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Einführung in eine prozessorientierte BWL J. Bensch KAPITEL 2 Die Bilanz 1/33 Anlagevermögen Gebäude u. Grundst. Maschinen u. Anl. Betriebs-/Gesch.ausst.

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1 Einführung in eine prozessorientierte BWL J. Bensch KAPITEL 2 Die Bilanz 1/33 Anlagevermögen Gebäude u. Grundst. Maschinen u. Anl. Betriebs-/Gesch.ausst. Umlaufvermögen Werkstoffe Forderungen Bank/Kasse Fertigerzeugnisse Eigenkapital Fremdkapital Langfristige Bankverbindlichkeiten (Darlehen) Kurzfristige Bankverbindlichkeiten (Dispositionskredite) Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten Wertsumme = Aktiva Passiva Eine Bilanz ist eine Gegenüberstellung von Vermögen und Schulden (Kapital) eines Unternehmens. Bilanz Der Aufbau der Bilanz hat für den Unternehmer viele Vorteile: über die zu einem bestimmten Zeitpunkt vorhandenen Vermögensbestände und deren Wert. darüber, wem das Unternehmen zu einem bestimmten Zeitpunkt gehört. Er erhält einen Überblick über das Verhältnis von Vermögen und Kapital zu einem bestimmten Zeitpunkt. Dadurch, dass die beiden Bilanzseiten im Grunde nach dem gleichen Prinzip aufgebaut sind, lassen sich aussage- kräftige Beurteilungen treffen. Hier stehen alle Vermögenswerte des Unternehmens. Hier kann man sehen, in welche Vermögens- werte das Unterneh- men investiert hat. Investierungsseite = Seite der Mittelverwendung Die Gliederung erfolgt nach dem „Prinzip der zunehmenden Liquidität“. Hier stehen alle Kapitalwerte des Unternehmens. Hier kann man sehen, gegenüber wem das Unternehmen Ver- pflichtungen hat. Finanzierungsseite = Seite der Mittelherkunft Die Gliederung erfolgt nach dem „Prinzip der zunehmenden Fälligkeit“.

2 Einführung in eine prozessorientierte BWL J. Bensch KAPITEL 2 Die Bilanz 2/33 Beispiel: Ein Unternehmer gründet ein Unternehmen zu folgenden Bedingungen: (1)Er überweist € von seinem privaten Bankkonto auf das Bankkonto des Unternehmens. Vermögen des Unternehmens Kapital des Unternehmens (1) Das Geld steht auf dem Bankkonto zur Verfügung. (2)Er kauft eine Maschine, Anschaffungswert €. Der Lieferant gewährt ein Zahlungsziel. (3)Er nimmt ein Darlehen über € bei der Bank auf und kauft von diesem Geld die Ladenein- richtung. (4)Er erhält von seiner Bank einen Kredit und kauft davon Rohstoffe für €. (1) Das Geld wurde vom Unternehmensinhaber eingebracht. (2) Es findet eine Investition in das Anlagever- mögen statt. (2) Es entsteht eine Zahlungsschuld gegenüber dem Lieferanten. (3) Es findet eine Investition in das Anlagever- mögen statt. (3) Es entsteht Zahlungsschuld gegenüber der Bank. (4) Es findet eine Investition in das Umlaufver- mögen statt. (4) Es entsteht Zahlungsschuld Gegenüber der Bank. Summe € I. Anlagevermögen Maschinen € Werkstoffe6.000 € Bank5.000 € BGA8.000 € II. Umlaufvermögen I. Eigenkapital € Langfr. Bankverb € Lieferanten- verbindlichkeit € II. Fremdkapital Kurzfr. Bankverb € Wichtig: Investierung und Finanzierung sind immer wertmäßig gleich!

3 Einführung in eine prozessorientierte BWL J. Bensch KAPITEL 2 Die Bilanz 3/33 Unternehmen investieren Kapital in Vermögen, damit das eingesetzte Vermögen eine Leistung erbringt und damit letztendlich einen Gewinn erwirtschaftet. Ohne ein leistungsfähiges Vermögen können Unternehmen keine Gewinne erzielen. Das Anlagevermögen gibt über einen längeren Zeitraum Leistungen ab. Die Materialbestände (Werkstoffe, Handelswaren) des Umlaufvermögens können kurzfristig zur Leistungserbringung genutzt werden. Die Liquiditätsbestände (Bank, Kasse, Forderungen) sichern die Zahlungsfähigkeit. Der Einsatz des Anlagevermögens verursacht selbst einen Leistungseinsatz, denn durch die Nutzung verlieren die Vermögenswerte im Laufe der Zeit an Wert. Das nennt man betriebswirtschaftlich Abschreibung. Der Leistungseinsatz entsteht durch den Verbrauch des Materials. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entstehen, wenn Leistungen an Kunden „auf Ziel“ verkauft werden. Der Kunde erhält dann beispielsweise Fertigerzeugnisse im Wert von € geliefert und muss die Rechnung innerhalb von 30 Tagen (Zahlungsziel) begleichen. Während dieses Zeitraums fehlen dem Unternehmer €, denn dem Kunden wurde quasi eine zinsloser Kredit gewährt. Die Forderung stellt eine Vermögensposition da, die kurzfristig zu einer Liquiditätserhöhung (Geldfluss) führt. Vermögen des Unternehmens Leistungseinsatz Die Bestände an Fertigerzeugnissen stellen das Leistungsergebnis dar. Durch den kurzfristigen Verkauf findet ein Liquiditätsrückfluss (v. a. beim Bankbestand) statt. Leistungseinsatz Wertverlust durch den Einsatz über einen längeren Zeitraum (Abschreibung). Kurzfristig durch Verbrauch in der Produktion. Leistungseinsatz Leistungsergebnis (Wert: Summe des Leistungseinsatzes) Liquiditätsnah (Geld, das bald genutzt werden kann.) Zahlungsmittelbestände, die für Reinvestitionen genutzt werden können. I. Anlagevermögen Maschinen Werkstoffe BGA II. Umlaufvermögen Fertigerzeugnisse Forderungen a.L.u.L. Bank, Kasse

4 Einführung in eine prozessorientierte BWL J. Bensch KAPITEL 2 Die Bilanz 4/33 Bei jeder Investitionsentscheidung spielt die Finanzierung eine Rolle. Grundsätzlich kann Eigen- oder Fremdkapital zur Finanzierung genutzt werden. Fremdkapital: Wird Fremdkapital investiert, führt dies ► zu einem Leistungseinsatz, wenn man für das Fremdkapital an die Fremdkapitalgeber (z. B. Banken) Zinsen zahlen muss. Der Einsatz ist also nur dann lohnend, wenn das Vermögen, in das dieses Fremdkapital eingesetzt wurde, mindestens einen Leistungsertrag erbringt, der über diesem Leistungseinsatz (vor allem Zinsen) liegt. ► zu keinem Leistungseinsatz, wenn man für das Fremdkapital an die Fremdkapitalgeber keine Zinsen zahlen muss. Dies ist vor allem bei Verbindlichkeiten der Fall. Lieferanten überlassen dem Unternehmen z. B. Ware (= Vermö- gen) und die Zahlung dieser Lieferung kann erst später erfolgen, weil ein Zahlungsziel gewährt wird (beispielsweise wird am Ware im Wert von € geliefert und ein Zahlungsziel von 30 Tagen gewährt. Zahlt das Unter- nehmen die € erst am , steht ihm ein vermögen von € zur Verfügung und gleichzeitig besteht für 30 Tage eine Verbindlichkeit gegenüber dem Lieferanten. Für dieses Fremdkapital müssen keine Zinsen an den Lieferanten gezahlt werden. Anders sieht die Sache aus, wenn der Lieferant einen Skonto gewährt). Eigenkapital: Die Investition von Eigenkapital durch den Unternehmer ist zunächst einmal grundsätzlich zinslos, wenn das Unternehmen muss an den Unternehmer keine Zinsen zahlen. Der Unternehmer erhofft sich von seiner Investition jedoch ebenfalls einen Ertrag, denn ansonsten könnte er sein Kapital alternativ beispielsweise auch bei einer Bank anlegen und dort Zinsen erhalten. Die Investition ist für den Unternehmer also dann „lohnend“, wenn er für sein investiertes Eigenkapital mindestens einen Gewinn erhält, der so hoch ist wie realisierbare Zinsen bei der Bank. Kapital des Unternehmens Zinsen für die Überlassung. Leistungseinsatz Steht zinslos zur Verfügung. Steht zinslos zur Verfügung, jedoch erwartet Unternehmer eine Gegenleistung (Gewinn). I. Eigenkapital Bankverbindlichk. II. Fremdkapital Lieferantenverbindl.

5 Einführung in eine prozessorientierte BWL J. Bensch KAPITEL 2 Die Bilanz 5/33 Die Begriffe „Geld“ und „Kapital“ werden im allgemeinen Sprachgebrauch häufig gleichgesetzt. Geld und Kapital sind in der Welt der Finanzbuchhaltung jedoch grundsätzlich andere Dinge. Geld kommt in der Buchhaltung zunächst in zwei Formen vor: In Bargeld, also Münzen und Scheine in der sogenannten „Kasse“ (das kann z. B. die Portokasse sein der die Kasse im Verkaufsraum mit dem Wechselgeld) und Buchgeld, also Guthaben auf Konten (z. B. Girokonten - der Kaufmann spricht von Kontokorrentkonten -, Tagesgeld- oder Sparkonten). In Bargeld, also Münzen und Scheine in der sogenannten „Kasse“ (das kann z. B. die Portokasse sein der die Kasse im Verkaufsraum mit dem Wechselgeld) und Buchgeld, also Guthaben auf Konten (z. B. Girokonten - der Kaufmann spricht von Kontokorrentkonten -, Tagesgeld- oder Sparkonten). Das Geld sichert die Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens. Ohne Geld können Rechnungen nicht ausgeglichen, Mieten und Gehälter überwiesen, Steuern nicht gezahlt werden usw. Zu viel Geld „anzusparen“ (Überliquidität) ist jedoch ebenfalls nachteilig, denn letztendlich soll das Geld im Unternehmen „arbeiten“. Ausgaben innerhalb eines Zeitraums Einnahmen innerhalb eines Zeitraums Zahlungsmittel- bestand Über- liquidität Ausgaben innerhalb eines Zeitraums Einnahmen innerhalb eines Zeitraums Zahlungsmittel- bestand Über- liquidität

6 Einführung in eine prozessorientierte BWL J. Bensch KAPITEL 2 Die Bilanz 6/33 Beispiel: Einem Unternehmen fließen über die Umsatzerlöse liquide Mittel auf dem Kontokorrentkonto zu. Die Bank zahlt für das Guthaben 2 % Zinsen. Der Unternehmer entschließt sich, das zur Verfügung stehende Geld vom Konto abzuheben und dafür eine neue Maschine zu kaufen. Diese Investitionsentscheidung ist dann sinnvoll, wenn der Ertrag der Maschine (auf der Maschine werden Erzeugnisse hergestellt, die mit Gewinn verkauft werden können) größer als 2 % ist. Unternehmen müssen über Bar- und Buchgeld verfügen, um zahlungsfähig zu bleiben. Dieses Geld ist jedoch mehr oder weniger produktiv, erbringt also ein Leistungsergebnis. Liegt Bargeld nur in der Kasse, ist es unproduktiv. Es sichert zwar die Zah- lungsfähigkeit, erbingt aber keine Zinsen (Leistung) Buchgeld, das auf einem Bankkonto eingezahlt ist, sichert die Zahlungs- fähigkeit und erbringt Zinserträge (Leistung). Geld, das in eine Maschine investiert wurde, bindet es, so dass es nicht mehr für andere Zahlungsvorgänge genutzt werden kann, jedoch erbringt es idealerweise hohe Erträge (Leistungen).

7 Einführung in eine prozessorientierte BWL J. Bensch KAPITEL 2 Die Bilanz 7/33 Beispiel: Ein Unternehmen verfügt über € Buchgeld. Der Unternehmer entschließt sich nun, davon Rohstoffe für € zu kaufen. Eine problematische Entscheidung, denn nun hat er zunächst kein Geld mehr - er ist im Grunde zahlungsunfähig (man sagt auch illiquide). Aus den Rohstoffen fertigt er nun Erzeugnisse, die er für € an Kunden verkaufen kann. Den Kunden gewährt er ein 10 tägiges Zahlungsziel. Während der gesamten Zeit der Herstellung und des Zahlungszieles ist das Unternehmen immer noch illiquide. Ein sonstiger Leistungsein- satz fällt aus Vereinfach- ungsgründen nicht an. Das Unternehmen verfügt zu Beginn über ein Bankguthaben in Höhe von €. Bank € II. Umlaufvermögen Der Unternehmer kauft für € Rohstoffe und gleicht die Rechnung durch Banküberweisung aus. Bank € II. Umlaufvermögen Rohstoffe € Aus den Rohstoffen werden Fertigerzeug- nisse hergestellt, die nun ebenfalls einen Wert von € haben. Fertigerzeugn € II. Umlaufvermögen Bank € Rohstoffe € Durch den Verkauf wird nun ein Gewinn erzielt, denn der Kunde ist bereit, € mehr dafür zu zahlen. Der Verkauf findet auf Ziel statt. Bank € Rohstoffe € II. Umlaufvermögen Forderungen € Fertigerzeugn €

8 Einführung in eine prozessorientierte BWL J. Bensch KAPITEL 2 Die Bilanz 8/33 Beispiel (Fortsetzung): Nun überweisen die Kunden die €. Der Unternehmer hat nun € mehr Geld auf dem Bankkonto. Wieder entschließt er sich zum Kauf von Rohstoffen im Wert von € und das Spiel beginnt von vorn. Nach 5 „Durchläufen“ hat der Unternehmer plötzlich € auf seinem Konto. Gleichen die Kunden die Forderungen aus, fließt (durch die erzielte Wert- schöpfung) mehr Geld zurück auf das Bankkonto, als vorher investiert wurde. Der Unternehmer kauft nun wieder für € Rohstoffe. Doch nun kauft er auch noch für € eine neue, leistungsfähigere Maschine. Hiermit gelingt es dem Unternehmen, hochwertigere Produkte herzustellen. Aus € Rohstoffen werden nun Erzeugnisse hergestellt, die für € verkauft werden können. Man muss das Beispiel wohl nicht weiter fortführen um zu erkennen, dass das Geld immer wieder in Umlauf- und Anlagevermögenswerte umgewandelt wird. Kauft der Unternehmer mit Geld Rohstoffe und stellt er daraus Fertigerzeugnisse her, führt dies relativ schnell wieder zu neuen Einnahmen, die dann den Geldbestand wieder erhöhen. Man nennt die Bestände in diesem Kreislauf auch „Umlaufvermögen“, da hier Geld ständig in andere Umlaufvermögenswerte umgewandelt wird, deren Verkauf relativ schnell wieder zu Geldeinnahmen führt Wird Geld aber in Vermögenswerte umgewandelt, die erst über einen längeren Zeitraum eine Leistung abgeben (wie z. B. die Maschine), dann spricht man von Anlagevermögen. Denn der investierte Wert wird hier langfristig gebunden, also „angelegt“. Forderungen € Rohstoffe € Bank € Fertigerzeugn € II. Umlaufvermögen Das Geld auf dem Bankkonto wird nun ins Umlauf- aber auch ins Anlagevermögen investiert und damit langfristig gebunden. Bank € II. Umlaufvermögen Rohstoffe € I. Anlagevermögen Maschinen €

9 Einführung in eine prozessorientierte BWL J. Bensch KAPITEL 2 Die Bilanz 9/33 Bereits bei dem zuvor angeführten Beispiel fällt auf, dass immer nur von „Geld“ gesprochen wird, das „investiert“ wird. Schon diese Begrifflichkeit ist im Grunde nicht ganz richtig. Denn man vergisst in allen Fällen, wem dieses Geld eigentlich gehört, das da im Unternehmen „arbeitet“. Nun kommt der Begriff „Kapital“ ins Spiel. Auf diese Weise wird erklärt, welche Personen Ansprüche gegenüber dem Unternehmen haben. Beispiel: Ein Unternehmer verfügt über € Buchgeld. Mit diesem Geld möchte er ein Unternehmen gründen. Daher überträgt er das Geld in das Vermögen des Unternehmens. Mit dem Geld schafft er verschiedene Vermögenswerte an. Nachdem er sein Unternehmen eröffnet hat, erwirtschaftet er Gewinne. Auch dieses Geld investiert er in sein Unternehmen. Folge: Auf alle Vermögenswerte, die sich im Unternehmen befinden, hat allein der Unternehmer einen Herausgabeanspruch. Das bedeutet, dass er jederzeit einen Teil des Vermögens oder das gesamte Vermögen aus seinem Unternehmen auch wieder herausnehmen kann. Der Wert des Vermögens entspricht daher dem Eigenkapital, das im Unternehmen eingesetzt wurde. Vermögen des Unternehmens Summe € I. Anlagevermögen Maschinen € Werkstoffe6.000 € Bank5.000 € BGA8.000 € II. Umlaufvermögen I. Eigenkapital € Kapital des Unternehmens

10 Einführung in eine prozessorientierte BWL J. Bensch KAPITEL 2 Die Bilanz 10/33 In der Praxis reicht das „Startkapital“, das dem Unternehmensinhaber zur Verfügung steht, um ein Unternehmen zu gründen, nicht aus. Vor allem die Gegenstände des Anlagevermögens sind häufig zu teuer (z. B. Maschinen und Büroeinrichtung). Müsste der Unternehmer also allein mit seinem „Startkapital“ ein Unternehmen gründen, wäre ihm das häufig gar nicht möglich. Es gibt jedoch auch andere Personen bzw. Unternehmen, die die Unternehmensgründung finanziell unterstützen. Dazu gehören: Banken Banken sind vereinfachend gesagt Unternehmen, die Geld von Sparern bekommen und an andere Personen und Unternehmen „verleihen“. Den Sparern geben sie für die Anlage etwas, nämlich Zinsen. Von den Personen und Unternehmen, denen sie Geld „leihen“ nehmen sie Zinsen. Da die Zinsen für Guthaben (Geld der Sparer) niedriger sind als die Zinsen für das „geliehene“ Geld, erwirtschaften Banken einen Gewinn. Beispiel: Der bereits bekannte Unternehmensgründer verfügt über ein „Startkapital“ von €. Um das Unternehmen gründen zu können, muss er jedoch Werkstoffe und Maschinen anschaffen, die zusammen € kosten. Die Bank „leiht“ ihm daher €. Der Unternehmer überträgt € „Starkapital“ auf das Bankkonto des Unternehmens. Bank € Rohstoffe € Maschinen5.000 € € Die Bank gibt einen Kredit über €. EK-Einlage € Bankkredit5.000 €

11 Einführung in eine prozessorientierte BWL J. Bensch KAPITEL 2 Die Bilanz 11/33 Beispiel (Fortsetzung): Wie bereits bekannt, kauft der Unternehmer nun für € Rohstoffe. Die Rohstoffe im Wert von € hat er mit seinem „eigenen Geld“ gekauft. Das Anlagevermögen im Wert von € hat er mit dem Geld gekauft, dass ihm die Bank zur Verfügung gestellt hat. Nun verkauft er die hergestellten Erzeugnisse für € und das Geld durch den Verkauf fließt zurück in sein Unternehmen. Wieder werden aus Rohstoffen im Wert von € Fertigerzeugnisse hergestellt und diese für € an Kunden verkauft. Gleichen diese die Rechnung durch Banküberweisung aus, steigt das Guthaben bei der Bank wieder auf €. Rohstoffe € Maschinen5.000 €EK-Einlage € Bankkredit5.000 € € Forderungen € Die Wertschöpfung in Höhe von € (Gewinn) führt dazu, dass sich das Eigenkapital um € erhöht. Dem Unternehmer gehören jetzt € und er hat immer noch € „Schulden“ bei der Bank. Nun zahlt er € an die Bank, so dass sein Kredit auf € schrumpft. Geht man zunächst davon aus, dass das Anlagevermögen nicht an Wert verliert, gehören dem Unternehmer nun weiterhin € des Vermögens und € sind „verschuldet“. Dadurch, dass € des Kredits zurück gezahlt werden, sinkt das im Unternehmen eingesetzte Fremd- kapital. Gleichzeitig verringert sich die Liquidität um den gleichen Betrag. Bank € Maschinen5.000 €EK-Einlage € Bankkredit3.000 € € Forderungen € Bereits jetzt ist nicht mehr deutlich zu erkennen, in welchen Vermögenswerten genau das Fremdkapital eingesetzt ist €

12 Einführung in eine prozessorientierte BWL J. Bensch KAPITEL 2 Die Bilanz 12/33 Beispiel (Fortsetzung): Nun leiht sich der Unternehmer erneut € bei der Bank, um eine neue Maschine und mehr Rohstoffe kaufen zu können. Er verfügt nun über € Buchgeld und € Anlagevermögen, wobei € Schulden gegenüber der Bank bestehen. Bank € Maschinen5.000 € EK-Einlage € Bankkredit7.000 € € Das Beispiel macht deutlich, dass spätestens jetzt niemand mehr so richtig weiß, in wel- chen Vermögenswerten das von der Bank geliehene „Geld“ steckt. Es ist zum Teil im Anlagevermögen, zum Teil in den Rohstoffen und im Bankguthaben „angelegt“. Aus diesem Grund spricht man in der Buchhaltung bei einem Kredit auch nicht von „geliehenem Geld“ sondern besser von „Fremdkapital“. Fremdkapital sind Zahlungsansprüche Dritter (hier: Banken) gegenüber Unternehmen. Denn der Bank ist es letztendlich egal, in welche Vermögenswerte der Unternehmer das „überlassene Geld“ (besser: das investierte Fremdkapital) „gesteckt“ hat. Was letztendlich zählt ist, dass der Unternehmer den Kredit (und die Zinsen) vereinbarungsgemäß zurückzahlen kann. Das bei Banken aufgenommene Fremdkapital wird unterschieden in langfristige und kurzfristig fällige Bankverbindlichkeiten. muss in voller Höhe zurückgezahlt werden (in der Regel zum vereinbarten Zeitpunkt). Diese Rückzahlung stellt keinen Leistungseinsatz dar. verursacht Zinsen, die ebenfalls an die Bank zum vereinbarten Zeitpunkt gezahlt werden müssen. Die Zinszahlung stellt einen Leistungseinsatz dar, da dies die Kosten der Inanspruchnahme des Kredits sind.

13 Einführung in eine prozessorientierte BWL J. Bensch KAPITEL 2 Die Bilanz 13/33 Unter Eigenkapital versteht man die Vermögensgegenstände, für die Dritte keinen Zahlungsanspruch geltend machen können. Oder anders gesagt: Eigenkapital ist das Vermögen des Unternehmens, für das nur der Unternehmer selbst einen Herausgabeanspruch hat. Oder anders gesagt: Eigenkapital ist das Vermögen des Unternehmens, für das nur der Unternehmer selbst einen Herausgabeanspruch hat. Man nennt das Eigenkapital daher auch „Reinvermögen“, weil es nicht mit Schulden belastet ist. Wert des Vermögen – Wert der Schulden = Wert des Reinvermögens (Eigenkapitals) Beispiel: Ein Unternehmer gründet mit € „gespartem Geld“ sein Unternehmen. Davon kauft er zunächst für € Anlagevermögenswerte und für € Rohstoffe. Ihm gehören nun immer noch das gesamte Vermögen. Kein außenstehender Dritte (z. B. Bank) kann nun von diesem Unternehmen eine Zahlung verlangen. Nur der Unternehmer allein kann entscheiden, was er mit seinem Vermögen macht. Er kann z. B € vom Bankkonto des Unternehmens auf sein privates Bankkonto zurück buchen. Letzten Endes kann der Unternehmen seinen Betrieb schließen und alles Vermögen „herausnehmen“. Er hat also einen Herausgabeanspruch gegenüber seinem Unternehmen in Höhe von €. Hinweis: Im Grunde genommen stellt auch das Eigenkapital aus Sicht des Unternehmens „Schulden“ dar. Das Unternehmen „schuldet“ das Eigenkapital gegenüber dem Unternehmer (Privatperson). Im Gegensatz zu Verbindlichkeiten (gegenüber Banken und Lieferanten) besteht zwar keine Rück- zahlungsfrist und es müssen keine Zinsen dafür gezahlt werden, dennoch hat der Unternehmer einen ständigen Herausgabeanspruch. Daher gilt in der Bilanz: Wert des Vermögens = Wert der Schulden (Kapital)

14 Einführung in eine prozessorientierte BWL J. Bensch KAPITEL 2 Die Bilanz 14/33 Investitionen finden statt in Langfristige Sachinvestitionenkurzfristige Sachinvestitionen Sachinvestitionen In diesem Fall wird Kapital in Vermögenswerte investiert, die dem Unternehmen langfristig zur Verfügung stehen. In diesem Fall wird Kapital in Vermögenswerte investiert, die dem Unternehmen kurzfristig zur Verfügung stehen. Geldinvestitionen In diesem Fall wird Kapital in die Liquiditätsbestände des Unternehmens investiert, damit Auszahlungen möglich sind. Sachkapital Dieses Kapital ist in Vermögenswerten gebunden, die zur langfris- tigen Leistungserbringung (z. B. Maschinen) und zur kurzfristigen Leistungserbringung (z. B. Handelswaren) dienen. Geldkapital Dieses Kapital stellt ungebunde ne Geldmittel (z. B. Bankgutha- ben, Bargeld in der Kasse) dar. Grundsätzlich stehen dem Unternehmer zwei Finanzierungsquellen zur Auswahl. EigenkapitalFremdkapital Dieses Kapital gehört dem Unternehmer selbst, d. h. außenstehende Dritte haben darauf keinen Herausgabeanspruch. Dieses Kapital wird durch außenstehende Dritte dem Unternehmen zur Verfügung ge- stellt. Die Kapitalgeber haben gegenüber dem Unternehmer einen Herausgabeanspruch. Langfristiger Einsatz in Sachvermögen kurzfristiger Rückfluss aus dem Verkauf von Sachvermögen kurzfristiger Einsatz in Sachvermögen

15 Einführung in eine prozessorientierte BWL J. Bensch KAPITEL 2 Die Bilanz 15/33 Materialstrom GeldstromWertschöpfungsstrom

16 Einführung in eine prozessorientierte BWL J. Bensch KAPITEL 2 Die Bilanz 16/33 Grundstücke und Bauten Technische Anlagen Und Maschinen Betriebs- und Geschäftsausstattung Räumlichkeiten, in denen die Leistung erbracht wird. Produktionsmittel, auf denen die Leistung erbracht wird. Gegenstände der Verwaltung, die die Leistungserbringung unterstützen. Bindungsfrist Sachvermögen Reinvestition ins Anlagevermögen Werkstoffe (Roh-, Hilf- und Betriebsstoffe) und Waren Material, das in der Fertigung in Fertigerzeugnisse umgewandelt wird. Produktion = Unternehmensleistung Unfertige und fertige Erzeugnisse Erzeugnisse als Ergebnis des unter- nehmerischen Leistungsprozesses. (Geld-) Forderungen Durch den Verkauf der Leistung auf Ziel an Kunden erzielt. Leistungs- ergebnis Leistungs- verwertung Zahlungsmittel- bestände Bar- und Buchgeld, das für Vermögens- anschaffungen genutzt werden kann. Umlaufvermögen Reinvestition ins Umlaufvermögen

17 Einführung in eine prozessorientierte BWL J. Bensch KAPITEL 2 Die Bilanz 17/33 Vermögen des Unternehmens Summe € I. Anlagevermögen Maschinen € Werkstoffe6.000 € Bank2.000 € BGA8.000 € II. Umlaufvermögen I. Eigenkapital € Langfr. Bankverb € Lieferanten- verbindlichkeit € II. Fremdkapital Kurzfr. Bankverb € Kapital des Unternehmens Die Beispiele haben gezeigt, dass die Vermögens- und Kapitalbestände, die in einer Bilanz ausgewie- sen werden, nur für einen bestimmten Zeitpunkt gelten. Täglich treten zahlreiche betriebswirtschaftliche Vorgänge auf, die die einzelnen Bestandswerte verändern. In der Buchhaltung nennt man dies Geschäftsvorfälle. Auffällig ist nun, dass kein Geschäftsvorfall die Bilanz aus dem „Gleichgewicht“ bringen kann. Dies liegt daran, dass Vermögen und Kapital zu jeder Zeit den gleichen Wert aufweisen. Beispiel 1: Ein Kunde gleicht eine Rechnung in Höhe von € durch Banküberweisung aus. Forderungen4.000 € Veränderung 1: Der Wert des Bankkontos steigt um €. Veränderung 2: Der Wert der Forderungen sinkt um €. Der Wert der Bilanzsumme ändert sich nicht. Da sich die Veränderungen nur auf der Aktivseite der Bilanz abspielen, liegt eine Veränderung der Investierungsstruktur (auch: Aktiv-Tausch) vor. Dabei gibt es grundsätzlich nur zwei Möglichkeiten: Die Liquidität des Unternehmens verbessert sich. In diesem Fall nimmt eine Bestandsposition „oben“ ab und eine weiter unten „zu“ (wie im vorliegenden Fall). Die Liquidität des Unternehmens verschlechtert sich. In diesem Fall nimmt eine Bestandsposition „oben“ zu und eine weiter unten „ab“ (z. B. Kauf einer neuen Maschine, die bei Lieferung bar bezahlt wird) € €

18 Einführung in eine prozessorientierte BWL J. Bensch KAPITEL 2 Die Bilanz 18/33 Vermögen des Unternehmens Summe € I. Anlagevermögen Maschinen € Werkstoffe6.000 € Bank2.000 € BGA8.000 € II. Umlaufvermögen I. Eigenkapital € Langfr. Bankverb € Lieferanten- verbindlichkeit € Kurzfr. Bankverb € Kapital des Unternehmens Beispiel 2: Mit der Bank wird verein- bart, dass mehrere (kurzfristige) Kredite (Wert €) in ein Darlehen (langfristig) umgewandelt werden. Forderungen4.000 € Veränderung 1: Der Wert der kurzfristigen Bank- verbindlichkeiten sinkt um €. Veränderung 2: Der Wert langfr. Bankverbindlich- keiten steigt um €. Der Wert der Bilanzsumme ändert sich nicht. Da sich die Veränderungen nur auf der Passivseite der Bilanz abspielen, liegt eine Veränderung der Finanzierungsstruktur (auch: Passiv-Tausch) vor. Dabei gibt es grundsätzlich nur drei Möglichkeiten: Die Verschuldung des Unternehmens verschlechtert sich. In diesem Fall nimmt eine Bestandsposition im Bereich Schulden „oben“ zu und eine weiter unten „ab“ (wie im vorliegenden Fall). Die Verschuldung des Unternehmens verbessert sich. In diesem Fall nimmt eine Bestandsposition im Bereich Schulden „oben“ ab und eine weiter unten „zu“. II. Fremdkapital Ein besonderer Fall des „Passiv-Tauschs“ liegt vor, wenn das Eigenkapital steigt und parallel dazu das Fremdkapital sinkt. Dies wäre z. B. der Fall, wenn ein Unternehmen kurzfristige Schulden an die Bank nicht zurück zahlen kann, weil die notwendige Liquidität fehlt. Der Unternehmensinhaber könnte dann durch eine Kapitaleinlage (Erhöhung des Eigen- kapitals, indem er Geld von seinem privaten Bankkonto auf das Geschäftskonto überweist) das Unternehmen mit der benötigten Liquidität versorgen und mit diesem Geld die Kredite bezahlt € €

19 Einführung in eine prozessorientierte BWL J. Bensch KAPITEL 2 Die Bilanz 19/33 Vermögen des Unternehmens Summe € I. Anlagevermögen Maschinen € Werkstoffe6.000 € Bank2.000 € BGA8.000 € II. Umlaufvermögen I. Eigenkapital € Langfr. Bankverb € Lieferanten- verbindlichkeit € Kurzfr. Bankverb € Kapital des Unternehmens Beispiel 3: Einkauf von Rohstoffen für € bei einem Lieferanten. Das Zahlungsziel wird genutzt, sodass zunächst keine Bezahlung erfolgt. Forderungen4.000 € Veränderung 1: Der Wert der Werkstoffbestände steigt um €. Veränderung 2: Der Wert Verbindlichkeiten gegen- über Lieferanten steigt um € € Der Wert der Bilanzsumme steigt um den Wert des Geschäftsvorfalls. Die Veränderungen beziehen sich sowohl auf die Aktiv- als auch die Passivseite der Bilanz. Da beide Seiten sich erhöhen, liegt eine kapitalfinanzierte Investition (auch: Aktiv-Passiv-Mehrung) vor. Dabei gibt es grundsätzlich nur zwei Möglichkeiten: Das Eigenkapital des Unternehmens steigt an. In diesem Fall wird die Investition durch die Einbringung von Eigenkapital finanziert (z. B. überführt der Unternehmer einen Pkw aus seinem Privatvermögen in das Geschäftsvermögen). Die Fremdkapital des Unternehmens steigt an. In diesem Fall wird die Investition durch die Nutzung von Fremdkapital finanziert (wie im vorliegenden Fall). II. Fremdkapital € Eine Aktiv-Passiv-Mehrung führt somit immer dazu, dass das im Unternehmen investierte Vermögen und gleichzeitig das im Unternehmen eingesetzte Kapital ansteigt.

20 Einführung in eine prozessorientierte BWL J. Bensch KAPITEL 2 Die Bilanz 20/33 Vermögen des Unternehmens Summe € I. Anlagevermögen Maschinen € Werkstoffe6.000 € Bank2.000 € BGA8.000 € II. Umlaufvermögen I. Eigenkapital € Langfr. Bankverb € Lieferanten- verbindlichkeit € Kurzfr. Bankverb € Kapital des Unternehmens Beispiel 4: Das Unternehmen zahlt einen Kredit in Höhe von € durch Banküberweisung zurück. Forderungen4.000 € Veränderung 1: Der Wert der kurzfr. Bankverbind- lichkeiten sinkt um €. Veränderung 2: Der Wert des Bankkontos sinkt um €. Der Wert der Bilanzsumme sinkt um den Wert des Geschäftsvorfalls. Die Veränderungen beziehen sich sowohl auf die Aktiv- als auch die Passivseite der Bilanz. Da beide Seiten sich verringern, liegt eine kapitalmindernde Desinvestition (auch: Aktiv-Passiv-Minderung) vor. Dabei gibt es grundsätzlich nur zwei Möglichkeiten: Das Eigenkapital des Unternehmens verringert sich. In diesem Fall wird die Desinvestition durch die Entnahme von Eigenkapital ausgelöst (z. B. Der Unternehmertätigt überweist vom Geschäfts- auf das Privatkonto Geld für die private Lebensführung. - Der Wert des Bankbestandes und gleichzeitig der Wert des Eigenkapitals verringern sich. ). Die Fremdkapital des Unternehmens verringert sich. In diesem Fall wird die Verringerung des Fremdkapitals (Tilgung) durch eine Desinvestition im Vermögen ausgelöst (z. B. Tilgung eines Darlehens durch Banküberweisung. - Der Bestand des Bankkontos und gleichzeitig der Bestand des Darlehens verringern sich. II. Fremdkapital Eine Aktiv-Passiv-Minderung führt somit immer dazu, dass sich das im Unternehmen investierte Vermögen und gleichzeitig das im Unternehmen eingesetzte Kapital verringern €

21 Einführung in eine prozessorientierte BWL J. Bensch KAPITEL 2 Die Bilanz 21/33 In einer Bilanz werden die Vermögens- und Schuldenwerte eines Unternehmens gegenübergestellt. Beide Seiten betrachten das Gleiche aus zwei verschiedenen Blickwinkeln. Es gilt: Investierung = Finanzierung Sachvermögen + Geldvermögen = Eigenkapital + Fremdkapital Vermögen=Kapital Daher kann es nur vier Bilanzwertveränderungen geben: Änderung der Vermögensstruktur Änderung der Kapitalstruktur Kapitalerhöhende Investition Kapitalmindernde Desinvestition ⇒ Aktiv-Passiv-Minderung Folge: Verbesserung/Verschlech- terung der Liquidität + - ⇒ Aktiv-Tausch Folge: + - Fristigkeit der Verschul- dung verbessert/ver- schlechtert sich ⇒ Passiv-Tausch Folge: + Investition bei gleichzeitiger Erhöhung von Fremd-/ Eigenkapital + ⇒ Aktiv-Passiv-Mehrung Folge: Verringerung des Ve- mögens bei gleichzeitiger Verringerung des Kapitals. - -

22 Einführung in eine prozessorientierte BWL J. Bensch KAPITEL 2 Die Bilanz 22/33 Es ist zu beachten, dass die Bilanz immer nur eine Stichpunktbetrachtung ist. Die ausgewiesenen Bestandwerte gelten also nur für einen bestimmten Zeitpunkt (häufig den sogenannten Bilanz- stichtag, z. B ). Jeder Bestand in der Bilanz kann bereits am ersten Tag des Geschäftsbe- triebes verändert werden, so dass sich viel in einer solchen Bilanz verändern kann. Diese Verände- rungen werden durch Geschäftsvorfälle ausgelöst. Nach jedem Geschäftsfall müsste man quasi die Bilanz neu aufstellen. Das ist in der Praxis kaum umsetzbar. Dieses Problem löst man, indem man für jeden Bestand der Bilanz eine eigene Bestandsfortführung durchführt. Dabei gibt es folgende Möglichkeiten, die am Beispiel des Kassenbestandes (vorhandenes Bargeld) deutlich gemacht wird: 1. Staffelform mit Endabrechnung Für den Kassenbestand legt man eine eigene Bestandsübersicht an. In eine Liste übernimmt man zunächst den Anfangsbestand. Kassenbestand Dann trägt man jede Mehrung und Minderungen in diese Liste untereinander ein. Am Ende berechnet man dann den Schlussbestand durch Verrechnung der Mehrungen und Minderungen. Vorteil der Methode: Nachteile der Methode: Einfache Vorgehensweise. Unübersichtlicher Wertverlauf (vor allem, wenn viele Veränderungen vorliegen), keine Berechnung von Zwischenergebnissen, sehr fehleranfällige Berechnung, da keine Trennung zwischen Wertzunahmen und -abnahmen erfolgt. Anfangsbestand500,00 € -Auszahlung30,00 € -Auszahlung80,00 € -Auszahlung40,00 € +Einzahlung50,00 € -Auszahlung10,00 € +Einzahlung70,00 € =Endbestand460,00 €

23 Einführung in eine prozessorientierte BWL J. Bensch KAPITEL 2 Die Bilanz 23/33 2. Staffelform mit Zwischensummen Die Vorgehensweise ist die gleiche wie bei Alternative 1, jedoch werden nun Zwischenergebnisse berechnet. Kassenbestand Vorteil der Methode: Nachteil der Methode: Jederzeit liegen aktuelle Zwischenergebnisse vor. Immer noch sehr fehleranfällige Berechnung, da keine Trennung zwischen Wertzunahmen und - abnahmen erfolgt. Anfangsbestand500,00 € -Auszahlung30,00 € =Endbestand460,00 € =Zwischensumme470,00 € -Auszahlung80,00 € =Zwischensumme390,00 € +Einzahlung70,00 € 3. Verrechnungsgetrennte Darstellung Für den Kassenbestand legt man eine eigene Bestandsübersicht an. Dieses ist nun aber in zwei Seiten aufgeteilt: Die linke Seite für positive Werte, die rechte für negative Werte. Kassenbestand Vorteil der Methode: Nachteil der Methode: Aus- und Einzahlungen werden getrennt erfasst, sodass man beim Verrechnen nicht durcheinander kommt, denn man kann nun auch die Ausgaben einfach addieren. Die Darstellung ist etwas kompliziert, da man den Endbestand immer noch gesondert berechnen muss. Den Anfangsbestand (positiver Wert) über- nimmt man zunächst auf die linke Seite. Dann trägt man jede Mehrung und Minderungen in diese Liste jeweils auf den entsprechenden Seiten ein. Am Ende berechnet man die Summe der beiden Seiten und aus der Differenz den Endbestand. -Auszahlung30,00 € -Auszahlung80,00 € -Auszahlung40,00 € -Auszahlung10,00 € =Summe160,00 € Anfangsbest.500,00 € +Einzahlung50,00 € +Einzahlung70,00 € =Endbestand460,00 € =Summe620,00 € -Summe Ausz.160,00 €

24 Einführung in eine prozessorientierte BWL J. Bensch KAPITEL 2 Die Bilanz 24/33 4. Nutzung eines T-Kontos Diese Methode ist der vorherigen sehr ähnlich, hat aber zusätzliche Vorteile. Kassenbestand Zunächst einmal nutzt man ein so genann- tes T-Konto, das bereits von der Darstel- lung der Bilanz bekannt ist. Ein T-Konto be- steht aus zwei Seiten: Der Soll-Seite (linke Seite) und der Haben-Seite (rechte Seite). Auszahlung30,00 € Auszahlung80,00 € Auszahlung40,00 € Auszahlung10,00 € Anfangsbest.500,00 € Einzahlung50,00 € Einzahlung70,00 € SollHaben 620,00 € Endbestand160,00 € Das Wort „Konto“ bedeutet so viel wie „Rechnung“. Im Gegensatz zur Staffelform, bei der Mehrungen und Minderungen unter- einander geschrieben werden, wird beim Konto eine Trennung durch zwei Seiten (Mehrungs- und Minderungsseite) vorge- nommen. Achtung! „Soll“ und „Haben“ sind lediglich die Bezeichnungen für die Seiten des Kontos. Eine andere Bedeutung haben diese Begriffe nicht! Es dürfen also keine „Eselsbrücken“ gebildet werden wie z. B. „Auf der Soll-Seite steht das, was da sein soll“. „Soll“ bedeutet einfach „links“ und „Haben“ rechts. Es gibt nun nur eine Regel, die wirklich zu beachten ist: Der Anfangsbestand wird auf die Soll-Seite des Kontos eingetragen. Mehrungen (hier: Einzahlungen) des Anfangsbestandes (ein positiver Wert!) werden unter den An- fangsbestand (also auf der Sollseite) eingetragen, da sie auch positive Werte sind. Minderungen (hier: Auszahlungen) werden auf die Haben-Seite eingetragen. Am Ende des Jahres werden die Werte auf der Soll-Seite zusammengerechnet und damit die Summe des Kontos festgelegt. Diese Summe wird auf die Habenseite übertragen. Denn: Auch bei Bestandskonten stimmen beiden Seiten (wie bei der Bilanz) beide Konten- seiten wertmäßig immer überein. Nun kann der Schlussbestand berechnet werden. Man rechnet: Summe des Kontos - Summe der Auszahlungen Der Schlussbestand ist damit genau so hoch, dass beide Seiten des Kontos wertmäßig gleich groß sind. Man nennt die Berechnung des Endbestandes auch Saldierung, der Endbestand Saldo.

25 Einführung in eine prozessorientierte BWL J. Bensch KAPITEL 2 Die Bilanz 25/33 Der Schlussbestand steht übrigens immer auf der gegenüberliegenden Seite des Anfangsbestandes, weil nicht mehr Auszahlungen vorgenommen werden können, als die Summe aus Anfangsbestand zuzüglich Einzahlungen. Ein Bestand kann nämlich nie negativ sein! Vorteil der Methode: Mehrungen und Minderungen werden voneinander getrennt aufgelistet (und können damit nicht „durcheinander“ kommen). Es gibt nur „positive“ Werte, Wertminderungen müssen also nicht subtrahiert (abgezogen) werden. Beide Kontenseiten sind immer wertmäßig gleich groß, da grundsätzlich gilt: Anfangsbestand (Soll-Seite) +Summe der Mehrungen (Soll-Seite) -Summe der Minderungen (Haben-Seite) =Schlussbestand (Haben-Seite) Oder auch: Wert Soll-Seite Anfangs- bestand Summe der Mehrungen Summe der Minderungen Schluss- bestand + = = Wert Haben-Seite Vorgehensweise bei der Saldierung eines Bestandskontos: (1) Berechnung der Summe der wertmäßig größeren Seite. (2) Übertragung der Kontensumme auf die gegenüberliegende Kontenseite. (3) Berechnung des Restbetrags (Saldo) Endbest

26 Einführung in eine prozessorientierte BWL J. Bensch KAPITEL 2 Die Bilanz 26/33 Jeder Geschäftsfall löst eine Veränderung in der ursprünglich gültigen Bilanz aus. Um einen Überblick über die Bestandsveränderungen zu behalten, wird für jeden einzelnen Bestand ein eigenes T-Konto (Bestandskonto) eingerichtet. Bilanzsumme I. Anlagevermögen Maschinen u. Anlagen Werkstoffe Bank BGA II. Umlaufvermögen I. Eigenkapital € Langfr. Bankverb € Lieferanten- verbindlichkeit € Kurzfr. Bankverb € Forderungen II. Fremdkapital Grundst., Gebäude Fertigerzeugnisse Bilanz zum (01) AktivaPassiva Die Konten, die Aktiva-Bestände aufnehmen, werden Aktiv- konten, die Konten, die Passiva-Bestände aufnehmen werden Passivkonten genannt. Aktiv-Konten Passiv-Konten

27 Einführung in eine prozessorientierte BWL J. Bensch KAPITEL 2 Die Bilanz 27/33 Wichtig ist nun, dass egal welcher Geschäftsvorfall vorliegt, sich grundsätzlich daraus nur vier unter- schiedliche Bilanzwertveränderungen ergeben können. Der Grund ist die Bilanzgleichung. Änderung der Vermögensstruktur Änderung der Kapitalstruktur Kapitalerhöhende Investition Kapitalmindernde Desinvestition ⇒ Aktiv-Passiv-Minderung + - ⇒ Aktiv-Tausch + - ⇒ Passiv-Tausch + + ⇒ Aktiv-Passiv-Mehrung - - Aktivkonto Soll Haben Ein erhöht sich wertmäßig. Aktivkonto Soll Haben Ein verringert sich wertmäßig. Passivkonto Soll Haben Ein erhöht sich wertmäßig. Passivkonto Soll Haben Ein verringert sich wertmäßig. Aktivkonto Soll Haben Ein erhöht sich wertmäßig. Passivkonto Soll Haben Ein erhöht sich wertmäßig. Aktivkonto Soll Haben Ein verringert sich wertmäßig. Passivkonto Soll Haben Ein verringert sich wertmäßig.

28 Einführung in eine prozessorientierte BWL J. Bensch KAPITEL 2 Die Bilanz 28/33 Jeder Geschäftsvorfall führt also zu einer Wertveränderung auf (mindestens) zwei Konten. Nun wird ein „Trick“ angewendet: Passivkonten werden spiegelbildlich zu Aktivkonten aufgebaut. Dies bedeutet, dass bei Aktivkonto Soll Haben auf der Soll- Seite stehen. auf der Haben- Seite stehen. Passivkonto Soll Haben auf der Soll- Seite stehen. auf der Haben- Seite stehen. Dieser „Trick“ hat zur Folge, dass JEDER Geschäftsvorfall der Anfangs- bestand und die Mehrungen Minderungen und der End- bestand Minderungen und der End- bestand der Anfangs- bestand und die Mehrungen zu einer Änderung auf einem Konto im SOLL und gleichzeitig zu einer Änderung auf einem anderen Konto im HABEN führt.

29 Einführung in eine prozessorientierte BWL J. Bensch KAPITEL 2 Die Bilanz 29/33 Dieser „Trick“ ist die Grundlage der sogenannten „doppelten Buchführung“, denn jeder Geschäftsfall führt zu einer Änderung im SOLL und gleichzeitig im HABEN und die Bilanz bleibt zu jeder Zeit immer in einem wertmäßigen Gleichgewicht. Auf diese Weise wird eine hohe Sicherheit erreicht, dass alle Bestandsveränderungen richtig erfasst werden! Beispiel 1: Kauf von Rohstoffen für €, die Rechnung wird bei Lieferung bar bezahlt. RohstoffeKasse € € Beispiel 2: Mehrere Kredite werden in ein Darlehen im Wert von € umgewandelt. KrediteDarlehen € € Beispiel 3: Kauf einer Maschine für €, Die Rechnung wird erst später bezahlt. MaschinenVerbindlichkeiten € Beispiel 4: Eine offene Lieferantenrechnung über € wird durch Bank- überweisung beglichen. BankVerbindlichkeiten € Aktiv- Tausch Passiv- Tausch Aktiv-Passiv-Mehrung Aktiv-Passiv-Minderung €

30 Einführung in eine prozessorientierte BWL J. Bensch KAPITEL 2 Die Bilanz 30/33 Da jeder Geschäftsvorfall auf (mindestens) zwei Konten Wertveränderungen vornimmt, die einmal auf der Soll- und einmal auf der Habenseite festgehalten werden, kann jeder Geschäftsvorfall auch in einer Kurzform dargestellt werden. Man nennt dies einen Buchungssatz. Ein Buchungssatz ist immer so aufgebaut, dass das Konto mit der Änderung im Soll als erstes und das Konto mit der Änderung im Haben als zweites genannt wird. Dazwischen setzt man das Wort „an“.Ein Buchungssatz hat also immer die Form: SollanHaben Einen Geschäftsvorfall in einen Buchungssatz umzuwandeln funktioniert ganz einfach, wenn man folgende Schritte korrekt durchgeht: Beispiel 1: Kauf von Rohstoffen für €, die Rechnung wird bei Lieferung bar bezahlt. Kauf einer Maschine für €, die Rechnung wird erst später bezahlt. Beispiel 2: 1.Welche zwei Konten werden durch den Geschäftsvorfall verändert? Rohstoffe Kasse Verbindlichk.Masch. 2.Wo stehen diese Bestände in der Bilanz? Aktivseite Passivseite Aktivseite 3.Wie verändern sich diese Bestände durch den Geschäftsvorfall? MehrungMinderungMehrungMinderung 4.Auf welcher Kontenseite werden diese Ver- änderungen auf den Konten erfasst? Soll Haben Soll 5.Nenne das Konto, dass im Soll verändert wird als erstes, das Konto, das im Haben verändert wird als zweites. RohstoffeKasse Verbindlichk. Masch. Buchungssatz: an Buchungssatz: Sie müssen alle Bestände der Bilanz gut kennen! Sie müssen wissen, wo die Bestände in der Bilanz stehen! Es kann auf beiden Konten zu einer Mehrung/Minderung oder Auf einem zu einer Mehrung und auf den anderen zu einer Minderung kommen! (Bilanzwertveränderung beachten!!!) Wenn Sie alles richtig gemacht haben, kann es nur zu einer Veränderung im Soll und einer im Haben kommen!!! Achtung! Das Wort „an“ hat keine Bedeutung (also z. B. „… die € gegen von Konto „A“ an Konto „B“). Es ist nur ein Verbindungswort zwischen den Konten im Buchungssatz!!!

31 Einführung in eine prozessorientierte BWL J. Bensch KAPITEL 2 Die Bilanz 31/33 Keine Angst vor einem Buchungssatz! Buchungssätze… stellen komplizierte Geschäftsvorfälle einfach dar. Jeder auch noch so komplizierte Geschäftsvorfall kann in der einfachen Form „Soll an Haben“ dargestellt werden! stellen sicher, das Geschäftsvorfälle (fast immer) richtig buchhalterisch erfasst werden. Es gibt unzählige verschiedene Geschäftsvorfälle. Jeder führt aber dazu, dass die Bilanz in einem wertmäßigen Gleichgewicht bleibt (Bilanzgleichung). Es kommen nur vier verschiedene Bilanzwertveränderungen in Frage. Und es muss immer ein Konto im Soll und eins im Haben verändert werden. Dies alles sind „Sicherungen“, die verhindern, dass Geschäftsvorfälle falsch buchhalterisch erfasst werden! Gleichzeitig kann man selbst prüfen, ob man einen Geschäftsvorfall richtig erfasst hat. dienen dazu, alle während des Geschäftsjahres anfallenden Geschäftsvorfälle schnell und korrekt buchhalterisch zu erfassen. Geschäftsvorfälle werden in der Buchhaltung auf der Grundlage von Belegen (Rechnungen, Quittungen, Lohnlisten, Anlagendateien usw.) erfasst Für jeden dieser Buchungsbelege wird ein Buchungssatz gebildet. Häufig ähneln sich die Buchungssätze für die einzelnen Belege sehr, sodass die Bildung des Buchungssatzes noch leichter fällt. Jeder Beleg und jeder zugehörige Buchungssatz wird mit einer einmalig vergebenen Buchungs- nummer versehen. Auf diese Weise lassen sich später mögliche Fehler leichter korrigieren. Alle Buchungssätze werden in chronologischer Reihenfolge (zeitlich nacheinander) gebildet und in einer speziellen Datei erfasst (Grundbuch). Moderne Buchhaltungsprogramm übertragen dann automatisch die gebuchten Veränderungen in die entsprechenden Konten (Hauptbuch). Auf diese Weise erhält die Geschäftsleitung zu jedem Zeitpunkt wichtige Informationen (z. B. über die Liquidität, die Werkstoff- und Schuldenbestände), die dabei helfen, das Unternehmen zu „steuern“. Ohne Buchungssätze könnten Unternehmen nicht „gesteuert“ werden!

32 Einführung in eine prozessorientierte BWL J. Bensch KAPITEL 2 Die Bilanz 32/33 Zu Beginn des Geschäftsjahres Inventur Bestandsermittlung zum Bilanzstichtag (z. B ). Inventar Detaillierte Auflistung aller mengen- und wertmäßigen Vermögens- und Schuldenbestände am Bilanzstichtag. Ermittlung des Reinvermögens aus der Differenz von Vermögen und Schulden (Eigenkapital = Vermögen, das nicht mit Schulden belastet ist. Inventur- listen Inventar- ausdruck Bilanz Zusammengefasste Gegenüber- stellung der wertmäßigen Ver- mögens- und Schuldenbestände. Die Bilanz ist wie die GuV ein Dokument des Jahresabschlusses. Bilanz Die Wert in der Bilanz sind Ist-Werte. Während des Geschäftsjahres Bildung von Buchungssätzen Der Buchungssatz ist eine Anweisung. Er gibt an, welcher Wert im Soll eines Kontos und welcher Wert im haben eines anderen Kontos eingetragen werden soll. Jeder Beleg wird mit einer indivi- duelle, fortlaufen- den Buchungs- nummer versehen. Buchungen im Grundbuch Buchungen im Hauptbuch Belegbuchungen Soll-Bestand € Ist-Bestand € Korrektur100 € Ist-Schluss- bestände lAbschluss- buchung) Übernahme der Ist- Anfangs- bestände laut Inventur (Eröffnungs- buchung) Ende des Geschäfts- jahres Inventur Inventar Bilanz Die Schluss- bilanz weist die Ist-Be- stände von Vermögen und Kapital aus, die sich aus der Inventur ergeben. Die Ist-Be- stände dienen zur Korrektur der Soll-Bestände im Hauptbuch.

33 Einführung in eine prozessorientierte BWL J. Bensch KAPITEL 2 Die Bilanz 33/33 Kasse Soll Haben Führen eines Bestandskontos am Beispiel des Kassenkontos Schritt 1: Erfassung des Ist-Bestandes am (01) durch Inventur. Durch Zählen wird der Wert des Kassenbestandes (z. B. 520,20 €) ermittelt und als Eröffnungsbuchung in das Konto eingebucht. Buchungssatz: an Kasse 520,20 EBK EBK = Eröffnungs- bilanzkonto 520,20 EBK Übertrage auf die Soll-Seite des Kontos „Kasse“ 520,20 €! Schritt 2: Belegbuchungen während des Geschäftsjahres. 1.Quittung: Kauf eines Druckers für die Verwaltung, Wert 199,00 €. Buchungssatz: an BGA 199,90 Kasse Übertrage auf die Haben-Seite des Kontos „Kasse“ 199,90 €! 1. BGA199,90 300,00 2. BGA 4. EK 130,00 2. Quittung: Verkauf eines gebrauchten Schrankes, Buchwert 300,00 €. Buchungssatz: an Kasse 300,00 BGA Übertrage auf die Soll-Seite des Kontos „Kasse“ 300,00 €! 3. Kontoauszug: Barabhebung von €. Buchungssatz: an Kasse 1.000,00 Bank Übertrage auf die Soll-Seite des Kontos „Kasse“ 1.000,00 €! 1.000,00 3. Bank 4. Eigenbeleg: Der Unternehmer entnimmt 130,00 € für private Zwecke. Buchungssatz: an Kasse 130,00 EK Übertrage auf die Haben-Seite des Kontos „Kasse“ 130,00 €! Schritt 3: Erfassung des Ist-Bestandes am (01) durch Inventur. Durch Zählen wird der Wert des Kassenbestandes (z. B ,30 €) ermittelt und als Abschlussbuchung in das Konto eingebucht. Buchungssatz: an SBK 1.490,20 Kasse Übertrage auf die Haben-Seite des Kontos „Kasse“ 1.490,30 €! 1.820, ,30 SBK SBK = Schluss- bilanzkonto Hier kann man sehen, wodurch sich der Kassenbestand erhöht hat. Hier kann man sehen, wodurch sich der Kassenbestand verrin- gert hat.


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