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Geschichte der Geschichtswissenschaft Kurze überblicksartige Zusammenfassung – Ein Vorschlag.

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Präsentation zum Thema: "Geschichte der Geschichtswissenschaft Kurze überblicksartige Zusammenfassung – Ein Vorschlag."—  Präsentation transkript:

1 Geschichte der Geschichtswissenschaft Kurze überblicksartige Zusammenfassung – Ein Vorschlag

2 Johann Martin Chladenius Aus der Allgemeinen Geschichtswissenschaft

3 Definition: Sehepunkt S. 14 Der Sehepunkt ist der innerliche und äußerliche Zustand eines Zuschauers, in so ferne daraus eine gewisse und besondere Art, die vorkommenden Dinge anzuschauen und zu betrachten, fließet

4 Sehepunkt Forderung Chladenius Objektivität (unparteiisch) Objektivität (unparteiisch) Gründervater der Geschichtswissenschaft Gründervater der Geschichtswissenschaft Kritik an Chladenius Es gibt keine objektiven Wahrheiten!

5 Friedrich Schiller als klassisches Bild der Aufklärung Was heißt und zu welchem Ende studiert man Universalgeschichte?

6 Annahmen Schillers Schiller sieht Geschichte in der Gegenwart Schiller sieht Geschichte in der Gegenwart Fortschrittsglaube Fortschrittsglaube Kausalität (Ursache und Wirkung): Welt = grosses Billiardspiel Kausalität (Ursache und Wirkung): Welt = grosses Billiardspiel Zwangsläufigkeit der Geschichte Zwangsläufigkeit der Geschichte

7 Unterscheidung Brotgelehrter/ philosophischer Geist Brotgelehrte: Brotgelehrte: - Für Lebensunterhalt arbeitend - Lernt nicht dazu, gefangen in seinen Gedanken Philosophischer Geist - Nicht auf Broterwerb aus - Universalgelehrter - Fortschritt der Wissenschaft als Maßstab seines Tuns

8 Kritik - Heute ist die teleologische (=zielgerichtete) Sichtweise verboten! Denn es wird mit heutigem Wissen interpretiert (siehe dazu u.a. Kocka) und Geschichte ist nicht zwangsläufig! - Zweifel am historischem Entwicklungsprozess (siehe 2. Weltkrieg, Atombombe, Umweltzerstörung, etc.) - Professionalisierung und Wissensexplosion macht Brotgelehrten notwendig

9 Reinhard Koselleck – Wozu noch Geschichte?

10 Historischer Kontext Enthistorisierung der Geisteswissenschaften. Geschichte nicht mehr Leitwissenschaft der Geisteswissenschaften wie im Historismus Enthistorisierung der Geisteswissenschaften. Geschichte nicht mehr Leitwissenschaft der Geisteswissenschaften wie im Historismus Existenzkrise der Geschichtswissenschaften (z.B. 1970 Diskussion Geschichte als Fach abzuschaffen) Existenzkrise der Geschichtswissenschaften (z.B. 1970 Diskussion Geschichte als Fach abzuschaffen) Wozu noch Geschichte? Wozu noch Geschichte?

11 Verteidigung Kosellecks 1. In Wahrheit ist die Geschichtswissenschaft nicht an dem Menschen oder an irgendein besonderes Objekt gebunden. Sie besteht ganz und gar in ihrer Methode. histor. Kritische Methode 2. Jede Wissenschaft hat eine histor. Dimension 3. Geschichte als Denkform

12 Geschichte als Denkform a.) Hinwendung zum konkreten Detail b.) Interdisziplinarität c.) Verfremdungseffekt (siehe Kocka) d.) Ideologiekritik e.) Geschichte zeigt, wie man es nicht machen sollte keine unmittelbare Handlungsanweisung, aber zeigt Perspektiven, Bedingungsnetze möglichen Handelns auf.

13 Jürgen Kocka Wozu betreiben wir Geschichte?

14 Jürgen Kocka - Wozu betreiben wir Geschichte? These 1: Geschichte als Aufklärung! These 1: Geschichte als Aufklärung! These 2: Geschichtswissenschaft/ Geschichte ist von unserem Erkenntnisleitendem Interesse gekennzeichnet These 2: Geschichtswissenschaft/ Geschichte ist von unserem Erkenntnisleitendem Interesse gekennzeichnet

15 Beobachtung man erfährt in der Geschichte Pluralität, Ambivalenz, Relativierung und Zweifel gesellschaftliche Funktion von Geschichte ist vielfältig, sie kann durch den Begriff der Identitätsbildung nur ungenau beschrieben werden. man erfährt in der Geschichte Pluralität, Ambivalenz, Relativierung und Zweifel gesellschaftliche Funktion von Geschichte ist vielfältig, sie kann durch den Begriff der Identitätsbildung nur ungenau beschrieben werden.

16 These 1 Leistungen der Geschichte für die Gegenwart: 1) Kategorien gewinnen, die auch unter veränderten Konstellationen in Gegenwart und Zukunft praktische Orientierung erleichtern. 2) Die Geschichte kann helfen durch sekundäre Fremdheitserfahrungen, durch Verfremdung Möglichkeitsbewusstsein zu erzeugen, im Lichte dessen die gegebene Wirklichkeit unter Legitimationsdruck gerät und ihre scheinbare Selbstverständlichkeit verliert. Hier zeigt sich die Kraft der Geschichte als Kritik.

17 These 2 Geschichtsbeschreibung ist keine wertfreie Darstellung (subjektiver Faktor, soziales Umfeld, Blickrichtung, Ideologie), sie ist nicht objektiv! Geschichtsbeschreibung ist keine wertfreie Darstellung (subjektiver Faktor, soziales Umfeld, Blickrichtung, Ideologie), sie ist nicht objektiv! Erkenntnisleitendes Interesse = Ansatz wird debattiert, nicht die historischen Phänomene man muss Gefühle (Hass, Mitleid, Stolz, Sympathie) gedanklich einholen eigene Wirklichkeit als fremd erfahren man muss Gefühle (Hass, Mitleid, Stolz, Sympathie) gedanklich einholen eigene Wirklichkeit als fremd erfahren

18 Welche Methoden gewinnen wir aus der Betrachtung der Geschichte der Geschichtswissenschaft ??? 1. Historismus (alle Phänomene sind historisch gewachsen) man kann sie histor. analysieren, aber sie sind dadurch auch relativierbar 2. Empirie 3. Erkenntnisinteresse 4. Objektivität (kann man nicht erreichen, aber als Anspruch aufrecht erhalten) 5. Wahrheitsanspruch

19 So sollte ein Historiker arbeiten: Dreischritt Otto Brunners: 1. Begriffsgeschichte 2. Sozialgeschichte 3. Wissenschaftsgeschichte


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