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Umsatzsteuer Leitfaden Edgar Oberländer – Mitglied im Landesausschuss Recht, Steuern und Versicherung Stand: Januar 2015.

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Präsentation zum Thema: "Umsatzsteuer Leitfaden Edgar Oberländer – Mitglied im Landesausschuss Recht, Steuern und Versicherung Stand: Januar 2015."—  Präsentation transkript:

1 Umsatzsteuer Leitfaden Edgar Oberländer – Mitglied im Landesausschuss Recht, Steuern und Versicherung Stand: Januar 2015

2 Vereinsberatung : Steuern Unternehmereigenschaft eines Vereins Es muss sich um einen Unternehmer handeln (Ein Verein ist Unternehmer, wenn er nachhaltig mit Wiederholungsabsicht tätig ist um Einnahmen zu erzielen) Es müssen Lieferungen und sonstige Leistungen vorhanden sein (Lieferungen: Handel mit Waren, Verkauf von Speisen und Getränken) (Sonstige Leistungen: können in einem Tun, Handeln oder Unterlassen bestehen) Die Lieferungen und sonstigen Leistungen müssen im Inland ausgeführt werden (Inland ist die Bundesrepublik Deutschland. Geltungsbereich des Grundgesetzes) Den Lieferungen und sonstigen Leistungen muss ein Entgelt gegenüber stehen (Der Leistung muss eine Gegenleistung gegenüber stehen) Die Lieferungen und sonstigen Leistungen gegen Entgelt die im Inland ausgeführt werden, müssen im Rahmen des Unternehmens ausgeführt werden (Das Unternehmen umfasst die gesamte gewerbliche oder berufliche Tätigkeit des Unternehmers) Prüfung, ob es sich um eine steuerfreie oder steuerpflichtige Lieferung oder sonstige Leistung handelt (Wenn keine gesetzliche Steuerbefreiung nach § 4 UStG vorliegt, handelt es sich immer um einen steuerpflichtigen Umsatz) Prüfung der Höhe des Entgelts (Entgelt ist alles was der Abnehmer aufwendet um die Ware zu erhalten) Anwendung des Steuersatzes 7% oder 19% Edgar Oberländer – Mitglied im Landesausschuss Recht, Steuern und Versicherung Stand: Januar 2015

3 Vereinsberatung : Steuern Überblick über die Umsatzsteuer bei Vereinen Verein Ideeller BereichZweckbetrieb Wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb Eigentlicher ideeller Bereich Vermögens- verwaltung Unternehmerischer Bereich des Vereins Edgar Oberländer – Mitglied im Landesausschuss Recht, Steuern und Versicherung Stand: Januar 2015

4 Vereinsberatung : Steuern Steuersätze bei der Umsatzsteuer Ideeller BereichZweckbetrieb Wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb eigentlicher ideeller Bereich Vermögens- Verwaltung keine Umsatzsteuer- pflicht bei Option zur USt = 7 % Umsatzsteuer 7% Umsatzsteuer 19% Edgar Oberländer – Mitglied im Landesausschuss Recht, Steuern und Versicherung Stand: Januar 2015

5 Vereinsberatung : Steuern Unternehmerischer und Nichtunternehmerischer Bereich des Verein Ideeller Bereich Mitgliedsbeiträge Zuschüsse Spenden Nichtunternehmer- ischer Bereich = keine Umsatzsteuer Vermögens- verwaltung Zweckbetrieb Wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb Verkauf von Speisen und Getränken Erfüllung des Satzungszwecks gegen Entgelt Unternehmerischer Bereich = Umsatzsteuer Zinsen Ver- mietung Edgar Oberländer – Mitglied im Landesausschuss Recht, Steuern und Versicherung Stand: Januar 2015

6 Vereinsberatung : Steuern Außerunterneh- merisch. Bereich Unternehmerischer Bereich Ideeller Bereich Mitgliedsbeitrag Zuschüsse Spenden Aufnahmegeb. Erbschaften Keine Umsatzsteuer Kein Vorsteuerabzug Vermögens- verwaltung Zweck- betrieb Außerunternehm. Bereich (wGB) Mieteinnahmen für Wohnungen Pachteinnahmen Gaststätte Werberechte Zinsen Eintrittsgelder Startgelder Vereinszeitung Kursgebühren Ablösesummen Tombola Werbung Gaststätte Vereinsheime Gesellige Veranstaltungen Bezahlte Sportl. Steuerfrei oder 7 % USt Steuerfrei oder 19 % USt Steuerfrei oder 7 % USt Vorsteuerabzug möglich Edgar Oberländer – Mitglied im Landesausschuss Recht, Steuern und Versicherung Stand: Januar 2015

7 Vereinsberatung : Steuern Kleinunternehmerregelung § 19 UStG Gesamtumsatz § 19 Absatz 3 UStG gleich Umsatz i.S.d. § 19 Absatz 1 Satz 2 zuzüglich darauf entfallende USt gleich Bruttoumsatz i.S.d. § 19 Absatz 1 Satz 1 UStG Hat der Bruttoumsatz im vorangegangenen Kalenderjahr ,-€ überstiegen ? JANEIN Wird Bruttoumsatz im laufenden Kalenderjahr ,-€ übersteigen JANEIN Hat der Verein zur Regelbesteuerung optiert ? NEINJA Bindungsfrist 5 Jahre Verein ist Kleinunternehmer des § 19 UStG keine Umsatzsteuerabrechnung mit dem Finanzamt Ausnahmeregelung des unberech tigten USt-Ausweis beachten Verein ist kein Kleinunternehmer des § 19 UStG Umsätze müssen nach den allgemeinen Vorschriften versteuert werden Edgar Oberländer – Mitglied im Landesausschuss Recht, Steuern und Versicherung Stand: Januar 2015

8 Vereinsberatung : Steuern Voraussetzungen der Kleinunternehmerregel des § 19 UStG Der Gesamtumsatz (Einnahmen) aus den wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben und Eintrittsgelder des Zweckbetriebs dürfen im vorangegangenen Kalenderjahr ,- € nicht überstiegen haben Der Gesamtumsatz (Einnahmen) aus den wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben und Eintrittsgelder des Zweckbetriebs dürfen im laufenden Kalenderjahr ,-€ nicht übersteigen Der Verein darf nicht zur Regelbesteuerung optiert haben (Wenn Option beantragt wurde, besteht eine Bindungsfrist von 5 Kalenderjahren) Bei der Kleinunternehmerregel entfällt die Abrechnung der Umsatzsteuer mit dem Finanzamt Der Verein darf demzufolge keine Umsatzsteuer in Rechnungen offen ausweisen und kann keine Umsatzsteuer aus Rechnungen anderer Unternehmern (Vorsteuer) abziehen Ausnahme: unberechtigter Ausweis von Umsatzsteuer auf Rechnungen (Wird vom Verein auf Rechnungen Umsatzsteuer offen ausgewiesen ohne dass dazu eine Berechtigung besteht, schuldet der Verein die offen ausgewiesene Umsatzsteuer dem Finanzamt) Edgar Oberländer – Mitglied im Landesausschuss Recht, Steuern und Versicherung Stand: Januar 2015

9 Vereinsberatung : Steuern Berechnung der Umsatzsteuer Bemessungsgrundlage für Lieferungen und sonstigen Leistungen § 10 Absatz 1 UStG Entgelt Entgelt ist alles, was der Leistungsempfänger aufwendet, um die Lieferung oder sonstige Leistung zu erhalten, jedoch abzüglich der Umsatzsteuer Steuerpflichtige Umsätze Steuerfreie Umsätze Gegenleistung = Entgelt Gegenleistung = Entgelt + Umsatzsteuer Edgar Oberländer – Mitglied im Landesausschuss Recht, Steuern und Versicherung Stand: Januar 2015

10 Vereinsberatung : Steuern Möglichkeiten des Vorsteuerabzugs nach § 15 UStG Ideeller Bereich Vermögens- verwaltung Zweckbetrieb Wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb Mitgliedsbeiträge Zuschüsse Spenden Sportveranstaltungen Einnahmen mehr als ,- € Kulturelle und andere Veranstaltungen Zinsen Vermietung Ver- pachtung Vorsteuerabzug möglich Kein Vorsteuerabzug möglich, da keine umsatzsteuerlichen Ein. Vorsteuerabzug möglich Vorsteuer abzug möglich wenn Option Kein Vorsteuer abzug möglich Keine Options- möglichkeit Edgar Oberländer – Mitglied im Landesausschuss Recht, Steuern und Versicherung Stand: Januar 2015

11 Vereinsberatung : Steuern Voraussetzungen zum Vorsteuerabzug § 15 UStG Vorsteuer darf nur für den unternehmerischen Tätigkeitsbereich des Vereins (wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb und eventuell Zweckbetrieb) abgezogen werden Für die nicht unternehmerischen Tätigkeitsbereiche des Vereins (ideeller Bereich und Vermögensverwaltung) ist der Vorsteuerabzug nicht zulässig Ausnahme: Im Bereich der Vermögensverwaltung (Vermietungen und Verpachtungen) wurde zur Umsatzsteuerpflicht optiert Der Vorsteuerabzug ist nur zulässig, wenn die dem Verein vorliegende Rechnung von anderen Unternehmern den Ausweis von Umsatzsteuer enthält Bei Rechnungen von Nichtunternehmern oder dem fehlenden Ausweis der Umsatzsteuer ist ein Vorsteuerabzug nicht zulässig Edgar Oberländer – Mitglied im Landesausschuss Recht, Steuern und Versicherung Stand: Januar 2015

12 Vereinsberatung : Steuern Vorsteueraufteilungen- und Berichtigungen nach § 15 a UStG Verwendung des WirtschaftgutesFolgen Nutzung bis 10% im nicht unternehmerischen Bereich des Vereins Nutzung von mehr als 10% im unternehmerischen Bereich des Vereins Wechsel des Wirtschaftsgutes von nicht unter- nehmerischen Nutzung zur unternehmerischen Nutzung Erstmalige unternehmerische Nutzung oder höherer Anteil der unternehmerischen Nutzung Unternehmerische Nutzung des Wirtschaftgutes sowohl im steuerpflichtigen als auch im steuer- freien Tätigkeitsbereich des Vereins Änderungen des Wirtschaftgutes mit Erhöhung der Nutzung im nicht unternehmerischen Bereich Gemischte Nutzung des Wirtschaftsgutes im unter- nehmerischen und nicht unternehmerischen Bereich des Vereins Kein Vorsteuerabzug möglich Voller Vorsteuerabzug im Anschaffungsjahr oder Abzug mit dem prozentualem Anteil der unter- nehmerischen Nutzung im Anschaffungsjahr Im Jahr der Anschaffung war kein Vorsteuerabzug möglich Kein nachträglicher Vorsteuerabzug möglich Vorsteuerabzug nur für die unternehmerische Nutzung möglich Zeitanteilige Änderung des Vorsteuerabzugs aus dem Anschaffungsjahr. Vorsteuerberichtigung nach § 15 a UStG unbewegliche WG = 1/10, bewegliche WG= 1/20 Voller Vorsteuerabzug im Jahr der Anschaffung Versteuerung des Verwendungseigenverbrauchs in Höhe der Kosten die den nichtunternehmerischen Edgar Oberländer – Mitglied im Landesausschuss Recht, Steuern und Versicherung Stand: Januar 2015

13 Vereinsberatung : Steuern Gesetzliche Vorschriften zur Ausstellung von Rechnungen Vollständiger Name und Adresse des leistenden Unternehmers (Verein) Vollständiger Name und Adresse des Leistungsempfängers Steuernummer des Vereins Ausstellungsdatum der Rechnung Fortlaufende Rechnungsnummer Menge und Art der Lieferung oder genaue Bezeichnung der sonstigen Leistung Zeitpunkt der Lieferung oder sonstigen Leistung bzw. Zeitpunkt der Vereinnahmung des Entgelts, wenn dieses vor Rechnungsausstellung liegt Aufschlüsselung nach Steuersätzen (7% oder 19% Umsatzsteuer), einzelne Steuer- befreiungen und Entgeltsminderungen Nettobetrag Anzuwendender Steuersatz (7% oder 19%) Steuerbetrag Edgar Oberländer – Mitglied im Landesausschuss Recht, Steuern und Versicherung Stand: Januar 2015

14 Vereinsberatung : Steuern Abgabefristen für Umsatzsteuervoranmeldungen Steuerschuld des Vorjahres weniger als 512,- € mehr als 512,-€ aber weniger als 6.136,-€ mehr als 6.136,- € Keine Umsatzsteuer- Voranmeldungen sondern Umsatzsteuer Jahreserklärung Abgabe von Umsatzsteuer Voranmeldungen vierteljährlich Abgabe von Umsatzsteuer Voranmeldungen monatlich Edgar Oberländer – Mitglied im Landesausschuss Recht, Steuern und Versicherung Stand: Januar 2015

15 Vereinsberatung : Steuern Pauschalierung der Vorsteuerbeträge nach Durchschnittssätzen Rechtsgrundlage : § 23 a Umsatzsteuergesetz Vereinsförderrungsgesetz vom Grundsatz: Vorsteuerpauschalierung mit 7% der steuerpflichtigen Umsätze Ausnahme: Umsatzsteuerpflichtige Einfuhren Folgen: Neben der Pauschalierung kein weiterer Vorsteuerabzug möglich Bindungsfrist = 5 Kalenderjahre Edgar Oberländer – Mitglied im Landesausschuss Recht, Steuern und Versicherung Stand: Januar 2015

16 Vereinsberatung : Steuern Pauschalierung der Vorsteuerbeträge nach Durchschnittssätzen Voraussetzungen: Körperschaften, Personenvereinigungen, Vermögens- massen § 5 Absatz 1 Nr.9 Körperschaftssteuergesetz Keine Verpflichtung zur Führung von Büchern und jährlicher Bestandsaufnahmen (Bilanzen) Der steuerpflichtige Umsatz mit Ausnahme der Einfuhren darf ,-€ nicht übersteigen Erklärung des Durchschnittssatzes muss bis zum 10. Tag nach Ablauf des ersten Voranmeldungszeitraumes (Kalendermonat = oder Kalendervierteljahr = 10.04) erklären Edgar Oberländer – Mitglied im Landesausschuss Recht, Steuern und Versicherung Stand: Januar 2015

17 Vereinsberatung : Steuern Hinweise Edgar Oberländer – Mitglied im Landesausschuss Recht, Steuern und Versicherung Stand: Januar 2015 Die Umsatzsteuerpflicht entsteht bei Einnahmen im wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb zuzüglich der Einnahmen aus Eintrittsgelder im Zweckbetrieb von mehr als ,-€ jährlich. Die Abgabe einer Umsatzsteuererklärung ist nicht erforderlich und sollte auch nicht vorgenommen werden. Sollte die Abgabe einer Umsatzsteuererklärung vorgenommen werden, ist darauf zu achten, dass nur die Vorderseite als Kleinunternehmer ausgefüllt werden darf, sofern die Einnahmen weniger als ,-€ betragen haben. Werden irrtümlich die Seiten 2 folgende der Umsatzsteuererklärung als Regelbesteuerung abgegeben, wurde vom Verein eine Optionserklärung zur freiwilligen Unterwerfung der steuerbegünstigten Einnahmen zur steuerpflichtigen Einnahmen abgegeben, woran der Verein 5 Kalenderjahre gebunden ist. Die Abgabe einer Umsatzsteuererklärung erfolgte nach § 164 Absatz 1 Abgaben- ordnung unter dem Vorbehalt mit der Folge, dass bis zum Beginn der Festsetzungsverjährung die Umsatzsteuererklärung durch Abgabe einer berichtigten Umsatzsteuererklärung geändert werden kann. Hierdurch kann eine Optionserklärung wieder aufgehoben werden.


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