Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

INTERNATIONALE AKADEMIE an der Freien Universität Berlin Dr. Christa Preissing, Fachtagung des Paritätischen Bildungswerks 27.11.2007 Integration durch.

Ähnliche Präsentationen


Präsentation zum Thema: "INTERNATIONALE AKADEMIE an der Freien Universität Berlin Dr. Christa Preissing, Fachtagung des Paritätischen Bildungswerks 27.11.2007 Integration durch."—  Präsentation transkript:

1 INTERNATIONALE AKADEMIE an der Freien Universität Berlin Dr. Christa Preissing, Fachtagung des Paritätischen Bildungswerks Integration durch Bildung Bildung durch Integration

2 Christa Preissing, Juni 2007 Die Sackgassen der Vergangenheit Von der Ausländerpädagogik zur interkulturellen Bildung und Erziehung - Gut gemeint, ist oft das Gegenteil von gut.

3 Christa Preissing, Juni 2007 Ausländerpädagogik (60er/70er Jahre) Ziel: Die Kinder der Migranten auf die monokulturelle und monolinguale Schule vorbereiten: Deutschkurse, Vorbereitungs- und Förderklassen. Die Falle: Kinder aus Migrantenfamilien werden von vorneherein als Kinder mit Defiziten betrachtet. Sie haben einen besonderen Lernbedarf. Es gibt nichts, was die deutsche Mehrheitsgesellschaft von ihnen lernen könnte. Und: Die deutsche Schule als System bleibt unhinterfragt. Sie ist gut, weil sie eine deutsche Schule ist – dieser Ruf ist inzwischen gründlich ruiniert.

4 Christa Preissing, Juni 2007 Der folkloristische Ansatz (70er/80er Jahre) Ziel: Kinder und Eltern aus Migrantenfamilien sind eingeladen, ihre kulturellen highlights ab und an in das Geschehen von Kita und Schule einzubringen. Besonders bei Festen erhalten sie Gelegenheit, typisches Essen, außergewöhnliche Rituale und Zeremonien aus ihrem Kulturkreis / ihrer Religion vorzuführen: je exotischer, desto besser. Die Falle: Kinder und Eltern werden stereotypisiert, auf ihre ethnische Herkunft hin reduziert und zum Teil instrumentalisiert, um ein bunteres und erstaunliches Ambiente für die Mehrheitsgesellschaft zu kreieren.

5 Christa Preissing, Juni 2007 Interkulturelle Erziehung als Bereicherung (80er/90er Jahre) Ziel: Wertschätzung der Verschiedenheit: difference is beautiful; alle sollen das Beste voneinander lernen; alle Kinder sollen von der Verschiedenheit der Erfahrungen und Kompetenzen aus den unterschiedlichen Kulturen profitieren. Die Falle: Reale Hierarchiegefälle werden ausgeblendet – nicht alle Migrantenfamilien haben (aufgrund ihrer Migrationsgeschichte?) etwas zu bieten. Die ärmsten und die mit traumatischen Fluchterfahrungen werden in besonderer Weise ausgegrenzt.

6 Christa Preissing, Juni 2007 Interkulturelle Begegnungen (90er Jahre und Millenium) Ziel: Pädagogen bemühen sich, ein differenziertes Verständnis der Lebenssituationen und Perspektiven von Migrantenfamilien zu erhalten. Austausch mit Migrantenorganisationen; erste wechselseitige Kommunikation über die Erwartungen von verschiedenen Migrantengruppen an das deutsche Bildungssystem und von Kitas und Schulen an die Migrantenfamilien, z.B. Eltern-Gesprächskreise in Kitas und Schulen. Die Falle: Individualisierung der großen gesellschaftlichen Aufgabe der Integration. Integration kann nicht allein durch die Bildungsinstitutionen erfolgen. Einwanderungspolitik, Arbeits- und Familienpolitik, Wohnungsbau, Städte- und Regionalplanung sind ebenso gefragt.

7 Christa Preissing, Juni 2007 Paradigmenwechsel Was können wir von und mit unseren Migranten lernen, um uns in der globalisierten Welt besser zurechtzufinden und sie gemeinsam gestalten zu können? Bildung durch Integration

8 Christa Preissing, Juni 2007 Perspektiven Das Curriculum an Schlüsselproblemen des gemeinsamen realen Lebens orientieren Lokale Herausforderungen analysieren, zum Bildungsthema machen und die Bildungsinhalte der Schulen daraufhin durchforsten, was sie zur Lösung der Problem beitragen können Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern neues Wissen generieren, z.B. durch Beteiligung der Schulen an Praxisforschung

9 Christa Preissing, Juni 2007 Perspektiven Die Ressourcen der Lernenden und Lehrenden mobilisieren, um innovative Antworten auf die drängenden Fragen unserer Gesellschaft zu finden. Lernenden zutrauen, dass sie neue Lösungen finden. Bildungsinstitutionen von Anfang an als Orte der Begegnung gestalten, mit denen sich Lernende und Lehrende identifizieren können

10 Christa Preissing, Juni 2007 Perspektiven Bildungsinstitutionen mit den Lernenden so gestalten, dass ihre Familienkulturen in Büchern, Bildern und anderen Medien repräsentiert sind Mehrsprachigkeit als Kompetenz erkennen und fördern – unabhängig von der globalen Wertigkeit der jeweiligen Sprache

11 Christa Preissing, Juni 2007 Die Chancen der frühen Bildung und Erziehung nutzen Jeder in die frühe Bildung und Erziehung investierte Euro zahlt sich langfristig um ein Mehrfaches (6- bis 8-faches) aus – das ist durch nationale und internationale Studien belegt. Sprachförderung statt Sprachtests: Kinder nichtdeutscher Herkunftssprache profitieren in besonderem Maße in ihrer Sprachentwicklung, wenn sie frühzeitig (ab dem zweiten Lebensjahr) eine Kita besuchen. Erzieherinnen – und Lehrerinnen – benötigen eine Qualifizierung als Sprachvorbild für Kinder nichtdeutscher Herkunftssprache.

12 Christa Preissing, Juni 2007 Die Chancen der frühen Bildung und Erziehung nutzen Offensive Werbung bei Migrantenfamilien nichtdeutscher Familiensprache für Kitas als Bildungsinstitutionen ab dem 2. Lebensjahr Werbung für frühe Bildung bei und mit Beteiligung von Unternehmen, die Migranten beschäftigen Analyse der Hemmschwellen: Angst vor Entfremdung, Beschädigung des Mutterbildes, Verlust der kulturellen Wurzeln, Verlust der Familiensprache …

13 Christa Preissing, Juni 2007 Die Chancen der frühen Bildung und Erziehung nutzen Weiterentwicklung vorhandener und erprobter Eingewöhnungskonzepte für die Arbeit mit Migranteneltern Aufbau von laufenden und dialogischen Gesprächskreisen mit Migranteneltern zu Fragen der Bildung und Erziehung, zum Aufwachsen ihrer Kinder in Deutschland – auch in ihren Herkunftssprachen Qualifizierung erziehungswissenschaftlicher Nachwuchskräfte, besonders junger Migrant/inn/en für diese Aufgaben (z.B. über Stipendien)

14 Christa Preissing, Juni 2007 Lernen am Erfolg Migranteneltern als Multiplikatoren – Anreize geben, z.B. durch bezahlte Mitarbeit in Familienzentren und Ganztagsgrundschulen Gezielte Förderung ehrenamtlicher Arbeit von Migranten in Kitas und Schulen: als Brückenbauer in sprachlicher, religiöser und familienkultureller Perspektive Beteiligung von Migrantenorganisationen an der Weiterentwicklung von Bildungskonzepten

15 Christa Preissing, Juni 2007 Bildung und Gemeinwesenentwicklung Jugendliche, insbes. ältere männliche Jugendliche aus Migrantenfamilien als Paten für jüngere Schüler – und auch für Kita-Kinder gewinnen Konkrete Veränderungen in der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler zum Gegenstand von Schulprojekten machen Zusammenführen von Initiativen und Projekten zur Prävention von Gewalt und Rassismus mit den Curricula der Schulen

16 Christa Preissing, Juni 2007 Bildung und Gemeinwesenentwicklung Elemente von Stadt als Schule in die Curricula der Regelschulen aufnehmen: Lernen in realen Arbeitssituationen Systematische Kooperation von Schulen und ortsansässigen Unternehmen Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an Vorhaben der Stadt- bzw. Regionalentwicklung Förderung einer Wohnungsbaupolitik, die die soziale Mischung fördert

17 Christa Preissing, Juni 2007 Qualifizierung der Pädagogen Interkulturelle Kompetenzen als Ausbildungsziel der Lehrerbildung Zusammenarbeit mit Eltern unterschiedlichster sozialer und kultureller Herkunft als Inhalt von Aus- und Weiterbildung Qualifizierung der Pädagogen für die Arbeit in multiprofessionellen und interkulturellen Teams

18 Christa Preissing, Juni 2007 Qualifizierung der Pädagogen Deutsch als Zweitsprache (DaZ) obligatorisch in der Lehrerbildung verankern Obligatorische Weiterbildung in DaZ für bereits ausgebildete, berufstätige Lehrer/innen Gezielte Anwerbung von jungen Migrantinnen und Migranten für den Lehrer- bzw. Erzieherberuf

19 INTERNATIONALE AKADEMIE an der Freien Universität Berlin Dr. Christa Preissing 5. Juni 2007 Integration durch Bildung Bildung durch Integration


Herunterladen ppt "INTERNATIONALE AKADEMIE an der Freien Universität Berlin Dr. Christa Preissing, Fachtagung des Paritätischen Bildungswerks 27.11.2007 Integration durch."

Ähnliche Präsentationen


Google-Anzeigen