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Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll1 Das Wertpapiergeschäft der Kreditinstitute : Gläubigerpapiere.

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1 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll1 Das Wertpapiergeschäft der Kreditinstitute : Gläubigerpapiere

2 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll2 U r k u n d e n = schriftliche Gedankenäußerungen von rechtserheblichem Inhalt Beweisurkunden Wertpapiere Einfache Legitimationspapiere Urkunden, die den Beweis eines Rechts erleichtern, falls das Recht bestritten wird. - Quittung - Schuldschein - Fahrkarte Urkunden, in denen Vermögensrechte so verbrieft sind, daß sie nur durch Vorlage der Urkunde geltend gemacht werden können. Recht und Urkunde bilden eine Einheit Urkunden, die dem Schuldner die Prüfung des Berechtigten erleichtern. Solange er im guten Glauben handelt, kann er mit befreiender Wirkung an den Vorleger der Urkunde leisten. - Garderobenmarke - Gepäckschein - Scheckkarte

3 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll3 Das verbriefte Recht muss nach den Rechtsgrundsätzen des Schuldrechts durch Abtretung übertragen werden. Die Übertragung des Rechts hat den Rechtsübergang der Urkunde zur Folge, da das Recht ohne Vorlage der Urkunde nicht ausgeübt werden kann. Rektapapiere Das Recht am Papier folgt dem Recht aus dem Papier Das Recht ist so in der Urkunde verkörpert, dass die Urkunde nach den Rechtsgrundsätzen des Sachenrechts durch Einigung und Übergabe übertragen werden muss. Die Übertragung des Rechts erfolgt durch Übertragung der Urkunde Inhaberpapiere, Orderpapiere Das Rechts aus dem Papier folgt dem Recht am Papier W e r t p a p i e r e... im weiteren Sinne... im engeren Sinne

4 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll4 W e r t p a p i e r a r t e n Warenwertpapiere GeldwertpapiereKapitalwertpapiere verbriefen das Recht auf Herausgabe bestimmter Güter - Ladeschein - Lagerschein - Konnossement verbriefen einen bestimmten Geldbetrag - Banknoten - Schecks - Wechsel - Kupons verbriefen bestimmte Kapitalforderungen nicht vertretbare Kapitalwertpapiere - Grundschuldbrief - Hypothekenbrief vertretbare oder fungible Kapitalwertpapiere, (Effekten) -Aktie, - Investmentzertifikat, -Schuldverschreibungen -Genuss-Scheine, -Options-, Wandelanleihen -Optionsscheine

5 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll5 W e r t p a p i e r e nach dem verbrieften Recht - Wechsel - Schuldverschreibung - Sparbuch - Investmentzertifikat - Konnossement - Hypothekenbrief - Aktie Forderungspapiere Sachenrechtliche Wertpapiere Mitgliedschaftspapiere

6 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll6 Am Beispiel eines Sparbuches lässt sich verdeutlichen, dass Urkunden oft verschiedenen Einteilungskriterien zugeordnet werden können. Das Sparbuch ist (zum Beispiel) Beweisurkunde für die Höhe der Spareinlage Legitimationsurkunde gegenüber dem Kreditinstitut Wertpapier, da die Übertragung des Sparguthabens durch Abtretung den Übergang des Sparbuches zur Folge hat, bzw. die Übergabe des Sparbuches als Abtretung angesehen werden kann.

7 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll7 W e r t p a p i e r e nach dem Berechtigten und nach der Übertragung InhaberpapiereOrderpapiereRektapapiere lauten auf den Inhaber verpflichten den Aussteller zur Leistung an jeden, der das Papier vorlegt Sie werden durch Einigung und Übergabe übertragen - Inhaberaktie - Inhaberschuld- verschreibung lauten auf einen namentlich Berechtigten oder Order verpflichten den Aussteller zur Leistung an den berechtigten Inhaber, der sich durch eine lückenlose Indossamentenkette ausweisen muß Sie werden durch Einigung und Übergabe der indossierten Urkunde übertragen - Namensaktie - Konossement lauten auf den Namen einer bestimmten Person verpflichten den Aussteller nur zur Leistung an den in der Urkunde namentlich genannten Berechtigten oder dessen Rechtsnachfolger Sie werden durch Abtretung des Rechts und Übergabe der Urkunde übertragen. - Hypothekenbrief - Grundschuldbrief

8 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll8 Geborene OrderpapiereGekorene Orderpapiere Sind Orderpapiere kraft Gesetz auch ohne Orderklausel auf der Urkunde - Scheck - Wechsel - Namensaktie Werden durch die Orderklausel auf der Urkunde zu Orderpapieren - Orderschuldverschreibung - Konnossement - Transportversicherungspolice O r d e r p a p i e r e

9 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll9 Wertpapiergeschäfte der Kreditinstitute Handel von Effekten Ausgabe von Effekten (Emission) Verwahrung und Verwaltung von Effekten

10 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll10 Vermögensbildung mit Gläubigerpapieren

11 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll11 Denkbare C h e c k l i s t e : Wie viel kann monatlich gespart werden ? Welche Sparverträge und Lebensversicherungen laufen bereits ? Wie viel Vermögen ist aus Erbschaften zu erwarten ? Wie viel Personen müssen heute finanziell abgesichert werden ? Welche finanziellen Belastungen, zum Beispiel Hausbau oder Studium der Kinder, sind zu erwarten ? Für wie viele Personen muss die Rente voraussichtlich reichen ? Kann im Alter voraussichtlich eine eigene, schuldenfreie Immobilie bewohnt werden ? Wie groß sind Erfahrung und Risikobereitschaft bei der Geldanlage ? Wie viel monatliche Rente muss im Ruhestand voraussichtlich finanziert werden ? Faustregel : etwa Hälfte des Nettoeinkommens.

12 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll12 Zeithorizont Anlageziele : Sicherheit der Anlage Verfügbarkeit der Anlage (Liquidität) Rentabilität Steuerliche Gesichtspunkte Vermögensstreuung Beachte : Zielharmonie./. Zielkonflikt

13 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll13 die obere Grenze ist die Effizienzgrenze oder "efficient frontier curve" Punkte oberhalb der Effizienzkurve sind nicht realisierbar, Punkte unterhalb dieser Linie sind ineffizient

14 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll14 Anlagerisiken bei Effekten: B a s i s r i s i k e n Konjunkturrisiko Inflationsrisiko (Kaufkraftrisiko) Währungsrisiko Länder- und Transferrisiko Liquiditätsrisiko Psychologisches Marktrisiko Risiko bei kreditfinanzierten Wertpapierkäufen

15 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll15 S p e z i e l l e R i s i k e n b e i Schuldverschreibungen :Aktien : Bonitätsrisiko Zinsänderungsrisiko Kündigungsrisiko Auslosungsrisiko Sonderrisiken einzelner Anleiheformen Änderung der Anleihebedingungen (Restrukturierung /SchVG) Unternehmensrisiken Kursänderungsrisiko Dividendenrisiko Psychologische Risikokomponenten Risiken der Kursprognose

16 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll16

17 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll17 Ausstattungsmerkmale von Schuldverschreibungen Übertragung der Rechte LaufzeitWährung TilgungVerzinsung Zusatzrechte A u s s t a t t u n g s m e r k m a l e - Möglichkeit zur Restrukturierung gemäß Schuldverschreibungsgesetz -

18 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll18 mittel- bis langfristige Schuldverschreibungen, die von ausländischen Schuldnern (z. B. ausländischen Industrieunternehmen, Geschäftsbanken, Staaten sowie supranationalen Institutionen (z.B. Weltbank) grundsätzlich unter Führung deutscher Geschäftsbanken (bzw. unter Führung von Geschäftsbanken des Euroraums) auf Euro lautend in Deutschland (bzw. innerhalb des Euroraums) emittiert werden. Euro-Auslandsanleihen Unter Euro-Auslandsanleihen versteht man :

19 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll19 Echte Währungsanleihen Rentenpapiere, die auf Währungen eines anderen Staates lauten. Anleihen, bei denen alle Zahlungen auf ausländische Währungen lauten. Doppelwährungsanleihen Werden entweder in einer bestimmten Währung (z. B. Euro) emittiert, wobei die Zins- und Tilgungszahlungen jedoch in einer anderen Währung (z. B. US-Dollar) geleistet werden, ode r in einer bestimmten Währung (z. B. Euro) getilgt werden, wobei die Emission und die Zinszahlungen auf eine andere Währung (z. B. US-Dollar) lauten. (Fremd-)Währungsanleihen

20 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll20 Merkmale der Sicherheit von Gläubigerpapieren Im Zuge der Finanzkrise haben einige Unternehmen Schwierigkeiten bei der Bedienung ihrer Anleihen. Bei einer Restrukturierung des Unternehmens sind die Gläubiger oft nur dann zur Vergabe neuer Darlehen bereit, wenn die Anleihebesitzer einen Sanierungsbeitrag leisten. Die Restrukturierung von Anleiheforderungen ( = Änderung der Anleihebedingungen) wird seit August 2009 durch das neue Schuldverschreibungsgesetz (SchVG) erleichtert. Es gilt für Anleihen, die nach Inkrafttreten ausgegeben wurden. Gesetz über Schuldverschreibungen aus Gesamtemissionen (Schuldverschreibungsgesetz - SchVG) Ausfertigungsdatum: 31.07.2009

21 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll21 Merkmale der Sicherheit von Gläubigerpapieren Das Gesetz gilt auch für "Alt"-Anleihen, wenn sich die Anleihegläubiger per Beschluss dem SchVG unterwerfen ("Opt-In-Beschluss"). Beschlüsse dazu werden grundsätzlich in der Versammlung der Anleihegläubiger gefasst. Für Eingriffe in die Rechte der Anleihegläubiger wird eine qualifizierte Mehrheit von mindestens 75 Prozent der teilnehmenden Stimmen verlangt. Die Versammlung der Anleihegläubiger ist beschlussfähig, wenn in einer ersten Versammlung mindestens 50 Prozent der Stimmrechte des Anleihekapitals oder in einer zweiten Versammlung mindestens 25 Prozent der Stimmrechte vertreten sind. Somit könnten schon mit 18,75 Prozent aller Stimmrechte wesentliche Beschlüsse gefasst werden.

22 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll22 Merkmale der Sicherheit von Gläubigerpapieren Gesetz über Schuldverschreibungen aus Gesamtemissionen (Schuldverschreibungsgesetz - SchVG) Ausfertigungsdatum: 31.07.2009 § 1 Anwendungsbereich (1) Dieses Gesetz gilt für nach deutschem Recht begebene inhaltsgleiche Schuldverschreibungen aus Gesamtemissionen (Schuldverschreibungen). (2) Dieses Gesetz gilt nicht für die gedeckten Schuldverschreibungen im Sinne des Pfandbriefgesetzes sowie nicht für Schuldverschreibungen, deren Schuldner der Bund, ein Sondervermögen des Bundes, ein Land oder eine Gemeinde ist oder für die der Bund, ein Sondervermögen des Bundes, ein Land oder eine Gemeinde haftet.

23 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll23 Merkmale der Sicherheit von Gläubigerpapieren Das SchVG enthält einen beispielhaften, aber nicht abschließenden Katalog an Restrukturierungsmaßnahmen. § 5 Mehrheitsbeschlüsse der Gläubiger... (3) Die Gläubiger können durch Mehrheitsbeschluss insbesondere folgenden Maßnahmen zustimmen: 1. der Veränderung der Fälligkeit, der Verringerung oder dem Ausschluss der Zinsen; 2. der Veränderung der Fälligkeit der Hauptforderung; 3. der Verringerung der Hauptforderung; 4. dem Nachrang der Forderungen aus den Schuldverschreibungen im Insolvenzverfahren des Schuldners; 5. der Umwandlung oder dem Umtausch der Schuldverschreibungen in Gesellschaftsanteile, andere Wertpapiere oder andere Leistungsversprechen; 6. dem Austausch und der Freigabe von Sicherheiten; 7. der Änderung der Währung der Schuldverschreibungen; 8. dem Verzicht auf das Kündigungsrecht der Gläubiger oder dessen Beschränkung; 9. der Schuldnerersetzung;

24 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll24 Die Rückzahlung von Gläubigerpapieren planmäßige Rückzahlungaußerplanmäßige Rückzahlung Rückzahlung der gesamten Anleihe am Ende der Laufzeit Rückzahlung durch Auslosung von - Serien - Gruppen - Reihen - oder Endziffern laut Tilgungsplan Vorzeitige Kündigung Freihändiger Rückkauf an der Börse Die Tilgung - Rückzahlung - von Gläubigerpapieren ist aus den Emissionsbedingungen zu entnehmen (Vertragsbestandteil)

25 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll25 Beispiel : Restläufer = Restlaufzeit z.B. 1 Jahr (ohne Kosten) Modell Ertragsrechnung Gläubigerpapiere

26 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll26 http://www.dab-bank.de http://www.rating-links.de

27 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll27

28 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll28 Zinsstrukturkurven Die Kurven zeigen die Zinsstruktur für Laufzeiten von einem bis zu dreißig Jahren. Sie basieren auf Renditenbeobachtungen von aktiv gehandelten Anleihen in Euro. Fragestellung : Wie hoch ist am heutigen Tag die durchschnittliche Rendite von aktiv gehandelten Gläubigerpapieren mit einer Restlaufzeit von n Jahren ?

29 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll29 Renditedifferenz : + 1,140 http://www.ecb.europa.eu/stats/money/yc/html/index.en.html

30 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll30 https://www.boerse-stuttgart.de/de/toolsundservices/zinsstrukturkurve/zinsstrukturkurve.html

31 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll31 http://www.comdirect.de

32 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll32 http://www.comdirect.de

33 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll33

34 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll34

35 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll35 http://www.forium.de/de/leitzinsen.html siehe auch : http://www.leitzinsen.info http://de.global-rates.com

36 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll36

37 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll37

38 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll38 Mögliche Zinsverläufe Fester Zins (Straight Bonds) Stufenzins ( Step-Up / Step-Down ) Zinsphasen mit unterschiedlicher Zinsgestaltung Unverzinslich (Null-Kupon-Anleihen / Zero-Bonds) variabler Zins (Floating Rate Notes) inflationsindexierter Zins https://www.commerzbank.de Register :Glossar

39 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll39 LaufzeitbeginnLaufzeitende Zinshöhe Zinssatz = konstant z.B.: 5% Fester Zins

40 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll40 Laufzeitbeginn Laufzeitende Zinshöhe P1P1 P2P2 P3P3 P4P4 P5P5 P6P6 Stufenzins : Step Down

41 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll41 Laufzeitbeginn Laufzeitende Zinshöhe P1P1 P2P2 P3P3 P4P4 P5P5 P6P6 Stufenzins : Step Up

42 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll42

43 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll43

44 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll44 Laufzeitbeginn Laufzeitende Zinshöhe P1P1 P2P2 P3P3 P4P4 P5P5 P6P6 Stufenzins : Step Down / Step Up

45 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll45

46 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll46 Laufzeitbeginn Laufzeitende Zinshöhe P1P1 P2P2 P3P3 P4P4 P5P5 P6P6 Zinsphasen : Step Up mit zinslosem Beginn

47 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll47 Laufzeitbeginn Laufzeitende Zinshöhe P1P1 P2P2 P3P3 P4P4 P5P5 P6P6 Zinsphasen mit konstanten Zinsen Phase 1: 5% Phase 3: 5% Phase 2: 0%

48 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll48 Langfristige Schuldverschreibungen ohne Nominalzins. Es entfällt die laufende jährliche Zinszahlung wie bei sonstigen Anleihen. Die Verzinsung (Rendite) ergibt sich aus der Differenz zwischen dem niedrigeren Ausgabekurs und dem höheren Rückzahlungskurs. Bei der "klassischen" Form erfolgt die Rücknahme zu 100% bei entsprechend abgezinstem Ausgabekurs. Bei der Aufzinsungsanleihe liegt der Rücknahmekurs ­ je nach Laufzeit - deutlich über dem Ausgabekurs von 100%. Nullkupon-Anleihen (Zero Bonds)

49 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll49 Null-Kupon-Anleihe / Zerobond Ertrag entsteht durch Emissionsrendite (Abdiskontierung) und Kursdifferenzen während der Laufzeit Nennwert 20.000 14.03.**12.06.**** Barwert 15.000 Einlösung Emission Emissionsrendite

50 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll50 Null-Kupon-Anleihe / Zerobond Ertrag entsteht durch Emissionsrendite (Abdiskontierung) und Kursdifferenzen während der Laufzeit Nennwert 20.000 14.03.**12.06.**** Barwert 15.000 Einlösung Emission Kursverlauf

51 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll51 Laufzeitbeginn Laufzeitende Kursverlauf Zerobonds – Kursverlauf (Modell) KPMZins > ZeroBZins Haltedauer bei Erwartung sinkender Kapitalmarktzinsen KPMZins > ZeroBZins KPMZins < ZeroBZins Rückzahlungs- betrag

52 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll52 Floating Rate Notes (FRN) sind Schuldverschreibungen mit mittlerer bis langer Laufzeit. Im Gegensatz zu herkömmlichen festverzinslichen Wertpapieren weisen sie eine variable Verzinsung auf, wobei der Interbankensatz für kurzfristige Einlagen (Euribor) als Grundlage dient. Durch die regelmäßig nach drei oder sechs Monaten erfolgende Zinsanpassung entspricht die Verzinsung von Floating Rate Notes immer sehr weitgehend den Marktverhältnissen; dies verringert das Anlagerisiko. Variable Verzinsung : Floating Rate Notes

53 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll53 Euribor steht für Eur o I nter b ank O ffered R ate und ist der Zinssatz, zu dem sich Banken untereinander Einlagen mit festgelegter Laufzeit anbieten. Er dient als Referenzzinssatz für viele Zinsinstrumente des Geldmarktes. Bis zu 57 Banken, darunter zwölf deutsche Institute, melden täglich um 11:00 Uhr Brüsseler Zeit Angebotssätze (Briefkurse) für Ein- bis Zwölf-Monatsgelder an einen Informationsanbieter (Reuters). Dieser ermittelt und veröffentlicht den Durchschnittssatz. Die aktuellen Euribor-Sätze finden Anleger im Finanzteil jeder großen Tageszeitung. Euribor

54 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll54 http://de.euribor-rates.eu

55 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll55

56 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll56 Variabler Zinssatz Der Zinsverlauf ist innerhalb der Zinsanpassungsperiode fest und wird dem variablen Zinssatz (Referenzzinssatz) am Ende der Zinsperiode für die folgende Zinsperiode angepasst. Refenzzinssatz (z.B. Eonia.. Libor..) Zinssatz für das Gläubigerpapier ( c n = constant ) Zeitpunkt der Zinsanpassung

57 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll57 LaufzeitbeginnLaufzeit Zinshöhe Vj. 1 Vj. 2 Vj. 3 Vj. 4 Vj. 5 Vj. 6 Variabler Zins : Zinsanpassung vierteljährlich Zins = c 1 Zins = c 2 Zins = c 3 Zins = c 4 Zins = c 5 Zins = c 6

58 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll58 LaufzeitbeginnLaufzeit Vj. 1 Vj. 2 Vj. 3 Vj. 4 Vj. 5 Vj. 6 Reversed Floater : Zinsanpassung vierteljährlich Euribor :4,5% Euribor: 5 % Euribor : 5,5% Euribor : 6% Euribor : 4% Euribor : 3,5% Modell : Reversed Floater : 10%./. Euribor - z.B.: 6%./. Euribor 0,5 Schritte Euribor : 3 % Euribor Verzinsung 4,0 % 4,5 % 5,0 % 5,5 % 6,0 % 6,5 % 7,0 % 10 %

59 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll59 http://www.zinsen-berechnen.de/

60 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll60

61 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll61 Gemeinsamkeiten der verschiedenen Gläubigerpapiere Schuldverschreibungen sind üblicherweise börsennotierte Inhaberpapiere. Durch die Organisation des Kaufs und Verkaufs über die Börse wird eine einfache Übertragungsmöglichkeit (Fungibilität) gewährleistet. Hierdurch kann der Anleger sich jederzeit durch einen Verkauf vor Ende der Laufzeit Liquidität zu beschaffen. Schuldverschreibungen verbriefen dem Eigentümer ein Gläubigerrecht, d. h., die Käufer haben unabhängig vom Erfolg oder Misserfolg des Unternehmens einen Anspruch auf die vereinbarte Zinszahlung und die Rückzahlung des Nominalwertes.

62 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll62 Eine Institution, wie z. B. der Staat, ein Kreditinstitut oder ein Unternehmen, nimmt durch die Ausgabe (Emission) von verzinslichen Papieren (Rentenwerten) einen Kredit von vielen verschiedenen Anlegern auf. Hierzu ist es notwendig, dass der Geldbetrag, der aufgenommen werden soll, gestückelt wird, auf standardisierte Urkunden übertragen wird (Verbriefung) und dass diese Urkunden an die Anleger verkauft werden. Gemeinsamkeiten der verschiedenen Gläubigerpapiere

63 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll63 Emission von Schuldverschreibungen : Verbriefte Art der Fremdfinanzierung Teilschuldverschreibung : Urkunden, die aus der Stückelung des Geldbetrages resultierenden Sammelurkunde : Die Rechte von Schuldverschreibungen werden meist nicht mehr in mehreren einzelnen Urkunden, sondern in einer verbrieft Die Begriffswahl ist abhängig vom Emittenten Gemeinsamkeiten der verschiedenen Gläubigerpapiere

64 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll64 Industrieobligationen : Schuldverschreibungen von Industrieunternehmen Staats- :Schuldverschreibungen des Bundes und der oder Bundesanleihen Länder Pfandbriefe : Schuldverschreibungen von Hypotheken- banken zur Finanzierung von Krediten Öffentliche Pfandbriefe: Kommunalobligationen: Schuldverschreibungen von Hypothekenbanken zur Finanzierung von Krediten an Gebietskörperschaften (z B. Gemeinden und Städte) Zertifikate :Schuldverschreibungen verschiedenster Emittenten mit ähnlichen Strukturen wie herkömmliche Gläubigerpapiere Gemeinsamkeiten der verschiedenen Gläubigerpapiere In der Praxis hat sich eine Begriffsbestimmung in Abhängigkeit des jeweiligen Emittenten herausgebildet.

65 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll65 Gläubigereffekten und ihre Emittenten Bundesanleihen Bundesobligationen Bundesschatzbriefe Finanzierungsschätze Anleihen Bund Länder, Gemeinden, öR Zweckverbände Ö f f e n t l i c h e H a n d Näheres : Handmappe der Finanzagentur http://www.deutsche-finanzagentur.de/ https://www.bundeswertpapiere.de

66 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll66

67 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll67

68 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll68 http://www.deutsche-finanzagentur.de

69 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll69

70 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll70

71 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll71

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74 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll74 Der Zinsertrag in Euro ergibt sich in den beiden Beispielen durch Abzug von 1,02 % bzw. 1,03 % vom Nennwert für jedes Laufzeitjahr Für den 1-jährigen : 1 x 1,02 % von 500,00 = 5,10, Für den 2-jährigen : 2 x 1,03 % von 500,00 = 10,30 Die Abschlagsprozentsätze pro Jahr werden als Verkaufszinssätze bezeichnet. Verzinsung : Der Sparer zahlt einen um die Zinsen verminderten Betrag ein und erhält am Ende der Laufzeit den vollen Nennwert zurück. Beispiele (Stand: 13. Juli 2011) Anlagezeitraum1 Jahr2 Jahre Einzahlung494,90 489,70 Verkaufszinssatz1,02 %1,03 % Auszahlung am Ende der Laufzeit500,00 Zinsertrag5,10 10,30 Rendite pro Jahr (Zinsertrag bezogen auf den Kaufpreis) 1,03 %1,05 %

75 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll75

76 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll76

77 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll77

78 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll78

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80 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll80

81 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll81

82 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll82 www.tagesanleihe.de

83 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll83 www.tagesanleihe.de

84 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll84 www.tagesanleihe.de

85 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll85

86 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll86 www.tagesanleihe.de

87 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll87 www.tagesanleihe.de 01.01.2009 31. 12.2009 01.01.2010 Nennwert : 100 Nennwert : 103 Tagespreis : 100 % Anlage- summe: 100 Anlage- summe: 100 Jahresend- spreis : 103 % Vermögens -wert: 103 Vermögens -wert: 103 Zinsen : 3 Tagespreis : 100 % Vermögens- wert: 103 Vermögens- wert: 103 Der Tagespreis fällt auf 100% zurück Der Vermögenswert bleibt unverändert Anlage der Zinsen in neue Anteile der Tagesanleihe: der Nennwert steigt Die Tagesanleihe: Anlage von 100 am 01.01.2009; Rendite 3% vor Steuern

88 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll88

89 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll89

90 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll90

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92 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll92 niedriger Kupon Die jährliche Zinszahlung erhöht sich bei Inflation von Jahr zu Jahr.. die Höhe der Zahlungsströme (z.B. der Rückzahlungsbetrag) hängen von der Entwicklung eines Inflationsindexes ab Als Referenzindex für inflationsindexierte Anleihen des Bundes wird der unrevidierte Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) ohne Tabak in der Eurozone verwendet. der Kupon errechnet sich als fester Prozentsatz des Produktes aus Nennwert der Anleihe und der zum jeweiligen Kupontermin gültigen Index-Verhältniszahl Für die Berechnung der Index-Verhältniszahl wird das Verhältnis zwischen dem Wert des Referenzindexes am Abrechnungstag und dem Wert des Referenzindexes am Tag des ersten Zinslaufbeginns der Anleihen (Basisindex) bestimmt. Inflationsindexierte Anleihe (z.B.) des Bundes

93 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll93 Bei Fälligkeit wird der Nennwert, multipliziert mit der zum Fälligkeitstag gültigen Index-Verhältniszahl, zurückgezahlt. Bestimmung des Kurswertes : Nennwert * Börsenkurs * Index-Verhältniszahl = Kurswert Der Rückzahlungsbetrag erhöht sich dadurch um die Inflation, die sich während der Laufzeit der Anleihe eingestellt hat. Bei Deflation über die Laufzeit der Anleihehinweg wird der ursprüngliche Nennwert zurückgezahlt Inflationsindexierte Anleihe (z.B.) des Bundes

94 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll94

95 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll95 ISIN / WKN DE0001030500 / 103 050 Laufzeit 10 Jahre Fälligkeit 15. April 2016 Kupon 1,50 % Volumen 11 Mrd. Euro Erster Zinslaufbeginn 15. März 2006 Erste Valuta 15. März 2006 Zinszahlung jährlich, erstmals am 15. April 2007 Inflationsindexierte Anleihe (z.B.) des Bundes

96 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll96

97 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll97 Dirty-Price: Preisnotiz, bei der die Stückzinsen in die eigentliche Kursnotierung eingerechnet werden. Dirty Price = Clean Price + Stückzinsen.

98 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll98 Pfandbriefe öffentliche Pfandbriefe (Kommunalobligationen) sonstige Bankschuldverschreibungen Sparbriefe und Sparobligationen Genuss-Rechte Gläubigereffekten und ihre Emittenten K r e d i t i n s t i t u t e Bankschuldverschreibungen

99 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll99 Sonstige Schuldverschreibungen Genuss-Rechte Industrieobligationen Wandelschuldverschreibungen Optionsanleihen A u s l ä n d i s c h e E m i t t e n t e n Gläubigereffekten und ihre Emittenten U n t e r n e h m e n

100 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll100 Mündelsicherheit Genehmigte Anlage der Reserven einer Versicherung früher : Deckungsstockfähigkeit EZB-Sicherheit früher : Lombardfähigkeit Merkmale der Sicherheit von Gläubigerpapieren Einlagensicherungssysteme in Deutschland Grundpfandrechte Negativklausel

101 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll101 Merkmale der Sicherheit von Gläubigerpapieren Mündelsicherheit Geeignet zur Anlage von Geldern, die vom Vormund treuhänderisch für Mündel verwahrt werden - Mündelgelder Anleihen des Bundes und der Länder Anleihen, die vom Bund oder einem Land garantiert werden Anleihen, die von der Bundesregierung mitZustimmung des Bundesrates als mündelsicher erklärt werden (z.B. Pfandbriefe)

102 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll102 Der Vormund hat das zum Vermögen des Mündels gehörende Geld verzinslich anzulegen, soweit es nicht zur Bestreitung von Ausgaben bereit zu halten ist. § 1806 BGB [Anlegung von Mündelgeld]

103 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll103 1. in Forderungen, für die eine sichere Hypothek an einem inländischen Grundstücke besteht, oder in sicheren Grundschulden oder Rentenschulden an inländischen Grundstücken; 2. in verbrieften Forderungen gegen das Reich oder einen Bundesstaat sowie in Forderungen, die in das Reichsschuldbuch oder in das Staatsschuldbuch eines Bundesstaats eingetragen sind; § 1807. [Regelmäßige Anlegung] (1) Die im § 1806 vorgeschriebene Anlegung von Mündelgeld soll nur erfolgen:

104 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll104 3. in verbrieften Forderungen, deren Verzinsung von dem Reiche oder einem Bundesstaate gewährleistet ist; 4. in Wertpapieren, insbesondere Pfandbriefen, sowie in verbrieften Forderungen jeder Art gegen eine inländische kommunale Körperschaft oder die Kreditanstalt einer solchen Körperschaft, sofern die Wertpapiere oder die Forderungen von der Bundesregierung mit Zustimmung des Bundesrats4 zur Anlegung von Mündelgeld für geeignet erklärt sind; § 1807. [Regelmäßige Anlegung] (1) Die im § 1806 vorgeschriebene Anlegung von Mündelgeld soll nur erfolgen:

105 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll105 Merkmale der Sicherheit von Gläubigerpapieren Geeignet zur Anlage von Rücklagen der Versicherungen, die durch die Ansammlung eines Teils der Prämien entsteht - Deckungsstock oder Prämienreserve Deckungsstock- fähigkeit Alle mündelsicheren Anleihen Anleihen, die vom Bundesaufsichtsamt für das Versicherungswesen 1) für deckungsstockfähig erklärt werden 1) BAFin: Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht Graurheindorfer Str. 108 in 53117 Bonn und Lurgiallee 12 in 60439 Frankfurt - http://www.bafin.de/

106 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll106 Merkmale der Sicherheit von Gläubigerpapieren Geeignet als Pfand für einen (Lombard) Kredit eines Kreditinstitutes bei der Deutschen Bundesbank (EZB) verzeichnisgebundene Kreditsicherheiten für den Kreditsicherheitenpool bei der EZB Früher: Lombard- fähigkeit Anleihen und Schuldbuchforderungen des Bundes, Wertpapiere und Forderungen, die im Sicherheitenverzeichnis der Deutschen Bundesbank aufgeführt sind

107 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll107 Seite 43 1) Nicht marktfähige, mit hypothekarischen Darlehen an Privatkunden besicherte Schuldtitel (RMBDs) 1)

108 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll108 Industrieobligationen Die Bonität der Obligationen beruht in erster Linie auf der Qualität des Unternehmens Grundpfandrechte Negativklausel Als Sicherheiten dienen vorrangig : häufig ergänzt durch die Vereinbarung einer : Bürgschaften / Garantien Merkmale der Sicherheit von Gläubigerpapieren

109 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll109 Negativklausel enthält Verpflichtungen wie z. B.: künftige Anleihen höchsten gleichrangig aber nie besser zu besichern Grundeigentum und sonstiges Vermögen nicht zur Besicherung künftiger Anleihen oder Kredite zu belasten, wenn die aktuelle Anleihe nicht mindestens gleichrangig besichert wird keine weitere Anleihe während der Laufzeit der aktuellen Anleihe zu begeben Merkmale der Sicherheit von Gläubigerpapieren

110 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll110 Einlagensicherungssysteme in Deutschland (Stand 08/2010) Gläubiger- und InstitutsschutzGläubigerschutz VR – BankenPrivat-/ Geschäftsbanken Garantiefonds Garantieverbund Stützungsfonds Sicherungen zu 100% : - alle Einlagen und IHS - unabhängig von der Währung ges. Entschädigungseinrichtung je Kunde bis 100.000 Einlagensicherungsfonds – BdB pro Einleger bis zu 30% des HEK der jew. Bank – alle Währungen IHS/ -zertifikate nicht geschützt Einlagensicherungsfonds – VÖB 100% ige Sicherung der Einlagen IHS/-zertifikate nicht geschützt Sparkassen Sicherungsreserven der Landesbanken

111 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll111 W e r t r e c h t s a n l e i h e n Die Forderung des Erwerbers wird im Schuldbuch vermerkt Schulbuchforderungen sind abstrakte Kapitalforderungen, deren Inhalt und Umfang sich aus der Eintragung im Schuldbuch ergeben; Anleihen, für die keine effektiven Stücke ausgegeben werden. Für die Eintragungen gilt das Schuldbuchgeheimnis = Bankgeheimnis ( AO ) Staatliche Papiere sind überwiegend als Wertrechte emittiert. die Treuhänderischer Verwalter ist eine Wertpapiersammelbank (Kassenverein), die Clearstream International S.A. ( http://www.clearstream.com/)

112 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll112 Einzelschuldbuch- forderungen Sammelschuldbuch- forderungen W e r t r e c h t s a n l e i h e n Grundlage für die Übertragung im Effektengiroverkehr stückelose Abwicklung / Wertpapierscheck http://www.deutsche-finanzagentur.de

113 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll113 : Wertrechtsanleihen : Einzelschuldbuchforderungen Der Einzelne Käufer ist als Gläubiger des jeweiligen Emittenten im Schulbuch vermerkt Zinsen und Rückzahlungsbeträge werden bei Fälligkeit durch die Bundesschuldenverwaltung überwiesen http://www.deutsche-finanzagentur.de/

114 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll114 Die Anleihengläubiger werden durch eine Sammeldepotgutschrift bei ihrer Bank beteiligt : Wertrechtsanleihen : Sammelschuldbuchforderungen Gläubiger ist eine Wertpapiersammelbank ( Clearstream AG ) Zinsen und Rückzahlungsbeträge werden durch die depotführende Bank gutgeschrieben http://www.clearstream.com

115 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll115 Schutz vor Gefahren, die mit dem Besitz einer Urkunde verbunden sind kein Verlust durch Vernichtung oder Beschädigung des Papiers, kein Aufgebotsverfahren kostenlose Verwaltung einschließlich spesenfreier Überweisung von Zinsen und Kapital bei Einzelschulbuchforderungen Keine Vorlegung von effektiven Zinsscheinen und Anleihestücken zur Einlösung keine Überwachung von Auslosungen keine Erneuerungen von Zinsscheinbogen Der Emittent spart Druck- und Verwaltungskosten Die Begebung ist einfacher W e r t r e c h t s a n l e i h e n

116 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll116 Briefschulden Buchschulden = Schuldbuch- forderungen Schatzwechsel Unverzinsliche Schatzanweisungen Bundesschatzbriefe Ausgleichsforderungen Finanzierungsschätze Anleihen des Bundes und der Länder ( noch: Bahn/Post) Kassenobligationen W e r t r e c h t s a n l e i h e n

117 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll117 P f a n d b r i e f e (covered Bonds) Darlehen s- nehmer ist Schuldne r des Grund- pfand- rechts Realkreditinstitut ist Gläubiger des Grund- pfand- rechts ist Schuldner des Pfandbriefs Anleger ist Pfandbrief- Gläubiger Tilgung Darlehen Pfandbrief Zinsen Darlehen Zinsen Tilgung erstrangige Grundschuld oder Hypothek http://www.pfandbrief.de/

118 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll118 Öffentliche Pfandbriefe Darlehens- nehmer ist Schuldner aus den Kommunal- Darlehen Realkreditinstitut ist Gläubiger der Kommunal- darlehen ist Schuldner des öffentl. Pfandbriefs Anleger ist Pfandbrief- Gläubiger Tilgung Darlehen Öffentlicher Pfandbrief Zinsen Darlehen Zinsen Tilgung http://www.pfandbrief.de/

119 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll119 Pfandbriefe und öffentliche Pfandbriefe 1) A r t e n Hypotheken- pfandbriefe Schiffs- pfandbriefe 1) Kommunal- obligationen dienen der langfristigen Finanzierung von Haus- und Grundbesitz dienen der Finanzierung von Schiffsbauten dienen der Finanzierung von kommunalen Investitionen http://www.pfandbrief.de/

120 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll120 WH.: Merkmale der Sicherheit von Gläubigerpapieren Gesetz über Schuldverschreibungen aus Gesamtemissionen (Schuldverschreibungsgesetz - SchVG) Ausfertigungsdatum: 31.07.2009 § 1 Anwendungsbereich (2) Dieses Gesetz gilt nicht für die gedeckten Schuldverschreibungen im Sinne des Pfandbriefgesetzes sowie nicht für Schuldverschreibungen, deren Schuldner der Bund, ein Sondervermögen des Bundes, ein Land oder eine Gemeinde ist oder für die der Bund, ein Sondervermögen des Bundes, ein Land oder eine Gemeinde haftet. = keine nachträgliche Restrukturierung möglich bei: Pfandbriefen und Bundeswertpapieren

121 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll121 http://www.pfandbrief.de/ Pfandbriefgesetz (PfandBG) PfandBG Ausfertigungsdatum: 22.05.2005

122 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll122 http://www.pfandbrief.de/ Pfandbriefgesetz (PfandBG) PfandBG Ausfertigungsdatum: 22.05.2005

123 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll123 http://www.pfandbrief.de

124 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll124 http://www.pfandbrief.de

125 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll125 Pfandbriefgesetz (PfandBG) HBG + ÖPG + Schiffspfandbriefe= PfandBG Ausfertigungsdatum: 22.05.2005

126 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll126 Sicherheiten : Deckungsprinzip ( Umlaufende Pfandbriefe valutierte Darlehen) Eintragung der Deckungswerte im Hypothekenregister Vermögen und Deckungswerte des Kreditinstituts haften für die Verbindlichkeiten aus Pfandbriefen Vorrecht im Insolvenzfall für die Forderungen der Pfandbriefgläubiger Umlaufgrenze bei privaten Hypothekenbanken Ermittlung der Beleihungswerte nach gesetzlicher Vorgabe P f a n d b r i e f e

127 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll127 Sicherheiten : Deckungsprinzip ( Umlaufende öffentliche Pfandbriefe valutierte Kommunaldarlehen) Eintragung der Deckungswerte im Hypothekenregister Vermögen und Deckungswerte des Kreditinstituts haften für die Verbindlichkeiten aus öffentlichen Pfandbriefen Vorrecht im Insolvenzfall für die Forderungen der Gläubiger öffentlicher Pfandbriefe Umlaufgrenze bei privaten Hypothekenbanken Ermittlung der Beleihungswerte nach gesetzlicher Vorgabe Öffentliche Pfandbriefe ( früher Kommunalobligationen)

128 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll128 Zusatzrecht, das Aktiengesellschaften als Emittenten von Schuldverschreibungen ihren Käufern gewähren. Schuldverschreibungen mit einem solchen Zusatzrecht werden als Wandel- oder Optionsanleihen bezeichnet. Die Unterscheidung zwischen diesen beiden (ähnlichen) Anleihetypen ergibt sich daraus, ob die Gläubigerrechte aus der Anleihe nach der Ausübung des Bezugsrechtes weiterbestehen (Optionsanleihe) oder ob sämtliche Gläubigerrechte mit der Ausübung des Bezugsrechtes erlöschen (Wandelanleihe). Wandel- / Optionsanleihen

129 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll129 Eine Wandelanleihe berechtigt den Inhaber, diese in eine oder mehrere Aktien des Emittenten zu tauschen (wandeln). Der Inhaber der Wandelanleihe gibt seine Gläubigerrechte auf (Weggabe der Anleihe) und erhält hierfür im Gegenzug die Rechte eines Anteilseigners (Empfang von Aktien). Da es sich bei dem Bezugsrecht der Wandelanleihe um ein Recht des Inhabers, nicht aber um eine Verpflichtung zur Wandlung handelt, kann er auch von einer Ausübung absehen und weiterhin in seinem Gläubigerstatus verbleiben. In diesem Fall hat er dann weiterhin einen Anspruch auf die vereinbarte regelmäßige Verzinsung sowie auf die Rückzahlung des Nennbetrages am Ende der Laufzeit der Optionsanleihe. Ausnahme: Das Papier ist mit einer Mandatory-Klausel ausgestattet. Hier wird am Ende der Laufzeit verpflichtend gewandelt. W a n d e l a n l e i h e

130 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll130 Das Aktienbezugsrecht wird nicht durch die Anleihe selbst, sondern durch einen Optionsschein (Warrant), der im Emissionszeitpunkt zusammen mit dem Mantel und dem Zinsscheinbogen begeben wird, beim emittierenden Unternehmen geltend gemacht. Der Warrant und die Anleihe sind somit zwei eigenständige Wertpapiere, die auch getrennt voneinander handelbar sind. O p t i o n s a n l e i h e

131 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll131 Werden die Anleihe und der Optionsschein zu einem Wertpapier (der Optionsanleihe) zusammengefasst, so wird die Anleihe mit dem Zusatz m. O. (mit Optionsschein) oder dem Zusatz cum versehen. Anleihen, die ohne Optionsschein gehandelt werden, tragen hingegen den Zusatz o.O. (ohne Optionsschein) oder ex. Diese Trennung wird durchgeführt, da auch nach der Ausübung des Bezugsrechts die Anleihe weiterbesteht. In diesem Fall wird der Anleger sowohl Anteilseigner als auch Gläubiger der emittierenden Aktiengesellschaft. Entschließt er sich jedoch dazu, das Bezugsrecht nicht auszuüben oder den Warrant zu verkaufen, so bleibt er lediglich Gläubiger des Unternehmens und erhält die in den Emissionsbedingungen festgelegten Zins- und Tilgungszahlungen. O p t i o n s a n l e i h e

132 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll132 Wandelschuldverschreibung Optionsanleihe Emission L a u f z e i t Laufzeit- ende 1 Wandlungsfrist Optionsfrist Umtausch in eine Aktie o d e r Bezugsrecht + Option auf Bezug einer Aktie 1 2 2 Sonderfall: Mandatory Klausel: Wandlung am Ende der Laufzeit.

133 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll133 Laufzeit- ende Wandelschuldverschreibung Optionsanleihe Emission L a u f z e i t 1 Wandlungsfrist Optionsfrist Umtausch in eine Aktie o d e r Bezugsrecht + Option auf Bezug einer Aktie 1 2 2 Geld oder Aktie Geld und Aktie

134 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll134 Bei Wandel- und Optionsanleihen müssen in den Emissionsbedingungen zusätzlich die Spezifikationen für den Aktienbezug festgelegt werden. Von wesentlicher Bedeutung sind hierbei: die Wandlungs- bzw. Optionsfrist Zeitraum, in dem der Inhaber der Anleihe sein Wandlungs- oder Optionsrecht ausüben darf das Wandlungs- bzw. Optionsverhältnis gibt an, wie viele Aktien für einen Optionsschein bzw. eine Wandelanleihe bezogen werden dürfen die Barzuzahlung bei Wandlung Höhe der Zuzahlung, die der Inhaber zuzüglich zur Hergabe der Wandelanleihe bzw. für den Erwerb der Aktien leisten muss den Bezugskurs für die Aktien bei Optionsanleihen fixierter Preis, zu dem die Aktien bei der Ausübung des Warrants erworben werden dürfen Wandel- / Optionsanleihen : Spezifikationen für den Aktienbezug

135 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll135 Aktienanleihen koppeln eine Anleihe an die Kursentwicklung einer zugrunde liegenden Aktie. Sie gewähren einen attraktiven Kupon, der deutlich über dem Marktzins liegt. Im Gegenzug erfolgt die Tilgung in Abhängigkeit vom Kurs der Aktie am Laufzeitende entweder zum Nomialbetrag oder durch Lieferung einer bestimmten Anzahl von Aktien. (Termingeschäft) Grundsätzlich gilt: Bei Bartilgung erzielt der Anleger die maximale Rendite. Bei einer Aktienlieferung reduziert sich jedoch die Maximalrendite. Je nach der Kursentwicklung der jeweiligen Aktie können sich auch Verluste ergeben. Daher unterliegt der Anleger auch dem gewöhnlichen Schwankungsrisiko von Aktien. Die Art der Rückzahlung am Ende der Laufzeit richtet sich nach dem so genannten Basispreis (der Option auf die Aktie), der bereits bei Emission festgelegt wird. Wenn die zugrunde liegende Aktie am Bewertungstag auf oder über diesem Basispreis schließt, erfolgt die Rückzahlung zum Nominalbetrag zuzüglich des Kupons. Wenn der Basiswert dagegen am Bewertungstag unter dem festgelegten Basispreis schließt, erfolgt die Rückzahlung durch Aktienlieferung. Die hohe Kuponzahlung erhält der Anleger unabhängig von der Rückzahlungsart. Aktienanleihen

136 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll136 LaufzeitbeginnLaufzeitende Euro Aktienanleihe : Aktie ABC./. Euro 100% Aktienkurs Basispreis der Option auf die Aktie Aktienkurs >= Basispreis Rückzahlung in Euro (100%) + Zinsen Aktienkurs < Basispreis Rückzahlung in Aktien + Zinsen

137 Stand 30.07.2011 Gläubigerpapiere / Georg Boll137 Bei einer kündbaren Anleihe hat der Schuldner das Recht, diese zu einem oder mehreren (Multi-Callable-Bond) vorher definierten Zeitpunkt(en) zum (idR) Nennwert zu kündigen. Oftmals sind die Anleihen als kündbare Stufenzinsanleihen (Callable Step-Up-Bonds) ausgestaltet. Sollte als Rückzahlungsbetrag der Nennwert nicht zu 100% = 100 Euro !! genannt werden, liegt unter Umständen ein riskantes Termingeschäft zugrunde. Beispiel für eine kündbare Stufenzinsanleihe: Laufzeit : 5 Jahre Kündigungsrecht : Der Emittent hat nach einem Jahr das Recht, die Anleihe zu 100% des Nennwerts vorzeitig zurückzuzahlen. Coupon : Jahr 1: 2,5 % Jahr 2 - 5:4,0 % Callable Bonds (= kündbare Anleihen)


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