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Slide no.: 1 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Ausgangspunkte der Bilanzanalyse II Traditionelle Bilanzanalyse als.

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1 slide no.: 1 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Ausgangspunkte der Bilanzanalyse II Traditionelle Bilanzanalyse als Kennzahlenanalyse

2 slide no.: 2 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Themenbereiche Unternehmens- bewertung Unternehmens- bewertung Traditionelle Kennzahlen- analyse Traditionelle Kennzahlen- analyse Grundlagen der Bilanzanalyse Grundlagen der Bilanzanalyse Wertorientierte Unternehmens- analyse Wertorientierte Unternehmens- analyse

3 slide no.: 3 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Agenda Zielsetzung und Grenzen der Bilanzanalyse –Was ist Bilanzanalyse? –Erkenntnisziele der Bilanzanalyse –Grenzen der Bilanzanalyse –Vorgehensweise bei der Bilanzanalyse Grundlagen der Bilanzanalyse Aufbereitung der Informationsgrundlagen Arten und Methoden der Bilanzanalyse Literaturhinweise

4 slide no.: 4 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Was ist Bilanzanalyse? Mit Jahresabschluss- oder Bilanzanalyse werden die –Verfahren der Informationsgewinnung und –auswertung bezeichnet, –mit deren Hilfe aus den Angaben des Jahresabschlusses und des Lageberichtes –Erkenntnisse über die Finanz- und Ertragslage der Unternehmung gewonnen werden (vgl. Coenenberg). Im Gegensatz zur Betriebs- oder Unternehmensanalyse stehen keine internen Daten (z. B. aus der Kostenrechnung, dem internen Management- Informationssystem) zur Verfügung. Die Betriebsanalyse geht somit über die Bilanzanalyse hinaus und umfasst Bereiche des Unternehmens-Controllings (z. B. Auswertung spezifischer interner Daten).

5 slide no.: 5 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Ziele der Bilanzanalyse Finanzelle Stabilität Ertragskraft Messung der Ertragskraft und des Ertragsrisikos Adressaten: Eigner, Konkurrenz, Management und Mitarbeiter (z. B. bei Mitarbeiterbeteiligungsmodel-len), potentielle Käufer (z. B. Unter- nehmensbewertung nach Ertrags- wertverfahren) Erfüllung von Leistungsverpflich- tungen aus Schuldner-Gläubiger- Verhältnis, z. B. Begleichung von Schulden aus Krediten und Waren- geschäften, Zahlung von Löhnen und Gehältern (Illiquiditätsrisiko) Adressaten: potentielle und aktu-elle Gläubiger, Lieferanten, Kunden und Abnehmer, Arbeitnehmer Unternehmenszielsetzung: Liquidität, Erfolg und Erfolgspotenzial

6 slide no.: 6 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Grenzen der Bilanzanalyse I Informations- anforderungen Verfügbare Informationen Begrenzte Information durch: Mangelnde Zukunftbegenheit der Daten Mangelnde Vollständigkeit der Daten Vorsichtsprinzip (z. B. Unterbewertung) Bilanzpolitische Grenzen des HGB Bilanzpolitische Spielräume Internationale Vegleichbarkeit Abhängig von: Art der Beziehung zwischen Informationsadressaten und Unternehmen Zu treffende Entscheidung, z. B. Investment, Kreditvergabe

7 slide no.: 7 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Grenzen der Bilanzanalyse II Mangelnde Zukunftsbezogenheit der Daten –Rechnungslegung ist sui generis vergangenheitsbezogen –Externe Bilanzleser können lediglich Trends auf Basis mehrer Abschlüsse schätzen –Zwischenberichterstattung in Form von JA nur nach IFRS und US-GAAP, nach HGB keine Formvorschrift –Informationsgewinn durch den Lagebericht HGB § 289 I Mangelnde Vollständigkeit der Daten –Jahresabschluss sind dominiert durch quantitative Infor- mationen. Faktoren wie z. B. Qualität des Managements, Entwicklungsprojekte, technisches Know-how fehlen. –Es werden nur tatsächliche Transaktionen abgebildet. Potentielle Transaktionen z. B. Rangfolge im Konkurs-falle, Kreditreserven bleiben unberücksichtigt

8 slide no.: 8 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Grenzen der Bilanzanalyse III Vorsichtsprinzip –§ 252 I Nr. 4 führt zu Unterbewertung des Reinvermögens, bzw. Vorverrechnung von Aufwendungen. Daraus resultieren auch Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechte. –Nach IFRS und US-GAAP hat das Vorsichtprinzip einen geringeren Stellenwert. Hier steht der „true and fair view“ im Vordergund. Bilanzpolitische Grenzen des HGB, z. B. –Bewertungsstetigkeit (§§ 252 I Nr. 6, II; 255 I; 284 II Nr. 3 HGB) –Offenlegung steuerrechtlich bedingter Vermögens- und Erfolgsverzerrungen (§§ 280 III; 281 I, II; 285 Nr. 5 HGB) –Angabe der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (§ 284 II Nr. 1, 3 HGB) –Handelsrechtlich bedingte Unterbewertung im Umlaufvermögen –Passivierungspflicht für Pensionszusagen

9 slide no.: 9 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Grenzen der Bilanzanalyse IV Bilanzpolitische Spielräume des HGB über IFRS und US- GAAP hinaus, z. B. –Wahlrecht zur Aktivierung oder Sofortabschreibung des Goodwill (§ 255 IV HGB) –Wahlrecht zur Aktivierung oder zur Verrechung des Goodwills aus Konsolidierung mit den Rücklagen (§ 309 I 3 HGB) –Spielräume bei der Ermittlung der Herstellungskosten (§ 255 II HGB) International Vergleichbarkeit –Unterschiedliche Abschlüsse zu vergleichender Unternehmen z. B. nach IFRS, HGB, US-GAAP

10 slide no.: 10 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Vorgehensweise bei der Bilanzanalyse Beschaffung von Informationsgrundlagen Aufbereitung der Informationsgrundlagen Auswertung der Informationsgrundlagen Interpretation der Auswertung Darstellung der Erkennt- nisse der Bilanzanalyse

11 slide no.: 11 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Agenda Zielsetzung und Grenzen der Bilanzanalyse Grundlagen der Bilanzanalyse –Informationsgrundlage der Bilanzanalyse –Bestandteile eines Jahresabschlusses –Rechnungslegungsgrundsätze –Grundlegende Unterschiede HGB versus IAS Systematik/ Rahmenbedingungen Rechnungslegungsgrundsätze Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen –Überleitung von HGB nach IAS (Praktisches Beispiel) Aufbereitung der Informationsgrundlagen Arten und Methoden der Bilanzanalyse Praktische Bilanzanalyse Literaturhinweise

12 slide no.: 12 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Informationsgrundlagen der Bilanzanalyse Bilanzanalyse Bilanz Anhang Lagebericht Informationen über den Geschäftsbericht hinaus Analysten- berichte Fach- presse GuV Cash-flow- Rechnung Segmentbericht- erstattung

13 slide no.: 13 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Bestandteile des Jahresabschlusses IFRS Balance sheet Income statement Cash flow statement Statement showing changes in equity Notes HGB Bilanz Gewinn- und Verlustrechnung Anhang zudem Lagebericht

14 slide no.: 14 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Bestandteile des Jahresabschlusses Bilanz nach § 266 HGB (verkürzt) Passiva A. Eigenkapital I.Gezeichnetes Kapital II.Kapitalrücklage III.Gewinnrücklagen IV.Gewinnvortrag/Verlustvortrag V.Jahresüberschuss/-fehlbetrag B. Rückstellungen 1.Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.Steuerrückstellungen 3.sonstige Rückstellungen C. Verbindlichkeiten 1.Anleihen 2.Verbindlichk. G. Kreditinstituten 3.erhaltene Anzahlungen 4.Verbindlichkeiten auf L. und L. 5.Andere Verbindlichkeiten D. Pass. RAP Aktiva A. Anlagevermögen I. Immaterielles Vermögen II. Sachanlagen III. Finanzanlagen B. Umlaufvermögen I. Vorräte II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände III. Wertpapiere IV. Schecks, Kasse, Bundesbank- u. Postgiroguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten C. Akt. RAP

15 slide no.: 15 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Bestandteile des Jahresabschlusses Bilanz nach IAS 1 Appendix Assets Equity and Liabilities Capital and reserves Issued capital Reserves Accumulated profits/ losses Minorty interest Non-current liabilities Interest bearing borrowing Deferrred tax Retirement benefit obligation Current liabilities Trade and other payables Short-term borrowings Current portion of interest-bearing borrowings Warranty provision Non-current assets Property, plant and equipment Godwill Manufacuring licences Investments in associates Other finacial assets Current assets Inventories Trade and other receivables Prepayments Cash and cash equivalents

16 slide no.: 16 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Bestandteile eines Jahresabschlusses GuV nach §275 HGB (verkürzt) Gesamtkostenverfahren Umsatzkostenverfahren 1.Umsatzerlöse 2.Herstellungskosten des Umsatzes 3.Bruttoergebnis vom Umsatz 4.Vertriebskosten 5.Allgemeine Verwaltungskosten 6.Sonstige betriebliche Erträge 7.Sonstige betriebliche Aufwendungen 8.Erträge aus Beteiligungen 9.Erträge aus Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 10.Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11.Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens 12.Zinsen und ähnliche Aufwendungen 13.Ergebnis gew. Geschäftstät. 14.außerordentliche Erträge 15.außerordentliche Aufwendungen 16.außerordentliches Ergebnis 17.Steuern vom Einkommen und Ertrag 18.Sonstige Steuern 19.Jahresüberschuss/-fehlbetrag 1.Umsatzerlöse 2.Bestandsveränderungen 3.Andere aktivierte Eigenleistungen 4.Sonstige betriebliche Erträge 5.Materialaufwand 6.Personalaufwand 7.Abschreibungen 8.Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.Erträge aus Beteiligungen 10.Erträge aus Wertpapieren und Ausleihungen Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11.Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere im Umlaufvermögen 12.Zinsen und ähnliche Aufwendungen 13.Ergebnis gewöhnlicher Geschäftstätigkeit 14.außerordentliche Erträge 15.außerordentliche Aufwendungen 16.außerordentliches Ergebnis 17.Steuern vom Einkommen und Ertrag 18.Sonstige Steuern 19.Jahresüberschuss/-fehlbetrag

17 slide no.: 17 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Umsatzkostenverfahren Revenue Cost of sales Gross profit Other operating income Distibution costs Administrative expenses Other operating expenses Profit or loss of discont. operations Operating Profit Finance costs Income form associates Profit before loss before tax Income tax expense Profit or loss after tax Minority interest Profit or loss from ordinary activ. Extraordinary items Net profit or loss for the period Earnings per share Gesamtkostenverfahren Revenue Other operating income Changes in inventories of finished goods and work in progress Raw materials an consumables used Staff costs Depreciation and amortization expense Other operating expenses Profit or loss on sale of discontinuing operations Operating Profit Finance costs Income form associates Profit before loss before tax Income tax expense Profit or loss after tax Minority interest Profit or loss from ordin. activities Extraordinary items Net profit or loss for the period Earnings per share Bestandteile eines Jahresabschlusses

18 slide no.: 18 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Jahresabschluss Kapitalflussrechnung nach DRS 2 I Cash-flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (direkt) Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteilen von Minderheitsgesellschaftern vor außerordentlichen Posten) +/-Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anl. Verm. +/-Zunahme/Abnahme der Rückstellungen +/-Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -/+Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Anlagevermögen -/+Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions-oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind +/-Zunahme/ Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind +/-Ein- und Auszahlungen aus außerordentlichen Posten = Cash-flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

19 slide no.: 19 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit Einzahlungen von Kunden für den Verkauf von Erzeugnissen, Waren und Dienstleistungen -Auszahlungen an Lieferanten und Beschäftigte +Sonstige Einzahlungen, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -Sonstige Auszahlungen, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind +/-Ein- und Auszahlungen aus außerordentlichen Posten =Cash-flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Jahresabschluss Kapitalflussrechnung nach DRS 2 I

20 slide no.: 20 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Cash-flow aus der Investitionstätigkeit Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagevermögen +Einzahlungen aus Abgängen von immateriellem Anlagevermögens -Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen +Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagevermögen -Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen +Einzahlungen aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten -Auszahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten +Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition -Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition = Cash-flow aus der Investitionstätigkeit Jahresabschluss Kapitalflussrechnung nach DRS 2 I

21 slide no.: 21 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Cash-flow aus der Finanzierungstätigkeit Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen (Kapitalerhöhungen, Verkauf eigener Anteile etc.) -Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter (Dividenden, Erwerb eigener Anteile etc.) +Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten -Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten =Cash-flow aus der Finanzierungstätigkeit Jahresabschluss Kapitalflussrechnung nach DRS 2 I

22 slide no.: 22 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Veränderungen des Finanzmittelfonds Cash-flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit +Cash-flow aus der Investitionstätigkeit +Cash-flow aus der Finanzierungstätigkeit =Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds +/-Wechselkurs-, konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds +Finanzmittelfonds am Anfang der Periode = Finanzmittelfonds am Ende der Periode Die Gliederung nach DRS 2 ist mit den Anforderungen des IFRS 7 vergleichbar, der IFRS 7 sieht jedoch für Einzelbeispiele zusätzliche Angaben vor. Jahresabschluss Kapitalflussrechnung nach DRS 2 I

23 slide no.: 23 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics IFRS (IFRS 1.94) Übereinstimmung mit den IFRS „statement of compliance“) Bewertungsgrundlagen soweit Bilanzierungs- und Bewertungs- methoden („measurement bases and accounting policies) ergänzende Informationen zu den Angaben in Bilanz, GuV und Kapitalflussrechnung in ent- sprechender Reihenfolge („supporting infromation“) sonstige und nicht-finanzieller Art („other financial and non - financial disclosures“) HGB Allgemeine Informationen zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und Grundlagen der Währungs- umrechnung Erläuterungen der Bilanz- und der GuV-Postitionen jeweils in postennumerischer Abfolge Sonstige Angaben (insbesondere die Informationspflichten gem. § 285 HGB, soweit diese aus sachlichen Zusammengehörig- keitsgründen nicht bereits in den Positionserläuterungen erfolgen) Allgemeine Angaben zu Konzern- abschluss und Konsolidierungs-kreis Jahresabschluss Anhang

24 slide no.: 24 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Rechnungslegungsgrundsätze nach Handelsrecht Grundlage HGB §§ 238 I 2, 243 II § 246 II § 252 I Nr. 3 § 239 II §§ 239 II, 246 I § 252 I § 252 I Nr. 4 § 252 I Nr. 5 § 252 I Nr. 2 § 252 I Nr. 6 GoB Grundsatz der Klarheit und Übersichtlichkeit Saldierungsverbot Grundsatz der Einzelbewertung Grundsatz der Richtigkeit und Willkürfreiheit Grundsatz der Vollständigkeit Grundsatz der Bilanzidentität Grundsatz der Vorsicht Realisationsprinzip Grundsatz der Periodenabgrenzung Grundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Grundsatz der Stetigkeit der Bewertungsmethoden

25 slide no.: 25 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Rechnungslegung nach IFRS Underlying Assumptions Constraints Relevance and Reliability Qulitative Characteristics Accrual Basis Going Concern Understanability Relevance Materiality Nature Comparability Understandability Faithful Represantation Substance over Form Neutrality Prudence Completeness Balance between benefit an Cost Balance Between Qualitative Characteristics Timeliness Decision Usefulness

26 slide no.: 26 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Grundlegende Unterschiede HGB / IFRS Systematik/ Rahmenbedingungen I HGB IFRS Art und Intensität der Rechnungs- legungsvor- schriften Träger der Entwicklung der Rech- nungslegungs- systeme Eigentums- struktur detaillierte gesetzliche Vorschriften („code law“) gewachsenes kodifiziertes Bilanzrecht Vielzahl von Einzelregelungen und Einzelfallentscheidungen („case law“) Gesetzgeber Mitwirkung von Verbänden und Lobbyisten Organe der Wirtschaftsprüfer Einfluss dieser Organe auf die Bilanzierung erheblicher Bankeneinfluss geringe Rolle privater Anleger hoher Konzernierungsgrad breite Streuung der Anteile Dominanz der Aktionärsinfor- mation Eigenkapital- quote ca. 20 % ca. 45 %

27 slide no.: 27 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Grundlegende Unterschiede HGB/IFRS Systematik/ Rahmenbedingungen II HGB IFRS Kapital- markt Kapital- markt Steuerrecht Versus Handels- recht Steuerrecht Versus Handels- recht geringe Bedeutung als langfristige Finanzierungsquelle kaum Bedeutung von Anleihen erheblicher Umfang der stillen Fremdfinanzierung hochentwickelter Aktienmarkt mit breiter Streuung der Aktien erheblich umgekehrte Maßgeblichkeit i. d. R. Einheitsbilanz kein Einfluss Handels- und Steuerbilanz stehen selbstständig gegenüber Adressaten der Bilanzierung Koalitionstheorie Gläubiger, Eigentümer,Kreditoren, Investoren, Belegschaft Eigentümer primär Investoren, Kreditoren, Aktionäre

28 slide no.: 28 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Grundlegende Unterschiede HGB/IFRS Systematik/ Rahmenbedingungen III HGB IFRS Zielsetzung der Bilanzierung Verhältins Einzel- und Konzern- abschluss Rechnungs- legungs- philosophie Gläubigerschutz Kapitalerhaltung Ermittlung ausschüttungs- fähigen Gewinns primär Entscheidungsinfo für Anleger Ermittlung des ausschüt- tungsfähigen Gewinns Einzelabschluss dominierte lange Zeit Zunahme der Konzern- rechnungslegung Konzernabschluss dominiert haftungs- bzw. gläubiger- schutzorientiert investorenschutzorientiert

29 slide no.: 29 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Grundlegende Unterschiede HGB/IFRS Rechnungslegungsgrundsätze I HGB (GoB) IFRS Gewichtung des Vorsichts prinzips Bedeutung des Realisations- prinzips Möglichkeiten Bildung stiller Reserven Erheblicher Einfluss im Zweifel dominierend Geringer Einfluss „matching principle“ hat im Zweifel größere Bedeutung konservative (strenge) Auslegung Aufweichung d. Grunds. z. B. bei Langfristfertigung (percent. of completion“ in großem Umfang durch Wahlrechte und Ermes- sensspielräume relativ gering Bilanzrecht ist als restriktiv zu charakterisieren. Möglichkeiten Bildung von Rückstel- lungen relativ großzügige Handhabung sehr restriktive Regelungen

30 slide no.: 30 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Grundlegende Unterschiede HGB/IFRS Rechnungslegungsgrundsätze II HGB (GoB) IFRS Bedeutung Nominalwert -prinzip Einheitlich- keit der Bewertung AHK dürfen nicht über- schritten werden (= absolute Wertobergrenze). u. U. ist die Bewertung zu Wiederbeschaffungskosten möglich Identische Vermögensge- genstände können unter- schiedlich abgeschrieben werden (Einzelbewertung) Gleiche Gegenstände müssen bilanziell gleichbehandelt werden. Steuerl. Abschreib. und Rücklagen erlaubt Wahlrecht verboten keine umgekehrte Maßgeb- lichkeit Bewertung der Beteilig. im Einzelabschluss nur zu Anschaffungs- und Herstel- lungskosten im Einzelabschluss ist Be- wertung „at eyuity“ möglich

31 slide no.: 31 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Grundlegende Unterschiede HGB/IFRS Rechnungslegungsgrundsätze III HGB (GoB) IFRS Bewertung zum nahen Zukunftswert im Umlaufvermögen möglich nach § 253 III 3 HGB verboten Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse Bewertung zu Einzel- und Vollkosten möglich grundsätzlich Bewertung zu Vollkosten Allgemein kann man somit sagen, dass die IFRA wesentlich restriktiver gegenüber jeder Form von Wahlrechten sind Die Vermittlung eines „true and fair view“ steht bei den IFRS im Vordergrund Das Vorsichtsprinzip hat bei den IFRS weniger Bedeutung Aktivierung von Aufwendungen bis zum Ertragseingang ist nach IFRS erforderlich

32 slide no.: 32 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Grundlegende Unterschiede HGB/ IFRS II Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen HGB IFRS Vermö- gens- gegen- stände/ Assets Vermö- gens- gegen- stände/ Assets Schulden/ Liabilities Schulden/ Liabilities Wirtschaftlicher Wert, der selbstständig bewertbar und selbstständig verkehrsfähig (Einzelveräußerbarkeit) ist. Ressourcen, über die das Unternehmen in Folge vergangener Ereignisse verfügen kann und aus denen es in Zukunft wirtschaftlichen Nutzen zu erzielen erwartet (F49 (a)) Ansatz nur, falls es wahrscheinlich ist, dass ein mit dem asset verbundener zukünftiger Nutzen dem Unternehmen zufließt sich seine Kosten oder sein Wert verlässlich ermitteln lassen bestehende oder hinreichend sicher erwartete Belastung des Vermögens, die Auf einer rechtlichen oder wirtschaftlichen Leistungsverpflichtung des Unternehmens beruhen und selbstständig bewertbar sind eine gegenwärtige Verpflichtung des Unternehmens, aufgrund von Ereignissen in der Vergangenheit deren Erfüllung voraussichtlich zu einem Abfluss von Ressourcen mit einem wirtschaftlichen Nutzen für das Unternehmen führen wird Ansatz nur, falls Nutzenabfluss wahrscheinlich Wert des Nutzens verlässlich ermittelbar ist

33 slide no.: 33 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Agenda Zielsetzung und Grenzen der Bilanzanalyse Grundlagen der Bilanzanalyse Aufbereitung der Informationsgrundlagen –Umlaufvermögen –Monetäres Umlaufvermögen –Liquide Mittel –Warenforderungen –Kurz- und langfristiges Vermögen –Bilanzielles Eigenkapital –Gesamtschulden, Fremdmittel –Warenschulden –Bereinigtes Gesamtkapital –Nettoinvestitionen –GuV Arten und Methoden der Bilanzanalyse Praktische Bilanzanalyse Literaturhinweise

34 slide no.: 34 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Informationsgrundlagen Zielsetzung: Zusammenfassung und Saldierung der Posten des Jahresabschlusses zu aussagefähigen und vergleichbaren Größen Aufzubereitende Unterlagen: –Bilanz, Erfolgsrechnung, Anhang –Ggf. Lagebericht uns sonstige Unterlagen zur Unterstützung Warum? – Z. B.: –Bilanzpolitische Spielräume sollen ausgeglichen werden –Internationale Vergleichbarkeit soll hergestellt werden –Vorsichtsprinzip soll zugunsten eines „true and fair view“ neutralisiert werden Es gibt keine allgemeingültige Vorgehensweise zur Aufbereitung von Jahresabschlüssen zur Bilanzanalyse, z. B. –Abhängig von zu analysierenden Unternehmen –Abhängig von Erkenntniszielen

35 slide no.: 35 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Allgemein: Wertberichtigungen werden mit den korrespondierenden Aktivposten saldiert Umlaufvermögen nach HGB: Vorräte + Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände + Wertpapiere + Flüssige Mittel + Aktive Rechnungsabgrenzungsposten - Aktiviertes Disagio (Angabe in Bilanz oder Anhang gem. § 268 VI HGB) = Umlaufvermögen Das Umlaufvermögen nach IAS entspricht dem Ausweis gem. IAS Informationsgrundlagen

36 slide no.: 36 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Monetäres Umlaufvermögen nach HGB: Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände + Wertpapiere (Aktiva B III) + Flüssige Mittel (Aktiva B IV) + Aktive Rechnungsabgrenzungsposten ohne Disagio = monetäres Umlaufvermögen Das monetäre Umlaufvermögen nach IFRS entspricht dem Ausweis gem. IFRS Das monetäre Umlaufvermögen entspricht dem Betrag am Bilanzstichtag, der sich kurz- bzw. mittelfristig in Form von Barliquidität umschlagen lässt Informationsgrundlagen

37 slide no.: 37 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Nach HGB sind die liquiden Mittel der Kapitalflussrechung gem. DRS 2 oder IFRS 7 benannt als „Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente“ dem Endbestand Zahlungs- mittelfonds) zu entnehmen oder, falls keine o. g. Kapitalflussrechnung vorliegt: Flüssige Mittel (Aktiva B IV) + Wertpapiere (Aktiva B III 3) = Liquide Mittel Nach IFRS sind die Liquiden Mittel in der Bilanz unter „Cash and Cash Equivalents“ unmittelbar ausgewiesen. Informationsgrundlagen

38 slide no.: 38 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Die Warenforderungen nach HGB ergeben sich wie folgt: Forderungen aus Lieferungen und Leistungen + Forderungen gegen verbundene Unternehmen (soweit aus Lieferungen und Leistungen) + Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (soweit aus Lieferungen und Leistungen) = Warenforderungen Die Warenforderungen gem. IFRS entsprechen der Postition „trade receivables“, werden jedoch mit den „other receivables“ vermischt ausgewiesen. Informationsgrundlagen

39 slide no.: 39 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Langfristig entspricht einer Kapitalbindung von > 5 Jahren Nach HGB müssen keine Fristigkeiten im Vermögen angegeben werden, daher: Anlagevermögen + langfristige Forderungen (falls freiwillig ausgewiesen) = Langfristiges Vermögen Umlaufvermögen - kurz- und mittelfristige Forderungen (ausgewiesen) = kurzfristiges Vermögen Nach IFRS wird in der Bilanz eine Unterteilung in „current“ und „non-current assets“ vorgenommen, die unmittelbar übernommen werden kann. Informationsgrundlagen

40 slide no.: 40 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Bilanzielles Eigenkapital nach HGB: Gezeichnetes Kapital - noch nicht geleistete Einlagen (gem. § 272 I 1 oder 3 HGB) + Kapitalrücklage + Gewinnrücklagen +/- Bilanzgewinn oder -verlust - Ausschüttungsbetrag (publizitätspfl. Gewinnverwendung) oder - beschluss gem. § 170 II Nr. 1 bzw. § 174 II Nr. 2 AktG) - eigene Anteile + Eigenkapitalanteil des Sonderpostens mit Rücklagenanteil (§§ 273, 281 I 1 HGB) = bilanzielles Eigenkapital Nach IFRS (1.66, 74, 86) mit HGB vergleichbare Bilanzierung und Berechnung des bilanziellen Eigenkapitals Ggf. Erweiterung des bilanziellen Eigenkapitals nach IFRS um nicht realisierte Ergebnisbestandteile (z. B. aus Neubewertung) Informationsgrundlagen

41 slide no.: 41 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Konzerneigenkapital nach IFRS und HBG –Berücksichtigung von speziellen Gegebenheiten der Konzernbilanz –Addition des Unterschiedes aus Währungsumrechnung zum bilanziellen Eigenkapital –Fremdanteil aus Kapitalkonsolidierung und entsprechender Ergebnisanteil Unter Liquiditätsgesichtspunkten: bilanzielles Eigenkapital Unter Rentabilitätsaspekten: kein bilanzielles Eigenkapital Berücksichtigung steuerlicher Effekte –Addition von rein steuerlich vorgenommenen Abschreibungen gem. (§ 254 HGB), nur falls Wahlrecht gem. § 281 I 1 HGB nicht in Anspruch genommen wurde –In diesem Fall ebenfalls Bereinigung des abgeschriebenen Vermögens Informationsgrundlagen

42 slide no.: 42 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Bereinigung um Bewertungswahlrechte nach HGB –Bilanzielles Eigenkapital und die korrespondierenden Bilanzpositionen werden um die folgenden Bewertungswahlrechte bereinigt, um ihre Ausnutzung zu revidieren: Außerplanmäßige Abschreibung des Umlaufvermögens (§ 253 III HGB) Niedrigere Bewertung durch Anwendung der Bewertungsmethoden gem. §§ 240 IV, 256 HGB Unterlassene Pensionsrückstellungen (Art. 28 II Nr. 4 EGHGB) Derivativer Firmenwert im Einzel- oder Firmenwert aus Erstkonsolidierung im Konzernabschluss (§§ 255 IV, 301 HGB) Ingangsetzungs- und Erweiterungsaufwendungen (§ 269 HGB) Disagio (§ 250 III HGB) Aktive latente Steuern im Einzelabschluss (§ 274 II HGB) Aufwandsrückstellungen (§ 249 II HGB) Informationsgrundlagen

43 slide no.: 43 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Gem. §§ 268 V 1, 285 Nr. 1, 2 HGB werden lang-, mittel- und kurzfristige Fremdmittel und Schulden im Jahresabschluss unterteilt: Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit  1 Jahr = kurzfristige Schulden + Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 1 Jahr und  5 Jahre + Fremdkapitalanteil des Sonderpostens mit Rücklagenanteil = kurz- und mittelfristige Schulden + Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahren = Gesamtschulden Für die Bilanzanalyse ergibt sich folgende Berechnung des kurzfristigen Fremdkapitals: kurzfristige Schulden + Steuerrückstellungen + sonstige Rückstellungen ggf. ohne Aufwandsrückstellungen + Dividendenzahlungen, bzw. Ausschüttungsbetrag (s. o.) + Passive Rechnungsabgrenzungsposten + Fremdkapitalanteile der Korrekturpostion (bilanz.EK) = kurzfristiges Fremdkapital Informationsgrundlagen

44 slide no.: 44 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Mittelfristiges Fremdkapital für die Bilanzanalyse kurzfristiges Fremdkapital (s. o.) + Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 1 Jahr und  5 Jahren + Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen + Fremdkapitalanteil des Sonderpostens mit Rücklagenanteil = kurz- und mittelfristiges Fremdkapital Langfristiges Fremdkapital für die Bilanzanalyse Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre + Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen + Fremdkapitalanteil der unterlassenen nicht bilanzier- ungspflichtigen Pensionsrückstellungen (Art. 28 II EGHGB) = langfristiges Fremdkapital Nach IFRS kann die Unterscheidung entsprechend der Bilanzgliederung in „current liabilities“ und „non-current liabilities“ übernommen werden. Informationsgrundlagen

45 slide no.: 45 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Die Warenschulden nach HGB ergeben sich wie folgt: Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen + Verbindlichkeiten aus der Annahme von Wechseln bzw. eigener Wechsel (soweit aus Lieferungen und Leistungen) + Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (soweit aus Lieferungen und Leistungen) + Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (soweit aus Lieferungen und Leistungen) = Warenschulden Nach IFRS entsprechen die Warenschulden der Bilanzpostition „trade payables“, sie enthält zudem noch die „other payables“ Informationsgrundlagen

46 slide no.: 46 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Das Gesamtkapital wird für die Bilanzanalyse wie folgt bereinigt: bereinigtes Eigenkapital + kurz und mittelfristige Fremdmittel + langfristige Fremdmittel = bereinigtes Gesamtkapital, bzw. Gesamtvermögen Informationsgrundlagen

47 slide no.: 47 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Die Nettoinvestitonen ergeben sich wie folgt: Zugänge (Investitionen) + Abgänge (zu Restbuchwerten) = Nettoinvestitionen Zu- und Abgänge lassen sich dem HGB-Anhang oder den IAS-„notes“ entnehmen Informationsgrundlagen

48 slide no.: 48 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Die Werte der GuV müssen bezüglich der Revidierung der Wahl- rechte ebenfalls bereinigt werden. Der Jahresabschluss muss des weiteren um Erträge und Auf- wendungen aus Auflösung und Bildung stiller Reserven bereinigt werden: Jahresüberschuss +/-Erhöhung/Minderung des Sonderpostens mit Rücklagenanteil in Höhe des Eigenkapitalanteils +/-Erhöhung/Minderung des Unterschiedsbetrages bei Vorrats- sammelbewertung in Höhe des Eigenkapitalanteils +/-Erhöhung/Minderung der außerplanmäßigen Abschreibungen im Umlaufvermögen auf den niedrigeren Zukunftswert in Höhe des Eigenkapitalanteils + allein aus steuerlichen Gründen vorgenommene Abschreibungen in Höhe des Eigenkapitalanteils =bereinigter Jahresüberschuss Informationsgrundlagen

49 slide no.: 49 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Die Personalaufwendungen werden nach HGB entweder in der GuV (GKV) als „Löhne und Gehälter“ oder gem. § 285 Nr. 8b HGB im Anhang (UKV) ausgewiesen. Nach IFRS sind die Personalaufwendungen in den „notes“ zu finden. Der Materialaufwand kann nach HGB der GuV (GKV) als „Aufwand für Roh-, Hilfs- und betriebsstoffe“ zzgl. „Aufwendungen für bezogene Leistungen“ oder gem. § 285 Nr. 8b HGB dem Anhang (UKV) entnommen werden. Nach IFRS ist der Materialaufwand nicht zwingend anzugeben. Informationsgrundlagen

50 slide no.: 50 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Agenda Zielsetzung und Grenzen der Bilanzanalyse Grundlagen der Bilanzanalyse Aufbereitung der Informationsgrundlagen Arten und Methoden der Bilanzanalyse –Arten der Bilanzanalyse –Auswertungsmethoden der Bilanzanalyse Praktische Bilanzanalyse Literaturhinweise

51 slide no.: 51 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Arten der Bilanzanalyse Finanzwirtschaftliche Bilanzanalyse Erfolgswirtschaftliche Bilanzanalyse Bilanzanalyse Investitionsanalyse (Vermögensstruktur) Finanzierungsanalyse (Kapitalstruktur) Liquiditätsanalyse statisch dynamisch Ergebnisanalyse Rentabilitätsanalyse Wertschöpfungs- analyse Break-even-Analyse

52 slide no.: 52 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Auswertungsmethoden der Bilanzanalyse Vergleichs- maßstäbe Kennzahlen Zeitvergleich Betriebsvergleich Soll-Ist-Vergleich (Grundzahlen) Gliederungszahlen Kennzahlen- verdichtung Diskriminanzanalyse Neuronale Netze Praktische Ansätze BAV-Leitfaden Ratings Kennzahlen der Finanz- und Erfolgsanalyse Beziehungszahlen Indexzahlen Ausdruck von zuein- ander in Beziehung gesetzten Größen

53 slide no.: 53 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Auswertungsmethoden Bilanzanalyse Vergleichsmaßstäbe Soll-Ist- Vergleich Betriebs- vergleich auch „Benchmark“ genannt Informationen von Unternehmen meist gleicher Branche werden miteinander verglichen Vergleichbarkeit absoluter Zahlen nur eingeschränkt Vergleich mit Branchenprimus ist sinnvoll Vergleich von Ist-Informationen mit Soll-Informationen Prognosen sind im Jahresabschluss nicht zwingend vorhanden Lagebericht oder freiwillige Veröffentlichung von Prognosezahlen können herangezogen werden Information über Prognosequalität ist möglich Zeit- vergleich Vergleich von Informationen mit Vergleichsmaßstäben früherer Perioden Bilanzpolitische Maßnahmen, die eine Ergebnisverschiebung bewirken (z. B. Bildung stiller Reserven) werden aufgehoben bzw. sichtbar gemacht

54 slide no.: 54 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Grund- zahlen Absolute Zahlen Z. B. Einzelzahlen, Summen, Differenzen Geringe Aussage ohne Vergleichsmaßstab Bezieh- ungs- zahlen Verschiedenartige Gesamtheiten mit sachlogischem Zusam- menhang (z. B. Mittel-Zweck) werden aufeinander bezogen Z. B. Anlagendeckungsgrad I = Eigenkapital / Anlagevermögen Informationsgehalt: ohne absolute Größen lassen sich keine Ursachen für die Veränderung der Beziehungszahl ermitteln Index- zahlen Wert eines Basiszeitpunktes wird = 100 % gesetzt, Folgewerte werden darauf bezogen Z. B. Preisindex, Aktienindex Informationsgehalt: Zeitliche Veränderung einer Größe, Basiswert kann den vermittelten Eindruck von Folgewerten beeinflussen Glieder- ungs- zahlen Teilgrößen einer Gesamtgröße werden der Gesamtgröße gegenübergestellt; z. B. Eigenkapitalquote = EK / Gesamtkapital Informationsgehalt: relative Gewicht einer Größe, Betriebsver- gleich von Betrieben unterschiedlicher Größe möglich, wirkliche Größenordung nur mit Hilfe der absoluten Zahlen erkennbar Auswertungsmethoden Bilanzanalyse Kennzahlen

55 slide no.: 55 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Diskri- minanz- analyse Neuro- nale Netze Prak- tische Ansätze Statistisches Verfahren zur Einteilung von Unternehmen in „gute“ oder schlechte“ Unternehmen  reine Klassifizierung Empirische Untersuchungen haben gezeigt, dass sich mit diesem Verfahren bei Betrachtung weniger Kennzahlen mit einer hohen Wahrscheinlichkeit z. B. Kandidaten für Insolvenzen voraussagen lassen Auswertung verschiedener Kennzahlen auf Basis von Grenzwerten, Erfahrungswerten, empirischen Untersuchungen V-Kreditleitfaden = Kennzahlenkatalog für Kreditwürdigkeits- beurteilung Rating = Stark verdichtete Kennzahl zu einem Bonitätsurteil von Ratingagenturen erstellt Neuronale Netze basieren auf der künstlichen Intelligenz Weiterentwicklung der Diskriminanzanalyse (universeller, sicherer) Sie arbeiten als „Black-Box“-System, Ergebnisse sind somit nicht nachvollziehbar Auswertungsmethoden Bilanzanalyse Verdichtung v. Kennzahlen

56 slide no.: 56 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Agenda Zielsetzung und Grenzen der Bilanzanalyse Grundlagen der Bilanzanalyse Aufbereitung der Informationsgrundlagen Arten und Methoden der Bilanzanalyse Praktische Bilanzanalyse –Finanzwirtschaftliche Analyse –Erfolgswirtschaftliche Analyse Literaturhinweise

57 slide no.: 57 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Arten der Bilanzanalyse Bilanzanalyse Finanzwirtschaftliche Bilanzanalyse Investitionsanalyse (Vermögensstruktur) Finanzierungsanalyse (Kapitalstruktur) Liquiditätsanalyse statisch dynamisch Erfolgswirtschaftliche Bilanzanalyse Ergebnisanalyse Rentabilitätsanalyse Wertschöpfungs- analyse Break-even-Analyse

58 slide no.: 58 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Finanzwirtschaftliche Analyse Investitionsanalyse I Anlage- intensität Umschlags- häufigkeit Anlagevermögen / Gesamtvermögen Fristigkeit der Vermögensbindung Liquiditätspotential, Flexibilität, Dispositionspotential, Auslastung Umschlagshäufigkeit = Abgänge der Periode / Ø Bestand z. B. Umschlagshäufigkeit des UV = Umsatzerlöse/Ø Bestand des UV Wie häufig wird ein Vermögensposten pro Periode umgeschlagen? Umschlags- dauer, bzw. Bestands- reichweite Umschlags- dauer, bzw. Bestands- reichweite Umschlagsdauer (Tage) = Ø Bestand * 365 / Abgänge der Periode Kundenziel: Ø Bestand an Warenforderungen*365/Umsatzerlöse In welcher Zeit wird ein Bestand einmal umgeschlagen Umsatz- relationen z. B. Sachanlagenbindung = SachAV / Umsatzerlöse Bringt laufende Geschäftstätigkeit und Vermögenspositionen in Verbindung (Ursache-Wirkung) Anlageintensitätsänderungen können durch schrumpfende oder wachsende Geschäftstätigkeit begründet werden.

59 slide no.: 59 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Finanzwirtschaftliche Analyse Investitionsanalyse II Anlagen- abnutzungs- grad kumulierte Abschreibungen des SachAV / SachAV zu historischen AK Wie modern sind die Sachanlagen des Unternehmens? Ist das Wachstum gesund bzw. nachhaltig? Wachstums- quote Nettoinvestitionen in SachAV / Abschreibungen auf SachAV Wird über die Abschreibungen hinaus Investiert? Besteht „echtes“ Wachstum? Investitions- quote Nettoinvest. in SachAV / SachAV zu historischen AK Wird über die Abschreibungen hinaus Investiert? Besteht „echtes“ Wachstum?

60 slide no.: 60 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Finanzwirtschaftliche Analyse Finanzierungsanalyse Eigenkapital-/ Fremdkapital- quote Eigenkapitalquote = Eigenkaptial / Gesamtkapital Fremdkapitalquote = Fremdkapital / Gesamtkapital Spielräume bei der Kreditaufnahme Art, Sicherheit, Fristigkeit des Kapitals In Verbindung mit Rentabilitäten  Leverage-Effekt Bilanzkurs bilanzielles Eigenkapital * 100 / gezeichnetes Kapital Vergleich mit Börsenkurs: Hinweis auf stille Reserven zukünftiges Erfolgspotential und andere Wertbestim-mungsfaktoren, evtl. Hinweis auf Kurspotenziale Lieferantenziel Ø Bestand an Warenschulden *365 / Wareneingang Tage, die ein Lieferantenkredit in Anspruch genommen wurde Wareneingang = Materialaufwand +/- Zu-/Abnahme der Material- bestände Indiz für die Bedeutung der Finanzierung durch Lieferanten Indiz für die Prozesseffizienz im Bereich der Kred.Buchhaltung

61 slide no.: 61 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Finanzwirtschaftliche Analyse Statische Liquiditätsanalyse I AktivaPassiva Anlage- vermögen Eigenkapital/ langfristiges Fremdkapital Umlauf- vermögen Kurz-/ mittelfristiges Fremdkapital Grundsatz der Fristenkongruenz Langfristige Aktiva sollen durch langfristige Passiva gedeckt werden Aktiva: Langfristige Vermögensposten führen erst später zu entsprechenden Einnahmen. Passiva: je langfristiger das Kapital zur Verfügung steht, desto später ist die entsprechende Ausgabe fällig. Problemstellungen bei der Fristenkongruenz: Fälligkeitstermine der Bilanzpositionen müssen bekannt sein Bilanzansätze und Ein-/Auszahlungen müssen übereinstimmen (Imparitäts- prinzip) Keine weiteren Ein - / Auszahlungs-salden über die Ein-/Auszahlungen aus Bilanzansätzen hinaus

62 slide no.: 62 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Finanzwirtschaftliche Analyse Statische Liquiditätsanalyse II Anlagendek- kungsgrad II (Eigenkapital + langfristiges Fremdkapital) / Anlagevermögen „Goldene Bilanzregel“  Anlagendeckungsgrad II > 1 Anlagendeckung durch Eigenkapital stark von Branche abhängig Anforderung an reine Eigenkapitaldeckung steht mit Geschäftsrisiko in Zusammenhang Netto-Finanz- schulden um liquide Vermögensteile bereinigte offen verzinsliche Schuldenlast Anleihen + Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten + Akzeptverbindlichkeiten + in restlichen Schulden enthaltene verzinsliche Anteile = Finanzschulden – liquide Mittel = Netto-Finanzschulden Liquidität 3. Grades (monetäres Umlaufvermögen + Vorräte) / kurzfristiges Fremdkapital Zahlungsfähigkeit in einem Moment Vorräte sind ggf. genauso wie das SachAV langfristig notwendig Vorräte sind u. U. nicht zu Buchwerten (kurzfristig) liquidierbar Aufgrund der absoluten Wertobergrenze im HGB könnten im monetären Umlaufvermögen stille Reserven enthalten sein (Wertpapiere)

63 slide no.: 63 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Finanzwirtschaftliche Analyse Dynamische Liquiditätsanalyse Investitions- deckung Cash-flow / Nettoinvestitionen in das Anlagevermögen bei W-Quote  0 wird Potential zum eigenständigen Wachstum angezeigt (Innenfinanzierungskraft) Dyn. Verschul- dungsgrad (kurz-, mittel- u. langfristiges Fremdkapital – monetäres Umlaufvermögen) / Cash-flow Entschuldungsdauer aus Cash-flow Erlaubt Risikoeinschätzung bei Kreditvergaben „dynamische Amortisation“ Free Cash- flow CF aus laufendem Geschäft und Investitionstätigkeit Einzahlungsüberschüsse zur Verwendung an Kapitalgeber Kann im Falle der Unternehmensfortführung die Zahlungs- und Investitonsfähigkeit erhalten bleihen ? Basiert auf der Stromgröße „Cash-flow“ ist somit nicht Zeitpunktorientiert

64 slide no.: 64 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Erfolgswirtschaftliche Bilanzanalyse Ergebnisanalyse Rentabilitätsanalyse Wertschöpfungs- analyse Break-even-Analyse Arten der Bilanzanalyse X X Bilanzanalyse Finanzwirtschaftliche Bilanzanalyse Investitionsanalyse (Vermögensstruktur) Finanzierungsanalyse (Kapitalstruktur) Liquiditätsanalyse statisch dynamisch

65 slide no.: 65 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Erfolgswirtschaftliche Analyse Ergebnisanalyse Erfolgs- spaltung auf Basis § 275 HGB Aufspaltung des Jahresergebnis in Betriebs-, Finanz- und außer-ordentliches Ergebnis Zuordnung sonst.betrieblichen Erträge/ Aufwend.ist problematisch grobe Interpretation des Gesamtergebnisses Aufwands- struktur- analyse Aufwandsart / Gesamtleistung z. B. Personalintensität = Personalaufwand / Gesamtleistung z. B. Materialintensität = Materialaufwand / Gesamtleistung z. B. Verwaltungsintensität = Verwaltungsaufwand / Gesamtleistung gibt Aufschluss über Rationalisierungspotentiale (Betriebsvergleich) Risikoeinschätzung auf Basis der Elastizität des Ergebnisses bzgl. Änderungen von externen Kostenfaktoren (z. B. Veränderung der Rohstoffpreise, Lohnkosten) Rückschluss auf Wirtschaftlichkeiten oder bewertete Produktivität möglich Segment- analyse Anteil der Segmente am Gesamtergebnis/ -Umsatz auf Basis der Segmentberichterstattung Bedeutung der jeweiligen Segmente für das Unternehmen Auswahl von Segmenten für SWOT-Analysen

66 slide no.: 66 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Erfolgswirtschaftliche Analyse Rentabilitätsanalyse I Eigenkapital- rendite Jahresüberschuss / bilanzielles Eigenkapital Verzinsung des Eigenkapitals durch das Ergebnis Börsenkursgewinne werden nicht berücksichtigt Umsatzrendite (Jahresüberschuss + Steuern + Zinsen) / Umsatz Vergleichbare Aussage zur Wirtschaftlichkeit (Unternehmensvergleich) Wieviel „Gewinn“ wird mit einem Euro Umsatz erwirtschaftet? CFROI (Cash- flow-Return-on- Investment) Cash-flow / bereinigtes Gesamtkapital Verzinsung des Kapitals durch Einzahlungsüberschüsse Zielsetzung der wertorientierten Unternehmenssteuerung (Shareholder Value) Gesamtkapital- rendite (Jahresüberschuss + Zinsaufwand) / Gesamtkapital Verzinsung des Gesamtkapitals ohne Berücksichtigung der Finanzierungsstruktur (z. B. Fremdkapitalanteil) Aussage über die wirtschaftliche Nutzung des Gesamtkapitals

67 slide no.: 67 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Erfolgswirtschaftliche Analyse Rentabilitätsanalyse II Umsatzrendite Umschlags- häufigkeit Betriebsergebnis Umsatz Vermögen RoI Umsatzerlöse Herstellungskosten des Umsatzes Vertriebskosten Verwaltungskosten sonst. betr. Erträge Sont. Betr. Aufwendungen Anlagevermögen Umlaufvermögen X / RoI als zentrale Steuerungsgröße Analyse des RoI im System Simulation von Maßnahmen

68 slide no.: 68 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Agenda Zielsetzung und Grenzen der Bilanzanalyse Grundlagen der Bilanzanalyse Aufbereitung der Informationsgrundlagen Arten und Methoden der Bilanzanalyse Praktische Bilanzanalyse Literaturhinweise

69 slide no.: 69 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Literaturhinweise I Baetge, Jörg: Bilanzanalyse, Düsseldorf 1998 Born, Karl: Bilanzanalyse international : deutsche und ausländische Jahresabschlüsse lesen und beurteilen, 2., überarbeitete Auflage, Stuttgart 2001 Beermann, Thomas: Annäherung von IAS- an HGB-Abschlüsse für die Bilanzanalyse: die Aufbereitung der Daten aus IAS-Abschlüssen von Unternehmen mit Sitz in Deutschland zur besseren Vergleichbarkeit mit HGB-Abschlüssen, Stuttgart 2001 Bruns, Carsten: Unternehmensbewertung auf der Basis von HGB- und IAS- Abschlüssen : Rechnungslegungsunterschiede in der Vergangenheitsanalyse, Berlin u. a Coenenbert, Adolf G.: Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse : Betriebswirtschaftliche, handelsrechtliche, steuerrechtliche und internationale Grundlagen – HGB, IAS, US-GAAP –, 17., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage, Landsberg/Lech 2000 Gräfer, Horst: Bilanzanalyse : mit Aufgaben, Lösungen und einer ausführlichen Fallstudie, 8., überarbeitete Auflage, Berlin u. a Groll, Karl-Heinz: Das Kennzahlensystem zur Bilanzanalyse : Ergebniskennzahlen – Aktienkennzahlen – Risikokennzahlen, Wien u. a. 2000

70 slide no.: 70 Prof. Dr. Rainer Stachuletz Corporate Finance Berlin School of Economics Literaturhinweise II Hirsch, Hermann: Bilanzanalyse und Bilanzkritik, 2. Auflage, Wiesbaden 2000 Küting, Karlheinz: Die Bilanzanalyse : Lehrbuch zur Beurteilung von Einzel- und Konzernabschlüssen, 6., erweiterte und aktualisierte Auflage, Stuttgart 2001 Meyer, Claus: Kunden-Bilanzanalyse der Kreditinstitute : eine Einführung in die Jahresabschluß-Analyse und in die Analyse-Praxis der Kreditinstitute, 2. Auflage, Stuttgart 2000 Peemöller, Volker H.: Bilanzanalyse und Bilanzpolitik : Einführung in die Grundlagen, 2., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage, Wiesbaden 2001 Riebell, Claus: Die Konzernbilanzanalyse : das Auswerten nationaler und internationaler Konzernabschlüsse im Spiegel von Bilanzrecht und Bilanzpolitik, 2., überarbeitete und erweiterte Auflage, Stuttgart 1999 Riebell, Claus: Die Praxis der Bilanzauswertung, 7., grundlegend überarbeitete Auflage, Stuttgart 2001 Schult, Eberhard: Bilanzanalyse : Möglichkeiten und Grenzen externer Unternehmensbeurteilung ; mit Fragen, Aufgaben und Lösungen, 10., erweiterte Auflage, Berlin 1999


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