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Zentralabitur Biologie 2006 Fotosynthese, Stoffwechsel Ökologie Evolution.

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Präsentation zum Thema: "Zentralabitur Biologie 2006 Fotosynthese, Stoffwechsel Ökologie Evolution."—  Präsentation transkript:

1 Zentralabitur Biologie 2006 Fotosynthese, Stoffwechsel Ökologie Evolution

2 Erkenntnistheorie

3 Die beiden Induktionsprobleme Humes Das logische Problem: nur weil ein Ereignis bisher immer so geschehen ist, kann man keinen Rückschluss auf die Wahrscheinlichkeit ziehen! Das psychologische Problem: Wir begegnen Ereignissen mit Gewohnheit Wissenschaftliche Erkenntnisse unmöglich

4 Popper fügt hinzu: Er stimmt Hume zu, dass man aus Einzelaussagen keinen Rückschluss bezüglich der Wahrheit einer Aussage ziehen kann Trotzdem können Einzelergebnisse klarstellen, dass eine Theorie FALSCH ist Man kann also zwischen Hypothesen abwägen

5 Eigenschaften einer besseren Theorie Liefert Erklärungen für Fehler bisher widerlegter Theorien Ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht widerlegt Hat sich im Vergleichsexperiment gegenüber einer anderen Theorie durchgesetzt Ist besser prüfbar Muss falsifizierbar sein

6 Versuchsprotokolle Ausgangshypothese Durchführung Beobachtung Diskussion Hypothese falsifiziert? Erläutern der Ergebnisse Gegebenenfalls neue Hypothese Methodenkritik (Versuchsaufbau geeignet?)

7 Fotosynthese

8 Blattquerschnitt

9 Aufbau von Chloroplasten

10 Chlorophyll in der Biomembran Hydrophiler Kopf Hydrophober Schwanz Es bilden sich Schichten, Köpfchen über der Mitte, Schwänzchen rein und sich gegenüber iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

11 Warum ist Chlorophyll grün? Chlorophyll absorbiert am Besten blaues und rotes Licht Dadurch bleibt das grüne Licht und wird reflektiert Chlorophyll arbeitet am Besten in einem Wirkungsspektrum von nm Wellenlänge

12 Papierchromatographie Durch das Verfahren der Papierchromatographie von Blattgrün stellt sich heraus, dass drei verschiedene Stoffe im Blattgrün vorkommen: -Carotin, Chlorophyll a und Chlorophyll b

13 Ermitteln eines Wirkungsspektrums Die Extinktion des Lichts ist bei nm am Geringsten Hier ist auch die Sauerstoffproduktion am Kleinsten Bedeutet: grünes Licht braucht die Pflanze nicht und strahlt es zurück; für die Fotosynthese sind rot oder blau attraktiver

14 Überblick über die Fotosynthese LICHTREAKTION Endprodukt O² Energie von außen (Licht) ADP+P ATP ^H>0 H wird abgegeben (H²O) Braucht Licht+H²O Findet im Granum statt e-+H+ NADP+ NADPH DUNKELREAKTION Endprodukt Glukose Energie aus ATP ATP ADP+P ^H<0 H wird von CO² aufgen. Brauch CO²+ATP Findet im Stroma statt NADPH e-+H+NADP+

15 Elektronentransport in der Biomembran H²O wird im Thylakoidinnenraum zu 2H+ und ½ O ² gespalten; 2 e- bleiben übrig Elektronentransporter Plastochinon befördert beim Transport der 2 e- gleichzeitig 2 H+ in den Innenraum Die Elektronen werden benutzt für NADP++H++2e- NADPH (1 NADPH pro H ² O)

16 Wie ATP gemacht wird Auf drei Arten wird beim Elektronentransport ein Konzentrationsgefälle von H+- Ionen erzeugt Sie diffundieren durch die ATP-Synthase und liefern hier Energie OSMOTISCHE KRAFT!

17 Warum 12 H²O? Die Summenformel der Fotosynthese lautet 6 CO² + 12 H²O C6H12O6 + 6O² + 6 H²O Im Calvinzyklus werden 12 NADPH gebraucht, um 1 Zucker herzustellen! Für 1 NADPH braucht man 1 H²O

18 Calvinzyklus Dunkelreaktion Endergonisch (braucht Energie) Hier wird CO² aus der Luft zu Zucker umgewandelt (mehrere Schritte) ATP wird verbraucht

19 ATP Adenosintriphosphat ATP treibt die zelluläre Arbeit an, indem es exergonische an endergonische Teilreaktionen koppelt Mechanische, Chemische und Transportarbeit finden in der Zelle statt Die Hydrolyse von ATP setzt Energie frei, weil alle Phosphatgruppen negative Teilladungen haben und aneinander hängen: leicht lässt sich das äußerste abspalten Entropiezunahme

20 Außenfaktoren (FS) Schwachlicht: Abnahme der FS bei +°C Starklicht: Peak bei 35°, dann rapider Abfall (0-Punkt bei 40°) +CO² +FS; Starklicht stärker als schwaches Schwachlicht Mehr Licht mehr FS, aber nicht bei Schattenkräutern Warum? Blätter(n)!

21 Schattenblatt (Sonnenblatt) Kein Palisadengewebe Weniger CO² Aufnahme da weniger Chloroplasten Dünner größer Lichtkompensationspunkt bei 0,3 Kilolux (1); Sättigung bei ca.8KL (mehr als 30) Optimale Anpassung an jeweiligen Lebensraum

22 Warum Stärke und nicht Glukose Stärke spart Platz Zucker ist osmotisch aktiv, Stärke dagegen nicht. Zu viel Zucker in der Zelle würde sie also zum Platzen bringen

23 Überblick: FOTOSYNTHESE 6CO²+12H²O C6H12O6+ 6O²+ 6H²O Wichtig: Licht- u. Dunkelreaktion Außenfaktoren: Licht, Temperatur, CO² Man braucht ATP und NADPH (für Dunkelreaktion) FS findet in Chloroplasten statt Licht= Energielieferant 2 Arten Chlorophyll Pflanzen speichern Glukose in Form von Stärke

24 Zellatmung

25 Citratzyklus Aufgabe: Glukose noch mehr Energie abgewinnen Die Glykolyse setzt nicht einmal 25% der in Glukose enthaltenen Energie frei Die Pyruvate gehen wenn Sauerstoff vorhanden ist in die Mitochondrien

26 Funktion Citratzyklus Umwandlung des Pyruvats in Acetyl-Coenzym A durch 1.) Abspaltung der Carboxylgruppe als CO ² 2.) Oxidation zur Acetylgruppe (dabei Speicherung der Energie durch Wasserstofftransfer als NADH) 3.) CoA bindet an Acetylgruppe (sehr energiereich), Acetyl-CoA geht weiter in den Citratzyklus

27 Citratzyklus Durch Abgabe von CO ² und Reaktionen mit Wasser entstehen immer wieder neue Moleküle. Es werden pro Pyruvat 2CO ², 3NADH, 1FADH ² und 1 ATP abgegeben. Atmungskette: ATP entsteht aufgrund von Konzentrationsgefälle

28 Genetik Proteine, DNA, Transkription, Translation, Mutationen, Proteinbiosynthese

29 Proteine Übernehmen die meisten wichtigen Funktionen im Körper Bestehen aus Aminosäuren Werden von Chaperonen zu Tertiär-und Quartärstrukturen gefaltet

30 DNA Aufbau: Doppelhelix; Seile aus Desoxyribose und Phosphatresten; Sprossen aus Basenpaaren: Adenin – Thymin; Cytosin – Guanin Replikation: Trennung des Doppelstrangs durch Helicase; Verhinderung der erneuten Paarung durch SSB-Proteine. Leitstrang: kontinuierlich durch DNA-Polymerase; Folgestrang: kurze RNA-Primer ( DNA Okazaki-Fragmente) werden durch DNA-Ligase verbunden

31 Translation An jedem t-RNA-Molekül gibt es ein Anticodon und eine Bindungsstelle für eine spezifische Aminosäure Ribosomen binden die t-RNA an die m- RNA, eine Polypeptidkette entsteht Stopp-Codon: die Kette wird freigelassen

32 Mutationen Mutation= Plötzlich auftretende Veränderung der Erbsubstanz durch äußere Einflüsse; ausgelöst durch Mutagene Genmunation: Substitution, Rastermutation, Duplikation, Inversion Genommutation: Haploidie, Polyploidie Chromosommutation: Strukturveränderung des Chromosoms

33 Prokarioten Kein Zellkern, keine Organellen Zellwand DNA ringförmig, frei im Cytoplasma Keine sexuelle Fortpflanzung Bakterien&co.

34 Regulation des Stoffwechsels

35 Phenylalanin-Stoffwechsel Verschiedene Enzyme im Körper wandeln Phenylalanin zu Abbauprodukten um Dazu gehört die Ein-Gen-ein-Enzym- Hypothese: Ein Gen codiert ein Enzym; es darf nicht kaputt sein Dominant-rezessiver Erbgang: entweder der Betroffene ist krank oder nicht

36 Polyphänie/ Polygenie Polyphänie: Ein Gen beeinflusst viele Merkmale (z.B. mutiertes Fibrillin-Gen wirkt auf Kreislauf, Auge und Skelett) Polygenie: Viele Gene beeinflussen gleichzeitig ein Merkmal

37 Regulation des mRNA-Abbaus Prokariotische mRNA-Moleküle sind kurzlebig Bei Eukarioten ist mRNA meist langlebiger, es werden mehr Kopien hergestellt In Eizellen wird Translation und enzymatischer Abbau blockiert, weil es hier nur um die Speicherung der mRNA geht Proteine lagern sich an die mRNA an und verhindern ihren Abbau

38 Regulation des Lactoseabbaus Wenn Glukose vorhanden ist, bildet der Co- Repressor gemeinsam mit dem Apo- Repressor den aktiven Holo-Repressor Die Enzymsynthese wird blockiert; Lactose wird nicht abgebaut Ist keine Glucose mehr da, blockiert Lactose als Induktor den Apo-Repressor; Enzyme werden synthetisiert!

39 Puffbildung bei Insekten Hypothese: Puffs sind die Bereiche eines Chromosoms, an denen in einem gewissen Entwicklungsstadion besonders viel Transkription stattfindet

40 Regulation des Blutzuckerspiegels Nahrungsaufnahme Glukoseabbau (Bewegung) Glukosemangel in den Zellen Augleich durch das Blut Blutzuckerspiegel sinkt Adrenalin Stop der Insulinproduktion Abbau Insulin Insulinkonzentration sinkt Produktion von Glukagon Abbau Glykogen Glukose-Neubildung Anstieg Blutzuckerspiegel

41 Zwei Wege zur Regulation Hormone können durch Osmose auch in die Nichtzielzelle eindringen, lösen aber nichts aus In Zielzelle wird durch Protein und Hormon der Hormon-Protein-Komplex aktiv Letzterer dringt in Zellkern ein und löst dort Transkription aus mRNA verlässt Zellkern, Translation Enzyme Hormone dringen nicht in die Zelle ein Rezeptor nimmt das Hormon auf Rezeptorstruktur von Nichtzielzelle verhindert Aufnahme des Hormons Zielzelle: es gibt inaktive Enzyme, darum Hormonaufnahme Hormon in Rezeptor c- AMP wird hergestellt C-AMP aktiviert das Enzym

42 Vorteile Keine ständige Enzymproduktion weniger Energieverbrauch Gut für die Enzyme, die nicht ständig und schnell bereit stehen müssen Enzym kann sofort bereitgestellt werden Ein Hormon kann mehrere verschiedene Enzyme über c-AMP (aus ATP am Rezeptor gewonnen) aktivieren Gut für die Enzyme, die ständig bereit stehen müssen

43 Beeinflussung der Enzymaktivität Enzymfunktion: Aufnahme des Substrats Strukturveränderung des Enzyms; dann Spaltung des Substrats und Abgabe Enzyme oszillieren zwischen der aktiven R-Form und der inaktiven T-Form. Sie besitzen allosterische und aktive Zentren Enzymregulatoren setzen sich in allosterische Zentren. Aktivator: R-Form! Inhibitor: T-Form! Substrate nutzen die aktiven Zentren und stabilisieren die R-Form

44 Ökologie

45 Begriff: Ökologie Ökologie ist die Wissenschaft von den Wechselwirkungen der Lebewesen zu ihrer belebten und unbelebten Umwelt und den Beziehungen innerhalb einer Art. Außerdem geht es um Stoffkreisläufe in Lebensräumen.

46 Artkonzepte Morphologisch: Art= Gruppe, deren Mitglieder sich in Aussehen und Form ähneln Biologisch: nur Mitglieder einer Art haben miteinander fortpflanzungsfähige Nachkommen Ökologisch: Mitglieder einer Art haben dieselbe ökologische Nische

47 Ökologische Nische Alle Faktoren, die ausschließen, dass Konkurrenz mit einer anderen Art besteht, definieren die ökologische Nische einer Art

48 Schwierigkeiten der Artkonzepte Morphologisch: Zwei Arten unterschieden sich kaum oder eine Art ist so variabel, dass es scheint, sie bestünde aus mehreren Arten Biologisch: schwer überprüfbar (Paarung kaum zu untersuchen) Ökologisch: zu umfangreich, um alle Faktoren zu untersuchen

49 Bergmannsche Regel Tiere in kälteren Regionen sind größer als ihre Verwandten in wärmeren Regionen

50 Anpassung an den Winter Fettvorrat Nahrungsvorrat Nestauspolsterung Winterfell (bessere Luftisolation) Farbenwechsel Zugvögel: Flug gen Süden Winterstarre (Amphibien); Winterschlaf

51 Thermoregulation bei Wirbeltieren Winterschlaf Kapillaren bei Kälte verengt geringe Wärmeabgabe Bei Kälte Arterien und Venen dicht zusammen hoher Wärmeaustausch

52 Thermoregulation bei Insekten Ectotherm (erhalten Wärme aus der Umgebung) Ausrichten im Temperaturfeld Verhaltensfieber Manche Insekten brauchen für Aktivität Mindesttemperaturen Sonnenbaden bei Insekten mit kleiner Körpermasse (Bergmann)Bergmann

53 Verhaltensweisen Konduktion: Wärmeaustausch mit Substrat, dass das Tier berührt, besonders bei aquatischen Insekten Konvektion: Austausch durch Strömung Strahlung Flügelstellung (Reflexionsbaden)

54 Morphologische Anpassungen Dunkle Flügel absorbieren viel Licht Helle Flügel für das Reflexionsbaden besonders geeignet Wärmeisolation des Thorax Muskelzittern als Aufwärmmechanismus

55 Soziale Thermoregulation Insektenstaaten sorgen für günstiges Thermoverhältnis Fächeln bei Ameisen als Abkühlung durch Verdunstungskälte

56 Gefrierschutz Zwei Arten: (partielle) Gefriertoleranz und Super-Unterkühlbarkeit Gefriertolerante Arten: Gefrieren der extrazellulären Flüssigkeiten

57 Osmoregulation Salzwasserfische geben wenig Harn ab, Süßwasserfische dagegen viel In Süßwasserfische dringt ständig osmotisch Wasser ein Tiere, die wenig Wasser bei der Abgabe von Abfallstoffen verlieren dürfen, verarbeiten Ammoniak zu Harnstoff bzw. Harnsäure weiter

58 Ökologische Potenz Ökologische Potenz: Toleranzbereich zwischen Minimum, Optimum und Maximum Stenök: kleine ökologische Potenz Euryök: große Ökologische Potenz

59 Der pH-Wert pH=-lg[H+] Je saurer (mehr H+), desto kleiner ist der pH-Wert Viele Pflanzen und Tiere treten nur bei bestimmten pH-Werten auf (stenoion), andere in einem weiteren Bereich (euryion)

60 Populationsökologie Population: Zu einer Population gehören alle Mitglieder, die sich mit der gleichen Wahrscheinlichkeit fortpflanzen. Probleme von Populationen: Nahrungsangebot sinkt Dreck Kein Platz Krankheiten -ab einem gewissen Punkt stagniert das Wachstum; Wachstumsfaktor=1 -Logistisches Wachstum

61 Wachstumskurven Basisdaten: Populationsgröße und Dichte (Abundanz) Natalität=b; Mortalität= d Wachstumsrate r=b-d N=Individuenzahl Zunächst exponentiell: dN/dT= r*N Kapazitätsgrenze= K Logistisches Wachstum: dN/dT= r*((K-N)/K)*N

62 Erst exponentiell, dann logistisch? Das Wachstum verläuft immer logistisch, trotzdem wirkt es am Anfang wie ein exponentielles Wachstum. Grund: lim((K-N)/K) = 1 N 0

63 Versuche von Gause P. aurelia und P. caudatum haben getrennt ein relativ gleichmäßiges Wachstum bis zu ihrer Umweltkapazität In Kokultivierung hat P. aurelia einen kompetitiven Vorteil Eliminierung von P. caudatum Höhere Fortpflanzungsrate ?

64 Populationsschwankungen (Hypothesen) Rhythmische Schwankungen der Populationsgröße bei einigen Populationen Hormonelle Schwankungen Antwort auf dichteabhängige Faktoren erfolgt verzögert Oszillationen um das Kapazitätsplateau Mehr Beute mehr Räuber Nahrungsqualität der Futterpflanzen durch hohe Populationsdichte beeinträchtigt Anpassung gegen Räuber: 17 bzw. 13-jähriger Zikadenzyklus

65 K-Strategen vs. r-Strategen R-Strategen: stark schwankende Populationsgröße; keine Betreuung der Larven; stark zufallsabhängig Besonders häufig bei sich rasch ändernden Ökosystemen K-Strategen: weniger Nachkommen, dafür Betreuung Stabile Lebensräume Neubesiedlung eines Lebensraums: zunächst mehr r-Strategen, dann immer stärker K-Strategen

66 Wechselwirkungen zwischen Arten Parasitismus + - ; Zecke+Warmblüter Konkurrenz - - ; zwei Tiere streiten um Beute Räuber-Beute + - ; Fuchs und Hase Karpose + 0; Kuhreiher und Rinder Symbiose + + ; Mykorrihiza+Waldbaum

67 Ordnungen Produzent (Gras) Konsument 1. Ordnung/ Primärkonsument (Antilope) Konsument 2. Ordnung/ Sekundärkonsument (Löwe) (Tertiärkonsument) Destruenten fressen das, was schon tot ist

68 Konkurrenzbeispiel Seepocken Balanus (unter Wasser): fundamentale und realisierte Nische stimmen weitgehend überein Chthalamus(über Wasser): fundamentale Nische viel größer als realisierte Nische Schlüsselräuber Pisaster nötig für Artenvielfalt

69 Biomassepyramiden Beim Fluss der Energie durch ein Ökosystem geht auf jeder Trophiestufe ein Großteil verloren Jedes Glied der Nahrungskette setzt Energie nicht nur in eigene Biomasse um sondern verliert Energie durch Respiration Deshalb waren auch keine Tertiärkonsumenten im Kuhfladen: es gibt sie kaum!!!

70 Gärung C 6 H 12 O 6 + 2P + 2ADP 2 C 2 H 5 OH+ 2ATP+ 2CO ²

71 Insektizide/ Schadstoffe Der Einsatz von Insektiziden schadet nicht nur Schädlingen Anreicherung von Schadstoffen führt dazu, dass die Gifte in der Nahrungskette auch auf unserem Teller landen Cadmiumanreicherung und DDT als Beispiele

72 Artensterben Das Aussterben einer Art ist ein Indiz für das Aussterben ganzer Ökosysteme Störung bestehender Symbiosen BIODEPTH-Versuch: Entfernung aller Arten aus einer Wiese oberirdische Pflanzentrockenmasse (Heu) nahm um 80g/m²/Jahr ab Artenarme Ökosysteme können durch erhöhte Nitratauswaschung ( Nitrit, giftig) die Trinkwasserqualität verschlechtern

73 Thermodynamik in Ökosystemen Energie kann nicht erzeugt oder zerstört, sondern nur übertragen und umgewandelt werden! (1. Hauptsatz der Thermodynamik) Chemische Elemente gehen auch nicht verloren, sie können nur von einem in ein anderes Ökosystem übergehen

74 Klimaerwärmung 1. Hypothese: Treibhauseffekt CO² absorbiert langwellige, terrestrische Strahlung Diese Absorption bedeutet, dass die Wärme nicht ins Weltall entweicht Besonders schlimm: CO² absorbiert genau jene Wellenlängen, die H²O durchlässt

75 Klimaerwärmung 2. Hypothese: Sonnenflecken Schwankungen der Energieabgabe der Sonne Wenn es viele Sonnenflecken gibt, ist es warm (flairs) Sonnenfleckenminima ( ; ) stimmen mit Mini-Eiszeiten überein!

76 Wasserkreislauf Regen tropft auf die Erde. Evapotranspiration befördert ihn wieder in die Wolke. Aber ein bisschen Wasser bleibt übrig. Das sickert in den Boden. Durch Oberflächenabfluss und Grundwasser gelangt es ins Meer. Dort verdunstet es. Es fällt wieder als Niederschlag ins Meer oder wird nettoverfrachtet zum Land durch den Wind.

77 Kohlenstoffkreislauf CO² fliegt in der Atmosphäre umher. Durch Pflanzen wird es assimiliert. Die Pflanzen bieten Nahrung für Tiere oder zerfallen. Sie betreiben Respiration, genau wie die Tiere. Dadurch gelangt das CO² wieder in die Atmosphäre. Auch der Boden gibt CO² ab, denn schließlich zerfällt ja das tote Material.

78 Stickstoffkreislauf Für Pflanzen verwertbar: NH4+ (Ammonium), NO³- (Nitrat) N² in der Atmosphäre (80%); nicht für Pflanzen verfügbar Atmosphärische Deposition (5-10%): Ammonium und Nitrat gelangen im Regen gelöst oder mittels Feinstaub in den Boden Stickstoff-Fixierung durch Prokaryoten Zunächst Wandlung in Ammoniak NH³/pH-Wert abhängig

79 Nitrat, Nitrit... Tiere können nur organischen Stickstoff assimilieren Für Pflanzen wird Ammonium meist von aeroben Bakterien zu Nitrat umgesetzt Zersetzer bauen organische Stickstoffverbindungen wieder zu Ammonium ab Boden In der Bilanz wird nur wenig Stickstoff tatsächlich aus der Luft assimiliert!

80 Stickstoffkreislauf

81 Stickstoffdüngung Immer mehr Stickstoff gelangt in ein Ökosystem Gefährdete Arten überleben nicht auf Böden mit zu hohem Stickstoffgehalt Viele Arten sind stenök was den Stickstoffgehalt angeht

82 Intensivlandwirtschaft: Maßnahmen Flurbereinigung: Zusammenlegung von Ackerflächen Vergrößerung der Betriebe Bodenbearbeitung, Bodenverbesserung Pflanzenschutz, Schädlingsbekämpfung, Mineraldünger Hochertragssorten Umgestaltung von Produktionsabläufen Kapitaleinsatz für Maschinen Spezialisierung Massentierhaltung

83 Folgen Überschüsse ( Butterberge und Milchseen) Gefährdung und Ausrottung von Wildkräutern Schadstoffanreicherung Anfällige Monokulturen Keine Tiergerechte Haltung

84 Eutrophierung Auswaschung von Gülle und Mineralwasser gelangt in die Gewässer Starke Vermehrung des Phytoplanktons aufgrund höheren Nährstoffgehalts Temperatursprungschicht verhindert Austausch von Stoffen im Sommer Der Sauerstoffgehalt am Boden nimmt ab Faulschlamm lagert sich am Seeboden ab Die Fotosynthese der Algen entzieht dem Wasser CO ², dadurch steigt der pH-Wert an CO ² +H ² O HCO ³ -+H+ Faulgase werden gebildet wegen O ² -Mangel

85 Probleme bei ökologischen Untersuchungen Finden der Arten Bestimmung der Arten Zufallsbeobachtungen: Gesetz der großen Zahlen ( viele Proben) Veränderung der Populationsgröße, Sukzession [biotisch] Veränderung des Wetters, Nährstoffmenge, Tageszeit [abiotisch] Beeinflussung des Ergebnisses durch viele Faktoren Beeinträchtigung durch Beobachter

86 Biologische Schädlingsbekämpfung: Probleme Nützlinge relativ teuer Erwünschter Effekt meist nicht sofort Nützlinge können anderen Nützlingen schaden Nützlinge im Freiland nicht konzentriert einsetzbar Probleme bei Transport, Lagerung, Massenzüchtung Schädigung der Pflanzen nicht vollständig verhinderbar wetterabhängig

87 Gründe für biologische Schädlingsbekämpfung Umweltfreundlich da keine Chemie Schädlinge werden nicht resistent Keine Negativen Auswirkungen auf den Menschen (keine Schadstoffanreicherung) Kein Töten unschuldiger Insekten/ Nützlinge Beispiel: Schwebfliegen als Blattlausantagonisten

88 Die Kastanien-Miniermotte Blätter werden braun und fallen ab Flecken auf den Blättern Verbreitet sich immer weiter 1985 Jugoslawien erste Sichtung

89 Evolution

90 Was sagt die Schöpfungsgeschichte? Himmel und Erde erschaffen 1.Licht/Dunkelheit 2.Firmament 3.Erde/Wasser, Pflanzen 4.Sonne, Mond und Sterne 5.Vögel und Fische 6.Landtiere und Menschen 7.Ruhe

91 Was sagen die Griechen? 1.Lebensraum: Wasser Entstehen durch verdunstete Feuchtigkeit Menschen wurden von Fischen hervorgebracht

92 Was sagt Lamarck? Niedere Formen des Lebens entstehen ständig aus unbelebter Materie Streben nach Komplexität Gesteuert durch sich verändernde Umwelt Gebrauch und Nichtgebrauch übertragen sich auf nächste Generation: Giraffe/Schmied

93 Warum Lamarck oft (zu Unrecht) belächelt wird: Kraft o.ä. sind Merkmale, die den Phänotyp, aber nicht den Genotyp verändern, demnach nicht vererbbar sind Organismen bilden sich nicht aus toter Materie

94 UNIFORMITARISMUS Dieselben Prozesse sind sowohl für vergangene als auch für gegenwärtige Ereignisse verantwortlich

95 Warum gerade Darwin die Evolutionstheorie entwickeln konnte Ausbildung: Bereits in Schule und Studium hatte er sich mit Meeresbiologie, Vögeln und Käfern beschäftigt Lamarck bekannt Verschiedene Werke Weltreise mit der Beagle Dadurch Weltoffenheit und anderes Bewusstsein als Zeitgenossen Insgesamt: Bildungsvoraussetzungen durch Abhandlungen und Welterfahrenheit

96 Die Evolutionstheorie von DARWIN

97 Beobachtung 1: Alle Arten weisen ein derart hohes Fortpflanzungspotenzial auf, dass ihre Populationsgröße exponentiell zunehmen würde, wenn alle Individuen, die geboren werden, sich erfolgreich fortpflanzten. Beobachtung 2: Die meisten Populationen sind normalerweise mit Ausnahme saisonaler Schwankungen in ihrer Größe stabil. Beobachtung 3: Die natürlichen Ressourcen sind begrenzt Folgerung 1: Die Produktion von mehr Nachkommen, als die Umwelt tragen kann, führt unter den Individuen einer Population zu einem Kampf ums Überleben, wobei in jeder Generation nur ein Bruchteil des Nachwuchses überlebt. Beobachtung 4: Die Individuen einer Population variieren enorm in ihren Merkmalen; keine zwei Individuen sind genau gleich. Beobachtung 5: Ein Großteil dieser Variabilität ist erblich. Folgerung 2: Das Überleben im Existenzkampf beruht nicht auf Zufall, sondern hängt unter anderem von den Erbanlagen der überlebenden Individuen ab. Die durch ihre ererbten Merkmale am besten an die Umwelt angepassten Individuen hinterlassen wahrscheinlich mehr Nachkommen als weniger gut angepasste. Folgerung 3: Die ungleichen Überlebens. Und Fortpflanzungsfähigkeiten von Individuen führen zu einem graduellen Wandel in einer Population, wobei sich vorteilhafte Merkmale im Laufe der Generationen anhäufen.

98 Was besagt das Hardy-Weinberg- Gesetz? Das Hardy-Weinberg-Gesetz besagt, dass die Allelfrequenzen in Parental-und Filialgeneration gleich bleiben. Darwin stimmt trotzdem, da Hardy- Weinberg die Selektion nicht in Betracht zieht!

99 Veränderungsmöglichkeiten der Allelfrequenzen Genetische Drift (Flaschenhalseffekt, Gründereffekt): Zufallsereignisse bedeutender weil Genpool kleiner Genfluss: Austausch zwischen Populationen (Migration) Mutation Nichtzufällige Paarung: Inzucht, phänotypisch bedingte Partnerwahl Natürliche Selektion: unterschiedlicher Fortpflanzungserfolg

100 Formen der Selektion Stabilisierende Selektion: merzt extreme Varianten aus Gerichtete Selektion: In Richtung eines Extrems verschoben Disruptive Selektion: Begünstigung beider Extreme

101 Mutationen Genmutation: Mutation im Gen Auslöser: MUTAGENE (Gift; Strahlung [radioaktiv/Röntgen], Chemikalien HNO², HNO³, 2- Propenal, Dioxin, Methyl-Bromid) Substitution: eine Base ersetzt durch eine andere Deletion: Löschen einer Base Insertion: Hinzufügen einer Base Inversion: Umdrehen Inversion (II): Einbau an anderer Stelle: DER ZEH MIR TUT WEH

102 Präadaption Prädispositionen (Präadaptionen) sind Merkmale, die vererbbar sind und erst bei Veränderung der Lebensbedingungen einen Vorteil für den Fortpflanzungserfolg bieten (Bsp. Penicillinresistenz)

103 Variabilitätsursachen

104 Modifikat.Treten meist zusammen auf genetisch Entsteht durch Umwelteinflüsse wie Bodenfeuchte, Licht Innerhalb eines Genotyps gibt es Merkmale, die gleitende Übergänge besitzen: Größe, Farbe, Form Gehen stets mit dem Tod des Individuums verloren Immer dann vorhanden, wenn Individuen keine Klone sind Variation aller Individuen einer Population untereinander Unterschiede genetischer Natur Entsteht durch Mutation in Keimzellen, Rekombination vererbbar

105 Was ist Fitness? Die Darwin-Fitness ist der relative Beitrag eines Individuums zum Genpool der nächsten Generation Die höhere Fitness heißt 1; eine andere Sorte, die z.B. 80% dieser Fortpflanzungsrate hat, hat die relative Fitness 0,8

106 Fortpflanzungsbarrieren Präzygotische Barrieren: Habitatisolation, Verhaltensisolation (keine Anziehung), zeitliche Isolation PAARUNG Mechanische Isolation (Geschlechtsorgane passen nicht); gametische Isolation: keine Erkennungsmechanismen (Lockstoffe funktionieren nicht) BEFRUCHTUNG Bastardsterblichkeit: keine Entwicklung oder Geschlechtsreife nicht erreicht Bastardsterilität: keine funktionsfähigen Gameten Bastardzusammenbruch: Nachkommen nur eingeschränkt lebensfähig oder fruchtbar

107 Allopatrische Artbildung Geographische Isolation für einen Zeitraum Wen sich beide weiterhin ungehindert kreuzen können und fruchtbare Nachkommen hervorbringen, sind sie wieder sympatrisch Wenn sie sich zu stark verändert haben, hat eine Artbildung stattgefunden

108 Drosophila Obwohl sich die Individuen aus verschiedenen Gläsern weniger gern paaren, ist dies noch möglich. Es hat keine Artbildung stattgefunden

109 Artkonzepte Morphologisches Artkonzept: Nach Aussehen werden verschiedene Arten voneinander unterschieden. Problem: Ente/Erpel unterschiedlicher als t.w. verschiedene Tierarten Biologisches Artkonzept: Fortpflanzungsfähige Nachkommen Ökologisches Artkonzept: Individuen, die dieselbe ökologische Nische besitzen.

110 Was ist Sympatrische Artbildung? Pflanzen: spontane Polyploidie Phytophage&Parasitoide: selbes Gebiet, andere Wirtspflanze bzw. Wirtstier Chromosomenfusionen Spontane genetische Isolation einzelner Individuen innerhalb einer Population

111 Was versteht man unter adaptiver Radiation? Entstehung neuer, spezialisierter Arten aus einem wenig spezialisierten Vorfahren innerhalb eines eher kurzen Zeitraums Vorraussetzungen: 1) Vorhandensein von Lebensräumen, in denen eine entsprechende Diversifikation möglich ist (z.B. keine Konkurrenz) 2) geographische Isolation (Insel, zuflussloser See)

112 Wer ist Archaeopteryx? Was sind Unterschiede/Gemeinsamkeiten mit Vögeln?

113 Archaeopteryx ist der Urvogel Er und die Vögel scheinen aus einem gemeinsamen Vorfahren entstanden zu sein VögelReptilienArchaeopteryx Kein SchwanzLanger WirbelsL.Wirbelschwan VogelbeckenSaurierbecken Keine ZähneZähne BrustbeinGastralrippenKein Brustbein Laufen 2 BeineLaufen 4 BeineLaufen 2 Beine Keine getr. MFKg.Mittelfußkno.Getrennte MFK FedernSchuppenFedern

114 Wie konnte das Auge entstehen Computersimulationen erschaffen in 1829 Schritten ein Auge (1225* 200Jahre) Lichtempfindlichkeit ausschlaggebend

115 Grundbegriffe der Kladistik Apomorphie: Neues Merkmal Synapomorphie: neues Merkmal, das alle Mitglieder einer monophyletischen Gruppe Plesiomorphie: Schon lange bekanntes Merkmal; nicht relevant um verwandte Gruppen zu entdecken (Alter Hut) Monophyletische Gruppe: Ausgangsart + ALLE Abkömmlinge Paraphyletisch: Vorfahr+ einige aber nicht alle Nachfolger Polyphyletisch: Taxon umfasst nicht den gemeinsamen Vorfahren

116 Was ist der Außengruppenvergleich? Der Merkmalszustand, der bei der nächst verwandten Art auftritt, die nicht zur monophyletischen Gruppe gehört, ist plesiomorph.

117 Was besagt die Biogenetische Grundregel? Die Keimesentwicklung (Ontogenese) verläuft wie eine kurze, schnelle und unvollständige Wiederholung der Stammesgeschichte (Phylogenese) Heißt: An den Kiemenspalten menschlicher Embryonen lässt sich zeigen, dass unsere Vorfahren im Wasser lebten. Der Embryo ist aber von Anfang an menschlich. Die Gene, die für Merkmale wie Fell und Kiemen verantwortlich sind, werden später in der Entwicklung ausgeschaltet

118 Rezept: Stammbäume 1. Merkmalsmatrix Apomorphien/Plesiomorphien ermitteln durch biogenetische Grundregel, Fossilien, Außengruppenvergleich Erstellen einer Stammbaumhypothese durch Synapomorphien Kritische Beurteilung: kann das so sein?/Prinzip der Sparsamkeit

119 Probleme beim Erstellen von Stammbäumen Festlegung/Definition eines Merkmals Entwicklungsrichtung Unabhängige Entwicklung von Merkmalen? Welche Merkmale sind wichtig für den Stammbaum? Apomorphie oder Plesiomorphie? Verschiedene Hypothesen

120 Konvergente Entwicklungen Lebensräume mit ähnlichen Anforderungen konvergenten Entwicklungen In Gestalt und Funktion übereinstimmende Organe (analoge Organe)

121 Homologiekriterien Kriterium der Lage: gleiche Lage in einem vergleichbaren Gefügesystem (Mund etc.) Spezifische Qualität: besondere Einzelheiten des Aufbaus stimmen überein Stetigkeit: es gibt eine Reihe von Zwischenformen Aus Homologien lassen sich Entwicklungsreihen erstellen

122 Neurobiologie Nerven

123 Reflexe Sensorische Rezeptoren nehmen einen Reiz wahr Sensorische Neurone leiten den Reiz weiter zum Rückenmark Ohne Weiterleitung ins Gehirn gelangt der Reiz über Interneuronen zu den Motoneuronen die den Effektor reizen

124 Das Membranpotenzial In der Zelle ist KCl, außerhalb NaCl Kalium diffundiert durch ständig offene Kanäle nach außen aufgrund osmotischer Kräfte; Natrium kann aber nicht nach innen gelangen Der Ausgleich zwischen osmotischer Kraft und Spannung sorgt für gleichbleibende Konzentrationen, dem Ruhepotenzial (-30 bis –100 mV)

125 Die Nervenzelle Bestandteile der Nervenzelle: Dendriten, Zellkern, Zellkörper (Soma), Axonhügel, Axon, Myelinscheide, synaptische Endigungen, Ranvier- Schnürringe, Schwannsche Zellen

126 Das Aktionspotenzial Das Öffnen von Na+-Kanälen führt zur Depolarisation Wird die Zelle bis zum Schwellenpotenzial depolarisiert, öffnen sich viele zusätzliche Na+- Kanäle Es kommt zu einem Aktionspotenzial Nach dem Aktionspotenzial werden die Natriumkanäle während der Refraktärzeit deaktiviert

127 Reizweiterleitung Wird an Stelle n eines Axons ein Aktionspotenzial erreicht, gibt es an der Zellaußenseite einen Elektronenüberschuss. Diese wandern zur Stelle n+1 weiter; die Stelle n-1 befindet sich noch in der Refraktärzeit. Depolarisation bis zum Schwellenwert (n+1) führt zu einem neuen AP Weiterleitung des Reizes

128 Geschwindigkeit der Reizweiterleitung Höhere Frequenz der AP führt zur schnelleren Auslösung des Effektors Myelinisierte Axone leiten besser (saltatorische Leitung: AP hüpft von einem Schnürring zum nächsten) Je größer der Durchmesser der Faser, desto schneller die Reizweiterleitung Verschiedene Tierarten versch. Geschw.

129 Reizstärke Die Reizstärke wird durch die Frequenz kodiert Je mehr Hertz, also je höher die Frequenz, desto stärker ist der Reiz

130 Natrium-Kalium-Pumpe Obwohl die Natriumkanäle geschlossen sind diffundieren ständig Natriumionen in die Zelle Die Natrium-Kalium-Pumpe besteht aus Proteinen und befindet sich in der Membran Außen: Zwei Bindungsstellen für K+, innen drei Bindungsstellen für Na+ Innen: Dockstelle für ATP (weil es hier viel davon gibt) außen: Bindungsstelle für Ouabain, hemmt die Pumpe

131 Der Sprung von einer Zelle in die Nächste Das ankommende AP bewirkt das Öffnen von Calciumkanälen im synaptischen Endknöpfchen Synaptische Bläschen verbinden sich mit der präsynaptischen Membran, Acetylcholin wir in den synaptischen Spalt entleert Acetylch. besetzt Rezeptoren; Na+-Kanäle in der postsynaptischen Membran sind geöffnet Acetylch. wird von der Cholinesterase gespalten Das AP wird in der Folgezelle ausgelöst

132 Nervengifte Blockade der Acetylcholinrezeptoren (Curare: Pfeilgift der Indianer, Atropin: Tollkirsche) Wirkung wie Acetylcholin aber kein Abbau durch Cholinesterase (Nikotin, Fliegenpilz) Hemmung der Cholinesterase (Insektenvertilgungsmittel) Hemmung der Acetylcholinausschüttung (Botulinumgift: verderbendes Fleisch) Schlagartige Entleerung der synaptischen Bläschen (a-Latroxin, schwarze Witwe)

133 Verschaltung von Nervenzellen Man benötigt mehrere ankommende Aktionspotenziale, um eine Reizweiterleitung auszulösen Erregende Axone führen zu einer Addition der Reize weitergehende Depolarisation Durch hemmende Axone mit Aktionspotenzialen wird das Membranpotenzial wieder hyperpolarisiert

134 Netzhaut: Aufbau Etwa 6 Millionen Zapfen (Farben) Millionen Stäbchen (Hell-Dunkel) Dort, wo Licht auf die Zelle trifft, ist die Zelle in Lamellen gespalten in denen Rhodopsin liegt Ansonsten ist der Aufbau der Lichtsinneszelle ähnlich dem der Nervenzelle

135 Was passiert bei Lichteinfall?

136 Und was, wenns dunkel ist?

137 Laterale Inhibition Bedeutet Kontrastverstärkung In der Netzhaut trifft in den Horizontalzellen der Eindruck je einer Zelle und ihrer Nachbarzellen zusammen Hier wird der Eindruck verrechnet

138 Modell zur Kontrastverstärkung


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