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Anatomie - Niere und ableitende Harnwege - Quellen: „Innere Medizin“, Weiße Reihe, Urban & Fischer, Band 4, 7. Auflage, 2oo2 „Der Mensch – Anatomie und.

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2 Anatomie - Niere und ableitende Harnwege - Quellen: „Innere Medizin“, Weiße Reihe, Urban & Fischer, Band 4, 7. Auflage, 2oo2 „Der Mensch – Anatomie und Physiologie“ Thieme Verlag, 3. Auflage, 2oo2 „HNO-Augenheilkunde, Dermatologie und Urologie für Pflegeberufe“, Thieme – Verlag, 2oo3 „Pflege Heute“, Urban & Fischer, 2. Auflage, 2oo1 KPS, PT, ET 67 Folien 3 dh Copyright © Dr.Weerts 2oo81

3 TOPOGRAFIE DER NIERE UND DER ABLEITENDENDEN HARNWEGE Copyright © Dr.Weerts 2oo82

4 Copyright © Dr.Weerts 2oo83 Topografie der Niere

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16 Aufgaben der Nieren und ableitenden Harnwege Harnsystem = Harnsystem  Harnproduktion (Nieren)  Harnausscheidung (Nierenbecken + ableitende Harnwege)  Aufrechterhaltung des inneren Milieus ( Blut pH)  Regulationsaufgaben  Lebenswichtige Organe  Ohne Behandlung  Tod durch Nierenversagen (Urämie) Copyright © Dr.Weerts 2oo815

17 Die wichtigsten Aufgaben der Nieren Ausscheidung von körpereigenen Stoffwechselendprodukten Ausscheidung von körpereigenen Stoffwechselendprodukten Ausscheidung von körperfremden Substanzen, Medikamenten und Umweltgiften Ausscheidung von körperfremden Substanzen, Medikamenten und Umweltgiften Regulation der Elektrolytkonzentration Regulation der Elektrolytkonzentration Regulation des Blutdrucks Regulation des Blutdrucks Konstanthaltung von Wasser und osmotischem Druck Konstanthaltung von Wasser und osmotischem Druck Aufrechterhaltung des Säure – Basen – Gleichgewichtes (pH- Wert) Aufrechterhaltung des Säure – Basen – Gleichgewichtes (pH- Wert) Bildung des Enzyms Renin (=> RR und Elektrolyte) Bildung des Enzyms Renin (=> RR und Elektrolyte) Bildung des Hormons Erythropoetin ( => Blutbildung) Bildung des Hormons Erythropoetin ( => Blutbildung) Umwandlung der Vorstufe des Vit. D in das Vitamin D ₃ Umwandlung der Vorstufe des Vit. D in das Vitamin D ₃ Copyright © Dr.Weerts 2oo816

18 Definition des Fachgebietes Niere Nephrologie = Teilgebiet der Inneren Medizin Behandlung von Nierenerkrankungen Urologie = fachärztliche Behandlung von Nierenerkrankungen und Störungen der ableitenden Harnwege + Störungen der männlichen Sexualorgane Copyright © Dr.Weerts 2oo817

19 Die Nieren Makroskopische Anatomie der Nieren Makroskopische Anatomie der Nieren Liegen links und rechts der Wirbelsäule Liegen links und rechts der Wirbelsäule Unter dem Zwerchfell Unter dem Zwerchfell Rot- braun Rot- braun 11 cm lang 11 cm lang 6 cm breit 6 cm breit 2.5 cm dick 2.5 cm dick 150 g schwer 150 g schwer Form einer großen Bohne Form einer großen Bohne Linke Niere: zwischen 11. BW und 2. LW Linke Niere: zwischen 11. BW und 2. LW Rechte Niere: 1 WK tiefer Rechte Niere: 1 WK tiefer Nieren + Nebennieren und Harnleiter liegen retroperitoneal Nieren + Nebennieren und Harnleiter liegen retroperitoneal Nierenhilus am medialen Innenrand, nischenförmige Vertiefung, Gefäße ( Nierenarterie + Nierenvene),Nerven, Lymphgefäße und Ureter (Harnleiter) Nierenhilus am medialen Innenrand, nischenförmige Vertiefung, Gefäße ( Nierenarterie + Nierenvene),Nerven, Lymphgefäße und Ureter (Harnleiter) Nierenkapsel Bindegwebshülle, darum herum dickes Fettpolster = Nierenlager Nierenkapsel Bindegwebshülle, darum herum dickes Fettpolster = Nierenlager Copyright © Dr.Weerts 2oo818

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21 Der innere Nieren- Aufbau 3 Zonen im Längsschnitt Nierenbecken liegt im Inneren, Sammelbecken für den Urin Nierenbecken liegt im Inneren, Sammelbecken für den Urin Nierenmark mittlerer Bereich um das Nierenbecken herum, enthält das Tubulussystem (Harnkanälchen) Nierenmark mittlerer Bereich um das Nierenbecken herum, enthält das Tubulussystem (Harnkanälchen) Nierenrinde ganz außen, enthält die Glomerula (Nierenkörperchen) Nierenrinde ganz außen, enthält die Glomerula (Nierenkörperchen) Columnae renales Ausläufer der Rinde, die zum Nierenbecken ziehen Columnae renales Ausläufer der Rinde, die zum Nierenbecken ziehen Markpyramiden Gliederung der Markschicht in mehrere Lappen Markpyramiden Gliederung der Markschicht in mehrere Lappen Nierenpapillen Spitzen der Markpyramiden, ragen in das Nierenbecken hinein Nierenpapillen Spitzen der Markpyramiden, ragen in das Nierenbecken hinein Markstrahlen Fortsetzung des Markes in Richtung Rinde nach oben Markstrahlen Fortsetzung des Markes in Richtung Rinde nach oben Nierenkelchsystem Teil des Nierenbeckens in den die Nierenpapillen münden Nierenkelchsystem Teil des Nierenbeckens in den die Nierenpapillen münden Copyright © Dr.Weerts 2oo820

22 Copyright © Dr.Weerts 2oo821

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24 Die Blutversorgung der Nieren Niere entfernt Stoffwechsel- Endprodukte („Schlacken“) aus dem Blut Niere entfernt Stoffwechsel- Endprodukte („Schlacken“) aus dem Blut Reguliert den Wasser und Elektrolythaushalt Reguliert den Wasser und Elektrolythaushalt Niere enthält ein kompliziertes Gefäßsystem Niere enthält ein kompliziertes Gefäßsystem A. renalis entspringt aus der Bauchaorta A. renalis entspringt aus der Bauchaorta Zwischenlappenarterien ziehen vom Nierenbecken in Richtung Rinde zwischen den einzelnen Lappen Zwischenlappenarterien ziehen vom Nierenbecken in Richtung Rinde zwischen den einzelnen Lappen Bogenarterien verbinden die einzelnen ZWLA miteinander Bogenarterien verbinden die einzelnen ZWLA miteinander Zwischenläppchenarterien ziehen zur Nierenkapsel, von diesen ziehen kleine Arteriolen zu den Zwischenläppchenarterien ziehen zur Nierenkapsel, von diesen ziehen kleine Arteriolen zu den Glomerula ( Glomerulum = Nierenkörperchen) hier entsteht der Primärharn als Filtrat des Glomerulum Glomerula ( Glomerulum = Nierenkörperchen) hier entsteht der Primärharn als Filtrat des Glomerulum Anzahl der Glomerula in jeder Niere = 1 Mio. !! Anzahl der Glomerula in jeder Niere = 1 Mio. !! Copyright © Dr.Weerts 2oo823

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26 Das Wundernetz der Nierengefäße Vas afferens zuführendes arterielles Gefäß (Arteriole), zieht zum Nierenkörperchen => Vas afferens zuführendes arterielles Gefäß (Arteriole), zieht zum Nierenkörperchen => Glomerulumschlingen knäuelartiges arterielles Gefäßsystem im Nierenkörperchen => Glomerulumschlingen knäuelartiges arterielles Gefäßsystem im Nierenkörperchen => Vas efferens ableitendes Gefäß, verlässt das Nierenkörperchen, kein venöses Gefäß Vas efferens ableitendes Gefäß, verlässt das Nierenkörperchen, kein venöses Gefäß Mündet in ein „Wundernetz“ ein zweites Kapillarsystem, das den Tubulussytem umgibt. Hier wird der Primärharn – das Ultrafiltrat der Glomerula – in einem verzweigten Röhrensystem in den Sekundärharn umgewandelt. Mündet in ein „Wundernetz“ ein zweites Kapillarsystem, das den Tubulussytem umgibt. Hier wird der Primärharn – das Ultrafiltrat der Glomerula – in einem verzweigten Röhrensystem in den Sekundärharn umgewandelt Copyright © Dr.Weerts 2oo825

27 DasNephron ist die kleinste Funktions- und Baueinheit der Niere ! Das Nephron ist die kleinste Funktions- und Baueinheit der Niere ! Besteht aus Glomerulum Glomerulum und Tubulussystem Tubulussystem Glomerulum Glomerulum produziert als Ultrafiltrat des Gefäßknäuels den Primärharn Primärharn Tubulussystem Im Tubulussystem wird der Primarharn durch Rückresorption von Wasser und Elektrolyten in das umgebende kapillare „Wundernetz“ zum Sekundärharn Sekundärharn umgewandelt Copyright © Dr.Weerts 2oo826

28 Copyright © Dr.Weerts 2oo827 Längsschnitte Niere

29 Copyright © Dr.Weerts 2oo828 Glomerulum Vas afferens Vas efferens Bowman´sche Kapsel Beginn Tubulus

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34 Copyright © Dr.Weerts 2oo833 Glomerulum und Tubulus- System der Niere

35 Copyright © Dr.Weerts 2oo834 WandaufbauUreter

36 Copyright © Dr.Weerts 2oo835 TopografieHarnblaseMann

37 Copyright © Dr.Weerts 2oo836 TopografieHarnblaseFrau

38 Copyright © Dr.Weerts 2oo837 Harnblase Wandaufbau und Schleimhaut

39 Copyright © Dr.Weerts 2oo838 HarnröhreMann

40 Die Produktion des Glomerulumfiltrats (Primärharn) Glomerulum = Blutgefäßknäuel + Bowman- Kapsel umgebende Bindegewebskapsel Glomerulum = Blutgefäßknäuel + Bowman- Kapsel umgebende Bindegewebskapsel Äußeres und inneres Blatt der Bowman- Kapsel umschließen den Raum in den durch eine dünne Membran des kapillaren Gefäßendothels als Filtrat des Blutplasmas - der Primärharn- „abgepresst“ wird Äußeres und inneres Blatt der Bowman- Kapsel umschließen den Raum in den durch eine dünne Membran des kapillaren Gefäßendothels als Filtrat des Blutplasmas - der Primärharn- „abgepresst“ wird Menge des Primärharns 150 – 180 Liter/Tag Menge des Primärharns 150 – 180 Liter/Tag ( „ 1 Badewanne voll“ ) Copyright © Dr.Weerts 2oo839

41 Gefäßpol des Glomerulum Harnpol des Nierenkörperchen Vas afferens und Vas efferens liegen im oberen Teil des Nierenkörperchens in Richtung Nierenrinde = Gefäßpol Vas afferens und Vas efferens liegen im oberen Teil des Nierenkörperchens in Richtung Nierenrinde = Gefäßpol Im unteren Teil des Glomerulum geht der Kapselraum der Bowman´schen Kapsel (enthält den Primärharn!) in den distalen Tubulus über = Harnpol Im unteren Teil des Glomerulum geht der Kapselraum der Bowman´schen Kapsel (enthält den Primärharn!) in den distalen Tubulus über = Harnpol Copyright © Dr.Weerts 2oo840

42 Aufbau und Gliederung des Tubulusapparates und Lage des juxtaglomerulären Apparates Proximaler Tubulus Proximaler Tubulus Intermediärer Tubulus (= Henle´sche Schleife) Intermediärer Tubulus (= Henle´sche Schleife) Distaler Tubulus Distaler Tubulus Sammelrohr hier wirkt das Adiuretin ein Hormon der Hypophyse, das die Rückresorption des Wassers steuert Sammelrohr hier wirkt das Adiuretin ein Hormon der Hypophyse, das die Rückresorption des Wassers steuert Juxtaglomerulärer Apparat Teil des distalen Tubulus, liegt in der Nähe des Vas afferens + Vas efferens am Gefäßpol des Glomerulum, enthält besondere Zellen = MACULA DENSA (messen den Elektrolytgehalt des Harns) und die EPITHELOIDZELLEN (produzieren das Gewebshormon Renin) Juxtaglomerulärer Apparat Teil des distalen Tubulus, liegt in der Nähe des Vas afferens + Vas efferens am Gefäßpol des Glomerulum, enthält besondere Zellen = MACULA DENSA (messen den Elektrolytgehalt des Harns) und die EPITHELOIDZELLEN (produzieren das Gewebshormon Renin) Copyright © Dr.Weerts 2oo841

43 Die ableitenden Harnwege Makroskopische Anatomie 1.Nierenbecken (Pyelon) 2.Harnleiter ( Ureter) 3.Harnblase (Vesica urinaria) 4.Harnröhre (Urethra) Mikroskopische Anatomie Übergangsepithel erlaubt Anpassung an das Volumen der Organe Übergangsepithel erlaubt Anpassung an das Volumen der Organe glatte Muskelfasern in der Wand des Nierenbeckens, sorgen für Abtransport des Urins in den Harnleiter glatte Muskelfasern in der Wand des Nierenbeckens, sorgen für Abtransport des Urins in den Harnleiter Copyright © Dr.Weerts 2oo842

44 Die Harnleiter 30 cm lang 30 cm lang 2.5 mm dick 2.5 mm dick retroperitoneal retroperitoneal ziehen zum kleinen Becken ziehen zum kleinen Becken münden in die Harnblase münden in die Harnblase Copyright © Dr.Weerts 2oo843 Einmündungsstelle der Ureteren in die Harnblase wirkt wie ein Ventil, um Rückfluss (Reflux) des Blasenurins in die Ureteren zu verhindern

45 Die Harnblase und die Harnröhre Harnblase M. detrusor Wandmuskulatur aus Geflecht aus glatten Muskelfasern (M. detrusor) Blasenschleimhaut deutlich gefaltet ( Volumenanpassung) Lage hinter dem Schambein und der Symphyse Dach der Blase von Peritoneum bedeckt Dorsale Teil der Blase grenzt beim Mann => Rektum Frau => Uterus und Vagina Blasendreieck Blasendreieck (Trigonum vesicae) Mündungsstelle der beiden Ureteren Harnröhre M. sphinkter internus Schließmuskel am Blasenübergang in die Harnröhre M. sphinkter internus Schließmuskel am Blasenübergang in die Harnröhre M. sphinkter externus Schließmuskel am äußeren Ausgang der Harnröhre M. sphinkter externus Schließmuskel am äußeren Ausgang der Harnröhre Die Miktion (Blasenentleerung) Maximales Blasenvolumen 800 ml Maximales Blasenvolumen 800 ml Miktionsdrang bereits ab 350 ml Miktionsdrang bereits ab 350 ml Willkürlich auslösbarer Vorgang Willkürlich auslösbarer Vorgang Zusammenspiel der 3 Muskeln Zusammenspiel der 3 Muskeln Positiver Rückkoppelungsmechanismus Positiver Rückkoppelungsmechanismus  Dehnungsrezeptoren in der Blasenwand  Afferente Nervenfasern  Miktionszentrum im Mittelhirn (Brücke)  Efferente Nervenfasern  Vegetatives Zentrum im Sakralmark  Blasenmuskeln  Auslösung des Blasenentleerungsreflexes Copyright © Dr.Weerts 2oo844

46 Die Nierenfunktion Physiologie der Niere Copyright © Dr.Weerts 2oo845

47 Die Nierenfunktion Wie ist es möglich, dass in der Bowman´schen Kapsel aus dem Blut der Primärharn abgepresst wird? Blutdruck in den Kapillarschlingen des Glomerulum = 50 mm Hg Blutdruck in den Kapillarschlingen des Glomerulum = 50 mm Hg Kolloidosmotischer Druck (hängt vom Bluteiweißgehalt ab) im Blutplasma = 25 mm Hg Kolloidosmotischer Druck (hängt vom Bluteiweißgehalt ab) im Blutplasma = 25 mm Hg Hydrostatischer Druck in dem Kapselraum der Bowman´schen Kapsel = 17 mm Hg Hydrostatischer Druck in dem Kapselraum der Bowman´schen Kapsel = 17 mm Hg Filterdruck, mit dem der Primärharn im Glomerulum aus dem Blut „abgepresst“ wird Filterdruck, mit dem der Primärharn im Glomerulum aus dem Blut „abgepresst“ wird = glomerulärer Filtrationsdruck = 8 mm Hg = glomerulärer Filtrationsdruck = 8 mm Hg Glomerulärer Blutdruck = 50 Glomerulärer Blutdruck = 50 minus kolloidosmotischer Druck im Blutplasma = 25 minus kolloidosmotischer Druck im Blutplasma = 25 minus - hydrostatischer Druck in der Bowman – Kapsel = 17 minus - hydrostatischer Druck in der Bowman – Kapsel = 17 = glomerulärer Filtrationsdruck = 8 mm Hg = glomerulärer Filtrationsdruck = 8 mm Hg Glomeruläre Filtrationsrate (GFR) = Gesamtfiltratmenge an Primärharn die von allen Glomerula der Nieren pro Zeiteinheit filtriert wird Glomeruläre Filtrationsrate (GFR) = Gesamtfiltratmenge an Primärharn die von allen Glomerula der Nieren pro Zeiteinheit filtriert wird Beim Erwachsenen = 120 ml / min = 180 Liter täglich = Menge des Primärharns Beim Erwachsenen = 120 ml / min = 180 Liter täglich = Menge des Primärharns Copyright © Dr.Weerts 2oo846

48 Die Autoregulation der Nierendurchblutung und der glomerulären Filtration Durchblutung beider Nieren = 20% des Herzminutenvolumens Durchblutung beider Nieren = 20% des Herzminutenvolumens = 1Liter / min = Liter täglich Blutdruck (RR) in den Glomerulumschlingen und Durchblutung müssen konstant gehalten werden Blutdruck (RR) in den Glomerulumschlingen und Durchblutung müssen konstant gehalten werden =>Zu niedriger glomerulärer Filtrationsdruck  zu niedrige Urinproduktion  Nierenversagen Autoregulation der Nierendurchblutung und der Glomerulumschlingen erfolgt durch Autoregulation der Nierendurchblutung und der Glomerulumschlingen erfolgt durch Vas afferens und Vas efferens Vas afferens und Vas efferens Gefäßweite wird durch die glatte Muskulatur reguliert Gefäßweite wird durch die glatte Muskulatur reguliert Versagen der Autoregulation bei zu hohem RR (über 190 mm Hg) Versagen der Autoregulation bei zu hohem RR (über 190 mm Hg) Versagen auch bei zu niedrigem RR ( unter 70 mm Hg) Versagen auch bei zu niedrigem RR ( unter 70 mm Hg)  Akutes Nierenversagen  Oligurie/ Anurie Copyright © Dr.Weerts 2oo847

49 Funktion des Tubulussystems Primärharn (Filtrat des Glomerulum) wird durch Rückresorption im Tubulussystems zum Sekundarharn ! Primärharn (Filtrat des Glomerulum) wird durch Rückresorption im Tubulussystems zum Sekundarharn ! Menge des Primärharns 180 Liter/täglich Menge des Primärharns 180 Liter/täglich Menge des Sekundärharns 1.5 Liter/täglich Menge des Sekundärharns 1.5 Liter/täglich Na, K, Ca, Cl, Bikarbonat Na, K, Ca, Cl, Bikarbonat Wasser (folgt den Ionen passiv nach) Wasser (folgt den Ionen passiv nach) Aminosäuren Aminosäuren Glukose Glukose Die Rückresorption von Wasser im Tubulus wird gesteuert von zwei Hormonen Die Rückresorption von Wasser im Tubulus wird gesteuert von zwei Hormonen Aldosteron Nebennierenrinde (NNR) Aldosteron Nebennierenrinde (NNR) Antidiuretisches Hormon (ADH) Hypophysen – Hinterlappen (HHL) Antidiuretisches Hormon (ADH) Hypophysen – Hinterlappen (HHL) Copyright © Dr.Weerts 2oo848

50 Die Niere als endokrines Organ Die Niere bildet 2 Hormone 1.Renin Wird im juxtaglomerulären Apparat des Glomerulum gebildet Wird im juxtaglomerulären Apparat des Glomerulum gebildet Bei Minderdurchblutung => vermehrte Ausschüttung Bei Minderdurchblutung => vermehrte Ausschüttung Z. B. Nierenarterienstenose oder RR- Abfall im Schock Z. B. Nierenarterienstenose oder RR- Abfall im Schock Renin – Angiotensin – Aldosteron Mechanismus = Regulierung von Blutdruck, Natrium – Haushalt und Nierendurchblutung 2. Erythropoetin bei Sauerstoffmangel vermehrt ausgeschüttet bei Sauerstoffmangel vermehrt ausgeschüttet Steigert die Erythrozyten- Neubildung (Erythropoese) im Knochenmark Steigert die Erythrozyten- Neubildung (Erythropoese) im Knochenmark Z.B. Höhenanpassung Z.B. Höhenanpassung Erythropoetin ist ein Dopingmittel Erythropoetin ist ein Dopingmittel Copyright © Dr.Weerts 2oo849

51 Der menschliche Wasserhaushalt Copyright © Dr.Weerts 2oo850

52 70% des Körpergewichtes ist Wasser schwankt bei Alter und Geschlecht Wo ist das Wasser? 60% intrazellulär 40% extrazellulär (im interstitiellen Gewebe) 7.5% im Blut ausgeglichene Wasserbilanz wichtig für  körperliche Leistung  geistige Leistung kontinuierliche Regulation wichtig sonst  Dehydration (Austrocknung) oder  Hyperhydratation = Ödeme (Überwässerung) Copyright © Dr.Weerts 2oo851

53 Wie und wo erfolgt die Regulation im Wasserhaushalt………? Flüssigkeitsbilanzierung und Wasserein- und ausfuhr im Tubulussystem der Niere hier Rückresorption von Wasser abhängig von  Außentemperatur  körperl. Belastung  Ernährung Steuerung durch das Hormon Adiuretin (HHL) Flüssigkeitsbilanzierung wichtig für gesunde, aber auch besonders für Kranke Berechnung und Messung von Einfuhr und Ausfuhr ausgeglichene Bilanz (Einfuhr = Ausfuhr) negative Bilanz (zu viel Ausscheidung) positive Bilanz ( zu viel Einfuhr) Wasserein- und –ausfuhr direkte Einfuhr  Trinken  Infusionen indirekte Einfuhr  wasserhaltige feste Nahrungsmittel normale Einfuhrmengen  2 Liter/täglich (gesunder Mensch, keine körperl. Arbeit) ml durch Getränke ml durch feste Nahrung ml Oxydationswasser aus Stoffwechsel- Abbauvorgängen: 1 g Kohlenhydrate = o.6 ml 1 g Fett = 1ml 1 g Eiweiß = 0.4 ml normale Ausscheidungsmengen ml durch Urin 200 ml über den Darm 300 ml über Haut (Verdampfung und Schwitzen) 500 ml befeuchtete Ausatemluft Copyright © Dr.Weerts 2oo852

54 Wie kann man den Wasserhaushalt am besten überwachen…….? durch den Hydratationszustand! Der Wassergehalt des Körpers entspricht in etwa dem Blutdruck in den großen Venen! zentraler Venendruck ZVD wird mit zentralem Venenkatheter gemessen (1-2 cm vor dem re. Vorhof in der oberen Hohlvene) beste Methode zur Überwachung  Volumendefizit  Volumenüberlastung  Überwachung einer Infusionstherapie normaler ZVD = 3 – 7 cm H 2 O (Wassersäule) Copyright © Dr.Weerts 2oo853

55 Überwässerung und Unterwässerung Überwässerung (Hyperhydratation) „Volumenüberlastung“ häufig durch zu intensive Infusionstherapie gefährlich bei Alten und Herzinsuffizienz  Rückstau des Blutes vor dem re. Herzen  RR Anstieg  Serum tritt durch die Gefäße in das Gewebe  Ödeme vorübergehende Überwässerung beim Trinken löst Gegenregulation (Urinausscheidung) aus Wie funktioniert diese Gegenregulation?? 2 Möglichkeiten: 1. Volumen- und Osmorezeptoren in den Gefäßwänden  Meldung Volumenüberangebot  Gehirn  Bremsung Adiuretin- Ausscheidung im HHL  vermehrte Urinausscheidung 2.Volumenüberangebot im Gefäßsystem  Steigerung der Nierendurchblutung  vermehrte Urinausscheidung Unterwässerung (Dehydratation) „Volumendefizit“ durch verminderte Flüssigkeitsaufnahme durch vermehrtes Schwitzen starkes Durstgefühl entsteht bei Wasserdefizit von ca. 2 Liter Symptome des Wassermangels trockene Schleimhäute rissige Zunge Hautfalten bleiben stehen Schwäche Kreislaufsymptome (Tachykardie, Niedriger RR, kollabierte Halsvenen) Oligurie dunkler, hochkonzentrierter Urin Bewußtseinseintrübung Fieber Dehydratation kann zum Nierenversagen führen! Häufig ist die Unterwässerung auch mit einem Elektrolytverlust verbunden! (Wasser ist das Lösungs- und Transportmittel für Elektrolyte!) Copyright © Dr.Weerts 2oo854

56 Der Elektrolyt- Haushalt Copyright © Dr.Weerts 2oo855

57 Es gibt 7 wichtige Elektrolyte ( Spurenelemente, Mineralstoffe) im menschlichen Organismus Natrium (Na +) im Extrazellulärraum, regelt dort den osmotischen Druck Kalium (K + ) im Intrazellulärraum, wichtig für die Übertragung der Erregung im Nervensystem und am Herzen, hilft beim Insulintransport in die Zelle Calcium (Ca ++ ) Aufbau von Knochen und Zähnen, Erregungsübertragung im Nervensystem, Muskelkontraktion Magnesium (Mg ++ ) Erregungsübertragung am Muskel Chlorid (Cl - ) im Extrazellulärraum, regelt den osmotischen Druck Phosphat (PO ) Baustein von ATP, der Zellmembran, Knochen Copyright © Dr.Weerts 2oo856

58 Mittelwerte der Elektrolyte beim Gesunden Na 140 mmol/l K 4 mmol/l Ca 2.4 mmol/l Mg 0.9 mmol/l Cl 102 mmol/l PO mmol/l Copyright © Dr.Weerts 2oo857

59 Störungen im Natrium- und Wasserhaushalt Hypernatriämie „zuviel Na“ hypertone Dehydratation = zu viel Na + zu wenig Wasser Ursachen häufigste Störung fehlender Durstreiz (Kinder, Alte, Schwerkranke), Diabetes insipidus (Mangel an Adiuretin) Therapie viel Trinken Infusion mit 5% Glukose hypertone Hyperhydratation = zu viel Na + zu viel Wasser Ursache meist bei falscher Infusionstherapie Therapie wenig Trinken Diuretika Flüssigkeitszufuhr bilanziert einschränken Hyponatriämie „zu wenig Na“ Ursachen zuviel Diuretika Nierenerkrankungen starkes Erbrechen, Durchfälle hypotone Dehydratation zu wenig Na + zu wenig Wasser Ursachen bei allen Wassermangelzuständen Therapie viel Trinken über zentralen Venenkatheter konzentrierte NaCl – Lösung (langsam!) bilanzierte Wasserzufuhr hypotone Hyperhydratation zu wenig Na + zu viel Wasser Ursachen zu geringe Urinproduktion bei Nierenerkrankungen Leberzirrhose Herzinsuffizienz Therapie Einschränkung der Wasserzufuhr Trinkmenge  o.5 – 1 L/Tag + Diuretika Copyright © Dr.Weerts 2oo858

60 Störungen im Kaliumhaushalt Hypokaliämie (Kaliummangel) und Hyperkaliämie (Kaliumüberschuss) führen zu  Störungen der Erregbarkeit der quergestreiften und glatten Muskulatur Symptome Herzrhythmusstörungen (u.U. Herzstillstand bei Hyperkaliämie) Muskelschwäche Lähmungen der Muskulatur Obstipation Hypokaliämie Ursachen Obstipation Missbrauch von Abführmitteln Erbrechen + Durchfälle Hormonstörungen Cortison – Therapie Therapie Kalium oral (Kalinor®) oder vorsichtig i.v. K – reiche Kost (Banane) Hyperkaliämie Ursachen meist als Folge von akuter/chron. Niereninsuffizienz post Op. Azidose Trauma Symptome Kribbeln auf der Haut Herzrhythmusstörungen bis zum Herzstillstand Lähmungen Therapie Diuretika Dialyse Ca - Gabe Copyright © Dr.Weerts 2oo859

61 Störungen im Kalziumhaushalt Die hormonelle Regulation des Kalziumhaushaltshaushaltes Ca – und Phosphat Regulation sind eng miteinander verkoppelt! 2 Hormone regeln den Ca – Haushalt Schilddrüse  Calcitonin Nebenschilddrüse  Parathormon Die Ca- und Phosphatausscheidung Wirkung von Calcitonin hemmt Ca – Rückresorption in der Niere Wirkung von Parathormon fördert Ca – Rückresorption in der Niere hemmt die Phosphat – Rückresorption in der Niere Hypokalzämie Ursachen hormonelle Störungen Diuretika – Gabe Therapie Ca – reiche Kost Ca oral ggfs. i.v. Symptome akuter Ca – Mangel psychisch verursachte Hyperventilation  Alkalose im Blut  Hyperventilationstetanie mit Muskelzittern, Krämpfen und Kollapsneigung chron. Ca – mangel Osteoporose! Hyperkalzämie Ursachen meist Überfunktion der Nebenschilddrüse auch bei Ca. (Knochen) Symptome vermehrte Urinproduktion (Polyurie) Gefahr des Volumenmangels Bewusstseinsstörungen psychische Störungen Herzrhythmusstörungen Therapie der Grundkrankheit + Ca –arme Diät Copyright © Dr.Weerts 2oo860

62 Störungen im Magnesium-, Chlorid- und Phosphathaushalt Magnesiumhaushalt Hypomagnesiämie (Mg – Mangel) häufig gleichzeitig Ca – Mangel Ursachen in der Schwangerschaft bei Stoffwechselstörungen bei Mangel-/Fehlernährung Resorptionsstörungen des Darmes Symptome gesteigerte muskuläre Erregbarkeit Wadenkrämpfe Herzrhythmusstörungen Störungen des Wachstums des Foeten Hypermagnesiämie (zu viel Mg) bei Niereninsuffizienz Chloridhaushalt Chloridmangel bei massivem Erbrechen von Magensäure Infusionstherapie Phosphathaushalt Hypophosphatämie ( Phosphat -Mangel) bei Nierenerkrankungen Alkoholismus Mangel-/Fehlernährung Resorptionsstörungen des Darmes bei Sepsis Hyperphosphatämie ( zu viel Phosphat) bei Hormonstörungen Nierenkrankheiten besonderen Grunderkrankungen Copyright © Dr.Weerts 2oo861

63 Der Säure- Basen- Haushalt Copyright © Dr.Weerts 2oo862

64 Der Blut – pH – Wert Der Blut – pH und seine Konstanthaltung Normalwert  7.4 (leicht alkalisch) pH muss in einem Bereich von 7.36  7.44 konstant gehalten werden! Azidose = pH < 7.36 Alkalose = pH > 7.44 Für die Aufrechterhaltung eines konstanten pH – Werts sorgen 1.das Blut 2.die Atmung 3.die Niere durch Pufferungssysteme 1.Bikarbonat – Puffer 2.Eiweiß – Puffer 3.Hämoglobin - Puffer Wie funktioniert diese Pufferung im menschlichen Körper….? alle Stoffwechselvorgänge laufen pH – abhängig ab bei allen Stoffwechselvorgängen entstehen Säuren als Stoffwechselendprodukte Säuren werden an Puffer gebunden Säuren werden im Blut durch Puffer in H 2 O und CO 2 zerlegt Ausscheidung von CO 2 über die Atmung/Niere Wichtigster Puffer ist der Bikarbonat – Puffer! bindet 75% der Säuren im Blut! Copyright © Dr.Weerts 2oo863

65 Metabolische Azidose Überschuss von Säuren Ursache liegt im Stoffwechsel (=Metabolismus) Beispiel „diabetisches Koma“ = ketoazidotisches Koma Anfall von vielen Säuren  Azidose Wie ist das zu erklären…..? bei Erhöhung des Blutzuckerspiegels (durch Insulinmangel)  Energiegewinnung durch Verbrennung von Fettsäuren (Lipolyse)  Entstehung von freien Fettsäuren (sog. Ketonkörpern)  Übersäuerung des Blutes Gegenregulation bei Azidose verstärkte Atmung (wichtigste Form des Säurenausgleichs) vermehrte Nierenausscheidung Copyright © Dr.Weerts 2oo864

66 Metabolische Alkalose bei vermehrtem Erbrechen Verlust von Wasser und Cl aus dem Magensaft Regulation nur bedingt durch Verlangsamung der Atmung möglich Ausgleich nur durch Infusionstherapie möglich Copyright © Dr.Weerts 2oo865

67 Respiratorische Azidose Abatmung von CO 2 vermindert Anhäufung von Säuren im Blut Ursachen Atemdepression (z. B. medikamentös) Lungenfunktionsstörungen Schock Trauma Symptome Zyanose Dyspnoe Therapie Stützung der Atmung bei pH < 7.2  Intensivstation + Beatmung Copyright © Dr.Weerts 2oo866

68 Respiratorische Alkalose Abatmung von CO 2 vermehrt (Hyperventilation) Mangel an Säuren im Blut oft gleichzeitig Ca – Mangel im Blut Ursachen Überreizung des Atemzentrums bei psycho- vegetativen Störungen Fieber Schädelhirntrauma Meningitis Enzephalitis Leberzirrhose Sepsis Therapie Ausgleich durch Infusionstherapie Copyright © Dr.Weerts 2oo867

69 Häufige Ursachen von pH – Verschiebungen im Körper Azidose (pH < 7.36) 1. metabolische Ursachen diabetisches Koma Niereninsuffizienz Schock Durchfälle 2. respiratorische Ursachen Hypoventilation Alkalose (pH > 7.44) 1. metabolische Ursachen Säureverluste durch Erbrechen Diuretikatherapie 2. respiratorische Ursachen Hyperventilation Fieber Copyright © Dr.Weerts 2oo868

70 Krankheiten der Nieren und ableitenden Harnwege Copyright © Dr.Weerts 2oo869

71 Harnwegsinfekte akute Zystitis – meist mit Urethritis – Aszension von Keimen, bes. E. coli – Kindesalter – Frauen – Männer im Alter chron. Zystitis – meist mit aufsteigender Infektion in das Nierenbecken als Cystopyelitis Ursachen – häufiger Geschlechtsverkehr („honeymoon- Cystitis“) – Schwangerschaft – Harnabflussstörungen (BPH= benigne Prostatahypertrophie) – Stoffwechselstörungen (Diabetes) – Durchnässung, Unterkühlung – Katheter Symptome – Pollakisurie – Dysurie – kein Fieber, kein Flankenschmerz – Urinbefund (Leuco, Ery, Bakt,) Therapie – Antibiotika – Wärme – reichlich Flüssigkeit Copyright © Dr.Weerts 2oo870

72 Pyelonephritis akute Pyelonephritis – bakt. Entzündung des Nierenbeckens und des Nierengewebes – Frauen – in Schwangerschaft – bei Nierensteinen Symptome – Flankenschmerz – Druckschmerz im Nierenlager – Fieber, Schüttelfrost Diagnose – Entzündungsparameter im Blut erhöht – Sonografie – Urografie Therapie – Beseitigung Ursache – Bettruhe – Antibiotika – Fiebersenkung – Analgesie chron. Pyelonephritis – chron. bakt. Entzündung mit – narbiger Deformierung des Nierenbeckens Ursachen – chron. Abflussbehinderung (BPH, Stein) – vesiko- urethraler Reflux Rückfluss von Urin aus der Blase in den Ureter bei Kindern bei anatomischen Besonderheiten Symptome – uncharakteristische Allgemein- Symptome Kopfschmerzen, Müdigkeit, Übelkeit, kg- Abnahme – Hypertonie – Anämie Diagnose – Urinbefund – Entzündungsparameter im Blut erhöht – Sonografie Therapie – gezielte Antibiose – Beseitigung von evtl. Abflusshindernissen Copyright © Dr.Weerts 2oo871

73 Nephrolithiasis (Nierensteinleiden) – 5% der Bevölkerung – Männer Lokalisation – Nierenkelche – Nierenbecken (Ausgussstein) Steinarten – Ca- Steine 80% – Harnsäure (Urat) - Steine 15% – Magnesiumphosphat- Steine 4% – Zystin- Steine 1% Ursachen – erhöhter Harnsäurespiegel – erhöhter Calciumspiegel – Harnstauung – Harnwegsinfekte – Dursten – kg- Abnahme – saurer Urin  Uratsteine – alkalischer Urin  Phosphatsteine Copyright © Dr.Weerts 2oo872

74 Symptome – Nieren/- Ureterkolik heftigster, kolikartiger Flankenschmerz Übelkeit, Brechreiz akute Obstipation Hämaturie Komplikationen – Infektionen Pyelonephritis Urosepsis – Harnaufstau mit „Wasserniere“ und erweitertem Nierenbecken = Hydronephrose Prophylaxe – reichlich Trinken – Ansäuern des Harns bei Phosphatstein – Alkalisierung des Harns bei Uratstein Diagnose – Sonografie – Nieren- Leeraufnahme – i.v. Urogramm – CT Therapie – bei akuter Steinkolik reichlich Trinken Spasmolytika + Analgetika Treppensteigen Spontanabgang des Steines 75% sonst – ESWL = extrakorporale Stoßwellen- Zertrümmerung – Retrograde Entfernung mit der Schlinge – Op. (selten nötig) Copyright © Dr.Weerts 2oo873

75 Benigne Prostatahyperplasie (BPH) Definition „gutartige Vergrößerung der Prostata“ Häufigkeit Häufigste Ursache männlicher Blasenentleerungsstörungen 50% aller Männer über 65 J. Nur 25% haben Symptome! Ursache eigentliche Ursache ist unklar Therapie Medikamentös: Phytotherapie bei Entzündungen und Miktionsstörungen Alpharezeptorenblocker bei Blasenentleerungsstörungen Op. Therapie (Transurethrale Resektion) Symptome Blasenentleerungsstörungen „Stottern“ Pollakisurie Nykturie Häufig sekundäre Harnwegsinfektionen Restharn Rückstau des Urins bis ins Nierenbecken Diagnose Rektale Untersuchung (Krebsfrüherkennung) Sonografie Uroflowmetrie Blutuntersuchung PSA zur Abgrenzung gegenüber Prostata – Ca Copyright © Dr.Weerts 2oo874

76 Die Harninkontinenz Einschränkung oder Verlust der Möglichkeit die Blase kontrolliert zu entleeren Einschränkung oder Verlust der Möglichkeit die Blase kontrolliert zu entleeren Häufig bei älteren Menschen Häufig bei älteren Menschen Psychisch sehr belastend Psychisch sehr belastend 1.Stressinkontinenz beim Husten, Pressen, Niesen, Lachen, Anstrengung (schweres heben und Tragen) meist Frauen über 50 J. GebärmuttersenkungÖstrogenmangel Männer nach Prostata – Op. Operative – oder Hormontherapie 1.Urge – Inkontinenz attackenartiger Harndrang meist Störungen bei Nervenerkrankungen (multiple Sklerose, Rückenmarksschädigungen, chron.- entzünl. Erkrankungen des ZNS, chron. Cystitis, Nierensteinleiden) 1.Überlauf – Inkontinenz bei Nervenschädigungen (Polyneuropathie), bei Prostata – Vergrößerung des älteren Mannes bei Nervenschädigungen (Polyneuropathie), bei Prostata – Vergrößerung des älteren Mannes meist hoher Restharn und chron. Cystitis als Folge oft Dauerkatheter notwendig Copyright © Dr.Weerts 2oo875

77 ENDE Copyright © Dr.Weerts 2oo876


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