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Martina I. Steiner Kultursensible Kommunikation im Sozial- und Gesundheitsbereich ICH BIN EINE EIGENE WELT…DU.

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Präsentation zum Thema: "Martina I. Steiner Kultursensible Kommunikation im Sozial- und Gesundheitsbereich ICH BIN EINE EIGENE WELT…DU."—  Präsentation transkript:

1 Martina I. Steiner Kultursensible Kommunikation im Sozial- und Gesundheitsbereich ICH BIN EINE EIGENE WELT…DU BIST EINE EIGENE WELT…

2 Martina I. Steiner Kultur Kultur wird als inflationärer Begriff, je nach Situation und Diskurs verschieden gedacht und benutzt. Im Gesundheitsbereich, wie überall anders auch, wird Kultur als Motiv für Kontraste oder gar Unvereinbarkeiten im alltäglichen Umgang miteinander vorgeschoben, auch wenn sie öfters nicht der Auslöser dafür ist. In der Kommunikation im Krankenhausalltag machen sich also zum Teil Ratlosigkeit, zum Teil aber auch Misstrauen bemerkbar. Gerade im Gesundheitsbereich sind jedoch Vertrauen und das Gefühl von Wahrgenommen-werden grundlegend für den Heilungserfolg. 2

3 Martina I. Steiner Was ist Kultur? Kultur könnte jedoch auch unter den folgenden Gesichtspunkten reflektiert werden, um sie nicht als undefinierbar und wirklichkeitsfremd zu erleben: Soziale Praxis (z.B. kollektiver und intersubjektiver Umgang, Beziehungskonzepte, Ritualisierungen) Politische Haltung Kommunikation (z.B. Interaktion, Sprachgebrauch) Produktion von materiellen und nicht- materiellen Gütern (z.B. Gedanken oder Theorien). 3

4 Martina I. Steiner Überlegungen zu Kultur und ihren Gebrauch Je genauer wir beschreiben, was wir unter Kultur verstehen, desto klarer wird uns, was der Begriff in unserem Denken und Handeln für Bedeutung hat. Begriff von Kultur nach C. Geertz in: Dichte Beschreibung. Beitrag zum Verstehen kultureller Systeme (1987:99) (Suhrkamp) Frankfurt am Main Kultur ist das Geflecht von Bedeutungen, in denen Menschen ihre Erfahrungen interpretieren und nach denen sie ihr Handeln ausrichten. 4

5 Martina I. Steiner Kultur ist eine gesellschaftliche Komponente In jeder Gesellschaft gibt es unterschiedliche kulturelle Werte, Bräuche, Riten und Verhaltensmuster, die jedoch nicht immer gleich bleiben, nach denen sich eine Gesellschaft punktuell, d.h. je nach Situation selbst identifiziert. Dadurch bilden sich In-Groups, das sind Gruppen oder Gesellschaften, die sich nach innen orientieren und nach außen abgrenzen. Außenstehende werden oft als fremd, bedrohlich und minderwertig betrachtet. In- Groups sind durch kommunikative Vernetzung erkennbar und haben ein bestimmtes Maß an Solidarität. 5

6 Martina I. Steiner Unterschiedliche Heilsysteme In unterschiedlichen gesellschaftlichen und kulturellen Kontexten werden unterschiedliche Heilsysteme herangezogen, um die Gesundheit zu pflegen und Krankheiten zu heilen. Während sich in westlichen Gesellschaften ein spezialisiertes Medizinsystem etabliert hat, wird in vielen nicht-westlichen Gesellschaften ein ganzheitliches Heilsystem angewendet. Darin ist ein grundsätzlich unterschiedliches Bild vom Menschen angelegt, welches den Heilungsprozess fördern oder behindern kann. 6

7 Martina I. Steiner Menschenrechte und ihre Verteilung Über die unterschiedliche politische Anerkennung, Unterstützung und Förderung von Gruppen mit unterschiedlicher Herkunft, Interessen, Bedürfnissen, Identitätsmerkmalen wie z.B. Geschlecht, Alter oder Hautfarbe werden Leitkulturen und Subkulturen geschaffen, welche im gesellschaftlichen Umfeld positiv oder als bedrohlich für die gesellschaftliche und individuelle Sicherheit klassifiziert werden. 7

8 Martina I. Steiner Kultur als emotionaler Rückhalt Über das kollektive oder subjektive Bild von Kultur werden Ethnizität (Zugehörigkeit) und Identitäten (Eigenbilder) konstruiert, welche den Platz in der Gesellschaft definieren. Zugehörigkeit und Identität sind grundlegende emotionale Bedürfnisse, aus denen ein Gefühl von Sicherheit bezogen wird. 8

9 Martina I. Steiner Kulturelles Wissen ist… das Wissen um Gepflogenheiten und deren Bedeutung im privaten und öffentlichen Lebenskontext wie Werte, Sprache, Normen, Regeln, Rituale. Dazu gehört auch geschichtliches Wissen, durch welches Entwicklungsverläufe erkannt werden können. Das implizite, durch Sozialisierung erlernte kulturelle Wissen bildet den Wahrnehmungshintergrund für unser Lebensumfeld (Habitat) und Beziehungen.

10 Martina I. Steiner Kultureller Bezug als emotionale Stütze im Krankheitsfall Migration birgt viele Stressfaktoren in sich und hat öfters Krankheit zur Folge. Gemessen am Prozentanteil der Migranten und Migrantinnen in Wien, gibt es mehr Kranke mit Migrationshintergrund als Einheimische im Krankenhaus. MigrantInnen sind aus ihrem kulturellen Lebensumfeld gerissen und finden Sicherheit und Identität lediglich in Bezug auf die eigene Geschichte und dem subjektiven kulturellen Wissen und Bewusstsein.

11 Martina I. Steiner Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!


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