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21.11.2014Aktie / Georg Boll1 Aktiengesellschaft : Aktie als Anlageform.

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1 Aktie / Georg Boll1 Aktiengesellschaft : Aktie als Anlageform

2 Aktie / Georg Boll2 Quelle : Handelsblatt: Freitag/Samstag, 17./ Nr.245

3 Aktie / Georg Boll3 Die Bedeutung der Aktiengesellschaft für die Aktionäre für den Geschäftsbetrieb für die Volkswirtschaft  Beteiligung am Produktivvermögen bereits mit geringem Einsatz möglich  Möglichkeit am Wachstum der Wirtschaft teilzuhaben  Risiko ist auf die Einlage / Kaufpreis der Aktie beschränkt  relativ inflationssichere Anlage  Grosse Kapitalkraft durch eine große Zahl von Teilhabern  Durchführung grosser, kapitalintensiver Projekte möglich  Einsatz großer und damit kostengünstiger Produktionseinheiten wird möglich  Einstellung qualifizierten Führungspersonals wird ermöglicht  großer Beitrag zur wirtschaftlichen Gesamtleistung, zur Beschäftigung und zum Steueraufkommen  Möglichkeit zu einer breiten Vermögensbildung  Gefahr der Konzentration in der Wirtschaft durch Grossaktionäre  Gefahr kostenintensiver Gestaltung freundlicher oder feindlicher Übernahmen  Gefahr großer volkswirtschaftlicher Schäden im Insolvenzfall

4 Aktie / Georg Boll4 D i e A k t i e n g e s e l l s c h a f t Wesen der AG  Die AG ist eine Kapitalgesellschaft (juristische Person)  Die Aktionäre haften nicht persönlich für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft  Die Gesellschafter sind mit Einlagen auf das in Aktien zerlegte Grundkapital beteiligt Gründung  Mindestens 1 Gründer  notarieller Abschluss des Gesellschaftsvertrages ( Satzung)  Inhalt : Firma (Firmenname mit Zusatz AG) und Sitz der Gesellschaft  Gegenstand der Unternehmung und Höhe des Grundkapitals ( mindestens Euro)  Nennbeträge der einzelnen Aktie 1 Euro (bzw. Mindestanteilsbetrag einer Stückaktie)  Handelsregisereintragung Wesen der Aktie  Aktie = Wertpapier, das ein Anteils- recht an einer AG verbrieft  Nennwert = auf der Aktie aufgedruckter Betrag  Stückaktie = Bruchteil einer Aktie am Grundkapital  Stückelose Wertrechte bei der Dt. Börse Clearing möglich (Sammelurkunden)  Kurswert = erzielter Preis je Aktie an der Börse  Arten : Inhaberaktien Namensaktien vinkulierte Namensaktien  Gattungen : Stammaktien Vorzugsaktien Rechte der Aktionäre  Recht auf Gewinnanteil ( Dividende ) im Verhältnis der Aktiennennbeträge bzw. der Stückzahl vorhandener Aktien  Stimmrecht  Auskunftsrecht in der Hauptversammlung

5 Aktie / Georg Boll5 Aufsichtsrat Die Organe der Aktiengesellschaft Hauptversammlung ( HV )Vorstand A K T I O N Ä R E gibt Anweisungen wählt einen Teil auf vier Jahre wählt auf höchstens fünf Jahre und kontrolliert A R B E I T N E H M E R

6 Aktie / Georg Boll6  Wahl eines Teils des Aufsichtsrates  Beschluss über die Verwendung des Bilanzgewinnes  Beschluss über die Abdeckung des Bilanzverlustes  Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat  Bestellung der Abschlussprüfer  Beschlüsse über Satzungsänderungen, Kapitalveränderungen  Beschluss über die Auflösung der AG Hauptversammlung ( HV ) (= Versammlung der Aktionäre ) Die Organe der Aktiengesellschaft

7 Aktie / Georg Boll7  Bestellung und Überwachung des Vorstandes (Bezahlung...Wettbewerbsverbote...)  Prüfung des Jahresabschlusses, des Geschäftsberichts und des Vorschlags zur Verwendung des Bilanzgewinns  Vorschlag zur Deckung des Bilanzverlustes  Einberufung einer außerordentlichen HV, wenn es das Wohl der Gesellschaft erfordert  Abberufung des Vorstandes bei Vorliegen eines wichtigen Grundes Aufsichtsrat Die Organe der Aktiengesellschaft

8 Aktie / Georg Boll8  Geschäftsführung  Vertretung  Vorlage des Jahresabschlusses  Vorschlag für die Gewinnverteilung;  Vorschlag zur Abdeckung des Bilanzverlustes  Jährliche Einberufung der ordentlichen HV  Jahresabschluss im Handelsregister eintragen und veröffentlichen lassen (Publizitätspflicht) Vorstand Die Organe der Aktiengesellschaft

9 Aktie / Georg Boll9 Die Rechtsstellung des Aktionärs  Anspruch auf Auszahlung des Gewinnanteils ( Dividende ), der in der Hauptversammlung beschlossen wird  Bezugsrecht bei der Ausgabe junger Aktien oder Wandel-/ Optionsanleihen  Stimmrecht und Auskunftsrecht in der Hauptversammlung  Anspruch auf Anteil am Liquidationserlös des Unternehmens  Leistung der Einlage in Höhe des Nennwertes und eines eventuellen Aufgeldes ( Agio )  Die Haftung beschränkt sich auf die Einlage RechtePflichten

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14 Aktie / Georg Boll14 Stammaktien Normalfall, allgemeines Stimmrecht. Dividendenbezug bzw. Liquidationsanteil Vorzugsaktien Stimmrechtsausschluss möglich § 12 Abs. 1 S. 2 AktG Mehrstimmrechtsaktien sind nach § 12 Abs.2 AktG unzulässig. Anspruch auf Vorzugsdividende (mit oder ohne Nachzahlungspflicht) bzw. Anspruch auf Vorzugserlös bei der Liquidation Aktien nach dem Inhalt des verbrieften Rechts und der wertpapierrechtlichen Übertragbarkeit

15 Aktie / Georg Boll15 Orderpapier auf den Namen des Aktionärs lautend, Übertragung durch Einigung, Übergabe und Indossament oder durch Abtretung gem. §§ 413, 398ff., 952 Abs.2 BGB Inhaberaktien Normalfall, auf den Inhaber lautend, Übertragung nach §§ 929 ff. BGB. Ausgeschlossen, wenn Kapital noch nicht voll einbezahlt : dafür Ausgabe von "Zwischenscheinen“ Namensaktien vinkulierte Namensaktien Orderpapier, auf den Namen des Aktionärs lautend, Übertragung durch Einigung, Übergabe und Indossament oder durch Abtretung gem. §§ 413, 398ff., 952 Abs.2 BGB Zur Übertragung ist die Zustimmung der Gesellschaft erforderlich. Aktien nach dem Inhalt des verbrieften Rechts und der wertpapierrechtlichen Übertragbarkeit

16 Aktie / Georg Boll16 Durch Einigung und Übergabe Durch Einigung und Übergabe des indossierten Papiers (Praxis : Zession) + Umschreibung im Aktienbuch Durch Einigung und Zustimmung der AG und Übergabe des indossierten Papiers (Praxis : Zession) + Umschreibung im Aktienbuch OrderpapiereInhaber papiere Gewähren dem Aktionär die gesetzlichen und satzungs- mäßigen Rechte Gewähren dem Aktionär gegenüber dem Inhaber von Stammaktien einzelne Vorrechte Jeweils mit MehrstimmrechtVorzugsdividendeErhöhtem Anteil am Liquididationserlös Der Aktionär hat ein verstärktes Stimmrecht in der Hauptversammlung Grundsätzlich verboten, jedoch Genehmigung durch den Landeswirtschaftsminister möglich Der Aktionär hat einen erhöhten Dividendenanspruch In der Regel kein Stimmrecht Der Aktionär hat Sonderrechte bei der Auflösung der Gesellschaft z.B. das Recht auf vorrangige Befriedigung aus dem Liquidationserlös Alle Aktien, die vor einer Kapitalerhöhung im Umlauf waren Alle Aktien, die nach einer Kapitalerhöhung im Umlauf sind, bis sie rechtlich den alten Aktien angeglichen sind Normalfall: Der Kreis der Erwerber ist unbe- schränkt Aktien, die den Beleg- schafts- mitglie- dern angeboten werden Repriva- tisierung des Bundes- vermö- gens (VW) Nach ihren Erwerbern Gewöhn- liche Aktien Beleg- schafts- Aktien Volks- Aktien A r t e n d e r A k t i e n Junge Aktien Alte Aktien Nach ihrem AusgabezeitpunktNach ihren Rechten Vorzugs- aktien Stamm- aktien Nach der Übertragung des Eigentums Inhaber aktien Namens- aktien Vinkulierte Namens- aktien

17 Aktie / Georg Boll17 Besondere Risiken bei Aktienanlagen Stimmrechtsverschiebungen „Squeeze Out“ von Minderheitsaktionären Gefahr des Verlustes der schnellen Verfügbarkeit bei Streichung aus dem Börsenhandel Gefahr wirtschaftlicher Verluste der AG bis hin zur Insolvenz bzw. Aufkauf durch „Investor“ negative Entwicklung des Aktienkurses von der Kursprognose abweichende Kurse erwartete Dividenden fallen ganz oder teilweise aus Änderung/ Verlust von Aktionärsrechten Einstellung des Börsenhandels (Delisting) Unternehmerisches Risiko Kursrisiko Dividendenrisiko mangelhafte oder „parteinützliche“ Informationen Fehlinterpretation von Informationen Beratungsrisiko

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20 Aktie / Georg Boll20 Verfahren der Aktienanalyse FundamentalanalyseTechnische Analyse /Chartanalyse...welche Aktie soll ich kaufen / verkaufen...?...wann soll ich kaufen / verkaufen...? Auswertung von Daten, die über das Unternehmen im Umlauf sind  unterbewertete Aktien = Kauf wird empfohlen  überbewertete Aktien = Verkauf wird empfohlen versucht Kauf- bzw. Verkaufssignale aus typischen Erscheinungsformen von Charts abzuleiten

21 Aktie / Georg Boll21 Fundamentalanalyse GlobalanalyseBranchenanalyseEinzeltitelanalyse Konjunktur Zinsen Branchenklima Auftragseingänge Kennzahlen Managementqualität

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24 Aktie / Georg Boll24... „Wer Aktien beurteilen will, kommt um Konzernbilanzen und Kennziffern nicht herum. Anleger sollten dabei mehrere Größen im Blick behalten.“... Jörg Hackhausen, Christian Panster Frankfurt, in : Handelsblatt Freitag/Samstag, 22./ , Nr. 205 Die Qual der Zahl

25 Aktie / Georg Boll25 Jörg Hackhausen, Christian Panster Frankfurt, in : Handelsblatt Freitag/Samstag, 22./ , Nr. 205 Die Dividendenrendite ergibt sich aus dem Verhältnis aus der Dividende und dem aktuellen Aktienkurs. Allgemein gilt: Je höher die Dividendenrendite, desto rentabler ist eine Aktie. Die Dividendenrendite Dividendenrendite = Bruttodividende Aktienkurs * 100

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29 Aktie / Georg Boll29 eine der wichtigsten Kennzahlen, um die Ertragskraft eines Unternehmens zu beurteilen. Der Cash-Flow aus dem operativen Geschäft zeigt das Saldo aus Mittelzufluss und -abfluss an, lässt Rückschlüsse auf frei verfügbare Mittel eines Unternehmens zu. Im Gegensatz zu den verschiedenen Gewinnkennziffern lässt sich der Cash Flow kaum durch Bilanzgestaltung schön rechnen. Er eignet sich besonders gut, um Unternehmen innerhalb einer Branche zu vergleichen. Nachteil: Der Cash Flow schwankt stark. Vergleiche über mehrere Jahre sind schwierig. Ein niedriges Kurs-Cash-Flow-Verhältnis (KCV) deutet darauf hin, dass der Kurs im Vergleich zum Cash Flow günstig ist. Im Verhältnis zum Aktienkurs zeigt der Cash-Flow an, mit welchem Faktor die Ertragskraft eines Unternehmens an der Börse bewertet wird. Der Cash-Flow - Kurs-Cash-Flow-Verhältnis (KCV)

30 Aktie / Georg Boll30 Bestimmung des Cash - Flow Bilanzgewinn ( bzw. Bilanzverlust ) + Zuführung zu den Rücklagen (./. Auflösung von Rücklagen)./. Gewinnvortrag aus der Vorperiode ( + Verlustvortrag aus der Vorperiode ) = Jahresüberschuss + Abschreibungen (./. Zuschreibungen ) + Erhöhung der langfristigen Rückstellungen (./. Verminderung der langfristigen Rückstellungen = Cash Flow ( aus externer Sicht) Perridon, Steiner: Finanzwirtschaft der Unternehmung, 10. überarb.Aufl.,München1999 S.542 ff.

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32 Aktie / Georg Boll32 ob ein Unternehmen an der Börse günstig bewertet ist oder nicht, zeigt das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV). Die Vermögenswerte eines Unternehmens werden in das Verhältnis zum aktuellen Aktienkurs gesetzt. Das KBV spielt für Value-Investoren wie Graham und Buffett eine große Rolle. Der Buchwert spiegele den „wahren“ Wert eines Unternehmens wider. Wird ein Unternehmen an der Börse unter seinem Buchwert gehandelt, schließt der Value-Investor darauf, dass der Markt den eigentlichen Wert unterschätzt. Die grobe Regel lautet: Je niedriger das KBV, desto größer das Kurspotenzial – vorausgesetzt, dem Unternehmen drohen in absehbarer Zukunft keine heftigen Abschreibungen oder gar die Pleite. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV)

33 Aktie / Georg Boll33 Handelsblatt Investor 27./28./29. Juli 2007, NR. 143

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35 Aktie / Georg Boll35 KBV : Der Buchwert (Bilanzkurs) gezeichnetes Kapital + Rücklagen + Bilanzgewinn Gesamtzahl der Aktien Buchwert = gezeichnetes Kapital + Rücklagen + Bilanzgewinn + stille Reserven Gesamtzahl der Aktien Substanzwert = Kurs-Buchwert -Verhältnis = Kurs der Aktie Buchwert der AG

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37 Aktie / Georg Boll37 Verhältnis von Aktienkurs zu Unternehmensgewinnen. Faustregel :Je niedriger das KGV umso besser. Kritik:Es gibt kaum eine Größe, bei der die Unternehmen besser „gestalten“ können als beim Gewinn: - Welcher Gewinn ist gemeint? - Gewinn vor Steuern? - Was ist mit den Abschreibungen? - Ist es der Gewinn des abgelaufenen Jahres? - Ist der erwartete Gewinn für das kommende Jahr? Gerade in guten Börsenphasen sind die Gewinnerwartungen der Analysten oft übertrieben. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)

38 Aktie / Georg Boll38 Verhältnis von Aktienkurs zu Unternehmensgewinnen. Ein niedriges KGV kann täuschen und den Anleger auf die falsche Fährte führen. Sollten sich die Experten bei ihren Schätzungen vertan haben, wird aus einer günstigen schnell eine teure Aktie. Man sollte nicht nur auf die Gewinne eines einzigen Jahres achten. Ein gutes Unternehmen sollte über viele Jahre bewiesen haben, dass es profitabel arbeitet. Ein einziger Ausreißer nach oben ist noch lange kein Qualitätssiegel. Der legendäre Investor Benjamin Graham empfiehlt Anlegern, nur Aktien auszuwählen, deren aktuelles KGV weniger als 40 Prozent des höchsten KGV der vergangenen fünf Jahre beträgt. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)

39 Aktie / Georg Boll39 Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) Kurs – Gewinn – Verhältnis = Aktienkurs erwarteter Gewinn pro Aktie Ermittlung des Gewinns : Nach Regeln der „Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management“ (DVFA)

40 Aktie / Georg Boll40

41 Aktie / Georg Boll41 Eine von Anlegern meist vernachlässigte Größe Der aktuelle Aktienkurs eines Unternehmens wird in Beziehung zu den Umsätzen gesetzt. Dabei liefert das KUV sehr verlässliche Hinweise darauf, ob eine Aktie möglicherweise interessant sein könnte - oder nicht. Anders als der Gewinn lassen sich die Umsätze nicht so leicht manipulieren. Je niedriger der Wert desto besser. Besonders wichtig ist diese Zahl bei sehr jungen Unternehmen, die noch keine oder nur sehr geringe Gewinne erwirtschaften. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV)

42 Aktie / Georg Boll42 Das Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) Kurs-Umsatz-Verhältnis = Kurs der Aktie Umsatz der AG

43 Aktie / Georg Boll43 Je höher die Marktkapitalisierung, also der aktuelle Börsenwert eines Unternehmens, umso geringer die Kursschwankungen. Zwar schwankt der Aktienkurs großer Konzerne im langfristigen Durchschnitt weniger stark als der von kleineren Unternehmen. Eine Garantie gegen Kursverluste ist das aber nicht. Während der Finanzkrise verloren auch so hochkapitalisierte Dax-Aktien wie Eon oder Siemens kräftig an Wert. Die Marktkapitalisierung

44 Aktie / Georg Boll44 Wie rentabel arbeitet das Eigenkapital eines Unternehmens? „Eine günstige Entwicklung der Eigenkapitalrendite wird von der Börse honoriert“, Die Kennzahl berechnet sich aus dem Verhältnis des Gewinns zum Eigenkapital. Je höher der Wert desto besser. Allerdings gibt es – wie beim KGV – auch hier ein definitorisches Problem. Welcher Gewinn ist gemeint, was wird als Eigenkapital gezählt? Je nach Rechnungslegung kann es so zu großen Unterschieden kommen. Die Eigenkapitalrendite

45 Aktie / Georg Boll45 Jörg Hackhausen, Christian Panster Frankfurt, in : Handelsblatt Freitag/Samstag, 22./ , Nr. 205

46 Aktie / Georg Boll46 Die Volatilität einer Aktie ist im engeren Sinne keine Kennziffer zur Unternehmensbewertung. Trotzdem sollte sie bei der Aktienauswahl eine Rolle spielen, insbesondere bei vorsichtigen Anlegern. Die historische Volatilität zeigt an, wie stark der Kurs in einem bestimmten Zeitraum durchschnittlich bewegt hat – nach oben wie nach unten. Je größer die Kursschwankungen sind, desto größer ist auch die Volatilität der Aktie – und damit meist auch das Risiko. Umgekehrt zeugt eine geringe Schwankungsbreite von Stabilität. Unternehmen mit einem stabilen Geschäftsmodell sind in der Regel auch an der Börse stabiler. Volatilität

47 Aktie / Georg Boll47

48 Aktie / Georg Boll48 „Risiko-Radar“, von Handelsblatt und der Ratingfirma EDG einmal monatlich veröffentlicht. Untersucht werden die 50 bei deutschen Anlegern beliebtesten Aktien sowie die Standardindizes Dax und Euro-Stoxx-50 sowie die Rohstoffe Gold, Silber und Öl der Marke Brent. Value at Risk Basis für die Risikoanalyse ist das Konzept des „Value at Risk“. Das Grundprinzip : „Der Value at Risk gibt den Verlustbetrag an, der mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit bei einer vorgegeben Haltedauer nicht überschritten wird. Bei einer Anlage von Euro bedeutet ein Value at Risk von Euro, dass der Anleger mit einer Wahrscheinlichkeit von 99 Prozent in den nächsten zehn Tagen nicht mehr als Euro verlieren könnte. Auf Basis des errechneten Value at Risk werden die verschiedenen Anlagen in Risikoklassen von eins für „sicherheitsorientiert“ bis fünf für „spekulativ“ eingestuft.

49 Aktie / Georg Boll49 Value at Risk

50 Aktie / Georg Boll50 Die Charttechnik (auch technische Analyse oder Chartanalyse) ist eine Form der Aktienanalyse, bei der durch die Beurteilung von Charts kurz- und mittelfristige Kursprognosen gestellt werden. Ziel der Chartanalyse ist es, die Regelmäßigkeiten in Kursverläufen zu erkennen und daraus Handelssignale zu gewinnen. Chartanalysen werden von sog. Chartisten durchgeführt. Sie versuchen anhand von Indikatoren und charttypischen Formationen mögliche Kursentwicklungen vorauszusagen. Wirtschaftliche Informationen über das Unternehmen und Unternehmenskennzahlen spielen bei der Chartanalyse keine Rolle. Charttechnik

51 Aktie / Georg Boll51 Wichtige Begriffe der Charttechnik: - Chart - Candlestick-Diagramm (Kerzenchartanalyse) - Balken-Diagramm - Gleitender Durchschnitt - Trendkanal - Widerstandslinie - Unterstützungslinie - W-Formation - M-Formation - Wimpel-Formation - Weitere Indikatoren (Momentum, MACD, RSI etc. ) Charttechnik

52 Aktie / Georg Boll52 Der Chart Ein Chart ist die graphische Darstellung von Kursverläufen einzelner Aktien oder Börsenindizes. Je nach Beobachtungszeitraum werden Tageszahlen oder längerfristige Daten in überschaubaren Kurven abgebildet. Gängige Zeiträume: 1 Woche - 1, 3, 6 Monate - 1, 3, 5 Jahre. Intraday-Charts zeigen den Kursverlauf innerhalb eines Tages. Chart

53 Aktie / Georg Boll53 Der Chart (Linien-Chart)

54 Aktie / Georg Boll54 Der Chart (Linien-Chart)

55 Aktie / Georg Boll55 Candlestick-Diagramm (Kerzenchartanalyse) Ein Candlestick-Diagramm stellt Kursveränderungen in einer bestimmten Form dar: Der Körper der Kerze zeigt die Differenz zwischen Eröffnungs- und Schlusskurs. Kursanstieg wird grün, Kursverlust wird rot dargestellt. Die Dochte an der Kerze zeigen die Höchstkurse (oben) und die Tiefstkurse (unten) an. Ein Candlestick-Diagramm zeigt die Stimmungen an den Märkten.

56 Aktie / Georg Boll56 Candlestick-Diagramm (Kerzenchartanalyse)

57 Aktie / Georg Boll57 Candlestick-Diagramm (Kerzenchartanalyse)

58 Aktie / Georg Boll58 Balken-Diagramm Ein Balken-Diagramm zeigt zusätzlich zum Kursverlauf die Kursschwankungen innerhalb eines Tages an. Die Länge des Balkens zeigt die Differenz zwischen Eröffnungs- und Schlusskurs. Der entsprechende Eröffnungs- bzw. Schlusskurs wird durch zusätzliche horizontale Striche eingetragen.

59 Aktie / Georg Boll59 Balken-Diagramm

60 Aktie / Georg Boll60 Balken-Diagramm

61 Aktie / Georg Boll61 Gleitender Durchschnitt Ein gleitender Durchschnitt stellt die Kursbewegungen von Aktien einheitlicher und übersichtlicher dar. Er wird als Linie in einen Chart eingezeichnet. Gängige Betrachtungszeiträume: 38, 90, 100 oder 200 Tage.

62 Aktie / Georg Boll62 Gleitender Durchschnitt

63 Aktie / Georg Boll63 Trendkanal Der Trendkanal besteht aus einer oberen Widerstandslinie und einer unteren Unterstützungslinie. Anhand des Trendkanals kann der Anleger die generelle Richtung einer Kursentwicklung erkennen.

64 Aktie / Georg Boll64 Trendkanal

65 Aktie / Georg Boll65 Trendkanal

66 Aktie / Georg Boll66 Widerstandslinie Die Widerstandslinie zeigt, dass auf einem bestimmten Kursniveau das Angebot die Nachfrage nach Aktien übersteigt. An dieser Stelle neigt der Aktienkurs deswegen tendenziell zur Schwäche. Die Widerstandslinie ist das Gegenstück zur Unterstützungslinie. Der rote Punkt beschreibt ein Kaufsignal.

67 Aktie / Georg Boll67 Unterstützungslinie Die Unterstützungslinie bezeichnet die untere Begrenzungslinie eines Trendkanals. Wird diese Linie oft durchbrochen, sinkt häufig der Kurs der Aktie. Die Unterstützungslinie ist das Gegenstück zur Widerstandslinie. Der rote Punkt beschreibt ein Verkaufssignal.

68 Aktie / Georg Boll68 W-Formation Die W-Formation ist eine der bekanntesten Trendumkehrformationen. Der Gipfelbildung ging ein langer Aufwärtstrend voran. Dem Kursrückgang in der linken Schulter folgt ein weiterer Kursaufschwung, der zu einem neuen Höchststand führt. Anschließend kommt es wieder zu einem Kursrückgang. Dieser sollte unterhalb der linken Schulterspitze zum Ende kommen, damit man von der Ausbildung eines Kopfes sprechen kann. Der rote Punkt beschreibt ein Kaufsignal.

69 Aktie / Georg Boll69 M-Formation Die M-Formation ist ebenfalls eine Trendumkehrformation. Die beiden unteren Spitzen sind markante Tiefpunkte. Sie sind Rückschläge nach kurzen Kursanstiegen. Bei der dann folgenden Abwärtsbewegung werden diese Spitzen unterschritten. Der rote Punkt beschreibt ein Verkaufssignal.

70 Aktie / Georg Boll70 Wimpel-Formation Die Wimpel-Formation ist eine kurzfristige, dreieckige Konsolidierungsformation. Das Volumen geht in der Zeit der Wimpelausbildung stark zurück. Wimpel bestätigen den bisherigen Trend normalerweise. D.h. bei einem Abwärtstrend setzt sich der Ausbruch aus dem Wimpel nach unten fort. Wimpel gelten als verlässliche Kursformationen.

71 Aktie / Georg Boll71 Wimpel-Formation

72 Aktie / Georg Boll72 Weitere Indikatoren Viele Online-Börsendienste bieten mittlerweile die Möglichkeit zusätzliche Indikatoren anzuzeigen, z.B Momentum, MACD, RSI, Slow/Fast Stochastik, Volume Price Trend, Money Flow Index, etc..: (unter Indikator Technik) - (unter Indikatoren) - w.worldstocks.de/Ct/index.php -

73 Aktie / Georg Boll73

74 Aktie / Georg Boll74

75 Aktie / Georg Boll75

76 Aktie / Georg Boll76

77 Aktie / Georg Boll77

78 Aktie / Georg Boll78

79 Aktie / Georg Boll79 Satzungsänderungen bei der AG a l l g e m e i n Kapitalerhöhung nominell :  aus Gesellschaftsmitteln (Kapitalberichtigung) effektiv :  Kapitalerhöhung gegen Einlage  bedinge Kapitalerhöhung  genehmigtes Kapital Kapitalherabsetzung nominell und effektiv :  Herabsetzung des Nennbetrags der Aktie  Zusammenlegung der Aktien  Einziehung von Aktien; Verfahren : -ordentliches Verfahren -vereinfachtes Verfahren s p e z i e l l

80 Aktie / Georg Boll80 Kapitalerhöhung durch Ausgabe junger Aktien Ordentliche (gewöhnliche) Kapitalerhöhung Bedingte Kapitalerhöhung Genehmigtes Kapital Zugang flüssiger Mittel in Höhe der Grundkapitalzunahme und eines evtl. Aufschlages (Agio) auf den Nennwert Erhöhung des Grundkapitals um maximal 50% des bisherigen Grundkapitals, die von der Ausnützung eines Umtausch- oder Bezugsrechtes abhängt Bei  Ausgabe von Wandelschuld- verschreibungen  Ausgabe von Optionsanleihen  Vorbereitung des Zusammen- schlusses von Unternehmen  Ausgabe von Belegschafts- aktien Ermächtigung des Vorstandes durch Satzungsänderung, das Grundkapital bis zu einem bestimmten Betrag zu erhöhen. Die Ermächtigung kann für höchstens fünf Jahre und für maximal die Hälfte des Grundkapitals ausgesprochen sowie von der Zustimmung des Aufsichtsrates abhängig gemacht werden.

81 Aktie / Georg Boll81 Kapitalerhöhung durch Ausgabe junger Aktien

82 Aktie / Georg Boll82

83 Aktie / Georg Boll83 Möglichkeiten der Alt-Aktionäre bei Kapitalerhöhungen Zukauf fehlender Bezugsrechte Verkauf aller Bezugsrechte Erhöhung der Beteiligung Beibehaltung der Beteiligung Verminderung der Beteiligung Größere Vermögenszuwächse falls der Kurs der Aktie steigt Gleiche Stellung des Aktionärs wie bisher Ausgleich des Bezugsrechtsverzichtes durch Verkaufserlös + Bezug junger Aktien Zukauf zusätzlicher Bezugsrechte Ausübung der vorhandenen Bezugsrechte sofern sie ausreichen Verkauf der Spitzen der Bezugs- rechte

84 Aktie / Georg Boll84 Bsp.1: Möglichkeiten Alt-Aktionäre/Kapitalerhöhungen Erhöhung der Beteiligung Beibehaltung der Beteiligung Größere Vermögenszuwächse falls der Kurs der Aktie steigt Gleiche Stellung des Aktionärs wie bisher + Bezug junger Aktien Zukauf zusätzlicher Bezugsrechte Ausübung der vorhandenen Bezugsrechte Aktionär 1: im Depot : 8 Aktien Bezugsverhältnis : 4:1 Zur Verfügung : 8 BZR = 11 Aktien 8 + 2= 10 Aktien 4 8

85 Aktie / Georg Boll85 Zukauf fehlender Bezugsrechte Verkauf aller Bezugsrechte Erhöhung der Beteiligung Verminderung der Beteiligung Größere Vermögenszuwächse falls der Kurs der Aktie steigt Ausgleich des Bezugsrechtsverzichtes durch Verkaufserlös + Bezug junger Aktien Zukauf zusätzlicher Bezugsrechte Verkauf der Spitzen der Bezugs- rechte Aktionär 2: im Depot : 10 Aktien Bezugs- verhältnis 4:1 Zur Verfügung : 10 BZR Bsp.2: Möglichkeiten Alt-Aktionäre/Kapitalerhöhungen = 13 Aktien = 12 Aktien = 14 Aktien = 10 Aktien

86 Aktie / Georg Boll86 Bezugsrechte : Ausgabe junger Aktien gegen Einlagen Entstehung des Bezugsrechts Die Ausgabe junger Aktien führt zu einer Schmälerung der Rechte der bisherigen Aktionäre, ihre prozentuale Beteiligunsquote sinkt. § 186 AktG: Recht auf Bezug junger Aktien im Verhältnis ihrer bisherigen Beteiligung  jede Aktie besitzt ein Bezugsrecht Währungsumstellung  Umstellung des Grundkapitals auf Euro  Umstellung der Nennwertaktien auf nennwertlose Stückaktien

87 Aktie / Georg Boll87 Jede Aktie besitzt ein Bezugsrecht ! Die AG beschließt das Grundkapital zu verdoppeln, Jeder Aktionär hat das Recht, neue Aktien in Höhe seiner bisherigen Beteiligung zu kaufen Beim Besitz von 1 Stück alter Aktie hat er das Recht 1 Stück neue Aktie zu kaufen Das Bezugsverhältnis berechnet sich aus dem Verhältnis von altem Grundkapital zum neu ausgegebenen Grundkapital in diesem Beispiel : 1 : 1 Bezugsrechte : Ausgabe junger Aktien gegen Einlagen

88 Aktie / Georg Boll88 Bezugsverhältnis bisheriges Grundkapital (m) neu ausgegebenes Grundkapital (n) bei nennwertlosen Stückaktien : Bezugsverhältnis bisherige Anzahl der Aktien (m) Anzahl der neu ausgegebenen Aktien (n) das Bezugsverhältnis wird auf den kleinstmöglichen Nenner gekürzt = = Bezugsrechte : Ausgabe junger Aktien gegen Einlagen

89 Aktie / Georg Boll89 Beispiel : Aktiengesellschaft Grundkapital alt :4 Mio. Euro neue Aktien :1 Mio. junge Aktien 1 Euro Nennwert / Stück Kurs der alten Aktien :280 Euro Kurs der jungen Aktien : 240 Euro Bezugsverhältnis 4 Mio. Euro 1 Mio. Euro = = Bezugsrechte : Ausgabe junger Aktien gegen Einlagen

90 Aktie / Georg Boll90 Ermittlung des Durchschnittskurses : 4 alte Aktien zu 280 Euro:1.120 Euro 1 neue Aktie zu 240 Euro : 240 Euro 5 Aktien1.360 Euro Durchschnittskurs: ( Euro : 5 ) 272 Euro rechnerischer Wert des Bezugsrechts 2 = 3 Kurs der alten Aktien. /. Durchschnittskurs 280 Euro 272 Euro 8 Euro Bezugsrechte : Ausgabe junger Aktien gegen Einlagen

91 Aktie / Georg Boll91 Ein Aktionär, der sein Bezugsrecht nicht ausübt, sondern verkauft, erhält für jede seiner Aktien 8 Euro für ein Bezugsrecht je Aktie. Er gleicht damit seinen Verlust aus, da der Kurs von 280 Euro zunächst auf 272 Euro fallen wird. (Kursnotiz : „ex BR“) Der Käufer junger Aktien muss zu einem Kurs von 240 Euro kaufen und zusätzlich für jede neue Aktie 4 Bezugsrechte zu je 8 Euro = 32 Euro erwerben. ( 240 Euro + 32 Euro = 272 Euro) Durch den Bezugsrechtshandel wird der Kursunterschied zwischen alten und jungen Aktien ausgeglichen Bezugsrechte : Ausgabe junger Aktien gegen Einlagen

92 Aktie / Georg Boll92 Formel : Kurs der alten Aktien Kurs der jungen Aktien Bezugsverhältnis Ka Kn m n B= Ka - Kn m n Bezugsrechte : Ausgabe junger Aktien gegen Einlagen

93 Aktie / Georg Boll93 Ermittlung des Bezugsrechtswerte bei Dividendenvorteil bzw. -nachteil Wird im Jahr der Kapitalerhöhung die Dividendenberechtigung für die alten und für die jungen Aktien unterschiedlich gehandhabt, ergibt sich vor die jungen Aktien eine Bevorzugung bzw. Benachteiligung Die unterschiedliche Dividendenberechtigung muss bei der Berechnung des Bezugsrechtswertes berücksichtigt werden !

94 Aktie / Georg Boll94 Dividendennachteil ( Dn ) Sind die jungen Aktien im Gegensatz zu den alten Aktien nicht für das gesamte Geschäftsjahr dividendenberechtigt, ergibt sich ein Dividendennachteil, der wie eine Verbilligung der jungen Aktie wirkt. laufendes Geschäftsjahr Dividendenberechtigung der alten Aktie Dividendenberechtigung der jungen AktieDividendennachteil

95 Aktie / Georg Boll95 Dividendennachteil ( Dn ) Sind die jungen Aktien im Gegensatz zu den alten Aktien nicht für das gesamte Geschäftsjahr dividendenberechtigt, ergibt sich ein Dividendennachteil, der wie eine Verteuerung der jungen Aktie wirkt. Bei der Berechnung des Bezugsrechtswertes muss dieser Nachteil als Aufschlag auf den Ausgabepreis der jungen Aktien berücksichtigt werden B= Ka - ( Kn + Dn ) m n + 1

96 Aktie / Georg Boll96 Beispiel : Kapitalerhöhung mit Dividendennachteil Eine Aktiengesellschaft erhöht ihr Grundkapital im Verhältnis 4:1 ; Kurs der alten Aktien : 305 Euro/Stück Bezugskurs der jungen Aktien : 205 Euro/Stück Die jungen Aktien sind bei einer erwarteten Dividende für das laufende Geschäftsjahr von 15 Euro/Stück für die Altaktien erst ab dem dividendenberechtigt. Dividendenberechtigung : Altaktien :12 Monate = 15 Euro/Stück junge Aktien : 4 Monate = 5 Euro/Stück Dividendennachteil (Dn) der jungen Aktie : 10 Euro/Stück

97 Aktie / Georg Boll97 Beispiel : Kapitalerhöhung mit Dividendennachteil Rechnerische Wert des Bezugsrechtes : B = ( ) Euro =

98 Aktie / Georg Boll98 Dividendenvorteil ( Dv ) Sind die jungen Aktien im Gegensatz zu den alten Aktien nicht für das gesamte Geschäftsjahr dividendenberechtigt, ergibt sich ein Dividendennachteil, der wie eine Verteuerung der jungen Aktie wirkt. laufendes Geschäftsjahr Dividendenberechtigung der alten Aktie Dividendenvorteil (z.B.: Vorzugsdividende ) Dividendenberechtigung der jungen Aktie

99 Aktie / Georg Boll99 Dividendenvorteil ( Dv ) Sind die jungen Aktien im Gegensatz zu den alten Aktien neben der Dividendenberechtigung mit einer Vorzugsdividende ausgestattet, ergibt sich ein Dividendenvorteil, der wie eine Verbilligung der jungen Aktie wirkt. Bei der Berechnung des Bezugsrechtswertes muß dieser Vorteil als Abschlag auf den Ausgabepreis der jungen Aktien berücksichtigt werden B= Ka - ( Kn - Dv ) m n + 1

100 Aktie / Georg Boll100 Beispiel : Kapitalerhöhung mit Dividendenvorteil Eine Aktiengesellschaft erhöht ihr Grundkapital im Verhältnis 5:1 ; Kurs der alten Aktien :217 Euro/Stück Bezugskurs der jungen Aktien :146 Euro/Stück Die jungen Aktien sind mit einer Überdividende von 5 Euro ausgestattet, bei einer erwarteten Dividende für das laufende Geschäftsjahr von 11 Euro/Stück für die Altaktien erst ab dem dividendenberechtigt. Dividendenberechtigung : Altaktien :12 Monate = 11 Euro/Stück junge Aktien : 9 Monate = 12 Euro/Stück Dividendenvorteil (Dv) der jungen Aktie : 1 Euro/Stück

101 Aktie / Georg Boll101 Beispiel : Kapitalerhöhung mit Dividendenvorteil Rechnerische Wert des Bezugsrechtes : B = 217- ( ) Euro =

102 Aktie / Georg Boll102 Operation Blanche: Aktionär: Kauf ohne zusätzlichem Mitteleinsatz 1.Verkauf aller Bezugsrechte 2.Was würde eine neue Aktie kosten, wenn er keine Bezugsrechte hätte? =Mögliche Investitionssumme =Preis der jungen Aktie + Preis der notwendigen BZR : = Anzahl der möglichen jungen Aktien + Verkaufserlös der evtl. überzähligen BZR

103 Aktie / Georg Boll103 Operation Blanche Ziel :Ausnutzung des Depots ohne eigenen finanziellen Aufwand. Wie viele junge Aktien können erworben werden? Wie viele Bezugsrechte müssen verkauft werden?  Der Aktionär verfügt über 162 alte Aktien  Die Kapitalerhöhung erfolgt im Verhältnis 6:1  Der Kurs der alten Aktie wurde mit 285,-- € festgestellt.  Der Kurs der neuen Aktien wurde auf 180,-- € festgesetzt  Das Bezugsrecht hat demnach einen Wert von 15,-- € Aktionär: Kauf ohne zusätzlichem Mitteleinsatz

104 Aktie / Georg Boll104 6 Bezugsrechte * 15 € = 90,00 € 1 junge Aktie = 180,00 € Preis : 1 Aktie = 270,00 € Preis einer jungen Aktie ohne Bezugsrechtsbesitz Mögliche Anzahl junger Aktien ohne Bezugsrechtbesitz 2.430,00 € : 270 €=9 junge Aktien 162 * 15€ = 2.430,00 € Möglicher Verkaufserlös des Kunden bei 162 Bezugsrechten Anzahl der benötigten Bezugsrechte : (Bezugsverhältnis 6 : 1) 9 junge Aktien* 6 = 54 Bezugsrechte Vorhandene Bezugsrechte :162 Bezugsrechte Zum Verkauf mögliche Bezugsrechte :108 Bezugsrechte Kaufaufwand für die jungen Aktien Bezugsrechtserlöse108 * 15,00 € = 1.620,00 € 9 * 180,00 € = 1.620,00 € Aktionär: Kauf ohne zusätzlichem Mitteleinsatz

105 Aktie / Georg Boll105 Zusatzrecht, das Aktiengesellschaften als Emittenten von Schuldverschreibungen ihren Käufern gewähren. Schuldverschreibungen mit einem solchen Zusatzrecht werden als Wandel- oder Optionsanleihen bezeichnet. Die Unterscheidung zwischen diesen beiden (ähnlichen) Anleihetypen ergibt sich daraus,  ob die Gläubigerrechte aus der Anleihe nach der Ausübung des Bezugsrechtes weiterbestehen (Optionsanleihe) oder  ob sämtliche Gläubigerrechte mit der Ausübung des Bezugsrechtes erlöschen (Wandelanleihe). B e z u g s r e c h t auf A k t i e n Wandel- / Optionsanleihe

106 Aktie / Georg Boll106 Eine Wandelanleihe berechtigt den Inhaber, diese in eine oder mehrere Aktien des Emittenten zu tauschen (wandeln).  Der Inhaber der Wandelanleihe gibt seine Gläubigerrechte auf („Weggabe“ der Anleihe)  und erhält hierfür im Gegenzug die Rechte eines Anteilseigners („Empfang“ von Aktien). Da es sich bei dem Bezugsrecht der Wandelanleihe um ein Recht des Inhabers, nicht aber um eine Verpflichtung zur Wandlung handelt, kann er auch von einer Ausübung absehen und weiterhin in seinem Gläubigerstatus verbleiben. In diesem Fall hat er dann weiterhin einen Anspruch auf die vereinbarte regelmäßige Verzinsung sowie auf die Rückzahlung des Nennbetrages am Ende der Laufzeit der Optionsanleihe W a n d e l a n l e i h e

107 Aktie / Georg Boll107 Das Aktienbezugsrecht wird nicht durch die Anleihe selbst, sondern durch einen Optionsschein (Warrant), der im Emissionszeitpunkt zusammen mit dem Mantel und dem Zinsscheinbogen begeben wird, beim emittierenden Unternehmen geltend gemacht. Der Warrant und die Anleihe sind somit zwei eigenständige Wertpapiere, die auch getrennt voneinander handelbar sind. O p t i o n s a n l e i h e

108 Aktie / Georg Boll108 Werden die Anleihe und der Optionsschein zu einem Wertpapier (der Optionsanleihe) zusammengefasst, so wird die Anleihe mit dem Zusatz m. O. (mit Optionsschein) oder dem Zusatz „cum“ versehen. Anleihen, die ohne Optionsschein gehandelt werden, tragen hingegen den Zusatz o. O. (ohne Optionsschein) oder „ex“. Diese Trennung wird durchgeführt, da auch nach der Ausübung des Bezugsrechts die Anleihe weiterbesteht. In diesem Fall wird der Anleger sowohl Anteilseigner als auch Gläubiger der emittierenden Aktiengesellschaft. Entschließt er sich jedoch dazu, das Bezugsrecht nicht auszuüben oder den Warrant zu verkaufen, so bleibt er lediglich Gläubiger des Unternehmens und erhält die in den Emissionsbedingungen festgelegten Zins- und Tilgungszahlungen. O p t i o n s a n l e i h e

109 Aktie / Georg Boll109 Wandelschuldverschreibung Optionsanleihe Emission L a u f z e i t Laufzeit- ende 1 Wandlungsfrist Optionsfrist Umtausch in eine Aktie o d e r Bezugsrecht + Option auf Bezug einer Aktie 1 2 2

110 Aktie / Georg Boll110 Laufzeit- ende Wandelschuldverschreibung Optionsanleihe Emission L a u f z e i t 1 Wandlungsfrist Optionsfrist Umtausch in eine Aktie o d e r Bezugsrecht + Option auf Bezug einer Aktie Geld oder Aktie Geld und Aktie Sonderfall: Mandatory Klausel: Wandlung am Ende der Laufzeit.

111 Aktie / Georg Boll111 Bei Wandel- und Optionsanleihen müssen in den Emissionsbedingungen zusätzlich die Spezifikationen für den Aktienbezug festgelegt werden. Von wesentlicher Bedeutung sind hierbei:  die Wandlungs- bzw. Optionsfrist (Zeitraum, in dem der Inhaber der Anleihe sein Wandlungs- oder Optionsrecht ausüben darf)  das Wandlungs- bzw. Optionsverhältnis (gibt an, wie viele Aktien für einen Optionsschein bzw. eine Wandelanleihe bezogen werden dürfen)  die Barzuzahlung bei Wandlung (Höhe der Zuzahlung, die der Inhaber zuzüglich zur Hergabe der Wandelanleihe bzw. für den Erwerb der Aktien leisten muss)  den Bezugskurs für die Aktien bei Optionsanleihen (fixierter Preis, zu dem die Aktien bei der Ausübung des Warrants erworben werden dürfen) Spezifikationen für den Aktienbezug Wandel- / Optionsanleihe


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