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Siedlungswasserwirtschaft 'gestern' Öffentliche Meinung: stabil Industrie wenig Einfluss Wirtschaft wenig Einfluss Natürliche Ressourcen grenzenlos Gesetze,

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Präsentation zum Thema: "Siedlungswasserwirtschaft 'gestern' Öffentliche Meinung: stabil Industrie wenig Einfluss Wirtschaft wenig Einfluss Natürliche Ressourcen grenzenlos Gesetze,"—  Präsentation transkript:

1 Siedlungswasserwirtschaft 'gestern' Öffentliche Meinung: stabil Industrie wenig Einfluss Wirtschaft wenig Einfluss Natürliche Ressourcen grenzenlos Gesetze, Normen Anpassungen in 30 a Siedlungswasserwirtschaft Infra- strukturen a Konsumenten 30 a Dienst- leistungen a

2 Öffentliche Meinung: 5a Industrie Anpassung in 5 a Wirtschaft kurze Zyklen Natürliche Ressourcen Grenzen erreicht Gesetze, Normen laufende Anpassungen Siedlungswasserwirtschaft Infra- strukturen a Konsumenten 5 a Dienst- leistungen: wenig stabil Siedlungswasserwirtschaft heute

3 SWW Pläne Stadtentwicklung Siedlungswasserwirtschaft im Umfeld Bauten technische Systeme Betrieb Methoden, Technologien und Konzepte Informationen Daten, Dokumentation Personal Gesellschaftliche, politische, wirtschaftliche Entscheidungsprozesse Administration Verwaltung Management Praktische Ingenieurarbeit Technische Forschung, Lehre Architekten, Planer, Ingenieure zunehmend Sozialwissenschafter Politik und Gesellschaft

4 Siedlungswasserwirtschaft: anstehende Probleme l Privatisierung l Deregulierung: Delegation der Verantwortung l Optimierung der Betriebsabläufe l Vom beratenden Ingenieur zum Generalunternehmer l Ökobilanzen l Qualitätsmanagement l Informationssysteme l...

5 Ressourcenverbrauch in der Siedlungswasserwirtschaft l Elektrische Energie im Betrieb1 - 2 % l Nutzenergie Warmwasser % l Betonverbrauch % l Kiesverbrauch % l Finanzen (Anteil am BIP)2 - 4 % l Einsparung an Arbeitskraft % l Hygiene, Verlängerung der Lebenserwartung

6 Sustainable Development Improving the quality of human life while living within the carrying capacity of supporting ecosystems Definition provided by: IUCN / UNEP / WWF

7 Tatsachen l 20% der Weltbevölkerung verbrauchen 80% der Energie l Der Energieverbrauch sollte weltweit um 50% reduziert werden l Die Weltbevölkerung wird sich bei 10 Mia. stabilisieren l Die Wasserversorgung in Zürich verbraucht 12 W E -1 l Die Abwasserbeseitigung in Zürich verbraucht 8 W E -1 l Die Produktion von Warmwasser braucht in der Schweiz ca. 100 W E -1 l In der Schweiz werden ca. 750 W E -1 Elektrizität gebraucht

8 Produktion von warmem Wasser: Warmwasser wird nur z:T. mit Elektrizität produziert

9 Umrechnung auf eine solidarische Welt %40 Mia10 Mia6 %80 %20 5.0W750 WE Siedlungswasserwirtschaft Warmes Wasser %200 %67.2 %40 %13

10 Einsparen von Energie l Reduktion der Energieverluste! l Wasserversorgung: Reduktion des Wasserverbrauchs und der Wasserverluste l Produktion von warmem Wasser: Reduktion des Verbrauchs und Nutzung von Sonnenenergie l Abwasserbeseitigung: Nutzen des Energie- inhalts und der grauen Energie des Abwassers (Wärme, organische Stoffe, Nährstoffe)

11 Nachhaltige Technologien? l Gesamte, integrierte Systeme betrachten l Dienstleistung erbringen, Prozesse analysieren l Technologiesprünge zulassen l Grosse zeitliche und örtliche Skalen beachten l Gradienten als Frühwarnung verfolgen l Agieren statt reagieren l Übergangsphasen beachten l Flexibilität erhöhen

12 Innovationen umsetzen? Beispiel Ausgangspunkt ist eine technische Aufgabe: l Entsorgen von Urin und Fäkalien aus Siedlungen l hygienisch l wirtschaftlich l zuverlässig l nachhaltig Bei mehr Nutzen für alle Beteiligten

13 Beteiligte Akteure - Stakeholders l BenutzerInnen / BürgerInnen l EigentümerInnen l ArchitektInnen l Sanitärinstallateur l Lieferant von Sanitärinstallationen l Wasserversorgung l Entsorgungsbetrieb: Kanalisation, Abwasserreinigung l PolitikerIn l Verwaltung: Gemeinde, Kanton l BeratendeR IngenieurIn l...

14 Verzichten Substituieren Wiederverwenden Nicht vermischen Umwandeln Verdünnen Einschliessen Technische Optionen im Umgang mit Schadstoffen Verteilen

15 Komplexitätdes Systems Einsatz von Ressourcen Bauten, Hardware Betrieb Software Massnahmen an der Quelle Renaturierung der Vorflut Erhöhung der Resilienz

16 N 10 g / E d Biomasse Ablauf Denitrifikation P 2 g / E d Biomasse Fällung Nährstoffe im kommunalen Abwasser Gelb: Anteil aus Urin Ablauf

17 Toilette ARA mit Nährstoff- elimination Mischwasserentlastung bestehende Mischkanalisation Vorflut System 1: Ist Situation ! End of pipe: Technologie wird auf ARA konzentriert

18 No-mix Toilette ARA Mischwasserentlastung Steuerung und Nährstoffaufbereitung Landwirtschaftliche Nährstoffnutzung bestehende Mischkanalisation Steuerung Vorflut System 2: Dezentrale Urinspeicher

19 No-mix Toilette ARA Mischwasserentlastung bestehende Mischkanalisation Vorflut System 3: Zentrale Urinspeicher Urinspeicher Abtransport und Nutzung in Landwirtschaft

20 Bio- gas anlage Energienutzung Grauwasserreinigung im Bodenkörper ohne Fremdenergie zur Dachwasser- versickerung organische Stoffe und Nährstoffe zur landwirtschaftlichen Nutzung Meteorwasser Küche Bad Waschen Vakuum WC org. Abfälle zur Vorflut System 4: Vakuumtoilette

21 System 5: Komposttoiletten Organisches Streumaterial Abtransport und Nutzung in der Landwirtschaft Qualitätskontrolle, Hygiene, Geruch Energie, Stickstoff, Wohnraum Lüftung Speicher

22 System 6: Komposttoiletten mit Urinseparierung Abtransport und Nutzung in der Landwirtschaft Qualitätskontrolle, Hygiene, Geruch Wohnraum Lüftung Speicher Ev. direkte lokale Nutzung

23 Von der Technologie zum Technologie-Cluster Dezentrale Urinspeicher: l Technik: Neue Sanitärinstallationen und geschulte Installateure Neue Verfahren und Betriebsmodi auf der Kläranlage l Markt: Für Nährstoffprodukte l Risikoanalyse: Korrosion, Gewässer, Hormone, … l Konzept: Politik, Kommune, IngenieurInnen l Akzeptanz: Bei ArchitektInnen und deren Kunden l Zeithorizont: 30 Jahre l Brauchen wir Gesetze, Vorschriften?

24 Evolution von Technologien l Die heutige Siedlungswasserwirtschaft ist über 100 Jahre schrittweise entwickelt worden l Zukünftige Systeme werden nicht umfassend entworfen und umgesetzt, sondern ebenfalls in Schritten neu eingeführt und entwickelt l Prototypen, Fallbeispiele, … Wir sind gefordert!

25 Technische Alternativen l Ist Zustand l Dezentrale Urinspeicher l Zentrale Urinspeicher l Vakuumtoilette l Komposttoilette l... Wie ermöglichen wir, dass sinnvolle neue Wege beschritten werden? l Wie erhöhen wir die Flexibilität bestehender Systeme? l Welche speziellen Systemeigenschaften bringen Kundennutzen? l Offene Fragen

26

27 Ein einfaches Beispiel: Wieso werden Pumpen meist so angeordnet?

28 Und nicht so: Billig und energiesparend? Beispiel von Amery Lovins 1999


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