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1 „Warum werden wir krank? Horizonte der Evolutionsmedizin” DARWINS KOSMOS Bildwelten – Weltbilder Von der Neurobiologie zur evolutionären Ethik 8. - 9.

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1 1 „Warum werden wir krank? Horizonte der Evolutionsmedizin” DARWINS KOSMOS Bildwelten – Weltbilder Von der Neurobiologie zur evolutionären Ethik Oktober 2009 KÜNSTLERHAUS WIEN Beda M. Stadler Institut für Immunologie Inselspital, Bern

2 Gesundheit des Menschen laut WHO „ … ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen.“

3 Menschen wollen gesund sterben! Maximale Lebenserwartung Die Französin Jeanne Calment wurde 122 Jahre und 164 Tage alt. 3

4 Wie im Reagenzglas?

5 "Wir werden eher hungern, als unseren Leuten etwas Giftiges zu geben" Präsident von Sambia, Levy Mwanawasa

6 Ängste waren gleich

7 wird neue Pflanzen brauchen und nicht nur neue Medikamente Die globale Erwärmung...

8 8 Kritik an der Gentechnik „Eingriff in die Schöpfung“ Keine soziale Verarbeitung der Evolution

9 9 Der Ausrottung entgangen? Eine einzige Horde von Schimpansen zeigt mehr genetische Variabilität als eine Milliarde Menschen...

10 10 Wir sind beinahe Klone Unsere Gene, Basis des Immunsystems

11 11 Immunsystem - tägliche Evolution … und Ursache der meisten Krankheiten

12 12 Bestandteile des Immunsystems Proteom Unspezifisches Immunsystem Spezifisches Immunsystem Genom

13 13 Am Anfang war... Rezeptor-Ligand

14 14 Drei antigenspezifische Rezeptoren B Zell Rezeptor (Antikörper) MHCT Zell Rezeptor ca. 20 natives Antigen (Ligand) Peptidantigen (Ligand)

15 15 Immunsystem erkennt fremde & eigene AntigeneImmunsystem erkennt fremde & eigene Antigene...alle Eiweisse und viele Zucker dieser Erde...alle Eiweisse und viele Zucker dieser Erde Schätzung  StrukturenSchätzung  Strukturen Strukturen ausserhalb ErdeStrukturen ausserhalb Erde Erkenntnisgewinn als Sinn?

16 16 Das Prinzip: „Fremdenhass“ Kein Sozialdarwinismus

17 17 Das grundlegende Prinzip innen selbst/eigen aussen fremd

18 Innen ist auch aussen

19 19 Problemfall Fötus "Rhesuskonstellation“

20 Selektion und Separation Der Thymus – Darwin‘s Finken

21 21 Numerus Clausus CD4CD8 T Zell Vorläufer 95% werden umgebracht Thymus

22 22 Klonale Expansion Antigen B Zell Klon T Zell Klon APZ Survival of the fittest: Affinitätsreifung

23 23 primär sekundär [Wochen]0 1 2 [Log Antikörper] Impfung

24 Immunschwäche des Alters You are over the hill

25 25 Klonale Selektion die Grundlage für Spezifität und Gedächtnis Proliferation Erinnerung Zelltod

26 Meme und Gene Kein bekannter Speicherort

27 Stehen wir am selben Wendepunkt?

28 Immunität und Infektiosität von Memen Immunologische Diversität benutzt nicht Gene, sondern rearrangiert Gensegmente.

29 29 Genrearrangement H-Kette L-Kette B Zelle V H D H J H V L J L     H C -Gensegmente L C -Gensegmente

30 Theoretische Rekombinationen H Kette Gensegmente L/H Ketten Diversität V ‘000 D200400‘000 J6512‘000‘000 D-frame0.33- Nur ein Frame! = 30% Reduktion J-frame0.33 ~1 ·10 14 L Kette Gensegmente 4‘000‘000 ~450‘000 Nukleotide einfügen (Durchschnitt 6) Nukleotid Verlust (meist <=7) ~ 1 ·10 19 Nur ein Frame! = 30% Reduktion ~ Million Genmanipulationen pro Sekunde

31 Nicht-Wissen macht stark!?! „Beethovens Fünfte“ Mem –Wer es nicht kennt, ist ein Kulturbanause Eben wurden Sie angesteckt vom „Genrearrangement Mem“ –Sind nicht infizierte Kulturbanausen? Immunität gegen Meme –Krankheit oder Schutz

32 32 Findet man den idealen Partner?

33 33 B Zelle Epitop eines Antigens eine B Zelle =ein Antikörper =ein Idiotyp Antikörperspezifität Antikörper

34 34 Antigen Gegen jeden Antikörper ein Anti-Idiotyp Anti-Idiotyp Antikörper Das Idiotypen-Anti-Idiotypen Netzwerk

35 Antigene Antikörper Den idealen Partner finden? 10 9 Menschen

36 Suche nach dem idealen Partner Weltbevölkerung (Millionen) Jahre Kontaktzeit eine Stunde Kontaktzeit Zehn Sekunden

37 37 Nicht zimperlich bei der Wahl

38 38 Humanismus

39 39 Zur Erinnerung: Aktivierung durch fremd

40 40 Isotransplantat(Autotransplantat) Allotransplantat Xenotransplantat VerschiedeneSpezies Gleiche Spezies Zwilling (Klon), Inzuchtstamm Abstossung Transplantat ist ok Transplantations-Immunologie

41 41 Xenotransplantation

42 42 Ezzell, Scientific American Humanisierung von Maus Antikörpern HumanMausChimäreHumanisiert

43 Krebs: Evolutionäre Dimension Krebs ist sehr häufig –25 Prozent der Todesfälle –Altersbedingte Steigerung der Mortalität Krebs ist sehr selten –10 14 Zellen gesamt (10 10 Lymphozyten pro Tag) –3 Ereignisse pro Zelle für die Entstehung (1:10 42 )

44 44 Krebs auf jeder Stufe- Haematopoiese

45 45 Sexismus

46 46 Autoimmunität

47 47 Das Immunsystem stärken? Immunsystem Stärkung – Garantie für Wirkungslosigkeit

48 48 Zytokinsturm es ist gefährlich das Immunsystem zu stärken Immunantwort und CD28

49 49 Precursor T Cell B cell Macrophage Mast cell Basophile Neutrophile Eosinophile ProductionTarget Interleukin-1 Interleukin-2 Interleukin-3 Interleukin-4 Interleukin-5 Interleukin-6 IFN-gamma etc... Interleukin-7 T cell B cell Macrophage non Lymphoid Das Zytokin Netzwerk eine zweideutige Sprache!

50 50 Psychoneuroimmunologie

51 51 Neuroendokrine Immunregulation ACTH TH2 TH1 B CRF Pituitary Adrenals Gluco- corticoide TH2-Zytokine IL-1 IL-6 Hypothalamus

52 52 Liebe oder Hass?

53 53 Gegen was ist man allergisch? % der Bevölkerung in West-Europa und USA

54 54 Pfirsich Aprikose Pflaume Kirsche Prunoideae Allergen Kreuzreaktionen

55 55 Toleranz?

56 56 Thomas A. E. Platts-Mills, M.D., Ph.D. Professor, Department of Medicine and Microbiology Chief, Division of Allergy, Asthma and Clinical Immunology. Director, Asthma and Allergy Disease Center. Allergen Meiden

57 57 Neue Konzepte "One cat will do," Platts-Mills said, "but two - two dogs, two cats, a cat and a dog - is even better."

58 58 Immunsystem & Gesundheit

59 ÄgypterGriechenRömer 1000 v.Chr.2000 n.Chr n.Chr. RenaissanceModerne Aufklärung Christliches Mittelalter Wissenschaftlicher Fortschritt Was wäre, wenn?


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