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Diuretika Harntreibende Mittel Erhöhung des Harnflusses mit negativer Flüssigkeitsbilanz Vermehrte Ausscheidung von Salzen: Wasser wird osmotisch mitgenommen.

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Präsentation zum Thema: "Diuretika Harntreibende Mittel Erhöhung des Harnflusses mit negativer Flüssigkeitsbilanz Vermehrte Ausscheidung von Salzen: Wasser wird osmotisch mitgenommen."—  Präsentation transkript:

1 Diuretika Harntreibende Mittel Erhöhung des Harnflusses mit negativer Flüssigkeitsbilanz Vermehrte Ausscheidung von Salzen: Wasser wird osmotisch mitgenommen Diuretika im engeren Sinn Hemmung der tubulären Natriumresorption durch Angriff an verschiedenen Orten der Nierentubuli Osmodiuretika Xanthine

2 Glomerulusdistaler Tubulus Rinde Mark Sammel- rohr Henle Schleife proximaler Tubulus Die Nieren wiegen 0,3-0,5% des Körpergewichts erhalten 20-25% des Bluts 1250 ml Blut/min 680 ml Plasma/min davon 125 ml/min filtriert ( 180 Liter/Tag) Filter 20 – MM Inulin ( 5 500): 98% filtriert, nicht rückresorbiert Albumin ( ): nicht filtriert Macula densa efferente Arteriole granuläre Zellen afferente Arteriole glomeruläres Epithel (Podozyten)

3 Glomerulusdistaler Tubulus Rinde Mark Sammel- rohr Henle Schleife proximaler Tubulus 67 % 20% Wasser geht nicht mit 9% Wasser geht nicht mit 3 % Na + -Rück- resorption Na + -Ausscheidung: 1% tubuloglomerulären Feedback: GFR umgekehrt proportional zur luminalen Na + -Konzen- tration an der Macula densa Adenosin A1-Rezeptor- vermittelte Vasokonstriktion der afferenten Arteriole Renin-Sekretion aus den gra- nulären Zellen ist umgekehrt proportional zur luminalen Na + -Konzentration an der Macula densa Wasser wird osmotisch mitgenommen: treibende Kraft ist die Na + - Rückresorption 1200 mosm/l 290 mosm/l Interstitium wird hyperton, der Harn hypoton Sicherung gegen zu hohen Flüssigkeits- verlust durch

4 Angriffsorte der Diuretika Proximaler Tubulus: Carboanhydrasehemmer Aufsteigender Schenkel der Henle-Schleife: Schleifendiuretika Frühdistaler Tubulus: Thiazide Spätdistaler Tubulus und Sammelrohr: Kaliumsparende Diuretika Ohne speziellen Angriffspunkt: Osmodiuretika

5 Hemmung der Carboanhydrase (CA) im proximalen Tubulus Na + geht zusammen mit anderen Substanzen (X = Glucose, Amino- säuren, Phosphat, Nukleoside) in die Tubuluszelle Treibende Kraft ist der aktive Transport von 3 Na + gegen 2 K + in der Basolateralmembran H + gehen zum Austausch mit Na + ins Lumen und bilden mit Bikarbonat Kohlensäure CA macht im Lumen aus Kohlen-säure leicht resorbierbares CO 2 CA macht in der Zelle aus CO 2 wie- der Kohlensäure, die in H + und Bikarbonat zerfällt. Bikarbonat wird ins Interstitium transportiert CA-Hemmer reduzieren H + -Sekretion und Bikarbonatresorption Geringe Bedeutung als Diuretika ! metabolische Acidose K + geht mit Bikarbonat... Hypokaliämie erhöhte Na + Ausscheidung bedingt Abnah- me der GFR (tubuloglomerulärer Feedback)

6 Relative Veränderungen im Harn durch Diuretika 1) Carboanhydrasehemmer

7 Hemmung des Na +,K +,Cl - -Cotransporters in der Henle Schleife: Schleifendiuretika Na + wird zusammen mit K + und Cl - in die Tubuluszelle transportiert Treibende Kraft ist der aktive Transport von 3 Na + gegen 2 K + in der Basolateralmembran Schleifendiuretika hemmen den Cotransporter Sie hemmen auch den Na + -Transport (Signalwirkung!) in der Macula densa... kein tubulo-glomerulärer Feedback Wirkdauer 4-6 Stunden, danach sinkt die Harnbildung unter den Kontrollwert: postdiuretische Na + -Retention durch physiologische Gegenregulationen Starke Diuretika ! Kaliumverlust ! Interstitielle Hypertonizität Harnkonzentrierung große Mengen iso- bis hypotoner Harn (NaCl-Rückresorption im frühdistalen Tubulus) Potentialdifferenz... Ausscheidung von Ca ++ und Mg ++

8 Relative Veränderungen im Harn durch Diuretika 2) Schleifendiuretika Ca ++ und Mg ++

9 Typen von Schleifendiuretika Voll reversible Hemmung des Na +,K +,Cl - -Cotransporters aromatische Carbonsäuren mit Sulfonamidgruppe –Furosemid, Bumetanid, Piretanid Sulfonamidgruppe ohne Carbonsäure –Azosemid Pyridinsulfonylharnstoffderivat –Torasemid Nur langsam reversible Hemmung halogeniertes Phenoxyessigsäurederivat –Etacrynsäure

10 Hemmung des Na +,Cl - -Cotransporters im frühdistalen Tubulus: Thiazide Na + wird zusammen mit Cl - in die Tubuluszelle transportiert Treibende Kraft ist der aktive Transport von 3 Na + gegen 2 K + in der Basolateralmembran Thiazide hemmen den Cotransporter entwickelt aus CA-Hemmern... besitzen noch Teilwirkung am proximalen Tubulus Abfall der GFR (tubuloglomerulärer Feedback) limitiert den diuretischen Effekt NaCl ; Osmolarität ; Volumen Aktivierung des Na + -Ca ++ -Austausches basolateral... Ca ++ -Resorption Wirkdauer 8-72 Stunden, keine post- diuretische Na + -Retention, akute Wirkung geringer, Gesamtwirkung gleich wie bei Schleifendiuretika

11 Furosemid, 40 mg Bendroflumethiazid, 10 mg Erhöhung des Harnvolumens bei gesunden Probanden über 24 h: 0,8 Liter 1,0 Liter postdiuretische Na + -Retention Rebound-Effekt

12 Hemmung des Na +,Cl - -Cotransporters im frühdistalen Tubulus: Thiazide Na + wird zusammen mit Cl - in die Tubuluszelle transportiert Treibende Kraft ist der aktive Transport von 3 Na + gegen 2 K + in der Basolateralmembran Thiazide hemmen den Cotransporter entwickelt aus CA-Hemmern... besitzen noch Teilwirkung am proximalen Tubulus Abfall der GFR (tubuloglomerulärer Feedback) limitiert den diuretischen Effekt NaCl ; Osmolarität ; Volumen Aktivierung des Na + -Ca ++ -Austausches basolateral... Ca ++ -Resorption Wirkdauer 8-72 Stunden, keine post- diuretische Na + -Retention, akute Wirkung geringer, Gesamtwirkung gleich wie bei Schleifendiuretika Arterielle Hypertonie ! Calciumsparend ! (Osteoporoseprophylaxe ?)

13 Relative Veränderungen im Harn durch Diuretika 3) Thiazide Ca ++ Beispiele für Thiazide: Bendro- flumethiazid Butizid Chlortalidon Hydrochloro- thiazid Indapamid Mefrusid Metozolan

14 Hemmung des Na + -Transporters im spätdistalen Tubulus: Kaliumsparende Diuretika Verminderung des Aldosteron- abhängigen kanalvermittelten Na + -Transports Verminderte K + -Sekretion (es fehlt die treibende Kraft des Na + -Einstroms) Amilorid und Triamteren blockieren den Kanal reversibel Wirkung betrifft nur geringen Anteil der gesamten Na + -Rückresorption Spironolacton und Canrenoat hemmen kompetitiv am cyotosolischen Aldosteronrezeptor wirken erst wenn präformierte Proteine verbraucht sind

15 Glomerulusdistaler Tubulus Rinde Mark Sammel- rohr Henle Schleife proximaler Tubulus 67 % 20 % Wasser geht nicht mit 9% Wasser geht nicht mit 3 % Na + -Ausscheidung: 1% 1200 mosm/l 290 mosm/l Spätdistaler Tubulus und Sammelrohr: Kaliumsparende Diuretika

16 Hemmung des Na + -Transporters im spätdistalen Tubulus: Kaliumsparende Diuretika Verminderung des Aldosteron- abhängigen kanalvermittelten Na + -Transports Verminderte K + -Sekretion (es fehlt die treibende Kraft des Na + -Einstroms) Amilorid und Triamteren blockieren den Kanal reversibel Wirkung betrifft nur geringen Anteil der gesamten Na + -Rückresorption Häufig in Kombination mit anderen Diuretika: Wirkungsverstärkung und kaliumsparender Effekt ! Spironolacton und Canrenoat hemmen kompetitiv am cyotosolischen Aldosteronrezeptor wirken erst wenn präformierte Proteine verbraucht sind

17 Relative Veränderungen im Harn durch Diuretika 4) Kaliumsparende Diuretika

18 Osmodiuretika glomerulär filtriert, aber schlecht tubulär rückresorbiert halten Wasser osmotisch im Lumen –Mannit (Zucker mit 6 Hydroxylgruppen) –zu hydrophil für intestinale Resorption –muss infundiert werden –Effekt stärker auf Wasser als auf Natrium –bei Hirnödemen gut, weil es Blut-Hirn-Schranke nicht passiert –bei generalisierten Ödemen ungeeignet, weil es Wasser auch im Interstitium zurückhält Nur für Spezialanwendungen

19 Relative Veränderungen im Harn durch Diuretika 5) Osmodiuretika

20 Diuretische Wirkung der Xanthine Xanthine in Kaffee, Tee, Kakao, Cola-Getränken - Koffein, Theophyllin, Theobromin hämodynamischer Effekt Zunahme der Nierendurchblutung Antagonismus am Adenosin A 1 -Rezeptor Störung des tubuloglomerulären Feedbacks Entwicklung selektiver Antagonisten... starke Erhöhung der Natriumausscheidung ohne Effekt auf Kalium

21 Nebenwirkungen der Diuretika Blutdruckabfall Hämokonzentration Thromben Dehydratation Hypokaliämie Muskelschwäche Obstipation Hyperglykämie... verminderte Glucosetoleranz ektope Rhythmusstörungen am Herzen metabolische Alkalose Hyperkaliämie (bei K + -sparenden D.) metabolische Acidose (auch bei Carboanhydrasehemmern) Hypomagnesiämie (bei Thiaziden) Hypocalciämie (bei Schleifendiuretika) Hypercalciämie (bei Thiaziden) Hyponatriämie Flüssigkeitsverlust nicht mit reinem Wasser ersetzen Hörstörungen Etacrynsäure, Furosemid meist voll reversibel Hyperlipidämie (LDL 10% ) Störung der Nachtruhe: Verabreichung am Morgen !

22 Indikationen für Diuretika Ödeme in der Regel langsam ausschwemmen Hypertonie, bes. arterielle (Thiazide) Herzinsuffizienzen, bes. dekompensierte mit Lungenödem Nephrotisches Syndrom Hirnödem (Mannit) Forcierte Diurese bei Vergiftungen

23 Ende


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