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Übung zur Regionalökonomie 24.Juni 2010 Diplom Volkswirt Johannes Wiebels Sommersemester 2010.

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Präsentation zum Thema: "Übung zur Regionalökonomie 24.Juni 2010 Diplom Volkswirt Johannes Wiebels Sommersemester 2010."—  Präsentation transkript:

1 Übung zur Regionalökonomie 24.Juni 2010 Diplom Volkswirt Johannes Wiebels Sommersemester 2010

2 Aufgabe 1 (Weber) Gehen Sie von einem Unternehmen aus, dass mit einem Vorprodukt ein Erzeugnis produziert. Herkunftsort des Vorproduktes und Absatzmarkt fallen räumlich auseinander, die Transportkosten seien linear. a)Konstruieren Sie eine Transportkostensituation, bei welchem das Unternehmen seinen Standort am Herkunftsort des Vorproduktes wählt. b)Angenommen, die Hersteller des Vorproduktes senken die spezifischen Transportkosten für ihr Produkt. Welche Konsequenzen hat dies für die Standortwahl des Unternehmens? c)Gehen Sie von einem Stromversorger aus, der ein Kohlekraftwerk betreibt. Die Transportkosten von Kohlen sind linear in der Entfernung, die Transferkosten von Elektrizität zum Absatzmarkt nehmen im Quadrat der Entfernung zu. Charakterisieren Sie den optimalen Standort.

3 Theorieblock Weber-Modell I Fragestellung: Wo befindet sich der optimale Produktionsstandort für ein Unternehmen? (Standortlehre) Modellannahmen: –homogene Landfläche –Transportkosten sind proportional zum Gewicht der Vorprodukte bzw. Endprodukte –Planung zielt auf Kostenminimierung –Implizit: Berücksichtigung nur von Transportkosten (zentraler Standortfaktor) –limitationale Produktionstechnologie –Produktionsfaktoren sind ubiquitär, d.h. an jedem Ort mit der gleichen Qualität unbegrenzt und unabhängig vom Standort zu fixierten Preisen verfügbar Vorgehensweise: –Gegeben: a) 2 Vorprodukte (M 1, M 2 ) und 1 Absatzmarkt (M 3 )  n = 3 b) Transportkosten je Markt ergeben sich durch t i *m i * d i, wobei t i und m i gegeben sind c) Input- und Absatzpreise (p 1, p 2, p 3 ) sind exogen gegeben –Gesucht: gewinnmaximierender Unternehmensstandort  ergibt sich durch Minimierung der gesamten Transportkosten (Kostenminimierung) –Bedingung für Weberoptimum:

4 Theorieblock Weber-Modell II Graphische Darstellung : (Weber-Dreieck) M2M2 M1M1 M3M3 d1d1 d3d3 d2d2 PS M 1 : Herkunftsort des Vorproduktes 1 M 2 : Herkunftsort des Vorproduktes 2 M 3 : Absatzmarkt d 1 : Entfernung zum Lieferant 1 d 2 : Entfernung zum Lieferant 2 d 3 : Entfernung zum Absatzmarkt PS: (kostenminimierender ) Produktionsstandort y x

5 M 1 : Herkunftsort des Vorproduktes M 2 : Absatzmarkt d 1 : Entfernung zum Lieferant d 2 : Entfernung zum Markt m 1, m 2 : Gewichte t 1, t 2 : Spezifische Transportkosten M1M1 M2M2 Aufgabe 1 a) K 2 [€]K 1 [€] Gesamttransportkosten = K 1 + K 2 Optimaler Standort: Min (K 1 + K 2 )  M 1 K 1 = m 1 t 1 d 1 (Transportkosten des Vorprodukts) K 2 = m 2 t 2 d 2 (Transportkosten des Absatzes) d1d1 d2d2

6 Aufgabe 1 b) K 2 [€]K 1 [€] Optimaler Standort: Min (K 1 + K 2 )  M 2 t 1 ↓  K 1 = m 1 t 1 d 1 K 2 = m 2 t 2 d 2 Gesamttransportkosten = K 1 + K 2 d1d1 d2d2 M 1 : Herkunftsort des Vorproduktes M 2 : Absatzmarkt d 1 : Entfernung zum Lieferant d 2 : Entfernung zum Markt m 1, m 2 : Gewichte t 1, t 2 : Spezifische Transportkosten M1M1 M2M2

7 M1M1 M2M2 Aufgabe 1 c) K 2 [€]K 1 [€] K 1 = m 1 t 1 d 1 K 2 = m 2 t 2 d 2 2 M*M* d1d1 d2d2 M 1 : Herkunftsort des Vorproduktes M 2 : Absatzmarkt d 1 : Entfernung zum Lieferant d 2 : Entfernung zum Markt m 1, m 2 : Gewichte t 1, t 2 : Spezifische Transportkosten Gesamttransportkosten = K1 + K2 Optimaler Standort: Min (K 1 + K 2 )  M*

8 Aufgabe 2 (Raum und Monopol) a)Begründen Sie, dass Unternehmen durch ihre Standortwahl Monopol- macht entfalten können. b)Zeigen Sie, dass ein Monopolist, der seinen Produktpreis räumlich differenzieren kann, die zusätzlichen Transportkostenzunahme bei steigender Entfernung zum eigenen Standort nicht vollständig auf den Preis überwälzt.

9 Annahmen: Unternehmen A und B produzieren homogene Güter Eindimensionales Marktgebiet (repräsentiert durch die Strecke OL) Konsumenten verteilen sich gleichmäßig im Marktgebiet c: Produktionskosten t: Spezifische Transportkosten d a, d b : Entfernung vom Standort A Aufgabe 2 a) Kosten [€] Marktregion AMarktregion B c B c + t d b c + t d a O L

10 Unternehmen A und B produzieren homogene Güter Eindimensionales Marktgebiet Konsumenten verteilen sich gleichmäßig im Marktgebiet c a, c b : Produktionskosten (c a < c b ) t: Spezifische Transportkosten (t > 0) d a, d b : Entfernung vom Standort A Aufgabe 2 a) Kosten [€] Marktregion A Marktregion B caca B c b + t d b c a + t d a cbcb Je niedriger die Produktionskosten, desto größer ist die Marktregion der UNen! Relativ ineffizienter Anbieter (UN B) erhält räumliche Monopolmacht durch Transportkosten und kompensiert teilweise die (produktionstechnische) Ineffizienz!

11 A Aufgabe 2 a) Kosten [€] Marktregion A Marktregion B caca B c b + t b d b c a + t a d a Unternehmen A und B produzieren homogene Güter Eindimensionales Marktgebiet Konsumenten verteilen sich gleichmäßig im Marktgebiet c a, c b : Produktionskosten (c a < c b ) t a, t b : spezifische Transportkosten (t a > t b > 0) d a, d b : Entfernung vom Standort Vollständige Marktbeherrschung durch ein Unternehmen bei hohen Transportkosten unwahrscheinlich cbcb

12 Aufgabe 2 b) Idee: Monopolist kann Preis nach Marktregionen variieren. Der Markt zerfalle in m = 1,...,M Regionen. Gewinnmaximierung: Im Optimum gilt für jede Region: Grenzerlös gleich Grenzkosten.

13 Aufgabe 2 b) räumliche Betrachtung: An jedem Standort wird der Erlös um die Transportkosten (td) geschmälert. Greenhut (1970) und Greenhut/Ohta (1975): Bei Preisdiskriminierung 3. Ordnung ist der Grenzerlös abzüglich Transportkosten für alle Standorte gleich. Annahmegemäß wird GE - td = k gesetzt, was impliziert, dass k hinsichtlich der Entfernung (d) invariant ist, so dass für alle Standorte gilt: Für die Ermittlung der Preisreaktion aufgrund der Änderung der Entfernung gilt: (wobei zur Vereinfachung t = 1 gilt) Erinnerung: Preiselastizität der Nachfrage ist definiert durch:

14 Aufgabe 2 b)

15 Aufgabe 3 (Hotelling) Zeigen Sie, dass strategische Interaktion zwischen Unternehmen in der Standortwahl zu einem gesellschaftlich suboptimalen Ergebnis führen kann. Begründen Sie, dass Unternehmen durch ihre Standortwahl Monopolmacht entfalten können.

16 Unternehmen A und B produzieren homogene Güter Eindimensionales Marktgebiet Konsumenten verteilen sich gleichmäßig im Marktgebiet t: Spezifische Transportkosten d: Entfernung vom Standort Transportkosten = t*d A Aufgabe 3 Kosten [€] Marktregion A in Periode 1Marktregion B in Periode 1 BA‘ Marktregion A in Periode 2Marktregion B in Periode 2 Marktregion A in Periode 3Marktregion B in Periode 3 B‘AB Nash GG

17 A Aufgabe 3 Kosten [€] Marktregion A Marktregion B B Marktgrenze AB Gesamtwirtschaftliche Verluste = - Unternehmen A und B produzieren homogene Güter Eindimensionales Marktgebiet Konsumenten verteilen sich gleichmäßig im Marktgebiet t: Spezifische Transportkosten d: Entfernung vom Standort Transportkosten = t*d


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