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Work- Life- Empragruppe Balance(f)akt von Uni-Professorinnen und Privatdozentinnen ° Empiriepraktikum Sommersemester 2008 bei Frau Dr. Jain ° Anne Baumann,

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1 Work- Life- Empragruppe Balance(f)akt von Uni-Professorinnen und Privatdozentinnen ° Empiriepraktikum Sommersemester 2008 bei Frau Dr. Jain ° Anne Baumann, Desiree Deiters, Victoria Hieb, Alexander Kikiela, Katharina Kroll ° In der qualitativen Untersuchung zur Work-Life-Balance bei Professorinnen und Privatdozentinnen wurde der Hypothese nachgegangen, dass nicht die Balance von Arbeitsleben und Privatleben sondern die Balance von Ressourcen und Belastungen aus beiden Bereichen ausschlaggebend für die Lebenszufriedenheit von Professorinnen und Privatdozentinnen ist. Die 16 teilnehmenden Professorinnen und Privatdozentinnen waren an unterschiedlichen Fakultäten der Universität zu Köln tätig; 8 Frauen hatten Kinder, 8 waren kinderlos. Mithilfe von 10 bis 20-minütigen, halb-strukturierten Interviews wurden die Daten erhoben und anschließend mittels der Inhaltsanalyse nach Rustemeyer (1992) ausgewertet. Alle Professorinnen und Privatdozentinnen zeigten hohe Zufriedenheitswerte und nannten sowohl im Privat- als auch in Berufsleben Belastungen und Ressourcen, wobei Ressourcen einen prozentual höheren Anteil der Redebeiträge einnahmen. Gruppenvergleiche konnten aufgrund der niedrigen Variabilität der Zufriedenheitswerte nicht signifikant werden. Zusammenfassung: Einleitung und theoretischer Hintergrund Work-Life-Balance ist ein Begriff, der im Zusammenhang mit steigenden Arbeitszeiten sowohl in den Medien als auch in der Wissenschaft zu einem wichtigen Thema geworden ist. ManagerInnen, BeraterInnen in Consulting-Unternehmen, ProfessorInnen und andere hoch bezahlte ArbeitnehmerInnen sind von der Thematik betroffen. In mehreren Studien wurde ein Zusammenhang zwischen der beruflichen Karriere und dem geschlechterrollenbezogenen Selbstkonzept festgestellt (z.B. Abele 2005). Aufgrund des Geschlechtergefälles in diesen Positionen scheint es besonders für Frauen problematisch zu sein Berufs- und Privatleben in Balance zu halten. Die Work-Life-Balance als potenzielle Konflikthaftigkeit oder auch die Bereicherung von Arbeit und Privatleben (vgl. Abele 2005) scheint dabei ein Anhaltspunkt für die individuell wahrgenommene Zufriedenheit zu sein. Nach Kastner (2004) ist dabei jedoch nicht nur die Balance von Arbeit und Privatleben ausschlaggebend, sondern vor allem das Austarieren von belastenden und erholenden Aktivitäten in beiden Handlungsbereichen. Auswahleinheit: 16 Interviewtranskripte Durchführung: Nach der Begrüßung und Aufklärung über den Inhalt des Interviews unterzeichneten die Teilnehmerinnen den Versuchspersonenvertrag. Danach begann das halb-strukturierte Interview mit acht offenen Fragen und zusätzlichen Nachfragen je nach Gesprächsverlauf. Die Interviews dauerten zwischen 10 und 20 Minuten und wurden im Einverständnis mit den Interviewteilnehmerinnen auf Audiogeräten aufgezeichnet. Zuletzt füllten die Befragten noch einen Fragebogen zu ihren demografischen Daten aus. Auswertung: Die Auswertung erfolgte mittels einer Inhaltsanalyse nach Rustemeyer mit deduktiv hergeleitetem und induktiv ergänztem Kategoriensystem. Dazu wurden die Interviews nach inhaltlichen Kriterien, nämlich den Beginn einer neuen Kategorie, in Analyseeinheiten eingeteilt und den Kategorien zugeordnet. Die Intercoder-Übereinstimmung erreichte dabei einen Kappa-Wert von 0,65. Die anschließende deskriptiv-statistische Auswertung erfolgte sowohl auf Ebene der Interviewteilnehmerinnen als auch auf Ebene der Analyseeinheiten. Hierbei wurden Frequenzanalysen und Berechnungen verschiedener Korrelationen zwischen Kategorien durchgeführt. Meth ode 1.Hypothesenprüfende Ergebnisse Hypothese 1.1 Es gibt sowohl im Privatleben als auch im Berufsleben von Professorinnen und Privatdozentinnen an der Universität zu Köln Belastungen und Ressourcen. Die Ergebnisse bestätigen unsere Hypothese und spiegeln außerdem den Grundgedanken, dass nicht Work und Life balanciert werden, sondern Belastungen und Ressourcen. Bei 93,75 % der Frauen waren alle 4 Bereiche besetzt, nur eine Frau nannte keine privaten Belastungen. Abb. 1 zeigt, welche konkreten Ressourcen und Belastungen von wie vielen Frauen genannt wurden. Die Ressourcen-Belastungs-Balance ist keine ausgeglichene Waage, denn in den Redeanteilen (Abb. 2) und auch in der Anzahl unterschiedlicher Ressourcen und Belastungen zeigt sich das Übergewicht der Ressourcen. Eine mögliche Alternativerklärung könnte allerdings sein, dass es sich bei Belastungen um ein eher unangenehmes Thema handelt und vor allem im Bereich der privaten Belastungen die Inhalte sehr persönlich sind. Die Prozentwerte in Abb. 2 stellen den durchschnittlichen Anteil des jeweiligen Bereichs an allen Redeanteilen über Ressourcen und Belastungen dar, hierbei wurden unterschiedliche Interviewlängen berücksichtigt. Die Ressourcen-Belastungs-Balance ist keine ausgeglichene Waage, denn in den Redeanteilen (Abb. 2) und auch in der Anzahl unterschiedlicher Ressourcen und Belastungen zeigt sich das Übergewicht der Ressourcen. Eine mögliche Alternativerklärung könnte allerdings sein, dass es sich bei Belastungen um ein eher unangenehmes Thema handelt und vor allem im Bereich der privaten Belastungen die Inhalte sehr persönlich sind. Die Prozentwerte in Abb. 2 stellen den durchschnittlichen Anteil des jeweiligen Bereichs an allen Redeanteilen über Ressourcen und Belastungen dar, hierbei wurden unterschiedliche Interviewlängen berücksichtigt. Überprüfung von Unterhypothesen (aus Studien abgeleitet) Personen im Privatleben stellen eine wichtige Ressource dar - Konnte bestätigt werden, Familie, Partner, Freunde und Haushaltshilfen sind unter den am häufigsten genannten Ressourcen im Privatleben Forschungstätigkeit wird überwiegend positiv, also als Ressource empfunden, Administrative Tätigkeiten dagegen als Belastung - Konnte bestätigt werden, Forschung von 81 % der Frauen genannt, damit mit Lehre auf Platz 1 der beruflichen Ressourcen. Forschung wird nie bei Belastungen genannt. -Verwaltungs- und Organisationstätigkeiten hingegen werden 75 % der Frauen als Belastung genannt und stehen damit auf Platz 1 der beruflichen Belastungen. Hypothese 1.2 Frauen, die insgesamt mehr Ressourcen nennen, nennen insgesamt eine höhere Zufriedenheit mit ihrem Alltag -Korrelation in erwarteter Richtung, allerdings sehr schwach mit r = 0,276 -Mögliche Gründe für die schwache Korrelation: Niedrige Varianz der insgesamt ohnehin schon sehr hohen Zufriedenheitseinschätzung (s. auch Punkt 1.2.2) Zur Zufriedenheit - Auf einer Skala zur Selbsteinschätzung der Zufriedenheit mit dem Leben auf einer Skala von 1= sehr unzufrieden bis 10=volkommen zufrieden liegt... - der Range bei 7-10 der Mittelwert bei 8,38 - Mögliche Gründe für diese auffällig hohen positiven Werte könnten sein, dass die soziale und berufliche Position natürlich Anlass gibt zur Zufriedenheit, aber auch Effekte von sozialer Erwünschtheit im Interview sind nicht auszuschließen Zur Stichprobe: 50 zufällig aus dem Vorlesungsverzeichnis ausgewählte Professorinnen und Privatdozentinnen der Universität zu Köln wurden per angeschrieben und um ihre Teilnahme an der Untersuchung gebeten, wovon sich 20 zurückmeldeten. Von diesen 20 wurden 12 Professorinnen und vier Privatdozentinnen (Mo: Jahre alt) aus allen sechs Fakultäten (siehe Abb. 3) interviewt, die restlichen wiesen Ausschlusskriterien (z.B. Emeritierung) auf. Ergebnisse Abele, A. (2005). Ziele, Selbstkonzept und Work-Life-Balance bei der längerfristigen Lebensgestaltung. Befunde der Erlanger Längsschnittsstudie BELA-E mit Akademikerinnen und Akademikern. Zeitschrift für Arbeits- und Organisationspsychologie, 49,4, S Kastner, M (2004). Die Zukunft der Work Life Balance. Wie lassen sich Beruf und Familie, Arbeit und Freizeit miteinander vereinbaren? Kröning: Asanger Verlag. Rustemeyer, R. (1992). Praktische-methodische Schritte der Inhaltsanalyse. Münster: Aschendorff. Literat ur: 2. Explorative Ergebnisse 2.1 Interpretation unbesetzter Kategorien - Bereich Beruf: Die Ausstattung der Stelle wird weder bei Ressourcen noch bei Belastungen genannt -Frage zur Zufriedenheit: Kategorie Unzufriedeheit unbesetzt, evtl. auch das Problem der sozialen Erwünschtheit - Bereich Trennung von Beruf und Privatleben: Ob nun Beruf und Privatleben als getrennt oder ineinander übergehend gesehen wird: es wird immer positiv empfunden, die Negativ- kategorien sind nicht besetzt. Problem: Kategorie neutral gab es nicht. 2.2 Gruppenvergleiche - Vergleich der Frauen mit und ohne Kinder bezüglich ihrer Zufriedenheit ergab keinen Gruppenunterschied, beide Mittelwerte = 8,38 - Die Vergleiche anhand des akademischen Status bezüglich Zufriedenheit, Ressourcen und Belastungen ergaben keinen signifikanten Gruppenunterschied Belastunge n Ressourc en Beruf: 1. Forschung + Lehre 81 % 2. Freunde am Beruf 75 % 3. Kollegen 50 % 4. Flexibilität 43 % 5. Umgang Studierenden 37 % 6. Selbstbestimmtheit 37 % Privat: 1. Familie & Partner 81 % 2. Sport 75 % 3. Kultur 62 % 4. Reisen + Ausflüge 50% 5. Freunde 43 % 6. Haushaltshilfen 43 % 7. Haus + Garten 43% Privat: 1. Zeitmangel 75 % 2. Kinder 75 % 3. Haushaltsorga 37 % Beruf: 1.Verwaltungs- und Orga- nisationstätigkeiten 75 % 2. Arbeitszeiten+Umfang 75 % 3. Mischung Beruf+Privat 62 % 4. Universitätsstrukturen + Hochschulpolitik 37 % 5. Geschlechterrollenbezogene Problematiken 31 % Abb. 1 Abb. 2 Abb. 3


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