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Gleichstellung in der Region – Brandenburg im Spiegel des Gender Index 10.10.2009 Kommunalpolitischer Fachtag für Frauen in Königswusterhausen.

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Präsentation zum Thema: "Gleichstellung in der Region – Brandenburg im Spiegel des Gender Index 10.10.2009 Kommunalpolitischer Fachtag für Frauen in Königswusterhausen."—  Präsentation transkript:

1 Gleichstellung in der Region – Brandenburg im Spiegel des Gender Index Kommunalpolitischer Fachtag für Frauen in Königswusterhausen

2 Ein Überblick Zur Geschichte des Gender-Index Was ist der Gender-Index? Die Indikatoren des Gender-Index Interaktive Portal-Tour Anwendungs- und Nutzungsmöglichkeiten Das Beratungsangebot

3 Geschichte des Gender-Index 1.Ausgangspunkt: Forschungsprojekt Gender Mainstreaming – Strukturpolitik auf dem Weg zu neuen Konzepten, Instrumenten und Implementationsstrategien ( ) Im Auftrag und gefördert von der Hans-Böckler-Stiftung,

4 Geschichte des Gender-Index Aufgaben/Ziele: Ermittlung des Stands geschlechterdifferenzierender Datenquellen zur Umsetzung von Gender Mainstreaming in der deutschen Arbeitsmarkt- und Strukturpolitik auf regionaler Ebene Bewertung der Vergleichbarkeit und des Nutzens unterschiedlicher Informationsquellen zur Bewertung der Chancengleichheit in Deutschland Analyse der gleichstellungspolitischen Erfahrungen, Instrumente und Analysemethoden aus Schweden (Jäm-Index) Bewertung und Umsetzung der schwedischen Jäm-Index- Indikatoren für die Anwendung in der bundesdeutschen chancengleichheitsorientierten Arbeitsmarkt- und Strukturpolitik

5 Geschichte des Gender-Index 2. Schritt: Machbarkeitsstudie Gender Index - eine Landkarte für Deutschland (April 2007) im Auftrag und gefördert von der Hans-Böckler-Stiftung erarbeitet von Mechthild Kopel, Wert.Arbeit GmbH, und Gerhard Engelbrech, Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) Präsentation der Ergebnisse am Aufgabe: Präsentation der vorangegangenen Forschungsergebnisse Exemplarische Darstellung der praktischen Anwendung und der sich daraus ergebenden gleichstellungspolitischen Möglichkeiten eines am schwedischen Jäm-Index orientierten Gender-Index (anhand von 4 Modellregionen)

6 Die Geschichte des Gender-Index 3. Schritt: Die Entwicklung des Gender-Index Beginn: Januar 2008 Grundlagen: Machbarkeitsstudie sowie diverse durch das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung bereitgestellte, nach Geschlecht differenzierende regionale Daten und Analysen (Frauen – Männer – Räume 2007, Arbeitsgruppe Gender-Index: > Hans-Böckler-Stiftung (Leitung) > Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) > Wert.Arbeit GmbH > DGB, Bundesvorstand (Abteilung Gleichstellungs- und Frauenpolitik) Öffentlichkeitswirksame Präsentation: 03. November 2008

7 Was ist der Gender-Index?

8 Der Gender-Index misst die Chancengleichheit oder -ungleichheit von Frauen und Männern in Wirtschaft und Arbeit in Ihrer Region. Er ist das erste bundesweite Messinstrument zum regionalen Vergleich der Gleichstellung von Frauen und Männern Für 19 Indikatoren aus den Bereichen Ausbildung, Erwerbs- leben und Partizipation werden die relativen Abweichungen der Indikatorenausprägung für Frauen und für Männer berechnet. Der Gender-Index ist der Mittelwert dieser 19 relativen Geschlechterdifferenzen.

9 Was ist der Gender Index? Die Auswahl der Bereiche und Indikatoren beruht auf den Ergebnissen der vorhergehenden Studien und intensiven Expertendiskussionen. Maßgebliche Kriterien zur Indikatorenauswahl waren: 1.Aussagekraft im Hinblick auf das Ziel/ den Teilaspekt 2.Verständlichkeit des Indikators 3.Umfassende Abbildung des Teilaspekts 4.Relevanz/ Darstellbarkeit sowohl für Frauen als auch Männer 5.Vollständigkeit der Daten für alle Stadt- und Landkreise

10 Was ist der Gender Index? Die Formel zur Berechnung des Gender-Index lehnt sich an den schwedischen Jäm-Index an und wurde vor allem wegen seiner Anschaulichkeit und Nachvollziehbarkeit gewählt. Statistische Tests unterstützen den Gender-Index als geeignetes Messinstrument der regionalen Gleichstellung von Frauen und Männern.

11 Was ist der Gender-Index? Chancen (1) Er erhöht das Wissen um Defizite und Potenziale in Bezug auf Chancengleichheit, und erweitert damit die Kompetenzen der handelnden AkteurInnen Der Gender-Index bietet erstmals die Möglichkeit den Stand der Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern auf Kreis-/ Stadt-Ebene kompakt zusammenzuführen und darzustellen Er stellt Transparenz bei den regionsspezifischen Umsetzungen von Chancengleichheit her, um so Disparitäten entgegen zu wirken

12 Was ist der Gender-Index? Chancen (2) Er ist Informations- und Datenportal und kann zur Umsetzung von Gender Mainstreaming und der Überprüfung bzw. Justierung gleichstellungspolitischer Programme genutzt werden Er bietet (Teil-)Antworten auf die Fragen: Was wurde erreicht? Wo besteht Handlungsbedarf? Er ermöglicht ein an den Realitäten der Region orientiertes Handeln, insbesondere in den Politiken der Wirtschafts- förderung, Arbeits- und Beschäftigungspolitik und der regionalen Strukturpolitik Seine regelmäßige, jährliche Fortschreibung macht Entwicklungen erkennbar

13 Was ist der Gender-Index? Grenzen 19 Indikatoren allein bilden keine vollständige, alle Lebensbereiche umfassende Dokumentation, sondern fokussieren auf die Darstellung bedeutsamer Einflussfaktoren Der Gender-Index stellt die Ungleichheiten dar, er sagt nichts über das generelle Niveau der Gleichstellung aus oder über die generelle Lebensqualität in der betroffenen Region/ Stadt Eine tiefer gehende Analyse der regionalen Gegebenheiten ist deshalb erforderlich Hierzu müssen weiterführende, regionale Informationen zur struktur- und wirtschaftspolitischen Lage mit einbezogen und das nach Geschlechtern differenzierte Gesamtbild analysiert werden

14 Die Indikatoren des Gender Index

15 Die Indikatoren Der Gender-Index konzentriert sich auf die Bereiche (Aus-) Bildung, Berufsleben und Partizipation Der Bereich Erwerbsleben/ Beruf ist zentral für die Gleichstellung von Frauen und Männern, denn die Lebensführung, die (finanziellen) Möglichkeiten, die Mobilität usw. hängen stark vom Einkommen und damit von der Erwerbstätigkeit ab Der Bereich (Aus-)Bildung ist als Vorbereitung für das Berufsleben bedeutsam Auch Teilhabe an politischer/ gesellschaftlicher Partizipation ist ein Anzeichen für erfolgreiche Gleichstellung zwischen Frauen und Männern und wird deshalb ebenfalls berücksichtigt

16 Die Indikatoren Im einzelnen wurden folgende Analysefelder und Indikatoren ausgewählt A. (Aus-)Bildung 1.weibl./ männl. Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss (je 100 Frauen/ Männer zw. 15 und 20 Jahren) 2.weibl./ männl. Schulabgänger mit allgemeiner Hochschulreife (je 100 Frauen/ Männer zw. 15 und 20 Jahre) 3.Weibl. / männl. Bewerber um einen Ausbildungsplatz (je 50% der angebotenen Ausbildungsplätze) B. Erwerbsbeteiligung 4.Erwerbsquote von Frauen und Männern (abhängige weibl./ männl. Erwerbspersonen je 100 Frauen/ Männer zw. 15 und 65 Jahren)

17 Die Indikatoren C. Arbeitsplätze 5.Erwerbstätigenquote (weibl./ männl. Erwerbstätige je 100 Frauen/ Männer zw. 15 und 65 Jahren) 6.Gering qualifizierte Beschäftigte (weibl./ männl. sozialversicherungspflichtig Beschäftigte ohne Berufsabschluss je 100 Frauen/ Männer zw. 15 und 65 Jahren) 7.Hochqualifizierte Beschäftigte (weibl./ männl. sozialversicherungspfl. Beschäftigte Frauen/ Männer mit Fach(hoch)schul- oder Hochschulabschluss je 100 Frauen/ Männer zw. 15 und 65 Jahren) 8.Geringfügig Beschäftigte (geringfügig entlohnte weibl./ männl. Beschäftigte je 100 Frauen/ Männer zw. 15 und 65 Jahren)

18 Die Indikatoren D. Arbeitslosigkeit 9. Arbeitslosenquote (weibl./ männl. Arbeitslose je 100 weibl./ männl. Erwerbspersonen) 10. Arbeitslose unter 25 Jahren (weibl./ männl. Arbeitslose unter 25 Jahre je 100 Frauen/ Männer zw. 15 und 25 Jahren) 11. Arbeitslose 55 Jahre und älter (weibl./ männl. Arbeitslose 55 und älter je 100 Frauen/ Männer zw. 55 und 65 Jahre) 12. Langzeitarbeitslose (weibl./ männl. Arbeitslose 1 Jahr und länger je 100 weibl./ männl. abhängige Erwerbspersonen E. Einkommen 13. ArbeitnehmerInneneinkommen (Durchschnittlicher Bruttostundenverdienst je weibl./ männl. Erwerbstätige in Euro) 14. ALG II (durchschnittl. monatlicher Leistungsbezug je Frau/ Mann mit Leistungsbezug im Jahresdurchschnitt in Euro) 15. Renten (Durchschnittlicher Zahlbetrag an RentnerInnen in Euro)

19 Die Indikatoren F. Arbeitsmarktpolitik 16. Förderung von Wiedereingliederungsmaßnahmen (weibl./ männl. Empfänger von Zuschüssen zu Wiedereingliederungsmaßnahmen je 1000 weibl./ männl. Arbeitslose) 17. Förderung von Existenzgründungen (weibl./ männl. Empfänger von Einstiegsgeld bei selbständiger Arbeit je 1000 weibl./ männl. Arbeitslose) G. Partizipation 18. Ratsmitglieder/ Stadtverordnete (weibl./ männl. Ratsmitglieder/ Stadtverordnete je deutsche Frauen/ Männer ab 25 Jahren in Gemeinden ab EinwohnerInnen) 19. (Ober-)BürgermeisterInnen (Ober-)BürgermeisterInnen je deutsche BürgerInnen zw. 25 und 65 Jahren in Gemeinden ab EinwohnerInnen)

20 Interaktive Portal-Tour

21 Anwendungs- und Nutzungsmöglichkeiten des Gender-Index

22 Anwendungs- und Nutzungsmöglichkeiten Generell kann der Gender-Index genutzt werden Transfer und Dialogveranstaltungen mit den politisch Verantwortlichen in den Gebietskörperschaften kreisfreien Städten, Landkreisen, auf der Ebene der Raumordnungsregionen mit den Arbeitsmarktakteur/innen und der Regional- und Strukturpolitik Netzwerke knüpfen/ schaffen/ aufbauen Anhörungen mit Trägern der Beschäftigung sowie der Aus- Weiterbildung

23 Anwendungs- und Nutzungsmöglichkeiten Beispiel 1: Bund-Land-Vergleich Fragen: Wie gestaltet sich generell das Verhältnis/ die Situation von Frauen und Männern Was sind generelle Handlungsfelder in Brandenburg? Wo schneidet das Land besser/ schlechter als der Bund ab? Anwendung/ Anregung z.B. für: die Arbeit der LAG Frauenbüros Brandenburg Bewertung/ Einschätzung der Wirkungen des Landesprogramms Qualifizierung und Arbeit für Brandenburg

24 Anwendungs- und Nutzungsmöglichkeiten Das sagt der Gender-Index: 1. (Aus)Bildung Die Quoten der Schulabbrecher sind für Frauen leicht höher, für Männer deutlich höher als im Bundesdurchschnitt Die Zahl der Abiturientinnen ist im Vergleich zum Bund deutlich höher Für Frauen quantitativ viele Ausbildungsplätze 2. Erwerbsbeteiligung Erwerbsorientierung hoch (sowohl für Frauen und Männer höher als im Bundesdurchschnitt), aber für beide Geschlechter ist die tatsächliche sozialversicherungspflichtige Erwerbsbeteiligung niedriger als im Vergleich zum gesamten Bundesgebiet

25 Das Beratungsangebot

26 1.Regionsspezifische Sonderauswertung Auf Basis des Gender-Index Erstellung einer vertiefenden regionsspezifischen Datenanalyse Miteinbeziehung weiterführender und differenzierender Daten, z.B. aus der laufenden Raumbeobachtung sowie dem Familienatlas Darstellung von Stärken und Schwächen Ihres Kreises/ Ihrer Stadt in Bezug auf Chancengleichheit Aufzeigen von Handlungsmöglichkeiten und -bedarfen Hierbei machen wir deutlich, wie die unterschiedlichen regionalen AkteurInnen aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft eine gleichstellungsorientierte Entwicklung ihrer Stadt/ Ihres Kreises mitgestalten können!

27 Das Beratungsangebot 2. Regionale Strategieberatung Strukturierung und Begleitung von gleichstellungspolitischen Prozessen in der Region Einbeziehung aller relevanten regionalen Akteure aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft Erkenntnisse und Empfehlungen aus der regionsspezifischen Auswertung des Gender-Index fließen direkt in Beratung mit ein Gemeinsame Ableitung entsprechender Maßnahmen und Angebote für die verschiedenen Handlungsbereiche Die Beteiligung aller relevanten Akteure ermöglicht es, ein breites regionales Bündnis für die Umsetzung einer regionalen Strategie zur Verbesserung der Chancengleichheit beider Geschlechter zu schaffen!


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