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Kategoriensystem KategorienUnterkategorien 1. Berufstätigkeit1.1 ja 1.2 nein 1.3 (eher) karriereorientiert 1.4 (eher) nicht karriereorientiert 2. Familienstand2.1.

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1 Kategoriensystem KategorienUnterkategorien 1. Berufstätigkeit1.1 ja 1.2 nein 1.3 (eher) karriereorientiert 1.4 (eher) nicht karriereorientiert 2. Familienstand2.1 Single 2.2 gebunden 2.3 (eher) glücklich 2.4 (eher) unglücklich 3. Persönlichkeit Ally3.1 sehr positiv 3.2 eher positiv 3.3 eher negativ 3.4 sehr negativ 4. Aussehen Ally4.1 sehr attraktiv 4.2 eher attraktiv 4.3 eher unattraktiv 4.4 unattraktiv 5. Vergleich5.1 wünschenswert 5.2 eher wünschenswert 5.3 eher Ablehnung 5.4 Ablehnung 5.5 sehr ähnlich 5.6 eher ähnlich 5.7 eher unähnlich 5.8 sehr unähnlich 6. Sonstiges6.1 Restkategorie gesamt: 25 Kategorien Identifikation mit Ally McBeal B. Bußkamp, B. Mader, B. Minten, U. Sauerland, C. Steffen, D. Stuplich, M. Tusch Psychologisches Institut der Universität zu Köln, Einleitung In den letzten Jahren wurde in den Medien ein neues Frauenbild entworfen. Allen voran Ally McBeal, aber auch Bridget Jones (Fielding, 2001) oder z. B. Carrie aus der Serie Sex and the City (Pro7) verkörpern Frauen, die im Sinne der Emanzipation alles erreicht haben und dennoch unglücklich sind. Sie haben einen Beruf, mit dem sie zufrieden zu sein scheinen, genügend Geld für große Wohnungen und Designerkleider, außerdem eine nicht geringe Anzahl an Männerbekanntschaften (www.single-dasein.de). Dennoch sind sie kurioserweise, wie es scheint, auf der Suche nach den uralten Attributen einer Frau: einem Ehemann, einem schönen Heim und eventuell Kindern (Kullmann, 2002). Wie wird dieses Frauenbild jedoch von den Rezipientinnen beurteilt? Können sich Frauen damit identifizieren? Und wenn ja, welche Frauen sind es? Sind es eher Frauen, die sich in derselben Lebenssituation befinden wie die Film- und Serienheldinnen? 1.1 Zur Serie Ally McBeal An manchen Tagen habe ich Lust, mich von der Gesellschaft loszusagen und als Penner weiter zu leben. Aber dann hätte ich keine Gelegenheit, meine Kostüme zu tragen. (Ally McBeal, 1. Staffel, Folge 5) Ally McBeal, die Protagonistin der gleichnamigen amerikanischen Sitcom, ist Anwältin, überarbeitet, einsam und frustriert. Immer auf der Suche nach dem Mann für das Leben, immer voller Angst, dass sie diesen aus ihrem Leben gehen sah oder er nie kommen wird. Die Serie ist eine David E. Kelly-Produktion in Zusammenarbeit mit der 20 th Century Fox Television. In Deutschland hat VOX die Rechte an allen Folgen. Die hochneurotische Karrierefrau soll vor allem Single-Frauen Anfang 20 bis Ende 30, die erfolgreich im Beruf sind, ansprechen (www.ally_mcbeal.de). Unsere Untersuchung befasst sich mit der Frage, ob sich die oben genannte Zielgruppe tatsächlich mit der Fernsehheldin Ally McBeal identifizieren kann. 1.2 Hintergrund Ursprünglich ist Identifikation die Bezeichnung für das bewusste oder unbewusste Übernehmen von Eigenschaften und Verhaltensweisen anderer Personen in das eigene Ich durch Verinnerlichung (www.sign-lang.uni- hamburg.de). Auf unsere Untersuchung bezogen möchten wir uns von dieser Definition lösen und den Begriff Identifikation umgangssprachlich verwenden, im Sinne von Sympathie und dem Empfinden von emotionaler Nähe zu einer anderen Person. Da der Bereich bisher noch nicht umfassend erforscht ist, konnten wir nicht auf vorherige Untersuchungen zurückgreifen. Daher fand die Untersuchung nur auf explorativer Ebene statt. 2. Forschungsfragen Besteht ein Zusammenhang zwischen Familienstand und der Identifikation (hier: im umgangssprachlichen Sinne, gemeint ist eher Sympathie) mit der Figur Ally? 1. Hypothese: Single-Frauen identifizieren sich eher mit der Figur Ally als verheiratete bzw. gebundene Frauen. Verfeinerte Hypothesen: a. Tendenziell unglücklich gebundene Frauen identifizieren sich eher mit der Figur Ally als tendenziell glücklich gebundene Frauen. b.Tendenziell unglückliche Singles identifizieren sich eher mit der Figur Ally als tendenziell glückliche Singles. Besteht ein Zusammenhang zwischen dem Umfang der Berufstätigkeit und der Identifikation (siehe oben) mit der Figur Ally? 2. Hypothese: Berufstätige Frauen identifizieren sich eher mit der Figur Ally als Frauen, die Teilzeit arbeiten oder nicht berufstätig sind. Zusatzhypothese: Karriereorientierte Frauen identifizieren sich eher mit Ally als Frauen, die aus anderen Gründen (Kind, Versorgung etc.) arbeiten bzw. gar nicht arbeiten. 3. Methode 3.1 Interview Als Erhebungsmethode diente ein vollständig standardisiertes, ca. 20 Minuten dauerndes Einzelinterview, gekoppelt mit einem Fragebogen zur Erhebung der wichtigsten demographischen Daten (vgl. Anhang A). 3.2 Qualitative Inhaltsanalyse Als Analysemethode diente die Inhaltsanalyse nach Rustemeyer (1992). Induktiv (vgl. Vortest) wurde ein Kategoriensystem (einschließlich Explikationen) mit folgenden sechs Oberkategorien erstellt (vg. Anhänge B und C): 1.Berufstätigkeit 2.Familienstand 3.Persönlichkeit Ally 4.Aussehen Ally 5.Vergleich 6.Restkategorie Exemplarisch soll an dieser Stelle eine Unterkategorie expliziert werden: 3. Persönlichkeit Ally 3.2 negativ 3.2.3eher negativ Es handelt sich um negativ konnotierte Merkmale, die die Persönlichkeit der Figur Ally beschreiben, jedoch in abgeschwächter Form. Die Äußerungen lassen zwar eine negative Einschätzung erkennen, enthalten jedoch abschwächende Zusätze oder zeigen auf andere Weise, dass die Befragte die Äußerung nicht uneingeschränkt negativ gemeint hat. Bsp.: ein bisschen zu hektisch, schusselig. 4. Vortest Zur Validierung der geplanten Vorgehensweise bezüglich der Hypothesenüberprüfung wurden vor Beginn des Haupttests zwei Interviews geführt. Als Konsequenz dessen wurde das Kategoriensystem modifiziert, eine Kategorie wurde umbenannt. Der Interviewleitfaden erwies sich als adäquat. 5. Hauptuntersuchung 5.1 Stichprobe Als Versuchspersonen dienten zwölf weibliche Personen im Alter von 27 bis 36 Jahren (M = 33.4 Jahre) aus dem Freundes- und Bekanntenkreis der jeweiligen Mitglieder der Empiriepraktikumsgruppe. Damit wurde erreicht, dass wir sowohl berufstätige und nicht berufstätige Frauen, als auch Singles und gebundene Frauen gleichermaßen rekrutierten. 5.2 Datenaufbereitung Auf der Grundlage der zusammenfassend transkribierten Interviews erfolgte die Festlegung von 294 Analyseeinheiten durch drei Mitglieder der Empiriepraktikumsgruppe. Die Zuweisung der Analyseeinheiten erfolgte durch drei andere Mitglieder der Empiriepraktikumsgruppe. (Kappa =.95, Berechnung siehe Anhang D) 6. Interpretation und Diskussion der Ergebnisse 6.1 Hypothesen Hier ist anzumerken, dass die befragten Personen, die angaben berufstätig zu sein, auch gleichzeitig alle Singles waren. Ebenso waren die Personen, die angaben nicht berufstätig zu sein, auch gleichzeitig gebunden (verheiratet oder in einer Beziehung). Damit ergibt sich, dass die Hypothesen 1 und 2 gleichzeitig durch die gewählten statistischen Verfahren überprüft werden. Die statistischen Auswertungen der Daten anhand des Korrelationskoeffizienten nach Spearman ergeben, dass Singles/ Berufstätige Ally insgesamt positiver bewerten. Bei den Unterkategorien dieser Gruppe sind die Kategorien Persönlichkeit sehr positiv, Ablehnung und sehr unähnlich am häufigsten vertreten. Bei den Unterkategorien zu den nicht berufstätigen und gebundenen Frauen sind die Kategorien Persönlichkeit sehr negativ, Aussehen sehr unattraktiv, Ablehnung und sehr unähnlich am häufigsten vertreten. Stärker wird die Identifikation noch anhand der prozentualen Verteilung der einzelnen Unterkategorien deutlich. Während bei den berufstätigen Singles am häufigsten die Kategorien Persönlichkeit sehr positiv (75.5 %), Aussehen sehr attraktiv (83.3 %), Aussehen eher unattraktiv (80 %), sehr wünschenswert (64.3 %) und eher unähnlich (80 %) vertreten ist, sind bei den nicht-berufstätigen und gebundenen Frauen die Kategorien Persönlichkeit eher negativ (71.4 %), Aussehen eher unattraktiv (72.2 %) und sehr ähnlich (66.6 %) am häufigsten vertreten. Gesamt: 294 Analyseeinheiten Eine Überprüfung, ob zwischen den berufstätigen Singles und den nicht berufstätigen Gebundenen ein Zusammenhang zu den eher negativen oder eher positiven Unterkategorien besteht, ergab bei den berufstätigen Singles eine positive Korrelation nach Spearman von r =.886 für Persönlichkeit sehr positiv und Aussehen sehr attraktiv. Demgegenüber steht eine positive Korrelation von r = 1 für Persönlichkeit sehr negativ und Aussehen sehr unattraktiv bei den nicht berufstätigen Gebundenen. Wer Ally positiv gegenübersteht, empfindet sie im Allgemeinen auch als attraktiv. Interessant ist der hohe Zusammenhang von r =.886 bei den berufstätigen Singles für Persönlichkeit sehr positiv und eher unähnlich und r =.949 bei den nicht-berufstätigen Gebundenen für Persönlichkeit sehr negativ und sehr unähnlich. Dieser zunächst widersprüchliche Zusammenhang lässt sich nach Durchsicht der Interviews damit erklären, dass die Interviewten sehr präzise die Unterscheidung von der Fiktion Film/Serie und der eigenen Realität vornehmen. Dies ist erkennbar durch Äußerungen wie Sie ist nett, toll, lustig, aber als Freundin wollte ich sie nicht; ziemlich unrealistisch - ich hätte keine Zeit für so etwas; wenn ich so arbeiten würde, dann hätte ich ganz schnell Ärger. Die Interviewten nehmen Ally McBeal als witzige, amüsante Serie wahr, sind sich aber gleichzeitig bewusst, dass die Serie an sich sehr stark mit dem Stilmittel der Überzeichnung arbeitet, und daher nicht in die Realität transportiert werden kann. 6.2 Zu den verfeinerten Hypothesen a.Tendenziell unglücklich gebundene Frauen identifizieren sich eher mit der Figur Ally als tendenziell glücklich gebundene Frauen. b.Tendenziell unglückliche Singles identifizieren sich eher mit der Figur Ally als tendenziell glückliche Singles. Die Datenlage lässt keinen aussagekräftigen Schluss zu, da lediglich eine Person angab, unglücklich zu sein. Tendenziell ließe sich die Hypothese bestätigen, dass unglückliche Frauen und unglückliche Singles sich eher mit Ally identifizieren als glückliche, da die interviewte Person Single ist und Ally sehr positiv gegenübersteht, aber anhand von lediglich einer Person ist eine repräsentative Aussage nicht möglich. Hier könnten Folgeuntersuchungen erhellend wirken, die einerseits untersuchen, warum bei einer Stichprobe von 12 Personen lediglich eine angab unglücklich zu sein und weiterhin, inwieweit unglückliche Personen sich mit Ally identifizieren. 6.3 Zur Zusatzhypothese Karriereorientierte Frauen identifizieren sich eher mit der Figur Ally als Frauen, die aus anderen Gründen (Kind, Versorgung etc.) arbeiten bzw. gar nicht arbeiten. Anhand der Häufigkeiten lässt sich erkennen, dass die Personen, die angaben eher karriereorientiert zu sein, Ally sowohl als sehr positiv als auch eher negativ empfinden. Weiterhin sind die Nennungen für die Kategorie Ablehnung überdurchschnittlich häufig. Die Personen, die angaben eher nicht karriereorientiert zu sein, nannten unterdurchschnittlich oft die Kategorie sehr positiv und eher negativ, aber überdurchschnittlich oft die Kategorie Aussehen eher attraktiv. Personen, die angaben eher karriereorientiert zu sein, sehen die Figur Ally sowohl als sehr positiv, als auch eher negativ. Auffällig ist hier die hohe Anzahl der Nennungen in den Kategorien Ablehnung und sehr unähnlich. Hier ist nur tendenziell zu erkennen, dass unsere Zusatzhypothese beibehalten werden kann. Beide Gruppen unterscheiden sich nur in wenigen Kategorien signifikant in der Anzahl der Nennungen. 6.4 Restkategorie 2 von 294 (= 0,.68 %) Analyseeinheiten wurden der Restkategorie 6 zugeordnet. 6.5 Diskussion Aufgrund der Ergebnisse können unsere Ausgangshypothesen beibehalten werden. Nicht Berufstätige/Gebundene nennen gleichzeitig Persönlichkeit ist negativ und Aussehen ist unattraktiv. Die Figur Ally wird eher abgelehnt. Berufstätige/Singles nennen gleichzeitig Persönlichkeit ist sehr positiv und Aussehen ist eher attraktiv. Die Figur Ally wird als insgesamt positiv empfunden, aber bei beiden Gruppen geschieht die Identifikation über Unterschiede. Die Unterkategorie Persönlichkeit sehr positiv ist die meist genannte Kategorie (37 Nennungen), was aber insofern nicht verwundert, da wir nur Personen interviewt haben, die regelmäßig Ally McBeal sehen. Dies impliziert schon eine gewisse positive Einstellung zu der Serie Ally McBeal. Widersprüchlich erscheint zunächst auch einmal, dass die meisten Nennungen der Berufstätigen/Singles sowohl für die Kategorie sehr attraktiv als auch für die Kategorie eher unattraktiv getätigt werden. Hier nehmen wir an, dass die Nennungen für sehr attraktiv darauf beruhen, dass sich die Berufstätigen/Singles aufgrund der potentiellen Partnersuche noch an dem so genannten Schönheitsideal der schlanken, gut aussehenden Frau orientieren. Hingegen basieren die Nennungen für eher unattraktiv dieser Gruppe vielleicht auch auf dem wachsenden Selbstbewusstsein der neuen Frau, die weg von Äußerlichkeiten eher die inneren Werte und das eigene Wohlbefinden in den Vordergrund stellt. Im Kontrast dazu steht die 72.2-prozentige Nennung der nicht Berufstätigen / Gebunden für die Kategorie sehr unattraktiv. Diese Gruppe ist nach unserer Vermutung schon weg von der Partnersuche und losgelöst vom äußeren Schönheitsideal. Die Kategorie sehr unähnlich ist die am zweithäufigsten genannte Kategorie (34 Nennungen), diese wird aber von beiden Gruppen gleich häufig genannt. Wir vermuten auch hier das oben diskutierte Phänomen, dass die Realität klar von der Fiktion unterschieden wird. (Ähnlichkeiten bzw. Übereinstimmungen werden zwar tendenziell von den Interviewten gesehen, aber durch die Überzeichnung in der Serie wird eine absolute Übereinstimmung negiert.) Die Kategorie Ablehnung wird von den Befragten 34 Mal genannt und ist damit die Kategorie, die am drittbesten besetzt ist. Ein Erklärungsansatz wäre, dass laut Goffman (1975) die Darstellung gesellschaftlich anerkannter Eigenschaften und die positive Rückmeldung durch andere Selbstvertrauen vermittelt. Gesellschaftlich abgelehnte oder tabuisierte Eigenschaften werden manchmal verheimlicht oder vor sich verleugnet. 7. Literatur Fielding, H. (2001). Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück. München: Goldmann Verlag. Goffman, E. (1975). Strategic Interaction. New York: Ballentine Books Kullmann, K. (2002). Generation Ally. Frankfurt a. M.: Eichborn Verlag. Rustemeyer, R. (1992). Praktisch-methodische Schritte der Inhaltsanalyse. Münster: Aschendorff. "Ich war auf der Suche nach Gott, weil ich ganz tief in meinem Innersten hoffte, er sei noch zu haben." (Ally McBeal, 3. Staffel, Folge 18)


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