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Serbokroatisch Institut für Slawistik PS zur Synchronie des BKS Branko Tošović Magdalena Kaiser 17. 10. 2006.

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1 Serbokroatisch Institut für Slawistik PS zur Synchronie des BKS Branko Tošović Magdalena Kaiser

2 Allgemeines Zählt zur westlichen Gruppe der südslawischen Sprachen Von Mitte des 19. Jh. bis Ende der 80er Sprecher (ca. 15 Mio): Kroaten, Serben, Bosnier, Bosniaken, Montenegriener auch „Kroatoserbisch“, „Kroatisch“ oder „Serbisch“

3 Alphabete und Phonetik Vertrag von Novi Sad 1954 Lateinisch und kyrillisch gleichberechtigt Lautsystem: –6 silbenbildende Phoneme –25 nichtsilbenbildende Phonome Reform der Kyrillica von Vuk Karadzic

4 АAеEлLпPФF бBжŽЉLjРRХH вVзZМMСSцC гGиIНNТTчČ дDЈJЊNjЋĆЏDž ЂĐкKОOУUшŠ

5 Urslavisches Phonem ě („jat“) Ekavisch -kruzes e [ĕ] mesto -langes e [ē] mleko Ijekavisch -kurzes [jĕ] mjesto -langes [ije] mlijeko Alphabete und Phonetik

6 Die Morphologie Nominale Flexionskategorien –Genus (m. r., ž. r., sr. r.) –Numerus (Sg., Pl.) –Kasus (Nom., Gen., Dat., Akk., Instr., Lok., Vok.) Deklinationstypen –Maskulina auf Konsonant und auf –o und-e endende Neutra –Feminina auf –a, Maskulina auf –a –Feminina auf Konsonant oder -o

7 Die Morphologie Pronominale Flexionskategorien –Numerus –Kasus –Genus in der 3. Person Sg. Arten der Pronomen –Personal- und Reflexivpronomen –Possessivpronomen –Relativpronomen –Demonstrativpronomen –Interrogativpronomen –Indefinite und negative Pronomen

8 Die Morphologie Verbale Flexionskategorien –Modus (Indikativ, Konditional, Imperativ) –Tempus (Präsens, Perfekt, Futur I, Aorist, Imperfekt, Plusquamperfekt, Futur II) –Numerus Hauptflexionstypen –a-Verben –e-Verben –i-Verben

9 Die Syntax Abfolge: Subjekt-Prädikat-Objekt Dativobjekt vor Akkusativobjekt zb: Majka daje sinu torbu. Enklitische Stellung der Personalpronomen zb: Bila sam u Grazu./ Ja sam bila u Grazu. Passivbildung durch reflexives Verb zb: Kuća se čisti.

10 Die Lexik Lexeme aus dem Urslawischen (nur noch im Serbokroatischen erhalten) –gvožđe „Eisen“ –kiša „Regen“ –proljeće „Frühling“ Einflüsse im Serbischen –Das Kirchenslawische in der serb.-orth. Kirche –Die Osmanen brachten Turzismen Einflüsse im Kroatischen –Das Lateinische im kirchlichen Bereich –Deutsche und italienische Einflüsse

11 Soziolinguistisches Beschreibungsmodell Metaebene seit 19. Jh. Zunehmendes Streben nach gemeinsamer sprachlicher Basis serbischer, kroatischer und bosnischer Schriftsteller und Intellektueller lexikale Unterschiede wurden ignoriert; gemeinsame linguistische Grundlage wurde hervorgehoben Ebene der regional gesprochen Sprachformen praktische Realisierung einer Gemeinschaftssprache war möglich weil auch die Mehrheit eine Gemeinsamkeit anstrebte Serben nannten ihre Sprache „Serbisch“, Kroaten die ihre „Kroatisch“

12 Sprach- und Kodifizierungsgeschichte Vuk Stefanović Karadžić: Kodifizierung des Serbischen; 1814 Pismenica serbskoga jezika Kodifizierung des Volksdialekts Ljudevit Gaj: Vereinigung aller südslawischen Länder Zagreb übernimmt štokavischen Dialekt

13 Sprach- und Kodifizierungsgeschichte Wiener Schriftsprachen-Vereinbarung (1815): „Die Unterzeichnenten haben sich - wissend, dass ein Volk eine Literatur haben sollte, und daher mit Bedauern beobachtend, wie unsere Literatur nicht nur beim Alphabet, sonder auch in der Orthographie aufgespalten ist – dieser Tage getroffen, um zu besprechen, wie wir und – soweit dies zurzeit erreichbar ist- in der Literatur einigen und vereinigen können“

14 Sprach- und Kodifizierungsgeschichte Đura Daničić 1880 Rječnik hrvatskoga ili srpskoga jezika Tomo Maretić 1899 Gramatika i stilistika hrvatskoga ili srpskoga književnog jezika Serbokroatisch in den jogoslawischen Staatsbildungen verbindlich als Standardsprache; Serbisch vorherrschend; wachsender kroatischer Widerstand

15 Sprach- und Kodifizierungsgeschichte Vor dem 2. WK: fortgeschrittene sprachliche Entfremdung zwischen Serben und Kroaten : Trennung der Staaten, ausgeprägter Sprachpurismus in Kroatien Tito-Jugoslawien: passend zur Ideologie →zurück zur serbokroatischen Standardsprache

16 Sprach- und Kodifizierungsgeschichte 1960er Jahre: Kroatischer Frühling →nationalistische Bewegung von Tito unterdrückt Nach Titos Tod 1980: Nationalismus und damit verbundener Krieg führte zur bewussten Zerstörung Jugoslawiens und damit auch der gemeinsamen Standardsprache


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