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Bienenschäden durch Neonicotinoide – Argumente und Fakten Dr. Anita Lautemann Römerweg 20 9062 Moosburg.

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Präsentation zum Thema: "Bienenschäden durch Neonicotinoide – Argumente und Fakten Dr. Anita Lautemann Römerweg 20 9062 Moosburg."—  Präsentation transkript:

1 Bienenschäden durch Neonicotinoide – Argumente und Fakten Dr. Anita Lautemann Römerweg Moosburg

2 2 Was sind Neonicotinoide? Insektizide Pflanzenschutzmittel - Nervengifte Clothianidin, Imidacloprid, Thiamethoxam – sind als bienengefährlich eingestuft Kulturen: Mais, Raps, Sonnenblume, Kürbis, Getreide, Gemüse, Obst Anwendung: derzeit in Österreich vorwiegend als Beizmittel

3 3 Wie erfolgt der Kontakt der Bienen mit den Wirkstoffen:  Stäube bei der Aussaat  Abdrift von Stäuben auf blühende Pflanzen bei der Aussaat  Aufnahme von Wasser vom Ackerboden nach der Aussaat  Guttationswasser  Pollen und Nektar der Pflanzen  blühende Nachsaaten (Ackersenf) nach z.B. gebeiztem Getreide Es gibt meist nur wenige tote Bienen in den Stöcken und auf den Flugbrettern!!! Es gibt kaum/keine Rückstände in Honig!!!

4 4  Nervengifte – töten in geringsten Dosen LD50 Biene 4 ng (1 Millionstel Gramm) bei einmaliger Exposition LD50 Biene 1 pg (1 Milliardstel Gramm) täglich über 10 Tage technische Nachweisgrenze ca. 0,2 µg / kg  Subletale Effekte bereits in Dosen, die analytisch nicht nachweisbar sind: - Störung des Immunsystem - Nervenschädigungen -> Verlust der Orientierungsfähigkeit - Brutnesttemperatur kann nicht mehr aufrecht erhalten werden Wirkung der Neonicotinoide auf Insekten

5 5 Bienenverluste in Österreich Daten gibt es nur über Winterverluste und erst seit 2007

6 6 Bienenvölker und Honigproduktion in Österreich

7 7 Zusammenhänge zwischen Varroamilbe, Bienensterben und Neonicotinoiden  die Varroamilbe gibt es seit über 25 Jahren in Österreich  die Imker kommen mit diesem Parasiten weitestgehend zurecht  die Varromilbe überträgt Viren und andere Krankheitserreger zwischen den Bienen  durch die Schwächung des Immunsystems der Bienen durch die Pflanzenschutzmittel wird die Varroa zum Problem! Diesbezügliche Probleme wurden schon seit ca. 10 Jahren von den Imkern beobachtet, aber erst in den letzten Jahren durch wissenschaftliche Studien belegt!

8 8 Die Bienen in Österreich leiden nicht unter „Überzüchtung“! In Österreich stehen lediglich 1% der Bienenvölker in Zuchtprogrammen ( bei anderen Nutztieren sind es fast 100%) ! Zuchtbetriebe haben tendenziell weniger Ausfälle als andere! Die Varroatoleranz wird seit über 10 Jahren in den Zuchtprogrammen als Schwerpunkt und Selektionsmerkmal behandelt.

9 9 Verbrauch an Neonicotinoiden in Österreich: 2012: kg Bei gleichmäßiger Verteilung über ganz Österreich können mit jedem m² Bienen getötet werden! Die Anwendung im Getreidebau steigt an!!! Quelle: AGES-Studie Melissa

10 10 Regelung in Deutschland: Maisbeizung wurde verboten, dafür wurden Neonicotinoide als Granulat ausgebracht -> das Bienensterben ging weiter -> Deutschland will das Neonicotinoid-Verbot auf weitere Kulturen (v.a. Getreide) ausweiten!

11 11 Landwirtschaft droht mit Einzug Gentechnik: Das Neonicotinoid-Verbot verhindert sogar die Gentechnik! BT-Mais (produziert selbst Insektengift) muss mit Neonicotinoiden gebeizt werden!

12 12 Der Umbau der Sägeräte in Österreich war erfolglos! Dies bestätigt neben Studien der Universität Bologna (APENET-Report) die vielzitierte AGES-Studie:

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16 16 Wir brauchen mehr Forschung -über die Abbauzeiten der Mittel (fast alle unabhängigen Studien haben über 1000 Tage HWZ ergeben!) -über Verbreitung in der Umwelt und im Grundwasser -über Wirkung der Gifte auf den Menschen (Nervenschäden, Zellteilung) -über Wirkung auf unsere Nutztiere Über die Wirkung auf Bienen gibt es bereits über 50 wissenschaftliche Studien, die alle zu dem gleichen Ergebnis gekommen sind!

17 17 Es gibt keine Daten über die Anzahl und Artenzahl der Insekten aus vergangenen Jahrzehnten, der Rückgang ist jedenfalls dramatisch! Viele Tiere sind auf Insekten als Nahrungsquelle angewiesen: Vögel (Singvögel, Fasane,…), Igel, Spitzmaus, andere Insekten (Wespen, Hornissen, Ameisen,….) Die Honigbienen können wir relativ leicht beobachen, alle Wildinsekten, darunter auch viele Nützlinge sind genauso betroffen!

18 18 Es ist ein Anliegen der Gesamtbevölkerung, dass sich etwas ändert! über Unterschriften für die Petition im Österreichischen Parlament über 2,6 Mio Unterschriften über die Umweltorganisation „Avaaz“ für das EU-Verbot

19 19 Wir brauchen eine neue Landwirtschaft  Die Bauern tun nur das, was ihnen geraten wird!  Die Landwirtschaftskammern haben das Problem der Neonicotinoide immer geleugnet und verschwiegen – auch in eigenen Kreisen  Die landwirtschaftliche Beratung ist in einer Sackgasse, Größenwachstum ist beschränkt!  Konzerne dürfen nicht die Agrarpolitik bestimmen.  Landwirtschaft muss nachhaltig und vielfältig produzieren -> Fruchtfolge einfacher  Förderungen gehören gründlich überdacht (Biogas,…)

20 20 Wir haben ein Recht auf eine gesunde Umwelt und gesunde Lebensmittel  Die österreichische Landwirtschaft muss Lebensmittel für Österreicher produzieren  20 % Bio-Bauern zeigen schon Jahrzehnte vor, wie man ohne Gifte arbeitet!  Weltweit werden bereits jetzt Lebensmittel für 12 Milliarden Menschen produziert – es scheitert nicht an der Produktion (Weltagrarbericht)!  Jeder Mensch hat ein Recht auf Lebensmittel, die nicht gesundheitsschädlich sind!

21 21 Das „EU-Verbot“ ist zu wenig, um unsere Bienen zu schützen! EU-Verbot:  bezieht sich nur auf blühende Kulturen, die von Bienen angeflogen werden, nicht aber Getreide!  wirkt sich derzeit nur auf 3 neonicotinoide Wirkstoffe auf, nicht z.B. auf Fipronil  2 Jahre sind zu wenig um die Auswirkungen zu sehen (Abbauzeit in der Natur und in den Bienenvölkern) Bienen brauchen:  ein Totalverbot für Neonicotinoide, Fipronil und andere ähnlich wirkende Substanzen  bessere Zulassungsprüfungen für Pflanzenschutzmittel

22 22 Photo:Niessner Bienenschutz ist Menschenschutz! Danke für Ihre Aufmerksamkeit und bitte um rasche Hilfe!!!


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