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Infantile Cerebralparese ICP = zerebrale Bewegungsstörung Definition Sich im Lauf der Entwicklung langsam verändernde Lähmungserscheinung bei bestehender,

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Präsentation zum Thema: "Infantile Cerebralparese ICP = zerebrale Bewegungsstörung Definition Sich im Lauf der Entwicklung langsam verändernde Lähmungserscheinung bei bestehender,"—  Präsentation transkript:

1 Infantile Cerebralparese ICP = zerebrale Bewegungsstörung Definition Sich im Lauf der Entwicklung langsam verändernde Lähmungserscheinung bei bestehender, nicht progredienter, zerebralen Schädigung in der Perinatalperiode mit charakteristischer neurologischer Symptomatik –1 - 2,5% o bei Geburtsgewicht >2500 g – % o bei Geburtsgewicht < 1500 g

2 Infantile Cerebralparese 1861 –Erstbeschreibung Sir J. Little 1889 –Sir W. Osler 1897 –S. Freud 1913 –Neurotomie (Stoffel) 1915 –Massage (Colby) 1940 –spezielle Physiotherapie José de Ribera ( ) Le pied bot Le pied bot

3 Infantile Cerebralparese Ätiologie (50% fassbar) Angeborene oder erworbene Läsionen Pränatal –Hirnfehlbildungen –Intrauteriner O 2 -Mangel –Toxisch (auch MHN, Kernikterus) –Infektiös Perinatal –Hypoxisch bedingte periventrikuläre Infarkte –Hirnblutungen –Asphyxie des Frühgeborenen Postnatal –Bakterielle Entzündungen –Enterotoxische Kreislaufstörungen –Hypoxie –Stoffwechselentgleisung Unterzucker

4 Infantile Cerebralparese Hirnläsionen bei ICP

5 Infantile Cerebralparese Neurophysiologische Klassifikation Spastik (85%) –Durch äußere Einflüsse ausgelöst –Sekundäre Kontrakturen –Häufig geistige Behinderung –Sprachentwicklungsverzögerung –Anfallsleiden (Prognose schlecht) Dyskinese - Athetose (9%) –Basalganglienläsion –Selten Kontrakturen –Mitbefall von Schlund und Sprachmuskulatur Ataxie (6%) –Kleinhirnläsion –„Ungeschicklichkeit“ Atonie und Rigidität (selten) –Ungünstige Prognose Topographische Klassifikation Monoparese –Umschriebene Marklagerischämie Spastische Hemiparese –Marklager und Rindenläsion –Anfallsleiden (50%) –Ungeschicklichkeit –Gehbehinderung –Behinderte Handfunktion Spastische Paraparese –Arme nicht betroffen –Gehfähigkeit verzögert Spastische Diparese (M. Little) –Frühgeborene –Feinmotorikstörung der Hand –Laufbeginn 6. – 7. Lebensjahr –Schielen Spastische Tetraparese –Globaler Hirnschaden –Geistige Behinderung –Gehfähigkeit 10% –Sitzfähigkeit

6 Infantile Cerebralparese Pyramidenbahnsrörung: Diparese HemipareseTetraparese

7 Infantile Cerebralparese Pyramidenbahnstörung: DefinitionenHemiparese –Rinden- oder Marklagerischämie im Mediastrombereich –Lähmung einer Körperhälfte –Arm- oder beinbetont –Streckmuster am Bein –Beuge-Pronations- Muster am Arm –Zirkumduktionsgang (Wernicke-Mann)

8 Infantile Cerebralparese Pyramidenbahnstörung: DefinitionenDiparese –Periventrikuläre Marklagerischämie –Beinbetonte Lähmung –Typischer Spitzfußgang –Geringe (feinmotorische) Armlähmung –Selten geistige Behinderung

9 Infantile Cerebralparese Pyramidenbahnstörung: DefinitionenTetraparese Globale Lähmung aller Extremitäten Schwerer Hirnschaden Schwer beeinflußbare Primitivreflexe

10 Infantile Cerebralparese Pyramidenbahnstörungen: DefinitionenSpastik –Hypertone Bewegungsstörung mit Kokontraktion von Agonist und Antagonist –Übersteigerte Dehnungs- und Anspannungsreaktion der Muskulatur durch Wegfall zentral hemmender Impulse –Positive Pyramidenbahnzeichen –Gesteigerte MER

11 Infantile Cerebralparese extrapyramidale dystone Störung: DefinitionenAthetose –Läsion der Basalganglien –Kernikterus! –Unwillkürliche, langsame unrhythmische sich windende Überschußkomplexbewegungen –Befundverstärkung bei Erregung –Grimmassieren

12 Infantile Cerebralparese extrapyramidale dystone Störung: Athetose

13 Infantile Cerebralparese cerebelläre dystone Störung: DefinitionenAtaxie –Gleichgewichtsstörung –Koordinationsstörung –Dysmetrie ungezielte, undosierte Bewegung –Verminderte Handfertigkeit –Rebound-Phänomen

14 Infantile Cerebralparese Symptomatik frühe Symptomatik (bis 2. Lebensjahr): –Hypotonie und Entwicklungsretardierung Floppy Infant Lage- und Bewegungsassymetrien AdduktorenspasmusOpisthotonusSaugschwierigkeit vermehrter Speichelfluß späte Symptomatik (nach 2. Lebensjahr): –Spastik und Muskelimbalancen Reflexsteigerungen pathologische nicht altersgerechte Reflexe –Babinskigruppe, ATNR, fehlender Schreit-Reflex Muskelimbalancen –Ursache der späteren gravierenden Körperfehlstellungen Flexionskontrakturen Ellenbogen, Hand, Hüfte, Knie, Spitzfuß Hüftadduktion –Scherengang, Windschlagdeformität –Hüftluxation Floppy Infant

15 Infantile Cerebralparese ScherengangMororeflex Windschlagdeformität

16 Infantile Cerebralparese Bildgebung und Labor –Transfontanelle Sonographie –MRT ab 6. Monat (Sedierung!) –TORCH-Screening –Toxoplasmose, Rubella, Cytomegalie, Herpes

17 Infantile Cerebralparese Therapie multidisziplinär Ziele –Heilung nicht möglich –weitgehende normale Entwicklung Reduktion spastische Reflexmuster Bahnung physiologischer Bewegungsabläufe Vermeidung und Beseitigung von Kontrakturen und Fehlstellungen Frühtherapie (Plastizität des Gehirnes!) Später Erhalt der erworbenen Leistungsfähigkeit Soziale Integration

18 Infantile Cerebralparese Konservative Therapie Physiotherapie auf neurophysiologischer Grundlage –Entwicklungsneurologie nach Bobath Hemmung pathologischer Bewegungsabläufe über Schlüsselpunkte an Kopf und Schulter Bahnung physiologischer Bewegungsmuster –Entwicklungskinesiologie nach Vojta Erzeugung reflektorischer Bewegungsmuster über spezielle Druck- und Dehnungsreize ReflexkriechenReflexdrehen –Konduktive Förderung nach Petö Bahnung von Bewegungsabläufen durch rhythmisches Intendieren Gruppentraining Einsatz von pädagogisch, psychologischen Elementen –Methode nach Kozijawkin Verwendung manualer Techniken –PNF-Pattern (Kabat) –Neuromuskuläre Reflextherapie nach Temple-Fay und Doman –Perzeptionstraining nach Frostig –Schwimmtherapie nach McMillan –Hautreiztherapie nach Rood und Phelps

19 Infantile Cerebralparese Bobath-Therapie

20 Konservative Therapie Ergotherapie –Perzeptions- und Koordinationstraining –Förderung der Handfunktion –Hilfsmittelerstellung Logopädie –Abbau reflektorischer Primitivreaktionen –Verbesserung der Saug-, Kau- und Essfunktion –Training von Atem- und Sprechmuskulatur

21 Infantile Cerebralparese Konservative Therapie Orthopädietechnik –Funktions- und Lagerungsorthesen Gipsstiefel zur Senkung der Spastik –Rollstuhlversorgung Gesicherte Ruheposition FortbewegungsmittelTrainingsgerät –Sitztechnische Versorgung Sicherungen Sitzbalance (Thoraxpelotten) Fester Sitz der Rückenlehne Individuelle Schalensitze nur bei spezieller Indikation –Fehlende Sitzkontrolle –Hochgradige nicht operierte Skoliose –Aufsteh-, Steh-, Geh- und Transporthilfen Vertikalisierung Kombination mit Arbeitstisch Vierpunktstützen, Rollator, Gehwagen, Stehfahrer

22 Infantile Cerebralparese Spastik hemmender Gipsstiefel

23 Infantile Cerebralparese

24 Konservative Therapie Medikamente –Kurzfristiger Einsatz von Muskelrelaxantien und Psychopharmaka –Postoperativ (Reduktion der Spastik) –Antiepileptika Botulinustoxin (alle 12 Wochen) –Zerstörung der präsynaptischen Endplatte –Regeneration ab 8. Woche Anwendung bei Dystonien Adduktionskontraktur der Hüfte –Reimers-Index bis 60% –Hüftluxationsgrad 1 und 2 nach Tönnis Spitzfuß

25 Infantile Cerebralparese Therapie: Hüftluxation Botulinum-Toxin Primäre Operation

26 Infantile Cerebralparese Operative Therapie Ziele –Verbesserung vorhandener Funktionen bei stagnieren oder Rückschritten unter konservativer Maßnahmen –Sitz-, Geh- und Stehfähigkeit, Hand- und Fingerfunktion –Prävention drohender Deformitäten –Korrektur vorhandener Deformitäten –Beseitigung von Schmerzen –Erleichterung der Sitz-, Lagerungs- und Pflegefähigkeit –Möglichst nur eine OP-Sitzung

27 Infantile Cerebralparese Operative Therapie Individuelle OP-Planung nach spezieller Behinderung –OP-Prinzipien Muskel(Sehnen)verlängerung –Spastikreduktion –Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit Sehnenansatzverlagerung –Muskelungleichgewicht Osteotomien –Knöchern fixierte Fehlstellungen Arthrodesen –Vorwiegend am Fuß

28 Infantile Cerebralparese Operative Therapie Hemiparese –Spitz- und Klumpfuß –Knie- und Hüftdeformitäten –Schlechte Handfunktion Daumen-in-Hand-Deformität

29 Infantile Cerebralparese Operative Therapie Spastische Diparese –Selten OP-Indikation an der Hand –Beine: ADD-FLEX-IRO-Knie-FLEX-Spitzfuß

30 Infantile Cerebralparese Operative Therapie Spastische Tetraparese –Fehlende Kopf-Rumpf-Kontrolle –Fehlende Handfunktion –Schmerzfreie Transfer-Sitz-Fähigkeit Spastische Hüftluxation ( Lebensjahr) –Einseitiger Befund Add-Ileopsoas-Verlängerung bei Add-Kontraktur >30 o + Reimers-Index >30% Hüft-Becken-OsteotomieMuskelverlängerungen Eventuell Hüftkopfresektion, Schanz-Osteotomie –Beidseitiger Befund Möglichst keine Operation Lähmungsskoliose (-10 o Zunahme / Jahr) –Fusion bei Verlust der Sitzfähigkeit ab 14. Lebensjahr

31 Infantile Cerebralparese 5 Jahre, OP abgelehnt6Jahre, Weichteilrelease7 Jahre, Hüftrezentrierung 11 JahreDVO+ Triple-Beckenosteotomie 17 Jahre ab c Operation

32 Infantile Cerebralparese Postoperative Nachbehandlung Frühmobilisation –Ruhigstellung bei Weichteileingriffen 1-2 Wochen, dann Physiotherapie –Ruhigstellung bis maximal 6 Wochen bei knöchernen Eingriffen –Gehgips nach 4 Wochen bei Fuß-Arthrodesen –Nach Hüft-Operationen (Nacht)Lagerungsschienen für 1 Jahr


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