhöhung des zirkulierenden Geldvolumens 1919 rasanteste Geldentwertung der Geschichte

5 1. Das Inflationsjahrzehnt 1.2 Ursachen: Demobilmachungsi. Notwendig: Spar- und Verzichtkurs der Regierung und radikaler Währungsschnitt ABER: hohe Kriegsfolgelasten Entschädigung der Kriegsopfer Entschädigung deutscher Umsiedler Unterstützung der Familien gefallener Soldaten und Kriegsinvaliden Auffangen arbeitsloser Soldaten Reparationszahlungen 1920 Wert der Mark sinkt Inflationsschub feiert in Deutschland aktuelle Erfolge (Erholung der Wirtschaft), Alliierten stolpern in eine Weltwirtschaftkrise

6 1. Das Inflationsjahrzehnt 1.2 Ursachen

7 1. Das Inflationsjahrzehnt 1.2 Ursachen: Hyperinflation Inflation beschleunigt sich dramatisch beständiges Drucken von neuen Geld Geldumlauf stehen keine Waren gegenüber Papiergeld verlor Wert

8 1. Das Inflationsjahrzehnt 1.3 Folgen Größere Arbeitslosigkeit und Hungerunruhen Ausbreitung von Schiebertum + Notkriminalität Verschärfung innergesellschaftlicher Spannungen

9 1. Das Inflationsjahrzehnt 1.3 Folgen

10 1. Das Inflationsjahrzehnt 1.3 Folgen Gewinner 1. Staat (Entledigung der Schulden) Begünstigung Gründung zahlreicher neuer Versicherungsunternehmen (billige Kredite große Investitionen) 2. Obere Besitzklassen und Unternehmer: Konzernbildungen Bsp. Hugo Stinnes Deutsche Exportunternehmen ab 1921 Exportboom durch Preisvorteile auf Weltmarkt durch Währungsverfall Hypothekenschuldner (Bsp. Bauern) Verpflichtungen mit wertlosem Geld begleichen 3. Schwarzmarkthändler

11 1. Das Inflationsjahrzehnt 1.3 Folgen Arbeiter höhere Reallöhne Verbesserung ungelernter Arbeiter gegenüber Facharbeitern ABER Lebensniveau sehr kärglich

12 1. Das Inflationsjahrzehnt 1.3 Folgen Verlierer langfristig angelegtes Geldvermögen (Bürgertum, Intellektuelle) Gehaltsabhängige Mittelschicht (Angestellte und Beamte) Rentner und Bezieher von Fürsorgeleistungen Verlust des Vertrauens in die W.R. ! Nostalgische Verklärung des Kaiserreichs!

13 2. Die Goldenen Zwanziger Jahre Licht- und Schattenseiten langfristig angelegtes Geldvermögen (Bürgertum, Intellektuelle) wirtschaftlicher Aufschwung, durch Währungsreform, Dawes-Plan 1924, Young-Plan 1930, ausländische Kredite stetiger Anstieg von Produktion (Automobilbau als neuer industrieller Führungssektor!), Konsum, Volkseinkommen rasantes Wachstum in: elektrotechnischen, chemischen Industrie und neue Industriezweigen, wie Automobil- und Flugzeugbau, Messing-, Aluminium- und Kunstseideherstellung

14 2. Die Goldenen Zwanziger Jahre Licht- und Schattenseiten Großprojekte: Luftschiff Graf Zeppelin, Passagierschiff Bremen und Verkehrsflugzeug Dornier DO X

15 2. Die Goldenen Zwanziger Jahre Licht- und Schattenseiten 1928/29 erreichten Industrieproduktion und Löhne insgesamt wieder das Vorkriegsniveau, bei deutlich verringerter Wochenarbeitszeit Der Reichshaushalt war, trotz der Reparationsbelastungen, stets annähernd ausgeglichen ABER (auch Schattenseite): stets hohe Arbeitslosigkeit (mehr als 10 %), v. a. bei jungen Arbeitnehmern, z. 1. mal Dauerarbeitslosigkeit); Rationalisierung auf breiter Front Wegfall von Arbeitsplätzen (TAYLORISMUS, FORDISMUS)

16 2. Die Goldenen Zwanziger Jahre Licht- und Schattenseiten Frauen: 35,6 % der Frauen berufstätig Hausangestellte, Fließbandarbeiterin, Verkäuferin, Sekretärin selten in akademischen oder freien Berufen Neue Frau: kurzgeschnittener Bubikopf, modisch gekleidet, männliche Symbole wie Rauchen, Sporttreiben oder Autofahren, moderne Einstellung zur Sexualität, sowie Wunsch nach Geburtenreglung und legalem Schwangerschaftsabbruch keinen Anspruch auf soziale Sicherung, überlange Arbeitszeiten und im Durchschnitt nur 2/3 der Männerlöhne Einwilligung des Ehemannes Übergangsstadium bis zur Ehe Der größte Anteil der Frauen, vor allem auf dem Land, war dennoch nicht berufstätig

17 2. Die Goldenen Zwanziger Jahre Licht- und Schattenseiten

18 Kulturelle Blütezeit Alltag durch konsum- und freizeitorientierten Massenkultur bestimmt neuen Medien Bedürfnis der Menschen nach Unterhaltung und Entspannung befriedigt Presse Spitzenstellung: 1928 erschienen 3356 verschiedene Tageszeitungen, allerdings wurden nur 26 in mehr als Exemplaren gedruckt Gattungen des Films (z. B. Horror-, Heimat, Dokumentarfilm, usw.) Zahlreiche deutsche Produktionen erlangten internationale Anerkennung. Dominierend waren international aber die amerikanischen Filme. Zu dieser Zeit gingen ca. 2 Mio. Menschen in die Kinos. Bis Ende 1930: 900 Lichtspielhäuser mit Sitzplätzen Rundfunk: Anfang Rundfunkteilnehmer, 1932 bereits über 4 Mio. Zusammen mit den Schallplatten Verbreitung sich schnell abwechselnder Schlager und Tänze wie des Charleston oder des beliebten Shimmy.

19 3. Wirtschaftspolitik Weimars 3.1 Korporatismus Korporatismus = ein politisches und öko- nomisches System, bei dem sich die In- teressengruppen nicht feindselig gegenüber- stehen, idealer Weise gibt es keine Streiks und keine Aussperrungen. Löhne und Arbeitsbe- dingungen werden gemeinsam friedlich ausgehandelt.

20 3. Wirtschaftspolitik Weimars 3.1 Korporatismus Stinnes-Legien-Abkommen ( ) Begründung der ZAG (Zentrale Arbeitsgemeinschaft) Gewerkschaften = Interessenvertreter der Arbeiter 8h Arbeitstag Carl Legien (links) Hugo Stinnes (rechts)

21 3. Wirtschaftspolitik Weimars 3.1 Korporatismus Einführung des Schlichtungswesen 1919 Ziele rollback vom 8h Tag verhindern keine Streiks / Aussperrungen Folgen Verharrung auf den Positionen Verleumdung der Kompromisse Politisierung der Tarifkonflikte

22 3. Wirtschaftspolitik Weimars 3.2 Kranke Wirtschaft Weimars Typische Ursachen dieser Zeit Versailler Vertrag hausgemachte Schwierigkeiten

23 3. Wirtschaftspolitik Weimars 3.2 Kranke Wirtschaft Weimars hausgemachte Schwierigkeiten Schwacher Export und Binnenmarkt Wenig Investitionsbereitschaft Hohe Soziallasten

24 3. Wirtschaftspolitik Weimars 3.2 Kranke Wirtschaft Weimars Einführung der Arbeitslosenversicherung 1927 Beiträge teilen sich AG und AN Wichtige sozialpolitische Forderung der Gewerkschaften 1927 konjunkturelle Hochphase

25 3. Wirtschaftspolitik Weimars 3.2 Kranke Wirtschaft Weimars hausgemachte Schwierigkeiten Schwacher Export und Binnenmarkt Wenig Investitionsbereitschaft Hohe Soziallasten Direkte Verteilungskonflikte Hohe Lohnquote 8h Arbeitstag Keine besseren Lebensbedingungen für Arbeiter

26 3. Wirtschaftspolitik Weimars 3.3 Wende gegen Gewerkschaftsstaat Inflation = materielle Grundlage für Korporatismus Unternehmer wälzen Kosten auf Preise ab Staat finanziert Sozialleistungen mit leichtem Geld

27 3. Wirtschaftspolitik Weimars 3.3 Wende gegen Gewerkschaftsstaat Verteilungsspielräume immer enger Verteilungskonflikt Umverteilungskampf Positionen verhärten sich Unternehmer: unumschränkte Handlungsmöglichkeit Ruf nach Zerstörung der Republik wird lauter

28 4. Die totale Krise Wirtschaftliche Systemkrise verschränkt mit Politischer Legitimationskrise

29 4. Die totale Krise 4.1 Ursachen Konjunkturabschwung Kein vollständiger Konjunkturzyklus ( ) Strukturkrise der Nachkriegszeit ungelöst Spezif. Belastungen aus Konsolidierungs- + Rekonstruktionsmaßnahmen (20er Jahre) Binnenwirt. Belastung/Blockade Arbeitslosigkeit hoch Investitionsneigung niedrig Krieg um Lohn und Gewinnanteile am Volkseinkommen Außenwirt. Belastung Spannungsdreieck Londoner, Pariser + NY Börsen Aufgeblähter Finanzzyklus von amerik. Krediten, deut. Reparationszahlungen + franz. Kreditrückzahlungen an USA Besondere Abhängigkeit von Auslandskrediten -> NY Börsen-Krach trifft Deut. besonders hart Deutsche Wirtschaftsanleihen aus dem Ausland ; Quelle:

30 4. Die totale Krise 4.2 Verlauf Beginn: Schwarzer Freitag – NY Börsenkrach ( ) konjunkturelle Talsohle: Sommer 1932 Massenarbeitslosigkeit Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise ; Quelle: Arbeitslose 1921 – 1939; Quelle:

31 4. Die totale Krise 4.3 Krisenbekämpfung oder Krisenverschärfung? Deflationspolitik der Regierung Brüning => Sanierung des Haushalts durch: Senkung der öff. Ausgaben Kürzung von Löhnen + Gehältern Reduzierung der Arbeitslosenversicherung Erhöhung der Steuern => Krise als Mittel zur Durchsetzung polit. Ziele: Innenpolit. Ziele innenpolitische Wende Bereinigung der sozialpolit. Szene Außenpolit. Ziele Beendigung der Reparationszahlungen Verschärfung der deut. Revisionspolitik (Zollunion mit Österreich)

32 4. Die totale Krise 4.4 Auswirkungen Soziale Verelendung + Verunsicherung der ges. deut. Gesellschaft Zusammenbruch der eig. biographischen Perspektive, Entwürdigungsgefühl + Statusverlust Faktische Rechtsunsicherheit + Ausgeliefertsein an anonyme Behördenmächte Einbezug der Arbeitslosen in Gruppen gleichgesinnter Schicksalsgenossen: Organisationsdisziplin ersetzt Arbeitsdisziplin Kampfverbände + radikale Parteien als kollektive Sinnstifter =>Hohe Symbolische Bedeutung: militär. Zusammenbruch + polit. Umwälzungen kaum verarbeitet zweiter wirt. Zusammenbruch innerhalb von 10 Jahren Arbeits-und Obdachlos (um 1930); Quelle: Der graue Corps (Jugendverband, ca.1930) Kampfverband der KPD; Quelle: und Diskussion (um 1930); Quelle: Die Verzweifelte (um 1930); Quelle:

33 4. Die totale Krise 4.5 Fazit WWK bündelt polit. Endkrise der WR auf zwei Ebenen….. Unten: Radikalisierung der Massen Oben: Versuch der endgültigen Revision der Grundentscheidungen von 1918 durch die alten Eliten....und dient somit als Katalysator des Endes:


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