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Einführung in die Entwicklungspsychologie – PD Dr. Christiane Papastefanou – WS 2002/2003 Stadium der formalen Operationen Jugendliche können über Möglichkeiten.

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Einführung in die Entwicklungspsychologie – PD Dr. Christiane Papastefanou – WS 2002/2003 Soziale Entwicklung Es wird immer mehr Zeit mit Peers verbracht.

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1 Einführung in die Entwicklungspsychologie – PD Dr. Christiane Papastefanou – WS 2002/2003 Stadium der formalen Operationen Jugendliche können über Möglichkeiten nachdenken. Jugendliche können über die Zukunft nachdenken. Jugendliche können über Tatbestände nachdenken, die möglich oder wahrscheinlich sind (Hypothesen) und daraus vernünftige Folgerungen ziehen. Jugendliche können über Konventionen hinaus denken. Jugendliche können ihr eigenes Denken analysieren. Jugendliche können sich eigene Realitäten konstruieren, die über ihre momentane Existenz hinausgehen.

2 Einführung in die Entwicklungspsychologie – PD Dr. Christiane Papastefanou – WS 2002/2003 Identität - Definition Identität bezieht sich allgemein auf die einzigartige Kombination von persönlichen unverwechselbaren Daten des Individuums; im engeren psychologischen Sinn ist Identität die einzigartige Persönlichkeitsstruktur, verbunden mit dem Bild, das andere von dieser Persönlichkeitsstruktur haben.

3 Einführung in die Entwicklungspsychologie – PD Dr. Christiane Papastefanou – WS 2002/2003 Identitätsfindung (Erikson, 1973) Identität: Wahrnehmung der Selbstgleichheit und Kontinuität der eigenen Existenz in Raum und Zeit; begründet die Einheitlichkeit und Unverwechselbarkeit der eigenen Person Rollendiffusion: unzusammenhängendes, unverbundenes unvollständiges Selbstgefühl

4 Einführung in die Entwicklungspsychologie – PD Dr. Christiane Papastefanou – WS 2002/2003 Identitätszustände (Marcia, 1980) Keine KriseKrise Keine persönliche Entscheidung Diffuse Identität Aufgeschobene Identität Persönliche Entscheidung Übernommene Identität Geleistete Identität

5 Einführung in die Entwicklungspsychologie – PD Dr. Christiane Papastefanou – WS 2002/2003 Untersuchtes Merkmal Diffuse Identität (keine Festlegung für Beruf oder Werte) Moratorium (gegenwärtige Auseinander- setzungen mit beruflichen oder sonstigen Wertfragen) Übernommene Identität (Festlegung auf Beruf oder Werte, die von den Eltern ausgewählt wurden) Erarbeitete Identität (Festlegung auf Beruf und Wert- positionen, die selbst ausgewählt wurden) Selbstwert- gefühl niedrighochniedrig (männl.) hoch (weibl.) hoch Autonomieextern kontrolliertinternale Kontrolleautoritärintern. Kontrolle Kognitiver Stilimpulsiv, extreme kogn. Komplexität reflexiv, kognitiv komplex impulsiv, kognitiv simpel reflexiv, kognitiv komplex Intimitätstereotype Beziehungen fähig zu tiefen Beziehungen stereotype Beziehungen fähig zu tiefen Beziehungen Soziale Interaktion zurückgezogen, fühlen sich von den Eltern nicht verstanden, hören auf Peers und Autoritäten frei, streben intensive Beziehungen an, wetteifern ruhig, wohlerzogen, glücklich zeigen nicht- defensive Stärke, können sich für andere ohne Eigennutz einsetzen

6 Einführung in die Entwicklungspsychologie – PD Dr. Christiane Papastefanou – WS 2002/2003 Selbst bzw. Selbstkonzept zwei Hauptkomponenten: 1.affektive Komponente: Selbstwertgefühl (self-esteem) und Selbstvertrauen (self-assurance) 2.kognitive Komponente: Wissen, das eine Person von sich hat und die Selbstwahrnehmung

7 Einführung in die Entwicklungspsychologie – PD Dr. Christiane Papastefanou – WS 2002/2003 Selbstwert und Selbstkonzept Allgemeines Selbstwertgefühl: Bewertung der eigenen Person Selbstkonzept: beschreibende Dimension Vier Bereiche: Schulische Leistungen Soziale Akzeptanz Aussehen Physische Fähigkeiten

8 Einführung in die Entwicklungspsychologie – PD Dr. Christiane Papastefanou – WS 2002/2003 Differenzierung der Selbstbeschreibung Konstruktion kontextspezifischer Selbsts Stärkere Trennung vom Realbild und Idealbild Trennung von authentischem und unauthentischem Selbst Lernen, sich aus der Sicht anderer zu sehen Einbeziehung der Zeitdimension (Pinquardt & Silbereisen, 2000)

9 Einführung in die Entwicklungspsychologie – PD Dr. Christiane Papastefanou – WS 2002/2003 Veränderungen des Selbst im Jugendalter Zunahme der Selbstbeschreibungen mit psychischen Begriffen Zunahme der Begründetheit der Selbstbeschreibung Zunahme der Differenziertheit der Selbstbeschreibung Zunahme der Organisiertheit der Selbstbeschreibung Zunahme der Abstraktheit der Selbstbeschreibung (nach Pinquardt & Silbereisen, 2000)

10 Einführung in die Entwicklungspsychologie – PD Dr. Christiane Papastefanou – WS 2002/2003 Einflussfaktoren auf die Selbstachtung Hormonelle Schwankungen Zunehmende Bedeutung von Gleichaltrigen Freiräume für die Lebensgestaltung Mangelnde Integration widersprüchlicher Informationen (nach Pinquardt & Silbereisen, 2000)

11 Einführung in die Entwicklungspsychologie – PD Dr. Christiane Papastefanou – WS 2002/2003 Definition von patchwork- Identität... durch geschickte Informationsaufnahme und -verarbeitung an verschiedenen Orten und zu verschiedenen Zeiten jeweils ein( e) andere( r) zu sein, d. h. sich flexibel an die einmaligen Erfordernisse von Situationen und Beziehungen anpassen können (Stork, 1995, S. 47)

12 Einführung in die Entwicklungspsychologie – PD Dr. Christiane Papastefanou – WS 2002/2003 Formen von Diffusion (Marcia, 1989) Entwicklungsdiffusion sorgenfreie Diffusion Störungsdiffusion kulturell adaptive Diffusion


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