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Einführung in die Wirtschaftspädagogik – Vorlesung im SS 2009 PD Dr. Eveline Wittmann.

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Präsentation zum Thema: "Einführung in die Wirtschaftspädagogik – Vorlesung im SS 2009 PD Dr. Eveline Wittmann."—  Präsentation transkript:

1 Einführung in die Wirtschaftspädagogik – Vorlesung im SS 2009 PD Dr. Eveline Wittmann

2 Gliederung 1.Wirtschaftspädagogik: Ausbildung von Wirtschaftspädagogen und wissenschaftliche Disziplin 1.Übergang in die Rolle des Lehrers/Ausbilders etc. 2.Theorie-Praxis-Verhältnis 3.Geschichte der Wirtschaftspädagogik und deren aktuelle Relevanz 2.Relevante Grundbegriffe und zentrale wirtschaftspädagogische Themenfelder 3.Bildung- und Berufsbildungssystem: Grundlagen 4.Abschlussdiskussion: Relevanz für das Lehrerhandeln an berufsbildenden Schulen

3 Einführung Wipäd3 Impuls 1 1.Wissen Sie bereits, in welchem Tätigkeitsfeld (Lehrer/-in oder anderes?) Sie später einmal tätig sein möchten? 2.Notieren Sie sich, aus welchen Gründen Sie ein Studium der Wirtschaftspädagogik aufgenommen haben. Zeit: 2 Min.

4 Einführung Wipäd4 Berufliche Tätigkeitsfelder für Wirtschaftspädagogen Berufsbildendes Schulwesen Betriebliches Bildungs- und Personalwesen Berufliche Weiterbildung in öffentlicher und privater Trägerschaft Bildungsverwaltung Bildungsmanagement und Politik (Sektion BWP 2003 (Kerncurriculum))

5 Einführung Wipäd5 Identität (Goffman) Soziale Rollen = Bündel normativer Verhaltenserwartungen, die sich an das Verhalten von Positionsinhabern richtet (-> Rollentheoretische Ansätze) Z.B. Lehrerrolle als Erwartungen an die Position des Lehrers; Ausbilderrolle als Erwartungen an die Position des Ausbilders (personunabhängig) Die Übernahme von und das Hineinwachsen in Rollen ist zentral für das Hineinwachsen in eine Gesellschaft und für die Entwicklung der Persönlichkeit andererseits (z. B. Goffman 1959; Parsons 1964)

6 Einführung Wipäd6 Impuls 2 Welche Erwartungshaltungen haben Sie an das Studium der Wirtschaftspädagogik?

7 Einführung Wipäd7 Begriffe Theorie und Praxis in der Lehrerbildung Hedtke (2000, 2): Theorie ist integriert in das Wissenschaftssystem und findet in der Organisation Hochschule statt. Praxis ist an das Erziehungssystem und die Organisation Schule [oder Betrieb, E.W.] gebunden. Theoriewissen ist zu unterscheiden von Praxiswissen.

8 Einführung Wipäd8 Problem des Theorie-Praxis-Verhältnisses in der Lehrerbildung Überforderung der Ansprüche an wissenschaftliche Theorie wegen der Komplexität sozialer Praxis (Rebmann, Tenfelde & Uhe 2005): –Aussagen sozialwissenschaftlicher Theorien sind statistische Aussagen; sie müssen in der konkreten Praxis daher nicht immer zutreffen. –Theoretische Aussagen beinhalten ausgewählte Faktoren; Praxis ist komplexer. –Empirische Befunde, auf die sich Theorien stützen, sind in bestimmten Kontexten gewonnen (z.B. USA). Diese Kontexte müssen nicht deckungsgleich sein mit denen der konkreten Praxis.

9 Einführung Wipäd9 Problem des Theorie-Praxis-Verhältnisses in der Lehrerbildung … –Theorien sind immer vorläufige Gebilde. Daher gibt es konkurrierende Theorien zum selben Sachverhalt. –Subjektives Element des Forschers: Daten sind nicht immer eindeutig interpretierbar; es können unterschiedliche Interpretationen und Fehlinterpretationen von Daten vorliegen. Theorien machen auf bestimmte Kontexte bezogene, verallgemeinerbare, aber vorläufige allgemeine Aussagen. Praxis ist komplexer und erfordert die unmittelbare Anwendung von Wissen.

10 Einführung Wipäd10 Fazit 1: Unsere Erwartungen an Ihr Studium Wissenschaftliche Theorien unter dem Gesichts- punkt selbst erfahrener Praxis reflektieren Forschende Haltung entwickeln

11 Einführung Wipäd11 Fazit 2: Erwartungen des Landes Niedersachsen an Ihr Lehramtsstudium Die Erwartungen des Landes Niedersachsen sind formuliert in der MA VO. Die dort enthaltenen Standards für das Lehramt an berufsbildenden Schulen wurden auf der Basis des Kerncurriculum zum Studienfach Berufs- und Wirtschaftspädagogik der Sektion BWP in der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGFE) formuliert.

12 Einführung Wipäd12 Literatur Goffman, E. (1959). Wir alle spielen Theater. München. Hedtke, R. (2000). Das unstillbare Verlangen nach Praxisbezug. Zum Theorie-Praxis-Problem der Lehrerbildung am Exempel schulpraktischer Studien. SOWI-Onlinejournal – Zeitschrift für Sozialwissenschaften und ihre Didaktik,1-17. Download unter Parsons, T. (1964). Sozialstruktur und Persönlichkeit. Frankfurt a.M. MA VO und Kerncurriculum BWP: s. Online-Verlinkung


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