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Perspektiven und Chancen für Jugendliche ohne Schulabschluss – ohne Lobby? Impulsreferat Auf der 2. Landesjugendkonferenz in Hamburg 2007 am 27. November.

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Präsentation zum Thema: "Perspektiven und Chancen für Jugendliche ohne Schulabschluss – ohne Lobby? Impulsreferat Auf der 2. Landesjugendkonferenz in Hamburg 2007 am 27. November."—  Präsentation transkript:

1 Perspektiven und Chancen für Jugendliche ohne Schulabschluss – ohne Lobby? Impulsreferat Auf der 2. Landesjugendkonferenz in Hamburg 2007 am 27. November 2007 Lutz Wende

2 liederung Gliederung 2 1.Statistische Ausgangslage 2.Prozesse der Bildungssegmentation 3.Der Blick von außen: Anmerkungen zur Situation in Hamburg 4.Potenziale und Alternativen 5.Anforderungen für eine gezielte Übergangsförderung 6.Fazit

3 Zu 1. Statistische Ausgangslage 3 Schulverweigerung (8% manifest, 1,5 % harter Kern) Jugendliche ohne Hauptschulabschluss (HSA) seit 2002 stabil bei 11,5 % aller AbgängerInnen, aber ca. 1/3 der HauptschulabgängerInnen In der Gruppe der Altbewerber ist ein überproportionaler Anteil von Jugendlichen ohne HSA Jugendliche ohne Berufsabschluss seit 1996 stabil bei 11,3 % der 15 – 29-Jährigen bei jungen Menschen mit Migrationshintergrund liegt der Wert bei knapp 30%

4 Zu 1. Statistische Ausgangslage 4 Durch die hohe Einpendlerquote hat der Ungelerntenanteil in Hamburg im Unterschied zu den anderen Bundesländern in den letzten Jahren zugenommen Einstiegsquoten höchste Anzahl an Lehrstellen zu gemeldeten Bewerbern niedrigste Einstiegsquote der einheimischen gemeldeten BewerberInnen gemeldete Ausbildungsplätze gemeldete BewerberInnen versorgte BewerberInnen ca. 8950

5 Zu 1. Statistische Ausgangslage 5 Ausbildungseinmündungen der in Hamburg gemeldeten BewerberInnen beträgt Im schulischen Übergangssystem aktuell ca Personen Im arbeitsmarktpolitischen Übergangssystem mind Personen Weitere Eckwerte: Einpendlerquote über 50 % der Ausbildungseinmündenden höheres Einstiegsalter Altbewerberanteil höher - über dem der sog. frisch Einmündenden Hoher Anteil an Jugendlichen mit Migrationshintergrund

6 Zu 1. Statistische Ausgangslage 6 In Geschäftsstatistik der Berufsberatung nur 309 Jugendliche ohne HSA erfasst Jugendarbeitslosigkeit gesunken (Quote 10,1 %) Arbeitslose Jugendliche vor allem Jugendliche mit schlechtem oder gar keinen Schulabschluss In der Gruppe der Altbewerber ist ein überproportionaler Anteil von Jugendlichen ohne HSA Anteil Jugendliche mit Migrationshintergrund in Ausbildung mit 6% sehr niedrig – dauerhafte Ausgrenzungsgefahr

7 Zu 2. Prozesse der Bildungssegmentation Hauptschule als Restschule – eingeschränktes Entwicklungsmilieu aber immerhin noch 1/3 aller SchulabgängerInnen Übergangsprobleme Einmündungsdauer liegt bei Jugendlichen mit max. HSA bei 13 Monaten 7

8 Zu 2. Prozesse der Bildungssegmentation Prozesse und Mechanismen Leistungsbewertung Öffnung und Schließung von Zugängen (Übergangsproblematik) Zuschreibung von Ausbildungsreife Auswahlverhalten der Unternehmen Branchenstruktur 8

9 Zu 3. Der Blick von Außen – Anmerkungen zur Situation in Hamburg Maßnahmepaket zur Verringerung von Jugendlichen ohne HSA Mehr Gestaltungsspielraum (aber auch mehr Verantwortung) für die einzelne Schule, tw. Senkung der Klassenfrequenzen Zielvereinbarungen, zentrale Vergleichsarbeiten, Kompetenzfeststellung, Praxislerntage, Verbesserung der Berufsorientierung Schulisch ausgerichtetes Programm Ergänzende Angebote Praktiker-Qualifizierung QUAS 9

10 Zu 3. Der Blick von Außen – Anmerkungen zur Situation in Hamburg Da differenzierte Analyse nicht möglich,einige Fragen zum Maßnahmesystem: Werden alle bekannten Problemlagen aufgegriffen? Wie wird auf bestehende Segmentationsprozesse reagiert? Werden Ausgrenzungsprozesse fortgesetzt? Wie wird auf den Verdrängungswettbewerb reagiert? Werden (andere) Zugänge ermöglicht? Gibt es gezielte Angebote zur Qualifizierung (die einer anderen Pädagogik folgen)? 10

11 Zu 3. Der Blick von Außen – Anmerkungen zur Situation in Hamburg Sind parallele Beratungsangebote an der Schule sinnvoll? QUAS Eintritte Jugendliche ohne HSA seit 2003 kontinuierlich zurückgegangen (von 45% auf knapp über 30%) Anteil Jugendlicher mit Migrationshintergrund 22 % Vermittlungsquote Jugendliche ohne HSA 14 % Strategie: Verbesserungen in den Teilsystemen Frage: Führen sie zu Verbesserungen im Gesamtsystem? 11

12 Zu 4. Potenziale und Alternativen 12 Angeblich gesunkene Leistungsfähigkeit gering Qualifizierter beruht im wesentlichen auf Veränderung der Bewertung von Bildungsleistungen – daraus wird dann eine Zuschreibung individueller Leistungsfähigkeit. Gering Qualifizierte verfügen aktuell über ein höheres Bildungsniveau als frühere Generationen. Aus zu gering Qualifizierte werden gering Qualifizierte und dann nicht Beschäftigungsfähige.

13 Zu 4. Potenziale und Alternativen 13 Potenziale sind vorhanden: häufig brauchen sie einfach eine andere Form der Förderung: im schulischen Bereich im individuellen Bereich an den Übergängen (Praktisches Lernen, Projektlernen, Öffnung von Zugängen, Kompetenzorientierung u.a.m.) Alternativen: Kompetenzen fördern Leistungsbewertung ändern Zugänge öffnen Übergangsangebote mit einer anderen Pädagogik

14 Zu 4. Potenziale und Alternativen 14 Perspektiven und Zukunftserwartungen: Sie halten sich schon im Grundschulalter für den Rest ihres Lebens benachteiligt. Sie trauen sich weniger zu, fühlen sich weniger wohl als andere Kinder. (Hurrelmann) Stigma: Nicht den Anforderungen des Arbeitsmarktes zu zu genügen Verbunden mit Selbststigmatisierung; Gefahr sich dem Ausbildungs- und qualifizierten Arbeitsmarkt gänzlich zu entziehen.

15 Zu 5. Anforderungen für eine gezielte Übergangsförderung 15 Transparenz herstellen Daten und Berichte Angebote und Aktivitäten kritisch hinterfragen Strukturwissen und Wissen über Prozesse und Mechanismen Angebote gezielt weiterentwickeln exakte Schnittstellendefinition geklärte und eindeutige Arbeitsteilung zwischen den Subsystemen Etablierung einer Übergabeverantwortung keine Aufbewahrungsmaßnahmen kohärente Angebotsstruktur entwickeln

16 Zu 6. Fazit Bildungsbenachteiligte sind (vor allem) Opfer sozio-struktureller Prozesse Aktivitäten gezielt gegen Ausgrenzungsmechanismen ansetzen Leistungsbewertungen hinterfragen Zugänge anders konzipieren Neue Formen der Kooperation entwickeln Sich dem Bedürfnis nach Distinktion und Segmentation bewusst sein 16

17 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Lutz Wende BERATUNG OrganisationsBERATUNG Hemmergasse Bornheim-Rösberg Tel /


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