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Probleme der Adoleszenz Anja Fey, M. A. Universität des Saarlandes Fachrichtung Erziehungswissenschaft Geb. 11, Raum 3.22.2

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Präsentation zum Thema: "Probleme der Adoleszenz Anja Fey, M. A. Universität des Saarlandes Fachrichtung Erziehungswissenschaft Geb. 11, Raum 3.22.2"—  Präsentation transkript:

1 Probleme der Adoleszenz Anja Fey, M. A. Universität des Saarlandes Fachrichtung Erziehungswissenschaft Geb. 11, Raum Seiteneinsteigerprogramm

2 Gliederung Jugend und Adoleszenz – Zur Konstruktion einer Lebensphase Entwicklungsaufgaben in der Adoleszenz Zentrale Entwicklungsprozesse »Pubertätsentwicklung »Kognitive Entwicklung »Identitätsentwicklung Soziale Beziehungen in der Adoleszenz Zentrales Problem der Adoleszenz: Absinken der Lernmotivation

3 3 Alltagsvorstellungen über die Adoleszenz Charakteristische Stichworte der Adoleszenz aus Sicht von Psychologiestudierenden (Flammer & Alsaker, 1986) Ablösung (26), Gleichaltrige (9), Identität (24), Veränderungen (9), Heterosexuelle Interessen / Freundschaft (20), Zukunft (9), Eltern / Konflikte (18), Freier Ausgang (7), Berufswahl (17), Neue Werte (7), Rebellion / Revolution (11), Autonomie(7), Sexualität (11), Träumen (7), Verliebtheit (11), Konstruktion einer Lebensphase Entwicklungs- aufgaben Zentrale Entwicklungs- prozesse -Pubertäts- entwicklung - Kognitive Entwicklung -Identitäts- entwickung Soziale Beziehungen Verlust der Lernmotivation

4 4 Wissenschaftliche Begriffsbestimmung Jugendalter Jugendalter = Übergangsphase zwischen Kindheit und Erwachsenalter (nicht mehr ganz Kind, nicht noch Erwachsener) Übergang: Kindheit – Pubertät – Adoleszenz wird durch drei grundlegende Prozesse beeinflusst: »biologische Komponenten (Geschlechtsrolle / Sexualität) »kognitive Entwicklung (Denken/Bewusstsein) »soziale Beziehungen (Freundschaft / Peergruppe / Familie) Konstruktion einer Lebensphase Entwicklungs- aufgaben Zentrale Entwicklungs- prozesse -Pubertäts- entwicklung - Kognitive Entwicklung -Identitäts- entwickung Soziale Beziehungen Verlust der Lernmotivation

5 5 Periodisierung des Jugendalters Konstruktion einer Lebensphase Entwicklungs- aufgaben Zentrale Entwicklungs- prozesse -Pubertäts- entwicklung - Kognitive Entwicklung -Identitäts- entwickung Soziale Beziehungen Verlust der Lernmotivation

6 6 Definition von Entwicklungsaufgaben nach Havighurst, 1956 Eine Entwicklungsaufgabe (EA) ist eine Aufgabe, die in oder zumindest ungefähr zu einem bestimmten Lebensabschnitt des Individuums entsteht, deren erfolgreiche Bewältigung zu dessen Glück und Erfolg bei späteren Aufgaben führt, während ein Misslingen zu Unglücklichsein, zu Missbilligung durch die Gesellschaft und zu Schwierigkeiten mit späteren Aufgaben führt. Quelle von Entwicklungsaufgaben: a) körperliche Entwicklungsen b) kultureller Druck (Erwartungen der Gesellschaft) c) individuelle Wünsche und Werte Konstruktion einer Lebensphase Entwicklungs- aufgaben Zentrale Entwicklungs- prozesse -Pubertäts- entwicklung - Kognitive Entwicklung -Identitäts- entwickung Soziale Beziehungen Verlust der Lernmotivation

7 7 Entwicklungsaufgaben von Havighurst, 1952 Neue und reifere Beziehungen / Freundschaften zu den Gleichaltrigen aufbauen. Übernahme der weiblichen / männlichen Geschlechtsrolle. Akzeptieren der eigenen körperlichen Erscheinung. Emotionale Unabhängigkeit / Ablösung von den Eltern und anderen Erwachsenen. Vorbereitung auf Ehe und Familienleben. Vorbereitung auf eine berufliche Karriere. Werte und ein ethisches System erlangen, das als Leitfaden für Verhalten dient. Sozial verantwortliches Verhalten erstreben und erreichen. Konstruktion einer Lebensphase Entwicklungs- aufgaben Zentrale Entwicklungs- prozesse -Pubertäts- entwicklung - Kognitive Entwicklung -Identitäts- entwickung Soziale Beziehungen Verlust der Lernmotivation

8 8 Charakteristika von Entwicklungsaufgaben Kulturabhängigkeit: Einige EA sind universal und von einer Kultur zu anderen unverändert; andere findet man nur in bestimmten Gesellschaften oder sogar nur innerhalb bestimmter Schichten. Zeitpunkt: Es gibt EA, die zeitlich begrenzt sind, andere EA erstrecken sich über mehrere Perioden der Lebensspanne. Interdependenz: Positive Bewältigung einer EA stellt einen guten Ausgangspunkt für den Erfolg in späteren Phasen dar (z. B. Aufbau von Partnerbeziehungen). Konstruktion einer Lebensphase Entwicklungs- aufgaben Zentrale Entwicklungs- prozesse -Pubertäts- entwicklung - Kognitive Entwicklung -Identitäts- entwickung Soziale Beziehungen Verlust der Lernmotivation

9 9 Entwicklungsaufgaben von Dreher und Dreher (1985) Aufbau eines Freundeskreises (Gleichaltrige) Akzeptieren der eigenen körperlichen Erscheinung (Körper) Übernahme der weiblichen / männlichen Geschlechtsrolle (Rolle) Aufnahme intimer Beziehungen zum Partner (Beziehung) Loslösung vom Elternhaus (Ablösung) Wissen, was man werden will und was man dafür lernen/können muss (Beruf) Vorstellungen entwickeln, wie der Partner und die zukünftige Familie sein soll (Partner/Familie) Selbstkenntnis, d.h. wissen wer man ist und was man will (Identität) Entwicklung einer eigenen Weltanschauung, d. h. sich klar werden, welche Werte man hoch hält und als Richtschnur für eigenes Verhalten akzeptiert (Werte) Entwicklung einer Zukunftsperspektive, d.h. sein Leben planen und Ziele ansteuern, von denen man glaubt, das man sie erreichen kann (Zukunft) Konstruktion einer Lebensphase Entwicklungs- aufgaben Zentrale Entwicklungs- prozesse -Pubertäts- entwicklung - Kognitive Entwicklung -Identitäts- entwickung Soziale Beziehungen Verlust der Lernmotivation

10 10 Wichtigkeit von EA aus Sicht der Jugendlichen (Dreher & Dreher, 1995) Konstruktion einer Lebensphase Entwicklungs- aufgaben Zentrale Entwicklungs- prozesse -Pubertäts- entwicklung - Kognitive Entwicklung -Identitäts- entwickung Soziale Beziehungen Verlust der Lernmotivation

11 11 Wichtigkeitsbeurteilungen von EA durch Jugendliche und ihre Eltern (Siegfried, 1987) Aus Sicht der Jugendlichen Aus Sicht der Eltern Höchste Wichtigkeit Beruf, Selbst, Gleichaltrige Mittlere Wichtigkeit Werte, Körper, Zukunft, Intimität, Ablösung Beruf, Identität, Gleichaltrigen, Werte, Körper, Zukunft, Ablösung Geringste WichtigkeitPartnerschaft und Familie Noch nicht wichtigIntimität Konstruktion einer Lebensphase Entwicklungs- aufgaben Zentrale Entwicklungs- prozesse -Pubertäts- entwicklung - Kognitive Entwicklung -Identitäts- entwickung Soziale Beziehungen Verlust der Lernmotivation

12 12 Bewältigungsstrategien Entwicklungsaufgaben sind gelegentlich schwierig zu lösen Bewältigungsstrategien (= Coping-Strategien) Coping-Strategien dienen nicht ausschließlich der Bewältigung von EA Formen des Copings: »Problembezogenes vs. emotionsbezogenes Coping »Defending »kognitive Umbewertung vs. Vermeidung und Ablenkung Konstruktion einer Lebensphase Entwicklungs- aufgaben Zentrale Entwicklungs- prozesse -Pubertäts- entwicklung - Kognitive Entwicklung -Identitäts- entwickung Soziale Beziehungen Verlust der Lernmotivation

13 13 Biologische Veränderungen zu Beginn der Adoleszenz (Pubertät) Puberale Wachstumsschübe bei Jungen mit ca. 14 Jahren; bei Mädchen ca. 2 Jahre früher; Wachstumsschub dauert ca. 3 Jahre an (ca. 10 cm pro Jahr) Zunahme der Muskelkraft vor allem bei Jungen Reifung der primären und sekundären Geschlechtsmerkmale Stimmbruch bei Jungen, etwas tiefere Stimme bei Mädchen Konstruktion einer Lebensphase Entwicklungs- aufgaben Zentrale Entwicklungs- prozesse -Pubertäts- entwicklung - Kognitive Entwicklung -Identitäts- entwickung Soziale Beziehungen Verlust der Lernmotivation

14 14 Säkulare Entwicklungsbeschleunigung Säkulare Akzeleration (= langfristige Entwicklungsbeschleunigung) »Körpergröße »Körpergewicht »Einsetzen der Pubertät Entwicklungsprobleme »Hautprobleme (Akne) »Essstörungen (Übergewicht, Anorexie, Bulemie) »Suizid Konstruktion einer Lebensphase Entwicklungs- aufgaben Zentrale Entwicklungs- prozesse -Pubertäts- entwicklung - Kognitive Entwicklung -Identitäts- entwickung Soziale Beziehungen Verlust der Lernmotivation

15 15 Todesursachen bei amer. Jugendlichen (Rosenberg et al. 1996) Konstruktion einer Lebensphase Entwicklungs- aufgaben Zentrale Entwicklungs- prozesse -Pubertäts- entwicklung - Kognitive Entwicklung -Identitäts- entwickung Soziale Beziehungen Verlust der Lernmotivation

16 16 Individuelle Akzeleration / Retardation Frühreife Jungen … »sind langfristig verantwortungsbewusster, kooperativer, selbstbewusster »sind aber auch sozial angepasster, konventioneller und humorloser Spätreife Jungen... »haben ein negativeres Selbstbild und sind weniger selbstsicher »sind unausgeglichener und unzufriedener »weisen ein höheres Risiko für Devianz und Drogenkonsum auf (um von den Peers akzeptiert zu werden) »verfügen oft aber auch über eine höhere Selbsteinsicht Konstruktion einer Lebensphase Entwicklungs- aufgaben Zentrale Entwicklungs- prozesse -Pubertäts- entwicklung - Kognitive Entwicklung -Identitäts- entwickung Soziale Beziehungen Verlust der Lernmotivation

17 17 Individuelle Akzeleration / Retardation Frühreife Mädchen … »sind weniger beliebt und weniger graziös »zeigen größere Unterordnung und Zurückgezogenheit »haben ein geringeres Selbstwertgefühl »haben früher Sexualkontakte »haben höheres Devianzrisiko Spätreife Mädchen... »sind häufiger unglücklich »sind weniger selbstbewusst Konstruktion einer Lebensphase Entwicklungs- aufgaben Zentrale Entwicklungs- prozesse -Pubertäts- entwicklung - Kognitive Entwicklung -Identitäts- entwickung Soziale Beziehungen Verlust der Lernmotivation

18 18 Kognitive Entwicklung im Jugendalter Wesentliche Kennzeichen des Denkens im Stadium der formalen Operationen (ab dem 12. Lebensjahr) (Jean Piaget) »Denken in Möglichkeiten (hypothetisches Denken) »Kombinatorisches Denken »Logisches Schließen »Verständnis des Proportionalitätsbegriffs Abstraktes, von der Anschauung losgelöstes Denken in unterschiedlichen Bereichen: »Kommunikation, Standpunkte, Beziehungen »Politik, Religion, Philosophie, Gesellschaft »Moralische Urteile Konstruktion einer Lebensphase Entwicklungs- aufgaben Zentrale Entwicklungs- prozesse -Pubertäts- entwicklung - Kognitive Entwicklung -Identitäts- entwickung Soziale Beziehungen Verlust der Lernmotivation

19 19 Kognitive Entwicklung im Jugendalter Denken über das Denken (Metakognition) »Fähigkeit der Selbstbeobachtung, Selbst-Bewusstheit »Reflexion eigener Gedanken und Gefühle »Integration von Fremd- und Selbstperspektiven Multidimensionales Denken »Herstellen von komplexen Beziehungen »Strategien zielgerichteter Planungen / Organisation »Differenzierung der Wahrnehmung Konstruktion einer Lebensphase Entwicklungs- aufgaben Zentrale Entwicklungs- prozesse -Pubertäts- entwicklung - Kognitive Entwicklung -Identitäts- entwickung Soziale Beziehungen Verlust der Lernmotivation

20 20 Ergänzungen zu den Befunden der formalen Operationen Formale Operationen treten nicht als universelles Entwicklungsstadium auf. Es existieren Geschlechtsunterschiede im Einsatz formaler Denkoperationen. Nicht alle Jugendliche erreichen das Stadium der formalen Operationen oder setzen formales Denken durchgängig ein. Es existieren kulturelle Einflüsse auf die Entwicklung des formalen Denkens. Formales Denken ist bereichsspezifisch. Konstruktion einer Lebensphase Entwicklungs- aufgaben Zentrale Entwicklungs- prozesse -Pubertäts- entwicklung - Kognitive Entwicklung -Identitäts- entwickung Soziale Beziehungen Verlust der Lernmotivation

21 21 Egozentrismus im Jugendalter Jugendliche glauben häufig, dass sie unter permanenter Beobachtung stehen Erleben des Gefühls der Einmaligkeit, Besonderheit, Unverletzlichkeit (persönliche Fabeln) Folge: Überschätzung der eigenen Möglichkeiten und Kompetenzen! Persönliche Fabel führen zu besonderem Risikoverhalten bei Jugendlichen Pädagogische Konsequenz: Aufzeigen von Handlungsalternativen und Betonung der Spaßkomponente statt Warnungen vor schädlichem Auswirken des unerwünschten Verhaltens Konstruktion einer Lebensphase Entwicklungs- aufgaben Zentrale Entwicklungs- prozesse -Pubertäts- entwicklung - Kognitive Entwicklung -Identitäts- entwickung Soziale Beziehungen Verlust der Lernmotivation

22 22 Die Entwicklung der eigenen Identität Identität = zentrales Thema des Jugendalters 4 Phasen der Identitätsbildung nach James E. Marcias »Erarbeitete Identität »Übernommene Identität »Kritische Identität »Diffuse Identität Konstruktion einer Lebensphase Entwicklungs- aufgaben Zentrale Entwicklungs- prozesse -Pubertäts- entwicklung - Kognitive Entwicklung -Identitäts- entwickung Soziale Beziehungen Verlust der Lernmotivation

23 23 Identitätstypen nach Marcia Phasen der IdentitätMerkmaleUntersuchungsergebnisse Erarbeitete IdentitätVerpflichtung gegenüber gewissen Werte nach einer Periode des Suchens - Zielstrebigkeit - kritische Freundlichkeit - Bestimmtheit - bedienen sich rationalerer Entscheidungsstrategien - realistisches Anspruchsniveau Übernommene Identität Verpflichtung gegenüber Werten aufgrund der Identifikation mit anderen - befürworten Autorität, Gehorsam, strenge Führung - Selbstwert kann leichter verletzt werden - erhöhte Tendenz zur Verdrängung Kritische IdentitätKeine Verpflichtung gegenüber klaren Werten, aktive Suche nach Werten - starke Beschäftigung mit der Zukunft - Anstreben von Entscheidungen - große Amivalenz in Beziehungen, Leistungsschwankungen im kog. Bereich Diffuse IdentitätKeine Verpflichtung gegenüber klaren Werten, aber auch keine Suche nach Werten - tiefere kog. Leistungen im Vgl. zu EI - Unzufriedenheit mit den Eltern - Projektion von aggr. Gefühlen auf andere - Desorientiert - keine ausgeprägten Interessen Konstruktion einer Lebensphase Entwicklungs- aufgaben Zentrale Entwicklungs- prozesse -Pubertäts- entwicklung - Kognitive Entwicklung -Identitäts- entwickung Soziale Beziehungen Verlust der Lernmotivation

24 24 Soziale Beziehungen in der Adoleszenz Aufbau von sozialen Beziehungen zählt zu den wichtigsten Entwicklungsaufgaben der Jugendlichen! Beziehung zu Gleichaltrigen (Peers)... »sind für das emotionale Wohlbefinden von Jugendlichen unentbehrlich. Sie verhindern Gefühle der Vereinsamung und des Verlassenseins. »dienen als Übungsfeld, um Prinzipien der Gegenseitigkeit, der Perspektivenübernahme usw. einzuüben. »schaffen einen durch soziale Normen geschützten Raum, in dem in dem Identitäten ausprobiert werden können. »sind wichtig, um Beziehungsfähigkeit zu erlernen. »führen dazu, dass prosoziale Motivation eingeübt wird, d.h. Bereitschaft und Fähigkeit zum hilfreichen Handeln, Übernahme von Verantwortung. Konstruktion einer Lebensphase Entwicklungs- aufgaben Zentrale Entwicklungs- prozesse -Pubertäts- entwicklung - Kognitive Entwicklung -Identitäts- entwickung Soziale Beziehungen Verlust der Lernmotivation

25 25 Muster der Beziehungen in der Adoleszenz Generell: In der frühen Adoleszenz steigt der Zeitanteil am Tagesbudget, den man alleine verbringt, gleichzeitig kommt es zu einem kontinuierlichen Eintauchen in die Peer-Beziehungen Frühe Adoleszenz (10-13 Jahre): Einfluss der Eltern ist noch stark, geht in Konkurrenz zu den Gleichaltrigen aber zurück. Mittlere Adoleszenz (14-16 Jahre): Höhepunkt des Peereinflusses Späte Adoleszenz (17-20 Jahre): Jugendliche werden sowohl von den Eltern als auch von den Peers mehr und mehr unabhängig; autonome Handlungen treten in den Vordergrund. Konstruktion einer Lebensphase Entwicklungs- aufgaben Zentrale Entwicklungs- prozesse -Pubertäts- entwicklung - Kognitive Entwicklung -Identitäts- entwickung Soziale Beziehungen Verlust der Lernmotivation

26 26 Innerschulische Beziehungen Erfassung der Beliebtheit und der sozialen Geltung / Stellung über soziometrische Wahlen. Ein paar Ergebnisse... »hohe Stabilität der sozialen Stellung, erst im Laufe der Jahre findet eine Differenzierung der verschiedene Typen sozialer Positionen statt. »Mädchen stehen weniger im Mittelpunkt, sind im Laufe der AD zunehmend weniger Normgeber »Isolationsgefährdete Jugendliche sind auch zu einem Drittel in den folgenden Jahren in dieser belasteten Situation Konstruktion einer Lebensphase Entwicklungs- aufgaben Zentrale Entwicklungs- prozesse -Pubertäts- entwicklung - Kognitive Entwicklung -Identitäts- entwickung Soziale Beziehungen Verlust der Lernmotivation

27 27 Beliebte Jugendliche

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29 29 Starke Jugendliche – beliebte Meinungsführer Starke Jugendliche – beliebte Meinungsführer Generell: Meinungsführer haben die Definitionsmacht und bestimmen die geltenden Normen in der Schulklasse »Ihre schulischen Leistungen sind im Durchschnitt besser. Die guten Leistungen in Sport ragen heraus »Sie sind sehr selbstbewusst, wirken sympathisch, sind mit sich zufrieden, halten sich eher für gutaussehend und als in der Klasse anerkannt. »Sie demonstrieren eher Distanz zur Schule, weniger Anstrengung und eher Distanz zu Lehrern, in dem sie diese häufig bewusst ärgern; sind aber sozial eingestellt. »Sie signalisieren, dass sie schon älter, reifer und fortgeschrittener sind als die anderen; dieses wird über problematisches Verhalten wie Rauchen und Alkoholkonsum demonstriert. Konstruktion einer Lebensphase Entwicklungs- aufgaben Zentrale Entwicklungs- prozesse -Pubertäts- entwicklung - Kognitive Entwicklung -Identitäts- entwickung Soziale Beziehungen Verlust der Lernmotivation

30 30 Unbeliebte Meinungsführer Richtige Problemkinder »sozial uninteressiert »aggressiv »drängen sich durch unangenehmes und störendes Verhalten in den Vordergrund Wird häufig ins Elternhaus zurückgemeldet und belastet dadurch die Familiensituation Konstruktion einer Lebensphase Entwicklungs- aufgaben Zentrale Entwicklungs- prozesse -Pubertäts- entwicklung - Kognitive Entwicklung -Identitäts- entwickung Soziale Beziehungen Verlust der Lernmotivation

31 31 Zentrales Problem des Jugendalters: Absinken der Leistungsmotivation Konstruktion einer Lebensphase Entwicklungs- aufgaben Zentrale Entwicklungs- prozesse -Pubertäts- entwicklung - Kognitive Entwicklung -Identitäts- entwickung Soziale Beziehungen Verlust der Lernmotivation

32 32 Verlauf des Interesses an Physik in der Sekundarstufe I (Köller) Konstruktion einer Lebensphase Entwicklungs- aufgaben Zentrale Entwicklungs- prozesse -Pubertäts- entwicklung - Kognitive Entwicklung -Identitäts- entwickung Soziale Beziehungen Verlust der Lernmotivation

33 33 Verlauf des Interesses an Deutsch und Englisch in der 7 Jahrgangsstufe (Köller) Konstruktion einer Lebensphase Entwicklungs- aufgaben Zentrale Entwicklungs- prozesse -Pubertäts- entwicklung - Kognitive Entwicklung -Identitäts- entwickung Soziale Beziehungen Verlust der Lernmotivation

34 34 Interessenverluste: Folge des Unterrichts? Interessenförderder Unterricht Schülerzentrierung Individualisierung; Anerkennung von Unterschieden zwischen den Schülern Verwendung vielfältiger Unterrichtsmat. Kooperative Bearbeitung von Projekten Schüler tragen aktiv zum Unterricht bei Der Unterricht baut auf den Alltagserfahrungen auf, Betonung der Authenzität von Lehr-Lern-Situationen Starke Orientierung an natürlichen Phänomenen und Problemen Traditioneller Unterricht Lehrerzentrierung Einheitsunterricht, dessen Zielperson der durchschnittliche Schüler ist. Starke Orientierung an einem Lehrbuch Wenig Gruppenarbeit Schüler sind bloße Rezipienten des Unterrichtsangebots durch den Lehrer Alltagserfahrungen und eine Anbindung an die Erlebenswelt der Schüler wird als weniger wichtig wahrgenommen Starke Orientierung am Curriculum Konstruktion einer Lebensphase Entwicklungs- aufgaben Zentrale Entwicklungs- prozesse -Pubertäts- entwicklung - Kognitive Entwicklung -Identitäts- entwickung Soziale Beziehungen Verlust der Lernmotivation

35 35 Ein paar Literaturtipps … Baacke, D. (1994). Die Jährigen. Einführung in die Probleme des Jugendalters. Weinheim, Basel: Beltz. De Wit, J. & Van der Veer, G. (1982). Psychologie des Jugendalters. Donauwörth: Verlag Ludwig Auer. Flammer, A. & Alsaker, F. (2002). Entwicklungspsychologie der Adoleszenz: die Erschließung innerer und äußerer Welten im Jugendalter. Bern: Hans Huber. Kasten, H. (1999). Pubertät und Adoleszenz: wie Kinder heute erwachsen werden. München, Basel: Reinhard. Kohnstamm, R. (1999). Praktische Psychologie des Jugendalter. Bern u.a.: Huber.

36 36 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit


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