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Präsentation Wirtschaftlichkeits- analyse. 2 Begriff und Aufgaben der Finanzplanung Der betriebliche Leistungsprozeß löst Zahlungsströme aus, deren Höhe.

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Präsentation zum Thema: "Präsentation Wirtschaftlichkeits- analyse. 2 Begriff und Aufgaben der Finanzplanung Der betriebliche Leistungsprozeß löst Zahlungsströme aus, deren Höhe."—  Präsentation transkript:

1 Präsentation Wirtschaftlichkeits- analyse

2 2 Begriff und Aufgaben der Finanzplanung Der betriebliche Leistungsprozeß löst Zahlungsströme aus, deren Höhe und zeitliche Struktur den Kapitalbedarf des Betriebes bestimmen. Dieser Kapitalbedarf steht nicht von vornherein für die gesamte Lebensdauer des Betriebes fest, sondern wird durch eine Anzahl sich im Laufe der Zeit ändernder Bestimmungsfaktoren (Betriebsgröße, Beschäftigungsstand, Kosten- und Absatzentwicklung u.a.) beeinflußt, die das Ergebnis von Plänen und Planänderungen (Beschaffungs-, Produktions- und Absatzplan) sind, in denen die Unternehmensleitung festlegt, wie sich die Kombination der Produktionsfaktoren vollziehen soll. Die Ermittlung des Kapitalbedarfs ist somit in die unternehmerische Gesamtplanung einzubeziehen.

3 3 Produktions-, Produktiv, Leistungsfaktoren Im Betrieb werden drei Elementarfaktoren eingesetzt: l menschliche Arbeitskraft, l Betriebsmittel und l Werkstoffe. Die Kombination und Steuerung dieser Faktoren erfolgt durch einen vierten, den dispositiven Faktor. In der Betriebswirtschaft werden Menschen und Mittel zur Durchführung des Leistungsprozesses eingesetzt. Dieser Einsatz erfolgt durch die Geschäfts- und Betriebsleitung. Sie stellt den dispositiven Faktor dar, der seine disponierende und leitende (geistige) menschliche Arbeitskraft dem Betrieb zur Verfügung stellt.

4 4 1. Elementarfaktor: Ausführende menschliche Arbeitskraft Der erste Elementarfaktor ist die ausführende menschliche Arbeitskraft. Die Arbeitskräfte erbringen nach Weisungen des dispositiven Faktors Arbeitsleistungen in verschiedenen Bereichen des Leistungsprozesses.

5 5 2. Elementarfaktor: Die eingesetzten Betriebsmittel Die im Betrieb eingesetzten Betriebsmittel stellen den zweiten Elementarfaktor dar. Dies sind auch die als „technisches Kapital“, „vorgetane Arbeit“, „produzierte Produktionsmittel“ bezeichneten Hilfsmittel, die als Maschinen, Geräte, Werkzeuge usw. die menschliche Arbeitskraft im Leistungsprozeß unterstützen und zur Steigerung der Produktivität beitragen. Der Begriff „Betriebsmittel“ einerseits mehr als der volkswirtschaftliche Begriff „Kapital“, nämlich auch den für die betriebliche Entfaltung notwendigen Grund und Boden, andererseits weniger, z.B. nicht die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe.

6 6 3. Elementarfaktor: Werkstoffe Die Werkstoffe bilden den dritten Elementarfaktor. Versteht man darunter alle Stoffe, die im Leistungsprozeß verbraucht werden, dann ist der Begriff sehr weit gespannt und umfaßt alle Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die für den betrieblichen Leistungsprozeß bereitgestellt werden müssen. Nach dieser Auffassung ist z.B. Werkstoff auch der Treibstoff für Verkehrsmittel, oder das Schmiermittel für Maschinen, oder die Energie, die zur Erstellung der Leistung erforderlich ist. Werkstoffe werden daher nicht nur in Sach-, sondern auch in Dienstleistungsbetrieben eingesetzt (a.A. Gutenberg).

7 7 Gegenüberstellung der Produktionsfaktoren nach der Volkswirtschaftslehre nach Erich Gutenberg Boden ausführende Arbeit leitende Arbeit Geschäfts- und Betriebsleitung Werkstoffe Maschinen und Anlagen Arbeits- und Betriebsmittel (Kapital) Arbeit Kapital

8 8 Leistungspotential des Betriebes Die Gesamtheit der genannten Faktoren stellt das Leistungspotential des Betriebes dar. Je nach der technischen und wirtschaftlichen Abstimmung stehen die Faktoren in bestimmten Relationen zueinander und bilden die Potentialstruktur des Betriebes. Es ist Aufgabe der Organisation, diese Potentialstruktur stets in dem für die Betriebsbereitschaft erforderlichen Gleichgewicht zu halten. Dieses Leistungspotential, abgestimmt nach den einzelnen Produktivfaktoren, bestimmt die Kapazität des Betriebes, d.h. sein Leistungs- oder Fassungsvermögen.

9 9 Menschliche Leistungsfaktoren Allgemeine Bestimmungsfaktoren: l physische und psychische Arbeitskraft l Alter l körperliche und geistige Tätigkeiten l Leistungswille l Personalauswahl l Arbeitsbedingungen l Arbeitsentgelt l Sozialleistungen l Arbeitsplatzgestaltung l Betriebsklima

10 10 Materielle Leistungsfaktoren Allgemeine Bestimmungsfaktoren: l Nutzungsdauer (technisch, wirtschaftlich) l Abschreibung l technischer Fortschritt l Kapazitätsausnutzung l Betriebsmittelzeit l Werkstoffprobleme l Werkstoffzeit l Materialausbeute l Entsorgung

11 11 Investition und Finanzierung: Grundlagen Der betriebliche Prozeßablauf besteht aus drei Teilbereichen: der Beschaffung, der Leistungserstellung und der Leistungsverwertung. Der Betriebsprozeß kann nur ablaufen, wenn finanzielle Mittel zur Beschaffung der Produktionsfaktoren zur Verfügung stehen und durch den Absatz der Betriebsleistungen über den Markt wieder zurückgewonnen werden können. Die Durchführung des güterwirtschaftlichen Prozeßablaufes muß also finanziert werden. Es stehen sich somit der güterwirtschaftliche und der finanzwirtschaftliche Bereich des Betriebes gegenüber. Der güterwirtschaftliche (leistungswirtschaftliche) Prozeß findet seinen Niederschlag in Güterströmen, der finanzwirtschaftliche in Zahlungsströmen, die in entgegengesetzter Richtung fließen. Die Beschaffung von Produktionsfaktoren löst Auszahlungen aus, der Absatz der produzierten Leistungen hat Einzahlungen zur Folge.

12 12 Investition und Finanzierung: Grundlagen Neben den durch den Leistungsprozeß verursachten gibt es aber auch solche Zahlungsströme, die ihrerseits einen Einfluß auf den Leistungsprozeß ausüben. So bleibt z.B. eine Gewinnausschüttungspolitik, die sich nicht an den produktionswirtschaftlichen Notwendigkeiten orientiert, indem sie dem Betrieb in Zeiten steigender Preise nicht genügend Mittel zur Substanzerhaltung oder zur Durchführung von Rationalisierungs- oder Erweiterungsinvestitionen zur Erhaltung der Konkurrenzfähigkeit beläßt, nicht ohne negative Folgen für die Aufrechterhaltung des bisherigen Leistungsprozesses. Die Beziehungen zwischen güter- und finanzwirtschaftlichem Prozeß werden ferner durch Verbindungen zwischen dem finanzwirtschaftlichen Bereich und den Aufbauelementen des Betriebes überlagert (z.B. die Wahl der Rechtsform, die Bildung von Unternehmenszusammenschlüssen etc.). Güter- und finanzwirtschaftlicher Bereich stehen somit in einer laufenden Wechselbeziehung und können sich gegenseitig begrenzen.

13 13 Investition und Finanzierung: Begriffsbestimmung Die Begriffe Investition und Finanzierung stehen in einem engen Zusammenhang, da eine Mittelverwendung das Vorhandensein und damit die Beschaffung der Mittel zur Voraussetzung hat. Ein Investitionsplan ist ohne Bedeutung, wenn die geplante Investition nicht finanziert werden kann. Andererseits ist die Beschaffung finanzieller Mittel für einen Betrieb ohne praktischen Wert, wenn er für sie keine ertragbringende Verwendung hat. Mittelverwendung setzt grundsätzlich Mittelbeschaffung voraus. Mittbeschaffung muß grundsätzlich Mittelverwendung zur Folge haben.

14 14 Investition und Finanzierung: Begriffsbestimmung Eine Investition ist die Verwendung von finanziellen Mitteln zur Beschaffung von Sachvermögen, immateriellem Vermögen oder Finanzvermögen (Maschinen, Vorräte, Patente, Lizenzen, Wertpapiere, Beteiligungen). Finanzierung (als Kapitalbeschaffung im weiteren Sinne) ist die Bereitstellung von finanziellen Mitteln jeder Art, einerseits zur Durchführung der betrieblichen Leistungserstellung und andererseits zur Vornahme bestimmter außerordentlicher finanztechnischer Vorgänge wie z.B. die Gründung, Kapitalerhöhung, Fusion oder Umwandlung. Man finanziert also Investitionen, d.h. man stellt Kapitalbeträge zur Beschaffung von Vermögenswerten bereit. Unter Finanzierung versteht man folglich die Beschaffung finanzieller Mittel und unter Investition ihre Verwendung.

15 15 Gliederung der Finanzierungsarten nach der Kapitalherkunft Finanzierung InnenfinanzierungAußenfinanzierung Vermögenszuwachs Vermögensumschichtung Kredit- finanzie- rung Finanzie- rung aus Gewinn (Selbst- finanzie- rung) Finanzie- rung durch Pensions- rück- stellungen Finanzie- rung von Re- investitionen aus Umsatz- erlösen Finanzie- rung von Netto- inestitionen aus Umsatz- erlösen Einlagen bzw. Be- teiligungs- finanzie- rung

16 16 Gliederung der Finanzierungsarten nach der Rechtsstellung der Kapitalgeber Finanzierung FremdfinanzierungEigenfinanzierung AußenfinanzierungInnenfinanzierung Finanzierung aus Gewinn (Selbst- finanzierung) Finanzierung aus Vermögens- umschichtung Kredit- Finanzierung durch Pensions- rückstellungen Einlagen bzw. Be- teiligungs- finanzierung

17 17 Investitionsarten Finanzierung Fremdfinanzierung Eigenfinanzierung Beteiligungen Innenfinanzierung An- lagen F & E Aus- bildung Sozial- leistungen Grund- stücke Wer- bung Vorräte Fremd- leistung- en Forderungen

18 18 Eine Investition ist eine für eine längere Frist beabsichtigte Bindung finanzieller Mittel in materiellen oder immateriellen Objekten, mit der Absicht, die Objekte in Verfolgung einer bestimmten Zielsetzung zu nutzen. Gemeinsamkeiten von Realinvestitionen: Wirtschaftlichkeitsanalyse: Grundlagen Das Kostengefüge wird auf längere Zeit fixiert. Nachträgliche Revisionen einer einmal getroffenen Investitions- entscheidung sind in der Regel kostspielig. l l - - Finanzierung ist die Bereitstellung finanzieller Mittel. Investition ist die (langfristige) Verwendung finanzieller Mittel.

19 19 Wirtschaftlichkeitsprinzip: Das Wirtschaftlichkeitsprinzip (Synonyme: ökonomisches Prinzip, Rationalprinzip) tritt in zwei Formen auf. Als Handlungsmaxime versteht man darunter Wirtschaften mit dem Ziel, mit geringstmöglichen Mitteln einen bestimmten Erfolg zu erzielen (Minimalprinzip, Sparprinzip) oder mit bestimmten Mitteln einen größtmöglichen Erfolg zu erzielen (Maximalprinzip). Effektivität : Die Effektivität legt lediglich die grundsätzliche Eignung eines Mittels zur Zielerreichung fest. Auf der Grundlage einer Effektivitätsbetrachtung kann nicht die geeignetste Alternative ausgewählt werden, sondern es wird lediglich ein Alternativenbündel festgelegt, das grundsätzlich geeignete Maßnahmen enthält. Wirtschaftlichkeitsanalyse: Begriffsbestimmungen l l

20 20 Wirtschaftlichkeitsanalyse: Begriffsbestimmungen l l Effizienz Effizienz stellt im Vergleich zur Effektivität eine differenziertere Größe dar, indem sie die relativen Zielbeiträge von Maßnahmen erfaßt und hierdurch ein zieladäquate Abstufung dieser Maßnahmen ermöglicht. Nutzen: Nutzen ist der subjektiv beeinflußte Wert einer Handlungsalternative zur Befriedigung eines definierten Bedarfs.

21 21 Wirtschaftlichkeitsanalyse: Begriffsbestimmungen l Kennzahl, die sich aus der quotialen Verknüpfung von Ertrag und Aufwand oder von Leistung und Kosten ergibt. Das Verhältnis zwischen der tatsächlich erreichten und einer geplanten, z.B. der günstigsten Kostensituation (Ist-Kosten zu Soll- Kosten), oder das Verhältnis zwischen den bewerteten Leistungen und dem bewerteten Einsatz zur Erbringung dieser Leistungen (Ertrag oder Nutzen zu Aufwand). Wirtschaftlichkeit wird auch verstanden als die quotiale Verknüpfung von SOLL zu IST (von SOLL-Aufwand zu IST-Aufwand bzw. von SOLL-Kosten zu IST-Kosten). Wirtschaftlichkeit: - - -

22 22 Wirtschaftlichkeitsanalyse: Begriffsbestimmungen l Produktivität Produktivität ist das Verhältnis des gesamten Outputs zu dem gesamten Input. Die Produktivität ist damit eine rein quantitative Betrachtung. Bedingt durch den Sachverhalt, daß bei der Leistungserstellung in aller Regel unterschiedliche Produktionsfaktoren zum Einsatz kommen, werden differenzierte Produktivitätsmaße notwendig. Bezüglich des Produktionsfaktors Arbeit bestimmt sich die Arbeitsproduktivität aus dem Quotienten erstellte Menge der Art x dividiert durch Anzahl der Arbeitsstunden. Rationalisierung Hierunter ist die Wahl und Durchsetzung einer Alternative zu verstehen, die unter der Voraussetzung eines geänderten Entscheidungsfeldes eine optimale Zielerreichung ermöglicht. Rationalisierung ist ein permanenter Prozeß in dem Bemühen, die Input-Output-Relation zu verbessern. l

23 23 Die Wirtschaftlichkeitsrechnung ist auf rechenbare, d.h. quantifizierbare Aspekte begrenzt. Die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung besteht aus einem quantitativen Teil, nämlich der Wirtschaftlichkeitsrechnung, und einem qualitativen Teil, der Einschätzung qualitativer und imponderabler Faktoren. Teilweise wird in der Literatur der Begriff Wirtschaftlichkeitsuntersuchung und Wirtschaftlichkeitsanalyse synonym verwendet. Arten von Wirtschaftlichkeitsrechnungen Wirtschaftlichkeitsrechnung i.w.S. Wirtschaftlichkeitsrechnung i.e.S. (= Investitionsrechnung) Verfahrensvergleich (investitionslos !)

24 24 Wirtschaftlichkeitsanalyse: Aufgaben Vorteilsbestimmung einer einzelnen Investition Wahl zwischen sich technisch ausschließenden Investitionsalternativen (Auswahlproblem) Rangfolgebestimmung von konkurrierenden Investitionsvorhaben (zur Aufnahme in das Investitionsbudget) Bestimmung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer von Neuanlagen sowie des aus ökonomischer Sicht optimalen Ersatzzeitpunktes vorhandener Anlagen Auslotung des Unsicherheitsspielraumes l l l l l

25 25 Die wichtigsten Rechenverfahren: Statische Verfahren: l Kostenvergleichsrechnung l Gewinnvergleichsrechnung l Rentabilitätsvergleichsrechnung l Amortisationsrechnung Dynamische Verfahren: l Kapitalwertmethode l Annuitätenmethode l Methode des internen Zinsflusses l Nutzwertanalyse

26 26 Statische Verfahren l Planungshorizont  2 Jahre (grober Richtwert) l jährlich gleichbleibende Kosten bzw. Erlöse Allgemeine Kennzeichen: zugrundegelegte Datenbasis: durchschnittliche (!) Kosten bzw. Erlöse - repräsentative Periode oder hypothetische Durchschnittsperiode (In der Praxis wird oftmals das erste Jahr nach der Einführung zugrundegelegt.) keine Berücksichtigung des zeitlichen Anfalls bestimmte zugrundegelegte Annahmen, meistens: - Kosten bzw. Erlöse fallen in einem Betrag jeweils am Jahresende an - Tilgung = Abschreibungshöhe l l l l l l Anwendungsvoraussetzungen:

27 27 Kostenvergleichsrechnung Bei zwei oder mehreren sich gegenseitig ausschließenden Alternativen ist jene mit den geringsten Kosten auszuwählen. Durchschnittliche kalkulatorische Abschreibung pro Periode: = Anschaffungskosten Restwert am Ende der Nutzungsperiode n Anzahl der Nutzungsperioden kalk. Abschr. = A 0 - R n n A0A0 R n = n =

28 28 Kostenvergleichsrechnung Tilgung bzw. Amortisation des Kapitals erfolgt in einem Betrag (Annahme: Tilgung = Abschreibungshöhe) jeweils zum Jahresende: Z = A 0 + R n-1 2 x i Durchschnittliche Zinsen pro Periode (Z): a) Tilgung bzw. Amortisation des Kapitals erfolgt kontinuierlich: b) Z = A 0 + R n 2 x i i = R n-1 = Kalkulatorischer Zinssatz, mit dem das gebundene Kapital (Eigen- oder Fremdkapital) zu verzinsen ist Restwert am Ende der Nutzungsperiode n-1 (entspricht R n zzgl. der letzten Jahresabschreibung)

29 29 Gewinnvergleichsrechnung Es ist jene Alternative auszuwählen, welche den größten durchschnittlichen Gewinn pro Periode aufweist. Die Gewinnvergleichsrechnung wird erforderlich, falls bei den Lösungsalternativen unterschiedliche Verkaufspreise oder unterschiedlich hohe Absatzmengen realisiert werden.

30 30 Rentabilitätsvergleichsrechnung Die Rentabilitätsvergleichsrechnung ermöglicht die Betrachtung unterschiedlicher Kapitaleinsätze. Rentabilität (R): R = x 100 %  Gewinn bzw.  Kostenersparnis p.a. +  Zinsen  eingesetztes Kapital

31 31 Amortisationsrechnung Eine Investition ist vorteilhaft, wenn die berechnete Amortisationsdauer kleiner / gleich der Soll-Amortisationsdauer ist. Die Soll-Amortisationsdauer muß vorgegeben sein. Unter Amortisationsdauer versteht man die Zeitdauer, die bis zur Wiedergewinnung der Anschaffungskosten verstreicht. AD = [Jahre] Kapitaleinsatz  Gewinn bzw. Kostenersparnis p.a. + jährl. Abschreibung

32 32 Amortisationsrechnung Als Kapitaleinsatz werden neben dem Bezugswert der Anlage sämtliche Kosten verstanden, die bis zum Verstreichen der Leistungsbereitschaft der Anlage entstehen. Hierzu zählen: Anschaffungsausgaben bzw. Herstellungskosten, evtl. Zusatzanlagen, Projektierungskosten, Umbau- und Installationskosten, Anlaufkosten, ggf. Finanzierungskosten. Bei unterschiedlichen Laufzeiten der Investitionsalternativen ist folgende Formel zu verwenden: AD = x 100 % Amortisationsdauer (in Jahren) geplante Nutzungsdauer Die Amortisationsrechnung kann die anderen Rechenverfahren nicht ersetzen, sondern ergänzt sie um das Beurteilungskriterium „Investitionsrisiko“. Je kürzer die Amortisationsdauer ist, um so geringer wird im allgemeinen das Investitionsrisiko eingeschätzt.

33 33 Dynamische Verfahren l bei unterschiedlich hohen Ein- und Auszahlungen im Zeitablauf l Planungshorizont  2 Jahre Allgemeine Kennzeichen: Zugrunde gelegte Datenbasis: Zahlenreihe Bewertung der Zahlungen entsprechend ihres zeitlichen Anfalls (Zinseszinsrechnung) bestimmte zugrunde gelegte Annahmen: - vollkommener Kapitalmarkt - Anlagezinssatz = Kreditzinssatz - Ein- und Auszahlungen fallen jeweils am Periodenende an l Anwendungsgebiete: l l

34 34 Dynamische Verfahren: Allgemeine Formeln und Definitionen Diskontierungsfaktor (Abzinsungsfaktor) = 1 (1 + i) t Aufzinsungsfaktor = (1 + i) t Rentenbarwert-Faktor = q t - 1 q t x i Rentenbarwert = Annuität x Rentenbarwert-Faktor Annuitätenfaktor (Kapital-, Wiedergewinnungsfaktor) = 1 Rentenbarwert-Faktor i = Kalkulationszins (geforderte Mindestverzinsung des durch die Investition gebundenen Kapitals) q = 1 + i t = Periodenindex

35 35 Kapitalwertmethode Kriterium für Vorteilhaftigkeit: C 0 > 0 Ist der Kapitalwert positiv, so bedeutet dies: Die Investition erwirtschaftet über die Amortisation des eingesetzten Kapitals und über die geforderte Mindestverzinsung hinaus einen Überschuß..

36 36 Annuitätenmethode Die Annuitätenmethode ist lediglich eine Variante der Kapitalwertmethode. Bei der Annuitätenmethode wird der Kapitalwert unter Berücksichtigung von Zinseszinsen in uniforme, d.h. gleich hohe, jährliche Einnahmen bzw. Ausgaben umgerechnet. Kriterium für Vorteilhaftigkeit der Investition: Annuität (der Anschaffungsausgabe) < jährl. (gleichmäßig hohen) Einnahmenüberschüsse der Investition bzw.: Annuität (des Kapitalwertes) > 0

37 37 Methode des internen Zinsflusses Bei der Internen-Zinsfußmethode wird der Zinsfuß errechnet, bei dem der Kapitalwert gleich null ist. Er kennzeichnet die Rentabilität (vor Abzug von Zinsen), mit der sich der jeweils noch nicht amortisierte Kapitaleinsatz jährlich verzinst. Kriterium für Vorteilhaftigkeit: interne Zins i * > Kalkulationszins Berechnung des internen Zinses i * (mittels Interpolation) Es sei i 1  i 2 mit c 01 (i 1 )  0 und c 02 (i 2 )  0 i 1 - c 01 i* = i 2 - i 1 c 02 - c 01

38 38 Nutzwertanalyse Die Nutzwertanalyse ergänzt andere Auswahlmethoden, insbesondere wenn man eine Vielzahl von entscheidungsrelevanten Kriterien zu berücksichtigen hat undwenn bei der Beurteilung des Investitionsvorhabens auch nicht- monetär quantifizierbare Bewertungskriterien zugrunde gelegt werden sollen. Ausgangsbasis: Es liegen mehrere, prinzipiell brauchbare Lösungsvarianten vor, die aber unterschiedlich ausgeprägte Vor- und Nachteile haben. Es geht bei der Nutzwertanalyse nicht darum, die Eignung einer einzelnen Variante festzustellen. Dieses muß schon vorher erfolgen!

39 39 Nutzwertanalyse: (Idealtypischer) Ablauf Gliederung des Gesamtzieles (Oberzieles) in Teilziele und weiter in möglichst meßbare, operationale Einzelziele. weitestgehende Unabhängigkeit der Zielkriterien untereinander, d.h. bestimmte Teilziele dürfen nicht mehrfach erfaßt werden. Die Sammlung aller wesentlichen Ziele der Investition kann intuitiv oder deduktiv geschehen. 1. Aufstellen des Zielsystems: l l l

40 40 Nutzwertanalyse: (Idealtypischer) Ablauf Das Zielsystem wird grundsätzlich von oben nach unten mit Gewichten versehen. Die relative Bedeutung der Ziele zueinander wird festgelegt. Je größer das Gewicht, desto größer ist die Bedeutung des Teilzieles. Eine Begrenzung des "Zielgewichtsvorrats" wird empfohlen, (z.B. Gewichtssumme von 1, 10, 100 oder 1.000), dadurch aufmerksame Gewichtszuteilung. Nicht-Begrenzung der Gewichtssumme ist aber auch zulässig. Eine Einigung innerhalb der Bewertungsgruppe gelingt häufig nicht auf Anhieb, so daß mehrere Durchläufe erforderlich werden. 2. Gewichtung der Ziele: l l l l

41 41 Nutzwertanalyse: (Idealtypischer) Ablauf 3. Aufstellen von Wertmaßstäben: l l z.B. proportionale Punktezuordnung: Punkte Bewertung 0-1 unbefriedigend 2-3 noch tragbar 4-5 ausreichend 6-7 gut 8-9 sehr gut Häufig dienen bei der Punktebewertung auch 0 und 10 als Extremwerte. das Aufstellen von Wertmaßstäben ermöglicht es später in Bezug auf die Ziele Zielerfüllungsgrade zuzuordnen. Der Erfüllungsgrad gibt an, wie gut das vorgegebene Ziel erreicht wird.

42 42 Nutzwertanalyse: (Idealtypischer) Ablauf 4. Bewertung der Alternativen: l l Für die einzelnen Nutzenkriterien der untersten Zielhierarchiestufe erfolgt sukzessive die Festlegung der jeweiligen Erfüllungsgrade. 5. Berechnung der Nutzwerte: Durch Multiplikation von Zielgewicht mit dem entsprechenden Zielerfüllungsgrad ergibt sich der jeweilige Teilnutzwert. Die Summe aller Teilnutzwerte einer Alternative ergibt den Gesamtnutzwert dieser Alternative. Die Variante mit dem höchsten Gesamtnutzen wird als die beste angesehen. Dementsprechend erfolgt anschließend die Bildung einer Präferenzordnung in Form von Rängen. l l

43 43 Nutzwertanalyse: (Idealtypischer) Ablauf 6. Empfindlichkeitsanalyse (Sensitivitätsanalyse): l Es soll festgestellt werden, wie sich das Bewertungsergebnis verändert, wenn die Zielgewichtung oder die Erfüllungsgrade in einem vertretbaren Rahmen variiert werden. Die Empfindlichkeitsanalyse wird insbesondere dann durchgeführt, wenn die besten Alternativen mit ihren Gesamtnutzwerten sehr dicht beieinander liegen. 7. Darstellung und Beurteilung der Ergebnisse: l l Benennung der Bewertungsgruppe l Besonderheiten des konkreten Entscheidungsfalles werden gewürdigt l Auflistung der Annahmen und Prämissen

44 44 Nutzwertanalyse: Vorteile l Dieses Verfahren ist ein ausgezeichnetes Hilfsmittel, um die Entscheidungssituation transparent zu machen. Es zwingt die Planer und die Entscheidungsträger, sich über ihre Wertvorstellungen Gedanken zu machen und sie zu strukturieren. Die Abbildung und Gewichtung mehrdimensionaler Zielsetzungen wird unterstützt. Nicht-monetäre Nutzenkriterien können berücksichtigt werden. l l

45 45 Bewältigung von Unsicherheiten in der Wirtschaftlichkeitsanalyse Investitionen haben langfristige Wirkungen. Je weiter die jeweilige Periode in der Zukunft liegt, desto unsicherer sind die prognostizierten Daten. Infolgedessen muß die Unsicherheit der Erwartung in ein rationales Kalkül einbezogen werden. Hierzu gibt es zwei grundsätzliche Lösungsmöglichkeiten: Dadurch entstehen jedoch Mehrkosten. In der Literatur werden mitunter auch auf "Opportunitätskosten des Zögerns" hingewiesen. 1. Verbesserung des Informationsstandes durch zusätzliche Studien

46 46 Bewältigung von Unsicherheiten in der Wirtschaftlichkeitsanalyse 2. Berücksichtigung von Unsicherheit in der Investitionsrechnung Absolute Sicherheit hinsichtlich der Auswirkungen von Investitionen kann es aufgrund des Zukunftsbezuges nicht geben. Dies gilt insbes. bei spekulativen Investitionen und zum Großteil bei den Realinvestitionen. Aufgrund dessen wurden mehrere Ansätze zur Bewältigung von Unsicherheitsmomenten entwickelt. Traditionelle Ansätze sind: l Korrekturverfahren l Sensitivitätsanalyse l Entscheidungstheoretische Ansätze

47 47 Korrekturverfahren Das Korrekturverfahren ist in der Praxis weit verbreitet. Korrekturen erfolgen mittels Risiko-Zu- und -Abschlägen insbesondere beim Kalkulationszinsfuß, aber auch auf die Nutzungsdauer oder auf die Einnahmeüberschüsse. Die Zu- und Abschläge stellen Sicherheitsäquivalente dar. l l l l l l

48 48 Sensitivitätsanalyse Eine Lösung des Unsicherheitsproblems kann diese Methode nicht bieten. Sie vermittelt aber wertvolle Einblicke in die Struktur eines Investitionsvorhabens in Abhängigkeit relevanter Datenkonstellationen. l Ermittlung, welche Parameter für die Ergebnisse der Wirtschaftlichkeitsrechnung besonders bedeutsam sind. Diese Parameter sind dann besonders sorgfältig zu prognostizieren bzw. zu überwachen. l

49 49 Entscheidungstheoretische Ansätze Zur Messung von Risiken verwendet man in entscheidungstheoretischen Ansätzen Streuungsmaße. Besonders häufig wird die Standardabweichung empfohlen. Die Austauschregeln zwischen Erfolgsgröße und Risiko werden allgemein über Risiko-Präferenzfunktionen abgebildet. Formeln: s Standardabweichung x gewichteter Mittelwert der Einzelerwartungen xi Einzelerwartung w (x i ) Eintrittswahrscheinlichkeit für die Einzelerwartung n Anzahl der Einzelerwartungen x = (x i x w(x i ))  n i = 1  s = [ ( x i - x) 2 x w(x i )]  n i = 1 mit  n i = 1 w(x i ) =


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