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Einführung in die Gesundheits- und Pflegewissenschaften 1.

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Präsentation zum Thema: "Einführung in die Gesundheits- und Pflegewissenschaften 1."—  Präsentation transkript:

1 Einführung in die Gesundheits- und Pflegewissenschaften 1

2 Was ist eigentlich gesund- was krank? 2

3 Ein Fallbeispiel… - Bewusstsein: überwiegend schläfrig - Kreislauf /Körpertemperatur sind instabil bzw. dekompensieren leicht - Ernährung: keine selbstständige Nahrungsaufnahme möglich - Ausscheidung: Urin- und Stuhlinkontinenz - Kommunikation: keine verständliche Artikulation ALSO: gesund- oder krank? 3

4 Gesundheit ist subjektiv 4

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6 Quizfrage Angenommen Sie fühlen sich heute nicht so richtig fit, haben eine Schnupfennase und Kopfschmerzen. Aber sie sind nicht krank geschrieben. Also sind Sie nun gesund oder krank? 6

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10 Was ist Krankheit? 10 Aber: wer legt eigentlich die Normwerte fest? Sind Schwankungen normal? Ist Medizin also eine Krankheitswissenschaft?

11 MEDIZIN Fokus: Diagnostik& Therapie von Individuen Körperorientierung Krankheitsbezug Ziel : Heilung, Symptomreduktion Naturwissenschaftliche Forschungstradition 11

12 Psychologie/ Sozialwissenschaften Erleben/ Bewältigen von Individuen Interaktion mit der Umwelt Weniger Körperorientierung, nicht zwangsläufig Krankheitsbezug Phänomenologische Forschung 12

13 Pflegewissenschaft Bedarfserhebung der Gesundheitsförderung und Unterstützung bei der Alltagsbewältigung Körperorientierung Krankheitsbezug möglich, nicht zwingend Rückgriff auf Forschungsmethodik der Naturwissenschaften und Sozialwissenschaften 13

14 14 Und was sind nun Gesundheitswissenschaften? Gesundheitswissenschaften befassen sich mit den körperlichen, psychischen und gesellschaftlichen Bedingungen von Gesundheit und Krankheit, der systematischen Erfassung der Verbreitung von gesundheitlichen Störungen in der Bevölkerung und den Konsequenzen für Organisation und Struktur des medizinischen und psychosozialen Versorgungssystems. (Hurrelmann und Laaser)

15 Beitrag der Gesundheitswissenchaften nicht nur die Kuration (wie in der Medizin), sondern die gesamte Versorgung zählt → Gesundheitswissenschaften als Ergänzung der medizinischen Forschung und Praxis Betrachtung der Bevölkerung statt nur des Individuums 15

16 Quellen der Entscheidung Oder: Woher wissen wir was zu tun ist? 16

17 Quellen der Entscheidung Versuch und Irrtum (ausprobieren) Vorteil: wenn kein gesichertes Wissen verfügbar Nachteil: ggf. nachteilige Auswirkungen für Patienten Tradition (so haben wir es schon immer gemacht) Vorteil: entlasten für routinierte Handlungen Nachteil: Nicht-einhalten bedeutet die Gefahr als „schlechte“ Pflegende gesehen zu werden, aber es kann auch zeitraubend und unzweckmäßig sein z.B. Temperaturrunde 17

18 Quellen der Entscheidung Autorität auf Expertenvorgaben beruhend – z.B.Stationsltg. auch Lehrer- und Bücherwissen Vorteil: kann verschiedene Experten befragen, die häufig auch vor Ort sind Nachteil:auch Experten können irren, sind sich nicht einig Eigene Erfahrung Vorteil: enthält viele Lösungsmöglichkeiten für Probleme Nachteil: kann sehr subjektiv sein, starke Verzerrung möglich 18

19 Quellen der Entscheidung logisches Schlussfolgern (wenn..., dann...) Vorteil: so werden auch im Alltag viele Probleme gut gemeistert, immer verfügbar Nachteil: logische Schlussfolgerungen sind nicht immer richtig Wissenschaft, Evidenz = Beweis (nicht: „offensichtlich“) Vorteil: systematisch erworbenes Wissen Nachteil: Es gibt zu vielen Problemen noch keine Evidenz 19

20 Was ist Wissenschaft? das, was man weiß Gesamtheit der Erkenntnisse = Produkt das, was man tut, um zu wissen Forschen, Theorien entwickeln = Prozess Lebens- und Weltorientierung Ziel: (Vorläufige) Aussagen über Zusammenhänge die versuchen die Wirklichkeit zu beschreiben 20

21 Wissenschaftliches Wissen vs Alltagswissen Unterschiede sind graduell: Der wissenschaftliche Weg ist genauer systematisiert (mit Regeln versehen), ist damit kontrollierbarer, er führt zu Lösungen mit einem höheren Grad an Gültigkeit und Zuverlässigkeit als durch Alltagsdenkens. Auch wissenschaftliches Wissen ist kein endgültiges Wissen und sollte immer hinterfragt werden (z.B. widerlegt durch Erfahrungen...) 21

22 VERTIEFUNG für BA Entwicklung der Gesundheitswissenschaften 22

23 Gesundheitswissenschaften - Bedarfe biomedizinisches kuratives Modell reicht nicht aus, um gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen gerecht zu werden Einbezug von sozial- und verhaltenswissenschaftlichen Aspekten enge Verzahnung von Gesundheitsförderung, Prävention, Kuration, Rehabilitation und Pflege Multiprofessionelle Zusammenarbeit und neue Arbeitsteilung zwischen den verschiedenen Berufen (Ärzte, Pflege, Sozialdienst...) 23

24 Historische Entwicklung der Gesundheitswissenschaften 19.Jh.„Öffentliche Gesundheitspflege“ im (Deutschland war in der Welt führend auf dem Gebiet der Sozialhygiene und Sozialmedizin) - Hygiene u. Wohnbedingungen in den Städten - Verhütung v. Infektionskrankheiten in den ärmeren Bevölkerungsschichten - aktive Gesundheitspflege zur Vermeidung von Krankheiten - fundierte hygienische Forschung 24

25 Entwicklung II Der Begriff „Gesundheitswissenschaft“ (Singular) wurde zu Teil verwendet, durchaus in programmatischer Absicht. Abrupte Unterbrechung im Nationalsozialismus und Missbrauch für Maßnahmen der „Rassenhygiene“. Deutschland verlor seine führende Position in der wissenschaftlich begründeten öffentlichen Gesundheitspolitik. 25

26 Entwicklung III Nach dem 2.Weltkrieg: Wiederaufbau des Gesundheitssystems ohne Wiederaufnahme der Gesundheitswissenschaft Bis 70er Jahre Überbetonung kurativ orientierter Medizin. Gesundheit = Abwesenheit von krankhaften Befunden. Krankheitsbegriff = juristische Bedeutung (ermöglicht Leistungsinanspruchnahme) kaum Beachtung von sozialen, kulturellen und lebensstilorientierten Dimensionen 80er Jahre: Wissenschaftliche Neuorientierung. Kostenexplosion durch medizinische „Machbarkeit“. Einrichtung von Programmen an Universitäten, FH und Forschungseinrichtungen als „Gesundheitswissenschaften“ bezeichnet. 26

27 Zusammenfassung I Erweiterung des Erklärungsmodells für Krankheit neben genetischen, endokrinologischen, neurologischen, hormonellen und anderen physiologischen Faktoren um psychische, soziale und ökologische Faktoren „Risikofaktorenmodell“. Aber es handelt sich hierbei immer noch um Krank-heitsforschung, nicht um Gesundheitsforschung (Gesundheitsdynamik - Schutzfaktoren). Die Medizin behält die Gesamtkoordination von Theoriebildung, Interpretation und Anwendung der Forschung, andere Disziplinen sind Hilfswissenschaften. 27

28 Zusammenfassung II Gesundheitswissenschaften mit gleichberechtigter Kooperation von Medizin, Biologie, Psychologie, Pädagogik, Soziologie und Ökonomie sind eine ideale Plattform für Forschung mit „salutogenetischer“ Orientierung. Als Grundlage kann ein „bio-öko- psycho-soziales“ Modell dienen. Gesundheitswissenschaften (Plural), um die interdisziplinäre Ausrichtung des Gebietes zu betonen.

29 Internationale Entwicklung 1952 WHO „Old Public Health“ politischer Schwerpunkt > Gefahr der Abhängigkeit der Forschung von politischen Vorgaben „New Public Health nicht mehr nur unterversorgte und sozial gefährdete Bevölkerungsteile Forschung zur Versorgung der gesamten Bevölkerung und der Entwicklung und Steuerung des gesamten Gesundheitssystems. 29

30 PH/ Gesundheitswissenchaften Keine direkte Übernahme von PH in Deutschland. Wissenschaft unabhängig von politischen Zielen > eigenständige deutsche Bezeichnung „Gesundheitswissenschaften“. Auch International umfassenderes Verständnis: Health Sciences. Ensemble von Einzeldisziplinen mit gemeinsamen Gegenstandsbereich Epidemiologie als zentrales Fachgebiet 30

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32 Arbeitsfelder der Gesundheitswissenschaften Gesundheitsforschung Analyse der körperlichen, seelischen und sozialen Bedingungen und Kontexte der Gesundheits-Krankheits-Balance. Feststellung des Gesundheits-/ Krankheitsstatus der Bevölkerung und Ableitung des Versorgungsbedarfs 32

33 Gesundheitssystemforschung Analyse der Versorgungsbereiche Gesundheitsförderung, Prävention, Therapie/ Kuration, Rehabilitation und Pflege und ihrer Verzahnung. Ableitung von Modellen der Steuerung und Finanzierung des Versorgungssystems, Beratung der Gesundheitspolitik. 33


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