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© Urthe Richtermeier Wie lässt sich multimediale Qualität messen? Qualitäts- und Technologiemanagement Urthe Richtermeier Düsseldorf, den 29.10.2008 Spezielle.

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1 © Urthe Richtermeier Wie lässt sich multimediale Qualität messen? Qualitäts- und Technologiemanagement Urthe Richtermeier Düsseldorf, den Spezielle Instrumente und Methoden des Multimediamanagements Siehe Notizebene für weitere Informationen!

2 2 Inhalt Definition Inhaltliche / journalistische Qualität Recherche-Qualität Technische Qualität

3 3 Was ist Qualität? Im Zusammenhang mit Multimedia unter anderem assoziiert mit: DIN- und ISO 9000 Zertifizierung Qualität ist der Grad, in dem ein Satz inhärenter Merkmale Anforderungen erfüllt.* Zielgruppenorientierung Profitmaximierung Werbung Verkäuflichkeit wird unter anderem durch technische Perfektion gesichert Akerlof-Prozess Bild, Grafik, Text, Ton, Didaktik, Interaktivität, Technologie, Design, Medien, Medieneinsatz, Redaktion, Preis-/Leistungsverhältnis *DIN EN ISO 9000:2005

4 4 Inhalt Definition Inhaltliche / journalistische Qualität Recherche-Qualität Technische Qualität

5 5 Hürden für die Definition von Qualität im kommunikationswissenschaftlichen Kontext Der Terminus Qualität wird mit der Konsistenz eines Puddings verglichen: Die… Probleme mit dem Qualitätsbegriff sind bis heute nicht gelöst * Verfassungsrechtlich garantierte Kommunikations- und Medienfreiheit = keine Reglementierung des beruflichen Zugangs zum Journalismus (Problem Bürgerjournalismus) Schnelligkeit vs. Richtigkeit Qualitätsmaßstäbe von Medienaussagen: Rezipientenvorstellungen sind wenig kompatibel mit den ideologisch-normativen Grundpositionen der Produzenten Quote = Qualität? *vgl. Haas, H./Lojka, K. (1998): Qualität auf dem Prüfstand, in: Duschkowitsch, W. et al. (Hrsg.), Journalismus als Kultur, Wiesbaden 1998, S. 132

6 6 Kontextmodell: Qualität und Qualitätsforschung vgl. Weischenberg (2006), S. 669 Mediensystem Qualitätsnormen (z. B. Rechtmäßigkeit, Vielfalt; Marktmodell vs. Sozialverantwortungsmodell) Medienaussagen Qualitätsmaßstäbe (Produkt (z. B. Aktualität, Objektivität, Vielfalt); Publikum (Nutzung, Akzeptanz)) Medienakteure Qualitätsbewusstsein (Einstellungen zu Funktionen/Standards und Arbeitsmethoden/Produkten) Medieninstitutionen Qualitätssicherung (externe (z. B. Ausbildung) und interne Strukturen (z. B. Total Quality Management)) Einflussfaktoren

7 7 Journalistische Qualitätsstandards Allgemein: Objektivität und Neutralität Spezifisch: Aktualität, Relevanz, Transparenz Gegenstandsbezogene Qualitätskriterien: Richtigkeit, Genauigkeit, Sachlichkeit, Ausgewogenheit, Fairness, Vielfalt, Verständlichkeit Publikumsbezogene Qualitätskriterien: Unabhängigkeit, Zeitigkeit, Verständlichkeit und Unterhaltsamkeit Rezipientenorientierung als wichtiger Maßstab und Orientierungsgröße für Qualität Auszug aus der Charta zur Sicherung von Qualität im Journalismus* Medienunternehmer und Journalistinnen und Journalisten sind aufgefordert … Qualitäts-Standards, journalistische und ethische Grundsätze und Ziele gemeinsam zu definieren Der Kampf um den Markt und die Marktanteile darf weder die Grenzen von Information und Werbung verwischen noch durch Sponsoring oder Public Relations die journalistische Arbeit beeinträchtigen Journalismus braucht eine permanente Qualitäts-Prüfung und Qualitäts-Sicherung. Dabei ist auch enger Kontakt mit der Medienwissenschaft und den Lesern, Hörerinnen, Sehern, Akteurinnen (Internet) zu halten * Die Charta wurde auf der Bundeskonferenz der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju), die im März 2003 in Halle unter dem Motto: "Qualität, Kompetenz, Verantwortung" stattfand, verabschiedet wurde die Charta ergänzt.

8 8 Abhängigkeit von Qualitätsmaßstäben Qualitätsmaßstäbe im Journalismus sind abhängig von: Selbstverständnis der Journalisten Vermittler, Anwalt, Erklärer, etc. Funktion Information, Orientierung, Unterhaltung Genre Nachricht, Reportage, Feauture, Kommentar, etc. Aktualität/ Periodizität Live, täglich, wöchentlich, … Zielgruppe Alter, Bildung, Interessen, Einkommen, etc. Medium Zeitschrift, Radio, TV, etc. vgl. Wyss, V. (2002): Redaktionelles Qualitätsmanagement. Ziele, Normen, Ressourcen, Konstanz 2002, S.97, zit. nach Weischenberg (2006), S. 677

9 9 3 Qualitätsebenen Ziel: Objektive Maßstäbe für die Beurteilung von Medienprodukten zu finden Teil der kulturellen Selbstverständigung einer Gesellschaft 1)Qualität als normativer Begriff: Entsprechen die Eigenschaften des Produkts den Anforderungen? (ISO) 2)Qualität als relationaler Begriff: Hat das Medienprodukt den Bezug zu sozialen Erfordernissen und individuellen Bedürfnissen? 3)Qualität als funktionaler Begriff: Gibt es einen multiperspektivischen Zugriff? (z.B. bezüglich Ressorts, Genres, Medien)

10 10 Total-Quality-Management (TQM) Führung von Zielvereinbarungs- und Ergebnisgesprächen mit zuständigen Mitarbeitern Definition von Quotenzielen Messung von Programm-Merkmalen sowie Publikumsreaktionen Qualitätssicherungen durch externe und interne Strukturen –Extern: Institutionen und Initiativen wie Aus- und Weiterbildung, Berufsverbände, … –Intern: Ombudsleute, Medien- und Journalistenpreise, Medienjournalismus und –monitoring, Medien- und Publikumsforschung Qualitätsmanagement wird auf die Beziehung zwischen dem Unternehmen und seinen Kunden definiert. Drei-Säulen-Modell des Programm-Controlling QualitätKostenAkzeptanz Qualität ist die Fähigkeit, interne und externe Kunden produkt-, prozess, service- und kommunikationsorientiert, kontinuierlich, individuell, vollständig und dauerhaft zufriedenzustellen

11 11 Inhalt Definition Inhaltliche / journalistische Qualität Recherche-Qualität Technische Qualität

12 12 Die Quellenprüfung im Internet stellt andere Anforderungen als der Umgang mit traditionellen Dokumenten Ansatzpunkte für Nachforschungen Einzelne Webseite Gesamte Webseite (Seite die einer Zeitschrift, Universität, Behörde?) Webserver Weitere Information aus dem Netz Wikipedia Kompetenz der Autoren ist unterschiedlich Änderungen aus politischen oder wirtschaftlichen Interessen Erfasst keine angemeldeten Nutzer Keine Rückschlüsse aus Internetcafés und mit dynamischer IP-Adresse möglich

13 13 Checkliste - Teil 1 1)Inhalt Ist der Verfasser des Textes genannt? Ist er Wissenschaftler, Amateur, Politiker, …? Für welche Leserschaft ist der Text geschrieben? Welchen Standpunkt vertritt der Autor? Sind die Information stabil oder werden sie veralten? Quellen und Zitate Wer finanziert die Seite? 2)Aktualität Sind die Information datiert? 3)Domain (TLD) [www.bunddeutscherjuristen.org anstatt.de] 4)Impressum 5)Whois (who is)-Abfrage unter whois.domaintools.com 6)Funktionieren die Hyperlinks? Auf welche Seiten führen sie?

14 14 Checkliste - Teil 2 7)Quelltext, für Autoren- und weitere Informationen (auch nicht immer objektiv) 8)HTTP-Header 9)Metadaten von Fotos z.B. mit Freeware Irfan-View finden 10)Hoax-Service der TU Berlin www2.tu-berlin.de/www/software/hoax.shtml 11)Plagiat oder Original? und 12)Wird ein Teil des Webinhalts von Suchmaschinen ignoriert? 13)Cache Link für ältere Versionen einer Seite über Google 14)Archivserver der deutschen Nationalbibliothek 15)Generierung von auf den User abgestimmten Seiten kann umgangen werden mit

15 15 Übung google.de vs. google.com Wo befinde ich mich und was vom Web bekomme ich zu sehen?

16 16 Inhalt Definition Inhaltliche / journalistische Qualität Recherche-Qualität Technische Qualität

17 17 Technische Qualität - Produzentensicht 2) Festlegung der Qualitätsmerkmale: Minimale oder maximale Qualitätsanforderungen? An Sound, Bewegtbild, Interaktivität, Performance, Bild Z. B. für Bilder: Festlegung der Auflösung, Farbtiefe, Größe, Farbseperation, Konvertierungsfilter, Speicherformat, Kompression, … Navigation Welche Player? Wichtig: Exakte Zielgruppendefinition mit Hardwarevoraussetzung und Kenntnisstand 1) Überlegungen: Strategie: Risiko vs. First-mover-advantage Minimale/empfohlene Systemkonfiguration* * Bsp. Notebookanforderungen für Sims 3 - Windows XP (SP 2) oder Windows Vista (SP 1) - Intel Pentium GHz / Athlon XP (XP&Vista) - 1,5 GB RAM (XP), 2 GB RAM (Vista) - Geforce Go 6200 / Radeon mobile MB Grafikkartenspeicher

18 18 Technische Qualität - Usersicht Hard- & Softwareprodukte und Websites Usability, Software-Ergonomie Suchmöglichkeiten Verlinkungen Hilfestellungen Eingabekontrollen Datensicherheit Barrierefreiheit Plattform- und Endgerätunabhängigkeit Innovationsgrad und Konvergenz sollten adäquat zu den Nutzergruppen sein Anschlussfähigkeit Einbettung in die alltägliche Benutzung

19 19 Danke

20 20 Literatur Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (2007): Charta zur Sicherung von Qualität im Journalismus (2007), URL: dju.verdi.de/ueber_die_dju/charta_qualitaet_im_journalismus, Stand: dju.verdi.de/ueber_die_dju/charta_qualitaet_im_journalismus Kempf, M./von Pape, T./Quandt, T. (2006): Medieninnovationen – Herausforderungen und Chancen für die Publikumszeitschrift, in: Friedrichsen, M./Brunner, M.F. (Hrsg.), Perspektiven für die Publikumszeitschrift, Berlin Heidelberg 2007 Keuper, F./Hans, R. (2003): Multimedia-Management, Strategien und Konzepte für Zeitungs- und Zeitschriftenverlage im digitalen Informationszeitalter, Wiesbaden 2003 Rau, H. (2007): Qualität in einer Ökonomie der Publizistik: Betriebswirtschafliche Lösungen für die Redaktion, Wiesbaden 2007 Schifman, R. S., Heinrich, G. (2001): Multimedia-Projektmanagement: Von der Idee zum Produkt, Berlin 2001 Ude, A. (2007): Wahrheitsfindung, Webinhalte auf ihre Glaubwürdigkeit prüfen, in: Ct, Heft 21/2007, S Weischenberg, S. (2006): Qualitätssicherung – Qualitätsstandards für Medienprodukte, in: Scholz, Christian (Hrsg.), Handbuch Medienmanagement, Berlin 2006, S Wenk, H. (2006): Hoffnungsträger für neue Technik, URL: mmm.verdi.de/archiv/2006/06/titelthema_medien_und_fussball/hoffnungstraeger_fuer_neue_technik, Stand: mmm.verdi.de/archiv/2006/06/titelthema_medien_und_fussball/hoffnungstraeger_fuer_neue_technik Maier, F. (2008): Die Sims 3, URL: Stand www.gamestar.de/news/pc/strategie/lebenssimulation/ /diesims_3.html


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