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Bildungsreformen im Zeichen der Globalisierung. Einführung – Wo wollten wir hin? Einblicke - Wo sind wir gelandet? Schulbildung Berufsbildung Hochschulbildung.

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Präsentation zum Thema: "Bildungsreformen im Zeichen der Globalisierung. Einführung – Wo wollten wir hin? Einblicke - Wo sind wir gelandet? Schulbildung Berufsbildung Hochschulbildung."—  Präsentation transkript:

1 Bildungsreformen im Zeichen der Globalisierung

2 Einführung – Wo wollten wir hin? Einblicke - Wo sind wir gelandet? Schulbildung Berufsbildung Hochschulbildung Fazit/Ausblick – Was hat die Reformphase gebracht, woran ist sie gescheitert? Essentials, Fragen, Diskussion

3 Vor der Bildungsexpansion: Mehrheit der Bevölkerung besaß eine max. 8-jährige Volksschulausbildung Bildungsreformen seit 1960: Verlängerung der Pflichtschulzeit auf 9 Jahre Schaffung von Alternativen zur Universität Ausbau des Angebots an Realschulen, Gymnasien und Hochschulen Ausgaben für das Schulwesen stiegen

4 Das Jahr 1969: Mai: Grundgesetzänderung Bund erhält Kompetenzen im Bildungswesen Juni: Verabschiedung neuer Gesetze für die Berufs- ausbildung und den Hochschulausbau Bildungsbericht Okt.: Bildung + Wissenschaft werden zentrale Themen der sozioliberalen Reformpolitik gesamtstaatliche Bildungsplanung

5 Bildungsgesamtplan Juni 1970: Verwaltungsabkommen Einrichten einer Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung (BLK) Kulturhoheit der einzelnen Länder bleibt erhalten Aufgaben: Vorbereitung des langfristigen Rahmenlehrplans Finanzbedarf abschätzen Finanzvorschläge ausarbeiten Problem: Fehlender gemeinsamer Konsens über die Bildungsziele

6 Bildungsbericht `70 Vorstellungen der Bundesregierung - Erschaffung eines Gesamtschulsystems - Einführung einer Orientierungsstufe - Sekundarabschluss (Abitur I) - Anzahl der Kindergartenplätze verdoppeln - Einführung einer Eingangsstufe 1. Entwurf für einen Bildungsgesamtplan

7 Damals schien es vielen Mitwirkenden, wie eine Erlösung, endlich einmal einen großen Entwurf mitkonzipieren zu dürfen, ohne immer erst wieder zu Hause […] sich politisch und fachlich abstimmen zu müssen. Die Reaktion kam aber bald, als die […] die Entwürfe nun eben doch zu Hause […] verantwortet werden mußten. Für eine gewisse Zeit hatte die Überraschungsstrategie frappierende Erfolge, bis die Realitäten des politischen Alltags in den Ländern wieder volle Geltung gewannen. (Generalsekretär der Kultusministerkonferenz)

8 März 1970: Beratung des ersten Entwurfes Bruch Grund: Versuche der Bundesregierung das Verfahren zu beschleunigen & verbindlicher zu machen finden von Kompromissen Okt. 1970: Verabschiedung eines Zwischenberichts Öffentlicher und finanzieller Druck Juli 1973: 1. Bildungsgesamtplan

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10 Oberstufe: (fernes) Ziel: Verzahnung und Integration gymnasialen und beruflichen Lernens dies erforderte ein offenes Kurssystem, welches eingerichtet wurde in beruflichen Schulen: Stufenausbildung mit Pflicht- und Wahlkursen in neuer gymnasialer Oberstufe: Grund- und Leistungskurse, Halbjahresabschnitte und Wahlfächer

11 verhältnismäßig gute Verständigung über Neuordnung Anlass zur Diskussion gab Fächerkanon 1972 Vereinbarung zur Neugestaltung der gymnasialen Oberstufe in der Sekundarstufe II Folge: grundlegende Oberstufenreform

12 Pflichtbereich mit 3 Aufgabenfeldern: Sprachlich- literarisch- künstlerischen Gesellschafts-wissenschaftlichen Mathematisch- naturwissenschaftlich-technischen Bereich sowie Religion, Sport und ein Wahlbereich in beiden Bereichen werden seit dem Grund- und Leistungskurse angeboten

13 an Stelle der Reifeprüfung trat Punktebewertung der Anteil der Abiturienten gemessen am Jahrgang stieg beständig Anzahl der Abiturientinnen ist gestiegen 1970: 4014 Mädchen und 5033 Jungen 1977/78: 7385 Mädchen und 7078 Jungen

14 Mittelstufe: Reform der Mittelstufe wurde Schüsselkonflikt der Bildungsreform

15 Großer Hessenplan Gesamtschule sollte an Stelle der herkömmlichen getrennten Schulformen treten Grundschule mit Eingangsstufe Gesamtschule mit Förderstufe Oberstufe

16 Ziel: Modernität und Chancengleichheit, Innere Differenzierung und Förderung statt Auslese Einrichtung vieler integrierter Gesamtschulen als Schulversuch in Hessen unionsregierte Länder wollten sich erst nach Auswertung des Versuchprogamms für Schulform entscheiden behielten gegliedertes Schulsystem

17 Bildungsgesamtplan scheiterte an entgegengesetzten Positionen von CDU/CSU und SPD und Finanzierungsfragen

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19 geburtenstarke Jahrgänge Andrang an Berufsschulen Gefahr des Wiederanstiegs Ungelernter Anstieg von Qualität und Inhalt der Ausbildung Randstellung Berufsausbildung bei Reformen bis Ende 60er keine einheitliche Gesetzesgrundlage

20 1964 Empfehlung des Deutschen Ausschusses für das Erziehungs- und Bildungswesens bessere Ausbildung der Ausbilder Ausschaltung ungeeigneter Ausbildungsbetriebe Schwerpunkt auf allgemeiner Grundausbildung 1969 erstes gesamtdeutsches Berufsbildungsgesetz Entwicklungsperspektive Stufenausbildung

21 Ende der 60er Empfehlungen der Bildungskommission des deutschen Bildungsrates Berufsausbildung in Stufen Ausbildung der Ausbilder Gleichwertigkeit der allgemeinen Bildung Finanzierungsprobleme bei kleineren Ausbildungsbetrieben überbetriebliche Finanzierung aus Ausbildungsfonds Empfehlungen stießen auf Ablehnung

22 Plan: Neugliederung des beruflichen Schulwesens erfolgreichster Modellversuch Kollegstufe in Nordrhein-Westfalen Doppelqualifizierende Bildungsgänge keine Reform im dualen System der Berufsausbildung und der gymnasialen Oberstufe

23 Ziel zweite Regierung Brandt größere öffentliche Verantwortung für berufliche Bildung mit Hilfe einer Neufassung des Berufsbildungsgesetztes Sachverständigenkommission beriet über Kosten und Finanzierung betrieblicher Bildung Umlagenfinanzierung neues Berufsbildungsgesetzt scheiterte 1976 im Bundesrat

24 Anstieg der Schulabgänger = Anstieg Bewerber um Ausbildung private Wirtschaft erweiterte Ausbildungskapazität Abschluss von neuen Ausbildungsverträgen von 1974 bis 1984 um mehr als 50% Abwendung des Wiederanstieges der Ungelernten und der Jugendarbeitslosigkeit

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26 1969 Grundgesetzänderung (Art. 91 Abs. 1 GG): Bildungsplanung und Hochschulausbau als Gemeinschaftsaufgabe von Bund und Ländern Abkehr vom Prinzip des reinen Kulturförderalismus hin zum kooperativen Kulturförderalismus finanzielle Unterstützung Art. 75 GG: Bestimmung allg. Grundsätze des Hochschulwesens

27 Ziele des Hochschulrahmengesetzes: Öffnung der Universität nach innen und außen Zusammenfassung akademischer und staatlicher Hochschulverwaltung Neue Personalstruktur Gesamthochschule

28 Beitrag zur Erhöhung der Studentenzahlen und Chancengleichheit: 1970: Abschaffung Hörergeld ( pro Semester) 1971: finanzielle Ausbildungsförderung (§1 BaföG) 1970/71: Zusammenführung berufsbildender Fachhochschulen mit wissenschaftlichen Universitäten zu einem binären Hochschulsystem : Zahl der Hochschulen verdoppelt Ablöse Ordinarienuniversität durch Gruppen- bzw. Gremienuniversitäten mit einheitlicher Administration und selbstgewählter Leitung 1973: Paritätenurteil Bundesverfassungsgericht

29 1972: Numerus-Clausus-Urteil: Betonung der Notwendigkeit bundesweit einheitlicher Auswahlkriterien Gründung der Zentralen Vergabestelle von Studienplätzen (ZVS) Ursache: personelle, räumliche und finanzielle Engpässe Voraussetzung: Festlegung staatlicher Kapazitätsverordnungen (KapVO)

30 1976: Hochschulrahmengesetz (HRG) erstmals einheitlicher, länderübergreifender, gesetzlicher Rahmen neue Bestimmungen verbindlich (Umsetzung innerhalb von 3 Jahren) beginnende Arbeitslosigkeit von Akademikern Ursache: verschlechterte staatliche Finanzlage infolge der Ölpreiskrise 1973 Hochschulausbauphase beendet

31 1977: Öffnungsbeschluss Abbau des Numerus clausus Herausnahme einer Reihe von Fächern aus der ZVS Annahme zukünftig sinkender Studentenzahlen (Überlast auf Zeit; Untertunnelung des Studentenberges)

32 (1) Was haben die Reformen gebracht? (2) Woran sind sie gescheitert?

33 ZIEL: Anhebung des Bildungsniveau 1960er Heute

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37 Anstieg des Bildungsniveaus besonders stark bei den Frauen Bildung eines Deutsches Bildungsrates einmalige Zusammenarbeit von Bund und Ländern Verlängerung der Pflichtschulzeit Anhebung des Lehrpersonals Gründung von Gesamtschulen Gründung neuer Hochschulen Etablierung von Fachhochschulen und Berufsakademien Anstieg der Bildungsausgaben

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39 Konsequenzen des Strukturplans wurde nicht in allen Ländern gleichermaßen getroffen 1973 erschien Bildungsgesamtplan, aber 1975 wurde Deutscher Bildungsrat aufgelöst Beginn der Diskussionen ums Scheitern der Bildungsreform

40 Stagnation der Gesamtschulentwicklung kein Ausbau der Vorschulen Mangel an Kita-Plätzen Reform der beruflichen Bildung gelang nicht Sinkender Handelswert der Schulabschlüsse

41 Warum stoppten die Reformen ab Mitte der 70er? fehlende finanzielle Mittel massive ideologische Auseinandersetzungen zwischen den Reformern und den konservativen Gegnern

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43 Was kann die Bildungspolitik heute aus den Errungenschaften bzw. Gründen des Scheiterns der Reformen in den 70ern lernen?

44 1. Die Kulturhoheit der Länder verhindert ein effizientes Bildungssystem in Deutschland!

45 2. Wege zur Chancengleichheit a) Chancengleichheit durch Reform der äußeren Schulstruktur? b) Chancengleichheit durch Reform der inneren Schulstruktur?

46 Das Bürgerrecht auf Bildung ist nicht auf dem Markt der Systemkonkurrenz, durch den Wettbewerb verschiedener Schulformen um die knapper gewordenen Schülerinnen und Schüler einzulösen, gleichgültig ob in alter Drei- oder neuer Viergliedrigkeit. (…) Auch die Vorstellung, hinter den wissenschaftspropädeutischen Gymnasien, die sich ihre Schüler aussuchen können, im zweiten Glied die Haupt-, Real- und Gesamtschulen reformpädagogisch zusammenzuschließen, führt nicht weiter, sondern beschwört aufs neue die alte Zweiteilung von höherem und niederem Schulwesen, mit allen Folgen für die soziale Selektion. (Friedeburg 1992, S. 476)

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48 Wir haben kein begabungsgerechtes Schulsystem, wir brauchen vielmehr eine begabungsgerechte Schule. Die pädagogisch zentrale Aufgabe lautet Individualisierung (wie1970!), weil jeder anders lernt. (Wernstedt 2004)

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50 FRIEDEBURG, L.: Bildungsreform in Deutschland, Frankfurt am Main 1992, S GÖGGEL, K. (Hrsg.): Sinkende Bildungsrenditen durch Bildungsreformen? Evidenz aus Mikrozensus und SOEP, Berlin WEINER, J.: Die deutsche Bildungsreform Teil 2: Exzellenz und Effizienz, o.O. 2009, Unter: http//:www.dradio.de/dlf/sendungen/essayunddis kurs/930205/ ( ) WERNSTEDT, R.: Wo wollten wir hin? Wo sind wir gelandet? Welche Aufgaben warten auf uns?, Loccum 2004.


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