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Symposium zu Ehren des Abschiedes von Prof. Dr. G.A. Stalder vom 4. Februar 1999 Die Praevention des kolorektalen Karzinomes Prof. Dr. U. Marbet Kantonsspital.

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1 Symposium zu Ehren des Abschiedes von Prof. Dr. G.A. Stalder vom 4. Februar 1999 Die Praevention des kolorektalen Karzinomes Prof. Dr. U. Marbet Kantonsspital Uri, Altdorf

2 Bedeutung des kolorektalen Karzinomes in der Schweiz jährlich 3’450 neue Kolonkarzinome 1’650 Frauen, 1’800 Männer 1’900 Patienten sterben am kolorektalen Karzinom 920 Frauen, 1’000 Männer 30 % der kolorektalen Karzinome sind bei der Entdeckung bereits nicht mehr kurativ resezierbar 5 % der Patienten haben bei der Entdeckung ein zweites, synchron auftretendes Karzinom ca. 50 % der Operierten entwickeln später ein Tumorrezidiv (lokales Rezidiv, Metastasen, metachrone Tumoren ) U. Marbet, Kantonsspital Uri

3 das Risiko, im Leben an einem Kolonkarzinom zu erkranken... U. Marbet, Kantonsspital Uri

4 das Risiko, in der Schweiz an einem kolorektalen Karzinom zu erkranken % % % 70 % 100 % adaptiert n. R.W. Burt 1996 U. Marbet, Kantonsspital Uri

5 Verteilung der kolorektalen Karzinome auf verschiedene Risikogruppen % % % 70 % 100 % 15 % 30 % 25 % adaptiert n. R.W. Burt 1996 U. Marbet, Kantonsspital Uri

6 Mutationenen in der Keimbahn und die Hochregulation der Cyclooxygenase II Aktivierung / Bildung von Onkogenen, die die neoplastische Transformation fördern (H-ras, k-ras, c-myc, BCR...) Inaktivierung/Mutation von Tumorsuppressor - Genen (p 53 / p 16 / APC / DCC / Beta Cathenine...), zB. FAP DNS Reparatur Gene ( hMLH1 / hMSH2 / hPMS1 / hPMS2... ) zB. HNPCC Telomerase ( hPMS2 ) zusätzlich spielen andere genetische, nebst epigenetischen und Umweltfaktoren eine modulierende Rolle bei der Expression der Keimbahnstörung U. Marbet, Kantonsspital Uri

7 Karzinom Metastasen high grade dysplasie Adenom frühes Adenom normales Epithel 1 0 J a h r e Inaktivierung, Mutation APC / MCC ? Zunahme von Mutationen K-ras, Verlust DCC? Mutation /Verlust p53, DCC ? MSH2 und MLh1 Gen Inaktivierung Kolondarmwand weitere genetische Veränderungen U. Marbet, Kantonsspital Uri

8 Primärprävention des kolorektalen Karzinom... was fördert die Karzinomentstehung ? Alkohol Rauchen Kalorienzufuhr Gewicht Untätigkeit tierisches Fett rotes Fleisch Grilliertes U. Marbet, Kantonsspital Uri

9 Primärprävention des kolorektalen Karzinom... was schützt vor dem Kolonkarzinom ? Bewegung faserreiche Ernährung ?? Gemüse Früchte Kornflakes Calcium Sulindac, NSAID, Cox II Hemmer ? Aspirin ? U. Marbet, Kantonsspital Uri

10 n. T.D. Szucs 1997 U. Marbet, Kantonsspital Uri

11 n. T.D. Szucs 1997 U. Marbet, Kantonsspital Uri

12 Verhütung des kolorektalen Karzinomes durch Sekundärprävention ideale Voraussetzung für das Screening : es tritt häufig auf es hat eine volkswirtschaftliche Bedeutung es hat eine lange nicht maligne Vorphase es hat eine lange Phase, bevor es Symptome macht U. Marbet, Kantonsspital Uri

13 Verhütung des kolorektalen Karzinomes durch Sekundärprävention ideale Voraussetzung für das Screening : es gibt wirksame Screening Teste bereits die Vorstufen des Karzinomes sind entdeckbar die Behandlung der Vorstufen verhindert das Karzinom eine Frühentdeckung des Karzinomes ist möglich die Frühentdeckung verbessert die Heilungschance der Aufwand des Screenings ist angemessen das Risiko des Screenings ist klein die Kosten sind vertretbar U. Marbet, Kantonsspital Uri

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15 Einfluss der Praevalenz auf den Sinn des Screenings Annahme bezüglich des Testes : Sensitivität 95 % Spezifität 95 % U. Marbet, Kantonsspital Uri

16 die ideale Tumor-Screeningmethode... führt zur Entdeckung von Vorstufen oder von Frühstadien von Karzinomen führt zu verbessertem Ueberleben hohe Sensitivität (alle müssen entdeckt werden) hohe Spezifität (wenig unnötige Zusatzuntersuchungen) billig, resp. akzeptables Kosten-Nutzen Verhältnis einfache Applikation (braucht keinerlei Spezialkenntnisse) hohe Akzeptanz lange Aussagekraft (ideal : once in life Screening) U. Marbet, Kantonsspital Uri

17 Problematik der Screeningstudien Leute, die sich einem Screening unterziehen, sind eine positive Selektion (gesunderes Verhalten und Gesundheitsbewusstsein) führt die Frühentdeckung des Karzinomes zu einem längerem Ueberleben oder nur zu einem längeren Wissen um den Tumor führt die Entdeckung von Tumorvorstufen wirklich zu einem verbesserten Ueberleben und zu einer besseren Lebensqualität Stimmen die Studienergebnisse mit den Ergebnissen im täglichen Leben überein ? ziehen die betroffenen Personen im täglichen Leben ausserhalb von Studien die notwendigen Konsequenzen ? U. Marbet, Kantonsspital Uri

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19 Screening durch Testen des Stuhles auf occultes Blut U. Marbet, Kantonsspital Uri

20 Resultat der grossen Screnninguntersuchungen mittels Suche nach occultem Blut im Stuhl Tumorentdeckung in früherem Stadium Senkung der Karzinom bedingten Mortalität um % Sensitivität % Spezifität % endoskopische Abklärung bei 40 % nötig ! U. Marbet, Kantonsspital Uri

21 die Wahrscheinlichkeit, dass der positive Test wirklich stimmt, steigt mit der Spezifität... U. Marbet, Kantonsspital Uri

22 Erfolg des Screening mittels Sigmoidoskopie bezüglich späterem Auftreten von kolorektalen Karzinomen n. J.V. Selby N Engl J Med 1992  die 5 jährliche Sigmoidoskopie führt zu einer Senkung der Kolorektalkrebs bedingten Mortalität um %  Problem des nicht untersuchten proximalen Dickdarms

23 Screening bez. kolorektalem Karzinom mittels starrer Sigmoidoskopie +/- Suche nach occultem Blut. S.J. Winawer : J Nat Cancer Inst. 1993, 85, 1311 U. Marbet, Kantonsspital Uri

24 __________________________________________________ 1418 Patienten mit koloskopischer Polypektomie –Nachkontrolle im Mittel 5.9 Jahre –97 % klinisch nachkontrolliert –80 % koloskopisch nachkontrolliert 5 asymptomatische, “early stage” Karzinome (erwartet bei Praesenz von Adenomen ohne deren Entfernung 40-50, in gleich altrigen Kohorten 20) US National Polyp Study S. J. Winawer, New Engl J Med 1993, 329, U. Marbet, Kantonsspital Uri

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26 Schlussfolgerungen der National Polyp Study effiziente Karzinomprophylaxe durch Polypektomie wenig Karzinome aus übersehenen “flat Lesions” Nachkontrolle genügt ohne Adenome nach > 5 Jahren, mit Adenomen nach 3 Jahren U. Marbet, Kantonsspital Uri

27 ___________________________________________________ 1618 Patienten mit Sigmoidoskopie und Polypectomie (22’462 Patientenjahre) Low Risk Adenome : 2 Rektum Ca / 760 Patienten High Risk Adenome :12 Rectum Ca / 858 Patienten Low Risk Gruppe :4 Kolon Ca / 760 Patienten High Risk Gruppe :31 Kolon Ca / 842 “Schutz” für low Risikogruppe > 10 Jahre ___________________________________________________ Long-term risk of colorectal cancer after excision of rectosigmoid adenoma W.S. Atkin : NEJM 1992, 326, U. Marbet, Kantonsspital Uri

28 Kostenschätzung für die Schweiz P. Bauerfeind und Expertenkonferenz der GastroMed Suisse und der Krebsliga Screening bedingte Kosten : –Endoskopien, Testmaterialien –Arztbesuche –Kosten verursacht durch Screeningkomplikationen –Variation je nach Screeningintervall und Altersgruppen Kosten durch Unterlassen des Screenings (vermehrtes Vorkommen des Kolorektalkarzinomes) –Kosten für Hospitalisationen / Operationen –Nachsorge Kosten –Arztbesuche –Arbeitsausfälle –Renten U. Marbet, Kantonsspital Uri

29 Resultate der USA sowie Hochrechnungen bezüglich Schweizerverhältnissen zeigen, dass die Gesamtkosten für die folgenden Screeninguntersuchungen Suche nach occultem Blut im Stuhl Suche nach occultem Blut kombiniert mit Sigmoidoskopie Koloskopie in etwa gleich hoch kommen U. Marbet, Kantonsspital Uri

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33 n schweizerische Expertenkomission (Allgemein-Mediziner, Internisten, Gastroenterologen, Onkologen, Radiologen, Epidemiologen) n die Evidenzen sind genügend, dass - die jährliche Suche nach occultem Blut im Stuhl - jährlich Suche nach Blut und 5-jährl. Sigmoidoskopie -10 jährlich Koloskopie effiziente Screeningmethoden für das kolorektale Karzinom bei der Durchschnittsbevölkerung sind. n Für Patienten mit einem erhöhten Karzinom Risiko ist die Endoskopie die Screeningmethode der Wahl n Zukunft : virtuelle Koloskopie? Tumormarker im Blut oder Stuhl ? U. Marbet, Kantonsspital Uri

34 Massenscreening in der Schweiz sinnvoll ? Kompliance für das Erstscreening... Kompliance für die Folgescreening... Akzeptanz der Screeningmethoden Machbarkeit –wer kann das Screening durchführen (Gemeindeschwester, Hausarzt, Zusatzausbildung) –Einfachheit und Sicherheit der Teste (und ihrer Folgeuntersuchungen) –Belastung der Patienten (Vorbereitung, Schmerzen, Komplikationen) U. Marbet, Kantonsspital Uri

35 Kompliance bezüglich Screeninguntersuchungen Suche nach occultem Blut % in kontrollierten Studien (5 Grosstudien) % in unkontrollierten Studien (6 Studien n = 2’400-14’000) Sigmoidoskopie (starr oder flexibel) % (in Massenstudien ??) Koloskopie (- 90) % (in Massenstudien ?) bei positivem Blutnachweis im Stuhl um 90 % U. Marbet, Kantonsspital Uri

36 Machbarkeit des Massenscreenings in der Schweiz ? Kompliance für das Erstscreening in der Schweiz ? Kompliance für die notwendigen Folgescreenings ? welche Screeningmethode wird von wieviel % der Schweizer gewählt ? (Ablehnen der Vorbereitung, Angst vor Schmerzen bei der Untersuchung, vor Komplikationen) wer kann das Screening durchführen, braucht es spezielle Kenntnisse ? Gemeindeschwester ? Hausarzt : Occulte Blutsuche, Sigmoidoskopie nach Zusatzausbildung ? spezialisierte Ausbildung sicher bei der Koloskopie nötig haben wir genügend Hausärzte / Spezialisten für dieses Screening U. Marbet, Kantonsspital Uri

37 Pilotstudie : Screening nach kolorektalen Karzinomen bei asymptomatischen Bewohnern zwischen 50 und 60 Jahren Ziel der Studie ist die Beantwortung folgender Fragen : Machbarkeit des Screeningprogrammes Akzeptanz welcher Methoden nach intensiver Information Kosten / Nutzen angebotene Screeningmethoden : jährlich Haemoccult Test im Stuhl jährlich Haemoccult Test und 5 jährlich Sigmoidoskopie alle 10 Jahre Koloskopie Durchführungsorte (abgeschlossene Gegenden mit wenig Migration) : Kanton Glarus39’000 Einwohner (4’200 zw. 50 u. 60 Jahren) Kanton Uri36’000 Einwohner (3’900 zw. 50 u. 60 Jahren) Vallee de Joux 6’250 Einwohner (650 zw. 50 u. 60 Jahren) U. Marbet, Kantonsspital Uri

38 allgemeine Screeningempfehlung : ab 50. Lebensjahr jährliche Untersuchung des Stuhles auf verborgenes Blut oder jährliche Untersuchung des Stuhles auf verborgenes Blut und 5 jährliche Sigmoidoskopie (Untersuchung der letzten 30 cm des Dickdarmes) oder 10 jährliche Koloskopie (endoskopische Untersuchung des ganzen Dickdarmes) U. Marbet, Kantonsspital Uri

39 Screening bei Risikosituationen : Familiäre Häufung : –Koloskopie mindestens alle 10 Jahre, Beginn 10 Jahre vor 1. Tumor in Familie HNPCC (hereditäres non Polyposis Coli Syndrom) : –ab 25. Lebensjahr 2 jährliche Koloskopie –ab 40. Lebensjahr jährliche Koloskopie –screenen nach Endometrium Ca, Mamma Ca, Magen Ca –Gentest überlegen ! FAP familiäres Polyposis Coli Syndrom (25 % sporadisch) –Gentest mit Jahren –Sigmoidoskopie / Koloskopie jährlich bis Phaenotyp. Kolektomie mit 25 Jahren –attenuierte Form: jährliche Koloskopie ab 20. LJ U. Marbet, Kantonsspital Uri


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