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Tablettentherapie des D.m. Typ 2. Prinzipielle Interventionsstrategien bei Diabetes mellitus Typ 2  Strukturierte Schulung  Bewegungstherapie  Diätetische.

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1 Tablettentherapie des D.m. Typ 2

2 Prinzipielle Interventionsstrategien bei Diabetes mellitus Typ 2  Strukturierte Schulung  Bewegungstherapie  Diätetische Maßnahmen  Orale Antidiabetika  Insulintherapie

3 Zeitlicher Ablauf (Jahre) IGT = gestörte Glukosetoleranz UKPDS 16. Diabetes. 1995; 44: 1249–1258. Turner RC, et al. JAMA. 1999; 281: 2005–2012; Warren RE, Diabetes Res Clin Pract. 2004; 65: S3–S8. Insulin- therapie Duale Kombi- nations- therapie Diabetes- diagnose Notwendigkeit der Insulintherapie Versagen der Monotherapie Orale Kombi + Insulin Betazellfunktion (%) IGT Mono- therapie Steigender Therapiebedarf durch Fortschreiten des Betazellversagens Lifestyle- änderung

4 Antihyperglykämische Therapie des Typ2-Diabetes Evidenzbasierte Diabetes-Leitlinien DDG 2008 Aussagen in der Präambel: „Aufgrund der chronisch progredienten Natur der Erkrankung ist die antihyperglykämische Therapie in Abhängigkeit zum jeweiligen pathophysiologischen Stadium zu wählen.“ „Der HbA1c-Zielbereich wird mit 6,5 % empfohlen.“ „Der Vermeidung unerwünschter Nebenwirkungen wie schwerer Hypoglykämien und ausgeprägerter Gewichtszunahme kommt eine essentielle Bedeutung zu.“

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6 Pathophysiologische Fehlfunktion der Organe bei Diabetes mellitus – Ursache der Hyperglykämie Adapted from: DeFronzo RA. Diabetes 2009;58:773–95.  Wolters Kluwer Health Insel- Alpha-Zelle ↑ Lipolyse freie Fettsäuren ↑ ↑ Glukose- Reabsorption ↑ Glucagon-Sekretion ↓ Glucose- Aufnahme Insel-Beta- Zelle ↓ Inkretin-Effekt ↓ Insulin-Sekretion Hyperglykaemie ↓ Hunger ↑ Sättigungsgefühl ↑ hepatische Glukose-Produktion

7 Pathophysiologische Fehlfunktion der Organe bei Diabetes mellitus – Ansätze der Medikation Adapted from: DeFronzo RA. Diabetes 2009;58:773–95.  Wolters Kluwer Health Islet- Alpha-Zelle ↑ Lipolyse freie Fettsäuren ↑ ↑ Glukose- Reabsorption ↑ Glucagon-Sekretion ↓ Glucose- Aufnahme Insel-Beta- Zelle ↓ Inkretin-Effekt ↓ Insulin-Sekretion Hyperglykaemie ↓ Hunger ↑ Sättigungsgefühl ↑ hepatische Glukose-Produktion SGLT-2-Inhibitoren ↑ Glukose- Ausscheidung Thiazolidinedione, Insulin ↑ Glukose-Aufnahme ↓ FFA-Freisetzung Metformin Thiazolidinedione Insulin ↓ Glucose-Produktion Inkretine Zentrale Wirkung auf Hunger- und Sättigungsgefühl Inkretine Verlangsamung der Magenentleerung Glukosidase-Hemmer Enzym-Hemmung Inkretine, DPP-4-Inhibitoren ↑ Insulin-Sekretion ↓ Glucagon-Sekretion Sulphonylharnstoffe ↑ Insulin-Sekretion Metformin Thiazolidinedione, Insulin ↑ Glukose-Verwertung

8 Welche Antidiabetika gibt es? Sulfonylharnstoffe Glibenclamid = Euglucon  Glimepirid = Amaryl  GlinideRepagnilide = NovoNorm  Nateglinide = Starlix  Inkretin-Mimetika, Inkretin-AnalogaExenatide = Byetta  Exenatide QW = Bydureon  Liraglutide = Victoza  Lixisenatide = Lyxumia  DPP-4-InhibitorenSitagliptin = Januvia , Xelevia  Vildagliptin = Galvus  Saxagliptin = Onglyza  Linagliptin = Trajenta  BiguanideMetformin = Glucophage  Glukosidase-HemmerAcarbose = Glucobay  Miglitol = Diastabol  Glitazone, Thiazolidin-Derivate,Pioglitazon = Actos  Natrium-Glukose-Cotranstranporter-2-InhibitorenDapagliflozin = Forgixa  SGLT-2-Inhibitoren BallaststoffeGuar = Glucotard  Nicht β-zytotrope Substanzen β-zytotrope Substanzen I n s u l i n e

9 Pioglitazon: Ab nicht mehr erstattungsfähig Probleme der Antidiabetika Sulfonylharnstoffe Glibenclamid = Euglucon  Glimepirid = Amaryl  GlinideRepagnilide = NovoNorm  Nateglinide = Starlix  Inkretin-Mimetika, Inkretin-Analoga Exenatide = Byetta  Exenatide QW = Bydureon  Liraglutide = Victoza  Lixisenatide = Lyxumia  DPP-4-InhibitorenSitagliptin = Januvia , Xelevia  Vildagliptin = Galvus  Saxagliptin = Onglyza  Linagliptin = Trajenta  BiguanideMetformin = Glucophage  Glukosidase-HemmerAcarbose = Glucobay  Miglitol = Diastabol  Glitazone, Thiazolidin-Derivate,Pioglitazon = Actos  Insulin-Sensitizer Natrium-Glukose-Cotranstranporter-2-Inhibitoren Dapagliflozin = Forgixa  SGLT-2-Inhibitoren BallaststoffeGuar = Glucotard  Nicht β-zytotrope Substanzen β-zytotrope Substanzen I n s u l i n e Hypoglykämie, Gewichtszunahme, Hyperinsulinämie Gastrointestinale Nebenwirkungen (Übelkeit, Diarrhoe),Laktatazidose Gastrointestinale Nebenwirkungen (Flatulenz, Diarrhoe) Gewichtszunahme, Ödeme, Herzinsuffizienz Harnwegs- und Genitalinfekte

10 Probleme bei Niereninsuffizienz Medikament HbA1c- Senkung VorteilNachteil Kosten Metformin1,5 %Gewicht  keine Hypos GI-NW, sehr selten Laktazidose bei Niereninsuffizienz nicht einsetzbar € Glibenclamid Glimepirid 1,5 %Gewicht , Hypoglykämien bei Niereninsuffizienz nicht einsetzbar € Acarbose0,5 - 0,8 %Gewicht  keine Hypos GI-NW häufig 3x tgl. €€ Glinide1,0 - 1,5 %kurze Wirkdauer bei Niereninsuffizienz einsetzbar 3x tgl. Hypoglykämien, Gewicht  €€ Glitazone0,5 - 1,4 %Lipide verbessert keine Hypos Flüssigkeitsretention, Gewicht , Frakturen?, kardiales Risiko? €€€ DPP4-Inhibitoren0,8 %keine Hypos Gewicht  wenig Erfahrung bei Niereninsuffizienz bedingt einsetzbar €€€ Inkretin-Mimetikum Inkretin-Analogon 0,5 - 1,4 %Gewicht  keine Hypos Injektion, wenig Erfahrung, häufige GI-NW bei Niereninsuffizienz bedingt einsetzbar €€€ SGLT-2-InhibitorenGewicht  keine Hypos bei Niereninsuffizienz nicht einsetzbar Insulin1,5 - 2,5 %kein Dosislimit bei Niereninsuffizienz einsetzbar Injektionen, Hypoglykämien, Gewicht  €€-€€€ Nach: D. Nathan et al. Diabetes Care 29, 8, ; Barnett AH, et al. Clin Ther. 2007;29:

11 Beispiele für die einzelnen Medikamente und Besonderheiten Metformin: – Siofor; Glucophage;Metformin – preiswertes Medikament ( 19 Cent pro Tag ) – Besonderheit: Am Ende der Mahlzeit geben Kann Durchfall verursachen Wird meist morgens und abends gegeben Kann allein KEINEN Unterzucker auslösen – Gefahr: Bei Nierenschwäche kann diese verstärkt werden Aufpassen, wenn gleichzeitig andere medikamente gegeben werden, die Niere schädigen ( z.B. Ibuprofen oder Diclofenac) Muß vor OP oder KM-Gabe abgesetzt werden!!!!!

12 Beispiele für die einzelnen Medikamente und Besonderheiten Sulfonylharnstoff – Euglucon – Glimepirid; Amaryl ( 14 Cent pro Tag ) – preiswertes Medikament – Besonderheiten: 10 – 20 min VOR dem Essen geben Euglcon wird meist morgens und abends gegeben Glimepirid/Amaryl wird nur 1 x tgl. gegeben – Gefahr Können starke Unterzuckerungen auslösen, insbesondere wenn Pat. nicht essen!!!! Auch gefährlich bei Nierenschwäche, da Wirkstoff langsamer ausgeschieden wird und dadurch länger wirkt

13 Beispiele für die einzelnen Medikamente und Besonderheiten Glinide – NovoNorm – Etwas teurere Therapie (1,30 € pro Tag ) – Besonderheiten: Werden auch zu den Mahlzeiten genommen Wenn Pat. nichts ißt, nimmt er auch keine Tablette, kann evtl. sogar direkt nach dem Essen gegeben werden – Gefahr: Gefahr der Hypo nur gering

14 Beispiele für die einzelnen Medikamente und Besonderheiten Glucosidasehemmer – Glucobay; Acarbose – Nicht ganz günstige Therapie (ca. 95 Cent pro Tag ) – Besonderheiten: Mit dem ERSTEN Bissen einnehmenMagen-Darm- Nebenwirkungen i Form von Blähungen – Gefahr: Eigentlich keine, insbesondere keine Hypoglykämie, daher bei Heimbewohnern sichere Therapie

15 Beispiele für die einzelnen Medikamente und Besonderheiten DPP-IV-Hemmer – Xelevia; Januvia; Galvus; Jalra; Onglyza – Kombination mit Metformin: Janumet;Velmetia; Eucreas; Icandra;Komboglyze – Teure Therapie ( ca. 2 € pro Tag ) – Besonderheiten: Keine Hypogefahr, da Wirkung nur, wenn auch KH vorhanden sind Kann auch, in red. Dosis bei Nierenschwäche gegeben werden Wirken schützend auf Herz Tragen zur Gewichtabnahme bei – Gefahr: Eigentlich keine Können leichte Übelkeit verursachen

16 Beispiele für die einzelnen Medikamente und Besonderheiten SGLT2-Hemmer – Forxiga – Sehr teure Therapie ( 2,40 € pro Tag) – Besonderheiten : Sorgt dafür, dass über Niere mehr Glucose ausgeschieden wird Wirkt auch, wenn Pankreas kaum noch Insulin produziert Hilft bei Gewichtabnahme, da Glucose ausgeschieden wird ( bis zu 70 g pro Tag ) Es wird auch mehr Flüssigkeit ausgeschieden, dadurch sinkt auch der RR – Gefahr Bisher wenig Erfahrung bei älteren Menschen Durch die Glucoseausscheidung vermehrt Harnwegsinfekte und bei Frauen Genitalinfekte und dadurch evtl. mehr Inkontinenz

17 Beispiele für die einzelnen Medikamente und Besonderheiten Inkretinmimetika – Byetta 2 x tgl – Bydureon 1 x pro Woche – Victoza1 x tgl. – Lyxumia 1 x tgl. – Sehr teure Therapie ( ca. 3,80 pro Tag ) – Besonderheiten: Wird auch gespritzt Ist aber KEIN Insulin Keine Hypogefahr, wirkt nur bei Anwesenheit von Glucose Sorgt für weniger Appetit, verlangsamt Magenentleerung – Gefahr: Häufig NW in Form von Übelkeit und Verstopfung

18 Medikation im Überblick MedikamentGefahrKostenEignung MetforminNierenschwäche€++ Sulfonylharnstoff (Euglucon; Amaryl) Hypo€- Glinide (NovoNorm) Hypo€€(+) Acarbose (Glucobay) Blähungen€€+ Gliptine ( Xelevia; Januvia; Galvus; Jalra; Onglyza; Janumet; Velmetia; Eucreas; Icandra; Komboglyze) Keine wesentliche€€€+++ Inkretinmimetika (Byetta; Bydureon; Victoza; Lyxumia) Keine wesentliche€€€€++ SGLT2-Hemmer (Forxiga) Harnwegsinfekte€€€+

19 Beispiele für die einzelnen Medikamente und Besonderheiten Welche Medikamente eignen sich somit gut für Heimbewohner? Das hängt auch davon ab, welchen Bewohner ich vor mir habe und welches Ziel ich verfolge Generell können alle Medikamente beim Heimbewohner eingesetzt werden, wenn die Besonderheiten und Gefahren beachtet werden

20 Merke! Die Tablettentherapie hängt vom Bewohner und seinen Begleitumständen ab Metformin: Durchfall und Übelkeit; am Ende des Essens geben Sulfonyharnstoff: Hypogefahr, wenn Bewohner nicht ißt; vor dem Essen geben Glinide:Geringere Hypogefahr, kann auch nach dem Essen gegeben werden Acarbose: Blähungen Gliptine: wenig NW Inkretinmimetika: müssen gespritzt werden, Gewichtabnahme; manchmal Übelkeit SGLT2-Hemmer: Harnwegsinfekte; Genitalinfekte; Flüssigkeitsverlust möglich


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