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1 Die gestreckte Abschlussprüfung in Industrie und Handwerk Wolfgang Noack eldyn Elektromaschinenbau GmbH Chemnitz.

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Präsentation zum Thema: "1 Die gestreckte Abschlussprüfung in Industrie und Handwerk Wolfgang Noack eldyn Elektromaschinenbau GmbH Chemnitz."—  Präsentation transkript:

1 1 Die gestreckte Abschlussprüfung in Industrie und Handwerk Wolfgang Noack eldyn Elektromaschinenbau GmbH Chemnitz

2 2 Neuordnung der Berufsausbildungsverordnungen in den Elektroberufen aber: Auch bei der Neuordnung gilt generell zunächst die alte Zwischenprüfung - Veränderungen in der HWO - Weiterentwicklung der Berufe - jetzige Verordnungen Stand 1987

3 3 Neue elektrotechnische Ausbildungsberufe in Industrie und Handwerk 7 Ausbildungsvarianten - Elektroniker Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik Fachrichtung Automatisierungstechnik Fachrichtung Informations- und Telekommunikationstechnik - Systemelektroniker - Informationselektroniker Schwerpunkt Geräte + Systeme Schwerpunkt Bürosysteme - Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik Handwerk Industrie - Elektroniker für Gebäude- und Infrastruktursysteme - Elektroniker für Automatisierungstechnik - Elektroniker für Betriebstechnik - Elektroniker für Geräte und Systeme - Systeminformatiker/in - Elektroniker für luftfahrt- technische Systeme - Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik 7 Ausbildungsvarianten

4 4 Die gestreckte Abschlussprüfung Grundlage ist die Verordnung zur Erprobung einer neuen Ausbildungsform für die Berufsausbildung zum Elektroniker (-in) für Zwischenprüfung entspricht damit dem Teil 1 der Abschluss-/Gesellenprüfung

5 5 Strukturmerkmale und Abläufe der neuen Prüfungen - Verzahnung von Zwischenprüfung (40%) und Gesellenprüfung (60%) Modellversuch Gestreckte Abschlussprüfung - Ganzheitliche Prüfungen (Kundenauftrag) - Keine Trennung mehr zwischen praktischer und theoretischer Prüfung - Statt dessen v.a. im Prüfungsbereich Arbeitsauftrag Orientierung an einem ganzheitlichen Kundenauftrag (= fallorientierte Aufgabenstellung), einschließlich begleitendem Fachgespräch - Industrieberufe: Variantenmodell, d. h. Wahl zwischen betrieblicher Auftrag und praktischer Aufgabe. - Kein Prüfungsstück und Arbeitsprobe - Autonomie der Prüfungsausschüsse wird gestärkt

6 6 Zwischenprüfung (= Gesellenprüfung Teil 1) - Ausführung einer komplexen Arbeitsaufgabe, die situative Gesprächsphasen und schriftliche Aufgabenstellungen beinhaltet - Komplex bedeutet hierbei: Die Aufgabe ist aus mehreren Teilen zusammengesetzt - situative Gesprächsphase bedeutet: Der Prüfling wird aus der Situation heraus zu seinen Ausführungen befragt - Dauer der Prüfung insgesamt: max. 10 Stunden - von diesen 10 Stunden insgesamt max. 10 Minuten für die situativen Gesprächsphasen - Umfang der einzelnen Aufgabenstellungen (vgl. § 8 (3) der Verordnungen): max. 120 Minuten - Ergebnis der Zwischenprüfung (= Teil 1 der Gesellenprüfung) geht zu 40 % in das Gesamtergebnis ein

7 7 Gesellenprüfung (= Gesellenprüfung Teil 2) Gesellenprüfung besteht aus vier unterschiedlich gewichteten Prüfungsbereichen - Arbeitsauftrag50% - Systementwurf20% - Funktions- und Systemanalyse20% - Wirtschafts- und Sozialkunde 10%

8 8 Gesellenprüfung (= Gesellenprüfung Teil 2) Prüfungsbereich Arbeitsauftrag: - im Prüfungsbereich Arbeitsauftrag muss eine Aufgabe bearbeitet werden, die einem ganzheitlichen Kundenauftrag entspricht - der handwerklich-praktische Anteil der Gesellenprüfung ist hierin enthalten und wird dokumentiert - während der Bearbeitung des Kundenauftrags durch den Prüfling wird ein begleitendes Fachgespräch hierüber geführt - dieses Fachgespräch ist somit keine klassische mündliche Prüfung alter Prägung! - Gesamtdauer des Prüfungsbereichs Arbeitsauftrag: Je nach Beruf max. 17, 18 oder 24 Stunden; davon max. 20 Min. (Elektroniker/-in) bzw. 30 Min. (EMA) für das begleitende Fachgespräch - Gewichtung zwischen Aufgabenbearbeitung einschl. Dokumentation und Fachgespräch: 70% zu 30 %

9 9 Gesellenprüfung (= Gesellenprüfung Teil 2) Prüfungsbereich Systementwurf: - Prüfling soll gem. jeweiliger Verordnung / Fachrichtung ein System entwerfen - dabei sollen eine technische Problemanalyse durchgeführt und unter Berücksichtigung technischer, wirtschaftlicher und betrieblicher Aspekte Lösungskonzepte entwickelt werden - ebenfalls ganzheitlicher Ansatz, allerdings ohne handwerklich- praktische Anforderungen (rein schriftlich-theoretische Prüfung) - max. Gesamtdauer: 120 Minuten

10 10 Gesellenprüfung (= Gesellenprüfung Teil 2) Prüfungsbereich Funktions- und Systemanalyse: - Prüfling soll eine Anlage analysieren - dabei sollen Schaltungsunterlagen und Anlagendokumentationen ausgewertet, Mess- und Prüfverfahren sowie Diagnosesysteme ausgewählt, Programme analysiert, Signale an Schnittstellen zugeordnet sowie Fehlerursachen bestimmt und elektrische Schutzmaßnahmen bewertet werden - ebenfalls ganzheitlicher Ansatz, allerdings ohne handwerklich- praktische Anforderungen - max. Gesamtdauer: 120 Minuten

11 11 Gesellenprüfung (= Gesellenprüfung Teil 2) Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde: - Prüfling soll praxisbezogene handlungsorientierte Aufgaben bearbeiten - dabei sollen allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt erkannt, dargestellt und beurteilt werden - max. Gesamtdauer: 60 Minuten.

12 12 Ausbildungsberuf Elektroniker/-in Mindestens ausreichende Leistungen im - Prüfungsbereich Arbeitsauftrag und - Gesamtergebnis der Prüfungsbereiche: Systementwurf, Funktions- und Systemanalyse sowie Wirtschafts- und Sozialkunde (2:2:1) mündliche Prüfung auf Antrag des Prüflings oder des Prüfungsausschusses möglich (2:1) Mindestens ausreichende Leistungen im - Prüfungsbereich Arbeitsauftrag und - Gesamtergebnis der Prüfungsbereiche: Systementwurf, Funktions- und Systemanalyse sowie Wirtschafts- und Sozialkunde (2:2:1) mündliche Prüfung auf Antrag des Prüflings oder des Prüfungsausschusses möglich (2:1) Bestehen der Gesellenprüfung


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