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Bernhard-Salzmann-Klinik LWL-Rehabilitationszentrum Ostwestfalen Ulrike Dickenhorst Therapeutische Leitung Sucht und Veränderung 19.11.2014 SHG LichtBlick.

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1 Bernhard-Salzmann-Klinik LWL-Rehabilitationszentrum Ostwestfalen Ulrike Dickenhorst Therapeutische Leitung Sucht und Veränderung SHG LichtBlick

2 Erik Homburger Erikson – * in Frankfurt a. M. – gestorben am 12, in Harwich, Massachusetts, USA – Er wurde als Kind dänischer Eltern geboren, diese trennten sich vor seiner Geburt. – Die ersten 3 Jahren wuchs er als Kind in Frankfurt bei seiner Mutter auf. – Diese heiratete 1905 den jüdischen Kinderarzt Theodor Homburger, die Familie zog nach Karlsruhe

3 Er suchte das Bismarck-Gymnasium und studierte an der Kunstakademie. Nach Wanderjahren als Künstler begann er als Hauslehrer in einer amerikanischen Familie in Wien zu arbeiten und lernte Anna Freud kennen. Zu Ihr ging er in die Lehranalyse und lernte auch Sigmund Freud, Heinz Hartmann und Helene Deutsch kennen. Er unterzog sich einer Lehranalyse und lies sich zum Psychoanalytiker ausbilden. In Wien lernte er seine spätere Ehefrau, die Soziologin Joan Serson, kennen.

4 Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 immigrierte er von Wien über Kopenhagen in die Vereinigten Staaten und wurde 1939 US-amerikanischer Staatsbürger. Er eröffnete in Bosten die erste Praxis für Kinderanalyse. Und lebte seit 1938, zeitweise mit den Sioux-Indianer und auch anderen Stämmen, zusammen. Ohne das er ein Universitätsstudium absolviert hatte, wurde er Professor für Entwicklungspsychologie an der US-amerikanischen Elite-Universität Berkeley und Harvard. Hier entwickelte er und veröffentlichte sein berühmt gewordenes Schriftmodell über die psychosoziale Entwicklung, die eine Weiterentwicklung des freud‘schen Modells psychosexueller Entwicklung von der Geburt bis zum Tode in 8 Phasen darstellt.

5 Die 8 Stadien: Jede der 8 Stufen stellt eine Krise dar, mit der sich das Individuum aktiv auseinandersetzt Die Stufenfolge ist für Erikson unumkehrbar Die erfolgreiche Bewältigung einer Entwicklungsstufe liegt in der Klärung des Konfliktes auf dem positiv ausgeprägten Pol. Die vorangegangene Phase bildet somit das Fundament für die kommende Phase und angesammelte Erfahrungen werden angewendet, um die Krise des höheren Lebensalters zu verarbeiten Dabei wird ein Konflikt nie vollständig gelöst, sondern bleibt ein Leben lang aktuell.

6 Stadium 1: Ur-Vertrauen vs. Misstrauen (1. Lebensjahr) „Ich bin, was man mir gibt“ Damit ist das Gefühl des sich-verlassen-dürfen gemeint auf die Bezugsperson Die Bindung zur Mutter und die damit verbundene Nahrungsaufnahme spielt eine bedeutende Rolle Die erste Bezugsperson repräsentiert auch die Welt Forderungen nach körperlicher Nähe und Sicherheit, Geborgenheit, Nahrung usw. können gegeben, verweigert, als Belohnung verstärkt oder bedürfnisabhängig ausgelebt werden

7 Schwierige Verläufe entwickeln oft das Gefühl, die Umwelt nicht beeinflussen zu können, ihr hilflos ausgeliefert zu sein. Hier würde sich das Ur-Misstrauen etablieren und infantile Ängste des „Lehrgelassen sein“ und „Verlassen werden“ entstehen. Die Fixierung durch eine zu starke orale Frustration zeigt sich in oralen Charakterzügen, wie Reizhunger, Gier, Leere Gefühl, Depression, Ur-Misstrauen, starke Abhängigkeitswünsche usw.

8 Stadium 2: Autonomie vs. Scham und Zweifel (2.-3. Lebensjahr) „Ich bin was ich will!“ Diese Phase ist entscheidend für das Verhältnis zwischen Liebe und Hass, Bereitwilligkeit und Trotz, freier Selbstäußerung und Gedrücktheit Ihr werden zunehmende Autonomieentwicklung des Kindes und ihre Bedeutung für die Manifestation eines positiven Selbstkonzeptes bzw. einer Identität beigemessen. Die Autonomie wurzelt in einem festen Vertrauen in die Bezugsperson und sich selbst Das Kind muss das Gefühl haben explorieren zu dürfen und auch seinen Willen durchsetzen zu dürfen, ohne dass dadurch der erworbene Schatz des Vertrauen-Könnens und des Geborgen-Seins in Gefahr gerät Das Kind sieht sich als Schöpfer

9 Das eigene Ausscheiden bedeutet für Kinder selbst etwas produziert zu haben, bzw. es kontrollieren zu können Hier spielt für Erikson zur Folge das Gefühl Scham eine wichtige Rolle Eine permanente Einschränkung der explorativen Verhaltensweisen des Kindes bedeutet, dass seine Bedürfnisse und Wünsche als schmutzig und nicht akzeptabel wahrgenommen werden Dadurch manifestiert sich beim Kind schließlich ein Schamgefühl und der Zweifel an der Richtigkeit der eigenen Wünsche und Bedürfnisse Eine Fixierung ergibt sich durch eine strenge Erziehung auch möglicherweise zwanghafte Charakterzüge Kleinlich oder geizig in Bezug auf Liebe, Zeit, Geld, Betonung von Recht und Ordnung, Pünktlichkeit und Fleiß, perfektionistische Ansprüche, frühreifes strenges Gewissen, sehr selbstkritische Grundhaltung, Unsicherheit und Zweifel an sich selbst, Putzzwang oder Waschzwang können die Folge sein.

10 Stadium 3: Initiative vs. Schuldgefühle (4. – 6. Lebensjahr) „Ich bin was ich mir vorstelle kann zu werden“ Hier liegt der Fokus stark auf die Bewältigung oder Nichtbewältigung des Ödipuskomplexes Die symbolische Beziehung zwischen Mutter und Kinder öffnet sich, das Kind erkennt die Bedeutung anderer Personen im Leben der Mutter Des Weiteren wird die kindliche Oralentwicklung geprägt Die Grundlage für die Entwicklung des Gewissens ist gegeben, bei der Entdeckung von Missetaten findet es sich beschämt und unwohl

11 Positiv verläuft diese Phase, wenn die ungebrochene Initiative als Grundlage zum Streben nach Leistung und Unabhängigkeit erhalten bleibt Sind die Scham- und Schuldgefühle zu stark verstärkt worden und die Selbsteinschätzung bzgl. der eigenen Fähigkeiten, Gefühle und Wünsche weit unter der Möglichen zurückbleibt, kann es auch zu einer Überkompensation kommen, ständig initiativ sein zu müssen, als bestünde der Selbstwert nur in einer eigenen Leistung Schuldkomplexe, Übergewissenhaftigkeit sowie hysterische Symptome können ebenso entstehen.

12 Stadium 4: Wert-Sinn vs. Minderwertigkeitsgefühl (6. Lebensjahr – Pubertät) „Ich bin was ich lerne“ Kinder in diesem Alter wollen zuschauen und mitmachen Sie wollen beobachten und teilnehmen, wollen, dass man ihnen zeigt, wie sie sich mit etwas beschäftigen und mit anderen zusammen arbeiten können Das Bedürfnis des Kindes, etwas nützliches und gutes zumachen, bezeichnet Erikson als Wert-Sinn Kinder wollen nicht mehr so tun, als ob. Jetzt spielt das Gefühl an der Welt der Erwachsenen teilnehmen zu können eine große Rolle Dem gegenüber steht in dieser Phase die Entwicklung eines Gefühls der Unzulänglichkeit und Minderwertigkeit Diese Gefühle können sich immer dann etablieren, wenn der Wert-Sinn des Kindes überstrapaziert wird

13 Überschätzung, ob vom Kind oder von seiner Umwelt ausgehend – führt zum Scheitern, Unterschätzung zum Minderwertigkeitsgefühl Auf beiden Seiten (Wert-Sinn und Minderwertigkeit) können Fixierungen entstehen Überkompensation durch Arbeit und Leistung, Anerkennung vor allem über Leistung zu holen, Arbeit- und Pflichtversessenheit, Angst vor dem Arbeiten und Leisten, Angst vor dem Versagen können Folgen sein

14 Stadium 5: Identität vs. Identitätsdiffusion und Ablehnung (Jugendalter) „Ich bin was ich bin“ Identität bedeutet, dass man weiß wer man ist, wie man in diese Gesellschaft passt Aufgaben des Jugendlichen ist es, all seine Wünsche über sich und die Welt zusammenzufügen und ein Selbstbild zu formen, das für ihn und die Gemeinschaft gut ist Seine soziale Rolle gilt es zu finden Ist eine Rolle zu strickt, die Identität damit zu stark, kann das zu Intoleranz gegenüber Menschen mit anderen Gruppierungen führen und dann „eliminiert“ werden müssen Schafft es ein Jugendlicher nicht seine Rolle der Gesellschaft zu finden, führt dieses zur Zurückweisung

15 Menschen mit dieser Neigung ziehen sich von der Gesellschaft zurück und schließen sich unter Umständen Gruppen an, die ihnen eine gemeinsame Identität anbietet Wird dieser Konflikt erfolgreich ausbalanciert, so mündet das in die Fähigkeit der Treue Obwohl diese Gesellschaft nicht perfekt ist, kann man in ihr Leben und seinen Beitrag leisten, sie zu verbessern Das Gleiche gilt für zwischenmenschliche Beziehungen Fixierungen zeigen sich durch unbefriedigte Identität durch Unruhe, ewige Pubertät und vorschnelle Begeisterung

16 Stadium 6: Intimität und Solidarität vs. Isolierung (Frühes Erwachsenenalter) „Wir sind, was wir lieben.“ Aufgabe dieser Entwicklungsstufe ist ein gewisses Maß an Intimität zu erreichen Die Identitäten sind gefestigt und es stehen einander zwei unabhängige Egos gegenüber Es gibt viele Dinge im modernen Leben, die dem Aufbau von Intimität entgegenstehen, z. B. Betreuung der Karriere, großstädtisches Leben, die zunehmende Mobilität etc. Mit zu wenig Wert auf den Aufbau intimer Beziehungen gelegt, kann es nach Erikson zu Explosivität führen, d. h., sich von Freundschaft, Liebe und Gemeinschaften zu isolieren

17 Wird diese Stufe erfolgreich gemeistert ist der junge Erwachsene fähig zur Liebe Damit meint Erikson die Fähigkeit Unterschiede und Widersprüche in den Hintergrund treten zu lassen Fixierungen können sich zeigen in: Selbstbezogenheit, sozialer Isolation, Selbstaufopferungen, Verschmelzung usw.

18 Stadium 7: Generativität vs. Stagnation und Selbstabsorption (Erwachsenenalter) „Ich bin, was ich bereit bin zu geben“ Generativität bedeutet die Liebe in die Zukunft zu tragen Sich um zukünftige Generationen zu kümmern, eigene Kinder großzuziehen Erikson zählt dazu nicht nur die eigenen Kinder zu zeugen und für sie zu sorgen, er zählt dazu auch das Unterrichten, die Künste und Wissenschaften und soziales Engagement Also alles, was für zukünftige Generationen „brauchbar“ sein könnte Stagnation ist das Gegenteil von Generativität: Sich um sich selbst kümmern und um niemanden sonst Zuviel Generativität heißt, dass man sich selbst vernachlässigt zum Wohle anderer

19 Stagnation führt dazu, dass andere uns ablehnen und wir andere Niemand ist so wichtig wie wir selbst Wird die Phase erfolgreich abgeschlossen hat man die Fähigkeit zur Fürsorge erlangt, ohne sich selbst dabei aus dem Auge zu verlieren Fixierungen können sich zeigen: In einer übermäßigen Bemutterung, in Leere und Langeweile oder in zwischenmenschlicher Verarmung

20 Stadium 8: Integrität vs. Verzweiflung (reifes Erwachsenenalter) „Ich bin, was ich mir angeeignet habe“ Der letzte Lebensabschnitt, stellt die Menschen vor die Aufgabe, auf sein Leben zurückzublicken Anzunehmen, was er getan hat und was er geworden ist, um seinen Tod, sein Ende, nicht zu fürchten Das Gefühl noch immer Leben zu müssen, vielleicht um es besser zu machen Angst vor dem Tod führt zur Verzweiflung Setzt sich der Mensch in dieser Phase nicht mit Alter und Tod auseinander (und spürt nicht die Verzweiflung dabei), kann das zur Ausnahme und Verachtung dem Leben gegenüber führen (dem eigenen und dem aller)

21 Wird diese Phase jedoch erfolgreich gemeistert, erlangt der Mensch, dass was Erikson Weisheit nennt – dem Tod ohne Furcht entgegen zu sehen, sein Leben annehmen und trotzdem die Fehler und das Glück darin sehen zu können Fixierung zeigt sich in Abscheu vor sich und anderen Menschen und eine unbewusste Todesfurcht

22 Diskussion

23 Danke für Ihre Aufmerksamkeit!


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