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8.Einheit – Sklaverei, Abolitionismus & Kolonialismus Trans-Atlantic exports by region 1650-1900 Senegambia 479,900 4.7% Upper Guinea 411,200 4.0% Windward.

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Präsentation zum Thema: "8.Einheit – Sklaverei, Abolitionismus & Kolonialismus Trans-Atlantic exports by region 1650-1900 Senegambia 479,900 4.7% Upper Guinea 411,200 4.0% Windward."—  Präsentation transkript:

1 8.Einheit – Sklaverei, Abolitionismus & Kolonialismus Trans-Atlantic exports by region Senegambia 479, % Upper Guinea 411, % Windward Coast 183, % Gold Coast 1,035, % Blight of Benin 2,016, % Blight of Biafra 1,463, West Central 4,179, % South East 470, % Total 10,240,200 Data derived from tables 1.1, 3.2, 3.4, 4.1 and 7.4 as presented in:Transformations in Slavery by Paul E. Lovejoy Cambridge University Press, 2000, ISBN

2 Sklavenhandel ca.16.Jh Jh.

3 Nach neueren Schätzungen wurden insgesamt etwa 11,5 Mio Sklaven im Rahmen des transatlantischen Sklavenhandels in die neue Welt verkauft Rechnet man die während der Überfahrt verstorbenen Sklaven dazu, erhöht sich die Zahl auf etwa 14 Mio Rückgang der Sklaverei durch die Abolition (Verbot des Handels) und Emanzipation (Verbot der Sklaverei) im 19.Jh. teilweise kompensiert durch Anwachsen des orientaltischen Handels Sklavenhandel südlich des Kongobeckens setzte erst im 19.Jh. ein.(Handel v.a. nach Brasilien). Ca. 1,6 Mio Sklaven aus den Savannengebieten v.a. Angolas

4 Orientalische Sklaverei: –ca. 1,2 Mio durch die Sahara verschleppt –ca über das Rote Meer –ca über den indischen Ozean Gesamt: 5,6 Millionen Nicht einberechnet: Sklaverei in Afrika Wichtig jedoch: Form und Bedeutung von Sklaverei konnte jedoch extrem variieren (insbesondere relevant bei afrikanischer Sklaverei)

5 Ursachen und Dynamiken des Sklavenhandels Nicht Rassismus oder Unterdrückung des Anderen, sondern wirtschaftliche Dynamiken (v.a. Herausbildung von Plantagenökonomien in der neuen Welt, tw. aber auch in der alten Welt (Sao Tomé, Principe, Kap Verde, Mauritius, Reunion...) Enger Zusammenhang mit europäischer Expansion (Herausbildung des transatlantischen Handels: Triangular Trade Moderner Rassismus eine Folge des Sklavenhandels, nicht umgekehrt

6 Strukturelle Ursachen des Sklavenhandels Überfluss an Landressourcen in der neuen Welt Notwendigkeit, profitgestützter Kolonialisierung (speziell in der Karibik, in Südamerika und im Süden der USA) Knappheit an Arbeitskräften (cf. Ausrottung der indigenen Bevölkerung in der Karibik, Widerstand der indigenen Bevölkerung in Nord- und Südamerika als Arbeitskräfte zu dienen) Klimatologische Gründe weitaus weniger wichtig, als zeitgenössisch behauptet (z.B: Europäer nicht geeignet, im tropischen/ suptropischen Klima der Karibik zu arbeiten, Afrikaner grundsätzlichstark und resistent

7 Sklavenhandel als Prozess Versklavung: meist durch afrikanische Händler/ Staaten Stärke afrikanischer Staaten und relative militärische/ personelle Unterlegenheit von Europäern machte Kooperation notwendig Gründe für Versklavung: –Krieg (Kriegsgefangene), –Verschuldung, –Strafe für religiöse oder sonstige Übertretungen, –Versklavung im Rahmen von Tributsystemen –Gezielte Versklavungen (Slave Raids)

8 Stamm (Tribe/ Tribu) vs. Ethnizität und...?: –Stamm ist ein problematischer Begriff. Herkunft: in bezug auf mittleren Osten: bezeichnet meist ein identitär definiertes Kollektiv, das gleichzeitig eine politische Einheit darstellt –Ethnizität bezieht sich nur auf identäre Aspekte. Ethnizität ist grundsätzlich nichts auf Dauer festgelegtes, unterliegt historischen Prozessen, insbesondere auch Staatsbildungsprozessen Exkurs: Ursachen und Terminologie in bezug auf innerafrikanische Prozesse im Rahmen des Sklavenhandels

9 Stammesfehden/ Stammeskriege: abwertender Begriff, tendiert dazu die Historizität afrikanischer Bevölkerungen zu verleugnen Staat/ Staatlichkeit vs. Stamm/ Häuptlingstum etc. –In bezug auf Sklavenhandel: weniger identitäre Aspekte wichtig (also weder Stamm noch Ethnien richtige Terminologie), sondern politische Prozesse/ Formen staatlicher Herrschaft –Anwendung des Begriffs Staat auf vorkoloniales Afrika problematisch (aber auch in bezug auf vormodernes Europa!!!) –Am besten: vorkolonialer Staat Grundsätzlich zu Begriffen und leicht zu lesen: Leonhard Harding (1994): Einführung in das Studium afrikanischer Geschichte. Hamburg: LIT

10 Innerafrikanische Folgen des Sklavenhandels Stagnation der Bevölkerung in bestimmten besonders vom Sklavenhandel betroffenen Gebieten Staatsbildungsprozesse/ Transformation von Staatlichkeit: auf Sklavenhandel basierende Staaten. Bestes Beispiel: Dahomey (Küstenregion des heutigen Benin) und Oyo (Nigeria)

11 Zeit von Versklavung bis zum Verkauf an Europäer konnte lange dauern, lange Verweildauer auch an Sklavenhandelspunkten an der Küste (halbes bis zu einem vollem Jahr). Höchste Todesrate nach neueren Forschungen in Afrika Middle Passage: hohe Todesrate, aber weitaus geringer als bis zum Verkauf an europäische Sklavenhändler. Dauer: ca. 2 Monate. Hauptangriffspunkt der Abolitionisten, weil darüber am meisten bekannt war Sklavenmärkte in der neuen Welt: Teilweise Großmärkte. Relativ rascher Verkauf.

12 Grundsätzliches zu Kolonialismus Kolonialismus ist eine Herrschaftsbeziehung zwischen Kollektiven, bei welcher die fundamentalen Entscheidungen über die Lebensführung der Kolonisierten durch eine kulturell andersartige und kaum anpassungswillige Minderheit von Kolonialherren unter vorrangiger Berücksichtigung externer Interessen und tatsächlich durchgesetzt werden.....

13 Damit verbinden sich in der Neuzeit in der Regel sendungsideologische Rechtfertigungsdoktrinen, die auf der Überzeugung der Kolonialherren von ihrer eigenen kulturellen Höherwertigkeit beruhen (Jürgen Osterhammel, 1995, Kolonialismus. Geschichte, Formen, Folgen. München: CH.Beck) Sendungsideologie: Drei Cs (Commerce, Civilization, Christianity)

14 Kolonialistisches Denken Anthropologische Gegenbilder: die Konstruktion von inferiorer Andersartigkeit (Rassismus) Sendungsglaube und Vormundschaftspflicht: The White Mans Burden. Infantilisierung der Kolonisierten, tw. in Widerspruch zu rassistischem Denken Utopie der Nicht-Politik (Reine Verwaltungsstaatlichkeit, Verwaltungsdikaturen, Sachgerechte Lösungen, Entwicklungsdiktaturen) (Typologie ebenfalls: Osterhammel 1995)


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