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14.10.2010| Dr. Rudolf Pape | Pflegewissenschaftler, Case Management Ausbilder Case Management (CM) - Prozess- oder Patientenorientierung?

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Präsentation zum Thema: "14.10.2010| Dr. Rudolf Pape | Pflegewissenschaftler, Case Management Ausbilder Case Management (CM) - Prozess- oder Patientenorientierung?"—  Präsentation transkript:

1 | Dr. Rudolf Pape | Pflegewissenschaftler, Case Management Ausbilder Case Management (CM) - Prozess- oder Patientenorientierung?

2 2 Dr. Rudolf Pape | Pflegewissenschaftler Aus dem Inhalt Situation im Gesundheitswesen Wie kommt Case Management ins Krankenhaus? Strategische Handlungsfelder eines Krankenhauses Was kann Case Management bewirken? Situation ohne und mit Case Management Fazit aus den Erfahrungen mit Case Management Prozessorganisation

3 3 Dr. Rudolf Pape | Pflegewissenschaftler Situation im Gesundheitssystem ca. 70% der Patienten im Krankenhaus keine aufwendige Versorgung. Ihre Behandlung ist standardisiert / Pathways ca. 30% der Patienten im Krankenhaus beanspruchen 80% der Pflegetage | hoch-kostenintensiv, multimorbid, chronisch krank, mit komplexer Versorgungsstruktur und –organisation | nicht abschließend heilbar, durchlaufen das Gesundheitssystem mehrfach | Bedarf an Steuerung durch das Gesundheitssystem (Case Management) | Bedarf an Ressourcen schonender Leistungsplanung Drehtüreffekt Immer wiederkehrende Krankenhausaufenthalte mit Aktualisierung der Nachsorgestrukturen und -prozesse

4 4 Dr. Rudolf Pape | Pflegewissenschaftler Sektoren im Gesundheitssystem Ist-Situation: Gesundheitssektoren sind nicht genügend vernetzt. Die für den Patienten relevanten Sektoren sind nicht transparent und nicht auf den Patientenbedarf koordiniert und abgestimmt. Dadurch werden viele Ressourcen verschwendet Kostenexplosion, nicht bedarfsorientiert Gesundheits- sektor Pat Fall fallrelevanter Gesundheits- sektoren Khs Hausazrt Fach- klinik AHB Reha Kurzzeit- pflege Häusliche Versorgung Sanitäts- haus amb. Dienst Situation im Gesundheitssystem ohne Case und Care Management

5 5 Dr. Rudolf Pape | Pflegewissenschaftler Beispiel: Unsystematische Kommunikationswege vor Einführung des CM/Fallmanagement Einweiser - extern - intern Bettenführende Leistungsbereiche Leistungsbereiche - Diagnostik - Therapie Praxis Dr. Müller Intensiv- station Poliklinik Station 1 Station 2 Station 3 OP Katheter- labor EKGRöntgen Amb. Pflegedienst Externes Case Management

6 6 Dr. Rudolf Pape | Pflegewissenschaftler Aufnahme Prozesscontrolling (DRG) Entlassung Sozialdienst CDC GmbH Diagnostik Behandlung Prozessverlauf Überleitung Pflegever- sicherung Kranken- kasse MD BfA/LVA Case Management Reha, amb. Dienste, Hausärzte, Seniorenheime, Hospize Aufnahme Terminierung Disponierung Assessment Interne und externe Einweiser, IV, DMP Die Lösung am Beispiel des Kölner Case Management Modells (hier Fallmanagement) © Pape

7 7 Dr. Rudolf Pape | Pflegewissenschaftler Leistungsbereiche - Diagnostik - Therapie - Bettenführende Einweiser - extern - intern Case Management Praxis Dr. Müller Intensiv- station Poliklinik Amb. Pflegedienst OPKatheter- labor EKGRöntgenStationen Externes Case Management Beispiel: Systematisierter Kommunikationsweg durch Einführung des CM/Fallmanagement

8 8 Dr. Rudolf Pape | Pflegewissenschaftler Situation mit CM: Case und Care Management organisieren und koordinieren die Sektoren auf den Fall abgestimmt. Reibungsverluste, Verzögerungen und der Ressourcenverbrauch werden deutlich reduziert. Die Versorgungskontinuität und Versorgungsqualität wird gesteigert Kosten werden gesenkt fallrelevanter Gesundheits- sektor Fall Sektoren im Gesundheitssystem Hausarzt Khs Fach- klinik AHB Reha Kurzzeit- pflege Häusliche Versorgung Sanitäts- haus amb. Dienst Fall Situation im Gesundheitssystem mit Case und Care Management

9 9 Dr. Rudolf Pape | Pflegewissenschaftler Fazit: Zusammenhang von Case und Care Management Ein optimales Case Management/Fallmanagement funktioniert nur auf Basis eines funktionierenden Systemmanagements (Care Managements) Im Tätigkeitsprofil eines Case Managers lassen sich Fall- und Systemmanagement nicht voneinander trennen System- und Fallmanagement (Care und Case Management) funktionieren nur, wenn es von den strategischen Entscheidungsträgern gewollt und unterstützt wird

10 10 Dr. Rudolf Pape | Pflegewissenschaftler … Ausschnitt des Sektors stationäre Versorgung - Unterstützende Prozesse Einweisung Terminierung Aufnahme Assessment DiagnostikOPIntensivpflegeNormalpflege Entlassung Überleitung Gesetzliche und fachliche Rahmenbedingungen Unterstützende Managementprozesse Finanz- management Personal- management Sachmittel- management Gebäude- management Informations- management Dienstzeiten- management Leistungs- management Controlling Wissens- management Dienslteistungs- management Strategisches Management © Pape 2008 Unterstützende operative Prozesse Administration Datentransfer, EDV Informations- sammlung Medizinisches Service Center Versorgungs- planung, Linking Diagnostik -Team Operations- Team Beratung, Information Seelsorge Speisen- versorgung Reinigungs- dienst, Hygiene Material- versorgung Sozialdienst Medizinische Versorgung Pflegerische Versorgung Physiotherapie Patienten- Service Heil- und Hilfsmittel Medikamenten- versorgung Wund- versorgung Schmerz- management Selbsthilfe- gruppen CM induzierte Kernprozesse

11 11 Dr. Rudolf Pape | Pflegewissenschaftler © Pape 2008 (modifiziert nach Benji/Bärlocher 2007) Einweisung Terminierung Aufnahme Assessment DiagnostikOPIntensivpflegeNormalpflege Entlassung Überleitung Unterstützende Managementprozesse Unterstützende operative Prozesse Gesetzliche und fachliche Rahmenbedingungen CM induzierte Kernprozesse Care und Case Management im Krankenhaus: Vereinfachte Darstellung Kern- und unterstützende Prozesse

12 12 Dr. Rudolf Pape | Pflegewissenschaftler Prozessorganisation im Kölner CM-Modell CM Auftrag durch die Betriebsleitung/Vorstand CM Anbindung an die Betriebsleitung als Stabsstelle CM Konzeptentwicklung Buttom-up Eigenes CM-Budget Eigene Führungsstruktur Neuverteilung der Aufgaben Unterstützende Managementprozesse

13 13 Dr. Rudolf Pape | Pflegewissenschaftler Prozessorganisation im Kölner CM-Modell Zentralisierung - Wundmanagement Zentralisierung - Schmerzmanagement Neuorganisation Sozialdienst PatientenService Medizinische Service Center (Call Center) IT-Struktur, z.B. Service Orientierte Architektur (Workflow unterstützend) Organisation des Entlass- / Überleitungsmanagement Unterstützende operative Prozesse

14 14 Dr. Rudolf Pape | Pflegewissenschaftler Strategische Handlungsfelder eines Krankenhauses Finanzen Kunden Prozesse Strukturen Qualifizierung

15 15 Dr. Rudolf Pape | Pflegewissenschaftler Handlungsfeld Finanzen Bewirtschaftung eines positiven Betriebsergebnisses Produktivitätssteigerung Dokumentations- und Kodierqualität sichern Leistungs- Erlös- und Kostentransparenz durch Kostenträgerrechnung und innerbetriebliche Leistungsverrechnung Alternative gewinnbringende Erlösquellen erschließen Zukunftsorientierte Investitionsprogramme erarbeiten

16 16 Dr. Rudolf Pape | Pflegewissenschaftler Handlungsfeld Kunden Orientierung an externen und internen Kundenbedürfnissen Netzwerkbildung und Kooperation mit niedergelassenen Ärzten Netzwerkbildung und Kooperation mit nachstationären Einrichtungen Netzwerkbildung und Kooperation mit Kostenträgern Netzwerkbildung und Kooperation mit Patientenvereinigungen (z.B. Selbsthilfegruppen) Netzwerkbildung und Kooperation mit anderen Krankenhäusern Netzwerkbildung und Kooperation mit übrigen Leistungsanbietern Entwicklung einer CI mit gemeinsamen Wertekodex Fachabteilungs- und berufsgruppenübergreifende Teamarbeit Klare Aufgabenprofile und Verantwortungsbereiche

17 17 Dr. Rudolf Pape | Pflegewissenschaftler Handlungsfeld Prozesse prozessorientierter Umbau der Betriebsorganisation Aufbau eines zentralen Prozessmanagements Kernprozesse definieren Integrierte Prozesse gestalten Schnittstellen definieren unterstützenden Prozesse anpassen notwendigen Management Prozessen entscheiden Evaluation der Prozesse

18 18 Dr. Rudolf Pape | Pflegewissenschaftler Handlungsfeld Strukturen Strukturen anpassen und erneuern Entwicklungs-Maxime: Strukturen folgen den Prozessen Neuverteilung der Aufgaben (Wer macht was, wo, wann, wie?) Leistungen folgen dem Patienten und nicht umgekehrt der Patient den Leistungen Regelmäßige Evaluation der Strukturen

19 19 Dr. Rudolf Pape | Pflegewissenschaftler Was kann das Handlungskonzept Case Management für ein Krankenhaus bewirken? Zentrales Prozessmanagement und Fallmanagement verantwortet durch Case Manager Personalentwicklung Neuverteilung der Aufgaben Organisationsentwicklung Erlössteigerung Erneuerung von Strukturen Neue Kooperationsformen Verbindung von Patientenorientierung mit Ökonomie Qualitätssicherung Change Management Lean Management Angst und Widerstand Paradigmenwechsel Umbau zur prozessorientierten Unternehmensorganisation

20 20 Dr. Rudolf Pape | Pflegewissenschaftler Abschließende Thesen Immer noch anzutreffende feudalistische Strukturen des 19. Jahrhunderts im Krankenhaus sind nicht in der Lage die gesundheitspolitischen und -wirtschaftlichen Probleme des 21. Jahrhunderts zu lösen. Zukunftsgerechte Strategien verlangen Transparenz, Mut zum Risiko, Kreativität und Offenheit. Es gibt keine Patentrezepte, keinen Goldstandard und kein absolutes Richtig und kein Falsch

21 21 Dr. Rudolf Pape | Pflegewissenschaftler Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Uniklinik:www.uk-koeln.dewww.uk-koeln.de Case Management:www.dgcc.dewww.dgcc.de CM-Weiterbildung:www.uniklinik.iliasnet.dewww.uniklinik.iliasnet.de


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