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Ethik. [zu griechisch éthos »Sitte«, »Brauch«] die, philosophische Wissenschaft vom Sittlichen (Sittlichkeit); sie sucht auf die Frage: »Was sollen wir.

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1 Ethik

2 [zu griechisch éthos »Sitte«, »Brauch«] die, philosophische Wissenschaft vom Sittlichen (Sittlichkeit); sie sucht auf die Frage: »Was sollen wir tun?« zu antworten.

3 Gegenstände ihrer Betrachtung sind die menschlichen Handlungen, die Gesinnung, aus der diese hervorgehen (Gesinnungsethik), die von ihnen erzeugten Wirkungen (Erfolgsethik) und die Werte und Normen selbst (Wertethik). Von dieser Individualethik wird eine Sozialethik unterschieden.

4 Ein besonderer Ausgangspunkt des ethischen Denkens ist die Frage, ob die sittlichen Willensantriebe und Wertschätzungen angeboren, also in gewissem Ausmaß allen Menschen gemeinsam sind, oder ob sie aus der Erfahrung gewonnen werden und daher nach Völkern und Zeitaltern wechseln.

5 Einige Richtungen der Ethik ergeben sich aus dem Versuch, die sittlichen Erscheinungen auf einen einheitlichen, an sich außersittlichen Wert zurückzuführen, etwa die Glückseligkeit (Eudämonismus), die Lust (Hedonismus), den eigenen oder den allgemeinen Nutzen (Utilitarismus). Moralphilosophie, Moraltheologie, theologische Ethik.

6 Ein besonderes Merkmal der stoischen Philosophie ist die kosmologische, auf Ganzheitlichkeit der Welterfassung gerichtete Betrachtungsweise, aus der sich ein in allen Naturerscheinungen und natürlichen Zusammenhängen waltendes göttliches Prinzip ergibt. Für den Stoiker als Individuum gilt es, seinen Platz in dieser Ordnung zu erkennen und auszufüllen, indem er durch die Einübung emotionaler Selbstbeherrschung sein Los zu akzeptieren lernt und mit Hilfe von Gelassenheit und Seelenruhe zur Weisheit strebt.

7 Geschichte: Als Wissenschaft ist Ethik zuerst von Aristoteles entwickelt worden (Tugendlehre; Tugend). Die Stoa betonte dann die sittliche Forderung eines von der Natur gegebenen Gesetzes. Dieser Gedanke verband sich im Christentum mit dem des offenbarten Gesetzes Gottes.

8 Als Stoa (griech. Στοά)griech. wird eines der wirkungsmächtigsten philosophischen Lehrgebäude in der abendländischen Geschichte bezeichnet. Tatsächlich geht der Name (griechisch στο ὰ ποικίλη – „bemalte Vorhalle“) auf eine Säulenhalle auf der Agora (Athen), dem Marktplatz von Athen zurück, in der Zenon von Kition um 300 v. Chr. seine Lehrtätigkeit aufnahm. philosophischenAgora (Athen) Zenon von Kition

9 Erst bei Thomas von Aquin entstand daraus eine umfassende philosophisch- theologische Synthese, deren Grundbegriffe bis in die Aufklärung erhalten blieben. In der Neuzeit wurde die Forderung erhoben, jede faktisch allgemein befolgte sittliche Norm als vernünftige Vereinbarung zu begründen; Begründungsregel bei Kant ist der kategorische Imperativ.

10 Kategorischer Imperativ in I. Kants praktischer Philosophie Formel für das oberste, a priori gültige Sittengesetz. Eine Formulierung des kategorischen Imperativs lautet: »Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könnte.«

11 In Frankreich deckte die existenzialistische Ethik der Nachkriegszeit (J.-P. Sartre, A.Camus) besonders die anthropologischen Voraussetzungen der Ethik auf, ließ allerdings die ethische Sinnfrage zurücktreten.

12 Über Großbritannien hinaus hat sich in der neuesten Zeit die sprachanalytische Metaethik ausgebreitet, die unter dem Einfluss der Gedanken G.E. Moores (Principia ethica) und L.Wittgensteins steht.

13 Sittlichkeit dem Sittengesetz entsprechendes Denken und Handeln aus freier Entscheidung. Sittlichkeit bezieht sich auf die Gesamtheit menschlichen Tuns. Der Mensch handelt dann sittlich (moralisch, ethisch) gut, wenn er sich unter dem Anspruch der Sittlichkeit die Ziele seines Handelns selbst gibt und das Gute zu verwirklichen sucht.

14 Sozialethik im Verständnis der katholischen Soziallehre ein Teilgebiet der Ethik, das die sittlichen Normen und Prinzipien menschlichen Handelns im gesellschaftlichen Leben untersucht. Die evangelische Soziallehre versteht alle Ethik als Sozialethik mit der Begründung, dass ethische Probleme erst im Zusammenleben der Menschen entstehen.

15 Hedonismus [zu griechisch hedone »Freude«, »Vergnügen«, »Lust«] der, als Sonderform des Eudämonismus die philosophische Lehre, dass das Streben nach Lust alles menschliche Handeln und Verhalten entscheidend bestimmt beziehungsweise bestimmen sollte. Dem von Aristippos, begründeten Hedonismus stand auch Epikur nahe.

16 Während der psychologische Hedonismus (S.Freud) im Streben nach Lust einen entscheidenden Beweggrund menschlichen Tuns erblickt, vertritt der ethische Hedonismus die moralphilosophische These, Lust sei um ihrer selbst willen erstrebenswert.

17 Moralphilosophie die philosophische Lehre von der Sittlichkeit, in der früher die Lehre von Recht und Staat und die Ethik als Sittenlehre enthalten war; von I. Kant als »Metaphysik der Sitten« bezeichnet. Gegenwärtig ist Moralphilosophie gleichbedeutend mit Ethik.

18 Moraltheologie (theologische Ethik), Teildisziplin der katholischen Theologie, die normative Handlungsvorgaben für den praktischen Lebensvollzug des Christen entwickelt.

19 Tugend Tüchtigkeit, sittliche Haltung. Ursprünglich Bezeichnung für jede besonders entwickelte Fähigkeit, wurde Tugend von Sokrates definiert als Gesinnung, die auf die Verwirklichung moralischer Werte ausgerichtet ist.

20 Aristoteles unterschied in seiner Tugendlehre die Verstandestugend von den ethischen Tugenden, die im Einhalten der jeweils richtigen Mitte zwischen Extremen bestehen. Seit Platon wurden bestimmte Grundtugenden festgeschrieben (Kardinaltugenden).

21 Kardinaltugenden die vier seit Platon zusammengestellten hauptsächlichen Tugenden: Weisheit, Tapferkeit, Besonnenheit, Gerechtigkeit. Auf sie wurden von der Stoa an die übrigen Tugenden zurückgeführt. Thomas von Aquin fügte diesen die drei theologischen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe hinzu. In der katholischen Moraltheologie blieb die klassische Einteilung bis ins 20.Jahrhundert erhalten.

22 Metaethik seit Anfang des 20.Jahrhunderts im angloamerikanischen Sprachraum entwickelte Theorie der Ethik, die die sprachliche Form moralischer Aussagen untersucht. Die Metaethik sucht die ethischen Fragestellungen v.a. durch eine Analyse der Bedeutungen moralischen Ausdrücke (gut, böse, Pflicht, sollen usw.) zu klären.


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