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Institut für Sportgeschichte Institute of Sport History.

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Präsentation zum Thema: "Institut für Sportgeschichte Institute of Sport History."—  Präsentation transkript:

1 Institut für Sportgeschichte Institute of Sport History

2 Institut für Sportgeschichte Institute of Sport History Prof. Dr. Stephan Wassong Friedrich Schiller ( ) 1. Der Mensch ist ein spielerisches Wesen 2 Grundlage der geisteswissenschaftlich- philosophisch orientierten Spieltheorie 3 Schillers Briefe über die ästhetische Erziehung des Menschen 4 „Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“ 5 Spiel = Traum von Freiheit und Selbstbestimmung

3 Institut für Sportgeschichte Institute of Sport History Prof. Dr. Stephan Wassong Friedrich Schiller ( ) Stofftrieb Formtrieb Spieltrieb

4 Institut für Sportgeschichte Institute of Sport History Prof. Dr. Stephan Wassong Philanthropen 1. Schulreformerische Bestrebungen 2. Johann Basedow ( ), Joachim Campe ( ) 3. Ernst Trapp ( ), Christian Salzmann ( ) 4. Vernünftige, natürliche Erziehung 5. Philanthropine: Dessau (1774) und Schnepfenthal (1784)

5 Institut für Sportgeschichte Institute of Sport History Prof. Dr. Stephan Wassong Philanthropen 1. Tüchtiger, fleißiger und aufgeklärter Bürger 2. Schwerpunkt im Unterricht auf Realien 3. Leistungs- und Belohnungssystem 4.4. Berücksichtigung der Leibesübungen

6 Institut für Sportgeschichte Institute of Sport History Prof. Dr. Stephan Wassong Philanthropen Philanthropinum Schnepfenthal Unterricht in Dessau

7 Institut für Sportgeschichte Institute of Sport History Prof. Dr. Stephan Wassong Leibesübungen Gerhard Ulrich Anton Vieth ( ) Versuch einer Enzyklopädie der Leibesübungen (1794) Leiter der Schule in Dessau seit 1798 Johann Christoph Friedrich GutsMuths ( ) Bedeutendster philanthropischer Leibeserzieher Lehrer in Schnepfenthal für Erdkunde, Handarbeitslehre und Gymnastik Zahlreiche Bücher zur Gymnastik und zu Spielen

8 Institut für Sportgeschichte Institute of Sport History Prof. Dr. Stephan Wassong Johann Christoph Friedrich GutsMuths Gymnastik für die Jugend (1793) Ordnung der Übungen nach Bewegungsverwandtschaft: 8 Hauptkategorien Methodische Grundsätze Typisch philanthropische Erziehungsgrundsätze Spiele zur Übung und Erholung des Körpers und Geistes (1796) Erzieherischer Wert der Spiele: u.a. Kräfte ausbilden, Beobachtungsgeist, Charakterschulung Glaube an Transfer Räuberspiel, Kommandierspiel, Ballspiele, Kugelspiele Ausschluss von Spielen die „mit Zweydeutigkeiten, Anspielungen auf Liebe gewürzt sind“

9 Institut für Sportgeschichte Institute of Sport History Prof. Dr. Stephan Wassong Spieltheorie Schiller Philosophisch-idealistische Perspektive Freiheit des Geistes Spielperspektive GutsMuths Rationalistisch-utilitaristische Sicht Schulung der Fähigkeiten und Fertigkeiten

10 Institut für Sportgeschichte Institute of Sport History Prof. Dr. Stephan Wassong Bildgalerie GutsMuths

11 Institut für Sportgeschichte Institute of Sport History Prof. Dr. Stephan Wassong Bildgalerie

12 Institut für Sportgeschichte Institute of Sport History Prof. Dr. Stephan Wassong Historische Situation (I) 1. Napoleon I. ( ) 2. Befreiungskriege: Völkerschlacht bei Leipzig 1813, Waterloo Wiener Kongress (1814/15): Neuordnung Europas, Deutscher Bund 4.4. Restauration ( )

13 Institut für Sportgeschichte Institute of Sport History Prof. Dr. Stephan Wassong Historische Situation (II) 1. Wartburgfest (1817) 2. Karlsbader Beschlüsse (1819) 3. Demagogenverfolgung 4.4. Hambacher Fest (1832)

14 Institut für Sportgeschichte Institute of Sport History Aufkommen der deutschen Turnbewegung Friedrich Ludwig Jahn ( ): Besuch verschiedener Universitäten Studien ohne Abschluss in Germanistik, Theologie, Altphilologie, Geschichte Hauslehrertätigkeiten Begründer der deutschen Turnbewegung Dr. Ansgar Molzberger

15 Institut für Sportgeschichte Institute of Sport History Prof. Dr. Stephan Wassong Friedrich Ludwig Jahn 1806 Bereicherung des Hochdeutschen Sprachschatzes versucht im Gebiethe der Sinnverwandtschaft 1810 Das Deutsche Volksthum 1816 Die Deutsche Turnkunst 1811 Eröffnung des ersten öffentlichen Turnplatzes in der Berliner Hasenheide

16 Institut für Sportgeschichte Institute of Sport History Prof. Dr. Stephan Wassong Hasenheide

17 Institut für Sportgeschichte Institute of Sport History Prof. Dr. Stephan Wassong Turngeräte auf der Hasenheide

18 Institut für Sportgeschichte Institute of Sport History Prof. Dr. Stephan Wassong Funktion der Turnplätze 1. Jahns Erziehungsziele 2. Turnen als Wehrertüchtigung 3. Verbreitung nationalpolitischen Gedankenguts 4. Sammelbecken des nationalpolitischen Aufbruchwillens 5. Politische Funktion der Vorturner

19 Institut für Sportgeschichte Institute of Sport History Prof. Dr. Stephan Wassong Turnspiel 1. Turnspiel will „Bewegung, gemeinsames Regen und Tummeln“ 2. Gesundheits- und Wehrerziehung 3. Gemeinschaftserziehung 4.4. Spielwelt: eigenständiger Bereich, Unterschied zur realen Welt

20 Institut für Sportgeschichte Institute of Sport History Prof. Dr. Stephan Wassong Auswahl der Turnspiele 1. Volkstümlicher Charakter 2. Turnspiel = Bewegungsspiel 3. Leichte Erlernbarkeit 4.4. Fang-, Lauf und Ballspiele Bsp.: Schwarzer Mann, Deutsches Ballspiel

21 Institut für Sportgeschichte Institute of Sport History Prof. Dr. Stephan Wassong „Radikalisierung“ der Turnbewegung 1817 Turner und Wartburgfest 1819 Ermordung des Schriftstellers Kotzebue durch den Burschenschafter und Turner Karl Ludwig Sand 1819 Karlsbader Beschlüsse 1819 Verhaftung Jahns 1820 „Turnsperre“ in Preußen ( )

22 Institut für Sportgeschichte Institute of Sport History Prof. Dr. Stephan Wassong Turner in der Emigration 1. Anfänge des Turnens in den USA 2. Karl Beck: Round Hill School (1824) 3. Karl Follen: Harvard University (1826) 4. Franz Lieber: Boston (1827)

23 Institut für Sportgeschichte Institute of Sport History Prof. Dr. Stephan Wassong Aufweichung der Turnsperre 1. Turnsperre in Preußen offiziell von Karl Ignaz Lorinser: Zum Schutze der Gesundheit in Schulen (1836) : Schulturnerlass Friedrich Wilhelm IV. 4. Konkurrierende Schulturnmodelle: Adolf Spieß, Hans Ferdinand Maßmann und Hugo Rothstein

24 Institut für Sportgeschichte Institute of Sport History Prof. Dr. Stephan Wassong Adolf Spieß ( ): „Vater des Schulturnens“ 1. Turnen wird Schulfach : Gedanken über die Einordnung des Turnwesens in das Ganze der Volkserziehung : Turnbuch für Schulen 4. ab 1848 verantwortlich für den Aufbau des Schulturnens in Darmstadt/Hessen

25 Institut für Sportgeschichte Institute of Sport History Prof. Dr. Stephan Wassong Turnen nach Adolf Spieß 1. Einfluss durch Johann Heinrich Pestalozzi ( ) 2. Turnpädagogische Ziele und Zusammenhänge 3. Didaktische und methodische Umsetzung 4. Turnunterricht für Jungen und Mädchen 5. Prinzip der „Elementarisierung“ als Grundlage für eine systematische Neuordnung des Turnens

26 Institut für Sportgeschichte Institute of Sport History Prof. Dr. Stephan Wassong Turnen nach Adolf Spieß Adolf Spieß ( )

27 Institut für Sportgeschichte Institute of Sport History Prof. Dr. Stephan Wassong Alternativen zu Spieß / Hans Ferdinand Maßmann 1. Jahn-Schüler Hans Ferdinand Maßmann ( ) 2. Kein Turnsystem wie Spieß, sondern freiwilliges Turnen auf dem (außerschulischen) Turnplatz Gründung der Turn-Anstalt in München Berufung nach Berlin zum Aufbau des Turnwesens 5. Scheitern Maßmanns: „Was die Schule an Disziplin, Zucht und Ordnung aufgebaut hatte, das riß der Turnplatz mit seinem wüsten, regellosen […] Treiben wieder ein.“ (Kawerau)

28 Institut für Sportgeschichte Institute of Sport History Prof. Dr. Stephan Wassong Der „Barrenstreit“ in Preußen ( ) 1. Hugo Rothstein ( ) 2. Leiter der 1851 gegründeten Königlichen Zentral- Turnanstalt in Berlin 3. Anhänger der Schwedischen Gymnastik nach Per Henrik Ling ( ) 4. Ling’sche Gymnastik für die schulische und militärische Leibeserziehung in Preußen 5. Entfernung von Barren (und Reck) aus der Königlichen Zentral-Turnanstalt in Berlin

29 Institut für Sportgeschichte Institute of Sport History Prof. Dr. Stephan Wassong Schwedische Gymnastik / Per Henrik Ling : Gymnastiska centralinstitutet (Stockholm) 2. Anatomisch und physiologisch begründetes Gymnastiksystem, geprägt durch Funktionalisierung 3. Ästhetische Gymnastik, medizinische Gymnastik, militärische Gymnastik, pädagogische Gymnastik 4. Ablehnung von Barren und Reck

30 Institut für Sportgeschichte Institute of Sport History Prof. Dr. Stephan Wassong Schwedische Gymnastik Per Henrik Ling ( )

31 Institut für Sportgeschichte Institute of Sport History Prof. Dr. Stephan Wassong : Erste deutsche Turnlehrerversammlung in Berlin 2. Emil du Bois-Reymond ( ): Über den Barren 3. Gutachten über den gesundheitlichen Wert von Turnen : Rücktritt Rothsteins 5. „Barrenstreit“ als Anstoß für öffentliche Diskussionen über Turnen und Leibeserziehung Der „Barrenstreit“ in Preußen ( )

32 Institut für Sportgeschichte Institute of Sport History Prof. Dr. Stephan Wassong Turnlehrerausbildung 1. Spieß‘sches Turnsystem setzt sich durch 2. Förderung des Turnsystems durch Schulverwaltungen 3. Gründung von Turnlehrerbildungsanstalten 4. Ausbildung qualifizierter Fachkräfte Dresden, 1851 Berlin, 1862 Stuttgart, 1872 München

33 Institut für Sportgeschichte Institute of Sport History Prof. Dr. Stephan Wassong Turnlehrerausbildung 1. Kein Turnstudium an Universitäten 2. Oftmals geringe Bereitschaft, Turnlehrerkurse zu belegen 3. Turnen wurde nicht als wissenschaftliches Fach betrachtet 4. Ausbildung von Volksschullehrern in Gymnastik und Turnen

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35 Institut für Sportgeschichte Institute of Sport History Prof. Dr. Stephan Wassong Fragenbeispiel Welche der folgenden Aussagen trifft nicht zu: a) GutsMuths verfasste die Bücher Gymnastik für die Jugend und Spiele zur Übung und Erholung des Körpers und Geistes b) GutsMuths‘ Spielbuch ist keine Theorie des Spiels, sondern eine Spielesammlung – aus der Praxis für die Praxis c) GutsMuths Spielperspektive beruht auf geisteswissenschaftlich- philosophischer Grundlage d) Für GutsMuths waren Spiele Mittel der körperlichen Erziehung und Gesamterziehung. Dazu gehörten auch Exerzier- und Soldatenspiele

36 Institut für Sportgeschichte Institute of Sport History Prof. Dr. Stephan Wassong Fragenbeispiel Nach Friedrich Ludwig Jahn war das Turnspiel: a)Lediglich Ausgleich zur Kompensation des Arbeitsalltags b)Mittel zur Gesundheits-, Wehr- und Gemeinschaftserziehung c) Reines Militärspiel d) Mittel zur transnationalen Verständigung

37 Institut für Sportgeschichte Institute of Sport History Danke für Ihre Aufmerksamkeit!


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