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Ecoproduct for Youth Einführungsvortrag zu Nachhaltigkeit

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Präsentation zum Thema: "Ecoproduct for Youth Einführungsvortrag zu Nachhaltigkeit"—  Präsentation transkript:

1 Ecoproduct for Youth Einführungsvortrag zu Nachhaltigkeit
Sparkling Science Projekt Ecoproduct for Youth Entwicklung einer Methodik zur nachhaltigen Produktbewertung für Jugendliche DI Hesam Ostad Institut für Konstruktionswissenschaften Forschungsbereich ECODESIGN, TU Wien

2 Reden wir über Nachhaltigkeit: Was bedeutet Nachhaltigkeit eigentlich?

3 Die Welt, wie wir sie kennen…
Quelle:

4 Weltbevölkerung CHINA INDIEN
Quelle:

5 Steigender Bedarf in China und Indien
Bedarf an Primärenergie USA EUROPA JAPAN Steigender Bedarf in China und Indien Quelle:

6 Treibhausgasemissionen
USA EUROPA JAPAN Quelle:

7 20% der Weltbevölkerung verbraucht 80% der Ressourcen!

8 Ist Nachhaltigkeit ein „Phänomen“ unserer heutigen Zeit?

9 Historische Meilensteine
Hans Karl von Carlowitz ( ) 1713: „Anweisungen zur wilden Baumzucht“ “Nachhaltigkeit” bezeichnet die Bewirtschaftungsweise eines Waldes, bei welcher immer nur soviel Holz entnommen wird, wie nachwachsen kann - Der Wald kann sich immer regenerieren! Regenerierbare Ressourcen dürfen nur in dem Maße genutzt werden, wie Bestände natürlich nachwachsen Was aber, wenn der Bedarf an diesen Ressourcen (Bsp. Holz) weiter steigt?

10 Historische Meilensteine
Thomas Robert Malthus ( ), britischer Ökonom 1798: „An Essay on the Principles of population“ 1820: „Principles of Political Economy“ Zeitachse Wachstum Bevölkerung (exponentiell) Nahrungsmittelproduktion (linear)

11 Historische Meilensteine
Ab 1960: “Grüne Revolution” – Projekt der Weltbank Durch Mechanisierung und Kunstdünger wird die Nahrungsmittelproduktion um ein Vielfaches gesteigert. Jedoch sind die negativen Folgen: Entstehung von Monokulturen (Reduktion der Biodiversität) Anstieg des Wasserbedarfs Süßwasserverknappung, Wasserverschmutzung,…

12 Historische Meilensteine
Es tut sich was… 1972: “The Club of Rome” – die Grenzen des Wachstums (D. Meadows) 1987: Brundtland Report ”Our common Future” (Weltkommission für Umwelt und Entwicklung) 1992: Rio Konferenz und die AGENDA 21 UN-Milleniumsziele für das Jahr 2015

13 Gibt es denn genügend finanzielle Mittel für die Umsetzung dieser ehrgeizigen Ziele?

14 Konsum und Grundbedürfnisse
Produkt Ausgaben $ / Jahr Ausgewählte Grundbedürfnisse benötigte $ Make-up 18 Milliarden Gesundheitsfürsorge aller Frauen weltweit 12 Milliarden Tierfutter in Europa & USA 17 Milliarden Ausrottung von Hunger + Unterernährung weltweit 19 Milliarden Parfums 15 Milliarden Alphabetisierung weltweit 5 Milliarden Kreuzfahrten 14 Milliarden Sauberes Trinkwasser für alle weltweit 10 Milliarden Eiscreme in Europe 11 Milliarden Impfungen aller Kinder weltweit 1,3 Milliarden Quelle: [Worldwatch Institute, 2004]

15 erfolgen weltweit 1,3 Millionen Euro militärische Ausgaben
Jede Minute erfolgen weltweit 1,3 Millionen Euro militärische Ausgaben Quelle: [Stockholmer International Institut für Friedensforschung , 2001] 2007: 1,6 Millionen € / Minute – 45% der Ausgaben in den USA

16 sterben 3300 Menschen weltweit an Hunger und dessen Folgen
Jede Stunde sterben 3300 Menschen weltweit an Hunger und dessen Folgen Quelle [Caritas Österreich, 2006]

17 Nachhaltigkeit in meinem alltäglichen Leben
Motto: Global denken – lokal handeln

18 Ökologische Dimension der Nachhaltigkeit
Luftverschmutzung Waldsterben Wasserqualität Temperaturanstieg Rückgang der Gletscher in den Alpen Mehrung von Umweltkatastrophen (Wirbelstürme, Hochwasser, etc.)

19 New Orleans (USA) nach dem Wirbelsturm Katrina im Jahr 2005
Quelle: [NASA]

20 Quelle: [www.gletscherarchiv.de]
Gletscher „Pasterze“ Großglockner (3798m) 2000 1900 Quelle: [www.gletscherarchiv.de]

21 Müssen wir bereits Schnee konservieren?
2005

22 Nachhaltigkeit ist auch ein soziales Konzept und hat zu tun mit Lebensstilen
[R.Baud – ETHsustainability] Die heutigen Lebensstile werden dominiert von der heutigen Marktwirtschaft westlicher Prägung

23 Effizienter Lebensstil
Man muss nicht immer gleich verzichten Aber Verschwendung bedeutet nicht höhere Lebensqualität

24 Lebensmittel im Restmüll
Institut für Abfallwirtschaft, BOKU Wien (2008)

25 Luxus…

26

27 Verbrauch an elektrischer Energie in ausgewählten Ländern
0.022 Austria* Quelle: Worldwatch Institute, 2004 *Quelle: IEA, 2005

28 Nachts, so hell wie am Tag?
Quelle: [www. industrial-energy.lbl.gov]

29 Mit anderen Worten…. Würden alle Menschen heute so leben wie wir in Europa, bräuchten wir Ressourcen von 2,5 Planeten von der Qualität der Erde. Würden alle gar so leben wollen wie US-AmerikanerInnen, dann bräuchten wir mehr als 5 Planeten!

30 Wie spiegeln sich diese Aspekte in den Produkten, die ich kaufe?

31 Wusstet Ihr, dass… Für die Herstellung eines PC kg Materialien und Liter Wasser verbraucht werden? Jeans bis zu km um die Welt reisen bevor diese im Handel erworben werden können?

32 Die Weltreise einer Jeans – 50.000 km

33 Und wie kann ich die Nachhaltigkeit bzw
Und wie kann ich die Nachhaltigkeit bzw. die ökologischen Aspekte eines Produktes bewerten?

34 Umweltbewertung Wie kann Umweltbelastung gemessen werden?
Kein einzelner Wert, der Umweltbelastung ausdrücken kann Kombination verschiedener Parameter Energieverbrauch Materialverbrauch Anderer Ressourcenverbrauch z.B. Große Umweltauswirkung bei geringen Mengen Giftige Stoffe

35 Beispiel Energieverbrauch
Energieverbrauch während Anwendung (Betrieb, Stand-by, etc..)

36 Gibt es da noch mehr…? Denken in Lebenszyklen!
Auch die anderen Lebensphasen benötigen Energie Zusätzlich zur Energie in der Nutzung braucht man Energie …zur Gewinnung von Rohstoffen …zum Betreiben der Maschinen zur Herstellung …zum Transportieren von Teilen / Komponenten …zur Entsorgung „Graue Energie“

37 Beispiel: Getränkedose
Bauxitabbau in Australien, LKW zur Chemiefabrik 1 to Bauxit – ½ to Aluoxid Erztransport per Schiff (3Mo) nach Schweden/Norwegen (Wasserkrw.) 2 Mo in Metallhütte, ½ to Aluoxid – ¼ to Al in Barren (10x1m) 2 Wo aushärten – Transport ins Walzwerk (Schweden/DL) 500°C erhitzen, auswalzen – 10 to Rollen – Lagerhaus Kaltwalzwerk – auswalzen, Transport nach England Stanzen, Dosen ziehen, waschen, trocknen, Grundanstrich Lackieren, bördeln, Schutzschick innen, Lagern auf Paletten Abfüllanlage: waschen, befüllen (1500/min), verdeckeln, verpacken Vertrieb: Verkauf innerhalb von 3 Tagen Konsum: trinken (wenige min), Dose wegwerfen (1 sec) UK: 88 % Abfall, USA: 3/5 Al aus Roherz (Energie x 20) Quelle: [Rees/Wackernagel]

38 Energieinhalt von Aluminium
Für die Produktion von 1 kg Primäraluminium (Ausgangspunkt: Erzgewinnung) benötigt man 200 MJ-eq Für die Produktion von 1 kg Sekundäraluminium (Ausgangspunkt: Einzuschmelzende Aluminiumprodukte) benötigt man 10 MJ-eq Faktor 1/20 !

39 Strom als Produkt - Energiemix
Österreich: 58% Wasserkraft Frankreich: 79% Nuklear

40 Strom als Produkt Je nach Energiemix wird in verschiedenen Ländern verschieden viel graue Energie für Stromproduktion benötigt… z.B. Strom in: Österreich 1 kWh 6,3 MJ-eq Schweiz 8,1 MJ-eq 1 kWh Frankreich 12,3 MJ-eq 1 kWh

41 …und was heißt das? Stromproduktion Österreich: 6MJ-eq. / kWh (Energiemix!) Ersparnis von 190MJ = ca. 32 kWh (Sekundäraluminium statt Primäraluminium) Leistung: 65 W (bei Betrieb) 32 kWh = 490 Stunden Betrieb Plasma TV - Leistung: 495 W (bei Betrieb) 32 kWh = 65 Stunden Betrieb

42 …und noch was…! Bedarf an „grauer Energie“ kann viel höher sein
als Bedarf an Energie während der Nutzung Energiebedarf in der Nutzung = 0 Graue Energie

43 Wie kann man die besprochenen Aspekte in der Entwicklung von Produkten berücksichtigen?

44 Nachhaltige Produktentwicklung
Produktentwicklung, die Bedacht auf Umweltauswirkungen nimmt Umweltauswirkungen in allen Lebensphasen berücksichtigen Produktlebensphasen

45 Nachhaltige Produktentwicklung warum?
Ökologische Vorteile Umweltbelastungen reduzieren Verbrauch an nicht erneuerbaren Energien reduzieren Funktionierende Umwelt für zukünftige Generationen Ökonomische Vorteile Innovative Produkte Neue Kunden Kosten einsparen

46 Nachhaltige Produktentwicklung warum?
Gesellschaftliche Vorteile Sozial faire Bedingungen Sicherung von Arbeitsplätzen Wirtschaftliche Stabilität und somit Politische Stabilität

47 Was die Produktentwicklung beitragen kann
Ressourcenschonende Produktion Rezyklierbarkeit garantieren Stand-by Verbrauch von Geräten reduzieren Faire Produktion Reparierbarkeit ermöglichen

48 Woran erkenne ich nachhaltige Produkte bzw. Eco-Produkte?

49 Umweltzeichen - Beispiele
Blauer Engel Germany Nordic Swan Nordic countries EU Flower EU Eco Mark Japan

50 Fair Trade

51 Welche Indizien gibt es?
Herkunftsland – regionales Produkt? – Welcher Transport ist notwendig? Arbeitsbedingungen im Herstellerland Reparierbarkeit: ist Reparatur möglich oder muss ich neues Produkt kaufen? Recycling: Kann das Produkt rezykliert werden? Kann ich das Produkt aufrüsten? Aber auch Preis: wer zahlt die wirklichen Kosten für die niedrigen Kosten?

52 Wo kann ich sonst nachschauen?
Bedienungsanleitung - Informationen zu Umweltauswirkungen des Produktes Herstellerangaben Corporate Social Responsibility (CSR) Reports der Herstellfirmen Sonst: Umweltbewertung des Produktes


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