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Medikation zur Schwangerschaftsvorbereitung und die medikamentöse Behandlung in der Schwangerschaft W. Paulik www.der-frauenarzt.at.

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1 Medikation zur Schwangerschaftsvorbereitung und die medikamentöse Behandlung in der Schwangerschaft W. Paulik

2 Medikation zur Schwangerschaftsvorbereitung und die medikamentöse Behandlung in der Schwangerschaft Allgemeine Grundlagen Allgemeine Grundlagen Medikation in der Schwangerschaftsvorbereitung Medikation in der Schwangerschaftsvorbereitung Häufige Indikationen in der Praxis Häufige Indikationen in der Praxis

3 Allgemeine Grundlagen Dosis-Wirkungsbeziehung Dosis-Wirkungsbeziehung Genotypus des Embryo Genotypus des Embryo Entwicklungsstadium Entwicklungsstadium Unterschiedliche Verlaufsformen der Entwicklung nach Schädigung Unterschiedliche Verlaufsformen der Entwicklung nach Schädigung

4 Allgemeine Grundlagen TAG TAG TAG

5 Die wichtigsten teratogenen Arzneimittel Aminoglycoside Innenohr und Nieren AndrogeneMaskulinisierung Carbamazepin Spina bifida, Herz, Gaumen, urogen. System, Extremitäten, faziale Dysmorphien Cumarinderivate Nase, Extremitäten DiethylstilbestrolScheidenkarzinom Lithium Herz (Ebstein-Anomalie – sehr selten) Misoprostol Möbius Sequenz, Extremitäten Penicillamin Cutis laxa (selten) Phenobarbital/Primidon Herz, Gaumen, urogen. System, Extremitäten, faziale Dysmorphien Phenytoin Retinoide Ohr, Herz, ZNS, Skelett ThalidomidExtremitäten Trimethadion Herz, Gaumen, urogen. System, Extremitäten, faziale Dysmorphien Valproinsäure Spina bifida, Herz, Gaumen, urogen. System, Extremitäten, faziale Dysmorphien Vitamin A (> IE/D) Ohr, Herz, ZNS, Skelett Zytostatika (vorw. Antimetabolite) Multiple Fehlbildungen ? Glucocorticoide (systemisch) Gaumenspalten Risiko < 1:1000 exponierte Feten ? Methimazol Choanalatresie, tracheoösophageale Fisteln, Aplasie cutis (R: < 1:1000 exp.F.) ? Trimethoprim/Cotrimoxazol Neuralrohrdefekte Risiko < 1:1000 exponierte Feten

6 Die wichtigsten fetotoxischen Arzneimittel ACE-Hemmstoffe Nieren, Oligohydramnion, Anurie, Gelenkskontrakturen, Schädelhypoplasie Aminoglykoside (parenteral) Innenohr und Niere AndrogeneMaskulinsierung Angiotensin-II-Rezeptor- Antagonisten Nieren, Oligohydramnion, Anurie, Gelenkskontrakturen, Schädelhypoplasie Benzodiazepine (Langzeittherapie oder sub partu) Atemdepression, Anpassungsstörung, Floppy Infant Syndrom CumarinderivateHirnblutung Ergotamine Fetale Hypoxie (nur am wehenbereiten uterus!!) ImmunsuppressivaKnochenmarksdepression Radiojod (in therapeutischen Dosen) Schilddrüsenhypoplasie oder -aplasie Lithium Floppy Infant Syndrom Opioide/OpiateEntzugssyndrom Psychopharmaka Anpassungsstörungen im körperlichen Sinne, bei SSRI serotonerge Symptomatik Tetrazykline Gelbfärbung der Zähne ZytostatikaKnochenmarksdepression

7 Allgemeine Grundlagen Dosis-Wirkungsbeziehung Genotypus des Embryo Entwicklungsstadium Unterschiedliche Verlaufsformen der Entwicklung nach Schädigung Unterschiedliche Verlaufsformen der Entwicklung nach Schädigung

8 ÄtiologieProzentsatzChromosomal/genetisch25% Ionisierende Strahlen 1% Mütterliche Infektionen 5% Chemische und physikalische Noxen Chemische und physikalische Noxen (Alkohol!)5% Mütterliche Erkrankungen 2% Unbekannte Ursachen 65% Ursachen für angeborene Fehlbildungen

9 Risikoklassifizierung von Arzneimitteln Problem Keine randomisierten klinischen Studien möglich Keine randomisierten klinischen Studien möglich Nur indirekte Hinweise aus Tier- und Laborstudien Nur indirekte Hinweise aus Tier- und Laborstudien Erkenntnisse nur durch Nachverfolgung vieler Einzelfälle Erkenntnisse nur durch Nachverfolgung vieler Einzelfälle Folge Neue Medikamente sind nicht sicher beurteilbar und damit kontraindiziert Freigabe erst nach Jahren möglich Fachinformation, tatsächliches Risiko und Empfehlungen divergieren oft beträchtlich

10 Risikoklassifizierung von Arzneimitteln Austria Codex Austria Codex Packungsbeilage Packungsbeilage Fachinformation Fachinformation Fachbücher Fachbücher Arzneimittelbrief Arzneimittelbrief Beratungsstellen für Arzneimittelrisken Beratungsstellen für Arzneimittelrisken

11 Beratungsstellen A-8020 Graz Institut für Zellbiologie, Histologie und Embryologie der medizinischen Universität Graz Harrachgasse 21/7 (+43) A-1190 Wien Univ. Frauenklinik Wien (AKH-Wien) Währinger Gürtel (+43) A-4020 Linz TIS Linz Landesfrauenklinik Linz Lederergasse 47 D Berlin Phamakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie Spandauer Damm 130, Haus 10 (+49)

12 Allgemeine Empfehlungen Familienplanung von Patientinnen bei Therapieplanung berücksichtigen Familienplanung von Patientinnen bei Therapieplanung berücksichtigen Bei Frauen im gebärfähigen Alter primär risikoarme Medikamente einsetzen. Ansonsten Schwangerschaftstest, Aufklärung und Kontrazeption Bei Frauen im gebärfähigen Alter primär risikoarme Medikamente einsetzen. Ansonsten Schwangerschaftstest, Aufklärung und Kontrazeption Bei Kinderwunsch: Therapie optimieren, Wartezeiten beachten Bei Kinderwunsch: Therapie optimieren, Wartezeiten beachten Bei ungeplanter Schwangerschaft: Risikobeurteilung, Therapieoptimierung Bei ungeplanter Schwangerschaft: Risikobeurteilung, Therapieoptimierung Stillzeit: Wenn risikoarme Medikamente verfügbar, Stillen wünschenswert Stillzeit: Wenn risikoarme Medikamente verfügbar, Stillen wünschenswert

13 Pränataldiagnostik nach Arzneimitteltherapie Bildgebender Ultraschall Bildgebender Ultraschall Funktioneller Ultraschall (Doppler) Funktioneller Ultraschall (Doppler) MRI (CT) MRI (CT) Biochemische Untersuchung bei der Mutter Biochemische Untersuchung bei der Mutter Invasive Diagnostik Chorionzottenbiopsie, Amniozentese, Fetale Blutanalyse Invasive Diagnostik Chorionzottenbiopsie, Amniozentese, Fetale Blutanalyse

14 Schwangerschaftsvorbereitung Vitamine und Spurenelemente Vitamine und Spurenelemente Epilepsie und antiepileptische Therapie Epilepsie und antiepileptische Therapie Antidepressive Therapie, Psychopharmaka Antidepressive Therapie, Psychopharmaka

15 Vitamine und Spurenelemente Folsäure Folsäure Vitamin A Vitamin A Eisen Eisen Jodid Jodid Fluorid Fluorid Omega-3-Fettsäuren Omega-3-Fettsäuren

16 Folsäure Bedeutung für Nucleinsäuresynthese, Zellteilung und Zellwachstum Tagesbedarf 400µg – Mehrbedarf in der Schwangerschaft 300µg Relativer Folsäuremangel: Neuralrohrdefekte, Anenzephalus, Spina bifida Kinderwunsch 400µg/d Kinderwunsch 400µg/d Risikokollektiv 4mg/d Risikokollektiv 4mg/d ( nach Geburt eines Kindes mit Neuralrohrdefekt, ( nach Geburt eines Kindes mit Neuralrohrdefekt, bei folatantagonistischer Therapie bei folatantagonistischer Therapie

17 Vitamin A Wirkung auf: Epitheliale Zellen und Sehpurpur Tagesbedarf 1mg Retinol oder 2mg ß-Karotin Tagesbedarf 1mg Retinol oder 2mg ß-Karotin Übliche Dosierung in Vitaminpräparaten 6000 IE Übliche Dosierung in Vitaminpräparaten 6000 IE Vitamin A Vitamin A Vitamin-A Derivate: Vitamin-A Derivate: Retinoid-Syndrom: Ohr Gesicht, Kiefer, Gaumen ZNS Isoretinoin Tretionin Acitretin

18 EISEN – JODID - FLUORID OMEGA-3-FETTSÄUREN Eisen: Tagesbedarf 15mg - Schwangerschaft 30mg Eisen: Tagesbedarf 15mg - Schwangerschaft 30mg Therapie bei Hb unter 10g/dl Therapie bei Hb unter 10g/dl Keine Kombinationspräparate Keine Kombinationspräparate Jodid: Tagesbedarf in der Schwangerschaft 260µg Jodid: Tagesbedarf in der Schwangerschaft 260µg Supplementierung mit 200µg/d Supplementierung mit 200µg/d Fluorid: Tagesbedarf 3mg – Kariesprophylaxe mit 1mg/d möglich? Fluorid: Tagesbedarf 3mg – Kariesprophylaxe mit 1mg/d möglich? Omega-3-Fettsäuren: Benefit ? Omega-3-Fettsäuren: Benefit ? Reduktion des Frühgeburtsrisikos in Reduktion des Frühgeburtsrisikos in der 2. Schwangerschaftshälfte der 2. Schwangerschaftshälfte

19 Epilepsie und antiepileptische Therapie Aminoglycoside Innenohr und Nieren AndrogeneMaskulinisierung Carbamazepin ( z.B.Tegretol®) Spina bifida, Herz, Gaumen, urogen. System, Extremitäten, faziale Dysmorphien Cumarinderivate Nase, Extremitäten DiethylstilbestrolScheidenkarzinom Lithium Herz (Ebstein-Anomalie – sehr selten) Misoprostol Möbius Sequenz, Extremitäten Penicillamin Cutis laxa (selten) Phenobarbital/Primidon( z.B.Mysoline®) Herz, Gaumen, urogen. System, Extremitäten, faziale Dysmorphien Phenytoin ( z.B.Epilan-D®) Herz, Gaumen, urogen. System, Extremitäten, faziale Dysmorphien Retinoide Ohr, Herz, ZNS, Skelett ThalidomidExtremitäten Trimethadion Herz, Gaumen, urogen. System, Extremitäten, faziale Dysmorphien Valproinsäure ( z.B.Convulex®) Spina bifida, Herz, Gaumen, urogen. System, Extremitäten, faziale Dysmorphien Vitamin A (> IE/D) Ohr, Herz, ZNS, Skelett Zytostatika (vorw. Antimetabolite) Multiple Fehlbildungen ? Glucocorticoide (systemisch) Gaumenspalten Risiko < 1:1000 exponierte Feten ? Methimazol Choanalatresie, tracheoösophageale Fisteln, Aplasie cutis (R: < 1:1000 exp.F.) ? Trimethoprim/Cotrimoxazol Neuralrohrdefekte Risiko < 1:1000 exponierte Feten Die wichtigsten teratogenen Arzneimittel

20 Epilepsie und antiepileptische Therapie Die neueren Antiepileptika Felbamat ( z.B.Taloxa®) Geringe klinische Datenlage, erhöhtes Risiko bei Kombinationstherapie Gabapentin ( z.B.Neurontin®) Teratogenes Risiko eher geringer, kann in der Schwangerschaft eingesetzt werden, wenn die noch bestehende Unsicherheit akzeptiert wird Lamotrigin ( z.B.Lamictal®) Best untersuchtes Mittel (über 1000 prospektiv ausgewertete Schwangerschaften), Mittel der Wahl bei geplanter Schwangerschaft, erheblich gesteigerter Abbau, daher monatliche Serumspiegelunters. Levetiracetam ( z.B.Keppra®) Datenlage noch spärlich, kann in der Schwangerschaft eingesetzt werden, wenn die noch bestehende Unsicherheit akzeptiert wird Oxcarbazepin (z.B. Trileptal ®) Bislang keine teratogene Wirkung erkennbar bei Monotherapie, kann in der Schwangerschaft eingesetzt werden, wenn die noch bestehende Unsicherheit akzeptiert wird Topiramat (z.B. Topamax ®) Datenlage noch spärlich, Therapie kann bei stabiler Einstellung in der Schwangerschaft fortgesetzt werden, wenn die noch bestehende Unsicherheit akzeptiert wird Vigabatrin (z.B. Sabril ®) Wird nur mehr in Ausnahmefällen eingesetzt, kann zu irreversibler Gesichtsfeldeinengung führen. Typisches Fehlbildungsmuster nicht erkennbar, bei zwingender Indikation Therapie in der Schwangerschaft möglich

21 Psychopharmaka Bei unkompliziertem Verlauf von Psychosen ist eine Verschlechterung in der Schwangerschaft nicht zu erwarten Bei unkompliziertem Verlauf von Psychosen ist eine Verschlechterung in der Schwangerschaft nicht zu erwarten Bei schweren Verläufen ist besonders um die Geburt und im Wochenbett eine Verschlechterung möglich – Therapieabbrüche eventuell besonders riskant Bei schweren Verläufen ist besonders um die Geburt und im Wochenbett eine Verschlechterung möglich – Therapieabbrüche eventuell besonders riskant Dosisreduktion um die Geburt ist zu erwägen, falls medizinisch vertretbar Dosisreduktion um die Geburt ist zu erwägen, falls medizinisch vertretbar Bis jetzt kein Hinweis auf schädigende Wirkung der kindlichen ZNS Entwicklung bei den länger eingeführten Präparaten Bis jetzt kein Hinweis auf schädigende Wirkung der kindlichen ZNS Entwicklung bei den länger eingeführten Präparaten

22 Psychopharmaka 1Antidepressiva Tri-und tetrazyklische Antidepressiva (z.B.®) (z.B. Anafranil ®) Imipramine (z.B. Tofranil ®) (z.B. Nortrilen ®) Amitriptylin (z.B. Saroten ®) Clomipramin (z.B. Anafranil ®) Imipramine (z.B. Tofranil ®) Nortriptylin (z.B. Nortrilen ®) Mittel der Wahl Selektive Serotonin- Wiederaufnahme- Hemmstoffe (SSRI) (z.B. Seropram ®) (z.B. Fluctine ®) (z.B. Floxyfral ®) (z.B. Seroxat ®) (z.B. Tresleen ®) Citalopram (z.B. Seropram ®) Fluoxetin (z.B. Fluctine ®) Fluvoxamin (z.B. Floxyfral ®) Paroxetin (z.B. Seroxat ®) Sertralin (z.B. Tresleen ®) Mittel der Wahl - Sertralin und Citalopram am besten dokumentiert Monoaminooxidase- (MAO) Hemmstoffe (z.B. Aurorix ®) Moclobemid (z.B. Aurorix ®) Im 1. Trimenon zu meiden – Reservemittel im 2. und 3. Trimenon Antipsychotika Phenothiazine und Thioxanthene (z.B. Dapotum ®) (z.B. Nozinan ®) Fluphenazin (z.B. Dapotum ®) Levomepromazin (z.B. Nozinan ®) (z.B. Akineton ®) Können verwendet werden – bei extrapyramidalen Nebenwirkungen Biperiden (z.B. Akineton ®) Butyrophenone (z.B. Haldol ®) (z.B. Buronil ®) Haloperidol (z.B. Haldol ®) Melperon (z.B. Buronil ®) Prolaktinerhöhung – Fertilitätsverminderung Atypische Neuroleptika (z.B. Zyprexa ®) (z.B. Leponex ®) (z.B. Risperdal ®) (z.B. Zeldox ®) Olanzapin (z.B. Zyprexa ®) Clozapin (z.B. Leponex ®) Risperidon (z.B. Risperdal ®) Ziprasidon (z.B. Zeldox ®) Praktisch kein Einfluss auf Prolktinausschüttung, Olanzapin zu bevorzugen Lithiumsalze (z.B. Quilonorm ®) Lithiumcarbonat (z.B. Quilonorm ®) Teratogenes Potential? Ebstein Anomalie

23 Psychopharmaka 2Anxiolytika Buspiron (z.B. Buspar ®) Hydroxyzin (z.B. Atarax ®) Meprobamat (z.B. Miltaun ®) In der Schwangerschaft relativ kontraindiziert Barbiturate Phenobarbital (z.B. Maliasin ®) Als Hypnotikum rel. Kontraindiziert Benzodiazepine Kurzwirksame (Narkose) Midazolam (z.B. Dormicum ®) Therapie nur kurzfristig, Dauertherapie im letzten Trimenon besonders kritisch Floppy-infant-Syndrom Mittellangwirksame (Sedativa, Hypnotika) Bromazepam (z.B. Lexotanil ®) Flunitrazepam (z.B. Rohypnol ®) Langwirksame (Anxiolytika, Antikonvulsiva) Lormetazepam (z.B. Noctamid ®) Oxazepam (z.B. Anxiolit® )

24 Häufige Indikationen in der Praxis Schmerzen Schmerzen Hyperemesis Hyperemesis Allergien - Asthma Allergien - Asthma o Bakterielle Infektionen Husten Husten Gastritis Gastritis Obstipation Obstipation Diarrhoe Diarrhoe Chronisch entzündliche Darmerkrankungen Chronisch entzündliche Darmerkrankungen Hypertonus Hypertonus Dermatologika Dermatologika

25 Schmerzen (z.B. Mexalen ®) Paracetamol (z.B. Mexalen ®) Mittel der Wahl Acetylsalicylsäure (z.B. Aspirin ®) Zweiten Wahl. Ab SSW 28 nicht regelmäßig anwenden Bereits Einzeldosis kann bei Frühgeborenen Blutungsbereitschaft erhöhen. Keine Einschränkung bei low-dose Behandlung (z.B. Brufen ®) Ibuprofen (z.B. Brufen ®) (z.B. Voltaren ®) Diclofenac (z.B. Voltaren ®) Als gut erprobte NSAR im 1. und 2. Drittel anwendbar. Ab Woche 28 meiden. Bei dennoch erfolgter Anwendung sonografische Kontrollen des fetalen Kreislauf und der Fruchtwassermenge. (z.B. Tramal ®) Tramadol (z.B. Tramal ®) Bei entsprechender Indikation Anwendung möglich. Engmaschige Beobachtung des Neugeborenen (z.B. Imigran ®) Sumatriptan (z.B. Imigran ®) Zur Therapie der schweren Migräneattacke (andere Triptane sollten nur bei Unverträglichkeit angewendet werden

26 Hyperemesis Meclozin (POSTADOXIN ®) Mittel der Wahl (z.B. Neoemedyl ®) Dimenhydrinat (z.B. Neoemedyl ®) Akzeptabel, wenn kein Frühgeburtsrisiko vorliegt (z.B. Paspertin ®) Metoclopramid (z.B. Paspertin ®) Zählt zu den Mittel der Wahl bei Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft, speziell bei begleitenden gastro- ösophagealen-Reflux (z.B. Zofran ®) Ondansetron (z.B. Zofran ®) Reservemittel bei ausgeprägter Symptomatik und bei Therapieversagern

27 Allergien und Asthma Antihistaminika (H1- Blocker) Dimetinden (z.B. Fenistil ®) Mittel der Wahl Loratadin (z.B. Clarityn ®) Cetirizin (z.B. Zyrtec ®) Praktisch nicht sedierend ß²-Sympathikomimetika (inhalativ) Salbutamol (z.B. Sultanol ®) Terbutalin (z.B. Bricanyl ®) (Fenoterol (z.B. Berodual ®) ) Nur kurz wirksam Salbutamol Mittel der Wahl Glucocorticoide(inhalativ) Budesonid (z.B. Pulmicort ®) Beclometason (z.B. Becotide ®) Kein erhöhtes Risiko für LKG-Spalten Mastzelleninhibitoren Cromoglicinsäure (z.B. Intal ®) Auch als Augen- und Nasentropfen anwendbar TheophyllinAnticholinergika Theophyllin (z.B. Euphyllin ®) Ipratropiumbromid (z.B. Atrovent ®) Beim Menschen keine erhöhte Teratogenität

28 Husten Expektorantien und Mucolytika Acetylcystein (z.B.®) Acetylcystein (z.B. Aeromuc ®) Ambroxol (z.B. Mucosolvan ®) Bromhexin (z.B. Bisolvon ®) (z.B. Paracodin ®) Codein (z.B. Paracodin ®) Kann bei hartnäckigem, trockenen Husten während der ganzen Schwangerschaft verordnet werden Falls präpartal oder in hoher Dosierung zur Substitutionsbehandlung verwendet, engmaschige Überwachung des Neugeborenen an Zentrum erforderlich (z.B. Wick Formel 44 plus ®) Dextromethorphan (z.B. Wick Formel 44 plus ®) Kein teratogenes Potential, als Alternative zu Codein

29 Gastritis Antacida Magaldrat (z.B.Riopan®) Aluminium aufgrund der Molekularstruktur schlechter resorbierbar Sucralfat (z.B.Ulcogant®) Wird praktisch nicht resorbiert Aluminumhydroxid (z.B.Acidrine®) Aluminiumphosphat (z.B.Phosphalugel®) Alginsäure (z.B.Rennie Duo®) Resorption von bis 20% einer oral gegebenen Aluminiumdosis ist möglich Calciumcarbonat (z.B.Rennie®) Resorption von ca. 15%-30% der oral aufgenommen Dosis H²-Antagonisten Ranitidin (z.B.Zantac®) Mittel der Wahl Cimetidin (z.B.Cimetag®) Antiandrogene Wirkung bei verschieden Spezies Protonenpumpenhemmer Omeprazol (z.B.Losec®) Mittel der Wahl bei Refluxösophagitis Weitere Ulkustherapeutika Pirenzepin (z.B.Gastrozepin ®) Misoprostol (z.B.Cyprostol®) Kontraindiziert

30 Obstipation Füll- und Quellstoffe LeinsamenWeizenkleie Nicht resorbierbar Agar-AgarMethylcellulose Mittel der Wahl Osmotische und salinische Abführmittel Lactulose (z.B.Laecolac®) Mannit, Sorbit NatriumsulfatMagnesiumsulfat Bei Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen ist Magnesiumsulfat kontraindiziert Diphenylmethane Bisacodyl (z.B.Dulcolax®) Natriumpicosulfat (z.B.Agiolax®) Mittel der Wahl AnthrachinonderivateSennesblätterRhabarberwurzel Faulbaumrinde, Aloe Wegen möglicher Nebenwirkungen zu meiden RizinusölRicanolsäure Kontraindiziert im letzten Trimenon

31 Diarrhoe Loperamid (z.B.Imodium®) Resorption gering Gut dokumentiert Tanninalbumat (z.B.Tannalbin®) Medizinische Kohle Apfelpektin Kein Risiko in der Schwangerschaft

32 Chronisch entzündliche Darmerkrankungen Sulfasalazin (z.B.Salazopyrin®) Lange Mittel der Wahl bei Colitis ulcerosa Keine erhöhte Rate an Kernikterus beim Neugeborenen Mesalazin (z.B.Salofalk®) Ausreichend hoch dosieren Mittel der Wahl Glucocorticoide Prednisolon systemisch Budesonid (z.B.Entocort®) rektal Azathioprin (z.B.Imurek®) 6-Mercaptopurin (z.B.Purinethol®) Anwendbar, wenn unbedingt erforderlich 6-Thioguanin (z.B.Thioguanin GSK®) Methotrexat (z.B.Methotrexat Lederle®) In der Schwangerschaft kontraindiziert

33 Hypertonie ά-Methyldopa (z.B.Aldometil®) Mittel der Wahl bei chronischem Hypertonus in der Schwangerschaft ß-Rezeptorenblocker Metoprolol (z.B.Beloc®) Labetalol (z.B.Trandate®) Labetalol (z.B.Trandate®) ( z.B.Tenormin®) Atenolol ( z.B.Tenormin®) Neonatale ß-Rezeptorenblockade möglich Gewichtsrestriktion des Feten möglich Dihydralazin (z.B.Nepresol®) Pseudolupus Lebertoxizität bei Präeklampsie Mittel zweiter Wahl Kalziumantagonisten Nifedipin (z.B.Adalat®) Verapamil (z.B.Isoptin®) Verapamil (z.B.Isoptin®) Antihypertensiva der 2. Wahl Vor allem als Antiarrhythmikum angewendet ACE-Hemmer Captopril (z.B.Capozide®) Kontraindiziert – bzw. schweren nicht anders behandelbaren Fällen vorbehalten Urapidil (z.B.Ebrantil®) Akuttherapie der Präeklampsie

34 Dermatika und Lokaltherapeutika 1 Lokale Antibiotika Fusidinsäure (z.B.Fucidin®) Neomycin (z.B.Nebacetin®) Lokale Virustatika Aciclovir (z.B.Zovirax®) Podophyllotoxin (z.B.Condylox®) Imiquimod (z.B.Aldara®) Antiseptika und Desinfizientien Ethanol, Isopropanol Benzoylperoxid (z.B.AcnePlus Creme®) Polyvidon-Iod (z.B.Betaisodona®) Phenolderivate (z.B.Lysol®) - außer Hexachlorophen Glucocorticoide nichtsteroidale Antiphlogistika Bufexamac (z.B.Parfenac®) bis SSW 30 Antipruriginosa und ätherische Öle Polidocanol (z.B.Optiderm®) Kampfer und Menthol

35 Dermatika und Lokaltherapeutika 2 Lokale Immunmodulatoren Tacrolimus (z.B.Protopic®) Pimecrolimus (z.B.Elidel®) kontraindiziert KeratolytikaSalicylateHarnstoffpräparate Krätze- und Läusemittel Crotamiton (z.B.Eurax-Lotio®) Permethrin (z.B.Infectoscab 5% Creme®) 2,5%ige Essiglösung Kokosöl Augen-, Nasen- und Ohrentropfen Oxymetazolin (z.B.Nasivin®) Oxymetazolin (z.B.Nasivin®) HämorrhoidenmittelVenentherapeutikaunbedenklich Aescin (z.B.Venostasin®) KosmetikaHaarkosmetikaanwendbar


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