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Der Blick auf das Wesentliche 30. August 2015 „Chancen durch Mehrsprachigkeit“ Verband binationaler Familien und Partnerschaften, iaf e.V. Maria Ringler.

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1 Der Blick auf das Wesentliche 30. August 2015 „Chancen durch Mehrsprachigkeit“ Verband binationaler Familien und Partnerschaften, iaf e.V. Maria Ringler

2 Der Blick auf das Wesentliche 30. August 2015 Vielfalt binationaler Familien Der Verband binationaler Familien und Partnerschaften, iaf e.V. arbeitet bundesweit als Interessenvertretung binationaler und zunehmend auch multinationaler Familien und Partnerschaften. Binationale Familienkonstellationen uns Lebenslagen sind sehr vielfältig hinsichtlich sozialer und kulturell-ethnischer Herkunft, ökonomischer Situation, Bildungshintergrund, sprachlicher und interkultureller Kompetenzen. Uns ist wichtig, dass Menschen ungeachtet ihrer Hautfarbe oder Herkunft sozial und rechtlich gleichgestellt werden.

3 Der Blick auf das Wesentliche 30. August 2015 Tätigkeitsfelder Als interkultureller, gemeinnütziger Familienverband arbeiten wir in 25 Städten Deutschlands an den Schnittstellen von Familien-, Bildungs- und Migrationspolitik. Uns erreichen rund Beratungsanfragen pro Jahr. Wir beraten * in rechtlichen Fragen (Eheschließung, Familiennachzug etc.): * bei Partnerschaftskonflikten, Trennung und Scheidung; * in Fragen interkultureller Erziehung (Mehrsprachigkeit, Sprachförderung, vorurteilsbewusste Erziehung und Material)

4 Der Blick auf das Wesentliche 30. August 2015 Tätigkeitsfelder Bildungsthemen: * Mehrsprachige Erziehung in Familie, Kindergarten, Schule * Sprachförderung in der Erst- und Zweitsprache * Interkulturelle Öffnung von Einrichtungen * Umgang mit Diskriminierung und Rassismus * Zuwanderungs- und Familienrecht Projekte im Themenfeld Mehrsprachigkeit: * „Wir sprechen Türkisch – Bildungserfolg durch Stärkung der Familiensprache“ * „Unsere Omas und Opas erzählen in vielen Sprachen“

5 Der Blick auf das Wesentliche 30. August 2015 Publikationen Erfahrungen mehrsprachigen Aufwachsen, familiären interkulturellen Zusammenlebens, aber auch rechtliche Einschränkungen, Erfahrungen von Rassismus und Diskriminierung sind für uns Anlass, die Öffentlichkeit zu informieren – auch in Form von Publikationen. Publikationen (Auswahl): „Wie Kinder mehrsprachig aufwachsen“ (2002) „Kompetent mehrsprachig“ (2004) „Binationaler Alltag in Deutschland – Rechtsratgeber“ (2012) „Psychologische Beratung bikult. Paare und Familien“ (2012) „WeltkinderSpiele“ (Materialheft 2008) „Interkulturelle Kinderbücher“ (Broschüre 2012)

6 Der Blick auf das Wesentliche 30. August 2015 Mehrsprachigkeit  Mehrsprachigkeit ist für viele Kinder selbstverständlicher Bestandteil ihres Alltag  Mehrsprachigkeit ist eine wertvolle Ressource  Jedes Kind hat das Recht mehrsprachig aufzuwachsen  Mehrsprachigkeit ist eine Herausforderung für die Professionalität in den (Bildungs-) Einrichtungen

7 Der Blick auf das Wesentliche 30. August 2015 Sprachförderung und Familie  Eltern sind die ersten Sprachvermittler und Vorbilder  Sprechanlässe im Familienalltag sind wichtig  Qualitativer Sprach-Input auch im Alltag  Eltern sollten mit ihrem Kind hauptsächlich in der Sprache kommunizieren, in der sie die beste Beziehung aufbauen können  Es gibt zahlreiche Modelle erfolgreicher mehrsprachiger Erziehung, aber kein Standardrezept

8 Der Blick auf das Wesentliche 30. August 2015 Alltags-Sprache = (BICS-Basic Interpersonal Communicative Skills)  ist Nähe-Sprache, nah am Mündlichen  erfährt Hilfe durch den Kontext (Situation, Handlung)  Sprache ist v.a. Mittel der Kommunikation und Verständigung Bildungs-Sprache (Schulsprache) = (CALP-Cognitive Academic Language Proficiency)  ist Distanzsprache, hat Schriftförmigkeit  ist vermittelte Kommunikation (Medien, Begriffe, Abstraktion, Unterrichtssprache)  Sprache ist v.a. kognitives Werkzeug und Grundlage für die Aneignung fachlicher Inhalte

9 Der Blick auf das Wesentliche 30. August 2015 „Wir sprechen Türkisch“ Bildungserfolg durch Stärkung der Familiensprachen

10 Der Blick auf das Wesentliche 30. August 2015 Projektziele Aufwertung der Familiensprache als Bildungssprache Wertschätzung der Familiensprache als gleichwertige Sprache in der Öffentlichkeit Qualitativer Input von erwachsenen Sprach-Vorbildern, z.B. durch regelmäßige Vorleseangebote Wertschätzung der Ressourcen und Kompetenzen muttersprachlicher „Vorleser/innen“ Engagement für die eigene Community stärken Zugänge zu deutschen Bildungseinrichtungen erleichtern

11 Der Blick auf das Wesentliche 30. August 2015 Inhalt / Durchführung Qualifizierung der „Vorleser/innen“ durch muttersprachliche Fortbildungen Begleitung durch feste Kontaktperson/ Koordinator/in Regelmäßige Angebote für Kinder Vorleseangebote, Spielgruppen, Freizeitangebote Eltern-/ Kind – Angebote gemeinsamer Besuch von Museen, Theater, aktive Teilnahme an öff. Veranstaltungen Material- und Literaturauswahl bilinguale Bücher/ Material zu Mehrsprachigkeit interkulturelle Materialien

12 Der Blick auf das Wesentliche 30. August 2015 Kosten Entwicklungskosten (Idee/ Konzeption) Personalkosten /Honorare (Begleitung und Qualifizierung) Aufwandsentschädigung „Vorleser/innen“ (Honorare, Fahrtkosten) Sach- und Verwaltungskosten (Material, Bücher, Eintrittsgelder)

13 Der Blick auf das Wesentliche 30. August 2015 Nachhaltigkeit Kosten für den Einsatz der „Vorleser/innen“ sowie für eine über das Projekt hinaus können übernommen werden von Stadtteileinrichtungen Kindergärten Migrantenorganisationen Stadtbibliothelken Qualifizierte „Vorleser/innen“ wirken als Multiplikator/innen Materialien und Bücher können ausgeliehen werden.

14 Der Blick auf das Wesentliche 30. August 2015

15 Der Blick auf das Wesentliche 30. August 2015

16 Der Blick auf das Wesentliche 30. August 2015

17 Der Blick auf das Wesentliche 30. August 2015

18 Der Blick auf das Wesentliche 30. August 2015


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