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Herausforderungen und Chancen gelungener Integration - am Beispiel des Genoveva-Gymnasiums in Köln Mülheim Philipps-Universität Marburg Fachbereich 21:

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1 Herausforderungen und Chancen gelungener Integration - am Beispiel des Genoveva-Gymnasiums in Köln Mülheim Philipps-Universität Marburg Fachbereich 21: Erziehungswissenschaften Wintersemester 2013/14 EGL M10: Verantwortungspartnerschaften – Gemeinsam anders sein! Interkulturelles Lernen – eine Schlüsselkompetenz des 21. Jahrhunderts Leitung: Herr Hartmut Schrewe, Herr Helmut Frenzl Referenten: Hendrik Heyd, Rouven Heynmöller, Daniel Mörchen

2 Gliederung Soziokulturelle Hintergründe Köln Mülheims
Fragen & Antworten bezüglich der Herausforderungen Neuere Entwicklungen und Blick in die Zukunft Quellenverzeichnis

3 Soziokulturelle Hintergründe Köln Mülheims: Stadtbezirk Mülheim
bestehend aus 9 Stadtteilen & ca. Einwohnern gute Lage durch Anbindung an den Rhein ein großer Hafen & Eisenbahnverbindung ermöglichten Entwicklung großer Werke Heute Ansiedlung innovativer Firmen (IT-Branche) auf Arealen alter Industrieunternehmen Attraktivität durch große Veranstaltungszentren (E-Werk, Palladium), aber auch Einkaufsmeilen

4 Soziokulturelle Hintergründe Köln Mülheims: Stadtteil Mülheim
bevölkerungsreichster Stadtteil Kölns mit Einwohnern, davon (29,2 %) Migranten

5 Soziokulturelle Hintergründe Köln Mülheims: Stadtteil Mülheim
seit 19. Jahrhundert bis Nachkriegszeit bedeutender Industriestandort ehemaliger Arbeiterstadtteil heutzutage geprägt durch wirtschaftliche Umbrüche > soziokulturelle Problemlagen > ethnische Segregation sowie soziale Verinselung Keupstraße exemplarisch für Milieubildung (98% Anteil an Migranten), dennoch gutes Vorbild für Integration

6 Soziokulturelle Hintergründe Köln Mülheims: Wirtschaft & Zuwanderung als Teil Mülheims
von Entstehen eines Eisenbahnknotenpunktes in Mülheim daneben Industrialisierung kleiner, rasch expandierender Unternehmen (Bergmann&Simons, Lindgen, Rasquin, Zypern & Charlier sowie Deutz) Ansiedlung v. F&G: Wachstum v. 3000% in 25 Jahren (160 -> 4800 Beschäftigte) um 1916 viele Kriegsgefangene im Industriezentrum Mülheim eingesetzt Zwangszuwanderung: 3000 – 5000 Zwangsarbeiter in Betrieben F&G, Rasquin, Lindgen, Bergmann&Simons

7 Soziokulturelle Hintergründe Köln Mülheims: Wirtschaft & Zuwanderung als Teil Mülheims
Zuwanderung durch Flüchtlinge aus den Ostgebieten viele Zuwanderer aus Italien, Griechenland, Spanien, Türkei Portugal, Jugoslawien aufgrund geschlossener Anwerbeverträge 1973 zwar Anwerbestopp, doch nun verstärkter Nachzug von Familienmitgliedern 1980 Zuwanderung v. Menschen mit deutschem Migrationshintergrund aus Osteuropa „man wollte Arbeitskraft, die man je nach Konjunkturlage entweder holen oder wegschicken konnte, doch es blieben Menschen mit Beziehungen und Familien (!)“ seit 80er Jahren anhaltender Prozess d. Arbeitsplatzabbaus und d. Schließung

8 Soziokulturelle Hintergründe Köln Mülheims: Keupstraße als Bsp
Soziokulturelle Hintergründe Köln Mülheims: Keupstraße als Bsp. für gelungene Integration durch Zuwanderung v. Flüchtlingen nach 2. WK und Arbeitsmigration in den 60ern migrationsgeprägtes Viertel seit 1874 für Bedürfnisse der Industrie Mülheims gebaute Wohnungen dort siedelten über die Jahre Menschen unterschiedlichster Herkunft sowie Religion Erst letzte (türk.) Gastarbeiterwelle zur Zeit der vertraglich vereinbarten Anwerbung verblieb in der Keupstraße Mit Entindustrialisierung Mülheims ging Arbeitslosigkeitswelle einher

9 Soziokulturelle Hintergründe Köln Mülheims: Keupstraße als Bsp
Soziokulturelle Hintergründe Köln Mülheims: Keupstraße als Bsp. für gelungene Integration ohne Verdienstmöglichkeiten flohen alteingessesene Besitzer und ließen ihre Geschäfte zurück > zurückbleibt ein zerfallender Stadtteil nach und nach übernahmen türk. Migranten leerstehende Lokale und Läden, da Selbstständigkeit einzige Weg aus Arbeitslosigkeit bot allmähliche Sanierung und Wiedereröffnung der Gebäude > heute bietet die Straße ein attraktives Bild und zwar gerade aufgrund ihrer orientalischen Inszenierung > man darf die Straße nicht (!) als türk. Parallelgesellschaft betrachten, sondern als ein lokales Arrangement, welches die Lebenslage der Menschen darstellt

10 „Heute gibt es am Genoveva-Gymnasium viele Schüler aus Familien mit Zuwanderungsgeschichte; wir verzichten jedoch bewusst auf theoretische, akademische Integrationskonzepte. Die Formen des Zusammenlebens unserer Schulgemeinde haben wir in unserem Schulvertrag geregelt. Im Mittelpunkt steht immer der Lernerfolg des Schülers – und nicht ein möglicher Migrationshintergrund.“ (http://www.genoveva-gymnasium.de/ueber-das-geno/)

11 Fragen & Antworten bezüglich der Herausforderungen Zusammensetzung der Schülerschaft:
„Was und wer war ausschlaggebend für die Vielzahl an integrativen Maßnahmen, wie Tanzunterricht, Sprachförderung, Schulvertrag etc.?“ 70% Migrationshintergrund Nationalitäten 42 verschieden Sprachen Pro Jahr Aufnahme von 12 SuS ohne jegliche Deutschkenntnisse

12 Film „War eine Bereitschaft der Schülerschaft für Veränderung vorhanden?“

13 Fragen & Antworten bezüglich der Herausforderungen Deutsch als Fremdsprache:
Aufnahme von SuS die kein Deutsch sprechen Voraussetzung: gute Noten 4 – 5 Stunden Deutsch zusätzlich Nach ca. 1 Jahr Übergang „Tell me more“

14 Fragen & Antworten bezüglich der Herausforderungen Tanzunterricht:
„Wie werden die Projekte, der Sprach- und Tanzunterricht finanziert?“ Tanzunterricht (seit 06/07) Zusammenarbeit mit „NRW Landesbüro Tanz“ 2 Stunden pro Woche, benotetes Fach Positive Aspekte: Steigerung von Konzentrationsfähigkeit, Selbständigkeit, Selbstbewusstsein, Akzeptanz von Regeln, Selbstdisziplin, Kooperationsfähigkeit, Frustrationstoleranz; Non-verbale Kommunikation, Emotionen, Verantwortung „Wenn man sich erst einmal Berührt hat, dann gibt es keine Fremdheit mehr.“

15 Fragen & Antworten bezüglich der Herausforderungen Weitere Faktoren:
Schulvertrag Lehrerraumprinzip Verbesserte Lernatmosphäre Weniger Vandalismus Chancenwerk Studentennachhilfe -> Sek II Schüler Nachhilfe -> Sek I Schüler Kosten: 10 € / Monat (Sek I Schüler) “Mit welchen außerschulischen Kooperationspartnern arbeitet die Schule zusammen?“

16 „Inwiefern können und wollen die Eltern am Schulleben teilhaben?“
Fragen & Antworten bezüglich der Herausforderungen Weitere Faktoren und Kooperationen: S-E-L Seminar Schüler-Eltern-Lehrer Seminar Alle 2 Jahre Diskussion Schulleben Förderverein Mitglieder AKS: Arbeitskreis Kölner Schulen Suchtvorbeugung: Cicada Köln „Inwiefern können und wollen die Eltern am Schulleben teilhaben?“

17 Neuere Entwicklungen und Blick in die Zukunft
„Neues“ am Geno seit 2011 Ganztagsschule Schüleraustausch-Projekt „Woher kommen wir? Wohin gehen wir?“ Sieger bei Literaturwettbewerben in versch. Sprachen und Ländern Sprach- und Musikexperiment „Turmbau zu Babel“ Vorbild für sowohl deutsche als auch internationale Schulen

18 „Woher kommen wir? Wohin gehen wir?“
Neuere Entwicklungen und Blick in die Zukunft „Woher kommen wir? Wohin gehen wir?“ Schüleraustausch-Projekt mit einer Schule in Delhi finanziert wurde das Projekt von von der Robert-Bosch-Stiftung und dem Goethe-Institut (N. Delhi) 14 indische und 14 deutsche SchülerInnen mehr als ein Jahr Projektarbeit zum Thema Migration und Kultur vor dem Austausch besonderer Aspekt auf persönliche Erfahrungen und Wünsche 2 Wochen Besuch in Delhi und umgekehrt Unterbringung in Gastfamilien

19 „Woher kommen wir? Wohin gehen wir?“
Neuere Entwicklungen und Blick in die Zukunft „Woher kommen wir? Wohin gehen wir?“ Ziel: - fremde Kultur & eigene Kultur kennen lernen - Vorurteile abbauen - respektvoller Umgang mit Neuem - Grenzen abbauen - Integration erfahren und praktizieren

20 Zukunftsperspektive Neuere Entwicklungen und Blick in die Zukunft
“Zukunftsperspektive: Welche Projekte und nächsten Schritte sind geplant?“ mehr individuelle Förderangebote Niveau halten und festigen weitere Projekte in Planung, wie. z.B. ein weiterer Indien-Austausch Vorträge in deutschen Schulen zum Thema „Integration und Vielfalt“ Warum wird diese Integration nicht überall gelebt? “Inwiefern profitieren andere Schulen von Ihren Erfahrungen?“

21 Fragebogen an das Genoveva-Gymnasium Köln
Was und wer war ausschlaggebend für die Vielzahl an integrativen Maßnahmen, wie Tanzunterricht, Sprachförderung, Schulvertrag etc.? Ca musste sich jede Schule in NRW ein Profil zulegen. Dessegen kamen wir , auch in Abgrenzung zu Nachbarschulen, die hatten MINT und einen bilingualen Zweig, auf Tanz. Wir haben ca. 40 unterschiedliche Nationalitäten, ca. 70% unserer Schülerschaft spricht kein deutsch zu Hause, jedes Jahr nehmen wir ca. 12 SuS auf, die gar kein deutsch sprechen. Von daher war der Schwerpunkt Sprachförderung zwingend notwendig Gab es bei der Umsetzung Schwierigkeiten? Stichwort größere Belastung der Lehrkräfte, Ressourcenmangel, Politik… und wenn ja, wie wurden diese überwunden? Bei der Umsetzung gab es nur wenig Probleme, Unterstützung von seitens der Stadt war gegeben. Sprachunterricht wird durch 2 zusätzliche Integrationsstellen abgedeckt. Wie werden die Projekte, der Sprach- und Tanzunterricht finanziert? Sprache läuft ganz normal über Lehrerdeputat, Tanzunterricht kostet, 25€ pro Monat. Wird bei ALG II Leuten von der Arge bezahlt. War es schwierig für die Umsetzung die nötigen Ressourcen und Unterstützung zu bekommen, da die Schule in der öffentlichen Wahrnehmung tendenziell einen schlechten Ruf hatte?   Nein, die Stadt hat die Schule unterstützt.

22 War eine Bereitschaft der Schülerschaft für Veränderung vorhanden?
Als wir 2006 mit Tanz anfingen, hatten wir eine Tanzklasse in der 5 und zwei „normale“ Klassen. Jetzt haben wir 2 Tanzklassen und eine „normale“ Klasse. Wir könnten jetzt auch drei Tanzklassen aufmachen. Das Sprachprogramm Tell me More wird momentan von ca. 70 SuS besucht, Tendenz steigend. Inwiefern können und wollen die Eltern am Schulleben teilhaben? Bereitschaft der Eltern auf Teilhabe ist SEHR gering. Zum Teil wg. Sprachproblemen oder kulturellen Hintergründen. Osteuropäische Eltern sind eine Teilhabe in Schule von ihren Ursprungsländern in der Regel nicht gewohnt. Mit welchen außerschulischen Kooperationspartnern arbeitet die Schule zusammen? Stadtteilarbeit? Wir haben eine enge Kooperation in der individuellen Förderung mit “Chancenwerk“ Details finden Sie im Internet.   Zukunftsperspektive: Welche Projekte und nächsten Schritte sind geplant? Sehen Sie im Bezug auf das aktuelle Schulleben noch Verbesserungsbedarf? Durch den Ganztag sind wir gezwungen, mehr individuelle Förderung anzubieten. Hier laufen Vorüberlegungen. Ansonsten ist es für uns wichtig, erst einmal auf hohem Niveau zu konsolidieren. Wir glauben an das Motto “Weniger ist Mehr“   Inwiefern profitieren andere Schulen von Ihren Erfahrungen? "Weiterbildung" anderer Schulen? Chancenwerk ist jetzt an mehreren Schulen in Köln tätig. Wir halten bundesweit Vorträge über „erfolgreiche Integration und Vielfalt“. 2 x im Jahr kommen Lehrerteams über die Bosch Stiftung für eine Woche in unsere Schule

23 Quellenverzeichnis:

24 Quellenverzeichnis:

25 Quellenverzeichnis:


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