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Auf die Lehrerinnen und Lehrer kommt es an Denk- Reise: Annäherungen an die Zukunft von Schulen II PHLU, Löwenberg 17. September 2013 Dr. Willi Stadelmann.

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1 Auf die Lehrerinnen und Lehrer kommt es an Denk- Reise: Annäherungen an die Zukunft von Schulen II PHLU, Löwenberg 17. September 2013 Dr. Willi Stadelmann 1 Referat

2 2 Referat 1.Lernen 2.Anforderungen an Lehrpersonen: «Gute» Lehrerinnen und Lehrer an «guten» Schulen 3.Die LehrerInnenbildung ist gefordert Prolog

3 Prolog: Die Bedeutung verschiedener Einflussfaktoren auf Schulqualität Meta-Analyse von John Hattie (2009) John A.C. Hattie (2009): Visible Learning. A synthesis of over 800 meta-analyses relating to achievement. London & New York: Routledge. John Hattie: Lernen sichtbar machen. Überarbeitete deutschsprachige Ausgabe von «Visible Learning» besorgt von Wolfgang Beywl und Klaus Zierer. Schneider Hohengehren (2013) Total liegen der gesamten Meta-Analyse Studien über die Wirksamkeit von Schule und Unterricht zugrunde. 3 Referat

4 Trotz verschiedener methodischer Vorbehalte gegenüber der Untersuchung (ein Vergleich von Daten über viele Studien und Kulturen hinweg ist problematisch), sind die Aussagen bemerkenswert und bedenkenswert 4 Referat

5 «Primat personaler Einflussgrössen vor strukturellen Einflussgrössen» Ulrich Steffens & Dieter Höfer; Schulverwaltung. Ausgabe Hessen/Rheinland-Pfalz, 16 (2011), Heft 10, S «Teachers make the difference» «Lehrerinnen und Lehrer machen den Unterschied» John Hattie 5 Referat

6 Schlüsse aus der Meta-Analyse von Hattie: Lehrkräfte und deren Unterricht als zentrale Ursachen für erfolgreiches schulisches Lernen Reformen eher im Bereich der Unterrichtsentwicklung und der Aus- und Weiterbildung der Lehrerinnen und Lehrer als Strukturreformen Systematische Forschung zum Zusammenspiel von Professionswissen und Unterrichtshandeln Olaf Köller Vortrag Kiel leicht mod. W. Stadelmann 6 Referat

7 7 Referat Schweizer Untersuchung: «Die Lehrperson spielt eine entscheidende Rolle» (Aeberli, C.: «Best practice». Die Erfolge von Lehrpersonen im Vergleich. Avenir Suisse, Zürich November 2002, 14) «Zur Berechnung der Netto-Effekte der Klassen wurden die kognitive Leistungsfähigkeit, die Bildungsnähe der Eltern und die Kenntnis der Unterrichtssprache und damit die Zusammensetzung der Klassen statistisch kontrolliert.» (…) «Die statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Klassen nach Kontrolle der Lernvoraussetzungen der Kinder können vornehmlich auf Merkmale der Lehrpersonen und ihre didaktischen Fähigkeiten zurückgeführt werden. Die Leistung der einzelnen Lehrperson ist demnach ein wichtiger Faktor für den Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler. Die einzelne Lehrperson spielt für den Lernerfolg der Kinder eine entscheidende Rolle.» (Unterstreichung WS)

8 8 Referat 1. Lernen

9 Man kann einen Menschen nicht lehren, man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu tun. Galileo Galilei Referat

10 «Lernen ist nicht nur ein passives Empfangen, sondern ein aktives Fürwahrhalten, Fürwerthalten und Fürschönhalten; Lehren ist nicht ein Vermitteln von Kenntnissen und Inhalten, sondern der Anstoss zum Selber-Glauben und zu eigener Einsicht; … überhaupt ist Erziehung nicht Fremdgestaltung, sondern Selbstgestaltung der Person durch Einsicht, Wahl und Entscheidung.» Augustinus ( ) zitiert nach: Böhm, W.: Aurelius Augustinus und die Entdeckung der Person. In: Ders.: Entwürfe zu einer Pädagogik der Person. Gesammelte Aufsätze. Bad Heilbrunn (Julius Klinkardt) 1997 b (S. 110) 10 Referat

11 Ziel aller didaktischer Massnahmen ist die Stimulation der Lernenden zum Selbst- Tun. «Äusserliches Tun» «Verinnerlichtes Tun» 11 Referat

12 1Das Gehirn verändert sich beim Lernen physisch: Jeder Mensch hat seine eigene Lernbiografie. 2Vielseitige Tätigkeiten fördern die Hirnentwicklung - ein Leben lang. 1.1Lernen aus Sicht der Neuropsychologie 12 Referat

13 13 Referat

14 Fazit: Wissen wird nicht passiv erworben, sondern aktiv konstruiert. 14 Referat

15 1.2 Emotionen fördern Lernprozesse 15 Referat

16 Begabungsförderung heisst in hohem Masse emotionelle Förderung. Ereignisse und Empfindungen werden miteinander «verschweisst». Zu lernen, Begabungsförderung und Schulentwicklung vgl. Stadelmann, W. (2012): Begabungs- und Begabtenförderung: eine Aufgabe für Schule und Lehrerbildung. In: Fischer, C. et al.: Individuelle Förderung multipler Begabungen. LIT. Berlin Referat

17 17 Referat Emotionelle Förderung von Kindern in der Schule ist nur möglich, wenn Lehrpersonen emotionell stimulierende Persönlichkeiten sind. «Die Person des Lehrers ist dessen stärkstes Medium» Spitzer, M.: Lernen (2002) 194

18 Ein aktuelles leistungsmotiviertes Handeln findet besonders dann statt, wenn die Tendenz Hoffnung auf Erfolg die Tendenz Furcht vor Misserfolg überwiegt. Walter Edelmann: Lernpsychologie Beltz 2000 S. 254 Motivation 18 Referat

19 19 Referat 2.Anforderungen an Lehrpersonen: «Gute» Lehrerinnen und Lehrer an «guten» Schulen

20 2.1Charakteristika des Lehrberufs: Thomas Häcker (heute Uni Rostock) Vortrag PHZ, Luzern , basierend u.a. auf Combe und Kolbe (2004) (1) Es gibt kein abgegrenztes pädagogisches Handlungsrepertoire (Rezept), dessen man sich zur Bewältigung seiner Aufgaben bedient und das mit Bezug auf eine Berufs- wissenschaft begründet werden könnte. Aufgrund einer fehlenden Feed- Back- Kultur erhalten LehrerInnen kaum Informationen über die Wirkung ihres professionellen Handelns. Folge: Unsicherheiten hinsichtlich der Gütemassstäbe eigenen Handelns. 20 Referat

21 (2) Pädagogisches Handeln ist in einem beachtlichen Masse unsteuerbar, undurch- schaubar, ungewiss und zukunftsoffen. Pädagogische Handlungssituationen sind gekennzeichnet von Komplexität, Intransparenz und Riskanz. 21 Referat

22 2.2. Anforderungen an den Lehrberuf: (Oser) Oser, F.: Standards in der Lehrerbildung I und II. BzL Lehrer-Schüler-Beziehungen 2.Schüler unterstützendes Handeln und Diagnose 3.Bewältigung von Disziplinproblemen und Schülerrisiken 4.Aufbau und Förderung von sozialem Verhalten 5.Lernstrategien vermitteln, Lernprozesse begleiten 6.Gestaltung und Methoden des Unterrichts 7.(förderorientierte) Leistungsmessung 8.Medien 9.Zusammenarbeit in der Schule 10.Schule und Öffentlichkeit 11.Selbstorganisationskompetenz der Lehrperson 12.Allgemeindidaktische und fachdidaktische Kompetenzen. 22 Referat

23 23 Referat 2.3Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) Leitsätze Lehrerinnen und Lehrer sind Fachleute für Lehren und Lernen Lehrerinnen und Lehrer stellen sich der Herausforderung von heterogenen Lerngruppen Lehrerinnen und Lehrer arbeiten an einer geleiteten Schule und gestalten diese mit Lehrerinnen und Lehrer verfügen über eine Hochschul- Ausbildung, bilden sich weiter und gestalten ihre Laufbahn 23 Referat

24 Zufrieden mit der Arbeit? Zufrieden durch die Arbeit? Zufrieden mit mir? Zufrieden mit den andern? 2.4Arbeitszufriedenheit 24 Referat

25 Arbeitszufriedenheit hat nicht nur mit Strukturen und Vorgaben sondern stark mit persönlicher Einstellung, mit Motivation, mit persönlichen Erwartungen und mit Feedback zu tun. 25 Referat

26 die Tätigkeit selbst die Möglichkeit, etwas zu leisten Resultate; Wirkungen der Arbeit die Möglichkeit, sich weiter zu entwickeln; Herausforderungen Zielklarheit, persönlich und im Team Verantwortung bei der Arbeit Aufstiegsmöglichkeiten Rückmeldungen (Feedbacks) Anerkennung, Wertschätzung Identifizierung mit dem Betrieb Faktoren, die Arbeitszufriedenheit bewirken können (satisfiers, Motivatoren): 26 Referat

27 Gestaltung der äusseren Arbeitsbedingungen Routine, Eintönigkeit Stress Beziehungen zu den Arbeitskolleginnen und -kollegen Beziehungen zu Vorgesetzten, Behörden... Administration und Firmenpolitik Entlöhnung und Sozialleistungen Krisensicherheit des Arbeitsplatzes Unterforderung Überforderung Faktoren, die Arbeitszufriedenheit negativ beeinflussen können (dissatisfiers): 27 Referat

28 2.5«Gute» Schulen Gemeinsame pädagogische Ziele Zusammenarbeit im Lehrerteam und mit Eltern und Behörden «Ich und meine Klasse» und «wir und unsere Schule» Lehrpersonen bilden sich weiter; das Lehrerteam als Ganzes bildet sich weiter Geleitete Schulen (insbesondere pädagogische Schulleitung) (Teil)autonomie (Personal, Finanzen, Organisation, Pädagogik) Qualitätssicherung und –entwicklung; Evaluation 28 Referat

29 Einige Rahmenbedingungen für gute Schulen: Teilautonomie Leadership (pädagogische Führung) Lehrerteam als Pädagogische Einheit Pädagogische Freiräume Hohe Leistungserwartung Schul- Kultur (gem. Ziele, Normen, Riten…) Förderorientierung in heterogenen Gruppen Öffentlichkeitsarbeit / Elternarbeit Qualitäts- Evaluation 29 Referat

30 30 Referat 3.Die LehrerInnenbildung ist gefordert LehrerInnenbildung ist forschungsgestützte Berufsausbildung (ein «duales System») Vgl. Stadelmann, W. (2012): LehrerInnenbildung an Pädagogischen Hochschulen in der Schweiz. Erziehung&Unterricht. Österreichische Pädagogische Zeitschrift. Wien, 162. Jahrgang, 7-8 Ambühl, H. und Stadelmann, W. (Hrsg.) (2010): Tertiarisierung der Lehrerinnen- und Lehrerbildung. Bilanztagung I. Studien und Berichte 30A, EDK Bern Ambühl, H. und Stadelmann, W. (Hrsg.) (2011): Wirksame Lehrerinnen- und Lehrerbildung – Gute Schulpraxis, gute Steuerung. Studien und Berichte 33A. EDK Bern

31 Lehrerinnen und Lehrer müssen zu: - ExpertInnen ihrer Fächer - ExpertInnen für lehren, lernen und fördern - ExpertInnen für Zusammenarbeit - ExpertInnen für Schul- und Unterrichtsentwicklung - Führungspersönlichkeiten - aktiven ProblemlöserInnen - reflective practitioners - Personen, die Unsicherheit aushalten aus- und weitergebildet werden. 31 Referat

32 Wünschenswerte Voraussetzungen für den LehrerInnen-Beruf: psychische Stabilität Kontaktbereitschaft Selbstkontrolle Offenheit für Neues gute kognitive Fähigkeiten gutes Ausdrucksvermögen Unternehmergeist Flexibilität Innovationsbereitschaft Leadership-Interessen forschende Haltung 32 Referat

33 Welche Studierenden sind geeignet? Studienwahlmotive (Schweizer Untersuchungen) Denzler, S. & Wolter, S.C. (2008). Selbstselektion bei der Wahl eines Lehramtsstudiums. Zum Zusammenspiel individueller und institutioneller Faktoren. Beiträge zur Hochschulforschung, 30(4), Laut den Ergebnissen sind die Maturanden, die sich für eine pädagogische Laufbahn interessieren, in ihrer Mehrheit weiblich, stammen aus eher bildungsfernen Familien und hatten als Schwerpunkt am Gymnasium Musik, bildnerisches Gestalten oder ein Fach aus dem sozialwissenschaftlichen Bereich gewählt. Es sind ökonomische (kurze Ausbildungsdauer) und recht pragmatische Motive (Erwerb von Fähigkeiten für Familien- Pflichten, breite Ausbildung), die für das Lehramt motivieren. Beweggründe also, die durch relativ bildungsferne und sozial tiefe Herkunft verstärkt werden. 33 Referat

34 …dass diese über ein tradiertes Lehrerbild verfügen – über ein Lehrerbild, welches in einem gewissen Gegensatz zu den Zielen steht, die mit der Neupositionierung der Lehrerausbildung und der Schaffung der pädagogischen Hochschulen angestrebt worden sind. ebd. 34 Referat

35 Lehrerbildung hat es also mehrheitlich mit Studierenden zu tun, die den Lehrberuf mit angeborenen Fähigkeiten und Begabungen assoziieren und mehrheitlich die Professionalisierung des Lehrberufs entschieden ablehnen. ebd. 35 Referat

36 Forschung in der LehrerInnenbildung: Einige Leitsätze Intensive Vernetzung von Forschung und Lehre Studierende haben grundsätzlich die Möglichkeit, an Forschungsprojekten teilzunehmen Mit der wissenschaftlichen Ausrichtung der Lehre wird bei den Studierenden eine forschende und reflektierende Haltung gefördert Die Beteiligung der DozentInnen an Forschungsaktivitäten wird gefördert Praktizierende Lehrpersonen der Zielstufen können sich in der Fort- und Weiterbildung ihren Möglichkeiten entsprechend an Forschungsprojekten beteiligen. 36 Referat

37 Ganz besonders berufsfeldbezogene Forschung Sie beschäftigt sich schwerpunktmässig mit: - Bildungs-, Schul- und Unterrichtsfragen - Fragen der (Fach-)Didaktik und Curricula - Prozessen des Lehrens und Lernens - Strukturfragen der Bildungsinstitutionen und des Schulsystems - Fragen des LehrerInnenberufs und der LehrerInnenbildung. Die akademische Leistung der Tertiären LehrerInnen- bildung besteht in der Verschmelzung von Theorie und Praxis (Berufsausbildung). 37 Referat

38 Schluss: «Der Lehrberuf muss ein Beruf in stetiger Entwicklung sein, will er all den Herausforderungen gerecht werden. Lehrer-Sein reicht nicht mehr aus. Lehrer-Werden vom Beginn der Ausbildung bis zum Ende der Berufstätigkeit ist die Leitvorstellung. Dafür brauchen Lehrerinnen und Lehrer stimulierende Entwicklungsräume, die ihnen Möglichkeiten eröffnen, sich innerhalb ihrer Berufstätigkeit weiter zu profilieren, zu spezialisieren, neue Funktionen in der Schule zu übernehmen oder allenfalls einen anderen Beruf zu ergreifen.» Stadelmann, W. in Herzog, S.; Leutwyler, B. (Hrsg.) (2010): Entwicklungslandkarte für Lehrpersonen. Haupt Bern, Stuttgart, Wien, V. 38 Referat


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