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Deutsches Venture Capital: Schwieriges Umfeld, aber auch große Chancen Aurelia Venture Capital-Meeting Frankfurt a.M., 16.6.2010 Dörte Höppner Geschäftsführerin.

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1 Deutsches Venture Capital: Schwieriges Umfeld, aber auch große Chancen Aurelia Venture Capital-Meeting Frankfurt a.M., Dörte Höppner Geschäftsführerin Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK)

2 VC-Meeting // Frankfurt a.M., // Seite 2  Seit 1989 die Vertretung der Interessen der Private Equity-Branche gegenüber Politik, Presse, Marktpartnern und Öffentlichkeit  Ziele: Schaffung bestmöglicher Rahmenbedingungen für die Branche in Deutschland Förderung des Verständnisses für die Tätigkeit von Private Equity-Gesellschaften  Fachgruppen: Venture Capital Mittelstand Large Buy-Outs Mittelständische Beteiligungsgesellschaften  Mitgliederstand: 220 ordentliche Mitglieder (Beteiligungsgesellschaften) 110 assoziierte Mitglieder (Sozietäten, WPs, Berater) Über den BVK

3 VC-Meeting // Frankfurt a.M., // Seite 3 Aktuelle Entwicklung

4 VC-Meeting // Frankfurt a.M., // Seite 4 Investitionserwartungen 2010 Quelle: Private Equity-Prognose 2010 des BVK Erwartungen von 107 Beteiligungsgesellschaften aus den Bereichen Venture Capital, Mittelstand und Buy-Outs Große Mehrheit der Gesellschaften erwartet unabhängig von ihrem Marktsegment einen Investitionsanstieg.

5 VC-Meeting // Frankfurt a.M., // Seite 5 Investitionen seit 2008 in Deutschland (I) Quelle: PEREP Analytics/BVK, Marktstatistik = Investitionen in Deutschland unabhängig von der Herkunft der finanzierenden Beteiligungsgesellschaft. Investitionsrückgang bei stabilen Unternehmenszahlen

6 VC-Meeting // Frankfurt a.M., // Seite 6 Investitionen seit 2008 in Deutschland (II) Deutlicher Aufwärtstrend seit zweitem Halbjahr 2009 Quelle: PEREP Analytics/BVK, Marktstatistik = Investitionen in Deutschland unabhängig von der Herkunft der finanzierenden Beteiligungsgesellschaft. 2008: Mio. €, Unternehmen 2009: Mio. €, Unternehmen Unternehmen

7 VC-Meeting // Frankfurt a.M., // Seite 7 VC-Investitionen in Deutschland Quelle: PEREP Analytics/BVK, Marktstatistik = Investitionen in Deutschland unabhängig von der Herkunft der finanzierenden Beteiligungsgesellschaft. Stabilität auf niedrigem Niveau 2008: Mio. €, Unternehmen 2009: 647 Mio. €, 928 Unternehmen

8 VC-Meeting // Frankfurt a.M., // Seite 8 Buy-Outs/Replacement/Wachstum Quelle: PEREP Analytics/BVK, Marktstatistik = Investitionen in Deutschland unabhängig von der Herkunft der finanzierenden Beteiligungsgesellschaft. Anhaltender Aufschwung auf niedrigem Niveau 2008: Mio. €, 287 Unternehmen 2009: Mio. €, 280 Unternehmen

9 VC-Meeting // Frankfurt a.M., // Seite 9 Mangelware: Neue Venture Capital-Fonds Fonds seit 2009 Quelle: BVK-Recherchen, Presseberichte BeteiligungsgesellschaftFondsVolumen in Mio. € Acton Capital PartnersHeureka Growth Fund150 bmpBFB Frühphasenfonds20 Boehringer IngelheimBoehringer Ingelheim Venture Fund100 Genius Venture CapitalTechnologiefonds MV4,5 Team Europe VenturesTeam Europe Ventures-Fonds6 TriangleOpen Sky Technologies Fund100 Bayern KapitalClusterfonds Innovation30 Bayern KapitalClusterfonds EFRE Bayern20 BC Brandenburg CapitalBFB Wachstumsfonds30 MAZ level onePro-Ideenfonds Hamburgk.A. NRW-BankNRW.Bank Kreativ-Fonds30 Target PartnersTarget Partners Fund II113

10 VC-Meeting // Frankfurt a.M., // Seite 10 Problemfeld rechtliche Rahmenbedingungen

11 VC-Meeting // Frankfurt a.M., // Seite 11 Venture Capital in Deutschland ist Mangelware Quelle: EVCA/PEREP Analytics Marktstatistik = Investments nach dem Sitz der Portfoliounternehmen Venture Capital-Investments 2008 zum jeweiligen BIP in %

12 VC-Meeting // Frankfurt a.M., // Seite 12  Studie der European Private Equity and Venture Capital Association (EVCA) seit 2003  Vergleich und Analyse der steuerlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen in den europäischen Ländern für Private Equity und Unternehmertum.  2008: In der Rangliste der 27 untersuchten Länder belegt Deutschland Platz 22.  20 von 25 (2006), 18 von 21 (2004), 14 von 15 (2003) Rahmenbedingungen mangelhaft

13 VC-Meeting // Frankfurt a.M., // Seite 13  Kein Private Equity-Gesetz bzw. einheitlicher Private Equity-Kapitalmarktrahmen  Gesetze und Verordnungen: Gesetz über Unternehmensbeteiligungsgesellschaften (UBGG) Wagniskapitalbeteiligungsgesetz (WKBG) „Private Equity-Erlass“: BMF-Schreiben vom Dezember 2003 zur Abgrenzung von Gewerblichkeit und Vermögensverwaltung bei deutschen PE-Fonds Rechtsrahmen für Private Equity

14 VC-Meeting // Frankfurt a.M., // Seite 14 Koalitionsvertrag und Venture Capital Kernaussagen  „Wir werden die Förderprogramme für Gründungen und Gründungsfonds sowie für die Betriebsnachfolgen zusammen mit der Wirtschaft stark ausbauen, bessere Rahmenbedingungen für Chancen- und Beteiligungskapital schaffen und für ein Leitbild der unternehmerischen Selbständigkeit werben.“  „Unser Ziel ist die Stärkung des Marktes für Beteiligungsunternehmen. Wir schaffen einen einheitlichen attraktiven Wagniskapitalmarkt in Deutschland.“  „Wir werden einen High-Tech-Gründerfonds II als Public-Private-Partnership auflegen, der auf den Erfahrungen des ersten Fonds aufbaut. Darüber hinaus wollen wir dringend benötigtes privates Kapital für deutsche Venture Capital Fonds mobilisieren, indem wir institutionellen Investoren eine anteilige Garantiemöglichkeit zur Risikoabsicherung ihrer Fondseinlagen anbieten.“

15 VC-Meeting // Frankfurt a.M., // Seite 15 Venture Capital-Risikoabsicherungsmodell Garantiemöglichkeit zur Risikoabsicherung für institutionelle Investoren in Venture Capital  Problem: Fehlende bzw. zu kleine private Venture Capital-Fonds Fehlende deutsche Ankerinvestoren Finanzierungslücke bei Weiterfinanzierung von Seed-Investments (HTGF etc.)  Ziel: Verbreiterung der Investorenbasis und Mobilisierung von zusätzlichem Venture Capital-Kapital und Gewinnung neuer deutscher (Anker-)Investoren  Modell in Diskussion: Absicherung von Venture Capital-Fonds-Commitments anteilig gegen Verluste Öffentliche Hand agiert gegen Zahlung einer Prämie als „Versicherung“ im Verlustfall Dadurch Reduzierung des Risiko- bzw. Verlustpotenzials der Venture Capital- Engagements für den Investor

16 VC-Meeting // Frankfurt a.M., // Seite 16 Weitere Venture Capital-Förderung  High-Tech Gründerfonds II Geplanter Folgefonds des 2005 mit 272 Mio. EUR gestarteten High-Tech Gründerfonds  ERP-Startfonds 2009: Aufstockung des ERP-Startfonds im Rahmen des Konjunkturpakets I+II um 220 Mio. Euro Start erfolgte 11/2004 mit 250 Mio. EUR  ERP/EIF-Dachfonds Mai 2010: Erhöhung um 500 Mio. Euro Seit Gründung 2004: Committments i.H.v. fast 500 Mio. € in 16 Venture Capital- Fonds

17 VC-Meeting // Frankfurt a.M., // Seite 17 Interessenvertretung auf EU-Ebene PUBLIC AFFAIRS EXECUTIVE of the Private Equity and Venture Capital Industry in Europe BVK AFIC BVCA EVCA European Venture Capital and Private Equity Association …… AIFM DirectiveSolvency II Capital Requirements Directive Weißbuch Venture Capital Pension Fund Directive

18 VC-Meeting // Frankfurt a.M., // Seite 18 Hintergrund  Entwurf einer Regulierungsrichtlinie der EU-Kommission für Alternative Investment Fund Managers (AIFM) am 30. April 2009  Reaktion auf zwei Initiativberichte des EU-Parlaments (Lehne-, Rasmussen-Bericht) in 2008  Motiviert durch Finanzmarktkrise: EU-Institutionen demonstrieren Handlungsfähigkeit  Gilt für Private Equity-, Mezzanine-, Hedge-, Infrastruktur-, Rohstoff –und Immobilienfonds  Ziel: Investorenschutz verbessern, Kontrolle von systemischen Risiken  Private Equity hat Finanzmarktkrise nicht verursacht oder beschleunigt  Trotzdem verschließt sich Private Equity-Branche nicht einer angemessenen, sachgerechten und verhältnismäßigen Regulierung AIFM - Regulierungsmaßnahme der EU (I)

19 VC-Meeting // Frankfurt a.M., // Seite 19 Bedeutung für Private Equity-Fonds (inkl. Venture Capital-Fonds!) AIFM wird Vorlage für gesetzliche Verankerung von PE in Deutschland sein  Grundsätzlich mehr Transparenz gegenüber Investoren und Aufsichtsbehörden  Kontrolle der Manager durch Registrierungs- bzw. Erlaubnispflicht  Gewisser Verhaltenskodex: Vermeidung/Offenlegung von Interessenskonflikten, Offenlegung von Besserstellungen etc. Viele Inhalte sind bereits „Marktstandard“, aber nun Pflicht  EU-Passport für grenzüberschreitende Verwaltung und Vertrieb von Fonds mit ausschließlich professionellen Anlegern  Depotbankprinzip, unabhängige Bewertung, Mindestkapital?  Offenlegungspflichten für Portfoliounternehmen AIFM - Regulierungsmaßnahme der EU (II)

20 VC-Meeting // Frankfurt a.M., // Seite 20 AIFM – Die Entscheider Europäisches Parlament (ECON + JURI) Europäisches Parlament (ECON + JURI) EU-Kommission Ministerrat (ECOFIN) Trilog

21 VC-Meeting // Frankfurt a.M., // Seite 21 AIFM - Zeitplan May 10 ECON Committee vote (17 May) Jun10 Trilogue Meeting (9 June) July10 Aug 10 Sept 10Oct 10 ECOFIN Council Vote (18 May) Start of Belgian Presidency (1 July) EP plenary (5 – 8 July) EP plenary (6 – 9 Sept) ECOFIN Council (19 Oct) Nov 10 ECOFIN Council (17 Nov) EP plenary (18 – 21 Oct) EP plenary (22 – 25 Nov) Dec 10 ECOFIN Council (7 Dec) Trilogue Meeting (31 May) Trilogue Meeting (16 June) Trilogue Meeting (21 June) Trilogue Meeting (28 June) ECOFIN Council (6 & 23 Jul)

22 VC-Meeting // Frankfurt a.M., // Seite 22 Nach Verabschiedung AIFM durch das EU-Parlament und Ministerrat  Parlament und Ministerrat beschließen nur Rahmenrichtlinien  Beginn der zweijährigen Umsetzungsfrist in nationales Recht, parallel dazu:  auf EU-Ebene: ESMA (EU Aufsichtsbehörde) arbeitet technische Details aus Diese werden von EU-Kommission vorgeschlagen Werden von Level 2 - Ausschuss European Security Committee (ESC) verabschiedet (ESC = Mitgliedstaaten, Vorsitz bei EU-Kommission) Parlament hat Vetorecht  Abschluss Level 2-Verfahren voraussichtlich 2011  Umsetzung in nationales Recht voraussichtlich 2012 Von der EU-Richtlinie in nationales Recht

23 VC-Meeting // Frankfurt a.M., // Seite 23 BVK und Venture Capital 2010

24 VC-Meeting // Frankfurt a.M., // Seite 24  Öffentlichkeitsarbeit Venture Capital in der Finanz- und Wirtschaftskrise  EU-Regulierung von Private Equity Aufsicht, Kapitalmarktrahmen  Koalitionsvertrag Risikoabsicherungsmodell für Venture Capital-Investoren Private Equity-Kapitalmarktrahmen für Deutschland  Öffentliche Förderung von Venture Capital in Deutschland  Investoren für deutsches Venture Capital bzw. Venture Capital-Standort Deutschland Venture Capital-Schwerpunktthemen

25 VC-Meeting // Frankfurt a.M., // Seite 25 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Dörte Höppner Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften – German Private Equity and Venture Capital Association e.V. (BVK) Reinhardtstraße 27c, Berlin Phone Fax Kontakt


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