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Solaranlagen für Landwirte 10. Mai 2011, Krone Wittnau, IG Solarbauern Wittnau Von der Idee zur Ausführung Checkliste Max Meyer, Projektleiter Solarbauern,

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Präsentation zum Thema: "Solaranlagen für Landwirte 10. Mai 2011, Krone Wittnau, IG Solarbauern Wittnau Von der Idee zur Ausführung Checkliste Max Meyer, Projektleiter Solarbauern,"—  Präsentation transkript:

1 Solaranlagen für Landwirte 10. Mai 2011, Krone Wittnau, IG Solarbauern Wittnau Von der Idee zur Ausführung Checkliste Max Meyer, Projektleiter Solarbauern, SSES Siehe: 1

2 Vorgehen bei einer Photovoltaikanlage 1.abklären: mögliche technische Leistung in kWh pro Jahr (Solarrechner) sofern: Dach geeignet, Zustand usw. 2.Erstabklärung, ob bei betr. Haus eine Baubewilligung notwendig ist (Heimat-, Denkmal-, Ortsbildschutz) 3.Schätzung der voraussichtlichen Investitionssumme mittels Solarrechner oder (besser) Fachfirma 4.Erstschätzung der notwendigen Einspeisevergütung, wenn die Investition über 30 Jahre eine Rendite von 5 % oder mehr abwerfen soll 5.Sofern 1-4 positiv: Start Projekt Photovoltaik auf dem Dach entweder: spezialisierter Fachplaner oder ab Beginn mit einer Solarfirma, welche das Gesamt- projekt planen und ausführen kann (GU) 6.Je nach Grösse der Investitionen bis zu 3 Offerten von ausgewiesenen Firmen (Referenzen) einholen, Alternativen prüfen, verhandeln 7.Investitionsentscheid, Projektrealisierung, anschliessend Abnahme, Inbetriebnahme Max Meyer,

3 Max Meyer Zu 1: abklären: hoher Ertrag bei hoher Direktstrahlung, möglich, wenn Dach nicht beschattet (Kaminaufbau, Bäume vor Haus usw.), Neigung ideal ca. 35 Grad, kann von 10 bis 50 Grad Neigung gehen, Südausrichtung, geringe Verluste, wenn Ausrichtung Südwest oder Südost beträgt. Solarrechner benutzen (Swissolar oder solche von Firmen): Dachfläche eingeben, Ausrichtung, Neigung, genauer Ort, PLZ, Höhe, Koordinaten, je nach Rechner, ergibt: Möglicher jährlicher technischer Ertrag in kWh Weitere Fragen: Zustand des Daches, hält es noch rund 30 Jahre, wenn nein, wäre eine Indachlösung sinnvoll, da Photovoltaikanlage gleichzeitig Dach ist. Resultat: kennt möglicher, durchschnittlicher Jahresertrag in kWh und ob Dach für Anlage geeignet oder saniert werden muss oder Indachlösung Zusätzlich sinnvoll: bei EW abklären, wie die Leitungssituation ist. Bei einer evtl. Installation einer Anlage grösser als 30 kWp aufpassen, da Zusatzkosten wie Lastgangmessung, Verstärkung der elektrischen Leitungen, technisch abklären und Erstabklärung über Kosten und Kostenteilung

4 4 Zu 2:Erstabklärung betr. allfälliger Baubewilligungen Empfohlen: Direktkontakt mit Gemeinde und mit deren Rücksprache allenfalls mit dem Kanton. Da Baubewilligungen in die Hoheit der Kantone fallen, gibt es nur wenige gesamtschweizerische Vorgaben. Nicht erlaubt sind Anlagen, die Kultur- und Naturdenkmäler von kantonaler oder nationaler Bedeutung beeinträchtigen. Zurzeit wird im Parlament über Erleichterungen diskutiert bis hin zu einer blossen Meldepflicht. Die Gesetze und deren jeweilige Anwendung sind nicht dermassen klar, dass man in der Praxis eindeutig im Voraus sagen kann: braucht oder braucht keine Bewilligung. Trotz einer Liberalisierung auf dem Gebiete der Bewilligungen kann immer wieder festgestellt werden, dass Behörden zusätzliche Auflagen machen, z. B. betr. den Rückbau nach Beendigung der Investitionszeit. (Unklarheiten gibt es betr. der Festlegung dachintegriert. In der Regel benötigen Kleinanlagen sofern nicht schutzwürdige Allgemeininteressen vorliegen, keiner Bewilligung.) Trotzdem: lieber fragen, als sich überraschen lassen. Max Meyer 2011

5 5 Zu 3:Schätzung der voraussichtlichen Investitionssumme Aufgrund der Dachfläche in m2 und des lagebedingten möglichen technischen Ertrages in kWh pro Jahr kann eine erste Schätzung der Investitionssumme durchgeführt werden, entweder über einen Solarrechner oder besser über eine Fachfirma (Siehe: Solarprofis auf oder Es gibt Erfahrungswerte, welche Kosten bei typischen Anlagen anfallen. Da die Preise weiter sinken, lohnt es sich, eine aktuelle Schätzung einzuholen. Die Investitionssumme ist Grundlage für eine Erstabklärung der Finanzierung: Eigenmittel, allfällige Möglichkeit der Beantragung eines landwirtschaftlichen Investitionskredites, sofern ein Betrieb dazu befähigt ist, Restsumme allenfalls über eine Bank, abklären, ob man allenfalls das Dach vermieten möchte. Max Meyer 2011

6 6 Zu 4:Erstschätzung der notwendigen Einspeisevergütung Eine Photovoltaikanlage ist eine Generationeninvestition. Sie kann während rund 30 Jahren Strom liefern. Es ist daher wichtig, vor dem Investitionsentscheid zu wissen, welche Entschädigung pro kWh für welche Zeitperiode bezahlt wird. Eine Gegenüberstellung der geschätzten Investitionssumme mit dem technischen Ertrag zeigt, wie gross die Einspeisevergütung sein muss, damit man die Investition amortisieren und eine Rendite von z. B. 5 % erzielen kann. Diese notwendige Vergütung ist zu vergleichen mit derjenigen, welche durch die Kostendeckende Einspeisevergütung (KEV, swissgrid AG) möglich ist, wobei gilt, dass der Vergütungssatz zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme gilt, daher mögliche Absenkungen berücksichtigen aufgrund des Projektverlaufes. Wenn die Vergütung der KEV die Kosten deckt, weiterfahren, auch wenn noch andere Varianten wie eine Solarbörse möglich sind. Max Meyer 2011

7 7 Zu 5:Eigentlicher Projektstart Sie wissen: technischer Ertrag in kWh im Verhältnis zur Investitions- summe und einer realistischerweise möglichen Einspeisevergütung sind positiv und eine Baubewilligung sollte möglich sein, sofern erforderlich. Sie entschliessen sich, das Projekt zu starten. Vorgehensmöglichkeiten: Fachplaner zuziehen oder Solarprofifirma, welche das Gesamt- projekt durchführen kann (Planung, konkreter Anlagevorschlag, Verträge, Organisation der Einspeisevergütung, Bewilligungen inkl. EW, Auswahl der Produkte, Auswahl zusätzlicher Firmen, Garantiefragen, Abnahme, Inbetriebnahme, Gesamtdokumentation, Wartungs- und Überwachungsfragen.) Wichtig: Nur mit ausgewiesener Firma, Erfahrung, Referenzen, arbeiten, nicht der billigste Preis ist entscheidend, sondern die Qualität über alles. Fehler in der Planung, Auslegung, Produkte- wahl erweisen sich über 30 Jahre als gravierend. Max Meyer 2011

8 8 Zu 6:Offerten einholen, Alternativen prüfen, verhandeln Sofern Planung durch Fachplaner: Planungsunterlage als Basis für Einholung von Offerten von Ausführungsfirmen Sofern Projekt durch Solarprofifirma weitere Offerten einholen, abklären, ob für die Arbeit der Erstfirma nicht eine Vergütung zu zahlen ist oder ab Beginn von 3 Firmen ein Projekt mit Offerte einholen, dadurch alternative Möglichkeiten prüfen betr. Produkten, Lösungsvorschlägen, möglichen Eigenleistungen, Garantieabgaben, technischen und wirtschaftlichen Kerndaten, Umfang der Leistungen einer Firma, so bezüglich Einholung von Bewilligungen, Abklärungen und Eingaben bei swissgrid, bei einer Solarbörse usw. Verhandeln, wobei der Inhalt, die Qualitätszusicherungen wichtiger als der blosse Preis sind. Preisdrückerei kann teuer sein. Max Meyer 2011

9 9 Zu 7:Investitionsentscheid mit anschliessender Projektrealisierung Nach Offertprüfung und Vertragsverhandlung, Investitionsentscheid fällen. Voraussetzung: Aufgrund von Referenzen und weiteren Auskünften vertrauenswürdige Firma, wenn möglich Firma, welche Gesamtleistung erstellt, auch wenn zusätzliche Firmen wie Dachdecker oder Elektriker zugezogen werden, Gesamtverantwortung bei einer Firma, alle relevanten Fragen sind geklärt, Resultate liegen schriftlich vor, Leistungen der Produkte sind klar aufgeführt, Prüfzertifikate liegen vor, Einspeisung ist klar geregelt betr. Vergütungsansatz und Laufzeit, alle Bewilligungen liegen schriftlich vor, zeitlicher Ablauf der Projektrealisierung ist zugesichert, Finanzierung geregelt, mögliche Rendite bekannt dank einer Investitionsrechnung. Gerichtsstand möglichst am Ort der Investition, nie im Ausland. Garantien aus der Schweiz. Max Meyer 2011

10 10 Wichtige Details bei der Realisierung einer Photovoltaikanlage Es ist davon auszugehen, dass eine Solarprofifirma die nachstehenden Punkte beachtet. Sie werden aus Gründen der Vollständigkeit im Sinne einer Checkliste Aufgeführt. Es handelt sich nicht um eine abschliessende Liste. technische Voraussetzungen: -Dacheigenschaften (Standort, Höhe, Breite, Neigung, Ausrichtung, Traufenhöhe, Art der Eindeckung, Maximalbelastung des Daches, allgemeiner Zustand, wie lange (noch) haltbar ohne grundlegende Sanierung -gibt es allfällige Schutzvorschriften zu beachten (Haus selber, Umgebung) -Verschattungsfragen je nach Sonnenstand und Jahreszeit -Zustand der elektrischen Anlagen im Investitionsobjekt, Baujahr usw. -Kabelführung bis zur Einspeisung in das öffentliche Netz, Trafo usw. -Blitzschutz bzw. Erdung vorhanden -Potenzialausgleich, Überspannungsschutz -Platz für Wechselrichter, Überwachungsgeräte, Zugang Offertinhalt: -Leistungsumfang und offerierte Preis für einzelne Leistungen -Gesamtpreis im Verhältnis zum offerierten Leistungsumfang Max Meyer 2011

11 11 Fortsetzung Details -Produkteauswahl, technische Leistungszusicherungen, Garantien, Prüfzertifikate, Labels, Angabe über Leistungsreduktion im Laufe der Zeit -Lieferbedingungen, Lieferzeiten, Regelung für Vertragsänderungen während der Projektausführung, Zahlungsablauf, allfällige Regelungen, wenn Termine usw. nicht eingehalten werden -klare Angaben betr. Anschlussfragen an das Netz, wer muss für welche Art der technischen Anschlüsse, Kabelführungen usw. bezahlen -Einspeiseregelung im Detail (KEV, vorübergehend EW, dann KEV, ökologischer Mehrwert über installierende Firma oder Dritte oder Vertrag mit einer Solarbörse) -Bei der Einspeiseregelung Laufzeit beachten (KEV 25 Jahre, Solarbörsen eher 20) -Sämtliche Zusatzkosten, wie Transporte, Gebühren, Anschlussarbeiten am Dach oder an bisherigen Einrichtungen, Zählern usw. müssen bekannt sein -Abnahmeprotokoll, Inbetriebnahme klar geregelt, Vorgehen bei Mängeln -Versicherungsverträge, Gebäudeversicherung oder private Versicherung -Bei Vermietung des Daches Eigentumsverhältnisse, Versicherungen, Zuständigkeiten der Wartung usw. regeln Max Meyer 2011

12 12 Fortsetzung Details Spezialfall: Schneelasten, Windlasten, externe Wirkungen, Feuer Je nach Lage, separat abklären. In Berggegenden kann die Schneelast bedeutend sein. Schneelasten und Windlasten erfordern entsprechende Verankerungen. Dabei ist die Dachkonstruktion, die Statikabklärung und die konkrete Verankerungstechnik wichtig. Gleichzeitig muss eine korrekte Hinterlüftung der Paneelen erfolgen. Bei Betrieben mit starken externen Effekten (Schweinezüchter z. B.) ist abzuklären, ob die gewählten Produkte dafür geeignet sind. Bei Betrieben mit grossem Staubanfall oder ähnlich, Reinigung abklären, nicht mit normalem Wasser, wegen Verkalkung. Zusätzlich betr. Montagesystem: Schutz vor Korrosion, Statik, Gerüstkosten Feuer: Photovoltaikanlage muss der Feuerwehr bekannt gegeben werden, bei Brand Stromkreis vor Löscharbeiten abschalten, Investor und Feuerwehr müssen wissen, wo und wie vorzugehen ist. Max Meyer 2011

13 13 Fortsetzung Details Wechselrichter: Rechtzeitig Platz für Wechselrichter festlegen, bei Aussen- Montage auf Schutz achten, kühl, gut zugänglich, vor Überhitzung schützen, technisch einwandfreie Abstimmung auf die Module und die Gesamtanlage, Wirkungsgrad beachten und zusichern lassen, kleine Differenzen wirken sich Langfristig stark auf den Ertrag aus, daher nur beste Qualität und höchst- möglicher Wirkungsgrad, umfassende Dokumentation, Garantiefrage wichtig, leicht zugängliche Freischalteinrichtung. Kabel, Leitungen und Isolierungen: widerstandsfähig gegen UV-Strahlung, kälte- und hitzebeständig, gut isoliert, in geeigneten Führungen verlegen, beim Dachdurchbruch korrekte Abdichtung, gefahrloser Zugang zu allen Anlageteilen. In der Anlagedokumentation sollen Angaben über die ver- wendeten Kabel (Querschnitt usw.), Verlegungsart, Stecker usw. enthalten sein. Max Meyer 2011

14 14 Fortsetzung Details Blitzschutz: Eine Photovoltaikanlage erhöht das Risiko eines Blitzeinschlages nicht. Zum Schutz des Gebäudes ist ein Blitzschutz zu empfehlen, bei grossen Landwirt- schaftsgebäuden grundsätzlich obligatorisch. Norm SEV 4022 einhalten, Vorgaben der Feuerpolizei und der Gebäudeversicherung beachten. Frage der Prämien und allfälliger Subventionen prüfen. Weiter: Sicherstellen, dass arbeitsrechtliche Vorschriften, Unfallverhütung usw. bei der Realisierung der Anlage eingehalten werden. Sicherstellen, dass nach Inbetriebnahme und allfälliger Mängelbehebung die Überwachung und die laufende Kontrolle der Einspeisung und der Entschädigung geschieht, Dokumentation auf Vollständigkeit prüfen. Vorgehen bei Schäden, Problemen der Funktionsweise, bei Ausfall von Systemteilen festhalten, Kontrollieren, ob die Versicherung über die Installation orientiert ist. Nochmals: sehr wichtig: Umfassende Dokumentation anlässlich der Inbetriebnahme prüfen und studieren. Dazu gehört u. a. die Bedienungsanleitung, Wartungs- Instruktionen usw. Max Meyer 2011

15 15 Schlussbetrachtungen: 1.Landwirtschaftsbetriebe eignen sich besonders für die Anwendung der Solartechnik. Zusatzverdienst ohne dauernder Arbeitseinsatz, langfristig Ertrag, sofern Projekt sorgfältig geplant und professionell ausgeführt. 2.Eine Photovoltaikanlage ist eine High Tech Anlage und eine Investition für ca. 30 Jahre. 3.Entscheidend für den Erfolg ist die Qualität der gewählten Firma/Firmen und der eingesetzten Produkte (Module, Wechselrichter usw.). 4.Auf Billigangebote verzichten. Garantien von Firmen mit Rechtssitz in der Schweiz verlangen. 5.Bei Verträgen, insbesondere der Einspeisevergütung, auf die Laufzeit achten. 6.Rechtzeitige Abklärungen schützen vor Überraschungen. Zusicherungen, Leistungsangaben usw. schriftlich festhalten und entsprechend dokumentieren. 7.Arbeiten sie mit Solarprofis zusammen. Eigenleistungen nur unter deren Kontrolle. Wer systematisch vorgeht und die richtigen Firmen wählt, wird nicht enttäuscht. Max Meyer 2011


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