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Globalisierung und Global Cities FS 2012 – Seminar Stadtsoziologie Reto Bürgisser, Raphael Gaus, Silvana Lindt, Eva Moehlecke, Michèle Müller, Raphael.

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1 Globalisierung und Global Cities FS 2012 – Seminar Stadtsoziologie Reto Bürgisser, Raphael Gaus, Silvana Lindt, Eva Moehlecke, Michèle Müller, Raphael Schwere

2 Inhalt Globalisierung, wirtschaftliche Grundlagen und deren Folgen Global City Theorie - Saskia Sassen Kritik am Konzept Wie bestimmt man Global Cities? Taylor (2005) Weltstadt Zürich? Koll-Schretzenmayer, Martina, Frank Ritterhoff und Walter Siebel (2005) Diskussion

3 Globalisierung - Begriffsannäherung «Kontinente und Nationen werden in ein immer engeres Netzwerk von Produktion, Handel, Information und Kommunikation eingebunden» Pelizzari (2003) «Vermehrung und Intensivierung von weltweiten wirtschaftlichen und sozialen Beziehungen» Häussermann und Roost (2000) Übergang von Aussenhandel zu einer global organisierten Produktion Etablierung eines Weltmarktes durch Echt-Zeit- Kommunikation – die Bedeutung von räumlichen Distanzen nimmt ab

4 Wirtschaftliche Grundlagen der Globalisierung Strukturwandel in den postindustriellen Ökonomien Erhöhter Wettbewerbs- und Kostendruck unter den Ländern und Unternehmen Entscheidende Akteure: Staatenbündnisse und transnationale Unternehmen (Global Players) Markteintritt von China und Schwellenländern wie Indien, Brasilien aber auch Mittel- und Osteuropa erhöht den Standortwettbewerb (Global Sourcing) Kapitalverwertung nach wie vor in den Industriestaaten (Triade Europa, USA und Japan) Fortschritte in der Telekommunikation führen dazu, dass Investoren Einfluss auf Wechselkurse, Aktienkurse und Zinsen ausüben können

5 Politische, soziale und wirtschaftliche Konsequenzen der Globalisierung Abbau von Handelsbeschränkungen Freie Konvertierbarkeit von Währungen Öffnung und Transformation des Arbeitsmarktes Bedeutungsverlust des Nationalstaates Wohlfahrtsstaatliche Folgen Kulturelle Homogenisierung

6 Globalisierung und Stadt? Vom nationalen und regionalen traditionellen Zentrum zum globalen Knotenpunkt: Entterritorialisierung bzw. Entlokalisierung Glocalisierung Herausbildung eines neuen Stadttypus, der Global City

7 Saskia Sassen – Begründerin des Global City Ansatzes Professorin an der Columbia University und London School of Economics Stadtentwicklung unter dem Aspekt der Globalisierung, internationale Migrationsströme, neue Technologien und Global Cities The Mobility of Labor and Capital (1988) The Global City (1991) Territory, Authority, Rights: From Medieval to Global Assemblages (2006)

8 Global City: Schauplatz globaler Prozesse « Global Citys sind zentrale Standorte für hoch entwickelte Dienstleistungen und Telekommunikationseinrichtungen, wie sie für die Durchführung und das Management globaler Wirtschaftsaktivitäten erforderlich sind» (Sassen 1997: 39).

9 Global City Theorie Neue Formen der territorialen Zentralisation Spezialisierte Dienstleistungs- und Produktionszentren An die Stelle von Nationalstaaten treten Finanz- und Börsenzentren, Medienunternehmen und Werbeagenturen Entkoppelung vom räumlichen Umfeld Zentralisierung: Kostenersparnisse und Innovation

10 Soziale Konsequenzen nach Sassen Arbeitsmarkt von hochqualifizierten Spezialisten und niedrigqualifizierten Hilfskräften Globalisierungsspezifische Zuwanderung Verschlechterung der Beschäftigungsverhältnisse, Entstehung eines informellen Arbeitsmarktes Räumliche Verdrängungsprozesse Vergrösserung der Einkommensschere Neues Muster soziale Ungleichheiten – Polarisierung der Sozialstruktur

11 Kritik am Global City Ansatz Hierarchisierung und Innovation? Empirische Herleitung? Klassifizierung? Immigrationsthese? Unhistorischer Ansatz?

12 Wie bestimmt man global cities? Leading World Cities: Empirical Evaluations of Urban Nodes in Multiple Networks (Peter J. Taylor: 2005)

13 Begriffe cities in globalisation und leading world cities world city network

14 theoretische Grundlagen empirische Untersuchungen von Städten im Netzwerk der Weltstädte, um besonders wichtige Knotenpunkte zu eruieren Beziehungen zwischen Städten Netzwerke von Aktivitäten Aktivitätscluster ineinander greifende Netzwerke  Weltstadtnetzwerke

15 theoretische Grundlagen ökonomische, kulturelle, politische und soziale Prozesse der Globalisierung  verschiedene multiple Netzwerke aus unterschiedlichen globalen Bereichen sozialer Aktivität

16 Grundlagen des Modells Prozess der Formation eines Weltstadtnetzwerks durch Institutionen Finanzdienstleistungsunternehmen, NGOs, Medienkonglomerate etc. Büros bzw. Niederlassungen der Institutionen verbinden Städte durch Informationsfluss Problem: Informationen über Städte verbindende Flüsse nicht verfügbar  indirekte Messung notwendig

17 Grundlagen des Modells Schätzung der Flüsse mittels interlocking network modell Anzahl Partner jeder Institution in den verschiedenen Städten  transnationales Städtenetzwerk Bedeutung von Städten im Netzwerk – Gesamtaktivität in einer Stadt  Knotengrösse – Verbindungen zu anderen Städten  Netzwerk- Konnektivität

18 Datengrundlage

19 Resultat: führende Weltstädte

20 Erweiterung des Modells bis jetzt nur Bedeutung von Städten im gesamten Netzwerk wichtige Städte im Zentrum von Teil- Netzwerken fehlen  Teilnetz-Artikulator-Städte

21 Resultat: Taxonomie führender Städte Weltstadtnetzwerk geprägt von hierarchischen Tendenzen Differenzierung zwischen global cities und world cities  repräsentieren die oberen Hierarchiestufen im Weltstadtnetzwerk

22 Resultat: Taxonomie führender Städte 1. Stufe: bedeutender globaler Beitrag in mehreren Aktivitätsbereichen der Globalisierung 2. Stufe: sehr starker globaler Einfluss auf einen bestimmten Aktivitätsbereich der Globalisierung  global cities

23 Resultat: Taxonomie führender Städte 3. Stufe: Teilnetz-Artikulator-Städte 4. Stufe: weltweiter Einfluss auf einen bestimmten Aktivitätsbereich der Globalisierung  world cities

24 Resultat: Taxonomie führender Städte

25 aktuelle Forschung Analyse und Visualisierung von globalen Städtenetzwerken Marco M. Salvini: Relational urban studies – A triangulation of computational semantic analysis, social network analysis, and spatialization methods. Dissertation am Geographischen Institut der UZH

26

27 Weltstadt Zürich? Studie Koll-Schretzenmayer, Martina, Frank Ritterhoff und Walter Siebel (2005)

28 Taxonomie führender Städte

29 Soziale Konsequenzen Global Cities Sozioökonomische Polarisierung mit entsprechender Veränderung der sozialräumlichen Organisation Manifestation der sozialräumlichen Polarisierung in – Armutskonzentration, Verfall ganzer Stadtquartiere – Entstehung ethnischer Ghettos – Gentrifizierung – Schwund der Mittelschichtquartiere

30 Untersuchung zu Zürich Hypothesen: 1.In global cities lässt sich sozioökonomische Polarisierung beobachten. 2.Global cities unterliegen einer sozialräumlichen Polarisierung. 3.In global cities findet sich ein Zusammenhang zwischen sozialräumlicher Polarisierung und baulicher Dynamik

31 Züri-Facts Einwohnerzahl: 365‘000 (2005) Davon 30% Ausländer Einwohnerzahl Agglomeration: 1.1 Millionen (2003) 410 Banken im Kanton Zürich, davon 92 mit Hauptsitz Zürcher Börse: siebtgrösste Börse der Welt 330’000 Angestellte, davon 88.5% im tertiären Sektor (2004)

32 Soziale Polarisierung in Zürich Qualifikation (1990 – 2000) – Hochqualifizierte: von 12.4% auf 17.5% – Mittel Qualifizierte: von 59.7% auf 46.8% – Niedrigqualifizierte: von 19.0% auf 10.7% Einkommen (1991 – 2002) – Tiefes steuerbares Einkommen: 6.84% auf 11.43% (u.a. durch steigende Arbeitslosigkeit) – Mittleres steuerbares Einkommen: 64.15% auf 62.50% – Hohes steuerbares Einkommen: 6.40% auf 8.73%

33 Polarisierung Vermögen Verteilung der Steuerpflichtigen in der Stadt Zürich 1991 und 2002 nach Vermögen. (Quelle: Statistik Stadt Zürich)

34 Sozialräumliche Struktur Zürich

35 Sozialräumliche Polarisierung: Einkommen

36 Segregierte Quartiere Zürichberg – Rückgang der statusniedrigen Migranten um 25% – Höchster Anteil an Hochqualifizierten – Höchstes Durchschnittseinkommen, grösste Vermögen. Hardquartier – Besonders niedriger Anteil Hochqualifizierter – Besonders tiefes Durchschnittseinkommen – Überdurchschnittliche Zunahme statusniedriger Migranten – Jedoch in sich heterogenes Quartier

37 Sozialräumliche Polarisierung und bauliche Dynamik Hypothese 3: In global cities findet sich ein Zusammenhang zwischen sozialräumlicher Polarisierung und baulicher Dynamik. 2 Teilhypothesen – Zonen mit unterschiedlichem sozialen Status unterscheiden sich hinsichtlich der Investitionsintensität. – Wandel des sozialen Status eines Quartiers geht mit intensiviertem Wandel der Bausubstanz einher

38 Teilhypothese 1: Quartiere nach baulicher Dynamik Investitionsdaten im Wohnungsbau in der Stadt Zürich (Quelle: Statistik Stadt Zürich)

39 Teilhypothese 2: Statuswandel und bauliche Veränderungen Investitionsdaten im Wohnungsbau in der Stadt Zürich für den Quartiersgruppentyp „Mittelschicht“. (Quelle: Statistik Stadt Zürich)

40 Fazit Sozioökonomische und sozialräumliche Polarisierung ist feststellbar. Zusammenhang zwischen baulicher und sozialer Veränderung vorhanden. Jedoch: keine Verslumung, keine Ghettos. Bauliche Veränderung tragen zur Aufwertung der Stadt als Ganzes und zur Desegregation statusniedriger Migranten bei

41 Diskussion

42 These 1: Trend zur Global City? Würde man heute, 10 Jahre später, die Hypothesen des Artikels nochmals prüfen, unter Berücksichtigung aktueller Daten und unter Einbezug des ganzen Agglomerationsraumes, würde man zum Ergebnis kommen, dass sich die sozioökonomische und sozialräumliche Polarisierung verstärkt hat.

43 “[…] Es gilt, jegliche Formen von Polarisierung rechtzeitig zu erkennen und präventiv anzugehen.” (Strategie Zürich 2025, Stadtrat 2007) “[…] Trotz soziodemographisch unterschiedlich zusammengesetzter Wohnquartiere ist in Zürich praktisch keine soziale Polarisierung festzustellen. […]” Raumbeobachtung Kt. Zürich, Baudirektion Kt. Zürich (2007) Raumentwicklung. In: Heft 25, Dezember

44 ‚Seefeldisierung‘ Yuppisierung (young urban professionals) hohe bauliche Dynamik steigende Mietpreise abnehmende soziale Durchmischung Verdrängung der bisherigen Wohnbevölkerung Gentrifizierung Tagesanzeiger, , NZZ, ,

45 These 2: Zh als regulierte Global City? Sozialstaat, regulierter Arbeits-/ Wohnungsmarkt und eine ‚Politik der Durchmischung‘ in der Stadt Zürich tragen wesentlich dazu bei, dass die Polarisierung sich nicht stärker ausprägt respektive aktiv verhindert werden soll. “Die Stadt begegnet sozialräumlichen Entmischungstendenzen und gesellschaftlicher Polarisierung mit einer entsprechenden Wohn- und Sozialpolitik.” (Strategien Zürich 2025, Stadtrat 2007)

46 These 2: Zh als regulierte Global City? Ausgebauter Sozialstaat Arbeitsmarkt: Mindestlohn, Gewerkschaften, etc. Wohnungsmarkt: 1/3 marktfernes Segment (Koll-Schretzenmayr et al. 2005:69) Langstrasse PLUS „urbanes, durchmischtes, ‚stabiles’ Wohnquartier mit der Langstrasse als Vergnügungsachse“ (Stadt Zürich Polizeidepartement (2011) Langstrasse PLUS: Rückblick und Ausblick)

47 These 3: Positionierung und Standortvorteile Ihren Ruf als ‘global’ und ‘international’ verdankt Zürich nur dem Finanzplatz (40 Prozent ihrer wirtschaftlichen Potenz) und wirtschaftlichem Potential. “Primarily economic global contributions: Frankfurt, […] and Zurich” (Taylor 2005:1606) “The most powerful of these new geographies of centrality at the inter-urban level bind the major international financial and business centres: New York, London, Tokyo, […], Zurich […].” (Sassen 2002:218)

48 These 3: Positionierung und Standortvorteile zuerich.ch/content/portal/de/index/portraet_de r_stadt_zuerich/filmportraits_stadt_zuerich.htm l

49 These 3: Positionierung und Standortvorteile Pro – Betonung der ökon. Potenz, Standortvorteile (Friedmann 1986, Sassen 2002, Taylor 2005) Contra – Weitere Lebensbereiche (Wolff 1994, 1996) Gesellschaftliche Liberalisierung (70/80er) Cities and the Creative Class (nächste Sitzung) “The cultural opening – demanded and realized by the movement of has thus raised Zurich’s economic attractiveness and has helped to transform Zurich into a cosmopolitan metropolis: Zurich’s world city formation is the product of the dialectics of the headquarter economy and the urban revolt.” (Wolff 1996:113)

50 Literatur Friedmann, J. (1986): The world city hypothesis. Development and Change, 17 (1): 69–83. Häussermann, Hartmut und Frank Roost (2000): Globalisierung, Global City (79-91). In: Häussermann, Hartmut (Hg.): Grossstadt. Soziologische Stichworte. Opladen, Leske + Budrich. Koll-Schretzenmayer, Martina, Frank Ritterhoff und Walter Siebel (2005): Wie global ist die Weltstadthypothese? Soziale und räumliche Polarisierung in der europäischen Stadt. Das Beispiel Zürich. In: diSP 163, Pelizzari, Alessandro (2003): Globalisierung. In: Carigiet, Erwin et al. (Hg.): Wörterbuch der Sozialpolitik. Rotpunktverlag, Zürich Sassen, Saskia (1996): Metropolen des Weltmarktes. Die neue Rolle der Global Cities. Campus, Frankfurt/Main. Sassen, S. (2002): Global Cities and Diasporic Networks: Microsites in Global Civil Society. In: Global Civil Society Edited by Helmut Anheier et. al. Oxford University Press. Schäfers, Berhard (2006): Stadtsoziologie. Stadtentwicklung und Theorien – Grundlagen und Praxisfelder. Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden. Taylor, J. Peter (2005): Leading World Cities. Empirical Evaluations of Urban Nodes in Multiple Networks. Urban Studies 42: 1593 – Wolff, Richard (1994): "Urbanization in Zurich: headquarter economy and city-belt" (zusammen mit Hitz, H. und Schmid, C.). In: Environment and Planning D: Society and Space 1994, volume 12, pages Wolff, Richard (1996): "Zürich Goes Global: Exploring the Socio-Economic and Political Effects of Globalization" (gemeinsam mit Hitz, H. und Schmid, C.). In: Social Polarization in Post-Industrial Metropolises. Herausgegeben von Prof. Dr. Jürgen Friedrichs und John O'Loughlin. de Gruyter, Berlin and New York.


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