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1 TB6 Pflegetheorien Thieme Kapitel Pflegetheorien (in der 12. Auflage S.44-53).

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1 1 TB6 Pflegetheorien Thieme Kapitel Pflegetheorien (in der 12. Auflage S.44-53).

2 2 Curriculare Vorgaben TB6 Gesundheits- und Pflegetheoretische Konzepte und Klassifikationssysteme und ihr Nutzen für die pflegerische Praxis Darstellung ausgewählter Gesundheits- und Pflegetheoretische Konzepte

3 3 Einführung in die wissenschaftlichen Grundlagen der Pflege: Inhalt 1. Verwissenschaftlichung der Pflege/Historie der Pflegetheorien/Nightingale 2. Alltagstheorie vs. Wissenschaftliche Theorie 3. Bedeutung wissenschaftlicher Theorien für die professionelle Praxis 4. Merkmale von Pflegetheorien 5. Begriffsbestimmung: a. Modell b. Konzept und Zusammenfassung der Begriffe 6. Kategorisierung der theoretischen Denkschulen bzw. Pflegetheorien

4 4 1. Verwissenschaftlichung der Pflege/Historie der Pflegetheorien/Nightingale 1. Pflege: von Beobachtung und Erfahrung- über Nächstenliebe- zu fundierten, faktenbasierten und überprüften Pflegehandlungen 2. Theodor Fliedner 1836: Kaiserswerth Ausbildungsinstitut (Diakonissen-Schule), Verbindung von Praxis und Theorie! Florence Nightingale berühmteste Schülerin (siehe auch: https://www.youtube.com/watch?v=65rPhLeEXpc) https://www.youtube.com/watch?v=65rPhLeEXpc

5 5 1. Verwissenschaftlichung der Pflege/Historie der Pflegetheorien/Nightingale Florence Nightingale ( ) gilt als Begründerin wissenschaftlicher Vorgehensweise in der Pflege Krimkrieg ( ): sehr verlustreich durch Seuchen/falsche Wundbehandlung Nightingale fertigte ein Regierungsbericht an: Statistische Erhebungen und Ableitung v. Maßnahmen: Sanitär, Hygiene, Qualifikation von Pflegepersonal (Beginn professioneller Systematik in der Krankenpflege)

6 6 1. Verwissenschaftlichung der Pflege/Historie der Pflegetheorien/ Nightingales Aktionen 1859 „Notes on nursing“: Zusammenhang der Umgebung und deren Auswirkungen auf die Gesundheit 1860 Gründung St. Thomas Hospital nursing school/ London Unterricht des Pflegepersonals durch Pflegepersonal statt Medizinern („Nightingaelisches System“) Pflege als eigenständiger Bereich neben der Medizin

7 7 1. Verwissenschaftlichung der Pflege/Historie der Pflegetheorien/Henderson 100 J. später: 1950er/USA: Virginia Henderson „Urmutter der Pflegetheorien“ Krankenpflege als eigenständige, gleichberechtigte Berufsgruppe Fachbeiträge zu Aufgabenfeldern der Pflege Nicht nur Krankheiten sondern auch Umgebungsfaktoren als Ursache für Krankheiten- Veränderung der Lebensgewohnheiten

8 8 1. Verwissenschaftlichung der Pflege/Historie der Pflegetheorien/Henderson Henderson übernimmt Auftrag des ICN (1966), Pflege zu definieren. Verbreitung. Von der Medizin unabhängig (Unterscheidung der Wissensbasis vom biomedizinischen Modell) Hierarchie der Bedürfnisse in Anlehnung an Maslow Zufriedenheit durch Bedürfnisbefriedigung

9 9 1. Verwissenschaftlichung der Pflege/Historie der Pflegetheorien/Einführung des Pflegeprozesses 1985 Lange Zeit Widerstand gegen theoretischen Unterricht, erst im Rahmen der medizinischen Assistenz durch med. Fortschritt mehr Theorie notwendig (1985 Gesetz Krankenpflegeberufe). Auch Einführung des Pflegeprozesses. Humanitätsdebatte 1980er: Kranke nicht nur defizitär sondern menschliche Perspektive (ressourcenorientiert): Bsp. Pflegeprozessmodell/Bedürfnistheorien

10 10 2. Alltagstheorie im Vergleich zur wissenschaftlichen Theorie Alltagstheorie: Subjektive Schlussfolgerung aufgrund von Erfahrung und sozialem/kulturellem Wissen, die sich in Voreingenommenheiten und Handlungen äußern. Ziel: Beschreiben, Erklären und Verstehen der sozialen Umwelt, Handlungsentscheidungen treffen und Abschätzen der Folgen des eigenen Handelns.

11 11 2. Alltagstheorie im Vergleich mit wissenschaftlicher Theorie am Beispiel 1. Beschreibung (Fachsprache): Nachts in einer dunklen Strasse. Ein Mann kommt torkelnd um die Ecke. Man hört den Lärm einer Kneipe. 2. Erklärungsversuch (Theorie): Was ist mit dem Mann los? 3. Vorhersage (Hypothese): Was wird vermutlich passieren? Wenn- Dann Annahme wird abgeleitet 4. Handeln (Intervention): Was tun Sie? Warum? Abfolge des Erkenntnisweges: Fachsprache-Theorie-Hypothese- Intervention

12 12 3. Bedeutung wissenschaftlicher Theorien für die professionelle Praxis: Empirie Empirische Wissenschaft ist Erfahrungswissenschaft : systematisches Beobachten der Umwelt- entwickeln von Theorien- überprüfen der Theorien an beobachtbarer Realität (Empirie).

13 13 3. Bedeutung wissenschaftlicher Theorien für die professionelle Praxis: Empirie „Die Empirie (die beobachtbare Realität) entscheidet über das Zutreffen der Theorien; die Theorien organisieren die empirischen Sachverhalte, verleihen ihnen Bedeutung und lassen ihre Vorhersage zu“ (Hermann, 1991, 43).

14 14 3.Bedeutung wissenschaftlicher Theorien für die professionelle Praxis: Professionelles Handeln durch Theorien Eine Theorie ist eine „…kreative und präzise Strukturierung von Ideen, die eine vorläufige, zielgerichtete und systematische Betrachtungsweise von Phänomenen ermöglicht“ (Chinn& Kramer 1996). Professionelles Handeln ist reflektiert, begründet und nachprüfbar, wenn es theorie(ab)geleitet ist. Pflegetheorien erklären Pflegesituationen, machen sie vorhersagbar und kontrollierbar

15 15 4. Merkmale von Pflegetheorien kreative und präzise Strukturierung von Ideen: Gedankliche Konstruktion eines Zusammenhangs zwischen Faktoren/Phänomenen, die in der Realität beobachtet werden können. Unterschiedliche Theorien berücksichtigen unterschiedliche Faktoren.

16 16 4. Merkmale von Pflegetheorien Vorläufigkeit Theorien sind nicht endgültig, sondern nur so lange gültig, wie die Beobachtungen aus der Realität ihr widersprechen. Eine Theorie ist also relativ und kann durch neue Theorien widerlegt werden

17 17 4. Merkmale von Pflegetheorien Zielgerichtetheit Theorien sind zweckgebunden und verfolgen somit ein Ziel. Sie sollen dem Pflegenden/der Pflegenden erleichtern, Pflegephänomene zu verstehen aus diesem Verständnis Handlungsanweisungen abzuleiten und diese strukturiert begründen zu können.

18 18 4. Merkmale von Pflegetheorien systematische Betrachtungsweise von Phänomenen Systematisch, wenn zeitlicher (Vorher- Nachher), kausaler (Ursache-Folge) und finaler (Ziel erreicht) Zusammenhang erkennbar ist.

19 19 5. Begriffsbestimmung: a. Modell b. Konzept a. Modell Modelle vereinfachen und veranschaulichen komplexe Sachverhalte aus der Realität und werden aus Theorien abgeleitet. Mit Modellen werden Theorien in der Praxis angewendet und überprüft. Annahmen/Hypothesen können mit Modellen getestet werden.

20 20 5. Begriffsbestimmung: a. Modell b. Konzept b. Konzept (concipere- zusammenfassen): Ein Konzept ist der kleinste Baustein einer Theorie, bzw. eines Modells. In der Pflege gibt es: 1. abstrakte Konzepte im Sinne von Konstrukten, die nicht direkt beobachtbar sind; z.B. Wohlbefinden, Schmerz) 2. konkrete Konzepte, aus denen Handlungsanweisungen abgeleitet werden können Beispiel: Bobath- Konzept/Konzept der Bezugspflege

21 21 Umsetzung von Pflegetheorien mithilfe von Konzepten und Modellen 1. Theorien werden in der Praxis bestätigt oder widerlegt 2. Modelle bilden Theorien vereinfacht ab 3. Konzepte geben konkrete Handlungsanweisungen 4. Pflegehandlungen basieren auf theoretischen Annahmen

22 22 6. Pflegetheorien Kategorisierung nach Afaf Melais (1991) Ordnete Pflegetheorien nach ihrem Schwerpunkt Kategorisierung ist wissenschaftlich umstritten, aber anerkannt von medizinischen Diensten und Institutionen des Gesundheitswesens

23 23 6. Kategorisierung der theoretischen Denkschulen bzw. Pflegetheorien A. Bedürfnistheorien (Henderson, Roper, Juchli, Orem, Krohwinkel) B. Interaktionstheorien (Peplau, Orlando) C. Ergebnismodelle (Rogers) D. Transkulturelle Theorien (Leininger)

24 24 6. A: Bedürfnistheorien ( Henderson, Roper, Juchli, Orem, Krohwinkel) gehen auf Theorie der Zufriedenheit von A. Maslow zurück (Entwicklungsmodell) Pflege als Versorgung/Betreuung (care) über einen bestimmten Zeitraum Hierarchie der Bedürfnisse; Zufriedenheit abhängig vom Grad der Bedürfnisbefriedigung Patienten als von Pflege abhängige Wesen (passiv) und Pflegende als aktiv

25 6. B. Interaktionstheorien (Peplau, Orlando) Pflege in Begriffen der Interaktion Pflege/Klient; Klient/Umwelt Pflege als dynamischer Beziehungsprozess Konzentration auf Interaktionsmuster und wie sich Vertrauen, Kontakte und Beziehungen entwickeln Ziel der Pflege: Herstellung von Beziehungen und Sinn in Krankheit zu finden Methode: Problemlösungstechniken und Einsatz der eigenen Person bei Pflegehandlungen und im Interaktionsprozess

26 26 C. Ergebnistheorien (Rogers) Mittelpunkt der Theorien ist das Ergebnis; bzw. der Effekt der Pflegehandlung auf den Patienten (outcome) Ziel der Pflege ist nicht der Pflegeprozess, sondern das Endergebnis Pflegeperson analysiert, inwieweit der zu Pflegende von den Pflegemaßnamen profitiert hat

27 D. Transkulturelle Theorien (Leininger) Kernpunkt der Theorie: Pflege als Fürsorge Fürsorge als Unterstützung und Förderung (Nähe, Beistand, Mitgefühl etc.) Kulturelle Unterschiede der Verhaltensweisen zum Wohle Anderer Schnittmenge zwischen kulturellen Werten des/der zu Pflegenden und der Pflegekraft ergibt professionelle Pflege

28 28 Literatur Schewior-Popp, S./Sitzmann, F./Ullrich, L. (2012): Thiemes Pflege. Das Lehrbuch für Pflegende in Ausbildung. S Auflage. Stuttgart: Thieme


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