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Selbstgesteuertes Lernen als Möglichkeit der Umsetzung.

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Präsentation zum Thema: "Selbstgesteuertes Lernen als Möglichkeit der Umsetzung."—  Präsentation transkript:

1 Selbstgesteuertes Lernen als Möglichkeit der Umsetzung

2 Gliederung 1. Hochbegabung, Talent, Leistunsexzellenz Underachiever 2. Schulische Förderung - ein Problem? 3. Lernpläne, Förderpläne, Entwicklungspläne ? 4. Individuelle Förderpläne für Hochbegabte innerhalb einer homogenen Klassengemeinschaft 5. Selbstgesteuertes Lernen – Möglichkeit der Umsetzung – Vorbereitung auch auf Akzeleration

3 Zu 1. Hochbegabung, Talent, Leistungsexzellenz, Underachiever  Definitionen nach A. Ziegler (2008) 1. „Talent: eine Person, die möglicherweise einmal Leistungsexzellenz erreichen wird“ 2. „Hochbegabter: eine Person, die wahrscheinlich einmal Leistungsexzellenz erreichen wird.“ 3. „Experte: eine Person, die schon sicher Leistungs- exzellenz erreicht hat.“

4 „Die Tragik des hochbegabten Kindes ist, dass seine Stärken, wie die unkonventionelle Weltsicht, das divergente Denken, ein interessantes Innenleben und der Spaß daran unbeantwortet bleiben oder abgelehnt werden. Daraus entstehen tiefe Einsam- keit, Selbstwertzweifel, innere Leere und Langeweile.“ (Webb, Meckstroth,Tolan: „Hochbegabte Kinder, ihre Kinder, ihre Eltern, ihre Lehrer“, Bern, 2007)

5  Einige Merkmale von Underachievern:  Schlechte Schulleistung bei hoher Intelligenz  Bei Misserfolgen leicht verletzbar  Entwicklung zum Klassenkasper oder stummen Verweigerer  Geringes Durchhaltevermögen  Minderwertigkeitsgefühle  Einstellung von Mitarbeit bei Routinearbeiten  Im Kindergarten,in der Grundschule oft impulsiv, sprunghaft, leicht ablenkbar  Psychosomatische Beschwerden (Bauch- o. Kopf- schmerzen

6 Zu 2. Schulische Förderung - ein Problem? „Zudem bleibt ein Teil der Hochbegabten sogar mit den schulischen Leistungen weit hinter den Erwartungen zurück. Als Ursache wird eine schulische Unterforderung angenommen: Die hochbegabten Schüler würden nicht angemessen gefordert, daraus entstehe Langeweile, die Schüler würden abschalten und die Mitarbeit verweigern. Dadurch könnten die Schüler kein angemessenes Lern- und Arbeitsverhalten entwickeln,

7 ebenso ist die angemessene Entwicklung motivationaler Variablen (z.B. Fähigkeits- selbstkonzept) gefährdet.“ (U.Koch: „Lernen und Hochbegabung in der Grundschule“) „Königsweg zur Förderung aller Schüler in heterogenen Lerngruppen: Methoden des Offenen Unterrichts“ (s.o. Koch)

8 „ Besonders Binnendifferenzierung und Individualisierung werden als unverzichtbar zur angemessenen Förderung Hochbegabter angesehen.“ (vgl. Graumann, 2002) „Bei der inneren Differenzierung werden in Abhängigkeit vom Leistungsstand oder Interesse den Schülern unterschiedliche Arbeitsaufträge erteilt… Dadurch können Inhalte vorgeholt oder vertieft werden.“ (vgl. Koch, 2007) Akzeleration möglich!

9 Alternativen zu traditionellen Maßnahmen: (vgl. Ziegler 2009) Selbstreguliertes Lernen  Effektiv bezüglich Wissens- und Leistungszuwächsen  Gesteigerte Motivation  Sollte früh einsetzen  Bisher wenig evaluiert in Bezug auf Hochbegabte

10 „Wichtig ist, dass man die Grundlagen der Menschlich- keit in die Führung hochbegabter Kinder einbezieht, selbst wenn es bedeutet, dass sie deswegen ein paar Fakten weniger lernen.“ „Ein starkes Selbstkonzept ist wesentlich für hochbe- gabte Kinder, und ihre emotionale Entwicklung verdient mehr Aufmerksamkeit, als Eltern, Lehrer und andere Fachleute ihr bisher gewidmet haben.“ (Webb, Meckstroth,Tolan: „Hochbegabte Kinder, ihre Kinder, ihre Eltern, ihre Lehrer“, Bern, 2007)

11 Zur Förderung der Motivation: (vgl. ICBF Münster/ Nijmegen, Praxisberichte Begabtenförderung Hirschmann, Sundheim: „Eine Handreichung für die Praxis im Umgang mit den unterschiedlichen Profilen hochbegabter Kinder“. Band 3. Berlin.2007)  Weniger Übungs- und Wiederholungsaufgaben, verschiedene Lernangebote, aus denen Kind wählen kann  Mit Kind klare Ziele festlegen  Neugierdeverhalten wecken, andere Lern- und Denkwege zulassen, Durchhaltewillen fördern  Bei Interessen und Stärken des demotivierten Kindes ansetzen  Arbeit selbst reflektieren lassen

12 Zur Förderung von Kreativität: (vgl. Urban 1998 in Hirschmann, Sundheim: „Eine Handreichung…)  Kreative Menschen brauchen Selbstvertrauen - bei Fehlern das Bemühen um eigene Lösung in den Vordergrund stellen  Was-wäre-wenn Denken für Kreativität erforderlich - Rollenspiele, Simulationen  Auch systematisches Denken und Arbeiten notwendig – selbstständiges Beschaffen von Informationen aus Fachbüchern und Internet

13  Hohes Durchhaltevermögen wichtig – Arbeitsfortschritt muss größtes Ziel sein  Vertiefung in ein Wissensgebiet als Voraussetzung für kreative Leistungen – Kinder ermutigen, Interessen längerfristig nachzugehen  Kreative Lernumgebung notwendig – Schüler mit seinen Ideen ernst nehmen – nicht ständig Leistungsbewertung

14 Zu 3. Lernpläne, Förderpläne, Entwicklungspläne ? Allgemeines zu „Lernplänen“ an allgemeinbildenden Schulen (Schleswig-Holstein 2003) „Als Instrument lernprozessbegleitender Beobachtung, pädagogischer Reflexion und individueller Förderung erstellen alle allgemeinbildenden Schulen einen Lernplan für jede Schülerin und jeden Schüler mit besonderer Begabung oder mit Lernproblemen, …“

15 „Ein Förderplan ist ein schriftlicher Plan zur gezielten Förderung von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf oder von solchen, die von Schulversagen bedroht sind.“ (vgl. Melzer 2008) Förderpläne als Instrumente zur Begabtenförderung – LIBRO – Lernnetzwerk zur integrierten Begabtenförderung im Rahmen offenen Unterrichts

16 LIBRO Schulen in NRW und Hessen ● Offene Schule Waldau Kassel ● Laborschule Bielefeld ● Gesamtschule Hagen-Eilpe ● Elsa-Brandstrom-Gymnasium Oberhausen ● Margaretengrundschule Münster ● Bischöfliches Gymnasium St. Mauritz Münster

17 Sächsisches Bildungsinstitut 2007  Schulgesetz und Verordnungen: „ Die individuelle Förderung eines Schülers kann in einem pädagogischen Entwicklungsplan dokumentiert werden. Für Schüler mit Teilleistungsschwächen und anderen leistungs- und verhaltensbedingten Besonderheiten muss ein pädagogischer Entwicklungsplan erstellt werden…“

18 „ Zur langfristigen, systematischen und individuellen Förderung bietet sich die Arbeit mit einem Förderplan- nicht nur bei sonderpädagogischem Förderbedarf – oder auch mit einem Entwicklungsplan an. Der Förderplan sollte allgemeine Angaben, die individuellen Förderbereiche des Schülers nach der Analyse des IST-Zustandes, die Förderziele und – maßnahmen sowie Organisation der Förderung und die Verlaufskontrolle beinhalten.“

19 Zu 4. Individuelle Förderpläne für Hochbegabte innerhalb einer homogenen Klassengemeinschaft Muster - Lernpläne (Schleswig Holstein)

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21 Dokumentation – Lernpläne (Beispiel: Tom/Englisch –Kl.5/6) Achtung : Eintragungen zur Überprüfung des Ziels „Erhaltung der Lernmotivation“ sagen nichts darüber aus- nur Überprüfung der kognitiven Fähigkeiten im Fach Englisch !

22 Beispiel: Katja: Kl.5/ Lern- und Sozialverhalten Hinweis: Genaue Angabe zur Dauer der Maßnahme besser! (z.B. 2 Wochen)

23 Muster – Entwicklungsplan ( Sachsen)

24 Zu 5. Selbstgesteuertes Lernen- Möglichkeit der Umsetzung- Vorbereitung auch auf Akzeleration „Wenn Lernen im Kern ein individueller Prozess ist, der im günstigen Fall durch soziales Lernen angeregt wird, sind Überlegungen unausweichlich, in welcher Weise über den herkömmlichen Unterricht hinaus Schülerinnen und Schüler befähigt werden, ihr Lernen selbst in die Hand zu nehmen. …Sie müssen ihren Lerntyp, ihre Lernstrategien, ihre Lern-und Arbeitstechniken finden, um selbstständig die Erreichung der gesetzten Ziele anstreben zu können.“ (Manfred Bönsch: „Selbstgesteuertes Lernen in der Schule“. Braunschweig.2006)

25 „Ein weiteres Problem besteht darin, dass bei lehrerorientiertem Unterricht das Lerntempo an einen angenommenen Durchschnitt orientiert ist, nur orientiert sein kann, so dass recht viele Schülerinnen und Schüler ihr Lerntempo nicht finden.“ „Selbstbestimmtes, selbstverantwortetes Lernen kann hier andere Lernmöglichkeiten eröffnen.“ ( s.o. Manfred Bönsch )

26 „Die innere Differenzierung gehört zwar in vielen Grundschulen zum üblichen Inventar, wird jedoch als einzige Maßnahme zur Förderung Hochbegabter als nicht ausreichend bewertet.“ (Fischer,2002 in Koch: „Lernen und Hochbegabung in der Grundschule“ ) „ Zusätzlich werden Maßnahmen der Akzeleration und des Enrichments empfohlen.“ (vgl. Henze, Sandfuchs, Zumhasch, 2001, in Koch…)

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28 Vorbereitete Umgebung für „Offenen Unterricht“

29 Verschiedene Arbeitsplätze (Tisch, Boden)

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32 Verwendete Literatur/ Quellen:  A.Hirschmann,M.Sundheim (icbf Begabtebförderung Band 3): „Eine Handreichung für die Praxis im Umgang mit den unterschiedlichen Profilen hochbegabter Kinder“.Berlin  U. Koch: „Lernen und Hochbegabung in der Grundschule“. Frankf. am M  U. Stedtnitz: „Mythos Begabung- Vom Potenzial zum Erfolg“. Bern  A. Ziegler: „Hochbegabung“. München  Bundesminist.f.Bildung u. Forschung: „Begabte Kinder finden und fördern“ Bonn  J.T. Webb, E.A. Meckstroth, S.S. Tolan: „Hochbegabte Kinder, ihre Eltern, ihre Lehrer“. Bern  U. Eller, W. Grimm: „ Individuelle Lernpläne für Kinder“. Weinh u. Basel  M. Bönsch: „ Selbstgesteuertes Lernen in der Schule“. Braunschweig   Sächsisches Bildungsinstitut 2007 : „Entwicklungsplan/Bildungsvereinbarung in Sachsen“  Beiträge aus den Seminaren des Studiums „Begabungsforschung und Kompetenzentwicklung“ der Universität Leipzig 2009/ 2010

33 „Alles, was du bist, alles, was du willst, alles, was du sollst, geht von dir selbst aus“ (J. H. Pestalozzi) „Ich wünsche Ihnen die Kraft, trotz des schwierigen Schulalltages, Neues auszuprobieren. Ich bedanke mich für Ihr Interesse. Hoffentlich habe ich Ihnen ein paar Tipps geben können. Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Spaß und Erfolg bei der Arbeit mit den Kindern.“ (Ihre Kollegin B. Nitzsche)


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